Kaufberatung fotografischer Richfield-Newton

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Hallo Frank,

wenn man regelmässig die Deepsky-Bilder hier begutachtet, kommt man auch relativ gut zu dieser Brennweiten-Gerät-Verteilung.

Wenn man was vergleichbares zum Epsilon sucht, aber sich sicher ist, daß man nie mehr als 25 mm Bildkreis auslechtet, dann würde es bei mir ein Newton 150 F/4 als Basis mit einem 0,72x Reducer. Damit hätte man ein etwas schnelleres Gerät (F/2.9). Wäre aber auf den Bildkreis s.o. beschränkt. Die Kosten lägen aber auch beim Selbstbau schon bei knapp 1700 Euro. Für 2700 gibts dann den Epsilon. Die Obstruktion dürfte aber auch in diesem Falle wieder bei ca. 30..35 % liegen (respektive 48%) beim Epsilon. Warum würde ich das machen? Weil das entsprechende Zubehör ja ohnehin an mehreren Teleskopen einsetzbar ist (-> Reducer).
Der Epsilon ist da schon eine Ausnahme. Was sicherlich auch am Preis liegt. Der Vixen VSD kostet mit Reducer ja schon das 3 Fache.

Es ist nicht unbedingt die Frage, ob Newton oder nicht. Es ist auch die Frage was man bezahlen will. Und was man bereit ist, an Pflege zu investieren. Und die ist bei sehr schnellen Newtons schon sehr intensiv. Das wird von visuellen Beobachtern gerne verkannt.

CS,
Gerrit

 
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Hi Gerrit,

völlig klar. Der Epsilon ist auch nicht wirklich das Gerät, welches ich einem Anfänger empfehlen würde, dazu ist er zu teuer und vermutlich auch nicht unkompliziert? (obwohl man da nur gutes hört).

Nur muss man auch mal sehen, dass es auch Leute gibt die einfach nicht basteln wollen/können. Für die ist so ein APO (abgesehen von den Vorteilen auf dem Papier) nahezu ideal.

Gehen tut irgendwo so vieles, aber wie kommt man am schnellsten zu zufrieden stellenden Ergebnissen?

CS Frank
 
Hallo Frank,

"aber wie kommt man am schnellsten zu zufrieden stellenden Ergebnissen?"
in dem Fall hier: Mit dem, was man hat.
6" F/5 Newton. Plus Komakorrektor.

Später kann man immernoch umrüsten (Carbontubus, OAZ) und einen Reducer einplanen.

Grüße,
Gerrit

 
Ich stimme im Prinzip zu, dass bei kurzen Brennweiten die Linse fotografisch die Nase vorne hat. Aber es gibt schon kleine, kurzbrennweitige Newtons mit brauchbarem Okularauszug, die nicht ganz so viel kosten wie ein Epsilon:
http://www.astroshop.de/omegon-teleskop-pro-astrograph-154-600-ota/p,54739
Das soll jetzt nur ein Beispiel sein - ihr könnt ja noch ähnliche Geräte von anderen Anbietern raussuchen.

Also ganz so schwarz/weiss wie "Schrott oder Tak" ist es auch bei den Spiegelsystemen nicht. Man muss natürlich noch den Preis eines Komakorrektors oben drauflegen - und der kann ja gerne mal mit 300€ zu Buche schlagen. Trotzdem bleibt man unter dem Preis eines 80ers mit gleichwertigem OAZ und Fieldflattner.
 
Hallo Tassilo,

nettes Angebot. Nette Werbung. Wenn jetzt noch die Justageschrauben aus dem Kritik-Bereich der Amateuerastronomen in eine zweckmäßige Anordnung gebracht würde, würde nicht nur meinem Munde ein Säufzer der Erleichterung entweichen.
Das ist auch mit einer der Gründe bei den Tuben nicht aufs Firstlight zu warten, sondern direkt die Bohrmaschine und Gewindebohrer auf die Werkbank zu legen.
Bezüglich der Tubusfarbe hat sich GSO von weiß bis blau zu schwarz jetzt schon zu Kundenwünschen hinreißen lassen.

Die These Schrott oder Tak hat doch niemand aufgestellt. Darum gehts bestimmt nicht.

Der GPU kostet ja jetzt nicht unbedingt 300 Euro. Und ein vernünftiger OAZ wäre eine sinnvolle Erweiterung. Z.B. der Octo60 von Teleskope-Austria.
https://teleskop-austria.at/Octo60mic_Lacerta-OCTO60-Okularauszug-fur-Newton-auf-8-Kugellager

Ein kleiner Apo kostet da jetzt auch nicht viel mehr.
https://teleskop-austria.at/La72432FLAT_72-432-Lacerta-Quadruplet-Flatfield-APO-2-2-Linsen-mit#m
Flattner inkl.

Warum nicht erstmal mit dem arbeiten, was man hat. Das konsequent im Selbstbau weiter entwickeln.

Zu Deiner Werbung: Löblich ist schon, daß man hier wenigstens einen brauchbaren bei dem kleinen 150 F/4 (und auch 8") anbietet. Mich würde interessieren, wie der Fangspiegel montiert (bzw. verklebt) ist.

CS,
Gerrit
 
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Hallo Tassilo,

danke für den Link.
Den kleine Newton kannte ich noch gar nicht - und schaut ja doch recht interessant aus.

Herzliche Grüße aus den Alpen
Max
 
Hallo Stefan,

Du könntest ja in dem Preissegment zwei :) PDS130 erwerben, die sind relativ günstig und gut zu justieren. Zwei Montierungen, Korrektoren und Cams vorausgesetzt, käme dann Interferometrie in Frage...

Möchte mit meinem Beitrag lediglich zum Schmunzeln anregen, manchen Ernst aus der Diskussion nehmen und mich wieder ausklinken :)

Beste Grüsse und klaren Himmel!

Markus
 
Hallo Tassilo,

wir kennen uns ja nicht persönlich, darum gehe ich davon aus du meinst es nicht böse aber:

Also ganz so schwarz/weiss wie "Schrott oder Tak" ist es auch bei den Spiegelsystemen nicht.

das ist ein Musterbeispiel wir hier in solchen Diskussionen gerne mal das Wort im Mund rum gedreht wird. Das hat nun wirklich niemand behauptet!

Werbung machen für den eigenen Laden. Naja, warum nicht:-)

CS Frank
 
Kleine Ergänzung zu #1304546: brauchbaren OAZ :)
 
Hallo zusammen,

okay, also was ich aus diesem Thread für meine eigentliche Frage nun heraus destilliere ist: In den von mir angestrebten Brennweiten sind Apos die Mittel der Wahl. Gute kurzbrennweitige Newtons gibt es zwar auch, aber entweder preislich sehr hoch oder handwerklich ein bisschen anspruchsvoller (und in dem Fall preislich auch nicht sooo günstig). Für mich als ein "ein wenig fortgeschrittenere Anfänger" passt wohl der kleine 65er Apo tatsächlich am besten und daher werde ich ihn mir wohl für die Wintersaison zulegen. Der ist denke ich auch als kleines Reiseteleskop (vielleicht zusammen mit der Star Adventurer) ganz gut. Vielen Dank an alle Diskutanten!

Gruß

Stefan
 
Hallo Tassilio (Alle),

die Schrottaussage kommt von mir und ich stehe auch dazu, denn der Threadstarter will ganz offensichtlich weder den 130/650er PDS mit f/5 noch einen 150/600er mit f/4.

In seinem Eingangspost steht das

Zitat von docvince82:
.......
Eine Möglichkeit wäre natürlich ein 6" mit F4, dann wäre ich von 750mm schon mal auf 600mm. Aber eigentlich liebäugle ich eher mit einem aus der 4,5"-Kategorie, die ja oft als 114/500 angeboten werden. Allerdings finde ich dort kaum Teleskope, die nicht "für Einsteiger" o.ä. sind. ,,,,

recht deutlich.
Er will weniger Brennweite und auch weniger Öffnung, den 150/600er UNC erwähnt er sogar explizit. Das wäre eigentlich die Teleskopklasse die er will und auch bezahlen würde, aber er will sich mit der Brennweite und den eerreichbaren Feldern wohl deutlicher vom vorhandenen 150/750er absetzen. Das verstehe sogar ich als unterschätzender Visueller.

In 6" und 5" Öffnung gibt es nun aber keine Newtons unter 600 mm Öffnung, weder fotografisch noch visuell und das Angebot mit weniger Öffnung, also z.B. die 114/450er und weniger Brennweite als 600 mm ist eben nicht nur für die Zwecke des Threadstarters Kernschrott , maximal (aber ohne jede Garantie) mit brauchbarem Hauptspiegel, also Bastlerland.
Basteln will der Stefan aber nicht.

So lange sich da bei Stefan nichts Grundlegendes ändert gibt es also keinen, bzw nur einen sündteuten Newton für ihn und ich hatte mal so eine 114er f/4 Zicke. Billig und gut, weil bebastelt, aber schon visuell eben sehr zickig.

Folglich landet er, wenn es sinnvoll und gut für ihn läuft, bei einen kleinen APO, zahlt deutlich mehr aber kommt zu den Bildern die er sich vorstellt, muss nicht Basteln und hat (mit guter Beratung und etwas Glück) was fürs Leben.

Um da hin zu kommen muss man nur lesen was gewollt ist, wissen was geht und was es gibt.
Frank hat ja z.B. schon Vorschläge unterbreitet und an seiner Einschätzung:

etwa Angaben:
bis 300 mm Teleobjektiv
400-800 mm APO
ab 800 mm Newton oder andere Spiegelsysteme.

würde ich als Visueller für fotografische Zwecke auch nicht rütteln wollen, das übernehmen ja schon Andere.

Visuell und mit etwas handwerklichem Einsatz und Geschick gehe ich mit dem Newton allerdings durchaus bis 114mm f/6 runter und zahle merklich weniger als für den fälligen APO in der Öffnungsklasse.

Dieser letzte Satz ist mir wichtig und von mir aus mag mich der Gerd virtuell dafür an die Wand nageln, denn es ist eine Schande, was dem visuellen Beobachter bei den kleinen Newtons für ein Schrott angeboten wird und es ist überaus erbaulich zu sehen, was ein guter 114/660er Newton zu leisten im Stande ist.

Fotografisch ist, so denke ich persönlich, allein von der erforderlichen Fangspiegelgröße her, spätestens beim 130/650 die Schmerzgrenze erreicht.

So und nun seht bitte zu, dass der Stefan eine gute Beratung zu dem für ihm sinnvollen Equipment bekommt.

Gruß
*entfernt*

PS: Okay Stefan, du hast mich überholt. :super:
 
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Hallo,

ich lese hier schon eine Weile mit da mich das Thema auch interessiert. Fotografisch ausgelegte Newtons unter 600mm Brennweite sind nicht optimal und wenn überhaupt dann nur im Eigenbau zu realisierten, OK. Der kleine 6" f4 Newton ist interessant, hat aber hält auch 600mm Brennweite, da ist der Sprung vom 6" f5 ziemlich klein. Diesen mit den 130PDS zu vergleichen ist meiner Meinung nach unfair. Der OAZ der PDS Newtons ist nun wirklich kein Meisterstück der Ingenieurskunst. Da ist der des Omegon schon deutlich besser. Immerhin sind die Laufflächen aus Stahl. Sicher, der Octo60 ist noch besser. Aber man sollte mal die Kirche im Dorf lassen, selbst mit den PDS Auszügen kann man schließlich arbeiten. Ist ja nicht so als ginge das nicht. Die besseren sind halt komfortabler und nicht jeder hängt ja gleich eine dicke CCD Kamera incl. 7 Fach Filterrad dran. Auch klar, der TAK ist eine Klasse für sich und traumhaft, keine Frage. Kostet aber mehr als meine gesamte Ausrüstung.

Was ich sagen will, you get what you paied for. Wenn ich die Diskussion hier verfolge liest sich das streckenweise sehr akademisch. Es klingt oft so als sei das günstige Teufelszeug, gerade gut genug um auf der Werkbank des Kündigen überhaupt erst in einen benutzbaren Zustand versetzt zu werden.

Da frag ich mich, wie ich mit meinen Equipment je einen (bescheidenen) Erfolg erzielen konnte. Mit eben jenem PDS OAZ, den ich auch [zensiert] finde, der aber seinen Zweck erfüllt.

Auch wenn hier ein Händler auf sein Produkt aufmerksam macht, kommt es mir so vor als rufe man ihm zu, mach da erstmal die gröbsten Macken raus und'nen richtigen OAZ dran, dann kannst Du wiederkommen. Und Leute, welche Farbe das Ding hat ist doch nun wirklich kein Kriterium für ein optisches Instrument.

Ich schüttele beim lesen da manchmal nur mit den Kopf. Mag sein, das alles wurde von mit zugespitzt und sicher ist vieles was ich geschrieben habe angreifbar. Aber macht euch doch mal bewusst, welche Wirkung ihr auf die Kollegen erzielt, die sich mit den Themen, die ihr vielleicht schon drei dutzend mal diskutiert habt, möglicherweise zum ersten Mal auseinandersetzten.

Mich hat hier schon so manche Diskussionen verschreckt, bis ich dachte unter 5000€ brauche ich halt nicht erst anzufangen. Andere haben mir dann gezeigt, dass es doch geht. Und da sind Leute wie Hannes der unter versifftem Himmel und selbstgebauten oder umgebauten Teleskopen tolle Aufnahmen zaubern bei mir weit vorn.

Ich habe eine ganze Weile über legt, ob ich das Posting abschicken soll. Aber so ein Forum lebt ja schließlich auch davon, dass man mal seine Eindrücke zurückmeldet.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo,

also ich finde die Diskussion hier ausgesprochen interessant. Es wurden Zusammenhänge aufgezeigt, die auch mir bis jetzt noch nicht klar waren bzw. die ich so nicht bedacht habe. Man lernt halt nie aus.

Auch ist die Diskussion bis jetzt eh noch eher zurückhaltend, da habe ich hier schon andere Sachen gelesen. Ich finde es ist hier – im Gegensatz zu den USA Foren – halt etwas direkter, was ja auch kein Fehler ist. Wenn es bei den Amis mal zur Sache geht, dann Explodieren die ja gleich.

Herzliche Grüße aus den Alpen
Max
 
Hallo Michael,

einiges von dem was du schreibst kann ich nachvollziehen, anderes ist, wie du schon selbst sagst, angreifbar:-)

Ich fahre viel auf der Autobahn. Drum habe ich mir einen recht ordentlichen Mittelklassewagen gekauft. Leise, zuverlässig, sicher. Ein gutes Teil wenn man viel unterwegs ist. Da schätzt man ein wenig Komfort.
Ab und zu rauschen links von mir welche vorbei die sich ein Rennen leisten. Einmal war es ein getunter Polo und ein BMW. Ich muss dann lachen, bzw. den Kopf schütteln. Über beide, aber ein bisschen mehr lache ich über den Polo Fahrer. Toll, er kann mit seinem Polo genau so schnell fahren wie der BMW. Hat er mich damit beeindruckt? Nö, denn er kapiert selber nicht wieviele Stunden und wieviel Geld er verbrannt hat, und wenn er sich um den Baum wickelt dann ist es immer noch ein Polo und kein BMW. Ausserdem sehen die Kisten absolut geschmacklos aus. Aber er hat da irgendwie Spaß dran und in seinem Polo Club ist er vielleicht ne große Nummer, muss ich auch akzeptieren.

Wenn mich jemand aber fragt nach nem guten Auto, das zuverlässig ist, von dem er länger was hat, welches sicher ist etc etc dann empfehle ich ihm sicher nicht sich nen Polo zu kaufen und den auf zu motzen. Wenn er die Knete hat, kann er etwas Komfort kaufen und man kann sich mal in der gehobenen Mittelklasse umschauen. Ansonsten gibt es sehr solide Mittelklassewagen, die sind nicht billig aber auch nicht extrem überteuert.

Weißt du worauf ich hinaus will?

Stefan hat sich nun für einen kleinen APO entschieden und zusammen mit der ASI ist das eine wunderbare Kombination mit der man sehr lange sehr viel Spaß haben kann. Und man muss null komma nix basteln. Sooo extrem teuer ist das auch nicht, bzw. die ASI kostet ja auch Geld und ist keine Spielzeugkamera. Da kann man mal nen APO empfehlen finde ich.

Wir haben heute diese Möglichkeiten, da es in den letzten 10 Jahren Entwicklungen gab. Entwicklungen die auch darauf zurückzuführen sind, dass Händler mal gehört haben was so an Rückmeldungen bzw. Kritik aus der Szene kam. So gibt es heute gerade im MIttelklasse Segment echt tolle Teleskope, sowohl Linsen als auch Spiegel.

Evtl muss man mal etwas warten und sparen, aber basteln muss man eigentlich nicht mehr. Finde ich. Darf man natürlich, wenn einem gerade das Spaß macht. Und natürlich darf man auch ein minderwertiges Teleskop aufmotzen, damit Bilder machen und sagen : Guck mal, geht auch. Wer Spaß dran hat. Raten tue ich trotzdem nicht dazu s.o.

Mit Lichtsiff hat das gar nix zu tun. Das muss jeder selber für sich entscheiden ob er nur vor die Haustüre geht oder ne Stunde ins dunkle fährt. Hat alles sein für und wider.

CS Frank

Nachtrag:
@Max. Gut auf den Punkt gebracht. Hier geht es sicher ab und zu etwas zu weit. Auch wird mit Kritik nicht gespart. Wenn man das alles nicht zu persönlich nimmt, kann man eigentlich viel draus lernen. Ich habe neulich nochmal einen Versuch gemacht im amerikanischen Forum was zu posten. Das bringt einem rein gar nichts finde ich, ausser "Schön gemacht" kommt da nicht viel, wenn überhaupt.

 
Hallo Frank,

Naja, den Vergleich mit dem Polo und BMW-Fahrer kann man auch als üble Spitze bezüglich: ATM vs. Stangenkäufer (und wenn es auch nur das Nobelsegment ist) auffassen. Wenn das Deine Denkweise ist, bitte, sei Dir freigestellt.
Vielleicht auch nur ein unglückliches Beispiel. Es hinkt leider hinten und vorne.

Nun mußt Du auch zu geben, daß Du nicht gerade derjenige bist, der sich den Selbstbau auch zutraut. Und es ist leider etwas hart formuliert: Du kannst den Aufwand nicht mal bemessen, Geschweige denn die Maßnahmen dafür skizzieren. Das mußt Du auch nicht.

Mich wundert dann auch nicht, daß Du keinem dazu raten kannst. Mich würde auch wundern, wenn Du plötzlich jemanden dazu raten würdest, denn

Du weißt was Du willst und schrauben willst Du nicht.
Ich für meinen Teil kann das respektieren.

Aber auf dem Weg des Selbstbaus enstehen schonmal Teleskope die ggü. einem ASA eine Preisersparnis von mehreren 1000 Euro zur Folge haben. Selbst wenn die eigene Arbeitszeit mit inbegriffen ist. Da entstehen dann Teleskope, die preislich oberhalb es Mittelklassewagens (34..35k€ aufwärts) anzusiedeln sind. Bei einer Preisersparnis, die man ruhigen Gewissens preislich in der Region des Mittelklassewagens (20k bis 22k) einordnen kann. Ok, daß ist dann schon Ingenieursarbeit. Und dafür brauchts auch langjährige Erfahrung auf verschiedensten Bereichen der Fertigung. Und auch eine gewisse Motivation und ein gewisses Selbstbewusstsein. Spaß macht sowas übrigens auch.


Die Spiegel im Skywatcher / GSO sind nicht zwingens schlecht. Nur weil die Tuben nicht gerade optimal sind. Aber genau da kann man ansetzen. Und im Selbstbau ein Gerät auf ASA-Niveau bauen. Entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt und entsprechende Sorgfalt auch.

Die Unterschiede wird man in Fotos nicht feststellen. Da brauchs ein bißchen mehr.
Ich denke wohl - auch wenn das nicht das Motiv des Thread-Starters war - das einige visuelle Beobachter das besser beurteilen können.

Der kleine Apo ist keine üble Wahl für den Anforderungsbereich der oben genannt wird. Damit kann man aber auch Pech haben. Denn so perfekt ist das China-Segment noch lange nicht.

Aber das Teleskop, daß man nach seinen eigenen Wünschen und Anforderungen gebaut hat, wird man so schnell nicht hergeben.

CS,
Gerrit
 
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Hallo Gerrit,

nee das ist keine üble Spitze gegen ATM ler. Um Gottes Willen. Es gibt hier und anderswo fantastische Selbstbauprojekte , sei es im Teleskopbau, Steuerungen, Kuppeln bzw. Sternwarten etc. Ich bin selber gerade an einem Kuppelbau beteiligt und habe den allergrößten Respekt vor der Ingenieursleistung die dabei erbracht wurde.

Ich finde es gut das wir so offen schreiben können, kennen uns ja online zumindest lange genug jetzt. Und ja, ich habe zwar selber keine völlig linken Hände, aber ich gehöre definitiv nicht zu den Selbstbauern. Insofern gebe ich dir auch da gerne völlig Recht.

Aber darum ging es in diesem Thread nicht! Wenn jemand gefragt hätte: Ich möchte mir meinen Fotonewton selber bauen, dann hätte ich hier schön die Klappe gehalten, denn davon hab ich keine Ahnung.

Mir geht es mehr darum, einem Astrofotografen etwas an die Hand zu geben mit dem er schnell, und ohne Frustration zu sehr guten Bildern gelangen kann. Und das geht eben mit den vorgeschlagenen Teleskopen, und das besser, als jemals zuvor!


CS Frank



 
Hallo Frank, dann mal haken drann. Sorrry und Beste Grüße, Gerrit :smiley47:
 
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Hallo Gerrit,

Es wurden hier im Thread drei Geräte genannt: 114/500, 130/650 und der Epsilon. Ich habe hier niemand unterstellt, dass er behaupten würde es gäbe nix anderes, bitte nichts reininterpretieren, was nicht da steht.
Welche Zusammenstellung man mit welchem Komakorrektor dann wählt ist sicher Geschmackssache. Die 300€ sind halt vom ES KomaKorrektor, weil das (nicht nur) meines Erachtens der beste ist. Bei unserer Version ist mit dem V-Power bereits ein brauchbarer OAZ dran, man kann sicher auch einen anderen günstigeren nehmen und den Octo dranhängen. Ich will das jetzt nicht diskutieren - weil das dann wirklich Werbung wäre.
Eine andere Möglichkeit wäre einfach den ASA Reducer/Korrektor. am vorhandenen f/5 des Threadstarters zu verwenden.
 
Hallo Frank,

ich habe nicht behauptet, dass das einer gesagt hat - sonst hätte ich die Quelle genannt. Das ist also meine eigene, etwas flapsige Zusammenfassung der genannten Spiegelgeräte. Und ich denke dass zwischen 50€ + Basteln und 3000€ noch andere Möglichkeiten genannt werden sollten. Ich habe unser Gerät genannt, weil ich das kenne - und in der Firma arbeite. Ich habe den Preis für den Explore Korrektor genannt, weil ich den sehr genau kenne - obwohl ich dort nicht mehr arbeite.
Jede Erwähnung eines Produktes ist natürlich auch Werbung. Aber ich habe das Produkt in keinster Weise herausgestellt oder als einzigartig oder sonstwas beworben, ich denke das hält sich also in Grenzen.
 
Hallo Tassilo,

bitte nochmal genau nachlesen.

" Ich habe hier niemand unterstellt, dass er behaupten würde es gäbe nix anderes, bitte nichts reininterpretieren, was nicht da steht."

Das hat Dir keiner Vorgehalten. Es sah nur doch ein bißchen nach Schleichwerbung aus.

Die übliche Kritik an den GSO-Tuben schwabt halt immer nach oben, wenn diese präsentiert werden. Es ist auch schade, daß Ihr von Astroshop Euch da nicht durchsetzen könnt.

Im Grunde genommen läuft meine Empfehlung ja auf einen 6" F/4 in Verbindung mit einem Reducer hinaus. Dazu sollte man aber die grundsätzliche Konstruktion des Geräts nochmal überprüfen. Sicherlich wird genau in diesem Preissegment kein Teleskop daraus, was gerade mal 499 Euro kostet und damit bis jetzt das beste Preisleistungsverhältnis darstellt.
Das ist klar.
Dem Einsteiger ohne Selbstbauambition würde ich zu so einem Projekt nur schrittweise raten. Ansonsten gibts in diesem Brennweitensegment viele interessante APO's. Man hat evtl. nicht die Öffnungszahl, aber das gewünschte Feld. Auch was.
Grüße,
Gerrit
 
Moin,

weil ich hier nix mehr schreibe, heisst das zwangsläufig nicht, dass ich das Thema nicht verfolge. Es ist im Gegenteil sehr spannend wie tiefgehend so eine Diskussion sein kann und ich meine das nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch auf persönlicher Ebene. Ich arbeite seit einem Vierteljahrhundert in der stationären Altenhilfe mit Demenzerkrankten und auch dort gibt es seit eh und je immer Leute, die sind stur wie ein Panzer. Hat nix mit "klein beigeben" oder "ich halte mich mal besser raus" zu tun, aber das gegenseitige Anfurzen hilft doch keinem. Und -- bzgl. der Aussage oben unterstelle ich an dieser Stelle niemandem eine Demenz.

Wie dem auch sei. Als ich anfangs was zu der Frage des Threadstarters geschrieben hatte, dann aus dem Grunde, weil ich etwas zu dem gewünschten Brennweitenbereich beitragen konnte. Dabei habe ich gar nicht nachgefragt in wie fern der Preis überhaupt eine Rolle spielt. Für mich klang es eher so, als würde die Optik für ein Wintersternbild angeschafft (Orion) und bin daher davon ausgegangen, dass es eine kostengünstige Lösung sein soll.
Ich möchte auch um Himmels Willen keine Propaganda machen für den Mininewton. Letztendlich ist das für mich ein Gerät mit dem man (für meinen Bedarf) ansprechende Bilder machen kann und das für wenig Geld, vorausgesetzt man ist bereits im Besitz eines Korrektors. Wenn ich mir diesen erstmal noch zusätzlich hätte anschaffen müssen, wäre das für mich vermutlich auch keine Option gewesen. Mit seinem neuen Teleskop wird der Stefan glücklich sein, da habe ich keine Zweifel. Wieso auch nicht?! Hab' hier einige Achromaten rumliegen mit deren Abbildung ich auch zufrieden bin (Schmalband) und die sind mit Sicherheit kein Vergleich zu Stefan's neuem Tubus. Es ist doch immer eine Frage des persönlichen Anspruchs.

BTW: Hat jetzt schon einer angefangen seinen Newton zu zersägen? :/


VG, Hannes
 
Hallo Jadran,
genau das wäre ein solches Teleskop.

Hallo Hannes,

"BTW: Hat jetzt schon einer angefangen seinen Newton zu zersägen? ironisch"

Schon längst passiert. Die letzten Überreste des 10" GSO Imaging Newtons sind vor 4 Wochen in den Altmetalhandel gegangen.

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/download/Number/30388/filename/10AGF4-2.jpg

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/download/Number/30389/filename/10AGF4-3.jpg

Das ist jetzt 4 Jahre her und viele weitere werden folgen.

Ein 6" F/4 bzw. F/2.9 bzw. F/6 wäre eine schöne kleine Herausforderung für Reisen. Ich zeichne schon. Ich sehe solch ein Projek aber rein sportlich. Den FSQ würde er nie und nimmer ersetzen.

Man muß aber klar sagen, daß ab einem gewissen Öffnungsverhältnis der Newton nicht mehr so optimal ist. Und da fängt schon bei 5" an. Da bin ich voll und ganz auf Gerds und Franks Seite. Da kann ich nur einen Apo empfehlen. Die Empfehlung grenzt sich auch ganz stark durch das fehlerfrei auszuleuchtende Feld ein. Wenns eine Vollformatkamera sein soll, dann führt kein Weg am Apochromaten vorbei. Uber F/4 wirds dann ziemlich schwierig. Der Reducer von TS oder ASA leistet das nicht mehr. Selbst flattener neigen dazu, zusätzliche Vignettierung ins Bild einzuführen.



Grüße,
Gerrit

 
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Hallo Gerritt,

ich hatte ja auch geschrieben, dass der Refraktor bei dem Brennweitenbereich die Nase vorn hat.
Das mit dem Selbstbau würde ich etwas vorsichtiger sehen. Nicht jeder kann auf hohem Niveau basteln, Du darfst da nicht von Dir ausgehen. Wer wenig Platz hat, weil er in der Stadt wohnt und keine Werkstatt in der Sternwarte hat, der scheitert halt schon an einfachen Dingen. Wenn ich die drei Justageschrauben eines Fangspiegels spielfrei haben will, bohr ich mit Untermass auf und reibe dann auf 6,00mm auf, steck eine Einbaumesschraube rein - ein Tropfen Kleber und fertig. Das Reiben aber funktioniert schon mal nicht, wenn die Baumarktbohrmaschine einen Futterschlag von einigen zehntel mm hat.....
 
Hallo Tassilo,

da stimme ich Dir voll und ganz zu. Und ich denke auch, daß nicht jedes Mißverständnis hier als Streitpunkt betrachtet werden sollte.
Auch bezügl. Refraktor bzw. Apo volle Zustimmung.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tassilo,

Ich stimme im Prinzip zu, dass bei kurzen Brennweiten die Linse fotografisch die Nase vorne hat. Aber es gibt schon kleine, kurzbrennweitige Newtons mit brauchbarem Okularauszug, die nicht ganz so viel kosten wie ein Epsilon:
http://www.astroshop.de/omegon-teleskop-pro-astrograph-154-600-ota/p,54739
Das soll jetzt nur ein Beispiel sein - ihr könnt ja noch ähnliche Geräte von anderen Anbietern raussuchen.

Also ganz so schwarz/weiss wie "Schrott oder Tak" ist es auch bei den Spiegelsystemen nicht. Man muss natürlich noch den Preis eines Komakorrektors oben drauflegen - und der kann ja gerne mal mit 300€ zu Buche schlagen. Trotzdem bleibt man unter dem Preis eines 80ers mit gleichwertigem OAZ und Fieldflattner.

an deiner Werbung sieht man schön das auch beim Newton die Preise schnell explodieren können.
Da verbaut man mal einen ordentlichen OAZ und schon kostest der billig China Newton glatt das Doppelte, denn normal kosten die 6“ Chinesen ja um die 250€ und nicht 500€.
Mit welcher Rechtfertigung nennt ihr den denn jetzt Astrograf?
Nur weil da jetzt ein OAZ dran ist der für Foto taugt?
Optisch ist das Ding doch so wie es ist wegen gravierender Koma im Feld völlig unbrauchbar zum fotografieren.
Oder hab ich da nur überlesen das ein Komakorrektor integriert ist so wie beim Epsilon der tatsächlich ein echter Astrograf ist.

Wie ich das sehe ist euer Ding ein schnöder f/4 Newton so wie viele andere und kein Astrograf oder machen die f/4 jetzt jedem Newton zum Astrografen?
Sitzen die Besitzer großer Dobson mit f/4 etwa alle an einem Astrografen und wissen nur noch Garnichts von ihren Glück?

Ich würde dir dringend empfehlen diese irreführende Werbung zu korrigieren!
Was ihr da verkauft ist ein schnöder Newton!
Natürlich kann man einen Komakorrektor verwenden und damit dann auch fotografieren, das kann man aber auch mit jedem anderen Newton.

Was man gerne unter den Tisch fallen lässt, ein ordentlicher Komakorrektor der an f/4 funktioniert verlängert die Brennweite.
Auch darum ist es irreführend wenn ihr euer Ding Astrograf nennt und lediglich die Brennweite des HS und nicht die des Systems inklusive Komakorrektor angebt.
Denn als Astrograf also mit Komakorrektor werden aus den 600mm Brennweite je nach Verlängerungsfaktor des Komakorrektors 650 bis 700mm.

So viel Ehrlichkeit sollte dann schon sein. Vor allem wenn man das Ding jemanden andienen will der explizit auf kleinere Brennweiten im Bereich von 450mm Wert legt.
Das Öffnungsverhältnis verlangsamt sich natürlich auch entsprechend und aus den f/4 können schon mal f/4,5 werden.
Ach das sollte zur Ehrlichkeit dazugehören. Vor allem dann wenn man mit dem schnellen Öffnungsverhältnis wirbt und das als großen Vorteil präsentiert auch gegenüber einem Refraktor der vielleicht nicht ganz so schnell ist.
Die Kosten des Komakorrektors sollten natürlich auch nicht verschwiegen werden, vor allem dann wenn man Preise mit einem echten Astrografen vergleicht.

Mit Paracorr kostet euer Ding dann schon mal über 1000€!!!
Es hat dann real 690mm Brennweite und nicht 600mm!!!
Es hat dann ein Öffnungsverhältnis von f/4,5 und nicht f/4!!!

Da ist der Epsilon mit echten 430mm und echten f/3,3 optisch schon noch eine ganz andere Liga!
Und der Preis des Epsilon sieht dann unter Berücksichtigung dieser Faktoren gegenüber den immerhin auch schon stolzen 1000€ für euer Ding gar nicht mal so hoch aus.
Und auch so mancher Refraktor muss sich gegenüber den 1000€ für euer Ding nicht verstecken.
Ein ED80 ist mit einfachem Flattener deutlich billiger.

https://www.teleskop-express.de/sho...f-7-FPL53-Duplet-Apo---Zahnstangenauszug.html


Und legt man gegenüber den 1000€ für euer Ding noch 300€ drauf dann hat man einen ordentlichen 80mm f/4,4 APO !!!!

https://www.teleskop-express.de/sho...f-4-4---6-Element-Flatfield-Apo-Teleskop.html

Ps.: Das ED80 Doublet von TS könnte deutlich farbreiner sein als die bisher bekannten ED80 da hier ein Lanthan Glas Verwendung findet.
Leider ist nicht klar welches so das ich da nur spekulieren kann aber geringer sollte das sekundäre Spektrum der Glaspaarung schon sein also die f/5400 die man bei den bisherigen ED80 so gemessen hatte.
Im besten Fall wären es mit S-LAL14/ FPL53 weniger als f/16000 die man erreichen könnte.
Also eine fast um Faktor 3 bessere Korrektur des Farblängsfehlers.
Aber wie gesagt das wäre der beste Fall und es ist rein spekulativ ob man dieses Glas verwendet.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

okay, also was ich aus diesem Thread für meine eigentliche Frage nun heraus destilliere ist: In den von mir angestrebten Brennweiten sind Apos die Mittel der Wahl. Gute kurzbrennweitige Newtons gibt es zwar auch, aber entweder preislich sehr hoch oder handwerklich ein bisschen anspruchsvoller (und in dem Fall preislich auch nicht sooo günstig). Für mich als ein "ein wenig fortgeschrittenere Anfänger" passt wohl der kleine 65er Apo tatsächlich am besten und daher werde ich ihn mir wohl für die Wintersaison zulegen. Der ist denke ich auch als kleines Reiseteleskop (vielleicht zusammen mit der Star Adventurer) ganz gut. Vielen Dank an alle Diskutanten!

ich denke da hast du eine sehr gute Entscheidung getroffen.
Der kleine wird dir sicherlich viel Freude bereiten.
Mit der Star Adventurer sprichst du ja auch noch mal einen sehr großen Vorteil des kleinen an.
Der ist auf sowas eben noch gut aufgehoben.
Bei einem Newton müsste man dann doch schon deutlich größere Geschütze auffahren.
Auch das sollte man mal in die Kostenrechnung mit einbeziehen.
Dann ist der kleine 65mm mit Star Adventure und vernünftigem Fotostativ wahrscheinlich die mit Abstand preiswerteste Lösung.
Weit preisgünstiger als zb. der von Tassilo erwähnte 6 Zoll Newton der dann auf einer HEQ5 oder gar EQ6 Platz nehmen muss und der ja auch alleine ohne Monitoring aber mit Komakorrektor schon wesentlich mehr kostet als der kleine 65mm echte Astrograf von TS.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

kommt drauf an, welche Definition aus welcher Zeit man für das Wörtchen "Astrograf" heran zieht. Aber Du hast Recht, ein großer Fangspiegel und ein etwas besserer OAZ machen aus einem Newton noch keinen Astrograf. Die Kosten werden wahrlich auch versteckt.

Wenn es aber darum geht, dass Tassilo jetzt die Produktbeschreibung ändern sollte. Dann kann man das in gleicherweise an so ziemlich jeden Händler weiter geben, der genau dieses Gerät (oder Varianten) mit dem Wörtchen Astrograf bezeichnet.

Zu den Korrektoren. Da kann man sich jetzt auch die Korrektoren dazu nehmen, die einem gerade in den Kram passen. Fakt ist, daß nicht jeder Komakorrektor zu einer Brennweitenverlängerung führt. Der GPU , der MPCC z.B. nicht. Der ES nur minimal (6%).

Der kleine 65 mm Astrograph ist schon alleine deshalb charmant, weil er auch große Bildfelder ausleuchten kann. Es ist zwar kein schnelles Gerät. Aber F/6.5 ist vertretbar. Die Brennweite läßt sich auch gut nachführen.

CS,
Gerrit
 
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