Welchen 200/1000 Tubus ? GSO, SW, Bresser?

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Dunmer

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Hallo zusammen,
ich bin grad auf der Suche nach einen Tubus mit 1000er Brennweite und 8" Durchmesser. Leider bin ich durch das Auto (Smart) von der Länge her limitiert auf ca 1m, daher meine Wahl. Montierung habe ich bereits (geht auch noch besser), das soll jetzt kein Thema sein.
Ich möchte zunächst hauptsächlich visuell beobachten, Planeten aber auch Nebel & Galaxien sind von Interesse. Ich möchte aber auch einmal eine DSLR aufsetzen und in den Focus kommen können (geht leider nicht immer). Um die Probleme mit der Randschärfe weiß ich wohl, soll nur ein Start sein. Spätere Investitionen verstehen sich von selbst. Aber alles zu seiner Zeit ;) Ich schwanke nun zwischen folgenden Modellen:

- Bresser Messier NT-203/1000 ( http://www.bressershop.de/item.php5?lang=de&id=4803100 )
- Skywatcher Explorer-200P ( http://www.teleskop-express.de/shop...r-200P---200-1000mm-Parabol-Newton---OTA.html )
- GSO 200mm f/5 Newton OTA ( http://www.teleskop-express.de/shop...-OTA---94--Parabol-Spiegel---2--Crayford.html )

Preislich liegen sie in etwa auf gleicher Höhe, zumindest gebraucht oder als Sonderangebot.
Ich habe nun folgende Punkte gefunden:
Bresser:
- Großer (940 x 260 mm) und schwerer Tubus (11,2 Kg) und
- großer Fangspiegel (65mm, Quelle: Amazon)
- eher beseidener OAZ mit Zahntrieb
- guter Finder (8x50)
- gutes Zubehör ( Okular, Prismenschiene, T2 Adapter, etc.)

Skywatcher:
- Kleinerer (920 x 240) und leichterer (8,75 Kg) Tubus
- Kleinerer Fangspiegel (52 mm ?)
- guter Crayford OAZ
- guter Finder (8x50)
- gutes Zubehör ( 2 Okulare, Prismenschiene, T2 Adapter, etc.)

GSO:
- Kleinster (900 x 230 mm) und leicherer Tubus (9 Kg) und
- großer Fangspiegel (63mm)
- guter Crayford OAZ mit Microfocusser !!
- guter Finder (8x50)
- mageres Zubehör ( Prismenschiene )

Mich interessiert haupsächlich, was diese Geräte optisch (visuell) unterscheidet. Grundsätzlich denke ich, dass eine geringere Obstruktion durch den Fangspiegel sich auf den Kontrast positiv auswirken müsste und daher für Beobachtung besser ist. So gesehen müsste der Skywatcher die erste Wahl sein. Dafür sprechen auch die gute Zubehörausstattung, auch wenn die Okulare nicht die erste Wahl sind, zum Anfang jedenfalls nicht schlecht.
Verwirren tut mich der Bresser. der ist über 2 Kg schwerer als die Konkurrenz und auch der längste und dickste Tubus (wenn man den Angaben trauen darf ...) hat aber dennoch den größten Fangspiegel ?
Eigentlich würde ich ihn als das beste weil auch teuerste Gerät einschätzen, mit dem besten Service, was man so hört und auch eine gute Ausstattung. Aber die 65mm und 32% Obstruktion stören mich etwas.
Der GSO punktet vor allem duch den OAZ mit der Micrountersetzung, das gibt es bei der Konkurrenz nicht für den Preis. Der Skywatcher 200/1000 PDS hat sowas, kostet dann aber erheblich mehr ( 385€) und hat dann auch einen 58mm Fangspiegel.
Ansonsten ist der GSO eher mager ausgestattet, grad mal eine Prismenschiene ist dabei, die aber wohl eher schwach sein soll (schrieb mir ein GSO Besitzer). Bemerkenswert ist hier, dass er offenbar eine 35mm Verlängerung braucht, um mit Okularen in den Focus zu kommen ( kann Vorteil oder Nachteil sein, je nachdem ).

Ihr seht vielleicht mein Problem. Ich habe leider noch keinen dieser gesehen oder mal testen können, dies alles sind theoretische Überlegungen.

Hat jemand erfahrungen mit den genannten Geräten und kann etwas zu meinen Überlegungen sagen ? Oder gibt es noch ander Aspekte zu beachten ?

Dank für jeden Hinweis im Vorraus :)
Dirk
 
Hallo Dirk


1. Doppelpost!

2. Warum beschränkst du dich auf diese Tubusgröße? Warum so unflexibel? Wenn du schon so ein kleines Auto hast, würde ich doch auch ein kleineres Teleskop vorziehen. Passt denn die nötige Montierung noch mit rein?? Ein 150/750 Newton Tubus ist schon viel platzsparender. Es gibt auch kompakte Teleskop, wie zum Beispiel ein C8.

3. Fotografie am besten erst mal außen vor lassen


Gruß
Christian
 
Hallo Dirk,

generell kann ich mich Christian nur anschließen! Trenne zuerst einmal visuelle Beobachtung und Fotografie. Auf den ersten Blick mag das zwar alles extrem nah beieinander liegen, auf den zweiten Blick sieht die Sache aber ganz anders aus! Ein fotooptimierter Newton erfordert für die visuelle Beobachtung deutlich bessere Okulare und umgekehrt kann es sein, dass du mit einer DSLR gar nicht erst in den Fokus kommst. Das gilt in ähnlicher Weise auch für die Montierung. Was dir visuell mit ein wenig Leidensfähigkeit in Sachen Wackeln an Stabilität genügt ist ein absolutes NoGo für die Fotografie, während du zum reinen Spechteln in den seltensten Fällen eine Montierung der 20kg-Klasse mit Goto usw. benötigst, da würde ich das Geld eher in noch mehr Öffnung investieren.

Aber ein oder zwei Ergänzungen zu deinen Einstiegsfragen hätte ich auch noch...

Obstruktion ist so eine Sache, was dir visuell zum Nachteil werden kann, ist eventuell positiv für die Fotografie. Soll heißen, dass der größere Fangspiegel des Bresser Newtons eventuell noch den DSLR-Sensor ohne all zu große Vigentte ausleuchtet, während das bei den anderen Newtons durchaus negativ auffallen kann. Visuell mag das auffallen, kann das aber nur schlecht einschätzen, wie sehr.

Und ganz nebenbei, mein 8" SC hat eine Obstruktion von über 37%!

Wenn du über deine Montierung schon schreibst, dass es besser ginge, dann lass es mit dem Fotografieren am 8" Newton! Das ganze wird dich mehr frustrieren, denn Spass bereiten (außer eventuell mal ein schnelles Mondbild)

Schau mal im Bressershop unter "Ausstellungsstücke", da findest du den NT-203 derzeit für 280,- und könntest dem dann für 150 € zusätzlich auch nen neuen 2" OAZ mit 1:10 spendieren...
 
Hallo nochmal,
danke für die schnellen Antworten.
Wegen des Doppelposts, ist dieser hoffentlich nur in einem anderen Forum ebenfalls. Ich gehe davon aus, dass doch verschiedene Leute in den unterschiedlichen Foren lesen, deshalb dachte ich, das könnte sinnvoll sein. Ansonsten ist es ein Fehler, für den ich mich entschuldige.
Einen 150/750er habe ich auch schon in Erwägung gezogen, nur sind diese nicht soo viel günstiger als die 200/1000er und da scheint mir der Gewinn an Licht - grad für lichtschwache Objekte - doch erheblich ? Die Probleme wegen F5 hat da man ja trotzdem.
Eher wäre da schon ein 150/900er oder 150/1000er interessant, wobei mir die optischen Qualitäten nicht so klar sind ( Sphärischer Spiegel ? )
Die Montierung wollte ich grad nicht zum Thema machen, die wird irgendwann upgedatet jetzt hab ich eine NEQ5. Ich weiß ist grenzwertig, aber ich bin noch Student und da muss das erstmal reichen, ein Update (EQ6 Klasse) wäre jetzt eindeutig zu teuer.
Tubus (bis 1m) und Montierung (zerlegt) passen noch gut in das Auto und das ist kein Grund einen kleineren Tubus zu wählen. Das Gewicht geht auch noch.

Was das Fotografieren angeht, gebe ich euch natürlich recht, beides schließt sich natürlich aus - jedenfalls wenn man es perfekt haben will. Aber den Anspruch habe ich jetzt noch nicht, dafür taugt auch die Montierung nichts, aber für Planeten oder Mondfotos sollte es taugen können. Zur Not eben mit einer Webcam ;)

Das Thema Obstruktion kann ich eben noch nicht richtig einschätzen, zu wenig Erfahrung, aber von der Theorie her scheint mir weniger Abdeckung eben besser - für visuelle Zwecke.

Das Angebot im Bressershop hab ich gesehen, bei Amazon ist er grad für 291€.
Aber ist die Optik denn besser oder schlechter als zB. der Skywatcher, oder der GSO ?
Der GSO kostet mit Micro OAZ 311€, der Bresser käme dann auf 436€, wobei ich nicht weiss, ob sowas unbedigt sein muss, der OAZ vom SW ist auch schon sehr feinfühlig.

Mir ging es jeztz hauptsächlich um einen Vergleich der unterschiedlichen Tuben ... grade in optischer Hinsicht, eben weil ich selber noch nie durchschauen konnte. Ich will halt hauptsächlich beobachten.

@ Marcus: Ist der 8" SC ein F4 ? Ich kenne das Modell nicht, hast du einen Link ? Wie zufrieden bist du mit der Optik zu Beobachten ?
Du hast recht, ich bin in Sachen Wackeln nicht so anspruchsvoll. Ich tariere alles immer möglichst gut aus, und dann geht es eigentlich recht gut. Ich hatte mal ein 150/1200 SW (fast 7Kg) auf einer NEQ3 und das ging auch gut. Lesen tut man meist aber was anderes ...

Dank + Gruß
Dirk

 
Hallo!

Zitat von Dunmer:
Einen 150/750er habe ich auch schon in Erwägung gezogen, nur sind diese nicht soo viel günstiger als die 200/1000er und da scheint mir der Gewinn an Licht - grad für lichtschwache Objekte - doch erheblich ? Die Probleme wegen F5 hat da man ja trotzdem.
Eher wäre da schon ein 150/900er oder 150/1000er interessant, wobei mir die optischen Qualitäten nicht so klar sind ( Sphärischer Spiegel ? )
Die beiden bieten gegenüber dem 150/750 aber keinen Vorteil bezüglich Licht - gleiche Öffnung, kleineres Öffnungsverhältnis. Alle müßten einen Parabolspiegel haben und werden üblicherweise so beworben. Die kleineren Öffnungsverhältnisse haben die Vorteile, daß die Obstruktion geringer ausfallen kann, die Justage weniger kritisch ist und die Koma kleiner ausfällt als beim 1:5er Öffnungsverhältnis.

Ich hatte mal ein 150/1200 SW (fast 7Kg) auf einer NEQ3 und das ging auch gut. Lesen tut man meist aber was anderes ...
Mein 150/1200 (auch Skywatcher) hat eine EQ-5 drunter und sollte meiner Meinung nach auch nicht schwächer montiert werden. Ich habe extra kein fertiges Paket genommen, sondern mir von Wolfi eines zusammenstellen lassen. Eine klare Nacht fürs First Light wurde weder berechnet noch aufgelistet, aber mitgeliefert. ;)

Grüße

fquadrat
 
Hallo Dirk

Zitat von Dunmer:
@ Marcus: Ist der 8" SC ein F4 ? Ich kenne das Modell nicht, hast du einen Link ? Wie zufrieden bist du mit der Optik zu Beobachten ?

Markus (conehead) hat´s zwar schon geschrieben, 8" SC mit f/10, aber noch mal ne Kleinigkeit zur Zufriedenheit.

Das Teil ist weder für lichtschwache DSO visuell der Kracher, noch ist es die absolute Fototonne und zum Auskühlen braucht es auch ewig, aber ich pers. mag dieses Teil sehr gern! Das hat mehrere Gründe, denn zum einen fotografiere ich mit einer DSLR, die halt im Vergleich zu einigen CCDs einen recht großen Sensor hat und wenn man dann kleine Objekte abbilden will, dann muss halt Brennweite her und die Korrektur der Optik sehr gut sein (der 8" SC hat ca. 2000mm und ist "Komafrei") und da ich visuell meist Sternhaufen, Mond, Planeten anfahre, macht das SC auch dort eine gute Figur.

Wenn man weiss, was man sich mit einem SC antut, dann kann er viel Freude bereiten, aber an deiner Stelle wäre ich zum Beobachten auch eher beim Newton und fotografisch eventuell sogar bei einem kleinen ED-Apo (denn der macht richtig Laune).
 
Hallo,
danke für die Antworten. Ich denke der 8" SC wird ein Mak sein ? Ich hatte mich nur gewundert über die 37% Obstruktion.
Solche Teile sind für mich leider noch nicht in Reichweite ;) , haben aber schon einige Vorteile.

Hat denn schon jemand schon Erfahrungen mit dem Bresser gemacht ?
Da er jetzt grad im Angebot ist, ist das schon eine Überlegung. Bei dem würde mich halt besonders interessieren, ob der eine gute Optik besitzt und wie es sich mit dem OAZ verhält. Zahnstangentrieb lässt ja nichts gutes vermuten, vielleicht weil all die billigen Kaufhausteleskope sowas haben und die schrecklich viel Kippspiel und wenig Präzision haben.
Das muss aber natürlich nicht so sein. Rein technisch ließe sich auch ein venünftiger Auszug mit Zahnstange bauen.

Leider hab ich zu diesem Tubus nicht viel in deutschen Foren gefunden, im Ausland hingegen scheint der recht beliebt zu sein (Techien, Polen, Rumänien, etc.), jedenfalls findet man einige Videos und Beiträge dazu.

Bislang ist ja die Tendenz hier zum GSO, wenn ich das richtig herausgelesen habe ...

Gruß und CS
Dirk
 
Hi Dirk,

das sind alles mehr oder weniger Chinaspiegel die maschinell gefertigt, vllt sogar vom gleichen Band fallen.
Eine seriöse Qualitätszusage für die Spiegel dieser Preislage wirst Du nicht bekommen. Und ohne Meßgeräte wirst Du auch nicht prüfen können, welche Güte der SPiegel hat.

Inzwischen scheint die Qualität deutlich verbessert und nachhaltiger erreichbar zu sein, als es noch vor 10 Jahren war. Wenn Du Glück hast bekommst Du einen sehr guten Spiegel mit 0,9 Strehl aber es gibt immer noch 0,5 Strehl Spiegel im Umlauf.

Weil fotografisch ausgelegte Geräte immer eine höhere Obstruktion haben, also einen größeren Fangspiegel brauchen, würde ich Foto und visuell trennen. In der Größe mit Foto anzufangen ist eh zu viel.

Insofern konzentriere Dich auf die Basics
- ausreichend großer Tubus ist ein Vorteil
- kleiner FS ist ein Vorteil
- OAZ mit Untersetzung ist ein Vorteil
- Spiegelreflektivität hoch ist ein Vorteil

Zubehör dagegen ist von untergeordneter Rolle. Das stellt man eh besser und passender individuell zusammen.

CS
 
Hi Dirk

das mit dem DP ist schon ok. Du möchtest ja viele Infos haben! Wenn du dich nun schon auf den 200/1000 eingeschossen hast, bedenke auch die Montierbarkeit. Vielleicht hast du mal die Gelegenheit, ein solches parallaktisches Setup zu testen. Man muss es mal probiert haben. An meinem C8 schätze ich die kurze Bauform. Nun habe ich auch einen zusätzlichen OAZ von TS montiert und es ist so ein noch vollwertigeres, kompaktes Fernrohr, wo ich auf der Rückseite durchschauen kann. Das Beobachtungsfeeling ist ähnlich wie bei einem kurzen Refraktor, also sehr komfortabel. Die Abbildung ist nicht perfekt aber auch nicht sooo schlecht. Es ist halt ein Kompromissteleskop mit Vor- und Nachteilen. Nun will ich keine Erbsen zählen, aber mein C8 hat 35% Obstruktion. Dafür ist es prima kurz und handlich für 20cm Öffnung! Nun hast du ja auch gemerkt, dass du bei deiner Newton-Auswahl auch Kompromisse machen musst. Es ist eben so, dass man nicht alles Gute beisammen haben kann. Was letztlich für einen wichtig ist, muss man sich überlegen. Von den Newtons hätte ich den GSO genommen, mal ganz intuitiv ohne großartige Begründung. Ganz ehrlich; so ein Teleskopkauf ist auch zum großen Teil eine emotionale Sache abseits aller Rationalität. Also, wenn du dich so auf den 200/1000 Newton eingeschossen hast und den so gut findest, hol ihn dir einfach und teste ihn!!! :-)

clear skies
Christian
 
Hi,
mach Dir kein Kopf. Das ist kein Doppelposting und dir kann keiner verbieten in so vielen Foren zu schreiben, wie Du willst.:)

Eines Vorweg, ich bin Fotograf durch und durch. Aber ich finde Deine Wahl des 8" Newton nicht übel. Ich würde einen nehmen mit dem man mit der DSLR in den Fokus kommt. Fürs visuelle benötigst Du dann eine Verlängerungshülse. Beim GSO ist das der Fall, da ich den selbst noch besitze. Mittlerweile nutze ich ihn nicht mehr, da die Geräte noch fotolastiger geworden sind. (RC, APO) Aber der Newton ist ein schönes Allroundgerät, ohne diese Eigenschaft anderen Geräten abzusprechen.
Ich finde es auch völlig legitim zu sagen , ich möchte beides machen, da Du für Dich noch keine Entscheidung getroffen hast. Ich denke das geht auch gar nicht. Und von Anfang an das Gerät zu finden, welches einen auf immer begleiten wird. Ist meines Erachtens auch gar nicht möglich.
Leider kann ich die zum Bresser und Skywatcher nichts sagen, aber der GSO ist ein schönes Einsteigergerät.

Viel Spaß hier weiterhin
 
Hallo,
danke herzlich für die ausführlichen Tipps.
@ Antares:
zum Thema Chinaspiegel kann ich dir nur recht geben. Allerdings ist der Bresser zB. ein 203er Reflektor und die anderen sind 200er. Ob das nun ein Vorteil oder Nachteil ist (vor allem in Verbindung mit einem größeren FS beim Bresser) wollte ich u.a. herausfinden. Jedenfalls sind sie unterschiedlich ;)
Was du scheibst würde mich zum SW oder GSO bringen. Der SW hat den deutlich kleineren FS (52mm), der GSO den besseren OAZ (aber 63mm FS). Über die Verspiegelung beim SW ist nichts in Erfahrung zu bringen.

@ Christian:
Die Mak´s sind einfach zu teuer, wenn man Öffnung haben möchte (8" sollten es schon sein). Ich würd auch gern einen 10"er oder 12"er Newton nehmen, wenn er in mein Auto passen würde ... ;) (F4 ist keine Alternative wegen der Okulare und des Preises)
Ja, ich denke mit dem 200/1000er steht schon soweit fest, die Frage ist nur eben welcher ...
Ich hatte fast befürchtet, dass es mit einer Bauchentscheidung enden würde, wollte dem aber vorbeugen ;)

Jedenfalls danke für eure Gedanken dazu.

Gruß
Dirk
 
@ Tom:
Danke, finde ich sehr ermutigend. Das prefekte Greät finde ich jetz bestimmt noch nicht, und wenn später auch andere finazielle Mittel da sind, geht es auch besser, zB. mit 2 Teleskopen :D .
Danke für deinen Tip.

Gruß & CS
Dirk
 
Moin Dirk!

Um mit irgendwelchen aufkommenden Optikmythen gleich mal aufzuräumen:

> Allerdings ist der Bresser zB. ein 203er Reflektor und die anderen sind 200er.

??? ?)
8 Zoll (8") sind 203 mm. Meist wird hier der Brutto-Durchmesser angegeben, abzuziehen sind dann noch zweimal 1 bis 1,5 mm Fase, so daß ein solcher Spiegel auf 200 mm Netto-Durchmesser kommt. Hersteller geben mal das eine, mal das andere an. Damit muß man leben, nur nachmessen hilft da.

> Der SW hat den deutlich kleineren FS (52mm)

Das hat mich schon im Einstiegsposting gestört. Den Skywatcher gibt es in zwei Varianten: visuell ausgelegt (mit 52er bzw. 2"-FS, "Explorer-200P") und das Modell, was eher fotografisch ausgelegt ist ("Explorer-200PDS") mit 58er FS.

Links dazu: 200P - 200PDS
 
Die Mak´s sind einfach zu teuer, wenn man Öffnung haben möchte (8" sollten es schon sein).
nun ja, das kann man auch anders sehen. Klar, "die Mak's" sind zwar teuer, aber gemessen an dem Herstellungsaufwand, ihrer Kompaktheit und der großen Öffnung sind sie eine ziemlich günstige Alternative gegenüber Refraktoren. Klar ist aber, dass du als "Einsteiger" mit vielleicht begrenztem Budget besser mit dem Newton fährst.


clear skies
Christian
 
Ich habe mein C8 kürzlich erst für 300 Euronen bei Ebay Kleinanzeigen gekauft und es ist in sehr gutem Zustand.
Ich halte ein C8 für einen Einsteiger für ein sehr gutes Instrument.
Es zeigt schon recht viel und ist einfach in der Handhabung und Bedienung (Klassischer Teleskopeinblick hinten), dazu sind sie recht justagestabil.

Ein Dobson kann für einen Einsteiger durchaus eine Herausforderung sein.
Die Teile wollen oft und genau justiert werden, die Okularposition ist oftmals unbequem, dazu kommt das Gefrickel mit der Reibung und dem Gleichgewicht...

Klar haben die SC Obstruktion, aber ob das schlimmer ist als ein mittelmässiger Chinaspiegel im Dobson???
Ich hatte mir das Teil primär aus nostalgischen Gründen gekauft (war als Schüler mein unerreichbares Traumteleskop) aber der Blick dadurch hat mich sehr positiv überrascht, obwohl ich vom 12,5" Dobson mit 17% Obstruktion durchaus verwöhnt bin :-)

Grüsse Jochen
 
hhhmmmmm... ich finde man muss die Obstruktion gar nicht primär als ein so großes Übel betrachten. Nehmen wir beispielsweise den 200/1000 Newton mit 30% Obstruktion. Klar, das ist recht viel, eigentlich visuell etwas zu viel, aber nur bei einem Vergleich gleicher Öffnung. Also muss man mit Teleskopen gleicher Öffnung vergleichen. Ein APO- oder ED-Refraktor ist dann meist ganz sicher nicht mehr zumutbar. Nur ein optimiertes Newton gleicher Größe wäre besser. Ein Öffnungszuwachs führt die ganze Überlegung aber ad absurdum. Schon ein guter 10" Newton mit 35% Obstr. zeigt mehr! Andersherum zeigt ein 4 bis 5 Zoll ED Refraktor ebend nicht mehr als der 200/1000 Newton und der Newton ist viel günstiger zu haben. Das Gleiche gilt auch für "die Mak's" mit 7",8" Öffnung. Die schlagen locker jeden perfekten 4"APO zu einem Bruchteil des Preises!!




Nach Hörensagen aus den Foren sollen die China-Spiegel in den letzten Jahren deutlich besser geworden sein. Auch die Chinesen, Teiwanesen, etc., lernen stetig dazu und sind bemüht, gute Qualität zu liefern soweit es in der Massenherstellung möglich ist. Es existieren viele Beispielmessungen guter Teleskopspiegel aus der Massenproduktion. Die Chancen stehen also nicht schlecht, einen sehr guten China-Spiegel zu erwischen. Viele Sternfreunde sind auf günstige Angebote angewiesen. Es bleibt also nur eines; der kritische Test des eigenen Teleskops, der eigenen Teleskop-Optik! Ich denke, bei gravierenden Mängeln wird man sich an einen seriösen Händler immer wenden können. Ich schlage also vor, derjenige kauft sich ein günstiges Teleskop, macht sich mit diesem vertraut (Justage) und testet es kritisch. Das würde man bei einer teuren Optik genauso, wenn nicht sogar noch extrem mehr machen, machen lassen!!





clear skies
Christian
 
Moin Christian!

> Es bleibt also nur eines; der kritische Test des eigenen Teleskops, der eigenen Teleskop-Optik! Ich denke, bei gravierenden Mängeln wird man sich an einen seriösen Händler immer wenden können.

Alles soweit richtig, was Du schreibst. Meist hapert es aber daran, daß ein Einsteiger / Anfänger die opt. Qualität nicht einschätzen kann, vor allem, wenn er / sie als Einzelkämpfer ohne Experten vorort unterwegs ist. Das trifft leider für die allermeisten Anfänger zu.
Aus eigener Erfahrung: Ein ehemaliger Vereinskollege hat über drei Jahre gebraucht, bis ihm klar wurde, daß mit dem Spiegel was nicht stimmte. Es war ein GSO-Dobson, und zwar einer aus der Zeit, als alle Welt gegen Skywatcher wetterte. Der Händler hat dann auf Kulanz selbst noch nach dieser langen Zeit den HS kostenfrei und anstandslos getauscht.
Der Fehler fiel übrigens im direkten Vergleich mit meinem damaligen 200/1000er Newton auf. Der war von Skywatcher und lieferte ein super Bild. Mein zweiter Newton war damals das baugleiche Modell von Celestron, ebenfalls völlig in Ordnung. Der dritte Newton (auch von Celestron, zusammen mit dem anderen gekauft) wurde anstandslos 10 Jahre vorwiegend als Foto-Maschine eingesetzt.
 
Zitat von winnie:
Meist hapert es aber daran, daß ein Einsteiger / Anfänger die opt. Qualität nicht einschätzen kann, vor allem, wenn er / sie als Einzelkämpfer ohne Experten vorort unterwegs ist.

Das ist wohl wahr, und wenn es für manche Sternfreunde ausgesucht gute Spiegel gibt muss es ja auch jemanden geben, dem man die Gurken andrehen kann :-)

Grüsse Jochen
 
Hi Dirk,

nein, das täuscht. Da ist kein Unterschied. Du wirst 8" Geräte finden die 198mm optisch wirksame Fläche haben und vllt auch welche mit 203. Und wie groß welcher Spiegel ist, wissen die Händler oft auch nicht.
Ich hab schon 10" gesehen, die tatsächlich nur 244mm verspiegelt hatten - über die Fläche gesehen, macht das mehr als man denkt aus. Seis drum.

Der Obstruktionsunterschied 26 oder 31,5% ist wirklich da. Denn kann man evtl sogar als Einsteiger verifizieren.

Ich greife das Thema Foto Und Visuell nochmal auf. Ich glaube das bedarf nochmal der Beleuchtung.

Ein visuell ausgelegtes Teleskop kann Du optisch optimieren wie z.B. kleiner FS etc. Foto mit DSLR durch den Tubus ist dann ausgeschlossen, weil Du nie in den Fokus kommst.

Ein fotografisch ausgelegtes Teleskop führt visuell automatisch zu Nachteilen, weil Du durch die ganz andere Fokuslage anders bauen mußt. VIsuell kaufst Du Dir damit ff Nachteile zwangsläufig ein:
- größerer Fangspiegel = Kontrastverlust
- OAZ mit hohen Verstellweg oder Verlängerungshülse. Mehrkosten Hülse, mechanische Nachteile (Verkippungsgefahr, Wackeln, OAZ überlastet)

Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, überlege Dir gut, wie Du was gewichtest bevor Du entscheidest. Viele Erfolg.

CS
 
Moin Jochen!

> wenn es für manche Sternfreunde ausgesucht gute Spiegel gibt

Wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß ein großer Händler 10 Kartons mit 8"-GSO-Dobsons aufreißt, um zu testen, was die beste M-/Röhre davon ist. Tja, und was mit den Gurken machen?! :gutefrage:
 
Hallo,
danke für die lebhafte Diskussion, und die wertvollen Einblicke.
@ Antares:
Ich glaube du hast es auf den Punkt gebracht, ich muss mich entscheiden, Foto oder nicht Foto. Ich habe noch einen Skywatcher 200/1200er Dobson, den ich leider nicht in mein Auto bekomme, und von dem bin ich eigentlich schon recht begeistert. Der bringt schön knackscharfe Bilder, aber DSLR geht nicht bei dem Teil, ich komme nicht in den Focus mit meiner Nikon.
Gut, ich werd es noch etwas in meinem Bauch gähren lassen ;)
Für Beobachtung wär dann der SW optimal mit seinem kleinen FS und ansonsten vlt der GSO mit seinem hervorragenden OAZ.

 
Hallo Micha,

da magst du wohl recht haben! Natürlich ist es nicht leicht zu beurteilen, ob die eigene Optik nun absolut perfekt ist. Ich denke aber, dass auch Anfänger nach einer Weile durchaus in der Lage sind zu erkenne ob mit ihrer Optik irgendwas nicht stimmt. Sagen wir mal so Marke .5 Strehl wird sich schon in einem unguten Gefühl bemerkbar machen. Natürlich muss sich der Neuling informieren, wie beispielsweise so ein Sterntest geht. Das ist gar nicht mal so schwierig. Ich gebe allerdings zu, dass es bei mir auch seine Zeit gedauert hat bis ich dafür etwas sensibler geworden bin.



Dirk,

Die OAZ's von GSO kenn ich. Das sind die typischen Taiwan 2"-Crayford-Auszüge. Die sind schon sehr gut. Ideal wäre es, wenn du alle drei Teleskope mal nebeneinander oder zumindest nacheinander beim Händler begutachten kannst. So könntest du im Detail schauen, welcher dir am besten gefällt. Haste denn schon eine Montierung?



clear skies
Christian
 
Hi,
@ Christian:
Ja, es wäre schon optimal, bei einem Händler mal alle 3 Modelle nebeeinander zu sehen. Das Problem ist halt, dass ich keinen Händler hier in der Gegend kenne, der halbwegs gut ausgestattet ist ...
Oder kennt jemand einen empehlenswerten (oder überhaupt einen) Händler im Raum Berlin ?
Ja, eine Montierung hab ich schon, eine EXOS2 mit Motor. Aber das soll jetzt kein Thema sein, wobei der Bresser mit seinen 11,2 kg schon fast zu schwer dafür ist. Die anderen Tuben wiegen knapp 9kg.

 
Hallo Dirk


meines Wissens ist hier in Berlin tote Hose was Händler angeht. Im Süddeutschen Raum findet sich mehr. Im September ist auch die AME, eine Astromesse, die aber leider meilenweit, quasi diagonal durch Deutschland durch, entfernt ist. Jaja, nee, besser ist's wohl, sich einfach ein oder auch zwei Tuben kommen zu lassen. Das Benzin, das man bei der Reise zu einem Händler verballert, kann man auch locker für eine eventuelle Rücksendung einplanen.

Ganz ehrlich, der Bresser scheint etwas massiver gebaut zu sein. Schade, dass er nicht so verbreitet ist, denn er scheint gar nicht mal so schlecht zu sein. Mir gefällt der Bresser-Style insofern was die Fotos an Interpretation zulassen.


cs
Christian
 
Hi,
@ Christian:
Seh ich genauso. Wobei die AME würd mich narürlich schon interessieren ...
Ja, der Bresser scheint echt gut verarbeitet zu sein. Ich hatte auch mit denen deshalb telefoniert - was ich ganz toll fand, dass die das noch machen, toller Service. Eigentlich sollte man schon deshalb den Bresser kaufen ;)
Na jedenfalls ist bei dem so ziemlich alles aus Metall, auch zB. der obere Ring, der bei SW aus Plastik ist. Auch die Spiegelzelle hat einen verstärkten Rand, so dass man den Tubus nicht auf die Einstellschrauben stellt. Einen praktischen Alu Tragegriff hat er auch noch. Die Prismenschiene ist Edelstahlverstärkt. Der Spiegel kommt definitiv nicht von Syntha oder GSO und mag ebenfalls etwas dicker sein (= längere Auskühlzeit). Ursprünglich hat er auch mal knapp 400€ gekostet. Schade, dass nur er den Zahnstangenauszug hat.
Summa sumarum wiegt er aber 11,2 Kg und das bekomme ich mit meinen Gerwichten an der EQ5 nicht mehr gekontert. War schon bei 9,5 Kg knapp zu bewerkstelligen. Und ein extra neues 5Kg Gewicht zu kaufen mag ich jetzt auch nicht, abgesehen von der Belastung für die Monti ...

Dank + Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Uwe,

na von einem reichhaltigen Second-Hand-Angebot im Teleskopbereich ist mir da noch nix aufgefallen in den letzten 9 Jahren...

Sehr wohl aber tatsächlich natürlich die Bauarten/ Marken der Teilnehmerteleskope an sich - da ist praktisch ALLES da. Das ist mir die letzten Jahre verstärkt aufgefallen.

Schöne Grüße

Norman
 
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