Tubus innenanstrich mit Superschwarz

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Friedel_Castor

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Hallo zusammen,

ich habe diese Farbe im Internet gefunden Black 2.0

Was haltet ihr davon? Sollte doch eigentlich ideal sein, um jegliche Reflexionen im Tubus oder Okular zu eliminieren, oder?
 
Hallo Andreas,

das klingt nicht schlecht und wäre einen Versuch wert, danke für den Link.

Vantablack ist wohl noch besser, aber leider bekommt man das Zeug nicht Sio einfach in die Finger :-(

Die Antireflexfarbe habe ich selbst schon eingesetzt, besser als Schultafellack ist sie auf jeden Fall, aber dennoch im Streiflicht immer noch eher grau denn schwarz.

Ich denke, ich werde mir mal etwas von dem Black 2.0 zum Testen besorgen.

Grüße Jochen
 
Moin,

sieht nicht schlecht aus. Habs auch mal bestellt und werde es gegen die Berger antreten lassen.
Keine von Euch ist aber Anish Kapoor oder? :smiley63:

Gruß Markus
 
Danke für die Antworten

Ich denke, dass ich es mir auch mal die Tage bestellen werde. Es würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen damit Teilen könntet.
 
Hi Toni,

generell spricht aus meiner Sicht nichts gegen Veloursfolie. Es ging lediglich um Alternativen. Das Werbeversprechen von Black 2.0 fande ich einfach sehr bemerkenswert.
 
Veloursfolie ist nicht schlecht, hat aber auch Nachteile.
Sie wirkt primär durch ihre Struktur, so wirklich tiefschwarz ist sie eigentlich nicht.
Dazu kommt die Fusselproblematik.
Und es gibt im Teleskoptubus immer Teile und Bereiche die nicht oder nur schlecht zu bekleben sind, wie z.B. Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben, aber auch Fangspiegelhalterungen bzw. Streben.

Grüße Jochen
 
Ich denke solch eine Farbei ist vor allem für Reflektierende oder im oder am Strahlengang liegende Teile interessant.
Z.B. OAZ, Fangspiegelkanten, Okulare, Reducer und andere Korrektoren. Da kann man mit der Veloursfolie leider nicht viel anfangen.
Und wenn das Zeug wirklich nahe am Ventablack sein sollte ist dies sogar ein tolles Produkt um Kamera Innenflächen zu schwärzen.
 
Moin zusammen!

Diese Antireflexfarbe bei dem britischen Händler ist mittlerweile ausverkauft. Die Berger-Farbe ist eigentlich seit Jahren bekannt, ebenso, daß es verschiedene Sorten Veolursfolie für die Teleskopverkleidung gibt. Mittlerweile ist wohl nur ein Hersteller in D nachgeblieben (d-c-fix).
Einige hier hatten sich aus den USA früher eine Folie bestellt, die wesentlich schwärzer war. Einfach mal die Suchfunktion des Forums anwerfen, falls wer Informationen sucht. ich hatte von einem Kollegen hier mal eine Probe bekommen: das Zeug ist wirklich sensationell und kein Vergleich mit dem Einheitskram, den man hierzulande bekommt.

Schhrauben und sonstigen Kleinkram im Tubus kann man auch mit Revell Emailiefarbe mattschwarz oder anthrazit abdecken. So'n Döschen kostet in der kleinsten Einheit unter 2 EUR und geht auch. Hab' ich jahrelang so gemacht.
 
Hi Micha,

klar geht auch "normale" Antireflexfarbe.
Schließlich arbeiten hunderte Astrofotografen und Spechtler seit Jahren oder Jahrzehnten damit.
Und sie Liefern mit ihren Bildern auch immer wieder Beweise was mit Bildbarbeitung und sorgfältiger Innenschwärzung alles gezeigt werden kann.
Ich habe mal einen Test gemacht und ein Stück Velour in den Tubus meines Takahashi Sky90 gelegt.
Der Unterschied zu gunsten des Velours hat mich schon sehr überrascht.
Da Tak jedoch die Tuben, Korrektoren, Auszüge und Taukappen konsequent und sorgfältig von innen schwärzt, hat man nicht den Eindruck noch etwas verbessern zu können.
Erst wenn man sieht was für ein krasser Helligkeitsunterschied bei streifendem Licht zwischen Farbe und Velours herrscht wird einem bewußt, das will ich eher vorsichtig ausdrücken, wie suboptimal Antireflexfarbe ihre Arbeit macht.
Wie gesagt durch konsquentes schwärzen und die richtige Bildbearbeitung lässt sich da vieles kaschieren.
Jedoch ist das Problem da. Und ja, wie gross so ein "Problem" ist leigt auch im Auge des Betrachters.

 
Hallo Leute,


>
Da Tak jedoch die Tuben, Korrektoren, Auszüge und Taukappen konsequent und sorgfältig von innen schwärzt, hat man nicht den Eindruck noch etwas verbessern zu können.
>

Da würde ich gerne einhaken: welche Berichte gibt's über den wahren visuellen oder fotografischen Nutzen solcher Auskleidungen/Schwärzungen?

Konkretes Beispiel: wer kann beschreiben, dass er mit seinem Teleskop vor Auskleidung an sagen wir M13 bei 5-6Mag 5% weniger Sterne gesehen hat als nach der Auskleidung?

Dass die Farbe X bei Tags etwas schwärzer ist als was anderes ist ja schön und gut, aber macht sich das im astronomischen Gebrauch auch so stark bemerkbar?

Grüßlis

Klaus
 
Ja Klaus, diese Fragestellung hat mich auch zu meinem letzten Satz Inspiriert ;)
Und ja, wie gross so ein "Problem" ist liegt auch im Auge des Betrachters.
Aber abgesehen davon könnte ich mir vorstellen das der vielfach beschriebene "Samtschwarze Sternen Hintergrund" bei Optiken wie den Taks nicht nur an der Vergütung der Objektive sondern auch an der Schwärzung der inneren Flächen liegt.
Würde mich ebenfalls interessieren wie sich solche Effekte Qantitativ bzw. prozentual auswirken.
 
> ass er mit seinem Teleskop vor Auskleidung an sagen wir M13 bei 5-6Mag 5% weniger Sterne gesehen hat als nach der Auskleidung?

Das ist kein gutes Beispiel. M13 blendet ja nicht. An Jupiter und Saturn habe den Effekt deutlich gesehen bei meinem 12-Zoll-Newton, bei sehr guter Grundschwärzung übrigens. Der Haupteffekt war aber dei Auskleidung gegenüber dem OAZ. Als ich später den rest des Tubus nachgezogen habe: Das hat sich nicht wahrnehmbar verbessert.
 
Richtig interessant ist so eine hocheffektive Schwarze Farbe bei Instrumenten, die auch am Tag benutzt werden, also Ferngläser und Grossferngläser.
Die sind innen auch so "zerklüftet", dass ein Bekleben nur schwer machbar ist.
Ich denke da liesse sich für die Tagbeobachtung noch einiges an Kontrast herausholen...

Grüße Jochen
 
Hallo Leute,

danke für die Rückmeldungen.

Das nächste Mal nehm ich also die Farbe die am besten riecht :biggrin:.

Grüßlis

Klaus
 
Hallo Klaus,

es bringt definitiv beim Newton etwas, Streu-/Störlicht aus der OAZ-/Fangspiegelebene herauszuhalten und da ist, wie Uwe schon schreibt, der Bereich gegenüber dem OAZ wichtig.
Die Folie bringt gegenüber der üblichen Originalschwärzung nochmal ein deutliches Plus und die Vollauskleidung mache ich eigentlich nur, weil damit auch eine gleichmäßige, leichte Isolierung/Dämmung erzielt wird.

An M 13 bringt es auch was, um mal beim Beispiel zu bleiben.
Wenn der Himmel nicht perfekt schwarz ist (das ist er bei uns selten) und man und mehr oder weniger Aufhellung/Lichtverschnutzung z.B. mit großer AP beobachtet hellt ein solcher Störlichteinfall das Bild zusätzlich auf.
Zum Ausgleich könnte man höher vergrößern, aber es geht um den Hintergrund bei gleicher Vergrößerung und AP.

Unterbindest Du Streu-/Störlichteinfall durch Tau-/Störlichtkappe und Velours unter 5 Mag Himmel bei 5 mm AP gewinnt M 13 bei jeder Öffnung Größe und das Funkeln von Einzelsternen nimmt zu.
Auf Prozentpunkte kann ich mich nicht festnageln lassen, weil der direkte Vergleich ja nie gelingen kann.

Ein Vergleich der immer gelingt, wäre nur mit und ohne Tau-/Störlichtkappe zu machen und das eventuell mal unter schrägem Lichteifall (z.B. einer Straßenlampe oder auch eine der beliebten grellen Rotlicht Kopflampen) auf die Spitze zu treiben.
Das geht sogar mit Refraktoren (habe ich aber noch nicht gemacht), die sicher ein kleineres Streulichtproblem haben als Newtons, schon allein weil sie immer mit Taukappe ausgerüstet sind, während der Tubusüberhang aller derzeit am Markt befindlichen Newtons (die ich kenne) zu kurz ist.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,
gute Idee. Werde mal bei Gelegenheit ein Stück Velours in die Taukappe meines Tak legen und mit dem Bild ohne Velours vergleichen. Das muss man ja nicht direkt festkleben.
 
Hallo jadran,

ist eine Idee.
Unter schrägem Störlichteifall
1. ganz ohne Tau-/Störlichtkappe
2. mit Kappe im Original (Glanzlack?)
3. mit Kappe und Velours

ein schöner Test ist diesbezüglich auch mit dem Mond knapp außerhalb des Gesichtsfeldes.
Am Newton sieht man ohne Velours und Kappe "sehr schön", wo er steht. Das hab ich schon durchexerziert, um mal die Bedingungen von Stadt(rand)beobachtern zu simulieren.
Das ist auch mal ne Erfahrung die ein Stückeit zufriedener machen kann.

Gruß
günther
 
Als ich mein C8 Bin gebaut habe hatte ich auch oft am Tag gewerkelt und probiert.
Einmal verglich ich die beiden Optiken an Nachbars Fernsehantenne und beim einen C8 war das Blendrohr schon mit Velours ausgekleidet, beim Anderen noch nicht.
Der Unterschied war so heftig, dass ich es fast nicht glauben wollte.

Grüße Jochen
 
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