Notwendige Verkürzung eines 10" Newton !?

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Hallo Horst,
ich hatte zwar 2Jahre Mathe und Geo, aber mein Schwerpunkt war das nicht(leider).

Aber dafür gibt es ja euch Spezialisten :applaus:

Ich hab Deinen Kommentar überflogen und auf den ersten Blick ist es genau das, was ich brauche. Ich hatte bisher immer Schwierigkeiten mit dem Brennnpunkt der KKs. Durch die Zeichnung
wird vieles klarer.
Vielen Dank auch an alle anderen.
Bei uns ist Bastelwetter.

Zur Lagerung:
Rat eines Optikers: Spiegel soweit möglich immer waagrecht
lagern(aber dann gegen Staub usw. schützen.

LG Jochen
 
Hallo Horst,

man sollte die Obstruktion nicht größer machen, als sie nötig ist.
So wie Du das aufzeichnest oder auch "My Newton" auswirft, sind aber zwei bis drei mm mehr FS-Durchmesser (kleine Achse) als absolut zwingend erforderlich meines Erachtens nicht ganz unnötig.
Die offensichtlichste Schwäche von Fangspiegeln ist immer wieder ein Qualitätsproblem am Rand. Wählt man den FS zu knapp trägt das zur Abbildung bei und kann (!) mehr verderben als ein geringfügig höherer Obstuntionswert. Auch schadet es nicht, etwas mehr Ausleuchtung zu haben.

Ich habe einen 12 + 6 Zöller bei dem der 6" Spiegel einen 53 mm großen Fangspiegel zu verdauen hat. Das Spiegelset ist von der Qualität her sehr gut und stellt manchen 6-Zöller von der Stange mit geringerer Obstruktion in den Schatten. Erst ein optimierter 6" f/6 Newton mit gutem, kleinem 40 mm Fangspiegel und einem Hauptspiegel von ähnlich guter Qualitätkann ihn im Hochvergrößerungsbereich schlagen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die grundsätzliche Qualität machts, nicht 3% mehr oder weniger Obstruktion.
Dennoch wählt man den FS ohne Not nicht größer als er für eine gute Ausleuchtung sein muss. Dabei mag visuell durchaus deutlich weniger Ausleuchtung akzeptabel sein als fotografisch.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo günther,
ich verwende den Newton ausschließlich zur Fotografie.
Kamera ist wie gesagt die Atik 383 .
Welches Maß hätte dann der optimale FS hinsichtlich
Abschattung ?

LG jochen
 
Hallo Günther,

wenn man den Fangspiegel etwas größer wählt, um einen fehlerhaften Rand nicht wirksam werden zu lassen, dann sollte man konseqenterweise den Rand zukleben. Bei der Abbildung nur knapp neben der Bildmitte, noch bevor die Vignettierung beginnt, trägt sonst dieser Rand zur Abbilung bei und das wollte man doch vermeiden. Ich habe noch keinen Newton gesehen, bei dem der Fangspiegelrand zugeklebt worden wäre. Bei einem Neugerät kann man das auch nicht erwarten. Sonst würde der Händler praktisch zugeben, dass mit dem Fangspiegel etwas nicht in Ordnung sein könnte. Was sagt hier der Fachmann?

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Kurt,

was der (Optik)Fachmann sagt, weiß ich nicht.
Noch weniger weiß ich, was der (Astrofoto)Fachman sagt.

Mir ist in der visuellen Praxis nur aufgefallen, dass bei Optimierungsversuchen sehr schnell der Schuss nach hinten losgehen kann, wenn der Fangspiegel zu klein wird.
Man kann auf letzte Rille gehen, sodass die Justierung absolut stimmen muss, damit kein Licht am FS vorbeirauscht (und z.B. an der rauen Fase Streulicht verursacht) oder eben ganz moderat einen Millimeter oder auch zwei zugeben. Dabei verliert man nach meiner Erfahrung nichts, man gewinnt ein paar "Freiheitsgrade".

Ich meine, die Feststellung treffen zu dürfen, dass die Obstruktion z.B. gegenüber der grundsätzlichen Qualität der Optik völlig unnötig viel zu hoch gehängt wird.
Qualität schlägt geringe Obstruktion und erst bei gleicher Qualität schlägt geringe Obstruktion hohe Obstruktion.
Dabei geht es immer und ganz grundsätzlich um gleiche Öffnung.
Mein bester und wirklich gut optimierter 6-Zöller mit Strehl +0,9 schlägt einen so eben beugungsbegrenzten 8-Zöller bei gleichem Justierzustand im direkten, fairen Vergleich nicht.

Gruß
*entfernt*

 
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Hallo,

naja, bei meinem 10" Skywatcher hat der Fangspiegel einen Durchmesser von 82 mm .
Ist schon eine mächtige Obstruktion, aber man will ja auch alles was vom HS kommt zum OAZ umlenken.

Ich habe mich noch mal mit der Parabel auseinander gesetzt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Quattro%2010S/Parabel%204.jpg

Mit dieser Formel kann ich die Tiefe des Spiegels berechnen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Quattro%2010S/Parabel%202.jpg

Das Maß X ist bei einem 10 " mit 1000 mm Brennweite glech 4,03 mm . Wenn man am Teleskop misst,
dann ja nur am Rand vom Spiegel.

Wenn es mal genau sein soll, dann muss auch dieses Maß Berücksichtigung finden.

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Oben zeigte ich ja schon mal den schwarz gestrichenen Fangspiegel.

Hier mal ein Foto, in den OAZ hinein fotografiert.


Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Quattro%2010S/Fangspiegel%20Lakierung.jpg

Mit Sicherheit weniger sekundäres Licht in die Kamera.

Jetzt muss erst mal wieder eine CS-Nacht sein, um zu sehen wie sich die Optimierungen auswirken.

Gruß
Horst







 
Hallo Horst,

wenn Du es ganz genau machen willst, musst Du zuerst die Brennweite des Spiegels ermitteln. Die kann durchaus merklich vom Nennwert (1000 mm) abweichen.
Geht z.B. mit Mondlicht und Butterbrotpapier auf den Auszug spannen. Anschließend Abstande messen und dann Pfeiltiefe rechnen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Horst,

Du solltest auch die Vignettierung des Okularauszuges (in Abhängigkeit der Position des Auszugsrohrs) und die Vignettierung des Korrektors (Und dessen Position im Strahlengang!) mit einbeziehen.

Da diese Vignetierungsquellen näher am Fokus liegen, haben diese einen stärkeren Einfluss als der Fangspiegel unter gewissen Umständen. Der Lichtabfall zum Rand hin ist deutlich schärfer als der eines etwas zu unterdeminsioniertem Fangspiegel.
Bei vielen kommerziellen Newtons wird dem nicht ausreichend Rechnung getragen!

Deshalb habe ich den Auszug und Komakorrektor selbst angefertigt.

Mein Selbstabau Newton hat 10" F/5 bei einer Fangspiegelgröße von 78mm.

Der Okularauszug hat eine Öffnung von 60mm und der Komakorrektor 48mm.

Das gibt bei meiner fotografisch ausgelegten Fokusposition einen zu 100% ausgeleuchteten Bildkreis von 21mm (8300er Chip, 95% bei 30mm Bildkreis und 86% bei 42mm Bildkreis.

Dies fällt in der Praxis so gut wie nicht ins Gewicht.

Gruß,

STephan
 
Hallo zusammen.

gestern Nacht war Wetter, und ich habe mit dem Newton
( Skywatcher Teleskop N 250/1000 Quattro-10S Stahltubus OTA ) mein "first-light" machen können.

Als Bildfeldebner den RCC I von Baader.

Nachdem ich noch mal im aufgebauten Zustand eine Kollimation mit dem Laser durchgeführt habe,
war dann M44 dran.

Aufgenommen habe ich mit der EOS 60Da bei ISO800 und einer Belichtungszeit von 5 Sekunden.

Hier ein Einzelfoto, etwas runtergepixelt, aber nicht verkleinert.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/M%2044/1__0008_2.jpg

210 Aufnahmen habe ich gemacht und mit Fitswork bearbeitet.
Eine Schärfung habe ich nicht durchgeführt.

Hier das Ergebnis.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/M%2044/Summe%20M44_5.jpg

Der schwächste Stern, der noch zu sehen ist hat eine Helligkeit von 18,0m.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/M%2044/Vergleich%20Stern%20USNO-B1.0%201093-0164328%20-%2018%2C0m.jpg

Und zuletzt noch ein Vergleich mit Aladin Lite.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/M%2044/Vergleich%20Galaxie%20PGC2800946%20-%20mit%20Aladin%20Lite.jpg

Der Chip der EOS 60 Da hat eine Diagonale von 26,8mm.

Das Ergebnis ist für mich ok.

Gruß
Horst







 
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