Speers Waler Zoom 5-8 mm - wer hats noch?

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R_Andreas

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Hallo Leute!

Heute war das obige Zoom Okular in meiner Post. Nach gierigem Öffnen der Verpackung guckt mich ein langes etwas an; na gut, so muss ein 9-Linser wohl aussehen. Zuerst hat mich natürlich der mechanische Zoom Mechanismus interessiert. Drehen ging schon mal nicht, aha man muss zwei Linsengruppen durch Verschieben zweier ineinander gesteckter Hülsen positionieren.

An der äußeren Hülse findet man eine ganz normale Stoppmutter, vielleicht M3 oder M4, hab nicht nachgemessen. Die Mutter sitzt auf einer Schraube, die im inneren der Okularhülse mit einer Art Federelement verbunden ist. Man kann den Schiebewiderstand der beiden Hülsen zueinander einstellen, indem man mit einem Schraubenschlüssel die Mutter bewegt.

Diese Feder an der Innenseite der Okularhülse - übrigens hochglänzend aus verchromtem Metall - ist so groß, dass sie in den Strahlengang des Okulares hineinreicht. Aufgrund dieses Systems befindet sich in der inneren, fernrohrseitigen, Hülse, ein Langer Spalt, ca. 5mm breit und eben über die gesamte Länge der Hülse. Wenn das Okular also ausgefahren ist, hat man einen schönen Beleuchtungsspalt fürs Okularinnenleben, wenn Streulicht vorhanden ist.

Das Verschieben der Hülsen passiert ziemlich unruhig, da keine Laufschienen oder Ähnliches vorhanden sind. Die Hülsen verkanten leicht, besonders bei voll ausgefahrenem Zoom kann man an der Augenlinse gut wackeln.

Gerade bei so einem mit ca. 200 Euro doch recht teuren Okular hätte ich eine bessere, nicht so anfängerhafte mechanische Konstruktion erwartet.

Wer hat das Okular noch und wie sind Eure Eindrücke?

Viele Grüße
Andreas

 
Hallo Andreas,

und das ist genau der Grund, warum ich die alte Zoom Ausführung nicht bestelle und lieber auf ein Geschäft verzichte, als etwas bedenkliches zu verkaufen.

Ich habe 2 Stück verkauft und die Leute haben mir genau das gesagt.

Das Zoom wird mechanisch verbessert und bis dahin halte ich mich zurück.

Andere tun das offensichtlich nicht.

Wolfi
 
Hi Wolfi,

ich wundere mich nur über die sehr positiven Berichte in diversen amerikanischen Foren. Entweder haben die eine andere Version des Okulares erhalten und der deutsche Händler hat Altbestände verkauft, oder die Berichte sind einfach getürkt. Von mechanischen bzw. konstruktiven Mängeln war da nichts zu lesen.

Viele Grüße
Andreas

 
Hallo Andreas,

ich hatte das Zoom auch mal.
In 30 Minuten und etwas Schultafellack, einer Teflonschraube und einem Gewindebohrer wird das Teichen mechanisch so perfekt wie seine Optik.
Man kann (zu dem Preis) eben nicht alles haben, aber wirklich leicht selber optimieren.
 
Hallo Andreas,

es ist schon das gleiche Zoom. Wie Portaball schreibt, man kann das Zoom mit ein wenig aufwand mechanisch auf Vordermann bringen aber so perfekt, wie es dargestellt wird, ist es nicht.

Zumindest sollte man als Händler den potentiellen Kunden darauf hinweisen, daß er nachbessern muß.

Wolfi
 
Hi!

Teflonschraube - Gewindebohrer - Schultafellack, hab ich alles nicht. Ich bin nun mal kein Bastler und Schrauber und erwarte von den Produkten eigentlich eine dem Preis angemessene Qualität. 200 Euro sind doch kein Pappenstiel.

Mal sehen was die anderen Berichten, die das Teil heute Abend auspacken.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

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200 Euro sind doch kein Pappenstiel.
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Alles ist relativ. Wenn Du bedenkst, was die 3 Nagler kosten, die Du Dir durch dieses Zoom sparst, ist es eigentlich geschenkt.

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... erwarte von den Produkten eigentlich eine dem Preis angemessene Qualität...
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Bei der optischen Leistung des Okulares wäre der Preis meineserachtens sogar noch angemessen, wenn die Linsen in Pappröhren geklebt wären.
Nein, ich arbeite nicht bei SW, war von dem Zoom aber wirklich restlos begeistert. Mir ist es immer noch ein Rätsel, weshalb es sonst niemanden gelingt, ein Zoom dieser Qualität mit einen Gesichtsfeld von über 80° zu bauen.

Ich muss aber auch Wolfi Recht geben. So gut wie ein Drehzoom bekommt man es natürlich nicht hin. Also war meine Aussage, die Mechanik wird so gut wie die Optik doch übertrieben, vor allem bei der genialen Optik.
Wenn man übrigens schon am Basteln ist, kann man nebenbei auch noch den Zoombereich etwas vergrössern, in dem man den Schlitz etwas verlängert, und den inneren Ring, in den auch das Gewinde kommt, etwas kürzt. Auch über den verlängerten Brennweitenbereich ist die Optik genial.
Hast Du das Teil neu gekauft? Ich denke das Zoom ist seit langem nicht mehr lieferbar.
 
"200 Euro sind doch kein Pappenstiel." - Das stimmt zwar, aber nur weil ein Okular kleiner ist, als ein Teleskop (es soll Ausnahmen geben...), ist es nicht zwangsläufig weniger komplex. Schau Dir die Preise für gute SLR-Objektive an, da geht's so richtig zur Sache. Unter diesem Aspekt sind 200 Euro für eine anspruchsvolle Optik (die ein 9linsiges Zoom mit guter Abbildung zweifelsfrei ist) geradezu billig und da bleibt meist was auf der Strecke.
 
Hi,


es war wohl nur so eine Art Testlieferung von zwei Händlern, jetzt ist das Teil nicht mehr auf deren HP, TS hat ja schon was dazu gepostet, ich glaube er hatte es auch mal ganz kurz im Angebot.

Ich hab mir noch heute Nachmittag beim Händler nebanan aus Frust das 7 mm Nagler Typ 6 zugelegt, nach ausgiebigem Testen am Tag. Mal sehen, wie es sich gleich am Himmel schickt.

Ich gebe zu, dass mich an dem SW auch die enorme Länge gestört hat, was natürlich völlig subjektiv ist. Das ganze Teil hat mir nicht gefallen. Die Mechanik ist aber wirklich wie aus dem Baukasten meines Sohnes! Ein vernünftiger Schiebe- oder Klick-Stop Mechanismus hätte vielleicht in der Produktion 10 Euro mehr gekostet, warum wird also so eine primitive Lösung verwirklicht? Ist ja schlimmer als ein Meade-Okularauszug <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wenn das Okular am Ende 20 Euro mehr kosten würde, hätte es am Markt bestimmt immer noch eine gute Akzeptanz. Aufs Geld kommt es mir dabei gar nicht so an, ich will perfekte Okulare. Der Brennweitenbereich von dem Speers Waler war ein Alleinstellungsmerkmal, genau richtig für mein C9 im Bereich der Maximalvergrößerung. Schade.

Viele Grüße
Andreas

 
Hallo,

ich habe das Zoom auch, kann aber nichts aufregend-negaitves feststellen. Das einzige was mich stört, dass das Zoom etwas schwergängig zu schieben ist. Die Lösung mit der Klemmschraube tut mir etwas "weh", wenn man die Schraube anknallen muss. Irgendwie hätte man das anders lösen können.

Die Verarbeitung ist sonst super (Edit. Das ist aber Ansichtssache), Preis/ Leistung stimmt denke ich. Die Abbildungsqualität ist gut. Streulicht konnte ich noch nie feststellen.

Gruss
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich finde die Optik des Okus ist sehr gut,die Verstellung gewöhnungsbedürftig,allein die mechanische Verarbeitung ist verbesserungswürdig.Das Preis-Leistungsverhältnis ist mehr als angemessen gut ,wo findet man noch ein solches Zoom-Oku mit diesem Gesichtsfeld über den Brennweitenbereich und der Schärfe? Es ist wie geschaffen für meinen kleinen 70/560 Vixen-Celestron Apo. Wie Portaball schon erwähnte hat man mit einigen Handgriffen und Kleinteilen die mechanische Seite im Griff und zusätzlich noch einen erweiterten Fokkussierbereich von 4,...bis 8,...mm ? An Portaball: Jochen,Wie gross ist dieser Bereich nach dem Umbau ,du hattest deines doch modifiziert? Gruss Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

wie schon gesagt, kann ich mich nicht mehr so genau erinnern um wieviel der Zoombereich gesteigert werden konnte. Der hauptsächliche Gewinn war beim Zusammenschieben rauszuholen, ich glaube nach der Modifizierung konnte man das Aussenteil bis ganz nach innen schieben, vorher fehlten etwa 5mm.
 
Hi Andreas,

ich stimme Dir zu, das Teil ist ellenlang und fummelig. Deshalb habe ich es auch wieder verkauft, als ich mir 3 Festbrennweiten mit diesen Gesichtsfeldern leisten konnte. Optisch sind die auch nicht besser, und ich muss nun öfters das Oku wechseln. Ob es also wirklich ein Gewinn war bleibt zweifelhaft - finanziell zumindest war es ein heftiger Verlust.
Gäbe es dieses Zoom etwas kürzer und als Drehzoom, ich würde wieder zurücktauschen.
 
Hallo Fred,

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Das einzige was mich stört, dass das Zoom etwas schwergängig zu schieben ist.
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Das liegt an der völlig dämlichen Art der Klemmung. Ich hatte auch immer das Gefühl, beim Schieben gibt es Späneabrieb im Inneren... Man klemmt nicht durch Rechtsdrehen der Klemmschraube, sondern durch Linksdrehen wird die festgeklebte Mutter von innen gegen das Federblech und damit den Klemmring gedrückt.
Das Oku ist aber einfach zu zerlegen, und am besten funktionniert eine kleine Teflonschraube aus dem Baumarkt und ein passendes Gewinde im Klemmring. Damit lässt sich die Klemmung in normaler Manier und recht feinfühlig einstellen.
 
@portaball:
Ich schau mir die Mechanik mal an. Ich bin noch nicht auf die Idee gekommen, dass man Teil tunen könnte.

Vielen Dank und Gruss
 
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