Aufbau meiner Sternwarte

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Hallo zusammen,

gestern habe ich die LX850 auf der Säule montiert.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015-Februar/1-IMG_3764%20red.jpg

Am Abend gab es mal einige Wolkenlücken, und ich konnte schon mal grob nach Norden ausrichten.

Einen Polsucher gibt es bei der LX850 leider nicht. Eigendlich schade.

In der hohlen RA-Achse sind Anschlussleitungen verlegt.

Da kann man nur hoffen das die "Park-Position" eine gute Übereinstimmung mit den Prismenbefestigungen
für's Guiding und Teleskop hat.

Die Montierung war bisher noch nicht eingeschaltet.

In der nächsten klaren Nacht folgt dann die Inbetriebnahme und das Scheinern.

Auch bietet die LX850 ein automatisches " Drift Alignment".

Wie ich das so lese in der Anleitung Seite 42, ist das ein automatisches Scheinern. Die Starlock-Kamera
macht dabei Aufnahmen, und die Autostar II ( Handcomputer ) gibt Korrekturen für das Einstellen am
Ausrichtbolzen und Polhöhe angeben. Bin mal gespannt wie das funktioniert.

Ich werde berichten.

Hier ein Foto, wo man sehen kann, das unter der Kuppel auch noch Platz für grüßere Teleskope vorhanden ist.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015-Februar/1-IMG_3753.JPG

Gruß
Horst

 
Hallo Horst,

was ist der Grund für die langen Gewindestangen zwischen Säule und Montierung? Bei mir sind es gerade mal vier oder fünf Gewindegänge, eben gerade genug, um die Montierung nivellieren zu können. Da ich in letzter Zeit öfters solche Anordnungen sehe, bei denen ich nicht weiß, was der Hintergedanke war, wollte ich Dich doch einmal fragen. Ich war bisher der Ansicht, dass man von der Stabilität der Säule nichts verschenken soll, auch wenn die Rest-Stabilität mit langen Gewindestangen ausreichen sollte. Welchen Vorteil bietet Deine Konstruktion?

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Horst,

zwei Bilder weiter oben hast du doch deine Ablage??!!

Zu den Gewindestangen, dass würde mich auch Interessieren.
Was den Beton angeht, soll niemand geizen, aber kurz vor Schluss wird Stabilität an den Gewindestangen verschenkt.

Mark
 
Hallo Kurt und Mark,

Auf dieser Säule hatte ich ursprünglich die AZ-EQ6 GT. Sie sollte aber auf jeden Fall einen Durchmesser
von 30 cm bekommen. Hätte ich sie höher gemacht, dann hätte ich nicht mehr durch den Polsucher
sehen können. Das habe ich vorher mit dem Stativ ausprobiert.

Bin gerade dabei die LX850 zu scheinern.

Das automatische "Drift Alignment" funktioniert nicht gut, weil die Montierung im Süden und Osten
Sterne sucht, wo aber kaum helle Sterne sind. Nach dem sie noch in 45 Minuten nichts gescheites
gefunden hat, habe ich es aufgegeben, und mich entschlossen manuell zu scheinern.

Ich mache es das erste mal.

Mal sehen wie es klappt.

Gruß
Horst
 
Hallo zusammen,

die erste Nacht war nicht so erfolgreich. Doch heute klappte es etwas besser. Wie ich hier geschrieben habe.

Auch das Guiding mit der Starlock hat funktioniert. Ich habe das Leitrohr mal für 5 Minuten verschlossen.
Die LED blinkte, und zeigte an, dass das Guiding nicht in Betrieb war. Danach habe ich den Deckel wieder
entfernt, und in etwa 30 Sekunden war wieder eingelockt.

Von M44 habe ich mal 20 Aufnahmen gemacht mit ISO 200 und 120 Sekunden Belichtungszeit. Mit der Ausrüstung
wie oben zu sehen, und der EOS 60Da.

Hier das Ergebnis. Mit Fitswork bearbeitet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Summe%20M44_9.jpg

LG und CS
Horst
 
Hallo zusammen,

der Mark hat das Wort Ablage gebracht.

Da kam mir die Idee doch noch eine Ablage zu bauen.

Mein Sohn hat auf seiner selbst gebauten CNC-Fräse mir eine Ablage gefräst aus den übrig gebliebenen
Rest von der Kunststoffplatte für die Laufringabdeckung.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20M%C3%A4rz/Ablagering%201.jpg

Ein Ring aus Polystyrol schützt vor Herunterfallen.

Die Montierung musste dann noch mal abgebaut werden, so dass die Ablage mit 4 Auflagewinkel an der Säule
befestigt werden konnte. Für Stecker der 12V-Versorgung für Heizmanschetten habe ich ein ausreichend
großes Loch in die Ablage gebohrt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20M%C3%A4rz/S%C3%A4ule%20mit%20Ablage%202.JPG

So sieht es dann fertig aus. Da ich noch mit der EOS 60Da und Handfernbedienung arbeite, kann ich diese bei
den Aufnahmen dort gut ablegen. Auch der Handcomputer der LX850 kann dort gut abgelegt werden.

LG und CS
Horst



 
Hallo Horst,

durch den Bau meiner geplanten Sternwarte, möchte ich natürlich auch das Optimum an Verkabelung herausholen.
Deswegen möchte ich auch eine PokaYoke bei dem 12V Anschlüssen machen. (bisher war es ein normaler 12V Anschluss)

Deswegen die Frage, was sind das für Cinch- Anschlüsse?
Also die oberen leuchten mir ein und kenne ich auch, aber die unteren sagen mir nichts.
Kannst du mir zu denen einen Link schicken, wo ich die finde. Sicherlich gibt es dazu auch Stecker?
Warum hast Du Dich für die Cinch Variante entschieden und nicht für bsp. Bananen-Stecker?
Ich nehme an, die sind auch 12V geeignet?

Für was machst Du noch mal die Ringe da dran?

Danke Dir für eine Antwort.

Grüße,
Ronny
 
Hallo Ronny,

sorry, dass ich mich erst so spät melde.

Die Ringkerne verhindern hochfrequente Gleichtaktströme an dieser Stelle. Ich habe als 2tes Hobby
noch den Amateurfunk, und da ich auch mal sende während die Sternwarte in Betrieb ist, machen solche
Ferritringe Sinn, um Beeinflussungen zu reduzieren.

Chinch-Anschluss wird auch bei Tauschutzbändern verwendet, und die andere 12V-Steckverbindung
( 5,5mm koaxial ) z.B. als Spannungsversorgung für Meade.

Zumindest sind Stecker für Selbstmontage leicht zu kaufen.

LG und CS
Horst
 
Hallo zusammen,

eine weitere Idee ist, für kalte und feuchte Tage die Temperatur in der Stermwarte um eine geringe
Differenz zur Außentemperatur anzuheben.

Natürlich nur für die Zeit der Nichtbenutzung.

Ich möchte Experimentieren mit einem Differenzregler, den ich mir in den letzten Tagen aufgebaut habe.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20Mai/Differenzregler%20%20Montage.jpg

Dafür stelle ich einen Heizlüfter auf, der einerseits mit seinem eingebauten Regler die Maximaltemperatur
begrenzt, aber nur dann mit 230 V vesorgt wird, wenn zwischen Innen- und Außentemperatur eine eingestellte
Differenz unterschritten wird.

In die Elektrozuleitung zur Sternwarte habe ich auch einen Arbeitszähler ( kWh ) eingebaut. Mal sehen was
ich dann mit dem Heizer verbrauche.

LG und CS
Horst

 
Hallo Horst,

nimm dafür keinen Heizlüfter, sowas mit 1500 Watt ist bei einem Freund im zweiten Winter mit der Sternwarte abgerannt ist, als der Lüfter mal nicht mit anlief! Ducrch Staubanhaftungen am Propeller und Spinnweben.

Seid 8 Jahre hat er jetzt einen 1500 Watt Heizconverter von StiebelEltron, nach dem einschalten spürt man schon nach 1 Minute die Wärme an der gegenüberliegenden Wand.
Die regeln sich selbst, da die kühlere Luft beim Rückstömen ins Gerät den Thermostaten bei der vorgewählten Einstellung schaltet.

Sowie einen Thermostat gesteuerten Lüfter, der im Hochsommer die Innentemperatur in Grenzen hält und so den Temperaturausgleich in der Sternwarte beschleunigt!

Gruß Günter
 
Hallo Horst,

Als Alternative für einen Heizlüfter würde ich einen Luftentfeuchter vorschlagen.
Dieser braucht weniger Strom und verhindert auf max 70%-80% Luftfeuchtigkeit zuverlässig Kondensation.

Viele Grüße,

Stephan
 
Hallo,

mein Arbeittisch in der Sternwarte macht Fortschritte.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Montierung%20und%20Steuerung%20mit%20Ablagetisch/Austattung%201.jpg

Am linken Boschprofil führe ich die Datenleitungen hoch. Dazu habe ich dort ein
40 mm HT-Rohr angeschraubt. Darin ist das überschüssige Kabel gefaltet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Montierung%20und%20Steuerung%20mit%20Ablagetisch/Datenkabel%201.jpg

Die Zuführung der Leitungen erfolgt im Beton, so dass man nicht darüber fallen kann.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Montierung%20und%20Steuerung%20mit%20Ablagetisch/Leitungszuf%C3%BChrung.jpg

Derzeit führen 3 Kabel zur Säule und Montierung. Ein RS232-Kabel für die StarLock, eine USB-Verlängerung
und ein USB-Anschlusskabel.

Weiter habe ich auch noch den oben beschriebenen Temperaturdifferenzregler am Boschprofil montiert. Der
eine Fühler ist nach außen geführt. Für den Innenfühler muss ich dann entsprechend dem Heizgerät noch
einen Platz suche,. so dass er auch eine thermische Rückführung ( Beaufschlagung ) bekommt.

Am kommenden Wochenende will ich dann mal den Fußboden mit Betonfarbe streichen, wenn das Wetter
gut ist.

LG und CS
Horst




 
Hallo Horst,

danke für das Update. Wir beide bauen ja so in etwa unsere Sternwarten parallel. Für den Boden habe ich vor ein paar Tagen folgendes gemacht: Ich habe auf dem Fußboden einen zusätzlichen Bodenbelag verlegt und zwar 10mm dicke Gummimatten (200x125cm). Jetzt steht man viel bequemer, Schritte werden deutlich besser schwingungsgedämpft, wenn etwas runterfällt ist das Risiko eines Schadens geringer und zusätzlich wird auch die Akustik in der Warte angenehmer. Damit wird die Nutzungsqualität in der Sternwarte deutlich gesteigert. Allerdings dünsten die Gummimatten noch sehr stark aus, weshalb ich wohl eine Weile das Fenster gekippt lassen muss.
Die Matten lassen Wasser durch, sind aber antibakteriell bzw. können nicht schimmeln. Vielleicht ist das eine Idee statt der Betonfarbe.

Ein Bild gibt es hier: Link zur Grafik: http://friolzheim.dyndns.org/images/astro/sternwarte/Boden.JPG
 
Hallo Horst,

super Sternwarte hast Du Dir da gebaut. Respekt.
So was hätte ich auch gerne. Jedes mal neu aufbauen und ausrichten ist ziemlich nervig und zeitraubend. Leider habe ich den Platz für eine Sternwarte nicht😰😰😰

Grüße und CS
Markus
 
Hallo zusammen,

heute möchte ich Euch mal 2 Fotos zeigen.

Hier mal die wüste Baustelle mitte Juni:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20Juli/Innenausbau%20-%201.jpg

Den Boden habe ich 2 mal mit Betonfarbe gestrichen. Als Untergrund für einen möglichen Bodenbelag.
Da bin ich noch am Suchen.

Die abschließende Verdrahtung der Kuppelelektronik ist noch nicht fertig. Ich bewege derzeit alles von Hand.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20Juli/Innenausbau%20-%202.jpg

Zumindest habe ich aber schon mal erreicht, dass am Boden keine Kabel mehr liegen.

Eine dimmbare Beleuchtung habe ich ebenfalls eingebaut.

Auch bei diesem Foto kann man sehen, dass die Spiegelhalterung dicht am GPS-Empfänger ist.
Der Empang wird dadurch erheblich negativ beeinflusst.

Ich habe in einigen Beträgen gelesen, dass über Säulendurchmesser gesprochen wurde.

Bei mir hat die Säule ein Durchmesser von 30 cm bei einer Höhe von 60 cm. In die Erde geht
es dann noch mal bis 80 cm.

Lg und CS
Horst
 
Hallo zusammen,

das was ich mit der Sternwarte erreichen wollte, habe ich auch
geschafft. In kurzer Zeit ist man am Himmel einsatzbereit.

Heute um 22:35 Uhr kam mir die Idee vom Mond Fotos zu machen.

nach 2 Minuten habe ich die Warte aufgeschlossen und mit Strom
versorgt. Während des Hochfahrens und Ausrichten der Montierung
habe ich den Shutter geöffnet und zum Mond ausgerichtet.

An die EOS 60 Da die RCC I montiert und im Tubus vom 10 Zoll
Newton vergraben.

Nach den Feineinstellungen der Position und Schärfe konnte ich
dann um 22:48 Uhr das erste Foto machen.

Nach nur 13 Minuten hier das Ergebnis der ersten Aufnahme mit
Fitswork bearbeitet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/Mond/2015-08-31.jpg

Bis Mitternacht habe ich noch weitere Fotos und Videos mit der
Skyris 132 C gemacht. Gegen Mitternacht wollte ich Schluss machen.

Alle Systeme runter gefahren, und nach etwa 3 Minuten war ich wieder in der Wohnung.

Jetzt ist es 00:55, und ich gehe Schlafen.

Gruß
Horst
 
Hallo,

inzwischen habe ich es mir in der Sternwarte etwas wohnlich gemacht.

Sie einen Teppichboden bekommen.

Auf dem Hof großzügig ( 1 cm Luft ) zugeschnitten.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20-%20September-Oktober/IMG_1149%20red.jpg

Der Rest vom Rohr für die Säule diente als Schablone.

Um ihn verlegen zu können musste er natürlich noch mal eingeschnitten werden.

Dieser Schnitt liegt dann in südlicher Richtung.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/2015%20-%20September-Oktober/IMG_1153%20red.jpg

Beton ade - Teppich juchhe !

Gruß
Horst

 
Hallo,

Wassereinbruch im Bereich des Türschlosses.

Schon vor einigen Tagen ist es mir aufgefallen das bei längeren Regenschauern im Bereich der Tür,
in der Sternwarte Wasser war. Es zeigte sich, dass es durch das Türschloss kam.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Wassereinbruch%20t%C3%BCr/Foto%201%2B2.jpg

Nachdem ich das Türschild abgebaut hatte, sah es von außen so aus.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Wassereinbruch%20t%C3%BCr/Foto%203%2B4.jpg

Schon ordentlich viel Dreck nach einem Jahr. Nach dem Ausbau des Schlosses konnte ich sehen,
dass das Wasser nahezu ungehindert hineinfließen kann.

Also irgendwie abdichten.

Am Schloss mit Silikon, und am Türgriff mit dem guten Getriebefett, damit nichts festfrieren kann.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Wassereinbruch%20t%C3%BCr/Foto%205%2B6%2B7.jpg

Mit Fett und Silikon habe ich dabei nicht gespart.

Alles wieder zusammengebaut und gesäubert.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Wassereinbruch%20t%C3%BCr/Foto%208%2B9.jpg

Es wird sich zeigen ob alles dicht ist . Regen haben momentan ja genug.

LG und CS
Horst




 
Hallo zusammen,

Rost -- Der Feind der Beständigkeit !!

Schon nach wenigen Wochen ist mir Ende letzten Jahres aufgefallen, dass die Stützrollen für den
shutter nicht vollkommend rostfrei sind. Eine Nachfrage beim Lieferant der Sternwarte ergab als
Antwort: " Aus Polen gibt es an dieser Stelle nichts besseres" Es soll sogar vor Monaten noch
Schlimmer gewesen sein.

Hier mal einige Fotos der Stützrollen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/St%C3%BCtzrollen%20alt%20-1.jpg

Die schlimmsten Rollen sahen so aus.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/St%C3%BCtzrollen%20alt%20-2.jpg

Die spontane Reaktion des Lieferanten der Sternwarte war, dass machen wir rostfrei.

Ich habe dann einen Rollensatz ausgebaut, und zur Nachkonstruktion zur Verfügung gestellt. Die Maße müssen
natürlich stimmen.

Nach einer Konstruktions und Reifezeit sind dann komplett rostfreie Stützrollen entstanden.

Vor einigen Tagen bekam ich dann die Rollen, um eine Probemontage zu machen. Es zeigte sich, dass noch ein
wenig geändert werden musste. Aber das war für mich als gelernten Werkzeugmacher absolut kein Problem.

Das sind nun die fertigen Rollen für meine Sternwarte.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/Rollensatz%202.jpg

Bereits vorhandene rostfreie Schrauben, Muttern und Abstandshüsen wurden wieder verwendet. Doch durch die
neue Konstruktion dann noch etwas kräftiger, und natürlich komplett rostfrei. Auch die Kugellager !

Hier ein Rollenpaar.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/St%C3%BCtzrollen%20neu%20-1.jpg

Durch Unterlegscheiben auf der GFK-Fläche habe ich jetzt die Stabilität und Festigkeit zusätzlich verbessert.
Das war in der mitgelieferten Aufbauanleitung der Sternwarte nicht eindeutig ( oder garnicht ) beschrieben.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/St%C3%BCtzrollen%20neu%20-2.jpg

So sehen dann die Rollen montiert aus. Die große Scheibe ist eine Karosseriescheibe. Zusätzlich noch je eine
Federscheibe.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/St%C3%BCtzrollen%20neu%20-3.jpg

Hier mal ein Vergleich von Alt und Neu.


Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/Vergleich%20alt-neu.jpg

Und ein weiteres Foto.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Rostfreie%20St%C3%BCtzrollen/Beitrag%20Forum/St%C3%BCtzrollen%20neu%20-5.jpg

Damit ist für mich erst einmal die Arbeit erledigt. Vier Stunden haben wir benötigt, um die Rollen auszutauschen.
Teilweise hat mir dabei mein Sohn Sören geholfen.

Ich bin mir sicher, dass ich hier nie wieder Rost sehen werde.

LG und CS
Horst







 
Hallo,

zum Monatsanfang beobachtete ich nach einer kalten Nacht eine Betauungdes Innenbereiches
der Sternwarte. Die Montierung und das aufgesetzte Teleskop waren vollkommen betaut. Wie
ich am 19.05. schon mal zeigte, habe ich einen Differenztemperaturregler aufgebaut. Er regelt
einstellbar einen geringen Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innentemperatur.

Den Fühler für Außen habe ich im Bodenkranz der Sternwarte geschützt untergebracht.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Beheizung%20und%20Enttauung/Differenzregler%201.jpg

Der Innenfühler befindet sich im Luftstrom des Heizlüfters. Diesen habe ich auf die geringste
Leistungsstufe gestellt. Der warme Luftstrom sorgt für eine termische Rückführung der Regelung.

Aus dem Mollier h,x-Diagramm vom Wasser kann man sehen, dass bei einer Temperatur von ca. 10 °C
eine Erhöhung von 2 Grad die relative Feuchtigkeit um ca. 10 % reduziert.

Zu jeder Wetterbedingung gehört auch eine Taupunkttemperatur. Fällt die Temperatur unter diese,
oder erhöht sich der Wassergehalt in der Luft, dann fällt auf den kalten Oberflächen Wasser aus.

Etwas, dass wir auf keinen Fall wollen.

Meine erste Idee war, zu bestimmten Zeiten und Tagen mit einer Schaltuhr diese Beheizungsregelung
einzuschalten.

Anfang November habe ich damit begonnen.

In meiner Zufuhr zur Sternwarte habe ich auch einen kWh-Zähler. Bis gestern zum 18. Novermber, also
in 18 Tagen habe ich mit dieser Regelmethode ganze 72 kWh verbraucht. Das sind schon mal etwa 18 €
Energiekosten. Also 1 € pro Tag oder 30 € im Monat.

Da lohnt es sich schon mal nachzudenken, ob man hier nicht etwas Energie sparen kann.
Dazu habe ich eine Vorstellung und Idee,
über die ich im nächsten Beitrag berichten möchte.

LG und CS
Horst
 
Hallo Horst,

Heizen war auch eine schlechte Idee.

Du brauchst eine Lüftersteuerung, die sich aufgrund der absoluten Luftfeuchtigkeit nach einer Taupunktregelung steuert. Aus Taupunktsensoren (innen/außen) kann man per Taupunktberechnung die Lüftung regeln.

Ich setze sowas z.B. erfolgreich bei meiner Taukappe um, die nicht beheizt sondern belüftet wird.

Bei dem großen Raum kann ein Abluftventilator bei Tau sicherstellen, dass Feuchte nach außen abtransportiert wird. Dabei muß aber die nachströmende Luft "trockener" als die abgeleitete Luft sein, sonst funktioniert das System nicht. Ansonsten geht's natürlich auch mit Luftentfeuchter. Ein Luftentfeuchter ist aber wie die Heizung ein Stromfresser.

LG
Eberhard
 
Hallo Eberhard,
und alle Leser,

wie du schon gesagt hast, sind es Stromfresser.

Momentan habe ich eine Außentemperatur von 8°C und es regnet. Gleichzeitig wird es jedoch
auch kälter. Mit einem guten Feuchtemessgerät messe ich im Augenblick eine rel. Feuchte von
91% . Im Drehkranzbereich und auch am Shutter ist zwar alles Wetterfest, aber es kann allerdings
ein erheblicher Luftaustausch stattfinden.

Ob nun erwärmen oder runter trocknen, es ist immer energieaufwändig. Ich glaube jedoch, dass ein
Aufwärmen besser ist, weil nicht nur die Luft, sondern auch die Ausrüstung erwärmt wird. Ein
Luftentfeuchter arbeitet meistens mit Peletier-Elementen, und die Luft kühlt sich runter. Halt
Absenken auf den Taupunkt, und diesen auch noch weiter reduzieren.

Die Montierung und Aufbauten haben dadurch keinen Vorteil. Ein neuer Windstoß bringt wieder
frische Feuchtigkeit.

Ich werde wohl zunächst weiter meine Erwärmung einsetzen, aber den Einsatzpunkt energiesparend
festlegen.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

Bezugnehmend zum Post vom Anfang:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1120742/Re:_Aufbau_meiner_Sternwarte#Post1120742

Ich muß leider sagen, das sich meine Bedenken bestätigt haben, denn eine Kuppel beheizen ist ein absolutes NoGo.

Denn Du hast diesen Effekt nicht bei Regenwetter oder konstant nebeligem Wetter, sondern bei Hochdruckwetterlagen im Winter oder Frühjahr. An solchen Tagen haben wir teilweise bis zu +15°C tagsüber und nachts fällt die Temperatur auf unter -5°C. Tagsüber kann sich der Innenraum aufheizen (besonders dann, wenn kein guter Luftaustausch mit der Umgebung möglich ist); die warme Luft nimmt dann die Feuchtigkeit auf. Wenn sich die Kuppel Nachts abkühlt, kondensiert das Wasser an der Kuppelinnenseite.

Das ist zunächst das Grundprinzip und dein Problem.

Nehmen wir doch direkt deine Messung, Du hast eine maximale Sättigung der Luft von 7,74 g/m3 (7°C bei 92% Luftfeuchte). Nun kann Nachts nur max. 3,2g/m3 Wasser in der Luft gehalten werden, das restliche Wasser fällt als Kondensat an. Es müssen also 3,5 g/m3 Wasser genauso schnell abgeführt werden, wie die Temperatur abfällt. Ich schätze mal den Rauminhalt Deiner Kuppel auf ca. 15 m3, damit müssen in deinem Fall 52 ml Wasser entsorgt werden.

Wenn du das jetzt einer guten Entlüftung nicht zutraust, vertraue wenigstens auf einen ausreichend dimensionierten Luftentfeuchter mit Luftfeuchtigkeitsregler. Unnötig viel gesättigte Frischluft kann bei deiner dichten Kuppel nicht nachströmen. Da sie zudem wie eine dichte Käseglocke wirkt, kann die Warmluft tagsüber auch nicht entweichen. Abhilfe könnten da z.B. Lüfter oder Lüftungsschlitze sein, die im oberen Bereich der Kuppel die Warmluft entweichen lässt.

Ursache für die Kondensation bei Dir ist, dass der obere Teil deiner Kuppel unter den Taupunkt abkühlt und dadurch die Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert. Verstärkt wird der Effekt jetzt durch aufsteigende, warme Luft in der Kuppel, die sich über vorhandene Luftlöcher mit der einströmenden Luft vermischt.

Warme Luft kann immer mehr Wasser aufnehmen, als die kältere Luft. Der obere Teil deiner Kuppel kühlt unter den Taupunkt ab und die Luft kondensiert.

Meine Kuppel habe ich nachträglich isoliert (Aeroflex Kautschukmatten) und es steht nur einen einfacher Raumentfeuchter in der Kuppel. Die Isolierung schafft ein ausgeglichenes Temperaturverhältnis und angenehmes, trockenes Klima.

LG
Eberhard
 
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