Warum nicht so ein Bino bauen?

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schischi

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https://sites.google.com/site/arnoldastro/meine_fernrohre/selbstbau-binoteleskop

Ist doch eigentlich die einfachste Variante, die zudem noch die geringsten Probleme mit Reflektionsverlusten (ein Zenitspiegel) oder Vignettierung (bei entsprechender Auslegung hat).

Gut, haut einen vom Aussehen her vielleicht nicht vom Hocker, aber was sagte Fraunhofer noch ...?

Ist ja identisch mit der Variante "versetzte Tuben", die auch mal jemand vor einigen Jahren im Forum gebaut und verkauft hatte.

Beispielsweise könnte man hier zwei FH 120/600 Objektive nehmen, zwei Newton-Fangspiegel (natürlich gute mit hoher Reflektivität) und geometrisch so gestalten, dass man z.B. bei einem 25 mm Okular (für AP = 5 mm) das maximale Feld ausleuchtet (am besten 80° oder mehr). Dann hätte man doch ein richtig tolles 2 x 120 mm Bino mit z.B. voll ausgeleuchtetem 80° Feld und minimalen Helligkeitsverlusten durch nur eine Reflektion, das eigentlich alles andere in den Schatten stellen müsste (selbst Binoptik). Und der Aufwand für den Bau dürfte ja auch nicht so groß sein.

Wo ist der Haken?

Legt mal los ...

Michael
 
Hallo Michael,

Ich sehe da nur einen Haken.
Du kannst da durch gucken. Wenn aber sagen wir mal deine "Lebenabschnittspartnerin" da durch sehen will, kann es sein das es nicht funktioniert, da ihr eventuell einen anderen Augenabstand habt.

Aber ansonsten finde ich keinen anderen Haken.

Gruß vom 2-fachen Binobauer ;-)

Jörg
 
Hallo Michael,

der einzige Haken - Augenabstand nicht einfach verstellbar - erweist sich in der Praxis als nebensächlich. Zu 99% schaut da nur einer durch und das ist der Besitzer.
Bei keinem meiner Astrokollegen schaut die Frau dauerhaft und freiwillig mit. Diese Sorge ist also völlig unbegründet :pfeif:

Ein Freund hat so ein Teil aus zwei ED 100/900 in dieser versetzten Bauform. Einer der Zenitspiegel ist mit Justierschrauben versehen. Der Augenabstand ist in geringen Grenzen verstellbar. (Verdrehen der Zenitspiegel)

Ich habe zufällig (fast) den gleichen Augenabstand und muss sagen, das Ding ist der Hammer!

Was Du vorhast, mit FH 120/600, taugt das eher für kleine und mittlere Vergrößerungen. Das gesparte Geld würde man dann in zwei Nagler 20mm T5 investieren ;)

Viele Grüße
Kai

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von fraxinus:
Ein Freund hat so ein Teil aus zwei ED 100/900 in dieser versetzten Bauform. Einer der Zenitspiegel ist mit Justierschrauben versehen. Der Augenabstand ist in geringen Grenzen verstellbar. (Verdrehen der Zenitspiegel)
Wenn Du den justierten Zenitspiegel verdrehst, verlierst Du sofort die Kollimation der optischen Achsen. Auf diese Weise sollte man also nicht den Augenabstand einstellen! Man kann allenfalls (bei unveränderter Spiegelstellung) die Okularposition etwas seitlich verschieben. Das Gehirn kann zwar, abhängig vom Beobachter, eine gewisse Schielstellung der optischen Achsen kompensieren. Das ist aber auf Dauer anstrengend und ermüdend, also nicht gerade empfehlenswert.



 
Hallo Peter,
Auf diese Weise kann man also nicht den Augenabstand einstellen, auch nicht in geringen Grenzen!
Also ich schaffe das, da kannst Du ganz sicher sein :huhu:

Beide Zenitspiegel lockern und in die gleiche Richtung drehen. Damit liegen die Okulare in leicht unterschiedlicher Höhe.
Es ist natürlich nichts für ständiges Hin- und Her oder zentimeterweite Änderungen.
Normalerweise macht man diese Manipulation nur, um seinen eigenen Augenabstand zu optimieren. Andernfalls müsst man nämlich die Tuben verschieben. Und dass sollte man tunlichst sein lassen, wenn es einmal passt.

Man kann allenfalls (bei unveränderter Spiegelstellung) die Okularposition etwas seitlich verschieben.
Das würde ich nun wieder stark bezweifeln, denn dann schielt das ganze Dinge gar kruselig vor sich hin :niemals:


Viele Grüße
Kai
 
Also den Augenabstand sehe ich auch nicht als Problem an, Hauptsache ist, dass er für mich passt ;-))

Ich fände es nicht mal so schlimm, wenn man eine feste Okularbrennweite für eine feste Vergrößerung mit z.B. 5 mm AP wählt. Hat man beim Fernglas ja auch.

Wichtig finde ich eine gute Abbildungsqualität mit möglichst großem Feld und großer Öffnung. Daher auch die Überlegung, die 120 mm FHs zu nutzen.

Ich traue mir den Bau übrigens selbst nicht zu. Hätte auch gar keine Geräte dazu. Und es soll auch keine Bastellösung sein.

Michael
 
Eigentlich kann man es ja auch mit den versetzten Tuben machen, ist vielleicht noch weniger Aufwand.

Frage mich sowieso die ganze Zeit, was daran so aufwändig ist... Ich muss doch eigentlich nur einen Tubus kürzen und dann ein 90°-Stück herstellen, in dem z.B. ein Newton-Fangspiegel im 45° Winkel innen befestigt ist. Also quasi ein etwas größerer Zenitspiegel. Der Vollständigkeit halber würde ich das auch mit dem oben liegenden Tubus machen. Auf die 90°-Stücke muss dann ja nur eine Art Deckel mit Steckhülse für die Okulare drauf. Vielleicht kann man hier ja Drehfokussierer anbringen.

Oder ist die Ausrichtung der Tubusachsen oder die genaue Einstellung der Zenitspiegel das große Problem? Ansonsten sind es doch nur eine Handvoll Teile, die man zusmamenbauen muss...

Michael
 
Hallo Michael,


http://www.zellix.de/selbstbau/binos.htm hier gibt es wenn Du etwas herunterscrolst diverse Binos die so gebaut sind. Wenn das Öffnungsverhältnis langsam genug ist kann man mit einem normalen 2" Zenitspiegel arbeiten ohne daß es zu wilde Vignettierung gibt. Durch verschieben eines Tubus in Längrichtung kann man den Augenabstand variieren. Schwieriger wird es bei einem schnellen Öffnungsverhältnis, da wird man um eine Alternative zum Zenitspiegel wie den von Dir angedachten Newton-FS nicht herumkommen. Gab mal einen Thread da hatte das einer in einen Richfielder in das hintere Tubusende hineingedengelt und dann glaube ich einen normalen Newton OAZ seitlich an den Tubus gesetzt, kann mich was den OAZ angeht aber auch irren...


Viele Grüße Felix


 
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