Papiersternkarte vs. Computersternkarte

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the_viewer

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Hallo!
Benutzt ihr eigentlich noch Sternkarten, die auf Papier gedruckt sind, oder ist bei euch das digitale Zeitalter längst durchgebrochen, und ihr verwendet lieber Sternkarten die aus dem Computer stammen?
Ich benutze eigentlich nur noch Sternkarten die direkt auf meinem Laptop drauf sind.
Lohnt sich demnach heute überhaupt noch die Anschaffung von gedruckten Sternkarten wie Uranometria & Co.?
 
Hallo David,
wenn du das Notebook in der Nacht immer dabeihast, auch bei -20 Grad, dann brauchst du wohl keinen Atlas.
Ich selbst muss aber sagen, dass ich zu oft ohne Rechner dastehe, es auch mal eben genieße, im Liegestuhl durch ein Beobachtungsbuch+Atlas zu blättern, um mir ein paar Schätze für die nächste heiße Nacht auszugucken.
Was ist, wenn die Technik streikt, was, wenn du mit einem Feldstecher und Rucksack im Urlaub bist? Also, der Karkoschka ist wohl nicht zu toppen und leichter als jedes Notebook... Den Sky Atlas finde ich eher nicht so toll, werde ihn wohl wieder verkaufen. Und die Uranometria ist eigentlich sowas wie ein Autoatlas - eigentlich gibts ja Navigationssysteme... Du verstehst, was und wie ich´s meine!
Viele Grüße
Kay
 
Hi,
also ich habe und nutze beides. Da ich aber zum Beobachten meinen Laptop nie dabei habe nutze ich lieber "echte" Atlanten. Ich finde es auch besser, wenn man mal was nachschlagen möchte, dass man einfach mal in einem Buch blättern kann. Aber auch Software wie Guide oder Redshift möchte ich nicht missen, aber ohne meine Uranometrias, meinen Skyatlas, meine Sternkarten wie DeepMap 600 möchte ich nicht beobachten.

Viele Grüße
Steven
 
Die Antwort ist ein "sowohl als auch".

Für eine sorgfältig vorbereitete Beobachtungsnacht sind Papierkarten (ausgedruckt oder schon in Buchform) eine schöne Sache. Können nicht abstürzen, sind meistens besser für die Dunkeladaption und funktionieren auch bei -20 Grad. Papier ist prima für den Urlaub, weil sich nie die Frage der Stromversorgung stellt. Da ist weniger dann eindeutig mehr.

Für spontanes Spechteln bevorzuge ich das Notebook. Warum auch zwei Bände Uranometria, Kepple/Sanner oder drei Bände Burnham mitschleppen, wenn's auch mit weniger Zeugs geht? Kein lästiges Blättern, stets der optimale Bildausschnitt und je nach Software sind auch nur solche Objekte auf der Karte, die man wirklich sehen kann. Logging geht gleich nebenbei und Vorschläge für Objekte (nebst Bild) purzeln auch aus dem Notebook. Soviel Komfort macht Spass und spart die Zeit für den Blick ins Okular. Warum soll man sich denn bei der Informationsbeschaffung nicht von seinem Notebook unterstützen lassen, statt am Fernrohr wertvolle Zeit mit Wühlen in Atlanten und Beobachtungsbüchern zu verplempern? Das dann noch kombiniert mit digitalen Teilkreisern oder Goto und schon beschäftigt man sich beim Spechteln hauptsächlich mit dem Himmel (trotz der vielen Technik).

Wer das undogmatisch sieht, wird sich über den Nutzen der Technik freuen können; wer Romantik und back to the roots propagiert, sollte lieber beim Papier bleiben.

Gruß,
Tom
 
Hallo!
Erst schon mal Danke für eure Antworten!
...die Uranometria ist eigentlich sowas wie ein Autoatlas...
So habe ich das noch nie gesehen, aber ein absolut treffender Vergleich!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Ich werde mir mal noch ein paar Atlanten ansehen. Bisher habe ich (neben Redshift & Co.) auch den Karkoschka benutzt. Ich glaube ich habe da irgendwo auch noch einen "KOSMOS Himmelsatlas" von Will Tirion herumliegen.
Was haben eure Atlanten denn eigentlich für Formate? Ich würde eine Sternkarte vorziehen, die ein Sterngebiet, wie ein ganzes Sternbild (oder auc hein wenig mehr noch)möglichst groß auch auf Papier bringt (d.h. mindestens auf DIN A4). Am besten wohl auch noch DIN A3, denn Mobilität spielt momentan eigentlich eine untergeordnete Rolle.
 
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Also der Verleger der Uranometria ist mir jetzt bekannt, wer verlegt denn den SkyAtlas und den DeepMap600? (Preise, Bezugsquellen?)
 
>Also der Verleger der Uranometria ist mir jetzt bekannt, wer verlegt denn den
>SkyAtlas und den DeepMap600? (Preise, Bezugsquellen?)

Sky Publishing Corp. verlegt den Sky Atlas.

Orion Telescopes die DeepMap600.

c.s.

Gerrit.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

aus welchem Material ist den die Deep map 600?
(Karton oder Kunstoff?)
Gruß HJD
 
Hallo,

hört sich interessant an. Ich suche ein Zwischending zwischen Sky Atlas und normaler drehbarer Sternkarte (nicht die großen, die sind mir zu unübersichtlich). Also etwas mit mehr Info als ne normale drehbare Sternkarte, aber handlicher als der Sky Atlas.

Ist das beschichtete Papier abwaschbar, ohne das es sich wellt? z.B. wenn mal was verschüttet wird
Gruß HJD
 
Hi,
naja ich denke mal was drüberschütten ist schon sehr grenzwertig.Es ist nur beschichtet und nicht laminiert. Etwas feuchtigkeit macht der Karte nichts aus aber so eine richtige Ladung flüssigkeit möchte ich da nicht drüber schütten.

Steven
 
Guten Abend,
eine Alternative ist vielleicht der gerade erschienene "Kosmos Atlas Sterne und Planeten". Ich habe ihn schon in einer Buchhandlung gesehen und darin geblättert: Ich bin angenehm überrascht! Er bietet mehrfarbige Übersichtskarten bis 6.m5 und Detailkarten des gesamten Himmels bis 7.5te Größenklasse mit sehr vielen Deep Sky Objekten und Beschreibungen (teilweise Ausschnitte bis 10.m0); dazu gibt es noch einen Rükl Mondatlas - Teil mit hervorragenden Karten, die zusätzlich jeweils spiegelverkehrt dargestellt sind. Das Ganze hat DIN A4 Format und ist damit noch sehr handlich. Das ist noch kein abschließendes Urteil, aber es könnte ein Knüller werden - ich kenne jedenfalls nichts vergleichbares.

Wide skies

Peter
 
Hallo Steve,

bin ebenfalls Nutzer von TheSky Pocket Edition, aber möchte dich fragen, wie du verhinderst, dass dir das Display die Dunkeladaption versaut. Den Rotmodus des Programms finde ich unzureichend.

Zwar ist es angenehm, eine Sternkarte aus der Hosentasche ziehen zu können, aber so wirklich begeistert bin ich vom Minibildschirm auch nicht gerade. Und: wenn man nicht nur die allerhellsten Objekte beobachtet, dann reicht auch mit SAO-Katalog die Grenzgröße der Karten oft nicht für eine sichere und komfortable Orientierung aus. Größere Sterndatensätze werden nicht angeboten - auf der SD-Card wäre aber Platz genug. Schon mit dem Achtzöller sollten bei schwierigen, kleinen Objekten Aufsuchkarten wenigstens bis 12 mag reichen. Für jedes Programm auf dem Notebook kein Thema, aber für PDAs schon.

Was mir bei TheSky Pocket Edition fehlt, ist eine Möglichkeit, eine Liste der zu beobachtenden Objekte hochzuladen.

Den PDA nutze ich daher hauptsächlich für's konkurrenzlose schnelle Nachschlagen von Auf- und Untergangszeiten, Planetenpositionen und Mondphasen. Wenn ich zwischen "nur PDA" oder "nur Karkoschka und Rotlichtlampe" wählen müsste, würde ich das Buch bevorzugen.

Clear skies,
Tom
 
Hallo,

zumindestens für die Palm OS Geräte ist das kein Problem. Astromist und Planetarium haben Kataloge, die bis 16 mag reichen ...
 
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