Christian_P
Aktives Mitglied
Hallo miteinander,
hier mal ein simples, stark vereinfachtes Modell zum Thema Sampling. Das ist sicherlich nichts Neues, aber durchaus aufschlussreich.
Der Einfachheit halber nehmen wir nur punktförmige Objekte an, die ebenfalls wieder ideal punktförmig auf dem Sensor abgebildet werden. Der Sensor wird ebenfalls als ideal angenommen, das heißt, da, wo ein Lichtpunkt einfällt, wird nur dieses Pixel hell. Weiterhin sei die einzige Eigenschaft der Optik, die für die Detailauflösung verantwortlich ist, das Auflösungsvermögen der Optik.
D = Objektivdurchmesser der Optik [mm]
F = Brennweite der Optik [mm]
N = Öffnungszahl
S = Sampling [Bogensekunden/Pixel]
P = Kantenlänge eines Pixels [µm]
R = Auflösungsvermögen [Bogensekunden]
Es gilt
R = 120/D
S = 206*P/F
F = N*D
Link zur Grafik: http://diffraction.de/astronomy/theory/sampling.png
Für die eindeutige Trennung zweier Objekte ist es notwendig, dass zwischen den beiden Lichtpunkten auf dem Bildsensor noch ein Pixel schwarz bleiben muss. Diese Situation findet sich im linken Teil des Bildes. Dort auf jeden Fall für alle Lichtpunkte auf dem Kreis in dieser Lage.
es ist 2*S = R = 120/D, also S = R/2 = K/D mit K = 60
oben hatten wir S = 206*P/F und F = N*D, also ist S = 206*P/(N*D)
Nun folgt S = K/D = 206*P/(N*D) = S
und weiter N = (206/K)*P = A*P
mit A = 206/K = 206/60 ~ 3.4
Nun verkleinern wir den Kreis so weit, dass der obige linke Zustand immer noch für fast alle Punkte des Kreises gilt, mit Ausnahme der Eckpunkte des Pixelquadrats.
dann ist K = 120/sqrt(2) = 60*sqrt(2)
also A = 206/K ~ 2.4
A in der Formel N = A*P liegt also ungefähr zwischen 2.4 und 3.4.
Für P = 3.75µm ergibt sich also ein Bereich der Öffnungszahlen von N ~ 9 bis N ~ 13 für eine Anbindung der Kamera für dieses stark vereinfachte Modell.
Viele Grüße,
Christian
hier mal ein simples, stark vereinfachtes Modell zum Thema Sampling. Das ist sicherlich nichts Neues, aber durchaus aufschlussreich.
Der Einfachheit halber nehmen wir nur punktförmige Objekte an, die ebenfalls wieder ideal punktförmig auf dem Sensor abgebildet werden. Der Sensor wird ebenfalls als ideal angenommen, das heißt, da, wo ein Lichtpunkt einfällt, wird nur dieses Pixel hell. Weiterhin sei die einzige Eigenschaft der Optik, die für die Detailauflösung verantwortlich ist, das Auflösungsvermögen der Optik.
D = Objektivdurchmesser der Optik [mm]
F = Brennweite der Optik [mm]
N = Öffnungszahl
S = Sampling [Bogensekunden/Pixel]
P = Kantenlänge eines Pixels [µm]
R = Auflösungsvermögen [Bogensekunden]
Es gilt
R = 120/D
S = 206*P/F
F = N*D
Link zur Grafik: http://diffraction.de/astronomy/theory/sampling.png
Für die eindeutige Trennung zweier Objekte ist es notwendig, dass zwischen den beiden Lichtpunkten auf dem Bildsensor noch ein Pixel schwarz bleiben muss. Diese Situation findet sich im linken Teil des Bildes. Dort auf jeden Fall für alle Lichtpunkte auf dem Kreis in dieser Lage.
es ist 2*S = R = 120/D, also S = R/2 = K/D mit K = 60
oben hatten wir S = 206*P/F und F = N*D, also ist S = 206*P/(N*D)
Nun folgt S = K/D = 206*P/(N*D) = S
und weiter N = (206/K)*P = A*P
mit A = 206/K = 206/60 ~ 3.4
Nun verkleinern wir den Kreis so weit, dass der obige linke Zustand immer noch für fast alle Punkte des Kreises gilt, mit Ausnahme der Eckpunkte des Pixelquadrats.
dann ist K = 120/sqrt(2) = 60*sqrt(2)
also A = 206/K ~ 2.4
A in der Formel N = A*P liegt also ungefähr zwischen 2.4 und 3.4.
Für P = 3.75µm ergibt sich also ein Bereich der Öffnungszahlen von N ~ 9 bis N ~ 13 für eine Anbindung der Kamera für dieses stark vereinfachte Modell.
Viele Grüße,
Christian