Vixen Mini-PORTA-Montierung + MAK für's Fahrrad?

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alffrommars

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Hallo Sternfreunde,

da ich ja nur das "schwere" 8" Dobson besitze und kein Auto habe wollte ich mir noch ein zweites leichtes Teleskop zulegen um es mit dem Fahrrad mitnehmen zu können, habe kein Auto.

Gefunden habe ich die Vixen Mini-PORTA-Montierung, nur 2,7KG und kann bis zu 3,5KG tragen.
Draufschnallen wollte ich ein MAK, geht wohl leider nur bis ca. 110mm Objektivdurchmesser.

Wenn ich mir jetzt aber die MAK Teleskope so ansehe dann hängt der Sucher ja immer auf "halb 8".
Den Zenitspiegel kann man ja sicher um 360° drehen?

Bei den Vixen Cassegrain Teleskopen 95 / 110 wäre der "OAZ" ja seitlich und somit völlig unbrauchbar?
Irgendwie kann ich da auch kein Rad zum fokusieren erkennen?

Also bleibt dann nur ein Skywatcher 102mm oder ein Bresser 100mm würde ich meinen?

Bei den Vixen Sets passt das irgendwie alles nur sind diese deutlich teuer als Monti + Teleskop alleine.

Kann mir da jemand Tips und Anregungen geben wie ich das realisieren kann?


Stativ samt Monti würde in ne Tasche am Farradrahmen mit Gurten verstaut werden und das MAK mit zwei, drei Okularen etc. in nen Rucksack.
Sollte somit machbar sein um mit dem Rad'l paar KM weit raus zu fahren um Planeten und kleinere DS Objekte beobachten zu können.

Gruss
alffrommars
 
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Hallo Alf,

die kleinen VMCs (95/199) haben zusätzlich eine Aufnahme an der Seite, sodass du die Schiene einfach umschrauben kannst. Der Fokussierknopf ist hinten der schwarze, große Knopf auf der Hinterseite rechts oben. Du verstellst damit den Spiegel und nicht den Okularauszug.

Egal welches der Teleskope es wird, würde ich aber die Porta-II nehmen wollen. Es trägt mehr und du kannst später auch noch mal ein größeres Teleskop drauf binden (130/650, ED80, ...)


Gruß
Kai
 
Also nen größeres ist nicht vorgesehn da es ja "ultra portabel" sein soll, das würde das ganze ja wieder zu nichte machen. So sind es 5 bis 6 KG die es rumzuschleppen gilt.
Mit der II und nem 127er MAK sind es ja dann schon richtung 10KG die es zu schleppen gilt.

Wenn ich was größeres möchte habe ich ja mein Dobson was ich im Garten einsetzen kann und wenn ich mit nem Kumpel auf die Sternenjagt gehe. Da schleppt dann eh jeder seine Austrüstung mit und ich halt mein Dobson für DSO.

Mal schaun obs auf der Herstellerseite mehr Infos gibt aber die werden ja nicht ein Teleskop in zwei Produktvarianten herstellen und eins davon so das man es nicht sinvoll an ihrer eigenen Montierung nutzen kann.
 
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Da edit nich geht ...

Wäre nur die Frage ob das größere, also das mit 110mm Öffnung, auch auf die kleinere Montierung passt?
Die geht ja angeblich nur bis 119mm Außendurchmesser?
 
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Hallo Alf,

Das VMC 110 hat genau 119mm Tubus-Durchmesser, wohl kaum zufällig passt es gerade noch auf die Mini-Porta. So weit, so gut. Aber man muß sich der Grenzen kleiner Katadiopter bewußt sein... Ich kann Deine Vorgabe nach minimalem Gewicht bei größtmöglicher Transportabilität mit maximaler Öffnung gut verstehen: aus gleichem Grund benutze ich mein VMC 110 auf einer EQ1, die sich sowohl auf ein Tischstativ als auch auf ein Fotostativ oder ein Astrostativ setzen läßt. Alles kann in einem kleinen Rucksack untergebracht werden, transportabler und leichter geht's kaum. Zum Reise- Schnell- und Zwischendurchspechteln auf den ersten Blick also ziemlich ideal. Das Dumme ist nur: mit so einem kleinen Katadiopter gehen vor allem Sonne, Mond, Planeten und dafür braucht man nicht unter dunklen Himmel zu reisen, das geht auch aus der Stadt. (Besonders schön mit Bino-Ansatz). Kommt außerdem dazu, dass Planetenbeobachtung jenseits der 100fach azimutal händisch nachgeführt zunehmend stessig wird, parallaktisch ist da schon eine Erleichterung. Die EQ1 lässt sich zwischen parallaktisch und azimutal umstellen, die Porta natürlich nicht.

Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass Planeten eigentlich erst ab ca 150fach Spass machen. Nominell sollte das VMC 110 das zwar schaffen, aber in der Praxis schlägt hier leider der relativ niedrige Kontrastdurchmesser von ca. 65mm negativ zu Buche. Der führt dazu, dass am Jupiter schon bei 130-fach Schluß ist. Geht man mit der Vergrößerung höher, bleibt zwar die Schärfe hochkontrastiger Strukturen noch einigermaßen erhalten, aber leider ist die einzige hochkontrastige Struktur am Jupiter der Rand des Planetenscheibchens. Der bleibt deshalb beim Höhervergößern scharf, aber der Kontrast sämtlicher Strukturen auf der Scheibe verwäscht oberhalb von 130-fach am VMC fast schlagartig: man sieht dann überhaupt keine Details mehr, alles löst sich in einem homogenen trüben milchigen Gelb auf. Kann man wunderbar mit einem Zoom studieren... Ein 127er Mak dürfte im Vergleich deutlich mehr Kontrast-Reserve bieten, allerdings wiegt der auch ein Kilo mehr...

Was Deep Sky-Objekte angeht ist ein dunkler Himmel zwar das wichtigste, aber man sollte beim Teleskop dann nicht nur auf die Lichtsammelfähigkeit, sprich die Öffnung schielen, sondern auch auf tendenziell eher niedrige Vergrößerungsfähigkeit mit genügend AP und ausreichend Feld achten. Und gerade in den beiden letzten Disziplinen ist ein SC nicht so toll, größere Objekte und mehr als maximal ca. AP 4 sind nicht drin, wo man doch gerade unter dunklem Himmel eigentlich gern mehr von beidem hätte... Die Plejaden als offener Sternhaufen z.B. gehen nur gerade so mit ach und krach ins Feld und wirken darum viel weniger ästhtetisch, es fehlt an Übersicht.

Also, welche Alternativen, mit ähnlichem Preis und Gewicht hätte man? Ich habe noch einen leichten FH 102/660, der zwar doppelt so lang ist, aber mit nur 2,3kg kaum mehr wiegt. Er muß nicht Auskühlen und ist dem VMC optisch in jeder Hinsicht überlegen, trotz des Farbfehlers liefert er immer das deutlich knackigere und hellere Bild, auch an Planeten. Mehr Feld und höhere AP kann er sowieso, selbst 2" Okulare gehen. Wohlgemerkt, beide Teleskope sind penibel justiert und mit Velours getunt. Das VMC hat demgebenüber nur zwei Vorteile im Angebot, die integrierte Klappspiegeleinheit - nicht schlecht fürs Fotografieren oder wenn man zwischen zwei Okularen hin und herwechseln will - und die kompakte Bauweise, die den Transport und das Montieren erleichtern. Das VMC 110 ist ein nettes Ding und kann im Rahmen seiner Möglichkeiten Spass machen. (Das dürfte für vergleichbare kleine MAKs genauso gelten). Aber ich würde mir das Thema kleiner leichter Katadiopter unter dunklem Himmel an Deiner Stelle nochmal gut überlegen und in diesem Zusammenhang nicht allein auf maximale Öffnung schielen.

Gruß,
Mathias
 
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Also wäre ein Refraktor besser?
Gut den könnte man in ne Stativtasche packen und bis 5KG sicher noch prolemlos auf dem Rücken transprotierbar.

So ein Refraktor sollte ja lang sein um den Farbfehler zu "umgehen" oder aber eben teuer was aber außer Frage steht.

Das größte Problem meiner Meinung nach stellt die Montierung bzw. dessen Gewicht dar.
Das nächste Problem ist ich habe Südseite aber eben im Garten genau das Haus bzw. eher mehr ne riesen Hecke vor der Nase was zur Zeit Planeten unmöglich macht.
Will endlich mal Saturn vor die Linse bekommen :D
Darum will ich ja mit dem Rad raus da es mit dem Auto nicht so oft / spontan klappt.


Bin gern für Vorschläge offen wie man das Rad-Spechteln besser umsetzen kann :)



Hab mein Dobson im Garten aufgebaut, wirklich dunkel ist es da nicht aber man sieht schon viele Sterne und auch DS Objekte mit dem bloßen Auge.
Winkelsucher is aber echt mal Pflicht denn das geht auf den Nacken.
Andromeda war aber ganz gut zu sehn trotz ner menge Streulicht.
Dunkeladaption is da nich bei dem Licht.
Leider sind dann Bäume davor wenn die Nachbarn ins Bett gehn und nicht aller 2 Min das Licht an machen.
 
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Hallo!

Ich kann die 130fach-Grenze meines Namensvetters nicht bestädigen. Das Bild meines VMC110 ist auch bei höheren Vergrößerungen gut. Ich habe da schon schlimmeres bei den 127er Chinaböllern gesehen.

So wie jede Optik auch muss selbst ein Refraktor auskühlen. Die Behauptung "Refraktoren müssen nicht auskühlen und sind justagestabil" ist eine Legende, die schon seit vielen Jahren durch die Foren geistert. Das mußte mal gesagt/geschrieben werden.

Ich habe meinen VMC110 auf einen Merlin in Betrieb.

Grüße,
Matthias
 
Wie wäre es mit nem Heritage 130P + Porta II?

Sollte doch auch noch recht portabel sein und da ist ja auch die passende Schiene dran zum befestigen?

 
Hallo alf,

du solltest halt ungefähr wissen, was Du beobachten willst, da hat konfokal schon recht. Zum Vixen Mak kann ich nichts sagen, aber ich hatte jahrelang einen Meade ETX 105/1470. Der kleine hatte ein gute Optik - wenn er ausgekühlt war und das dauert deutlich länger als bei einem z.B. 80mm Refraktor, da beisst die Maus keinen Faden ab. Das relativ kleine Gesichtsfeld hat mich ebenfalls mehr und mehr gestört (suchst Du noch oder siehst du schon was?) und die maximale AP lag bei 2.8mm - am Ende habe ich ihn nur noch zur Mondfotografie genutzt (auf einer EQ-5). Ein schönes Gerät war der ETX schon, aber für schnell mal raus habe ich jetzt einen Richfielder 4" f/5 azimutal montiert. Planeten sind nicht so pralle, aber dafür hab ich andere Geräte. Ein GF von fast 4° hat schon was, um damit in der Milchstraße rumzusurfen oder Cirrus sich mal in "Ganz" anzusehen. Also, die Frage, ist: Was/Wie willst Du beobachten und dann die Entscheidung fällen, welches Gerät du dir anschaffst. Vielleicht tuts ja auch einer von diesen kleinen Newtons.

Nur so ein paar Ideen.
Matthias
 
Hallo Alf,

wen der 130 PDS Newton von den Abmessungen her für Dich transportabel ist, dann stellt er das kompletteste Teleskop für Deinen Zweck dar (größte transportable Öffnung und dazu farbrein).
Hinzu kommt, dass passende Okulare vom 8" f/6 Dobs jetzt und auch wenn Du eventuell mal teurer ausstattest, immer auch am kleinen f/5 passen, zumal Du den ja unter besseren Himmel bringen willst/kannst.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo,

Eigentlich suche ich auch hier ne Eierlegendewollmilchsau^^

Da ich ja raus will soll es vorwiegend für DSO sein, allerdings wär es eben auch nett wenn man gut Planeten beobachten könnte. Das wird wohl am Ende nicht möglich sein?

Hatt erst nen SkyWatcher Refraktor im Auge, 120/600, aber der hat schnell bei größeren Vergrößerungen nen Farbfehler -> Planeten mit Details also nicht möglich

Das Vixen ist ja vorne offen, sollte also schneller auskühlen.
Außerdem kann ich es vorher in Garten legen zum vorauskühlen, im Rucksack wird es ja dann nicht gleich 30°C warm.

Am Ende brauche ich wohl im schlimmsten Fall zwei kleine Geräte, eins für Planeten (MAK) und eins für DSO (Refraktor mit viel Öffnung)?

Gruss
alffrommars
 
Müsste man nur mal das Gewicht ohne Dobson-Monti rausbekommen und die zusammengeschobene Höhe, die wird aber so bei max. 45cm liegen nehm ich an.

Gruss
alffrommars
 
ich meinte eigentlich den SW Explorer 130PDS mit 2" Auszug, gut der ist nicht einschiebbar und daher weniger handlich..
bleibt schwierig. Viel Erfolg bei der Suche weiterhin.

Matthias
 
Das wird vll. etwas lang ... obwohl auch hier in ner Stativtasche aufn Rücken? Ich werd am besten erstmal 3 Wasserflaschen aufn Rücken schnallen um zu sehn wie das Gewicht auf dauer wirklich ist da es auch Berg auf geht, 4KG klingt nicht viel aber ...
 
In der Zeit, als ich noch ohne Auto unterwegs war, habe ich mir für meinen 6"f/5-Newton eine Rockerbox gebaut, mit der ich gut zu Fuss als auch gut mit den Fahrrad unterwegs sein konnte.

Machst du mal klick und kuckst du hier!

Das änderte sich dann aber, da kam das Auto und mit ihn ein 10"f/5-Dobson(ebenfalls aus Transport umgebaut). Der kleine 6" wird irgendwann einmal auf Ultraleicht-Foto umgebaut.

Vielleicht dient der Bericht ein wenig zur Inspiration, Papa kann ja dabei helfen.

Grüße,
ein weiterer Matthias
 
Hallo Alf,

das Heritage 130p ist zusammengeschoben 37 cm lang und wiegt 3,2 kg. Ich nutze es auf einer AZ-4 (mit Alustativ) von Skywatcher. Wenn ich mit dem Rad losziehe, stecke ich das Teleskop in einen geräumigen Rucksack. Die Montierung transportiere ich samt Stativ in einem Stativköcher , den man seitlich am Gepäckträger einhängen kann (gibt es z.B. von König-Photobags oder Berlebach). Den restliche Kram (Okulare, Karten, Proviant etc.) verstaue ich in einer Tasche, die ich auf der anderen Seite des Gepäckträger einhängen kann. So kann ich meine Ausrüstung für unterwegs recht bequem mit dem Rad in die Dunkelheit transportieren.

Teleskop und Stativ samt Montierung auf dem Rücken zu transportieren kann ich nicht empfehlen. Da mein Rucksack groß genug ist, habe ich das mal ausprobiert. Da kamen mit allem drum und dran etwa 14 kg zusammen. Auf dem Rad war das Fahrgefühl etwas abenteuerlich, da der Schwerpunkt mit dieser Zuladung sehr hoch liegt.
 
Soooo okay alles auf Anfang :)

Also sind wir wieder beim guten alten Newton angekommen^^


Das 130PDS ist mehr für Fotografie ausgelegt und nicht so gut beim visuellem? Solche Adapter hätte ich ja von meinem Dobson da. Sollte somit kein Problem darstellen?

Tubus samt passender Tasche auf dem Rücken sollte damit also kein Problem darstellen.


Bleibt nur noch die richtige Montierung?
Bin da immernoch bei der Porta II ... Paralaktische ist einfach zu schwer mit Monti, Stativ und Gegengewichten.
Allerdings bei der Nachführung besser wie ne AZ?

GoTo oder mit Nachführung ist ja schwerer wie 5KG?

Hat noch jemand nen guten Vorschlag für eine Montierung um die 5KG?

Gruss
alffrommars
 
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Hallo Alf,

ja der 130PDS ist leider auf Foddo ausgelegt, dennoch den genannten Teleskopen mit kleinerer Öffnung auch am Planeten überlegen, bei DS steht das außer Fragge.
Bei ganz geringen Vergrößerungen käme der irgendwo mal erwähnte 120/600er Achromat eventuell ran, nur ist der länger als der Newton und wiegt auch 3,9 kg, alles ohne den fälligen Zenitspiegel, so what!?

Die Entscheidung zwischen dem zusammenschiebbaren 130er Heritage mit 1 1/4 Zoll Ausstattung und dem 130er PDS mit 2 Zoll Möglichkeit fiele mir leicht, weil ich Weitfeldliebhaber bin, aber ich bin nicht Du.
Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, dass aus einem Stall (Synta/Skywatcher) KEINE unterschiedlichen Spiegelqualitäten für PDS und Heritage "ausgesucht" werden. Es ist ein Topf, nur die Ausstattung ist halt unterschiedlich.

Matthias zeigt, dass selbst ein 150/750er rucksack-/fußmarsch- und radtourtauglich ist.

Sich mal aufzuladen, was zu schleppen wäre ist eine sehr gute Idee, wiklich.
Prüfe Deinen inneren Schweinehund sehr genau, das Biest ist tückisch. :biggrin:
Nicht was er tragen kann ist die Frage, eher was er so oft wie möglich tragen will. :schwitz:

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo
Zitat von Refek:
Ich kann die 130fach-Grenze meines Namensvetters nicht bestädigen. Das Bild meines VMC110 ist auch bei höheren Vergrößerungen gut.
Wo man die Grenze zieht hängt davon ab, welches Motiv man beobachtet und was man unter gut versteht. Wenn es um Kontast geht, nicht Schärfe, ist Jupiter mit seinen schwachkontrastigen Details kritisch. Da kann eine Vergrößerung von mehr als rund dem doppelten Kontrastdurchmesser nicht mehr viel bringen. Und wenn die Optik öffnungsbedingt prinzipiell noch so viel Schärfe- und Auflösungspotential hat, hier ist ihre Kontrastleistung am Ende und das bleibt am Jupiter der limitierende Faktor.

Am Mond, Hochkontrastmotiv, sieht das natürlich anders aus, da kann ich das VMC110 mit Gewinn deutlich über 200-fach treiben. Und am Tag bleibt sogar bei über 300-fach das Bild eines 14km entfernten Aussichtsturms gegen den hellen Horizont scharf. Das kann man dann zwar "gut" nennen - nur sind die scharf abgebildeten feinen Strukturen, Antennen, Abspanndrähte usw. vor dem hellen Himmel dann nur noch dunkel und flau. Was ja auch nicht wundert und man auch physikalisch nicht "gut" nennt, sondern leere Übervergrößerung.
Ich habe da schon schlimmeres bei den 127er Chinaböllern gesehen.
Das VMC110 ist auch ein "Chinaböller" - bei dem Preis auch kein Wunder. Steht bloß Vixen drauf. Und was Serienstreuung angeht, gab's zumindest in der Vergangenheit ziemlich gemischte Urteile, weil die Justage zwar sehr stabil, aber leider nur äußerst knifflig zu treffen ist, und nicht immer ab Werk optimal eingestellt war... Wenn alles passt und das Blendrohr noch mit Velours ausgekleidet ist, ist die optische Leistung aber wirklich gut - etwa so wie ein guter Refraktor mit 70-80mm Öffnung. Wobei ein Volksapo aber besser sein dürfte.
Zitat von alffrommars:
Das Vixen ist ja vorne offen, sollte also schneller auskühlen.
Ja, der Hauptspiegel schon... Aber wenn man Pech hat klappt das vollständige Auskühlen in Nächten mit zu starker Temperaturdrift manchmal deshalb nicht, weil der Fangspiegel in seinem massiven Gehäuse hinter der Korrekturoptik thermisch zu sehr isoliert ist und dem Temperaturgang nicht hinterherkommt. Dann kriegt man die ganze Nacht kein richtig scharfes Bild zu sehen, egal wie schnell der HS temperiert ist...

Gruß,
Mathias
 
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Hallo.

Zitat von *entfernt*GMS:
ja der 130PDS ist leider auf Foddo ausgelegt, dennoch den genannten Teleskopen mit kleinerer Öffnung auch am Planeten überlegen, bei DS steht das außer Fragge.
Bei ganz geringen Vergrößerungen käme der irgendwo mal erwähnte 120/600er Achromat eventuell ran...

Fragt sich doch, was von der Papierform "130mm Öffnung" dieses PDS-Newton in der Praxis am Ende noch bildwirksam übrig bleibt:

Er hat für "Foddo" 47mm Fangspiegel, zieht man die vom HS ab sind es noch 83mm, abzüglich 10% für Reflexionsverluste an den beiden Spiegelflachen bleiben für

1. die Kontrastleistung gerade mal rund 75mm, für

2. die Lichtsammelleistung analog nur ca. 105mm und

3. lediglich für die Auflösung kann man die vollen 130mm veranschlagen - aber das auch nur an Hochkontraststrukturen.

Die drei Faktoren kann man nun je nach Geschmack für eine Gesamtleistung verschieden gewichten, aber für den visuellen Eindruck ist und bleibt der Kontrasteindruck immer entscheidend. Gewichtet man den Kontrastfehler des Newton also doppelt, landet man über alles genommen bei einer äquivalenten unobstruierten Öffnung irgendwo zwischen 90-100 mm. Was im Übrigen auch die Beobachterpraxis bestätigt.

Nicht bestätigen kann meine Beobachtungspraxis dagegen, dass mein FH 120mm F/5 nur "bei gaaanz geringen Vergrößerungen eventuell" an einen 130 PDS herankäme. Vielmehr hängt er einen 130mm Newton-Papiertiger bei niedrigen bis mittleren Vergrößerungen wie oben vorgerechnet gaaanz locker ab und nimmt es sogar mit dessen größeren 150mm F/5-Bruder auf. (Weil der es auch nicht auf mehr als ca. 100mm Kontrast- und 130mm Lichtsammelleistung bringt, selbst wenn er visuell optimiert ist, nicht zu vergessen die höhere Seeinganfälligkeit).

Und egal wie schlimm man den Farbfehler des 120 F/5 Achro beim Vergrößern empfinden mag: er kann auch an Planeten trotz hoffnungslos fehlverfärbtem Bild schon mal das ein oder andere Detail schärfer und deutlicher hervorbringen, als eine zwar farbreine, aber eben kleinere Öffnung. Sehe ich immer wieder, hängt alles davon ab, auf welche Strukturen man sein Augenmerk richtet (oder welchen Planeten man beobachtet, am Saturn z.B. ist ein Farbfehler viel weniger kritisch) und dass man das Gesehene nicht nur nach der Farbästhetik beurteilt. Und das alles ist kein Plädoyer dafür, beim Thema Detailwahrnehmung sich die Farbschwäche eines kurzen Achromaten irgendwie "schönzulinsen", sondern dafür, Kontrastschwäche und Lichteinbuße eines kurzen Newton nicht bei jedem Vergleich irgendwie "wegzuspiegeln".

Newtons spielen m.E. ihre Stärken erst bei Öffnungen oberhalb von 6-8" aus. Ab diesem Bereich ist ein gut ausgelegter Dobson für viele Amateure visuell eine fantastische Sache, weil auch die Bildleistung stimmt, solange man das Teleskop vorher genügend gehätschelt hat und solange das Seeing mitspielt. Aber darunter kostet die Obstruktion im Vergleich zu einem Refraktor mir zu viel Kontrast, Farbtreue hin oder her - vom leidigen Justieren, Auskühlen, um die-Ecke-spechteln, unbequem vorne am Tubus herumkriechen, dem am Rand komatösen Bild mit vergleichsweise kleinflächig korrigiertem Feld und der schlechten Bino-Eignung mal ganz abgesehen. Nicht zu vergessen die oft deutlich höhere Windlast sowie das nötige Zubehör, das umso teurer und schwerer wird je lichtstärker das System ausgelegt ist.

Das Newtonkonzept ist zwar an viele Einsatzzwecke anzupassen, was man als Vorteil sehen kann, aber das ist oft nur mit Aufwand und entsprechenden Folgekosten zu haben. Man ködert die Leute mit möglichst viel Öffnung für wenig Geld, und hält hinterher hübsch die Hand auf für alle möglichen teuren Zusatz- und Optimierungsteile, Justierlaser, Rotationsschellen, Ultraweitwinkelokulare, Komakorrektoren, Irisblenden, Lüfter, Fangspiegelheizer, Stromversorgung, Streulichtsocken, weiß der Kuckuck, was alles Kosten und Gewicht der Ausrüstung in die Höhe treibt. Ganz abgesehen davon, dass das alles gehandhabt sein will und damit wertvolle Beobachtungszeit kostet. Und wenn ich mir dann anschaue, mit welcher Vehemenz dieses Konzept - und damit auch sein Geschäftsmodell - von Dir bei jeder Gelegenheit angepriesen wird, auch im niedrigen Öffnungsbereich, wo es m.E. für bestimmte Zwecke gut begründete bessere Alternativen gibt (gerade in Bezug auf die fällige Gesamtausrüstung und den geringeren Aufwand sie zu betreiben), dann frage ich mich manchmal, ob Du pro verkaufter Newton-Einheit nicht doch irgendwo Provision kassierst... Würde dann auch die übertriebene Farbfehlerhysterie erklären. :biggrin:

Gruß,
Mathias

 
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Hallo Mathias,

Nur schnell zum Thema Linse vs. Spiegel in diesem Fall: ich besitze sowohl einen 120/600 Achromaten als auch einen 130PDS. Ich habe sie gewissenhaft miteinander verglichen und der Newton ist dem Achro in allen Belangen überlegen. Schärferes Bild auch bei niedrigen Vergrößerungen durch den nicht vorhandenen Farbfehler. Und die Möglichkeit auch maximal zu vergrößern (270x in meinem Fall), wenn beim Achromaten bei 100x absolut Schluss war. Der Vergleich erfolgte in allen Fällen mit Nagler-Okularen.

Diese ganzen theoretischen Betrachtungen sind ja gut und schön. Aber praktisch ist der Newton nach meinen Beobachtungen visuell eindeutig leistungsfähiger und universeller einsetzbar. Der 120/600 hat seinen Beinamen "Farbwerfer" zu recht. Mir persönlich hat er schon bei 60x zu viel Farbe. Aber das ist halt Geschmackssache.

Wir haben also zwei konträre Meinungen in diesem Fall. Das hilft Alf natürlich auch nicht viel weiter. Aber ich habe den 120/600 mittlerweile verkauft und den 130PDS behalten. Auf einer Vixen Porta (der großen, nicht der kleinen!) funktioniert er übrigens sehr gut und lässt sich fast bis in den Zenit richten. Und mit meinem 26er Nagler ist er ein tolles Weitfeldgerät. Auf einem Fahrrad würde ich die Kombi aber dennoch nicht transportieren wollen. Das wäre mir alles zu sperrig.

Bis dann:
Marcus
 
Moin moin,

zwei Stühle, eine Meinung oder so ähnlich^^

Das NexStar 130 SLT Goto-Teleskop ist doch baugleich mit dem Skywatcher Teleskop N 130/650 Explorer BD AZ-S GoTo ?

Stimmt die Gewichtsangabe von 8,2KG ?
Weil das wäre ja dann auch trasportabel, der Tubus wiegt an die 4 KG und stativ mit Monti ca. 5KG ? Irgendwie kann ich das kaum glauben?

Da hätte ich dann ne "preiswerte" Nachführung, 2" OAZ und kleiner Fangspiegel wie beim 130PDS da es nicht für Foto "optimiert" ist.

Wäre interessant zu wissen ob man die Montierung vom Stativ abnhemnen könnte. Mal nach nem unboxing suchen tun.

Gruss
alffrommars
 
Der kleine mathias Bitte zurück in den Kindergarten kommen für widerliche haltlose diskreditierende Unterstellungen gibt's auch an Fasching keinen Spielplatz im Forum
 
Hi Alf,

mein Fahrradmaximum war ein 6"F5 Newton und eine Celestron ADM, allerdings mit einem kompakten Vixen P90 Stativ und kleinerem Gegengewicht. Das geht.
Nur kommt es auf den Schweinehund an, das auch durchzuziehen.
Die letzten beiden verlinkten Kombis sehen für meinen Geschmack schon recht wacklig aus, wie es mit der Beobachtung zenithnaher Objekte aussieht, wäre da auch noch eine Frage. Bei der Stromversorgung könnte es auch Probleme geben - manche Dinger wie die AllView funktionieren ohne einiges an Trickserei nicht mit den internen Akkus bzw. Batterien.

Naja. Fürs leichte Gepäck - auch Alpenwanderungen - hab ich einen kleinen 90mm Mak mit StarAdventurer - was der zeigen kann mit seinen engen Feldern, macht azimutal + manuell keinen Spass; zudem ist der SA eben kompakter als z.B. ein Merlin und kann auch noch Kameras nachführen. Trotzdem wird er vor der nächsten Tour durch einen Spiegel mit 100 oder 113mm ersetzt bzw. zumindest ergänzt.

In deinem Fall - ohne deinen Schweinehund zu kennen - würde ich trotzdem zuerst versuchen, die Situation im Garten zu optimieren. Man kann mit Nachbarn reden, Laternen partiell abschirmen, Beobachtungstuch und Tubusverlängerung nutzen etc. Bei Straßenlaternen in Wohngebieten muss man halt mit der Stadt reden - da müssen nicht alle die ganze Nacht lang an sein - die die dich stören, könnte man auch nur bis 22:00 leuchten lassen. Vor 3 Jahren hab ich die mich Störende sogar komplett verlegen lassen "um die Ausleuchtung für Fußgänger zu verbessern und somit Gefahrenpotetiale abzuschwächen und die Sicherheit zu erhöhen".
Aber falls lokales Seeing dein Problem ist: Ja, da da müsste man weiterziehn. Gegen Lichtverschmutzung kommt man mit der typischen Fahrradreichweite nur unzureichen an.

cs
Jürgen
 
Moin Marcus!

> ich besitze sowohl einen 120/600 Achromaten als auch einen 130PDS. Ich habe sie gewissenhaft miteinander verglichen und der Newton ist dem Achro in allen Belangen überlegen.

Zu pauschal und voreingenommen. Wenn man im Vornherein schon bei der geringsten Bildvervärbung Augenkrebs bekommt und einem hochobstruierten Kurznewton Wunderdinge attestiert, kann bei so einem "Vergleichstest" nichts herauskommen. Die Einschränkungen eines 130PDS-Newtons wurden oben genannt und waren öfters schon Grund zur Kontroverse. Dieses Spiegelmodell als eierlegende Wollmilchsau hinzujubeln, die für alle Situationen gut ist, halte ich für übertrieben.
Andererseits: Ein 120er Widefield-Refraktor ist ein Widefield-Refraktor, ist ein Widefield-Refraktor... :niemals: - kann man nicht oft genug sagen: ein Teleskop für Spezialanwendungen, kein Allrounder. Meinen 120er habe ich gut 12 Jahre besessen, und er hat sehr gute Bilder geliefert von dem, für das ich ihn mir angeschafft habe. Damit ging tatsächlich sogar mal annehmbar ein Blick auf Mond und Planeten, ohne daß einem gleich das Okular beschlug. Man muß es mit der Farbfehler-Phobie nicht übertreiben.
Ich bin letztens wieder mal (es war meine Zweiter) an einen 130/650er Newton von Skywatcher geraten, hier allerdings das mit nur 30% Obstruktion und 1,25"-Auszug versehene Standard-Modell. Auch mit dem kann man sehr schön am Himmel herumkurven - ein mit 3,5 Kilo recht leicht-kompaktes Teleskop, das wunderbar auf meine Vixen Porta (I) paßte. Soweit kein Problem. Doch der erste Blick ins Okular zeigte gleich den Unterschied. Ich sehe sofort, wenn ich in einen Newton schaue: das Bild ist anders als im Refraktor, für mein Gefühl nicht so knackig wie im Refraktor beim Sternfeld-Beobachten, selbst im Vergleich mit dem 120er Kometensucher nicht. Okay, das ist jetzt mein (!) subjektiver Eindruck, den ich aber auch schon bei anderen f/5-Newtons hatte.

Mittlerweile habe ich sowohl den 120er Refraktor als auch den 130er Newton abgestoßen und bleibe bei meinem persönlichen "Liebling" als Zweitteleskop, einem 90/900er Skywatcher-Refraktor auf Vixen Porta. Der gefällt mir nach fast fünf Jahren Nutzung immer noch sehr gut, auch wenn der einer 120- bzw. 5"-Optik unterlegen ist. Motto: Laß die anderen reden und mach dein Ding! :biggrin:

Kleiner Hinweis, was ich schon vermutet hatte: Als ich meinen 130er Newton in die Finger bekam, was die erste Aktion das Vermessen des Hauptspiegels. Tatsächlich: netto bleiben 127 mm Spiegel übrig (Rest: Fase!), die Geräte sind also im Grunde 5-Zöller. :confused:
 
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