Gerd_Duering
Aktives Mitglied
Hallo Stefan,
na ja wegen des Umbiegens des Themas mach dir mal keine Sorgen, das ist hier so üblich. Nur das es in der Regel in die andere Richtung geht also Jemand fragt einen Refraktor an und dann wird von unseren Newtonfreunden hier das Thema in Richtung Newton gebogen.
In deinem Fall macht ein Newton aber tatsächlich wenig Sinn.
Es ist grundsätzlich so das je kleiner die Öffnung wird umso mehr Probleme bekommt man die Obstruktion in Grenzen zu halten.
Das liegt daran das nicht alle Parameter mit der Öffnung skalieren.
Die Fokuslage über Tubus muss zb. die Gleiche bleiben wenn du mit deinem Zubehör in den Fokus kommen willst, egal ob der Newton nun 100 oder 500mm Öffnung hat und die Baulänge des OAZ verändert sich auch nicht mit der Öffnung.
Das hat zur Folge das der FS dann auch relativ zur Öffnung gesehen näher an den HS rücken muss je kleiner die Öffnung wird und damit muss er relativ zur Öffnung gesehen größer werden, es vergrößert sich also die Obstruktion.
Ein weiterer Punk wäre dann noch die Chipgröße die ja auch nicht mit der Öffnung skaliert.
Wenn du die Chipgröße in Relation zur Öffnung setzt dann sind eben meinetwegen 20mm in Relation zu 100mm Öffnung viel und Relation zu 500mm Öffnung wenig.
Auch das hat zur Folge das ein FS der diese Diagonale ausleuchten soll in Relation zur Öffnung größer werden muss je kleiner die Öffnung wird.
Da ist der Griff zum Refraktor doch die logische Konsequenz.
Ich würde dir den kleinen 65mm TS Quadruplet-Astrograph empfehlen.
https://www.teleskop-express.de/sho...raph---44-mm-Feld---auch-fuer-Vollformat.html
Mit dem Newton kommst du inklusive Komakorrektor auf keinen Fall billiger weg!
Das Kostenargument zieht hier nicht.
Ein geeigneter OAZ für den Newton schlägt allein schon mal mit 200 bis 300€ zu Buche.
Dann ein für f/4 geeigneter Komakorrektor der mit 300€ (ES) bis 530€ (Paracorr)
zu Buche schlägt.
Das heißt allein mit OAZ + Komakorrektor kannst du schon in die Preisregion des kleinen TS Astrographen kommen.
Da ist das eigentliche Teleskop noch gar nicht dabei.
Der TS Quadruplet-Astrograph ist hingegen eine Komplettlösung und ein rundum sorglos Paket ohne Bastelei und weitere Kosten.
Einfach Cam dran und loslegen.
Lass dich nicht von der kleinen Öffnung täuschen.
Der leistet genau so viel wie der 114mm Newton!!!
Er bietet die gleiche Brennweite und was viele nicht bedenken auch die gleiche Bildauflösung wie der 114mm Newton.
Warum?
Du kannst mit deinen 3,8-µm-Pixeln schlicht und ergreifend nicht das Beugungsbegrenzte Auflösungsvermögen weder bei f/4 noch bei f/6,5 nutzen.
Dafür ist mindestens eine Öffnungszahl N von 3,6* Pixelgröße also in deinem Fall
N = 3,8x3,6
N = 13,68 nötig
Das Öffnungsverhältnis ist der Kehrwert der Öffnungszahl
Also f/13,68
Der kleine 65mm TS ist also mit seinem f/6,5 und damit 450mm Brennweite noch sehr stark unterfordert was die maximal mögliche Bildauflösung anbelangt.
Man könnte aus dem 65mm bei f/13,68 also einer Brennweite von 889mm noch wesentlich mehr herausholen.
Halten wir also fest.
114/450 Newton
Hohe Obstruktion was zu fetten Sternen führt.
FS Spinne die zu unansehnlichen Spikes führt.
Komplizierte Selbstbaulösung nötig.
Kritisches Öffnungsverhältnis das alles von Korrektor und Justage einschließlich des penibel einzuhaltenden Backfokus abverlangt.
65mm TS Quadruplet-Astrograph
Rundum Sorglospaket.
Da der Flattener integriert ist auch kein gefummel mit dem richtigen Bachfokus.
Trotz kleinerer Öffnung gleiche Bildauflösung wie beim 114mm Newton.
Da beide 450mm Brennweite haben gleiches Feld in beiden.
Da keine FS Spinne nötig auch keine hässlichen Spikes auf den Aufnahmen.
Keinesfalls teurer als der 114mm Newton als Spezialanfertigung und mit nötigem Komakorrektor!
Also ich muss da nicht lange überlegen wem ich den Vorzug gebe.
Grüße Gerd
bin aber bisher was Refraktoren angeht, komplett unerfahren. Meine größte Frage hier (auch wenn ich jetzt den Thread thematisch ein wenig umbiege ...) ist vor allem: Reicht für mich ein ED (z.B. der hier) oder sollte es doch ein Voll-Apo mit noch weniger Farbfehler sein?
na ja wegen des Umbiegens des Themas mach dir mal keine Sorgen, das ist hier so üblich. Nur das es in der Regel in die andere Richtung geht also Jemand fragt einen Refraktor an und dann wird von unseren Newtonfreunden hier das Thema in Richtung Newton gebogen.
In deinem Fall macht ein Newton aber tatsächlich wenig Sinn.
Es ist grundsätzlich so das je kleiner die Öffnung wird umso mehr Probleme bekommt man die Obstruktion in Grenzen zu halten.
Das liegt daran das nicht alle Parameter mit der Öffnung skalieren.
Die Fokuslage über Tubus muss zb. die Gleiche bleiben wenn du mit deinem Zubehör in den Fokus kommen willst, egal ob der Newton nun 100 oder 500mm Öffnung hat und die Baulänge des OAZ verändert sich auch nicht mit der Öffnung.
Das hat zur Folge das der FS dann auch relativ zur Öffnung gesehen näher an den HS rücken muss je kleiner die Öffnung wird und damit muss er relativ zur Öffnung gesehen größer werden, es vergrößert sich also die Obstruktion.
Ein weiterer Punk wäre dann noch die Chipgröße die ja auch nicht mit der Öffnung skaliert.
Wenn du die Chipgröße in Relation zur Öffnung setzt dann sind eben meinetwegen 20mm in Relation zu 100mm Öffnung viel und Relation zu 500mm Öffnung wenig.
Auch das hat zur Folge das ein FS der diese Diagonale ausleuchten soll in Relation zur Öffnung größer werden muss je kleiner die Öffnung wird.
Da ist der Griff zum Refraktor doch die logische Konsequenz.
Ich würde dir den kleinen 65mm TS Quadruplet-Astrograph empfehlen.
https://www.teleskop-express.de/sho...raph---44-mm-Feld---auch-fuer-Vollformat.html
Mit dem Newton kommst du inklusive Komakorrektor auf keinen Fall billiger weg!
Das Kostenargument zieht hier nicht.
Ein geeigneter OAZ für den Newton schlägt allein schon mal mit 200 bis 300€ zu Buche.
Dann ein für f/4 geeigneter Komakorrektor der mit 300€ (ES) bis 530€ (Paracorr)
zu Buche schlägt.
Das heißt allein mit OAZ + Komakorrektor kannst du schon in die Preisregion des kleinen TS Astrographen kommen.
Da ist das eigentliche Teleskop noch gar nicht dabei.
Der TS Quadruplet-Astrograph ist hingegen eine Komplettlösung und ein rundum sorglos Paket ohne Bastelei und weitere Kosten.
Einfach Cam dran und loslegen.
Lass dich nicht von der kleinen Öffnung täuschen.
Der leistet genau so viel wie der 114mm Newton!!!
Er bietet die gleiche Brennweite und was viele nicht bedenken auch die gleiche Bildauflösung wie der 114mm Newton.
Warum?
Du kannst mit deinen 3,8-µm-Pixeln schlicht und ergreifend nicht das Beugungsbegrenzte Auflösungsvermögen weder bei f/4 noch bei f/6,5 nutzen.
Dafür ist mindestens eine Öffnungszahl N von 3,6* Pixelgröße also in deinem Fall
N = 3,8x3,6
N = 13,68 nötig
Das Öffnungsverhältnis ist der Kehrwert der Öffnungszahl
Also f/13,68
Der kleine 65mm TS ist also mit seinem f/6,5 und damit 450mm Brennweite noch sehr stark unterfordert was die maximal mögliche Bildauflösung anbelangt.
Man könnte aus dem 65mm bei f/13,68 also einer Brennweite von 889mm noch wesentlich mehr herausholen.
Halten wir also fest.
114/450 Newton
Hohe Obstruktion was zu fetten Sternen führt.
FS Spinne die zu unansehnlichen Spikes führt.
Komplizierte Selbstbaulösung nötig.
Kritisches Öffnungsverhältnis das alles von Korrektor und Justage einschließlich des penibel einzuhaltenden Backfokus abverlangt.
65mm TS Quadruplet-Astrograph
Rundum Sorglospaket.
Da der Flattener integriert ist auch kein gefummel mit dem richtigen Bachfokus.
Trotz kleinerer Öffnung gleiche Bildauflösung wie beim 114mm Newton.
Da beide 450mm Brennweite haben gleiches Feld in beiden.
Da keine FS Spinne nötig auch keine hässlichen Spikes auf den Aufnahmen.
Keinesfalls teurer als der 114mm Newton als Spezialanfertigung und mit nötigem Komakorrektor!
Also ich muss da nicht lange überlegen wem ich den Vorzug gebe.
Grüße Gerd
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