Astrofotos

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

jenso1982

Aktives Mitglied
Hallo.

Kann mir jemand einen Tip geben ob es eine Montierung für ein 8" Newton gibt, die bei Langzeitbelichtung mit einer Spiegelreflexkamera so genau nachführt das man nicht manuell korrigieren muss?
Würde dafür eine EQ6 reichen?
Danke schonmal im Voraus
 
Hallo Jens?

sowas gibts vielleicht, ist dann aber nicht mehr bezahlbar. Selbst eine schweineteure Serienmontierung (sagen wir mal Bisque Paramount) wird das kaum schaffen, eine EQ6 schon mal überhaupt nicht. Also eine angemessene Montierung (mindestens GPDX) nehmen und korrigieren.

Gruß
Andreas
 
Und was ist mit einer Schrittsteuerung für die EQ6?
Dadurch kann man ja soweit ich das sehe den periodischen Schneckenfehler elektronisch ausgleichen. Funktioniert sowas?
Danke für die Antwort
 
EQ-6 funktioniert nur dann, wenn Du die optimierst. Mit der Standardauslieferung geht das auf gar keinen Fall. Ein Rest PEC bleibt aber auch bei der optimierten. Zur Zeit liegt der bei einer kürzlichen umgebauten EQ-6 bei +/- 3

CS
Thorsten
 
Nö, das sind alles nur Hilfsmittel um das Korrigieren zu erleichtern. Ersetzen können sie es aber nicht. Ein 8 Zoll Newton will während einer Langzeitbelichtung korrigiert werden. Da geht kein Weg dran vorbei.

Gruß
Andreas
 
Wo kann ich was über das korrigieren finden? Stelle mir das unmöglich vor, so genau manuell nachzuführen. Und wie sieht es aus wenn man das Ganze mit einer Canon 300D macht. Damit muss man ja nicht so lange belichten oder? Würde auf die EQ6 auch ein 10" Newton gut passen?
 
Ich interessiere mich nämlich für folgende Kombi von teleskop-service.de :
Astro Newton 254/1150mm Komplettgerät auf EQ-6 Montierung
& 2 Okulare für Euro 1398,-

Was haltet ihr davon wenn man damit Deepsky Aufnahmen machen will. Und taugt das Ding auch was für Mond und Planeten?
 
Hallo!

Also ich kann nur das gleiche sagen, was ich hier schon zig fach gesagt habe und ich denke ich werde reichlich Zustimmung finden, wenn ich sage:

Bei der Astrofotografie kommt es vor allem und gerade und sowieso aber auch überhaupt auf die Montierung an!!!!!!

Deswegen, sobald du auch nur entfernt an Langzeitastrofotografie denkst, tu dir selbst einen gefallen und denke nicht mehr an eine Chinamontierung wie EQ-6 oder die HEQ-5!! Die sind visuell wirklich brauchbar vor allem für den günstigen Preis, aber fotografisch bitte die Finger davon lassen.

Es gibt zwar gerade jetzt bei der EQ-6 Umrüstmöglichkeiten, um die Genauigkeit der Nachfürhrung zu verbessern und sie harmonischer zu machen, was auch bei der Serienmontierung nicht der Fall ist, weshal ein PEC System an der serienmäßigen EQ-6 technisch nicht funktioniert.
Aber eine solche Umrüstung ist eben mit viel Bastellei und Austausch der Getrieb Motoren und dem Schneckenantrieb in der Stundenachse verbunden, was auch wieder reichlich Geld kostet.

Deswegen wenn wirklich ernsthaft Fotografie bei dir ansteht, auf jeden Fall schonmal Richtung GP-DX, Astro-Physics CNC-400 oder Losmandy GM-8 denken, oder wenn es etwas schwerer sein darf auch ruhig eine OTE-150.
Darunter wirds nichts, wenn auch noch ein Achtzöller drauf soll.

Ebenfalls würde ich dazu raten bei ner rein fotografisch genutzten Optik lieber bei einem etwas kleineren System zu bleiben, da hier der Montierung mehr Stabilitätsreserven bleiben. Öffnung hat im Prinzip nur wenig Einfluss auf die Fotografische Eignung.


Und zu deiner ersten Frage: Eine Nachfürhkontolle muss sein, in jedem Fall.
Es gibt zwar Montierungen, die anstatt eines Schneckenantriebes einen Friktionsantrieb haben, aber diese sind dann auch schon etwas größer und müssen ebenfalls sehr genaue elektronisch überwachte Vorgetriebe haben.
Ich kenne eine solche Montierung, die auch mit 4,8 m Brennweite eine ST-10 über 8min ohne Fehler nachführen kann, aber die 35 Kiloeuro nur fürs Achsenkreuz muss man erstmal locker haben.
Da auch hier Übung erforderlich ist, würde ich dir dringend dazu raten erstmal mit kleinen Brennweiten anzufangen, also die Kamera aufs Teleskop aufzusatteln und mit kleineren Telebrennweiten zu arbeiten. Das Hauptteleskop kannst du dann als Leitrohr benutzen. So lernst du grundlegendes über die Nachführung, oder auch über das korrekte Einnorden der Montierung, was für die Langzeitastrofotografie auch sehr wichtig ist, genauso wie das präzise Fokusieren, welches auch wieder eine Wissenschaft für sich darstellt.

Deswegen erstmal mit kleinen Schritten anfangen, eben mit aufgesattelter Kamera.
Gerade am Anfang kommt man so schnell zu den ersten Erfolgserlebnissen.
Erfahrungsgemäß geht nämlich gerade bei der Langbrennweitigen Fotografie am meisten Schief, weil hier die Toleranzen oftmals sehr gering sind, sei es für die maximale Abweichung durch ungenügende Nachführkontrolle, oder durch nur unzureichende Fokusierung. Bei längeren Brennweiten wird ja auch oft die Optik langsamer, was längere Belichtungszeiten erfordert, wobei auch hier die Toleranzen beim Einnorden der Montierung enger werden und ein normaler Polsucher oftmals nicht mehr ausreichen kann!

Also zusammenfassend: Lieber weniger Geld ins Teleskop und mehr in eine gescheite Montierung, weil hier einfach nicht gesparrt werden darf! Muss der Zehnzöller wirklich sein? Fotografisch gesehen gibt es auch ganz hervorragende Sechs oder Achtzöller.

gruß,
André

 
ja man stellt sich das thema astrofotografie meinst einfacher vor als es ist. aber wenn man erst mal stunden um stunden mit dem belichten der aufnahmen verbracht hat und dann später merkt daß 90% der aufnahmen wegen verwacklern
ausscheiden dann kann das schon den spaß ganz schön vermiesen glaub mir.
so ein 10"-newton hat ne riesige windangriffsfläche und du mußt wissen daß schließlich eine gscheite windböe ausreicht um ne aufnahme zu verderben!
ich hab einen 10"-TS-Leichtbau!-Newton auf einer gemini 41
und würde bei mir, da ich oft an offenen und windigen plätzen stehe, keine montierungsstufe runtergehen wollen.
dazu kommt daß de brennweite von ca. 1200mm schon eine sehr genaue nachführung verlangt, die die eq6 in ihrer grundversion net bietet. hab selbst nen bekanten der beim nachführen seines 12"-f4-Newtons immer verzweifelt ist wegen des unberechenbar auftauchenden periodischen fehlers.
dazu kommt noch daß ein 'billiger' newton meist an kritischen stellen (hauptspiegelfassung, oku-auszug) noch stark optimiert werden muß um weitere 'wackelquellen' auszuschließen.
also ich würd sagen für visuell ist deine kombi ne gute wahl - für astrofotografie gar keine! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo Jens,

was Andrè hier geschrieben hat, kann ich hundertprozentig bestätigen. Wenn Du ernsthaft vor hast Deep Sky Astrofotografie zu betreiben, dann stecke von der Öffnung her zurück und investiere so viel wie möglich von dem vorhandenen Budget in die Montierung! Im Primärfokus eines Gerätes mit über 1m Brennweite wirst Du am Anfang sowieso kein gescheites Bild hinkriegen. Das klingt jetzt zwar vielleicht hart, ist aber so. Anfangen solltest Du mit aufgesattelter Kamera und Fotobjektiven (erst mal bis 200mm Brenneite, später bis 500mm Brennweite) bis Du ein Gefühl für die Nachführkontrolle bekommst.

Gruß
Andreas
 
Danke für die Antworten. Aber mit einer digitalen Kamera muss ich doch gar nicht lange belichten um auch Farben einzufangen, oder? Habe tolle Bilder z.B. mit einer Olympus 2020 durch ein 8" Newton gesehen die gerademal 20 sek belichtet wurden. Ohne Nachführung. Und die Kombi sollte es jawohl schaffen mal ne minute ruhig zu stehen oder?
 
Hallo Jens,

also in einer Minute kann viel passieren. Das reicht völlig um eine Aufnahme zu versauen. Und für wirklich gute Bilder wirst Du auch länger belichten müssen. Also nochmal mein Tip: Ordentliche Montierung kaufen und nicht gleich eine zu große Optik drauf. Mit einer schlechten Montierung ärgerst Du dich nachher schwarz.

Schönes Wochenende
Andreas


 
Hallo!

Danke für die Antworten. Aber mit einer digitalen Kamera muss ich doch gar nicht lange belichten um auch Farben einzufangen, oder? Habe tolle Bilder z.B. mit einer Olympus 2020 durch ein 8" Newton gesehen die gerademal 20 sek belichtet wurden. Ohne Nachführung. Und die Kombi sollte es jawohl schaffen mal ne minute ruhig zu stehen oder?

Also am Anfang sprachst du von der Langzeitfotografie mittels einer Spiegelreflexkamera, und nun von einer kleinen digitalen Sucherkamera?
Also glaub mir, wenn ich dir Sage, dass man diese Sachen keinesfalls vergleichen kann.

Jene Digitalkameras wie auch die Olympus 2020 haben das Problem, dass sie kein abnehmbares Objektiv haben, man also immer durch das Objektiv hindurch fotografieren muss. Deswegen kann man grundsätzlich eine solche Kamera nicht ans Teleskop anschließen.

Man muss deswegen erstmal eine Zwischenoptik, also ein Projektiv bzw. Okular an Das Teleskop anbringen, welches ein Bild erzeugt, welches wir mit dem Objektiv abfotografieren können. Zu dem Bild muss man natürlich noch die Randunschärfe des verwendeten Okulares sowie eine Randabschattung durch die Größe der Austrittspupille hinzufügen.
Dann haben eigentlich alle Objektive die ich bislang an digitalen Sucherkameras sehen konnte eine nicht gerade herausragende Schärfe, weisen chromatische Fehler auf und Verzeichnen!!
Außerdem ist die Lichtempfindlichkeit sehr begrenzt. Deswegen halte ich solche Kameras eigentlich für weniger geeignet um damit Deep Sky Fotografie zu betreiben.

Okay, bei wenigen hellen Objekten ist es möglich mit recht kurzen Belichtungen schon ordentlich Strukturen und auch Farben aufzunehmen, aber damit diese Bilder wirklich gut aussehen, ist auch eine Menge Erfahrung und viel Bearbeitung nötig, weswegen ich jedem davon abraten würde wenn er sich eine solche Kamera extra für den deep sky Einsatz kaufen wollte!!!

Um Aufnahmen vom Mond oder der Sonne (nur mit speziellem Objektivsonnenfilter!!) zu machen, sind diese Kameras jedoch gut zu gebrauchen.

Und die Kombi sollte es jawohl schaffen mal ne minute ruhig zu stehen oder?

Auch wenn du meinst, mit 20sekunden Belichtungszeit, schöne Bilder herstellen zu können, so können Vibrationen dennoch das Bild vernichten, wenn ein Gerät mit viel Windangriffsfläche im Wind segelt.

Was die länge der Minute angeht, da stimme ich Andreas im übrigen voll zu!! In einer Minute kann eine Menge passieren, gerade meine Erfahrungen mit mehreren EQ-6 Montierungen hat gezeigt, dass man da nichtmal 2 sekunden lang den Leitstern aus dem Auge verlieren sollte, was schon eine recht anstregenden Geschichte ist. Bei meiner GP-DX kann ich bei 1,2m Aufnahmebrennweite auch mal kurz zwischen den Korrekturen die Blase hinterm nächsten Gebüsch entleeren.
Aber dies ist eben auch alles abhängig von der Genauigkeit der Einnordung und auch das will gelernt sein.

Astrofotografie ist bei weitem kein super komplexer Zauber, aber man muss in der Tat einiges bedenken wenn man Erfolgserlebnisse haben möchte.


Aber was bitte spricht den gegen den Einstieg, den ich ich weiter oben schon empfohlen habe? Also die Sache mit dem auf dem Teleskop aufgesatteltem leichten Teleobjektiv? Damit kannst du schon wunderschöne Aufnahmen machen, von Galaxienhaufen, ausgedehnteren Nebeln oder Milchstraßenwolken.
Dadurch, dass leichte Teleobjektive eben oftmals recht Lichtstark sind, im Vergleich zu Teleskopen, kommst du auch mit relativ kurzen Belichtungszeiten aus.

Wenn du so schon ein paar Aufnahmen erstellt hast, mit denen zu zufrieden bistm dann könntest du die Brennweite weiter hochschrauben und dann auch irgendwann die Kamera ans Teleskop schrauben.

Auch wenns dir am Anfang vielleicht garnicht passt, weil es ja nicht so groß ist wie die anderen Teleskope die man so oft sieht, so ist meiner Meinung nach die beste Möglichkeit in die Fotografie einzusteigen folgende:

Man investiert richtig viel Geld in eine wirklich gute und genaue, tragkräftige Montierung und setzt sich dann einen schönen Refraktor mit 80, 90 oder eventuell sogar 100mm Öffnung drauf. Das ganze sollte aber schon eher in Richtung mittel bis Langbrennweitig gehen, also f/8 bis f/11 oder so.
Auf diesen Refraktor dann schraubt man sich ein schönes Teleobjektiv mit ner Kamera dahinter. Damit fotografiert man dann, während man mit dem Refrakto nachführt. So kann man wirklich geniale Fotos machen und es gibt auch heute noch sehr erfarene und gute Astrofotografen die schon seit Jahren so eine atemberaubende Aufnahme nach der anderen Schießen. Wenn dann irgendwann mal wieder mehr Geld gesparrt ist, und man bereit für mehr Brennweite ist, dann schraubt man sich eben ein großes Teleskop auf die Montierung und kann den Refraktor immer noch als Leitrohr nehmen.

besten Gruß,
André
 
Bin doch zu der Einsicht gekommen das es wohl mehr Sinn macht noch etwas länger zu sparen und dann einen 10" Newton auf einer OTE150 zu kaufen. Danke für eure Antworten
 
Hi!

Auch wenns teuer wird, dennoch eine sinnvolle Entscheidung.
Dennoch solltest du wie von mir beschrieben mit kürzeren Brennweiten beginnen, die du dann bequem mit dem Newton nachführen kannst.

Später dann kannst du dir auch Gedanken über ein geeignetes Leitrohr machen, welches du ja auch noch benötigst, willst du fokal mit dem Newton fotografieren.


clear skies,
André
 
Was wäre bei der OTE ein gutes Leitrohr. Ich meine wegen dem Gewicht. Wäre es da möglich bei dem 10" Newton ein Megastar1550 150/1400 Newton als Leitrohr zu benutzen?
 
Moin Jenso,
ich finde eine überdachte Entscheidung, so wie jetzt von Dir getroffen, wenn auch teuer, ist eine richtige"re" Entscheidung.

Um da mal eine gewisse Schärfe reinzubringen und damit Du Dir zukünftige Kommentare wie "das hab ich schon kommen sehen, dass das in die Hose geht" sparst, hör auf André und Rainer.

Ich hatte vor etwa vier Jahren auch mit Brennweiten von 2m und mehr (Plantenfotografie) angefangen. Das mit den Planeten hat gerade noch so geklappt, da nur 1 bis 5 Sekunden belichtet wurde. Die Deep Sky- Aufnahmen mit meinem SC 8" waren eine 100% Katastrophe!!! Es mussten ja unbedingt Deep Sky Aufnahmen mit 2m Brennweite sein auf einer nicht dafür geeigneten Montierung. Wer fotografiert denn schon durch ein normales Objektiv? Hat doch gar nichts mit Astrofotografie zu tun, dachte ich.

Danach der Rückzug ins Zentimeterbrennweitenlager - mit Erfolg und - was weit aus wichtiger war - hierdurch hab ich erst sehr viel über Astrofotografie gelernt, die Freude dafür erst richtig entwickelt und bisher vermisse ich noch gar nicht die Astrofotografie mit längeren Brennweiten. Es ist mir einfach sonnenklar, dafür braucht's eine andere relativ kostenintensive Montierungsausrüstung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> und das Geld dafür hab ich später mal.

Klar, Du kannst auch mit einer sinnvollen "großen" Ausrüstung beginnen. Es muss nur eben mit der Ausrüstung technisch möglich sein, überhaupt punktförmige Astroaufnahmen machen zu können.

Gruß Burkhard
 
Ber mit der OTE150 und bald dann mal mit Erfahrung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> kann man doch bestimmt gute Aufnahmen hinbekommen oder? Oder muss die Montierung echt noch teurer sein?
 
Moin moin!

Wäre es da möglich bei dem 10" Newton ein Megastar1550 150/1400 Newton als Leitrohr zu benutzen?

Nun ja, also vom Gewicht könnte das ja eventuell noch gehen, ABER!

Ein Newton ist generell kein gutes Leitrohr (es gibt auch ausnahmen).
Dies ist damit zu begründen, dass das Leitrohr ja entweder auf das eigentliche Hauptteleskop aufgesattelt wird, oder parallel befestigt wird.

Dabei sollte ein Leitfernrohr unter allen Umständen einen bequem erreichbaren Einblick haben, da man ja während der Fotografie permanent dadurch beobachten muss.

Bei einem 10" Newton auf einer OTE 150, kann es dann bei einem solchen Leitrohr wie du es hinterfragst eigentlich sehr sehr oft passieren, dass du auf einer kleinen Leiter stehend nachführst.
Hiebei steigt natürlich die Belastung des Körpers, die Nachführung wird anstrengender, bei leichtem Winde friert man leichter und die Gefahr dass man durch einen Rempler am Fernrohr die ganze Aufnahme versaut ist recht groß.

Deswegen ist ein Fernrohr mit Einblick von hinten eigentlich die beste Lösung.
Ich selbst benutze wahlweise einen kleinen leichten Maksutov 90mm f/11 dazu oder manchmal auch einen kompakten 110mm f/6 Refraktor.

Aber da fällt mir gerade noch ein anderer Grund gegen eine solche große Leitoptik ein! :
Du musst bedenken, dass wenn du im großen Newton ein bestimmtes Objekt zentriert hast, im Leitrohr einen passenden Leitstern finden musst. Dazu isses gerade bei längeren Brennweiten über einem Meter, unbedingt nötig, das Leitrohr in kleinem Maße zu verstellen, damit eben der Leitstern zentriert werden kann, ohne das aber das Hauptrohr dabei bewegt wird.
Dies wird zumeist mit guten Leitrohrschellen gemacht, das sind Rohrschellen die viel größer sind als der Durchmesser des Fernrohres welchers dort herein kommt, weswegen das Fernrohr in diesen Schellen durch Justageschrauben (drei Stück im Winkel von 120°) gehalten wird und so in Relation zum Hauptrohr schwenkbar ist.
Diese Schellen sind nicht immer günstig und werden gerade in Größen wie du sie für den 6" Newton bräuchtest unbezahlbar, wenn kein Eigenbau angedacht ist.


besten gruß,
André
 
Nochmals Moin

kann man doch bestimmt gute Aufnahmen hinbekommen oder?

Naja, wenn man entsprechend konzentriert dran arbeitet und etwas Erfahrung gesammelt hat wie du schon richtig bemerktest, dann spricht nichts dagegen. dass es klappen sollte.

Nur überlege dir wirklich gut, ob es auch das Equipment sein soll!

Warum den ausgerechnet ein Zehnzöller? Hast du so ein Teleskop schoneinmal live sehen können? Is nämlich ganz schön groß.
Ich persönlich sehe sehe auch visuell nicht so den großen Unterschied, auch wenn er natürlich da ist. Fotografisch ist die Öffnung natürlich total egal. (Okay, die Optik wird "langsamer" was man aber prima durch kürzen der Brennweite kaschieren kann).

Die OTE 150 ist auch eine tolle Montierung, die auch mir sehr gut gefällt, aber bedenke, dass das auch schon ein ganz schön schwerer Brocken Montierung ist.

Ich weiß natürlich leider nicht in welcher Gegen du wohnst, aber um Langzeitastrofotografie zu betreiben muss man eben oft aus den Städten heraus fahren und dunklen Landhimmel aufsuchen. Ich selbst habe immer ne gute halbe Stunde fahrt, um aus dem hellen Ruhrgebiet ins etwas dunklere nahe Münsterland zu kommen.
Soll der Himmel besser werden, dann muss es schon ne längere Fahrt von einer Stunde (tieferes Münsterland), oder über 1,5 Stunden werden (Emsland, Rothaargebirge/Hochsauerland).
Da muss man sich natürlich schon überlegen, was man alles so mitschleppen will, und ob alles ins Auto passt, so dass man schnell packen kann. Und glaub mir, gerade bei einer solchen Ausrüstung sammeln sich bald mehr Zubehörkoffer und Taschen an als du dir vorstellen kannst, was ich aus eigener Erfahrung beurteilen kann, weil bei mir eigentlich jedes Teil, Jede der Kameras, der Objektive, der Okulare der Atlanten und Rotlichtlampen, Ferngläser, und sogar die Montierung einen eigenen gepolsterten Platz in irgendeinem Metallkoffer hat.
Dadurch ist mein ganzes Equipment gut zentralisiert und die gefahr, dass etwas vergessen werden kann, ist sehr gering (nur für die Taukappe von meinem 8" SC bin ich schon mehr als einmal nach ca 2Km fahrt wieder umgekehrt! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )


clear skies,
André
 
Naja komme aus dem Kreis Soest. Dort aus einem abseits liegenden Dorf mit 1000 Einwohnern. Von dem wohne ich nochmal 3 km entfernt. Die nächste wirkliche Stadt mit 60k Einwohnern ist 10 km weg. Wirklich groß werden die Städte von hier aus dann erst mit DOrtmund. SOwas wie Straßenlaternen sind bei uns in der Straße nicht wirklich zu finden und der nächste Nachbar ist in die eine Richtung 500 m und in die andere 1,5km entfernt. Denke also das ich sehr gut von der Terasse aus beobachten kann. Oder was meint ihr?
 
Servus

Denke also das ich sehr gut von der Terasse aus beobachten kann. Oder was meint ihr?

Jo, also von den Bedingungen her kann man deinen Himmel schonmal recht gut gebrauchen, so macht auch das Beobachten gut Sinn.
Fotografisch kannst du von deiner Heimat dann auch schon gut was machen, auf jeden Fall aber sind aus dem Kreise Soest heraus mehrere wirklich dustere Gegenden hervorragend und vor allem schnell erreichbar, wie zum Beispiel der nahe Arnsberger Wald oder auch das Hochsauerland, welches auch fotografisch schon gute Bedingungen bietet.
Von daher gesehen hast du schonmal nicht den schlechtesten Wohnort.

clear skies,
André
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben