Skywatcher oder Astro?

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burki

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Hallo

ich möchte in die Planeten und Sternbeobachtung einsteigen.
Limit 200Euro.

Nun gibt es ja wohl 2 Hauptarten von Teleskopen:
Refraktor und Reflektoren.

Mir ist bis jetzt nicht klar welche Art für mich besser ist. Die Refraktoren sollen ein schärferes Bild machen?! Die Reflektoren sollen gegen Staub empfindlicher sein?!
Aufgefallen sind mir 2 Angebote von Reflektoren:

Skywatcher 199Euro
http://www.teleskop-service.de/Astro/Reflektor/reflektor.htm#1141000

Astro Newton 199Euro
http://www.teleskop-service.de/Astro/Reflektor/reflektor.htm#114900

Mir ist da nicht klar wo die grossen Unterschiede in den beiden sind.
Das System soll ausbaufähig sein (Motor...)

Was ist hiervon zu halten (Bresser Galaxia) ?
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=32943&item=2951997864
 
Hallo Burki

Also:

Der Skywatcher hat nur einen 5x24 Sucher und ist auf der EQ2 Montiert.

Der Astro hat immerhin schon einen (was besser ist) 6x30 Sucher und ist auf einer EQ2-2 (ähnlich Vixen Cosmostar) Montiert.
Diese Montierung ist zwar nicht die optimalste Lösung für den 114/900 mm Newton aber noch etwas stabiler als die Eq2 des Skywatcher Newtons.

Ich würde aufgrund des grösseren Suchers und der etwas stabileren Montierung zum Astro Newton tendieren.
Jedoch wäre evtl ein 6 mm Plössl und ne 2 fach Barlow als Zubehör gerade für Planeten noch zusätlich empfehlenswert.

Gruß
Micha
 
Hallo Micha

Danke für die Info.
Das Astro hat doch eine Barlow Linse. Oder ist die nicht gut?
Was ist ein 6 mm Plössl ?
Fragen über Fragen....
 
Ein 6 mm Plössl ist ein Plössl-Okular mit 6 mm Brennweite.

Plössl-Okulare stellen bei qualitativ guter Fertigung gute Allround-Okulare dar.

Die Okularbrennweite bestimmt im Zusammenhang mit der Objektiv-Brennweite die Vergrößerung.

Bei 6 mm Brennweite eines Plössls muss man mit dem Auge etwa 4-5 mm an die Linse heran. Das ist nicht sehr bequem.


Für 200 € bekommst du schwerlich ein Komplettsystem, was längerfristig Freude macht. Ich würde empfehlen, ein Budget von etwa 250-300 € anzusparen. Mindestens. Falls du 400 € hättest, würdest du imo ein gutes Planeten-Rohr mit brauchbarem Grundzubehör bekommen. (Ja, es gibt immer auch besseres und teureres, doch bei 200 € bekommt man meiner persönlichen Meinung nach nichts, was stabil genug ist, dass man mehr als drei Abende damit beobachten möchte.)

In deinem Bereich liegen so genannte Fraunhofer-Refraktoren und Newton-Reflektoren. Einem tauglichen Refraktor wird die bessere Sternabbildung nachgesagt, was offenbar aber auch darauf zurückzuführen ist, dass das Vergleichs-Spiegelteleskop nicht perfekt justiert wurde.

Reflektoren bieten mehr Leistung fürs Geld, Refraktoren sind (erst recht für Einsteiger) einfacher im Handling. Wegen dem Mehr an Leistung für ein gegebenes Budgets empfehlen die meisten Reflektoren, ich empfehle wegen dem einfacheren Handling eher Refraktoren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />. Darauf will ich hier aber gar nicht herumreiten, wenn du weißt, dass man Newton-Reflektoren hin und wieder justieren musst und du nicht gerade Grobmotoriker bist, bist zu mit einem Modell mit 114 mm Öffnung bestens bedient, denke ich.

Was ich jedoch schwerwiegender sehe als die Frage nach Refraktor oder Reflektor, ist die Frage der Montierung. Und des Statives. Ein Stativ mit Reserven für Fotografie kostet gerne 200 € und mehr. Eine gute Montierung kann man noch mal mindestens in gleicher Größenordnung sehen. Da sind Sperenzchen wie elektrische Nachführung noch nicht drin. Meine Montierung kostete (ohne Nachführung, ohne Stativ) 700 €, und ist eher für kleinere Fernrohre gedacht.

Weil du Planeten beobachten möchtest, bist du auf hohe Vergrößerungen angewiesen, das heißt die mitvergrößerte Erddrehung nervt ziemlich, so dass eine parallaktische Montierung mit Option auf elektrische Nachführung aus meiner Sicht anzuraten wäre.

Je größer die Optik, desto mehr werden Montierung und Stativ beansprucht.

Je höher man vergrößern will, desto mehr Lichtsammelfläche (also Öffnung) und desto mehr Auflösungsvermögen (ebenfalls Öffnung) braucht man. Ich weiß nicht, wie andere das sehen, um Planeten zu beobachten denke ich sollte man beim Refraktor mindestens 80 mm Öffnung ansetzen. Ein Newton mit 114 mm Öffnung ist nicht nur preiswerter, sondern sollte (gut justiert) auch etwas mehr zeigen.

Nun ist Öffnung (neben der optischen Qualität) nicht alles. Es zählt auch das so genannte Öffnungsverhältnis, dazu wird die Öffnung ins Verhältnis zur Brennweite gesetzt. Beim Fraunhofer sollte bei einer bestimmten Öffnung eine bestimmte Mindestbrennweite gegeben sein, um den so genannten "sekundären Farbfehler" auf ein geringes Maß zu drücken:
<pre><font class="small">code:</font><hr>
Öffnung Blende Brennweite ca.
70 8,5 600
80 9,8 800
90 11,0 1000
102 12,4 1300</pre><hr>Viel Brennweite heißt auch, dass man leicht auf hohe Vergrößerungen kommt (= gut für Planeten-Beobachtung.)

Beim Newton stellt es sich so dar, dass "lange" Newtons einfacher zu fertigen sind, und auch kleine Justage-Fehler eher verzeihen. Hier sollte man bei 114 mm Öffnung etwa 900 mm Brennweite anstreben. "Echte" Brennweite wohlgemerkt, kurzbauende Systeme mit 500 mm Systembrennweite, die per eingebauter Barlowlinse die Vergrößerung verdoppeln, sind schwierig zu justieren.

Im Endeffekt wird der Tubus 70-100 cm lang. Das bringt betreffs des Ausschwing- und Zitterverhaltens Probleme mitsich, wenn Montierung und Stativ an der Grenze arbeiten müssen. Lange Rede, kurzer Sinn: Um eine Einsteiger-Optik vernünftig benutzen zu können, kostet imo schhon der Unterbau mehr Geld, als du im Moment ausgeben willst.
 
Hallo!


Wie aths schon schrieb: Reflektoren bieten mehr Leistung fürs Geld.

Daher kann ich Dir nur raten, die einen Reflektor zu kaufen.
200.- ist für ein Teleskop sehr wenig Geld. Daher solltest Du zusehen, dass Du dafür das Maximum an Leistung rausholst.
Einen Newton zu justieren ist kein Wunderwerk, davon lasse Dich mal nicht abschrecken. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ich rate Dir weiters, noch 100.- draufzulegen und Dir dann entweder einen Newton 114mm auf einer halbwegs ordentlichen Montierung oder besser noch einen 150mm Dobson zu kaufen.

Sieh mal hier:
http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#GS580

Damit wirst Du schon wirklich einiges sehen können!
150mm sammeln fast doppelt so viel Licht wie 114mm und das Lichtsammelvermögen entscheidet nun mal darüber, wie viel man bei den lichtschwachen Deep Sky Objekten sieht.
Daher wirst Du mit dem 150mm Dobson nichts falsch machen.
Durch die lange Brennweite und durch die geringe Masse ist erstens auch eine gute Optik und zweitens eine schnelle Auskühlung zu erwarten. Auch ist dieser Dobson unkritisch, was Okulare angeht, so dass Du da mit günstigen Okularen auch ein scharfes Bild bekommst.

Wenn Du Dich nicht schon explizit auf Planeten festgelegt hast, dann rate ich Dir zum Kauf des Dobsons.

Solltest Du Dich später dann doch mal zum auf Planetenbeobachtung spezialisieren wollen, dann kannst Du diesen Dobson auch auf einer mittelgroßen Montierung montieren.
Du läufst mit diesem Gerät also in keine Sackgasse.
Das kann Dir aber u.U. mit dem 114mm auf parallaktischer Monti passieren, denn dieses Gerät ist bei den Deep Sky Objekten (Galaxien, Nebel, Kugelsternhaufen) dem 150mm Dobson gnadenlos unterlegen und ist mehr als grenzwertig zu betrachten.


Gruß Harald
 
Hallo Harald, es ist 5 Uhr, schläfst du eigentlich nie?

Den Dob nachträglich parallaktisch zu montieren, würde natürlich nicht gerade billig, überschlagsweise denke ich wären dann etwa 500 € nachzuschießen — mindestens. Die letztlich azimutale Montierung beim Dob ist natürlich sehr einfach zu verstehen, damit kommt jeder sofort klar; wer sich Richtung Planeten orientiert wird denke ich um eine parallaktische Montierung kaum herum kommen.

Wenn man später feststellt, dass einen Planeten langweilen und man lieber lichtschwache Funzeln jagen will, ist das ein Ergebnis aus dem Prozess der Erfahrungsgewinnung. Damit will ich sagen, warum auf Deep Sky-Tauglichkeit optimieren wenn nach Planeten gefragt wurde? Imo kann man burki zutrauen zu wissen, dass es auch Galaxien zu sehen gäbe.

"Sackgasse" und Einsteiger-Gerät? Hm. Imo dient das erste Gerät zum Sammeln von Erfahrung und Orientierung auf ein mögliches astronomisches Spezialinteressengebiet. Es gibt genügend Leute die mit ihrer lausigen Tschibo-Röhre jahrelang zufrieden sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Wer sich für Deep Sky ein Gerät kaufen will, dem raten die meisten gleich 8 Zoll an, mindestens. Insofern wären 6" grenzwertig, und eine Sackgasse, sammelt man mit 8" doch über 75% mehr Licht als mit 6"... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ein 150 / 1200-er ist zudem ein ganz anderes Kaliber (Sperrigkeit, Gewicht) als ein 114 / 900-er. Das beste Rohr ist das, was man am häufigsten benutzt, und weiß nicht, ob es mir Spaß machen würde, jedes mal schwere Teile zu hieven.
 
Sicher wäre so eine Monti zum parallaktischen Nachrüsten des Dobs nicht gerade billig.
Das ist ja aber auch nur deshalb so, weil dieser Dobson bereits ein relativ großes Gerät ist.
Das ist ja aber ein Vorteil und kein Nachteil.

Eine Monti der H-EQ5 Klasse dürfte locker als stabile Basis dieses Dobs ausreichen, denn die Windangriffsfläche ist noch relativ gering.
Ein Vorteil dieses Dobs gegenüber den 200mm Modellen.

Erfahrunge kann man auch mit einem guten Einsteigergerät machen, dafür muss man sich kein schlechtes Gerät kaufen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich bin der Meinung, dass 114mm für Deep Sky zu wenig ist.
Beim Refraktor sehe ich 120mm als Minimum und beim Reflektor 150mm als Minimum an, um ordentliche Deep Sky Beobachtung zu machen.
Das ist ja auch kein zu hoher Anspruch, wenn man bedenkt, dass man die von mir geforderten 150mm bereits für sagenhafte 300.- als Komplettsystem (inkl 2 Plössl) bekommt.
Das ist ein Schnäppchen, man glaubt es kaum.
Wer sich da mit weniger Öffnung quälen und selbstkasteien will, der kann das ja machen.
Ich kann von weniger als 150mm jedenfalls nur abraten.


Richtig, wer sich primär auf Planetenbeobachtung spezialisieren will, der sollte sich eine parallaktische Monti besorgen, habe ich oben ja auch geschrieben.

Burki schreibt aber auch, er wolle Sterne beobachten. Er hat sich also noch nicht festgelegt.

Da ist dann einfach der Dob das bessere Gerät: Es ist universeller und es zeigt wesentlich mehr, bei gleichem Preis.

Und: Eine parallaktische Monti bringt nur dann was, wenn die auch elektrisch nachgeführt wird. Diese Kosten kämen dann auch noch dazu. Das bitte mit in die Planung nehmen.

Ausserdem kann man auch mit einem Dob Planeten beobachten.

P.S.: Ein 6" Dob ist sicher unkomplizierter und leichter zu transportieren und aufzubauen als ein parallaktisch montierter 114mm Newton, welcher ja auch neben Monti und Stativ eine Steuerung, Bleiakku und Gegengewicht braucht.


Gruß Harald
 
Wer sich für Deep Sky ein Gerät kaufen will, dem raten die meisten gleich 8 Zoll an, mindestens. Insofern wären 6" grenzwertig, und eine Sackgasse, sammelt man mit 8" doch über 75% mehr Licht als mit 6"...
Ganz recht, 6" sind grenzwertig für Deep Sky.
Mit anderen Worten: 114mm sind zu wenig.

Da sind wir uns also einig, dass burki mindestens 6" braucht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Eine Sackgasse sind 6" definitiv nicht.
Denn im Gegensatz zu einem 8" Dobson läßt sich ein 6" tatsächlich später noch relativ preisgünstig und transportabel parallaktisch montieren.
Auch zeigen 6" durchaus schon einiges bei Deep Sky, was man von deutlich weniger Öffnung IMO nicht sagen kann.
Ebenfalls zeigt der 6" Dob grundsätzlich mehr bei Planeten. Wenn er dann später mal parallaktisch nachgerüstet wird, dann ist er dem 114mm in allen Belangen überlegen.


@burki:
114mm für die Planetenbeobachtung wurde von mir nur deshalb empfohlen, weil die parallaktische Monti für dieses kleine Scope noch halbwegs bezahlbar ist.
Grundsätzlich gilt auch bei Planeten, dass ein großes Teleskop besser ist.


Lange Rede, kurzer Sinn:

-> Jetzt den 150/1200mm Dobson kaufen. Dadurch ist sofort ein relativ großes Teleskop vorhanden, mit dem man entprechend gute Beobachtungen machen kann.
-> Später bei Bedarf eine parallaktische Montierung mit Stativ und elektrischer Nachführung nachkaufen. Dadurch hat man den Komfort einer Nachführung und bei Bedarf aber auch die Möglichkeit der Dobson-Montierung, welche schneller und leichter aufzubauen ist.


Gruß Harald
 
....wenn er sich aber doch nun einmal ein Anfangslimit um 200 € gesetzt hat ?? Kann ich gut nachvollziehen..nicht jeder will gleich 500-1000 € investieren um dann später evtl. zur Erkenntnis zu gelangen, dass ihn dieses Hobby nicht so zusagt. Lieber doch erst mal klein anfangen und reinschnuppern. Will hier zwar keine Werbung machen, würde aber auch mal die Einsteigerseiten von www.teleskop-service.de empfehlen. Einfach auch einmal den Herrn Ransburg anmailen und fragen, was er empfehlen kann.

Ob ein Dobson für den Einstieg wirklich zu empfehlen ist ???
Manch einem sind diese Lichteimer schlicht zu unhandlich...

Gruß Michi / Silmarin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Guten Morgen

ich Danke Euch alle für die tollen Antworten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Damit habe ich erstmal zu knabbern. Es ist wie mit allem, man möchte was neues anfangen, denkt das kostet nicht viel, informiert sich und stellt dann fest, das wenn man was gutes möchte, doch etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Mal sehen was ich für 300-400 Euro bekommen.
Aber wie ich hier so lese hat jedes Teil so seine Vor und Nachteile. Dobson, Newton...

Aber ich glaube es lohnt sich, denn der Spass soll nicht an 100 Euros mehr zum erliegen kommen. Muss dann nur wissen ob ich ein Dobson (wohl vorrangig für Deepsky oder ein Newton f. Planeten/Sterne, weil hier die Montage schon dabei ist? möchte)

Hab mir eben mal das GSO 580 angeschaut. Hier steht das dies Teleskop "nur" augstellt werden muss und man kann sofort starten, wie NICHT ausrichten...? "Bei Interesse steht einer Aufrüstung mit einer parallaktischen Montierung nichts im Wege" Ich glaube da muss ich noch lesen um die Begriffe zu verstehen.
Also könnte man die Teleskop auch auf eine andere Halterung setzen und dann motorisch antreiben? Dazu muss es dann ausgerichtet werden ?!

Es stimmt auch das ich mich noch nicht festgelegt habe was ich beobachten möchte, welche Einsteiger kann das, man möchte eigentlich zu Anfang alles machen.

Deepsky / sind das fernere Galaxien ?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@burki:
Hmmm...
Was ich aus deinem Text rauslese ist, dass du wirklich am Anfang des Informationsprozesses bist. Dieser Informationsprozess ist aus eigener Erfahrung äußerst verwirrend, ist hier auch 1000fach bestätigt worden.
Das Hauptproblem für einen klugen Tipp ist, das man nicht weiß, mit welchen Erwartungen du in die Astronomie einsteigen willst.

Hast du dabei zB dieGlanzpapier-Farbbilder von deep-sky Objekten der großen Teleskope im Kopf, dann wirst du extrem schnell enttäuscht werden. So eine Teleskop wirst du dir nicht leisten können, und dein Auge ist bei weitem nicht so empfindlich wie eine spezialisierte Hochleistungskamera.

Ich schätze mal, mindestens die Hälfte der neuen Teleskopbesitzer lässt das Teleskop nach einer kurzen Euphoriephase in der Kammer liegen. Dann wären 400 Euro investiertes Geld IMHO zuviel. Umgekehrt gibt es auch viele Leute, die sagen, erst ab 8 Zoll Öffnung macht ihnen das Sternegucken Spass.
Das hängt eben genau davon ab, wie die Erwartungshaltung zum Hobby ist.

Deep Space sind lichtschwache Galaxien, Kugelsternhaufen und erleuchtete Gaswolken gemeint. Alles Obejkte außerhalb unsereres Sonnesystems.

Mir persönlich hat diese Einführung in das "Spechteln" sehr weiter geholfen, da sie IMHO sehr neutral gefärbt ist.
 
Hab mir eben mal das GSO 580 angeschaut. Hier steht das dies Teleskop "nur" augstellt werden muss und man kann sofort starten, wie NICHT ausrichten...? "Bei Interesse steht einer Aufrüstung mit einer parallaktischen Montierung nichts im Wege" ...
Also könnte man die Teleskop auch auf eine andere Halterung setzen und dann motorisch antreiben? Dazu muss es dann ausgerichtet werden ?!
Alles richtig.


P.S.: Auch ein Dobson ist ein Newton. Der Unterschied zwischen Dobson und Newton ist nur, dass bei einem Dobson die Dobson-Montierung dabei ist und der Tubus eine Achse hat, die mit der Dobson-Montierung verbunden werden kann.
Die Dobson-Montierung ist eine Plattform (Meist aus Holz), die 2 drehbare Achsen hat, eine vertikale und eine horizontale Achse.
Dadurch kann man jeden Punkt am Himmel durch seitwärts- und aufwärtsschwenken erreichen. Eine Einnordung ist dann nicht notwendig, wie es eine parallaktische Montierung bei sinnhafter Aufstellung erfordert.
Ein Dobson besteht also im Prinzip nur aus 2 Teilen:
Dem Newton-Tubus und der Dobson-Montierung (auch genannt "Rocker-Box").

Man stellt die Rockerbox hin und setzt dann den Tubus einfach da drauf. Das wars und es kann nach einer Abkühlphase (braucht jedes Teleskop) beobachtet werden.

Bei einem parallaktisch montierten Teleskop muss zuerst das Stativ aufgebaut werden. Dann muss die Montierung draufgeschraubt werden und das dann alles eingenordet werden. Dann kommt das Gegengewicht dran. Dann das Teleskop draufgesetzt und zuletzt wird dann noch Akku und Motorsteuerung angeschlossen.
Nach einer Abkühlphase kann dann auch hier beobachtet werden.
Hier ist der Aufwand beim Aufstellen also deutlich höher.

Ach ja: Abgebaut werden muss das alles natürlich auch, der Gesamtaufwand verdoppelt sich also.
Der Dobson ist im Treppenhaus vielleicht sperriger, dafür ist der Auf- und Abbau aber weniger aufwändig.
Auch das Gesamtgewicht eines Dobsons ist nicht höher als das Gesamtgewicht eines kleineren parallaktisch montierten Teleskops.


Gruß Harald
 
Ich bin erstaunt was für gute Infos hier Einsteiger bekommen! DANKE !

Ich werde das Ebay Angebot mal beobbachten, schliesslich sind die Bücher auch ihr Geld wert.

Jedes System hat seine + und - Seiten, was universelles gibt es nicht. Da ich nun wirklich (noch) nicht weiss was ich alles beobachten kann und/oder will, warum mehr wie 250 Euro ausgeben. Ich denke ich bekomme dafür was nicht gerade schlecht ist, zumindest für den Anfang. Wer weiss ob man dabei bleibt.

Also entweder:
199Euro das TS Astro Newton 144/900mm
Ebay Angebot
oder gar
Refraktor Astro 90/900mm 268Euro , um die Verwirrung perfekt zu machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


 
Meine Erfahrungen von klein nach groß

Servus Burki,

ich will dir mal schreiben, wie ich angefangen habe, und wie der weitere Verlauf war:

Vor etwa 25 Jahren hatte ich mal einen etwa 114mm Newton mit azimutaler Montierung. Das war klasse, ich war total begeistert, weil ich damit den Mond, Jupiter und mit Filter vorne drauf auch die Sonne beobachten konnte. Und Sterne noch dazu. Allerdings wusste ich noch gar nichts von Galaxien, Sternhaufen usw., somit war ich mit dem Gerät zufrieden.

Dann schlief das Astrohobby für 24 Jahre, und ist, durch den guten Himmel in Oberbayern, wieder aufgeflammt.

Ich wollte mir dann alsgleich ein Teleskop kaufen, welches nicht zu groß, nicht zu klein, einigermaßen handlich und nicht zu teuer ist. Ich war mir auch noch nicht sicher, was ich denn nun genau beobachten wollte, und das Vorhandensein von DeepSky-Objekten war mir immer noch nicht bewusst...

Daher kaufte ich mir einen Newton 130/650 auf einer SkyView-Montierung bei T-S (schleich, schleich). Damit ließ es sich gut beobachten, kein Vergleich zu der alten Röhre von damals.
Aber als ich nach ein paar Tagen auf der A.S.T. einmal durch andere Röhren schaute, und sah, was man damit so ansehen konnte, war ich mir nicht mehr so sicher, das richtige Gerät gekauft zu haben.

Also: Ab zum Händler, umgetauscht in einen Newton 150/750, dieselbe Montierung. Und siehe da, es gab gleich, durch die größere Öffnung, schon viel mehr zu sehen. Aber immer noch nicht genug, es zeigt bereits einiges an DeepSky-Objekten, aber es lässt sich nicht sehr hoch für Planeten vergrößern, außerdem hatte es dicke Fangspiegelstreben, die den Kontrast am Planeten verschlechterten.

Schlechten Gewissens und mit einem unguten Gefühl, trabte ich erneut zum Händler, und dackelte mit einem Dobson 200/1200 wieder raus. Wow, was für ein großes Teil - war ich stolz! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Damit ließ es sich dann richtig toll beobachten, und ich hab mir einige Galaxien, Kugelsternhaufen, Planeten, den Mond, die Sonne und vieles mehr angetan. Herrlich.

Damit fühlte ich mich dann inmitten der anderen großen Röhren sehr wohl. Einen kleinen Nachteil hat er aber: Bei hoher Vergrößerung, die man meist bei Objekten in unserm Sonnensystem verwendet, wandert alles ruckzuck aus dem Blickfeld heraus. Da heisst es dann: Nachschubsen, also den Tubus per Hand nachführen. Je nachdem, wie leichtgängig alles ist, klappt das dann mehr oder weniger gut. Mit etwas Übung aber machbar. Inzwischen habe ich mir allerdings ein kurzbrennweitiges Weitwinkelokular zugelegt, welches hoch vergrößert, aber einen größeren Bildausschnitt zeigt. Somit dauert es länger, bis z.B. der Mars durchs Bild gewandert ist, und ich wieder schubsen muss.

Fazit: Tolles Teil, wenn man keine Nachführung braucht!

Inzwischen war es dann so, daß ich noch ein Reiseteleskop haben wollte, welches ich mit in den Urlaub nehmen kann, und welches einfach mal so auf den Balkon getragen werden kann.

Ich probierte es mit einem TS-MAK 102/1400. Mit dem kam ich gar nicht zurecht. Wie immer - Umtausch. Wolfi empfahl mir einen Synta Refraktor 90/910 auf einer Astro-3 Montierung. Der ist zwar schon recht lang, und die Montierung mit Staiv nimmt einiges an Platz im Auto weg, aber es geht noch. Und dieses Teil finde ich klasse! Ich hätte nicht gedacht, was man mit 90mm Öffnung alles zu sehen bekommt.

Wenn ich jetzt zur A.S.T. fahre, habe ich meist sogar beide Geräte dabei, und vergleiche immer wieder die Darstellung im Dobson mit der im Fraunhofer. Und beide faszinieren mich!

Mit dem FH kann ich sogar die Planeten bis etwa 200-fach vergrößern, das sieht wunderbar aus, und mittels der Wellen an der Montierung, lässt es sich auch vernünftig nachführen. Macht also riesigen Spaß!

Es ist auch manchmal so, daß ich bei ungünstigen Sichtverhältnissen, mit dem FH bessere Ergebnisse erziele, als mit dem Dobson.

Übrigens: Das Weitwinkelokular ist auch am Refraktor sehr hilfreich, da das Gesichtsfeld nicht gerade groß ausfällt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Was will ich mit diesem Riesenaufsatz sagen:

Der alte Spruch "Jedes Teleskop hat seinen Himmel" stimmt sicherlich, aber man sollte schon gut überlegen und sich vorher informieren, was man denn mit den einzelnen Geräten erwarten kann. Am besten ist natürlich, bei anderen durchzusehen. Als ich am letzten Samstag auf der A.S.T. war, hat sich ein junger Mann auch alles zeigen und erklären lassen, und er hat beide Geräte ausgiebig "getestet". Das bringt mehr, als 1000 Bücher lesen!

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Rohr für dich, und nichts überstürzen! Auch wenn es in den Fingern juckt. Ach ja: Ein 10x60 Fernglas habe ich übrigens auch fast immer dabei, sogar damit macht Astronomie viel Freude! In Südtirol, so auf 1200 Meter Höhe, habe ich mir im Juni den Schützen näher betrachtet, und war überwältigt!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Servus,

das ist in etwa richtig, meiner ist nur von Synta (was aber auf das gleiche herauskommt), und hat 910 mm Brennweite. Das ist alles. Aber die 10mm mehr Brennweite machen nichts aus.

Du solltest bei Interesse auf folgendes achten:

Lass dir die beiden kurzen, festen Wellen gleich gegen 2 weiche, etwas längere austauschen, Wolfi hat sowas. Die haben dann an den Befestigungsschrauben einen Schlitz, so daß man sie sogar per Schraubenzieher anziehen könnte. Das soll jetzt aber nur als Erkennungsmerkmal dienen, damit du die Wellen richtig erkennst.

Frag außerdem nach, ob er dir vielleicht einen größeren Sucher (dann: Finder) gibt, obwohl der 6x30 schon nicht schlecht ist.

Und dann lass dir ein Zenitprisma anstatt des Spiegels geben, ich habe damit im direkten Vergleich etwas bessere Ergebnisse erzielt!

Irgendwann kannst du dir dann noch einen Kontrast-Booster-Filter dazuholen, der nimmt bei Planetenbeobachtungen den bläulichen Rand weg, und hebt zusätzlich den Kontrast an! Ist aber nicht gleich notwendig, für den ganzen Rest außerhalb des Sonnensystems sowieso nicht.

Ach ja: Ich habe mit diesem Gerät auch schon die Andromeda-Galaxie, die Kugelsternhaufen M13, M2 und M15 sowie den Ringnebel M57 beobachten, geht hervorragend!

Viel Erfolg! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Hallo Peter

das hört sich echt sehr gut an.Auch gefällt mir dies Teil besser wie die Newtons.
(sieht nicht so gewalltig aus)

Nur was und wofür ist ein Zenitprisma ? Sorry diese dummen Fragen ..... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Hast Du Fotos von Deinen Beobachtungen ?
 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Servus Burki,

nein Fotos habe ich bisher nicht gemacht, nur mal mit dem genannten 150/750 per Webcam durchs Okular auf den Mond, das wurde ganz nett. Gib mir mal deine Mailadresse, dann sende ich es dir mal zu.

Also, prinzipiell brauchst du eigentlich weder einen Zenitspiegel, noch ein -prisma. Solange du horizontnah beobachtest, der Tubus also waagerecht bis leicht nach oben gekippt ist, steckst du das Okular einfach direkt in den Okularauszug (OAZ) hinten rein, schraubst es fest, und schaust durch.

Nur wenn du weiter nach oben schwenkst, liegst du irgendwann unter deinem Stativ, und schaust in etwas unbequemer Lage durch das Oku.

Um das zu vermeiden, steckst du zuerst ein Zenitprisma oder einen Zentispiegel in den OAZ, der hat auf der einen Seite eine silberne Steckhülse wie ein Oku, dann kommt ein dreieckiges kleines Gehäuse, und am anderen Ende ist eine Öffnung mit Schraube, wo dann das Oku rein kommt. Dadurch schaust du dann in einem 90 Grad-Winkel hinein, und da du das Prisma (oder den Spiegel) nach Lösen der Schraube am OAZ drehen kannst, kannst du es beliebig in irgendeine Richtung drehen, so wie es gerade zum Beobachten am bequemsten ist!

Man sagt, so ein Prisma oder ein Spiegel verschlechtert den Kontrast, das konnte ich aber noch nicht bestätigen. Ferner bewirkt ein Prisma noch eine Veränderung der Brennweite oder des Glasweges oder irgendsowas physikalisches, aber das ist nicht relevant. Wenn es dich näher interessiert, schau mal im Forum per Suchfunktion nach <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

By the way - du kannst die Astro-3 auch noch mit einem Motor ausstatten (später mal), dann wird die Nachführung automatisch gemacht, und du brauchst nicht mehr an den Wellen drehen. Allerdings muß die Montierung dann exakt eingenordet sein, das ist aber ein anderes Thema, und sollte dich erst in ein paar Wochen oder Monaten interessieren, wenn überhaupt.

Hast du bereits irgendwelche Sternkarten, Atlanten oder Software??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Hallo Peter

ich habe mir erstmal 3 Bücher bestellt. u.a.

Atlas für Himmelsbeobachter. Der Sternatlas zum Himmelsjahr.
von Erich Karkoschka

Noch eine allgm. über Telesope und über die bekanntesten Sternbilder. Von Software habe ich u.a. die Freeware HNSKY .

Meine Mail steht nun auch im Profil.
 
Software und Bücher

Karkoschka ist sehr gut! Dazu noch das normale Kosmos Himmelsjahr, und was mir seh geholfen hatte, um zu wissen, was mich so durchs Fernrohr erwartet, ist "Deepsky Reiseführer"!

Ferner nutze ich die Software Cartes du Ciel, finde ich etwas besser als HNSKY, auch die Ausdrucke von Sternkarten gefallen mir besser.

Ist aber geschmackssache!

Viel Erfolg und CS!

Und bei Fragen - frag halt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> !
 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Hallo burki!


Ich persönlich bin nicht so von Refraktoren (Fraunhofer) begeistert.
Der Farbfehler, den alle diese Geräte haben, vermindern den Kontrast und versauen auch bei der Tagbeobachtung das Bild.

Praktisch jeder Anfänger findet, dass die Refraktoren cool aussehen. Davon hast Du aber nichts, wenn Du damit beobachten willst. Dann sollte vielmehr das Bild, welches Du damit siehst, gut aussehen.

Deshalb rate ich Dir gegen den Refraktor. Für gleiches Geld bekommst Du bei einem Reflektor mehr geboten.

Der Refraktor hat 90mm Öffnung, der Dobson 150mm.
Dazwischen liegen Welten!


Gruß Harald
 
Refraktoren - Reflektoren

Servus Harald,

du kannst das nicht so verallgemeinern mit dem Farbfehler.

Erstens hängt es vom Gerät ab, und zweitens von der persönlichen Wahrnehmung.

Der genannte FH mit f/10 besitzt einen nur leicht merkbaren Farbfehler. Ich hatte für kurze Zeit einen 80/480 mit f/6, das war grauslig!

Ferner macht sich der Farbfehler erst bei zunehmender Vergrösserung bemerkbar - und dann kann man ihn immer noch mit einem Kontrastbooster wirkungsvoll unterdrücken. Bei Objekten außerhalb des Sonnensystems ist von dem Farbfehler nichts zu sehen, wohl auch deshalb, da diese Objekte erheblich dunkler sind.

Sicherlich hast du von einem Newton mit 150mm Öffnung "mehr", aber dafür auch "nur" eine Rockerbox, und kein Stativ und keine Montierung. Auch das ist eine sehr persönliche Wahl, was einem da besser gefällt.

Es kommt auch noch auf die optische Qualität des einzelnen Gerätes an, und was ich damit beobachten will. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Somit sollte man nicht pauschal von den Refraktoren abraten!
 
Re: Refraktoren - Reflektoren

Erstens hängt es vom Gerät ab, und zweitens von der persönlichen Wahrnehmung.
Zu ersterem kann ich eingeschränkt zustimmen, zu zweiterem nicht.
Der Farbfehler wird zwar geringer, wenn das Öffnungsverhältnis kleiner wird (f/10 ist besser als f/6), das hat aber den Nachteil, dass ein ordentlicher Refraktor (FH) sehr lang wird. Das wiederum erfordert eine schwere und teure Monti, was burki aber nicht haben/kaufen will.
Die Wahrnehmung des Farbfehlers ist vielleicht subjektiv, die Kontrastverminderung ist aber objektiv.
Der Kontrast wird bei einem optisch opimalen Refraktor (FH) mit einem Öffnungsverhältnis von z.b. f/10 um einen bestimmten meßbaren Betrag gemindert. Das ist unabhängig vom Beobachter so.


Ferner macht sich der Farbfehler erst bei zunehmender Vergrösserung bemerkbar - und dann kann man ihn immer noch mit einem Kontrastbooster wirkungsvoll unterdrücken.
Alle optischen Fehler machen sich bei höherer Vergrößerung stärker bemerkbar.
Der Farbfehler ist nun ein Fehler, den so nur Refraktoren (FH) haben. Ein Reflektor hat den systembedingt einfach nicht, was ein enormer Vorteil der Reflektoren ist. Warum auf diesen Vorteil verzichten?

Den Kontrastbooster habe ich auch mal getestet an einem 120mm f/8 Refraktor (FH). Der hat praktisch nichts gebracht. Die Hauptwirkung war eine hässliche grün-gelb Färbung des gesamten Bildes. Der Blausaum um helle Objekte war dann zwar übertüncht, aber mehr Details wurden so nicht sichtbar.



Sicherlich hast du von einem Newton mit 150mm Öffnung "mehr", aber dafür auch "nur" eine Rockerbox, und kein Stativ und keine Montierung.
Das ist richtig.
Eine Rockerbox muss aber kein Nachteil sein, es kann auch ein erheblicher Vorteil sein.
Ausserdem muss bei einem Budget von 300.- nun mal irgendwo gespart werden. Bei einem Refraktor würde ganz erheblich an der optischen Leistungsfähigkeit gespart werden, was ich nicht machen würde.


Es kommt auch noch auf die optische Qualität des einzelnen Gerätes an, und was ich damit beobachten will.
Auch hier Zustimmung. Das betrifft aber sowohl Refraktoren wie auch Reflektoren.


Somit sollte man nicht pauschal von den Refraktoren abraten!
Doch. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Ich behaupte, dass in 95% der Fälle ein Einsteiger mit stark begrenztem Budget mit einem Newton (parall. oder Dobson) besser bedient ist als mit einem Fraunhofer Refraktor.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei Burki sehe ich aber keine Ausnahme.


Wenn Du eines Deiner Geräte hergeben müßtest, welches Gerät würdest Du hergeben? Den Refraktor oder den Dobson?


Gruß Harald
 
Re: Refraktoren - Reflektoren

Servus Harald,

Den Kontrastbooster habe ich auch mal getestet an einem 120mm f/8 Refraktor (FH). Der hat praktisch nichts gebracht. Die Hauptwirkung war eine hässliche grün-gelb Färbung des gesamten Bildes. Der Blausaum um helle Objekte war dann zwar übertüncht, aber mehr Details wurden so nicht sichtbar.

Der Kontrastbooster wirkt bei kleinen Öffnungen besser. Größere Öffnungen lassen die Objekte einfach zu hell erscheinen, und dafür ist der Filter nicht dicht genug. Bei einem 90er funktioniert er prächtig.

Eine Rockerbox muss aber kein Nachteil sein, es kann auch ein erheblicher Vorteil sein.
Ausserdem muss bei einem Budget von 300.- nun mal irgendwo gespart werden. Bei einem Refraktor würde ganz erheblich an der optischen Leistungsfähigkeit gespart werden, was ich nicht machen würde.

Ich stimme dir teilweise zu. Natürlich sparst du beim Dobson Geld für die Montierung, welches du in die Optik steckst. Andererseits bietet eine parallaktische Montierung den nicht zu unterschätzenden Vorteil, mit nur einer Welle perfekt für visuelle Beobachtungen nachführen zu können.

Ich behaupte, dass in 95% der Fälle ein Einsteiger mit stark begrenztem Budget mit einem Newton (parall. oder Dobson) besser bedient ist als mit einem Fraunhofer Refraktor.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei Burki sehe ich aber keine Ausnahme.

Wenn es schon um das beschränkte Budget geht, dann bleibt weder der Refraktor, noch ein Newton auf parall. Montierung! Dann gibt es nur noch die Alternative Dobson, ansonsten hast du beim Newton wieder Geld für die Monti ausgegeben, welches du beim Dobson in die Optik stecken kannst.

Aber: Ein Dobson liegt einfach nicht jedem! Das kann man aber nur rausfinden, indem man beide Systeme in der Praxis miteinander vergleicht, und das sollte Burki auf jeden Fall tun.

Wenn Du eines Deiner Geräte hergeben müßtest, welches Gerät würdest Du hergeben? Den Refraktor oder den Dobson?

Das ist eine schwere Entscheidung, wirklich! Der Dobson liefert eine große Öffnung, mit der man auch gut mit Filtern arbeiten kann, und einen 2"-OAZ. Das sind unbestreitbare Vorteile.
Der Refraktor dagegen nimmt effektiv weniger Platz im Auto weg, liefert ebenso eine saubere und scharfe Abbildung, kann problemlos über ein Balkongeländer hinwegschaun, der Dobson dagegen schaut bei niedrigeren Objekten nur ans Geländer.

Es würde mir wirklich schwerfallen, mich für eines der Geräte entscheiden zu müssen. Ginge es beim Dobson nur um einen 6-Zöller, wäre es vielleicht eine einfachere Wahl... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Tipp für Burki

Servus Burki,

ich glaube, du solltest am besten folgendes machen:

Such dir in deiner Umgebung ein paar Spechtler oder eine kleine Sternwarte, wo du die ganzen Geräte und Montierungen, Zubehör und was sonst noch alles, praktisch ausprobieren kannst!

Das ist m.M. nach der beste Weg zu deinem neuen Teleskop!!

Also, aufi gehts <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Re: Tipp für Burki

Uff, also ich warte noch, leider hat auch TS noch nicht geantwortet, der Telefonservice war auch nicht dolle.
Mal sehen was die Bücher so sagen.
Ich habe Zeit....

Danke Euch nochmal für die Hilfe !
 
Re: Refraktoren - Reflektoren

Hallo <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ich kann Harald in allem was er geschrieben hat
volle Zustimmung geben.
Das was Harald schreibt kann ich durch Jahrelange Beobachtungserfahrung zu 100%
bestätigen und will mich hier jetzt nicht wiederholen.
Also empfehle ich ebenfalls den 150mm Dobsen und später evt. eine Montierung
nachkaufen.

Viel Erfolg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

CS

Arno Imig
 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

ich habe mir erstmal 3 Bücher bestellt. u.a.

Atlas für Himmelsbeobachter. Der Sternatlas zum Himmelsjahr.
von Erich Karkoschka
Imo eine gute Wahl <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Ohne Literatur weiß man gar nicht, was man so alles sehen kann, und diese Bücher gelten nicht umsonst als Standardwerke.
 
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