Ciao Stathis,
ich habe die DG-Turnerei mal gelesen, sehe aber keinen krassen Widerspruch zu dem, was ich geschätz habe. Vielleicht hab ich mich auch falsch ausgedrückt, deshalb erstmal zu etwas genaueren Klärung was ich meinte:
(1) Ich nehme an, ich vergleiche 2 Spiegel, die das GLEICHE Dicke/Durchmesser-Verhältnis (gleiche Form) haben. D.h. mache ich den Durchmesser um einen Faktor 2 grösser, wird auch die Dicke um einen Faktor 2 grösser. Unter dieser Annahme steigt das Volumen des Glases proportional zu r**3. (Wenn r der Radius des Spiegels ist)
(2) Die Oberfläche des Spiegels steigt dann proportional r**2.
(3) Als einfache (!) Abschätzung (natürlich kann man finite elemente + DGs bemühen, aber das kostet ganz schön Zeit oder?) nehme ich an, dass der Energieverlust auf Strahlung/Konvekton beruht. Beides ist direkt proportional zur Oberfläche (welche wie gesagt prop r**2 ist).
Der gesamte Energiegehalt steigt mit r**3. Die Abstrahlung=Energieverlust mit r**2. D.h. ein grösserer Spiegel braucht pi*Daumen proportional zu r mal länger zum kühlen. (Details mit verspieglete Seite versus unverspiegelt, Isolierung, etc vergess ich hier mal, klar).
Nun zu Statis Link:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=1948
Wenn man den ausgrechneten Temperaturverlauf als Funktion der Zeit in dem Posting von Mario II ansieht, ein Lineal bei T=6 Grad waagrecht über den Graphen legt, dann liesst man als Auskühlzeiten für 3 Spiegel mit Durchm=30cm und Dicke=2,4,6 cm ab grob: 15, 30, 40 minuten.
Dazu ist zu sagen: Der Durchmesser bleibt ja HIER gleich. D.h. das Volumen steigt hier nur proportional zur Dicke. Die Abstrahlungs ist praktisch identisch (weil die Oberfläche praktisch identisch ist). D.h. der doppelt so dicke Spiegel (4cm versus 2cm) braucht in etwa doppelt so lange zum Kühlen (30min versus 15min). Meine Überlegungen von oben stimmen also damit einigermassen überein qualitativ ! Mario sagt irgendwas von einem Faktor 1.5, ich sage Faktor 2. Na gut, ich habe auch nur 1 Minute für die Überlegung gebraucht.
Egal, vielleicht gehe ich die ganze DG-Rechnerei auch mal durch wenn ich VIEL Zeit habe. Vielleicht kann ich dann mal theoretisch begründen, warum meine grobe Überlegung überhaupt stimmen soll. Vielleicht sollte irgendjemand mal einen 10cm gegen einen 1m Spiegel messen und uns das Ergebnis mitteilen. Wie gesagt meine Voraussage wäre (bei gleichem Formfaktor): Faktor 10.
Schöne Grüsse,
Peter