Sodiac
Aktives Mitglied
Hallo Freunde der Nacht!
Nach dem Verkauf meiner LXD-75, die ich überwiegend mit einem 230V-TFT-Netzteil betrieben habe und dem Upgrade auf die AZ-EQ6 musste ich mir auch zwangsläufig Gedanken zum Thema Stromversorgung machen.
Nachdem ich ein, zwei Nächte mit ´nem Bleigelakku, Krokoklemmen und einer Mehrfachsteckdose für KfZ-Stecker und einem offen in der Gegend herumstehenden Netbook, samt des damit verbundenen Kabelsalats fotografiert (eher rumgehampelt) habe, musste auf jeden Fall Abhilfe her. Fertige Powertanks waren keine Option, da die gängigen Modelle meinen Anforderungen (vor allem was die Leistung betrifft) nicht wirklich gerecht werden, der Akku in den seltensten Fälle getauscht werden kann und nicht zuletzt Kfz-Stecker verwendet werden. Also bin ich im Netz und vor allem hier im Forum mal auf die Suche gegangen…
Inspiriert von Victor´s Powertank habe ich mal meine eigenen Überlegungen angestellt und möchte euch nun mal meine Version eines Powertanks vorstellen.
Anforderungen:
- Sichere Steckverbindungen
- Kabelsalat vermeiden
- Ausreichend Kapazität für min. eine Nacht
- Schutz vor Tiefentladung des Akkus
- Sicherung der einzelnen Verbraucher
- Schutz des Netbooks vor „Umwelteinflüssen“
- Vielseitig einsetzbar und erweiterbar
Verbraucher:
- AZ-EQ6
- DSLR
- Alccd5.2
- Netbook
Materialwahl:
- Alukoffer
- 33Ah Bleigelakku
- 5 XLR-Buchsen von Neutrik
- 3 USB-Buchsen von Neutrik
- 1 Akkuwächter
- Sicherungskasten mit Kfz-Sicherungen
- 1 aktiver USB-Hub (12V-Eingangsspannung)
- Amperemeter und Voltmeter
- Ne Menge Kabel, Verbindungen, Stecker, Schalter, Schutzkappen usw.
Wegen der Anforderung, dass auch mein Netbook irgendwo im Powertank seinen Platz finden muss, habe ich mich für einen Alukoffer (Toolbox) entschieden. Der Koffer ist ca. (BxTxH) 460 x 380 x 250 mm groß, super stabil und bietet ne Menge Platz.
Damit ich im Bedarfsfall den Koffer auch im Betrieb schließen kann, müssen alle benötigten Anschlüsse von außen erreichbar sein, in meinem Fall mehrere XLR-Buchsen, ausreichend USB-Anschlüsse und eine Ladebuchse (auch XLR) für den Bleigelakku.
Im Inneren des Koffers müssen lediglich das Netbook mit Strom versorgt werden und die USB-Anschlüsse erreichbar sein. Damit ich eventuell auch mal ein Smartphone laden kann, oder ein ähnlich stromhungriges Gerät betreiben kann, auch während das System Photonen sammelt, habe ich mich für einen aktiven USB-Hub entschieden, der der Einfachheit halber mit 12V Eingangsspannung arbeitet und auch nur mit einem Kabel mit dem Netbook verbunden werden muss.
Der „fertige“ Powertank hat auf jeder Seite 2 XLR-Buchsen, die jeweils einzeln abgesichert sind und darüber hinaus auf der linken Seite hinten eine zusätzliche XLR-Buchse die als Ladebuchse dient und mit einem eigenen Schalter quasi als Bypass zum Akku durchgeschaltet werden kann, andernfalls liegt an dem Anschluss keine Spannung an, so dass hier auf keinen Fall was passieren kann. 3 USB-Anschlüsse habe ich dann auf der rechten Seite hinten (gegenüber der Ladebuchse) angebracht. Das ganze „System“ lässt sich per Schalter ein- oder abschalten und auch den USB-Hub habe ich mit einem separaten Schalter (und eigener Sicherung) versehen. Der Akkuwächter trennt bei ca. 11,5V alle Verbraucher vom Akku, so dass eine Tiefentladung nicht möglich ist. Um den Energiebedarf aller Verbraucher ablesen zu können und auch ungefähr abschätzen zu können, wie lange der Akku noch hält, habe ich ein Voltmeter und ein Amperemeter eingebaut. Die Stromversorgung des Netbooks erfolgt über ein Kfz-Ladegerät, das in der letzten verbliebenen Kfz-Steckdose im Deckel des Koffers steckt (im Deckel des Koffers). Sowohl die Abdeckplatte (mit Schaltern und Messinstrumenten), wie auch die Stege, auf denen die Platte aufliegt, sind aus Kunststoffplatten aus dem Baumarkt. Das Material ist flexibel einsetzbar, leicht zu bearbeiten und nicht zuletzt auch ne ganze Ecke leichter als Holz.
Hier nun aber erst mal ein paar Bilder…
Der Powertank von links und rechts:
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/B/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/C/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/J/rawthumb/gallery/get.jpg
Powertank innen (aufgeräumt):
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/D/rawthumb/gallery/get.jpg
Powertank innen (mit Netbook):
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/E/rawthumb/gallery/get.jpg
Powertank noch weiter innen (unvermeidbares Kabelchaos):
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/F/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/H/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/I/rawthumb/gallery/get.jpg
„Zukunftsmusik“
Eine meiner Anforderungen war ja auch die vielseitige Einsetzbarkeit (das Ziel habe ich für mich schon jetzt erreicht) und die Erweiterbarkeit. Auch bei der Erweiterbarkeit bin ich guter Dinge, ein „zukunftssicheres“ System gebaut zu haben. Da jede einzelne XLR-Buchse separat abgesichert ist, sollte es ein leichtes sein, ein oder zwei dieser Anschlüsse mit einem Regler zu versehen um Taukappenheizungen komfortabel anschließen zu können. Platz für die Regler ist in der Platte auch noch genug.
In einem weiteren Schritt könnte man in den Deckel auch noch einen Raspberry (oder lieber was leistungsfähigeres wie den BananaPi) inkl. Touchdisplay (Bausätze werden häufig mit Hohlstecker 12V betrieben) integrieren, der dann die Aufgaben des Netbooks übernehmen kann (Autoguider, DSLR-Steuerung, Imagetank). Daher ist am USB-Hub auch noch 1 Port frei (Energieversorgung Raspberry) und ein weiterer Schalter für´s Display wäre auch kein Thema. Wer gern im eigenen Garten fotografiert aber nicht zwingend überall guten WLAN-Empfang hat, könnte auch einen Raspberry als WLAN-Repeater integrieren… Platz ist ausreichend vorhanden!
Da ich das ganze peu à peu gemacht habe weiß ich zum einen nicht, was mich der Spaß gekostet hat (es werden aber mit Sicherheit 300+ € gewesen sein) und zum anderen auch nicht, wie lange ich an dem Teil gebastelt habe (was ich auch nicht wirklich wissen will) und auch die ersten Lötstellen sahen nach Jahren der Lötabstinenz nicht wirklich gut aus, was aber niemanden abschrecken sollte, denn Löten ist kein Hexenwerk!
Alles in Allem konnte ich trotz der entgangenen Fotonächte mal wieder meinen Basteltrieb befriedigen und habe nun einen Powertank der meinen Anforderungen voll und ganz entspricht. Ich hoffe ich kann mit dieser Vorstellung auch den ein oder anderen inspirieren (wie Victor mich) und würde mich über Fragen und Kritik freuen.
Nach dem Verkauf meiner LXD-75, die ich überwiegend mit einem 230V-TFT-Netzteil betrieben habe und dem Upgrade auf die AZ-EQ6 musste ich mir auch zwangsläufig Gedanken zum Thema Stromversorgung machen.
Nachdem ich ein, zwei Nächte mit ´nem Bleigelakku, Krokoklemmen und einer Mehrfachsteckdose für KfZ-Stecker und einem offen in der Gegend herumstehenden Netbook, samt des damit verbundenen Kabelsalats fotografiert (eher rumgehampelt) habe, musste auf jeden Fall Abhilfe her. Fertige Powertanks waren keine Option, da die gängigen Modelle meinen Anforderungen (vor allem was die Leistung betrifft) nicht wirklich gerecht werden, der Akku in den seltensten Fälle getauscht werden kann und nicht zuletzt Kfz-Stecker verwendet werden. Also bin ich im Netz und vor allem hier im Forum mal auf die Suche gegangen…
Inspiriert von Victor´s Powertank habe ich mal meine eigenen Überlegungen angestellt und möchte euch nun mal meine Version eines Powertanks vorstellen.
Anforderungen:
- Sichere Steckverbindungen
- Kabelsalat vermeiden
- Ausreichend Kapazität für min. eine Nacht
- Schutz vor Tiefentladung des Akkus
- Sicherung der einzelnen Verbraucher
- Schutz des Netbooks vor „Umwelteinflüssen“
- Vielseitig einsetzbar und erweiterbar
Verbraucher:
- AZ-EQ6
- DSLR
- Alccd5.2
- Netbook
Materialwahl:
- Alukoffer
- 33Ah Bleigelakku
- 5 XLR-Buchsen von Neutrik
- 3 USB-Buchsen von Neutrik
- 1 Akkuwächter
- Sicherungskasten mit Kfz-Sicherungen
- 1 aktiver USB-Hub (12V-Eingangsspannung)
- Amperemeter und Voltmeter
- Ne Menge Kabel, Verbindungen, Stecker, Schalter, Schutzkappen usw.
Wegen der Anforderung, dass auch mein Netbook irgendwo im Powertank seinen Platz finden muss, habe ich mich für einen Alukoffer (Toolbox) entschieden. Der Koffer ist ca. (BxTxH) 460 x 380 x 250 mm groß, super stabil und bietet ne Menge Platz.
Damit ich im Bedarfsfall den Koffer auch im Betrieb schließen kann, müssen alle benötigten Anschlüsse von außen erreichbar sein, in meinem Fall mehrere XLR-Buchsen, ausreichend USB-Anschlüsse und eine Ladebuchse (auch XLR) für den Bleigelakku.
Im Inneren des Koffers müssen lediglich das Netbook mit Strom versorgt werden und die USB-Anschlüsse erreichbar sein. Damit ich eventuell auch mal ein Smartphone laden kann, oder ein ähnlich stromhungriges Gerät betreiben kann, auch während das System Photonen sammelt, habe ich mich für einen aktiven USB-Hub entschieden, der der Einfachheit halber mit 12V Eingangsspannung arbeitet und auch nur mit einem Kabel mit dem Netbook verbunden werden muss.
Der „fertige“ Powertank hat auf jeder Seite 2 XLR-Buchsen, die jeweils einzeln abgesichert sind und darüber hinaus auf der linken Seite hinten eine zusätzliche XLR-Buchse die als Ladebuchse dient und mit einem eigenen Schalter quasi als Bypass zum Akku durchgeschaltet werden kann, andernfalls liegt an dem Anschluss keine Spannung an, so dass hier auf keinen Fall was passieren kann. 3 USB-Anschlüsse habe ich dann auf der rechten Seite hinten (gegenüber der Ladebuchse) angebracht. Das ganze „System“ lässt sich per Schalter ein- oder abschalten und auch den USB-Hub habe ich mit einem separaten Schalter (und eigener Sicherung) versehen. Der Akkuwächter trennt bei ca. 11,5V alle Verbraucher vom Akku, so dass eine Tiefentladung nicht möglich ist. Um den Energiebedarf aller Verbraucher ablesen zu können und auch ungefähr abschätzen zu können, wie lange der Akku noch hält, habe ich ein Voltmeter und ein Amperemeter eingebaut. Die Stromversorgung des Netbooks erfolgt über ein Kfz-Ladegerät, das in der letzten verbliebenen Kfz-Steckdose im Deckel des Koffers steckt (im Deckel des Koffers). Sowohl die Abdeckplatte (mit Schaltern und Messinstrumenten), wie auch die Stege, auf denen die Platte aufliegt, sind aus Kunststoffplatten aus dem Baumarkt. Das Material ist flexibel einsetzbar, leicht zu bearbeiten und nicht zuletzt auch ne ganze Ecke leichter als Holz.
Hier nun aber erst mal ein paar Bilder…
Der Powertank von links und rechts:
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/B/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/C/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/J/rawthumb/gallery/get.jpg
Powertank innen (aufgeräumt):
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/D/rawthumb/gallery/get.jpg
Powertank innen (mit Netbook):
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/E/rawthumb/gallery/get.jpg
Powertank noch weiter innen (unvermeidbares Kabelchaos):
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/F/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/H/rawthumb/gallery/get.jpg
Link zur Grafik: http://astrob.in/102996/I/rawthumb/gallery/get.jpg
„Zukunftsmusik“
Eine meiner Anforderungen war ja auch die vielseitige Einsetzbarkeit (das Ziel habe ich für mich schon jetzt erreicht) und die Erweiterbarkeit. Auch bei der Erweiterbarkeit bin ich guter Dinge, ein „zukunftssicheres“ System gebaut zu haben. Da jede einzelne XLR-Buchse separat abgesichert ist, sollte es ein leichtes sein, ein oder zwei dieser Anschlüsse mit einem Regler zu versehen um Taukappenheizungen komfortabel anschließen zu können. Platz für die Regler ist in der Platte auch noch genug.
In einem weiteren Schritt könnte man in den Deckel auch noch einen Raspberry (oder lieber was leistungsfähigeres wie den BananaPi) inkl. Touchdisplay (Bausätze werden häufig mit Hohlstecker 12V betrieben) integrieren, der dann die Aufgaben des Netbooks übernehmen kann (Autoguider, DSLR-Steuerung, Imagetank). Daher ist am USB-Hub auch noch 1 Port frei (Energieversorgung Raspberry) und ein weiterer Schalter für´s Display wäre auch kein Thema. Wer gern im eigenen Garten fotografiert aber nicht zwingend überall guten WLAN-Empfang hat, könnte auch einen Raspberry als WLAN-Repeater integrieren… Platz ist ausreichend vorhanden!
Da ich das ganze peu à peu gemacht habe weiß ich zum einen nicht, was mich der Spaß gekostet hat (es werden aber mit Sicherheit 300+ € gewesen sein) und zum anderen auch nicht, wie lange ich an dem Teil gebastelt habe (was ich auch nicht wirklich wissen will) und auch die ersten Lötstellen sahen nach Jahren der Lötabstinenz nicht wirklich gut aus, was aber niemanden abschrecken sollte, denn Löten ist kein Hexenwerk!
Alles in Allem konnte ich trotz der entgangenen Fotonächte mal wieder meinen Basteltrieb befriedigen und habe nun einen Powertank der meinen Anforderungen voll und ganz entspricht. Ich hoffe ich kann mit dieser Vorstellung auch den ein oder anderen inspirieren (wie Victor mich) und würde mich über Fragen und Kritik freuen.
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