Welche Okulare für Bresser 70/900

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fell1984

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Hallo Astrofreunde,
ich habe den Refraktor Bresser 70/900 mit 3 Okulare - 20mm, 12mm und 4mm. Sie sind nicht ganz gut und ich bin nicht zufrieden mit ihnen - kleines Gesichtsfeld und kleiner Augenabstand. Der Refraktor ist von Lidl und sieht wie dieses Model aus:
Bresser Skylux EL 70/900
Ich möchte neue Okulare kaufen und ich kann an diese Möglichkeiten denken:
1) 20mm,12mm und 7 mm Weitwinkel Okulare von TS (oder ähnliche Okulare):
TSWA20 TS WA20 Weitwinkel Okular - 20mm - 1,25" - 70° Gesichtsfeld
2) Zoom Okular - billig
TS Zoom Okular - 7mm bis 21mm Brennweite
3) Zoom Okular - nicht ganz billig:
HR Planetary Zoom Okular 7,2 - 21,5mm - 1,25" Einsteckdurchmesser

Ich möchte Planeten, Mond und auch die Messier Objekte beobachten.
Ich würde gerne über ihre persönliche Erfahrungen, Vor- und Nachteile, Zuverlässigkeit der Zoom-Okulare und andere Ideen erfahren.

Vielen dank.

Gruß,
Radim
 
Hallo Radim,

meistens liegen ja Kellner-Okulare bei, was die Beschriftung K= oder K vor der Millimeter-Angabe andeutet. Diese Okulare haben dann aber schon 50° scheinbares Gesichtsfeld. Das von Dir verlinkte Zoom dürfte zwischen 60° und 40° liegen, die 60° bei höchster Vergrößerung, die 40° bei kleinster. Ich glaube, dass es dadurch dann nicht so interessant ist, um Hinblick auf einen größeren Bildkreis.
Beim Planetary HR ist demgegenüber ein kleiner Zuwachs an scheinbarem Gesichtsfeld da, der ist auch bemerkbar, aber ob es der gewünschte Gewinn ist, scheint mir fraglich. Andererseits sind die typischen Okulare um 65° bis 70° aus dieser Preisklasse auch nicht gerade Okulare für das Hauptziel Planetenbeobachtung.

Daher meine ich, dass im Bereich der höchsten Vergrößerung sicher das Planetary HR interessanter ist. Beim 70/900 würde ich ohnehin beim 9mm die Grenze sehen, spätestens ab 7mm kommt eher leere Vergrößerung und das beigelegte 4mm ist einfach abstrus!
Somit wäre ein 9mm Planetary HR passend, aber wenn es um Planeten geht, würde ich von einem 9mm Plössl oder auch einem Ortho oder Classic Ortho mehr Abbildungsqualität erwarten. Auf Kosten von geringerem Augenabstand und noch kleinerem scheinbaren Gesichtsfeld.
Ab 15mm Okularbrennweite Aufwärts liegen die Vorteile dann definitiv beim Weitwinkel mit 65° oder mehr scheinbarem Gesichtsfeld. Ein Okular mit den Eckdaten wie das TS-WA 20 macht dann einfach Spaß. Allerdings, da das Gerät f/12 hat, kann bei Nebeln und Sternhaufen auch eine möglichst niedrige Vergrößerung gefragt sein. Da kommt man schwer hin und hier ist ein 40mm Plössl (in 1,25" Durchmesser) dann eben das Maximum für den 1,25" Okularauszug. Das schafft eben auch nur knapp 50°, mehr geht da einfach nicht, aber es zeigt den maximal für dieses Teleskop machbaren Himmelsausschnitt.

Clear Skies
Sven
 
Moin Radim!

Ich besitze im Moment zwei dieser Bresser-Optiken 70/900 mm, allerdings ältere Varianten von Bresser. Das azimutale Modell habe ich öfters im Einsatz, eben weil das Öffnungsverhältnis so entspannt ist und durchweg alle Okulare (brauchbare Qualität vorausgesetzt) ein ordentliches Bild zeigen.
Bei mir kommen auch diese TS-WA-Okulare häufig zum Einsatz, und zwar in den Brennweiten 20, 15, 12 und 8 mm (auch für andere Teleskope). Ich habe diese Okulare z.T. schon über 10 Jahre. Das ist viel für meine Ansprüche, denn alles, was mir nicht paßt, fliegt ziemlich schnell raus.
Dazu kommt noch ein Satz Meade Plössl der nicht mehr gebauten Serie 5000 mit 26, 20 und 14 mm Brennweite, Gesichtsfeld 60°. Diese Okulare sind klasse und waren im Abverkauf bei Bresser auf dem Grabbeltisch wirklich günstig. Das Nachfolgemodell (Bresser HD-60) kostet da schon wieder mehr.
Für den Höchstvergrößerungsbereich setze ich ausschließlich auf echte (!) Orthos (Baader Classical, BCO) 10 und 6 mm. Sie bieten ein großes Gesichtsfeld von über 50° und sind m.E. für den Preis schärfe- und kontrastmäßig unschlagbar.

Von Zoom-Okus im "preiswerten" Bereich würde ich ungesehen die Finger lassen. Jedes halbwegs brauchbare Festbrennweitenokular derselben Preisklasse ist m.M. nach besser. Zooms sind immer nur Kompromisse. Nix Halbes und nix Ganzes, wie man hier sagt.

Wichtig ist auch ein besserer Zenitspiegel (das Öffnungsverhältnis kann auch ein Zenitprisma ab!). Ich bin jetzt an meinen beiden langbrennweitigen Refraktoren (90/900 und 70/900 mm) auf Prisma umgestiegen. Einmal ein neues Baader-Prisma, das andere ist ein gebrauchtes Vixen-Prisma noch aus japanischer Produktion.
Die mitgelieferten Zenitspiegel in Billigausführung taugen nichts. Meinen letzten habe ich letztes WE auseinandergenommen: der Spiegel war deutlich sichtbar verkippt eingebaut. Da kann das Bild ja schon grundsätzlich nichts taugen... (Ich habe den Spiegel neu eingeklebt, jetzt lenkt er ab, wohin er soll.) :cool:

@Sven:
> Da kommt man schwer hin und hier ist ein 40mm Plössl (in 1,25" Durchmesser) dann eben das Maximum für den 1,25" Okularauszug. Das schafft eben auch nur knapp 50°

Hm, ein 40er Plössl würde ich nicht nehmen, Das liefert garantiert keine 50° Gesichtsfeld mehr, das macht das 32er bei gleicher Blende eher. Hier fällt der Klorollen-Blick des 40ers nicht mehr auf, außerdem ist das Bild ein wenig dunkler bzw. kontrastreicher, und man erkennt mehr.
Mein Aufsuch-Okular ist das o.g. 26er Meade-Plössl mit 60°. Das ergibt am f/13 eine Vergrößerung von 35fach bei einem Gesichtsfeld von 1,7°, also genauso viel wie das 32er bzw. 40er Plössl bei maximaler Blende. Ich habe allerdings gerne etwas mehr Vergrößerung.
 
Hallo Micha,

hm... Du betonst "echt" bezüglich Ortho und BCO. Ich meine mich aber zu erinnern, dass Aufgrund der erkennbaren Verzeichnung die ansonsten sehr gut gelungenen BCOs einfach nicht orthoskopisch sind. Nur wird halt der Begriff verwendet, weil der in der Wahrnehmung des Kunden für etwas steht, was die Okulare gut leisten: Schöne Planetenabbildung.

Zum 40er: Eigentlich ist mir egal, ob mit Verzeichnung 50°, 48,5° oder doch 40° heraus kommen, mein Meade Serie 4000 40mm macht sich im Vergleich mit dem 32mm TS Plössl gut und es kommt mir dabei nicht auf das scheinbare Feld an, sondern darauf, bei fast f/13 wenigstens noch ein klein wenig Bildhelligkeit, also AP, aus der Röhre rauszuquetschen. Also 3,1mm AP statt 2,5mm AP, was das Bild mehr als 50% heller macht. Finde ich bei 70mm Öffnung nicht irrelevant.

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven!

Ich betonte "echt" in Bezug auf die Vixen-Mogelpackungen, die ja seit Jahrzehnten "Orthos" (wounter der gemeine Astrinomiker ein Okular mit der Linsenkombi 1-3 versteht) verticken, die eigentlich vom Plössl-Design (Linsen 2-2) sind. Das meinte ich. (Jaja, Plössls sind auch orthoskopisch, ich weiß.)
Die immer wieder als die besten Planetenokulare in ihrer Preisklasse beurteilten Baader Ortos braucht man nun deswegen nicht noch mit angeblicher "Verzeichnung" in ein schlechtes Bild zu rücken. Ich habe schon einige Kollegen auf Treffen mit so einem Okular "die Augen geöffnet", die vorher von ganz anderen "super Planetenokularen" überzeugt waren.
Aber man soll ja niemanden zu seinem Göück zwingen, und ich gebe da nur meinen persönlichen Eindruck wieder.

> Also 3,1mm AP statt 2,5mm AP, was das Bild mehr als 50% heller macht. Finde ich bei 70mm Öffnung nicht irrelevant.

Das ist deine Meinung. Ich bevorzuge das Okular mit weniger Klorollenblick. Ein halben Millimeter weniger AP interesssiert mich dabei unwesentlich. Da wirken sich andere Faktoren (Transmission von Okularen und Zenitspiegeln) genausogut aus. Was du an Helligkeit gewinnen magst, verlierst du an Vergrößerung bzw. besserer Erkennbarkeit. Da muß man dann die goldene Mitte finden.

Ich hatte übrigens früher auch Plössl mit 40 und 32 mm im Einsatz, so ist das ja nicht. Aber nun habe ich sie nicht mehr. Hat auch irgendwo einen Grund. :gutefrage:
 
Naja Freunde,

Vixen hatte also mal in grauer Vorzeit.......jou! :pfeif:

Nun habe ich ja die Genuine-Orthos von Baader und deren Nachfolger, die Classic Teile im Einsatz.
Da sind plötzlich laut Baader die neuen Teile besser als die Orthos aus Japan. Okay, klappern gehört zum Handwerk aber die Werbebotschaften sind m.E. jedenfalls grenzwertig, was aber überall Mode ist.

Ich mag an den Neuen halt das größere Feld und sehe nicht wirklich merklich schlechtere Abbildungsleistung.
Allerdings kostet das große Feld auch was, die Verzeichnungsfreiheit geht halt Baader....äh.....Quatsch....baden. :/
Klassisch als Ortho, was ja Classic wohl ausdrücken soll, wären 40/42 Grad und damit auch orthoskopische, verzeichnungsfreie Abbildidung.
Das sind sie nun wirklich nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass Classic sich durchaus langfristig als Name für die Teile rechtfertigt.
Sie sind für den Preis so gut, dass sie das Zeug zum Klassiker haben. :cool:

Schade, dass meine beiden 18er Classics oft schon bei Beobachtungen im Sonnensystem mit dem 12-Zöller und dem Binoansatz hinter der Düring-Barlow nicht eingesetzt werden können, weil das Seeing dagegen ist.
Dann müssen halt die guten langbrennweitigeren Plössls ran.
Gäbe es 22er oder 25er Classics wäre ich unter den ersten Kunden.
:gutefrage:
Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
> Vixen hatte also mal in grauer Vorzeit...

Na, die Dinger laufen aber immer noch gut im Gebrauchtmarkt hin- und her. Ich habe auch oft erlebt, daß gerade diese Okus von Vixen synonym für "Orthos" stehen, und das schon lange Zeit, ja.

> Sie sind für den Preis so gut, dass sie das Zeug zum Klassiker haben.

Na, siehst, das wollte ich doch lesen...! :biggrin:

(Immer dieses madig machen! Leute, wir sind hier im Eisteigerbreich und reden über brauchbare Einsteigerokulare an einem Einsteigerteleskop. Theoretische Hi-End-Optikdebatten in haarspaltenden Endlosthreads hatten wir genug, auch mit vielsagenden Graphiken.)
 
Hallo Micha,

weisst... ich frag mich bei Dir jetzt nicht nur manchmal. Der Punkt ist doch: Man kann nun nachschlagen, was orthoskopisch heißt. Man kann weiter mal überlegen, ob man orthoskopisch für eine hervorragende Planetenabbildung braucht. Man wird feststellen: Nein, zumal Verzeichnung zum Rand hin erst relevant wird, wenn Jupiter mehr als scheinbare 40° groß wird. Also maximal 50 Bogensekunden Jupiterdurchmesser sollen 40° groß werden, schlappe 2880-fache Vergrößerung, jo mei, jetzt hoast's mi!
Zurück zum Ernst der Lage: Wie kann man ernsthaft behaupten, dass eine orthoskopische Abbildung für gute Planetenbeobachtung irgendwie unbedingt vonnöten wäre? Warum bewirbt man die Okulare nicht für das, was sie tun? Hoher kontrast, reflexarm, saubere Spots, also: sauberes Bild. Reicht das nicht? Na, mir reicht's - ups, Wortspiel...
Was ist nun so schlimm daran, dass sie Verzeichnung haben und also wohl nicht orthoskopisch sind? Immer diese Marketing-Hörigkeit!

So, und Deiner AP-Geschichte... ich merk's mir und wenn das nächste mal einer kommt und mir sagt "das Okular hat aber weniger als 70% Gesamttransmission", dann kann ich ja auf Dich verweisen, dass es völlig egal ist... Nein, hier ware explizit auch Deepsky-Objekte angesprochen und da gibt es wirklich welche, bei denen man um das Plus an Bildhelligkeit dankbar ist. Kann ja sein, dass Du solche Objekte gar nicht mit Kleinscherben aufsuchst. Wenn man aber nur eine Kleinscherbe einsetzen kann, hat der Wunsch nach AP womöglich auch irgendeinen Grund.

CS
Sven
 
Hi Micha,

unter dem Gesichtspunkt bist Du mit Deiner Idee vom "madig machen" im völlig falschen Film.
Da sind die Vixen Teile, ob nun als Ortho gebraucht billig gekauft oder als Plössl erkannt doch genau so brauchbar wie die Baader Classic, denen aus anderen Gründen die "Orthoskopie" mangelt, weshalb ich gut mit Classic ohne den Zusatz leben kann, gerade wenn ich dem Einsteiger ein gutes, preisWERTES Okular empfehlen will.

Es juckt natürlich schon, mal dem Einsteiger ganz kurz darzulegen, was ihm da durch die Lappen geht:

Orthos im klassischen Sinne müssen möglichst Verzeichnung sfrei abbilden.
Das ist mal wichtig, wenn es um z.B. Vermessungen geht, aber in unserem Hobby und gerade auch bei moderaten Gesichtsfeldern fällt das kaum auf.
Man könnte z.B. mal versuchen, ob sich
Rupus Recta am Gesichtfeldrand ungebührlich biegt oder ob ein Sternchen am Rand des Feldes etwas dicker wird ohne dass andere Ursachen eine Rolle spielen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sven,

vielen dank für die Erklärung - ich habe das Handbuch von Lidl gelesen, aber gar nichts über den Typ der Okulare. Ich habe Handbuch von Bresser gelesen und da kann ich die K vorher sehen. Jetzt weiß ich welche Okulare ich habe und ich kann jetzt vergleichen mit den anderen Okularen :)

Gruß,
Radim
 
Hallo Micha,

Vielen Dank für die persönliche Erfahrung mit diesem Teleskop. Ich habe das gelesen und den Okular-typen studiert. Nun kann ich an diese Variante denken:

1) für das Such-okular (die Messer Objekte) kann ich 25mm Plösl (Gesichtsfeld 50°, Augenabstand 19,5mm) benutzen
25 mm
2) für das Such-okular (Planeten wie Jupiter und Saturn und Mond) kann ich 20mm TSWA20 (Gesichtsfeld 70° und 17mm Augenabstand) benutzen
20 mm
3) für besseren Vergroßerung und gemütlich Beobachtung kann ich 12mm TSWA (Gesichtsfeld 70° und 10mm Augenabstand) benutzen
20 mm
4) für maximale Vergroßerung kann ich Ortho Okular benutzen - 6mm oder 7mm
6 mm

Siehst du irgendeinen logischen Fehler?

Gruß,
Radim
 
Hallo Sven, Micha und Günter,

Ich möchte das Maximales aus dieser Teleskop bekommen. Ich weiß dass ich auch Zenitspiegel und Sucher austauchen muss. Da auch ich die Filter kaufen muss. Ich werde neue Themen dazu erstellen.
Auch ich verstehe, dass maximale Vergroßerung für dieses Teleskop ca 140x ist.
Vielleich kann ich mehre Informationen über meinen Plan: Heute ist es mein einziges Teleskop. Ich werde einen besseren kaufen (spielt keine Rolle welche). Dann wird dieses Teleskop ein Reise-Teleskop sein. Und auch ein Teleskop für meine Tochter /3,5 Jarhe alt jetzt/. Ich kann ca. 300 euro and die Okulare, Zenitspiegel und Filter investieren. Da muss ich auch etwas gebraucht kaufen. Das ist kein Problem. Ich habe die pasenden Okulare hier gesehen, aber ich kann noch keine PN schicken :(

Ich hoffe das kann die Präferenzen einschränken.

Gruß,
Radim

PS: 4mm Okular ist nur für Mondbeobachtung gut :) 225x Vergroßerung ist für alles andere zu viel.
 
Moin Radim!

Deine Okularreihe sieht gut aus. Das 25er würde ich nun aber ich eher gegen das 32er Plössl * mit maximaler Feldblende austauschen - es liegt sonst zu nahe an 20 mm.
Zum 32er also 20, 12 und 6 mm. Das sieht doch gut aus.

* Tip: Das Omegon bei eBay gefällt mir gut und hat den besten Preis.
 
Hallo Micha,

ja, 32er sieht besser aus. Ich habe es gefunden:
Hier

Besser preis und auch Versandkonsten in die Slovakei nur 5 euro :)

Es ist ein guter Kandidat.

Gruß,
Radim
 
Hallo,

sind die Orbinar SWA Okulare eigentlich baugleich mit den TS WA Modellen? Ich meine schon?! Wären halt noch eine Ecke günstiger zu bekommen für um 20 Euro. Ich habe das 12mm und 8mm Modell und die sind sicher kein Schrott. Beim 8mm wir der Augenabstand aber langsam grenzwertig

Ich habe übrigens so ein 6mm Vixen Ortho mit für mich indiskutablem sGF von gefühlten 30 Grad.

CU
Klaus
 
Hallo Radim

Wenn Du preiswerte Okulare suchst schau hier einmal rein:

Plösslokulare

Ein Plössl oder orthoskopisches Okular in 6MM würde ich nicht mehr nehmen denn der Augenabstand liegt hier nur noch bei sehr unkomfortablen 5MM. Das liegt nicht jedem. Entweder Du nimmst ein anderes Okulardesign oder ein 12MM Plössl in Verbindung mit einer guten Barlow-Linse. Als Alternative käme denn so etwas in frage:

Planetary-Okular



Gruß Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

vom ersten Link - wer ist der Hersteller. Preis ist gut dort.

Über Ortho kenne ich die Nachteile, aber ich habe es für die maximale Vergrößerung für dieses Teleskop (ca. 140x) nutzbar. Ich brauche scharfes und kontrastreiches Bild. Es wird vielleicht nur für die detaillierte Planetenbeobachtung verwendet. Jetzt habe ich Kellner 20mm, 12mm und 4mm und ich weiß, dass ich mit nicht sehr komfortabel Beobachtung von diesem leben kann.
Die anderen Okulare sind für komfortabel Beobachtung.

Gruß,

Radim
 
Hi Zusammen,

OK, 32mm sehe ich auch so. 140x als Obergrenze sehe ich schon auf bestimmte Situationen beschränkt, also harte Kontraste wie Mond und (nie ohne sicheren Filter) Sonnenflecken. Auch Saturn fällt eher darunter. Für Jupiter und Mars würde ich eher nur um 100x ansetzen, so dass ein 9mm dafür ein gutes Arbeitspferd wäre. Das dürfte womöglich auch für die oben genannten Objekte ein knackigeres Bild liefern.

@Klaus: Orthos nach Abbe haben nuneinmal nur 30° und wer sie benutzt stellt weniger die Frage, ob 30° akzeptabel sind, sondern der will eher das Maximum an Kontrast und Abbildungsgüte haben. Die alten Vixen-Orthos sind da aber eher auf traurige Weise "berühmt". Bei diesem Gerät allerdings kann man sehr beruhigt auf Plössls setzen, die 50° liefern und die Unterschiede z.B. zur Baureihe Kasai Hc/University Hd/Baader Genuine/Fujiyama (alles auf derselben Optik basierende Japan-Orthos) sind dann sicher gering. Übrigens ist auch ein gut verarbeitetes Kellner bei f/13 ein hervorragend funktionierendes Okular. Nur kann man das heutzutage kaum kaufen, weil die Dinger eher als Vollplastik-Kernschrott vom Band fallen.

Bei Plössls gilt es schon etwas aufzupassen, weil auch die gibt es durchaus in mehreren Abstufungen der Qualität. Die Standard-Ware im Moment hat vollständig grün vergütete Linsen und eine weiche Gummiaugenmuschel aus Silikongummi. Ältere Varianten davon haben blau vergütete Linssen - die tun's auch. Dann gibt es aber sehr schlichte Plössls, ebenfalls blau vergütete Linsen, die beschriftung sehr blass/dunkel Orange bis Braun, die Agenmuschel eher aus Plastik mit Weichmacher - eigentlich muss man die nur anfassen, um zu wissen, was abgeht. Das ist ein Produkt, welches die Welt eher nicht braucht. Da sind ich die oft verramschten Meade MA Okulare deutlich hochwertiger verarbeitet.
Jedenfalls sind diese ordentlich verarbeiten Plössls zwischen 30 und 50 Euro zu haben. Erkennungsmerkmal ist normalerweise eben die Silikongummi-Augenmuschel und die komplett grüne Vergütung.
Bei Brennweiten unter 15mm fällt das mit dem Augenabstand so langsam auf - ist bauartbedingt. Hier kann man nun auf die Planetarys zurückgreifen, muss sich aber bewusst sein, dass der Komfort-Gewinn auch bedeutet, dass da normalerweise 2 Linsen mehr drin sind. Keine Linse kann perfekt produziert werden, also gibt es marginale Verluste an Bildqualität. Ich glaube an einem heutigen 70/900 absolut vernachlässigbar.

Clear Skies
Sven
 
So, nach dieser wieder mal recht langen und launigen Diskussion sind meine Chips und das ganze Bier alle.

Vor lauter Langeweile und vermutlich aufgrund des Biernebels :smiley63: habe ich mir das 42° Kokusai Kohki Fujiyama HD-OR 9mm bestellt und werde es demnächst mit meinem 100° ES 9 mm vergleichen.

Wehe, da fallen mir am Ortho nicht ob des Kontrastes und der Schärfe die Augen raus und wehe, ich finde den Planeten aufgrund des kleinen Gesichtsfeldes nicht.
Bin schon am Überlegen, wer dann das Teil vor laufender YT Kamera runterschlucken "darf". ;)
 
Hallo Radim

Den Inhaber Herrn Beyersdörfer konnte ich schon öfters auf Verkaufsmessen antreffen . Er bietet Produkte die man schon von andern Anbietern z.B. TS oder Omegon so wie anderen kennt unter seinem eigenen Label "Astro Professional" an. Das 38MM SWA Super Weitfeld Okular 38 mm war bis jetzt mit das Beste was mir im Billigsektor begenet ist. Die EF-Flatfield-Okulare waren auch sehr gut, werden aber nicht mehr von Ihm angeboten. Die UWA Ultra Weitwinkel und die LE Long Eye Okulare kennen wir auch bereits unter anderem Label und sind qualitativ vergleichbar/identisch mit den Anderen. Wie das mit den Plössln aussieht weis ich nicht. Sie dürften aber mit denen von Skywatcher vergleichbar sein. Die EF-Flatfield-Okulare in 3 Brennweiten waren auch mit denen von Skywatcher identisch. Ich habe bis jetzt mit Okularen von "Astro Professional" ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht.

Hier sind diese Plössl noch billiger:

Plössl


Gruß Peter
 
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Hallo Peter,

ein 9mm hab' ich grad schon, wenn auch als Kasai Hc, aber wir könnten uns sicher über irgendwas verrücktes mit einem 12,5mm einigen... An welchem Teleskop soll der feine Unfug starten?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Peter,

jetzt muss ich hier einen Mini-Antwort-Stakkato machen. Beim Klick auf das entsetzlich unscharfe Bild hatte ich ein Deja-Vu. So sahen die Dinger aus, wo vor Jahren auch Plössl drauf stand, lagen einem Billig-Bino bei und eines der 9mm hatte eine Linse, die aus Versehen nicht so ganz poliert war. Das Foto gibt die Ahnung einer blauen Vergütung wieder. Qualität ist eben auch ein nach unten offener Begriff. Möge das eine unzutreffende Ahnung sein...

Jedenfalls: In etwa so sollten sie aussehen - das Label ist dabei Wurscht. Wer genug abnimmt, könnte sie auch mit dem Profil seiner Ohrmuschel kennzeichnen lassen...
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/32mm.jpg

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven

Ich hatte bisher mit 2 SWA Super Weitfeld Okularen 38 mm und 2 EF-Flatfield-Okularen 27MM fürs Bino von Astroprofessional zu tun. Bei beiden Typen kann ich nicht klagen. Die Flatfield-Okulare Bilden genau so gut ab wie die 19MM und 24MM Panoptik ab. Ich nutze sie am Bino zur Planetenbeobachtung mit 5Meter Brennweite. Was die Plössl wert sind wird man erst wissen wenn sie im Okularauszug stecken hat. Bei 10€ kann man aber nicht viel falsch machen.
Zu was für einen Preis Deine Plössl über den Ladentisch gehen kannst Du hier sehen, schau mal genau hin:

32er Plössl

Die 32er habe ich auch aber vom Birkmaier zu einem ähnlichen Preis. Abbildung gut, Einblick... na ja ... sagen wir mal etwas anstrengend. Plössl eben. Nicht so ganz mein Geschmack. Aber in dem Brennweitenbereich in 1 1/4" gibt es nichts anderes.

Gruß Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

Deine Brennweite bei der Planetenbeobachtung ist mir eigentlich egal, das Öffnungsverhältnis wäre von Aussagekraft.

Die von mir verlinkten 32mm Plössl sind jene von einer grundsätzlich soliden Qualität, so wie man sich die Teile wünscht. Es sind nicht Edel-Plössl von Televue, aber auch kein völliger Ramsch. Ich meine, dass man diese Qualität anstreben sollte und fand, dass es diese Qualitätsstufe derzeit zwischen 35 und 45 Euro Neupreis gibt.
Kauft man jetzt ein neues Plössl mit Blauvergütung, ist man in einer Produktkategorie "absoluter Sparpreis" gelandet, in der man mit vielen, zunächst vielleicht auch unsichtbaren, Einschränkungen rechnen muss. Im Unterschied zu einem 20 Jahre alten Gebrauchtexemplar (in gutem Pflegezustand), bei dem diese Vergütungstechnik seinerzeit Standard war und daher der Rest des Okulars trotzdem in guter Qualität gefertigt sein dürfte.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Micha,

beim Dobson ohne Nachführung nervt mich das kleine sGf des Vixen Ortho. Ich kann das schon nachführen, und an M1 habe ich es bei guten Bedingungen mal ausprobiert. Mit der Erkenntnis dass es einem Planetary gleicher Brennweite (Omegon LE) in nichts überlegen ist. Dieses Planetary wäre mir für das 70/900 aber zu wuchtig. An einem Refraktor 90 1000 wiederum war ein 6mm Plössl bis auf den Augenabstand und das etwas kleinere Gesichtsfeld genauso gut wie das Planetary. Und man lief nicht Gefahr den OAZ zu zerbrechen.

CU
Klaus
 
Hallo Freunde,

vielen Dank für die wertvollen Antworten. Ich bin entschieden und wenn alle neue Okulare zu Hause sind, werde ich Sie über das Resultat und die Zufriedenheit informieren.

Gruß, Radim
 
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