Mitglied
Registriert: 05/06/2004
Beiträge: 12
|
#153362 - 11/07/2004 16:16
Welchen Refraktor? Konfusion!
Nach diversem Googeln weiss ich nicht mehr weiter! Es ist so: Nach Beobachtungen von Auge und mit Fernglas sowie mit einem alten 60mm-Spektiv (20-60x) habe ich mich entschlossen, das Sterngucken ernsthafter anzupacken und mir gegen Herbst ein "richtiges" Teleskop anzuschaffen, und zwar einen Refraktor als Erstgerät. Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen: Transportabel, auch ohne Auto. Gute Qualität, soll auch nach Anschaffung eines Zweitteleskops in Verwendung bleiben. Vorläufig nur Beobachten, später evtl. auch Fotografie. Ort: mittelgrosse Stadt, aber gelegentliche Ausflüge. Nach diversen Internet-Recherchen sind meine Favoriten: Televue 85/600 Borg 100/640ed Vixen 102ss 102/660 Zweite Wahl: Televue 102/800, Vixen 114ss, Vixen 80s oder 80ED, Orion 80ED Dazu hätte ich allerdings noch einige Fragen: - Was würdet ihr empfehlen? - Wer kennt diese Teleskope, Vor-/Nachteile? - Wie gross ist der Unterschied zwischen 85mm/100mm Öffnung - Weitere Teleskope die in Frage kommen? - Welche leichte Montierung ? Reicht für diese Teleskope eine Skyview 1? - Oder wie wo was??? Hilfe!!! Schon jetzt vielen Dank für eure Hilfe!
|
|
hoch
|
|
|
|
deaktiviert
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2561
|
#153363 - 11/07/2004 17:05
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo Sheliak,
ich glaube, keiner von uns wird hier einen Rat geben können, wenn Du nicht noch eine wichtige Sache klärst:
Wieviel Geld bis Du bereit auszugeben?
Du führst in Deiner Liste den Televue 85/600 an, der zwischen 2250,- und 3295,-EUR kostet (Preise Teleskop-Service). Dem gegenüber steht z.B. der Orion 80ED für knapp 500,-EUR. Der Preisunterschied liegt zwischen Faktor 4 und über 6.
Wenn ich freie Wahl hätte zwischen einem Televue 85/600 und einem Orion 80ED, die absolut nicht in derselben Liga spielen, müsste ich keine Sekunde überlegen.
Gib uns dochmal ein Preislimit, das wäre sehr hilfreich. Wenn man das hat, kann schneller und effektiver Ratschläge geben, weil sich die Auswahl einengt.
Grüße Thomas
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 05/06/2004
Beiträge: 12
|
Hallo Thomas Zitat:
Wieviel Geld bis Du bereit auszugeben?
Alle aufgeführten Geräte liegen finanziell in Reichweite... ich habe sie schon nach diesem Kriterium ausgewählt. Preis/Leistung ist entscheidend, dh. ist ein Refraktor den Mehrpreis wert?
Danke für deine Hilfe! Sheliak
|
|
hoch
|
|
|
|
deaktiviert
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2561
|
#153365 - 11/07/2004 21:55
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo, nach allem, was ich so von Televue höre, ist er bestimmt seinen Mehrpreis wert. Du wirst mit einem günstigen Teleskop zwar auch Deine Freude haben, aber ebenso viel Freude wird Dir auch die Verarbeitung des Gerätes machen. Ich habe mal durch einen kleinen Televue-Refraktor (einen Pronto mit 70mm Öffnung und 480mm Brennweite) durchgeschaut...alleine Okularauszug ist spitze, und die Abbildung...so klar und fein habe ich die Sterne noch nie gesehen. Jupiter und Saturn waren wie ausgestanzt, und dummerweise hatte der Besitzer stets ein Auge auf das Röhrchen. *mist* Bei mir brach alleine schon wegen der Haptik das Habenwollen-Syndrom aus. Der kostet bei TS komplett 1620,-EUR, den bekommst Du auch bestimmt anderswo. Mal ehrlich: Wenn Du das Geld ausgeben kannst und willst, würde ich mir bei den teuren Geräten die gesunde Mitte suchen, und dann kaufen. Diese Geräte bringen natürlich auch beim Wiederverkauf deutlich bessere Spannen als die üblichen Mittelklassemodelle. Ich befürchte, dass ich keine große Hilfe bin... Grüße Thomas
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2227
Ort: Leverkusen/Herten
|
#153366 - 11/07/2004 22:25
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo! Zitat:
Preis/Leistung ist entscheidend
Darf ich dich dann mal fragen, warum es absolut ein Refraktor sein muss?
Ich meine, ich weiß ja nicht genau was du vorhast, aber wenns um die Deep Sky Beobachtung geht, und eventuell auch um die Planetenbeobachtung, dann wird ein vernünftiger Newtonreflektor mit 114mm oder auch mit 150mm Brennweite an Refraktoren wohl alles platt machen, was unter 90mm Öffnung hat. Gerade heutzutage wird die Leistung eines guten optimierten 114er Newtons nur allzu oft unterschätzt! Als kompaktes Kontrastgeschoss wird mir auch stets der Intes-Micro MN56 im Kopf erhalten bleiben, das ist ein 5" f/6 Maksutov Newton, den es aber auch als f/8er (MN58) gibt, das ganze ist umgeben von mechanischer Pefektion.
Ich will dir also bestimmt nix ausreden, aber mich würde eben mal interessieren, warum du gewillt bist soo viel Geld in ein kleines Linsenröhrchen zu investieren. Bei Spiegeloptiken bekommst du ja wesentlich mehr Leistung fürs Geld.
Okay, bei Öffnung unter 4" finde ich einen guten Refraktor als Zweitgerät oder auch als Reiseinstrument noch ganz in Ordnung, aber eigentlich würde ich so ein Gerät nur als Fotografisches Instrument bevorzugen, wenns eben ein halbwegs schneller Apochromat ist.
Ich habe einen wirklich guten 80mm Refraktor von Vixen, aber der ist bei mir nur ein besserer Sucher, bzw, auch ein Leitrohr für die Fotografie.
Weiterhin habe ich noch einen schönen alten 110mm Refraktor mit f/5,6 der bei mir aber auch nur der Fotografie dient, und wenn ich mal durchsehe, dann auch nur für ein kurzes Richfield Erlebnis - was aber trotz etwas kleinerem Gesichtsfeld mit meinem 8" Newton noch mehr Spaß macht.
clear skies, André
_________________________
VDS Fg Astrofotografie
Arbeitskreis der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen
Astrostammtisch Recklinghausen
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 29/09/2002
Beiträge: 201
|
#153367 - 12/07/2004 07:45
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo Sheliak, ich habe seit einiger Zeit den TV 85 und bin mit diesem Gerät Top zufrieden. Ich habe mich für den TV nach einem intensiven Vergleichstest zwischen einem Takahashi Sky 90, einem TMB 80/600 und ebendiesem TV entschieden (nachzulesen in Interstellarum Nr..... Mist, jetzt weiss ich die Nummer nicht mehr  ). Der TV war von der Verarbeitung (allerdings war der TMB lt. Händler kein serienmässiges Modell!)und in Sachen Deep Sky klar besser als der TMB und in Bezug auf die Schärfe dem Takahashi klar überlegen. CS, Günter
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 29/09/2002
Beiträge: 201
|
Hallo Thomas, der Preis den Teleskop - Service für den TV 85 verlang ist ein absoluter Mondpreis  . Intercon - Spacetec bietet den schon seit längerer Zeit für 1750.- an CS, Günter
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 29/09/2002
Beiträge: 201
|
Hallo Thomas,
durch den Pronto habe ich auch mal geschaut und zwischen diesem und dem TV 85 liegen nochmal Welten !
CS, Günter
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 29/09/2002
Beiträge: 201
|
Hallo Andre,
warum ein kleiner Apo ?
-weil er als zwischendurch Schnellspechtelgerät auch mit einem einigermassen stabilen Fotostativ zufrieden ist -weil ich so eine Perfektion an Abbildung (bezogen auf die Öffnung) in meiner bisher 30jährigen Amateurastronomenlaufbahn noch nie zuvor gesehen habe - weil so ein kleiner Apo einen Riesenspass macht -........
CS, Günter
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 20/08/2002
Beiträge: 629
Ort: 51°31' Nord / 7°07' Ost
|
Hallo Günter,
Zitat:
(nachzulesen in Interstellarum Nr..... Mist, jetzt weiss ich die Nummer nicht mehr ).
Es war das Interstellarum-Heft Nummer 31.
_________________________
Viele Grüße, Stefan Homepage 51°31' Nord / 7°07' Ost / (UT+1)
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 05/06/2004
Beiträge: 12
|
hallo thomas Zitat:
Ich befürchte, dass ich keine große Hilfe bin...
doch, schon. optik ist halt (auch) eine gefühlssache... das haben-wollen-syndrom hat mich auch schon überfallen, beim fernglaskauf. der unterschied zwischen dem (bzw. jetzt meinem) leica trinovid und den qualitativ zweifellos auch guten japanern macht es eben aus: durchschauen und... wow! der preisunterschied allerdings auch da muss halt jeder für sich entscheiden
mein verdacht, dass das bei den teleskopen auch so ist, bestätigt sich. werde mich also mal ans geldzählen machen!
danke!
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 05/06/2004
Beiträge: 12
|
hallo günter, hallo andre Zitat:
- weil er als zwischendurch Schnellspechtelgerät auch mit einem einigermassen stabilen Fotostativ zufrieden ist
war genauso auch meine überlegung.
und ich denke, so ein apo wird mit einem alt. er soll mir zum einstieg dienen, später eventuell ergänzt werden durch "etwas grösseres". die alternative wäre ein billig-gerät zum einsteigen, aber ich fürchte, da ist dann bald etwas besseres fällig und das gerät muss abgeschrieben werden. dazu kommt das schon angesprochene haben-wollen-syndrom... Zitat:
- weil ich so eine Perfektion an Abbildung (bezogen auf die Öffnung) in meiner bisher 30jährigen Amateurastronomenlaufbahn noch nie zuvor gesehen habe - weil so ein kleiner Apo einen Riesenspass macht
das stelle ich mir auch so vor und freue mich, dies von einem "alten hasen" zu hören.
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2227
Ort: Leverkusen/Herten
|
Hallo Günter! Ich weiß doch ich weiß doch!! Gerade bei den kleinen Öffnungen sind Apos schon tolle Geräte, auf jeden Fall, ich könnte mich ehrlich gesagt auch noch mit dem Pentax SDHF 75 anfreunden, so als schnelles Kukrohr für zwischendurch, und auf einer Montierung isses auch ein klasse Astrograph, da sage ich garnix gegen, aber es kommt mir eben komisch vor, dass "Sheliak" auf jeden Fall einen Refraktor für viel AM ANFANG (!!!) einem leistungsstärkeren Gerät vorziehen will. Bei aller Apo liebe, aber hast du damals mit so einem Gerät angefangen? Ich nicht, aber ich persönlich hätte auch Spaß an so einem Teil, eben weils für die Mittelformatfotografie fast nix kompakteres gibt. Bei einem Anfänger hingegen, und alles deutet ja darauf hin, bin ich da vorsichtiger und wollte doch erstmal ergründen, wo die Vorstellungen von "Sheliak" so liegen. gruß, André
_________________________
VDS Fg Astrofotografie
Arbeitskreis der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen
Astrostammtisch Recklinghausen
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2227
Ort: Leverkusen/Herten
|
#153375 - 12/07/2004 22:10
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo Sheliak Zitat:
das stelle ich mir auch so vor und freue mich, dies von einem "alten hasen" zu hören.
Der Günter hat da eine, oder gar die wichtigste Sache überhaupt noch richtig untergebracht:
Zitat:
- weil ich so eine Perfektion an Abbildung (bezogen auf die Öffnung) in meiner bisher 30jährigen Amateurastronomenlaufbahn noch nie zuvor gesehen habe
Ich gebe Günter in allen Punkten recht, so ein kleiner Apo ist wirklich was feines, als Gerät für Zwischendurch, aber zum Einstieg ist so ein Gerät meiner Meinung nach nur bedingt empfehlenswert!
Auch wenn ein größeres Gerät, mehr Schlepperei bedeutet, so kann man damit gerade am Anfang eine Menge mehr sehen, und überhaupt das astronomische Sehen erstmal erlernen. Beobachte mal in einem perfekten Edelapo mit 80mm Öffnung den einen oder anderen Kugelsternhaufen und mach das gleiche dann nochmal in einem 8" Gerät! Beim Apo wirst dir nur denken, aha! Ganz nett! schon recht groß, mal weiter zum nächsten Objekt.
Beim Achtzöller kann es dann so gehen: WoW!!!!!!!!!!! Soooo viele Sterne!!!!! Dieser räumliche Eindruck!!!!! Da will man sich dann garnicht mehr vom Okular wegreißen.
Was ich damit sagen will, ist dass gerade am Anfang das Seherlebnis mit einem größeren Instrument wesentlich größer ist, was meiner Meinung nach die Lust am Hobby weiter steigert. Okay, mit so einem kleinen Apo sind schon recht geniale Richfieldeindrücke drin, die natürlich auch fesseln, wenn die Himmelsgüte stimmt! Ich will dir nichts ausreden, aber denk noch ein paar mal darüber nach. Immerhin geht es schon um einen ganz schönen Batzen Geld.
gruß, André
_________________________
VDS Fg Astrofotografie
Arbeitskreis der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen
Astrostammtisch Recklinghausen
|
|
hoch
|
|
|
|
Sponsor von A.de
Registriert: 16/08/2002
Beiträge: 12353
Ort: Sonnensystem - Erde - Europa -...
|
Hallo Günter, warum dieses grimmige Gesicht, Du hast sicher nie bei mir wegen dieses Gerätes angerufen, sonst wüßstest Du, daß man bei mir immer die TeleVue Preise bekommt, die zur Zeit am deutschen Markt als unterstes Preisniveau angeboten werden. Wolfi Ransburg Teleskop-Service www.teleskop-service.deinfo@teleskop-service.de
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 960
Ort: Nottuln-Appelhülsen, NW
|
#153377 - 13/07/2004 16:42
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo,
ein Apo ist für einen fortgeschrittenen Anfänger ungefähr genau so sinnvoll, wie
ein Ferrari für einen berufspendelnden Familienvater. Schau Dir mit den APOs unbedingt den
Himmel an, und zwar im Vergleich mit einem größeren Gerät ( mindestens 8" ), das der Besitzer
gut im Griff hat ( wegen Kollimation und so... ). Tue das sowohl bei DeepSky als auch Planeten.
Wenn Du dann immer noch auf den APO als Erstgerät stehst, dann ist Deine Entscheidung richtig.
Ich bezweifle das. Transportabilität ohne Auto und DeepSky schließen sich allerdings beinahe aus,
es sei denn, Du greifst zu einem 5" Mak, der ist zwar auch eher für Planeten gedacht, aber liefert
trotz kleiner Baugröße doch schon Öffnung. Der tuts dann auch gut auf einer SkyView.
Als letztes, Optik ist keine Sache des Gefühls, sondern reine Physik, bei der es nur darauf
ankommt herauszufinden, welche physikalischen Unterschiede das Auge wahrnimmt und welche nicht.
Wenn man also weiß, was man sehen will, muß oder möchte, kann man für jedes spezielle Ziel
das richtige Teleskop finden, leider aber meist nicht für alle Ziele gleichzeitig. Da ist dann,
wie überall im Leben, Pragmatismus gefragt, spätestens dann, wenn der Übergang von der Theorie
oder Philosophie in die Praxis stattfinden soll.
_________________________
CS
Antonius
VDS Fachgruppe Astrofotografie ( Einsteiger ) Arbeitskreis der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 29/09/2002
Beiträge: 201
|
Wolfi,
wenn ein Gerät für das ich mich interessiere von einem Händler offiziell (Homepage!)für so exorbitand mehr Euros angeboten wird als offiziell von einem anderen Händler, dann sehe ich wirklich keine Veranlassung beim offiziell wesentlich teureren Händler anzurufen, denn soooo viel Nachlass (immerhin rund 500 Euros bei einem VK von rund 2300 Euros) kann ein Händler auf seine Preise normalerweise gar nicht gewähren (bei Neuware). Und der günstigere Händler gewährt nämlich u. U. auch noch einen Rabatt
Es wäre dem Absatz deiner TVs vielleicht zuträglicher, wenn du die Preise auf deiner Homepage mal den aktuellen Gegebenheiten anpassen würdest
Dann käme nämlich auch mal einer wie ich auf die Idee, bei dir anzurufen
CS,
Günter
Bearbeitet von Günter_Woehner (13/07/2004 16:47)
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 19/09/2002
Beiträge: 1280
Ort: Düsseldorf
|
Hi Andre! Nur kurz: hast Du den Betreff von Sheliaks Frage gelesen? da steht: "welcher Refraktor ?" Von "Reflektor" war da nichts zu lesen ... Komisch, dass in solchen Threads, wenn es um Refraktoren geht, immer - völlig ungefragt - der Reflektor ins Spiel gebracht wird. Bei einer Frage "welches Teleskop" macht so etwas Sinn, hier geht es (wieder einmal) an der Frage vorbei  . Gruss Hannes
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5547
Ort: Gesperrt
|
#153380 - 13/07/2004 18:57
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: hasebergen]
Hallo Hannes, tja,da ist was dran Was ich aber auch nicht ganz nachvollziehen kann ist,warum jemand fragt: "Welchen Refraktor"... wo angesichts der Auswahl die Frage präziser lauten könnte: "Welchen APO/Halbapo"... Da sieht das ganze doch gleich viel klarer aus und niemand fülht sich berufen erst einmal die 20 Gründe für einen APO  zu diskutieren,weil,ja weil die Wahl da eben schon auf den APO fiel Um Sheliak aber auch noch etwas Antwortähnliches zu liefern: Ich persönlich würde nicht kleiner als 4" wählen! MfG,Karsten
_________________________
Shut Up'n Play Yer Guitar
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
hoffen wir, daß er sich für einen ordentlichen spiegel entscheidet. so ein APO ist doch nur was für jene männer, die die zellulite ihrer frau mit einem angebergerät wettmachen müssen (danke klarinetto  ) männer mit hausverstand haben eine schöne frau und einen ordentlichen newton zuhause. den newton im wohnzimmer und die frau in der küche und im bett tom BINOVIEWER (Member of Albireo)
_________________________
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2227
Ort: Leverkusen/Herten
|
#153382 - 13/07/2004 19:29
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: hasebergen]
Grüß dich Hannes, also hättest du alles gelesen, was ich so geschrieben habe, dann wüßtest du, dass es mir fern lag dem Wunsch von Sheliak zu widersprechen!! Es ging mir lediglich darum, seine Entshceidungsgründe etwas mehr zuz hinterfragen, aber auch das lieber Hannes hatte ich so schon in diesem Thread geschrieben. Doch mal im Ernst, es ist schon eine seltsame Sache, wenn ein augenscheinlicher Neueinsteiger sich für eine "kleine Edelröhre"  interessiert. Die Teile haben ganz klar ihre Berechtigung und ihre absoluten Stärken, und auch das habe ich schon hervorgehoben und gelobt. Wie du sicherlich auch lesen konntest Hannes ging es in meinen Postings nirgendwo um den Unterschied Refraktor/Reflektor im Allgemeinen, sondern vielmehr darum, was sich ein Neuling, der möglichst viel sehen möchte am Anfang am besten Zulegen sollte. Ich finde Apos, gerade die kleinen einfach nur genial, aber nicht als Anfängliches Hauptinstrument!! Als eine Art Multi-Purpose-Zweitfernrohr hingegen ist sowas oftmals garnicht zu toppen. Zitat:
Bei einer Frage "welches Teleskop" macht so etwas Sinn, hier geht es (wieder einmal) an der Frage vorbei .
Da es hier absolut um einen Einsteiger Thread im Anfänger Board geht, finde ich diese Eröffnung weiterer Optionen durchaus sinnvoll. Die wenigsten Anfänger ohne Praxis wissen sofort am Anfang was sie wirklich wollen. Da wird ein Refraktor zwar immer als das überlegende System angepriesen, was wohl stimmen mag, aber das sowas für gleiche Öffnungen gilt, verstehen auch viele fortgeschrittene Anfänger nicht immer.
Deswegen alle falschen Illusionen gleich am Anfang zerschlagen!!
Dementsprechend war auch hier das aufzeigen andere Optionen durchaus Sinnvoll.
besten Gruß und endlich, endlich mal wieder clear skies (öhmm...is nich bald wieder mal Neumond!? ) André
_________________________
VDS Fg Astrofotografie
Arbeitskreis der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen
Astrostammtisch Recklinghausen
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 05/06/2004
Beiträge: 12
|
hallo
und schon mal besten dank für eure antworten.
einfach nochmals zum klarstellen: meine aufgeführten voraussetzungen (transportabilität usw.) sind nun mal so. die frage stellt sich also nicht, ob ich mit einem 20 kg schweren 8''-gerät oder mit einem zugegebenermassen kleinen und teuren refraktor den himmel betrachte, sondern die frage stellt sich wenn schon so: lohnt es sich für mich, einen apo (oder einen anderen kleinen refraktor oder eine anderes leichtes gerät) zu kaufen, oder soll ich beim fernglas bleiben.
und - antonius - noch zum gefühl: natürlich ist optik knallharte physik. aber was ich damit mache, welche bedeutung es für mich hat, was es mir wert ist und wie ich es empfinde, das ist eben sehr subjektiv. ich will damit sagen: wenn ich ein fernglas kaufe, dann ist zum beispiel der entscheid, ob ich ein leica trinovid für 1000 euro oder ein zeiss conquest für 500 euro kaufe halt schon vom subjektiven gebrauchswert der optik abhängig und nicht mehr von objektiven optischen kriterien.
mfg sheliak
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 20/08/2002
Beiträge: 629
Ort: 51°31' Nord / 7°07' Ost
|
Hallo Tom, Zitat:
...die frau in der küche und im bett
Das ist dein Weltbild über die Frau? Weiß sie das?
_________________________
Viele Grüße, Stefan Homepage 51°31' Nord / 7°07' Ost / (UT+1)
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 09/07/2004
Beiträge: 31
|
#153385 - 13/07/2004 21:46
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hallo, der Unterschied zwischen 85mm und 100mm-Refraktor dürfe etwa bei einer halben Grössenklasse liegen. Ich schätze die Sicht durchs Okular bei 85mm problemlos auf etwa 11,0m und bei 100mm Durchmesser auf etwa 11,4m. Wie gesagt, eine Schätzung. Kann auch noch darüber liegen. Viele Grüsse Andi
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153386 - 13/07/2004 23:23
Re: Welchen ED / APO ? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hi Sheliak,
vielleicht hilft Dir dieser Thread weiter... APO-Traeume ...
Ich selbst habe mir zu meinem 7" MC, der trotz Lüfter sehr empfindlich auf
Temperaturänderungen (Tubusseeing!) reagiert, einen gebrauchten 102M FH von
Vixen, einzig zum Testvergleich zugelegt.
Bei dem 4"FH war Tubusseeing ein Fremdwort, ebenso stundenlange Auskühlzeiten
vor der eigentlichen Benutzung.
Was mir nicht so gefiel war die Tubuslänge; bei Betrachtung im Zenit kommt der
Zenitspiegel ziemlich tief nach unten (mangelhaftes Einblickverhalten!).
Planeten/Mond waren bei vergleichbarer Vergrößerung bis ca. 140-fach vergleichbar
dem (ausgekühlten) 7" IntesMicro Mak-Cassegrain.
Der MC kann zwar deutlich mehr, aber zeigt dies leider nur sehr selten!
Aufgrund der Erfahrungen mit dem FH, wollte ich einen richtigen APO und habe
einen Vixen FL80 S, preisgünstig ersteigern können.
Dieser zeigt fast immer einen wahnsinnigen Kontrast, keinerlei Farbe und eine
sehr hohe Bildschärfe.
Im Bereich bis ca. 180-fach dem 7" gleichwertig aber meist seeingbedingt überlegen;
allerdings mit geringfügig dunklerem Bild.
Da der gebraucht erstandene FL 80S leider keinen 2" Anschluss hatte, bin ich
nun auf einen TMB 80F/600 umgestiegen; dieser erlaubt es zusätzlich einen
Binoansatz ohne Barlow zu verwenden - wird wohl meine nächste Anschaffung sein.
Der große Vorteil eines kleinen APO`s ist der kurze Tubus und sein geringes Gewicht,
somit ist sein Einsatz bei mir mindestens 3-mal höher als der des 7" MC.
Meine Empfehlung deshalb an Dich, einen 80/85-er APO oder ein Vixen 102SS ED,
dazu ein TeleVue 3-6mm Nagler-Zoom.
Das was dem 80-er APO fehlt ist für DeepSky die Öffnung, diese kann später
mit einem 2. Gerät, z.B. mit einem 8"-10" Newton, zugekauft werden.
Jemand, der perfekte Abbildungen von Sternen und Planeten zu schätzen weis und
ein leicht transportabeles Gerät möchte, kommt keinesfalls um einen kleinen aber
besonders feinen (ED)-APO herum.
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153388 - 14/07/2004 00:35
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Antares]
Hallo Antares,
Zitat:
Wenn Du es klein und transportabel haben willst könnte ein Mak mit Abstrichen eine Alternative sein.
Welcher "Mak" (MC / MN) könnte eine Alternative zum 80-100 ED/APO sein?
Zitat:
Wenn ich in dieser Klasse etwas suchen würde, würde ich mir den Williams/TMB Apo mal genau ansehen. Nur mal so als Idee.
Kannst Du Deine Idee mal näher erläutern?
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153390 - 14/07/2004 01:02
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Antares]
Hi Antares,
einen MC mit 80 cm Öffnung, was soll das den bringen? Der schafft ja weniger als
ein 60 mm APO, aufgrund seiner Obstruktion.
Und was soll das für ein 4" MC sein?
Wo siehst Du beim "billig Willi" einen Vorteil gegenüber dem Original TMB-Apo 80F/600,
mit dem Feather Touch Auszug und der Möglichkeit einen Binoansatz ohne Barlow
zu verwenden?
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 6575
Ort: MZ
|
#153391 - 14/07/2004 01:29
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: cobra]
Hi Cobra,
jetzt versteh ich worauf Du hinaus willst.
Der MC kann ob seiner Kompaktheit ja mehr Öffnung haben. Das war mein Gedankengang. Und eben dieses mehr an Öffnung halte ich für nich tunwesentlich.
Selbst der ein 130mm MC ist kaum größer, länger als ein 80mm/600 Apo.Nur schwerer. Ich dachte da z.B. an sowas:
http://www.hoo-germany.de/pix/AS133,5_t.jpg (Ansicht nur durch kopieren möglich)
Klein, kompakt also hochtransportabel und sicher nicht schlecht.
Innerhalb 80-90mm Öffnung ist der Apo, wie ich ja schrieb - konkurrenzlos.
Darüber braucht man nicht diskutieren.
CS
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153392 - 14/07/2004 02:00
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Antares]
Hi Antares,
Dein Vorschlag ist eine Überlegung wert, aber nur der reine Tubus, ohne Gabelmontierung.
Leider ist das Gewicht des Tubus nicht angegeben, dürfte so bei 5 kg liegen.
Lomo Astele 133,5/1335mm , Obstruktion 38%, als OTA zum Preis von 1100,- €
Öffnung 133.5mm abzügl. Durchm. FS 51mm = 82mm !
Bei 1335mm Brennweite ist allerdings kein Richfield mehr möglich, max. 2 Grad GF
Bei 600 Brennweite (APO) dagegen 4,5 Grad GesichtsFeld am Himmel; weiterhin kann
man den leichten Tubus auch auf ein Fotostativ fürs schnelle Spechteln schrauben.
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 6575
Ort: MZ
|
#153393 - 14/07/2004 02:14
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: cobra]
Hi Christian, nun das GF ist der "Abstrich", den ich ansprach. Vielleicht schaust Du Dir mein erstes Post weiter oben noch mal an. Nun die 82mm freie Öffnung ist eine Sache, das Auflösungsvermögen eine andere. Und genau dieses ist mitunter entscheidend.  Ein Aspekt, der leider viel zu selten genannt wird. CS
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153394 - 14/07/2004 02:30
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Antares]
Hi Antares,
Zitat:
Nun die 82mm freie Öffnung ist eine Sache, das Auflösungsvermögen eine andere.
Und genau dieses ist mitunter entscheidend.
Das höhere Auflösungsvermögen verlangt aber auch nach hohem Kontrast,
welches ein MC aufgrund seiner hohen Obstruktion nicht in dem Maße wie
ein APO liefern kann.
Mein 180-er M703 kommt selten deutlich über die Leistung meines 80-er APO`s,
der Grund liegt u.a. in der Obstruktion und vor allem im begrenzenden Seeing
(Ausnahme: Nebel und kleine Galaxien), siehe mein Posting hier.
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
#153395 - 14/07/2004 09:24
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: cobra]
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 19/09/2002
Beiträge: 1280
Ort: Düsseldorf
|
hoffen wir, daß er sich für einen ordentlichen spiegel entscheidet. JAWOLL!!! =============================================== so ein APO ist doch nur was für jene männer, die die zellulite ihrer frau mit einem angebergerät wettmachen müssen (danke klarinetto ) JAWOLL!!! =============================================== männer mit hausverstand haben eine schöne frau und einen ordentlichen newton zuhause. den newton im wohnzimmer und die frau in der küche und im bett JAWOLL!!! =============================================== Restlose Zustimmung dieser überzeugenden Argumentation ... JAWOLL!!! =============================================== Gruss Hannes
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 20/08/2002
Beiträge: 12424
|
#153397 - 14/07/2004 10:30
Re: Welchen Refraktor? Konfusion!
[Re: Sheliak]
Hi Sheliak,
"Huch" denk ich mir grad, wie ich das lese. Und, "Der Mann will was edles." Wie Du da über die Feldstecher schreibst, kommt mir der Verdacht, daß Du den APO als kleines, aber besonders edles Teleskop haben möchtest. Nun denn, wenn es so ist, dann muß die Leistung gar nicht so sehr im Vordergrund stehen. Wäre es da nicht das Beste, Du suchtest Dir Deine Lieblingsmarke aus, und unter deren Produktes jenes mit den Dir bequemsten Eckdaten? Es gibt ja Leute, die schwören auf TeleVue, während andere APOs diese Marke als mittelmässig abtun. Mit anderen Marken sieht es ähnlich aus. In einem Produktbereich, wo so viel Markenvorliebe herrscht, und wo die so geringen Unterschiede so hart bewertet werden, kann eigentlich nur Dein eigenes Bauchgefühl die richtige Entscheidung treffen. Wer weiss, welches Kriterium das dann sein wird - vielleicht ist der grüne Hammerschlaglack vom Pentax einfach cooler, als das schlichte Elox-Alu von TMB. Oder gerade andersherum?
Das soll nun keineswegs von den ansonsten im Thread diskutierten Themen, also optische Eigenschaften usw, ablenken. Es soll nur mal das Augenmerk auf ein weiteres, wichtiges Entscheidungskriterium lenken.
Clear Skies Sven
_________________________
offline
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153399 - 14/07/2004 12:12
Eine Geschichte zum BRÜLLen
[Re: binoviewer]
Zitat:
ich glaub...
Hi "bino...", Du glaubst? - glauben bedeutet doch bekanntlich Nichtwissen und Nichtwissen ist...
Zitat:
...jetzt kommt gleich schneewittchen in die küche und kocht dem rotkäppchen ein wolfsschnitzel mit jägersauce.
...so beginnt eine unglaubliche aber wunderbare Geschichte...
...und der binoviever aus dem "Bergigen-Reich" schaut mit seinem "obstruktionsfreien" MN und einem "99%" leistungsfähigen "10mm barium-kellner" dem Schnewittchen beim Kochen zu und will sich gerade selbst zum Mitessen einladen.
Dann wechselt er nochmal schnell zum 100%-igen "Supermono" und was sieht er?
Oh Schreck, Schneewittchen kocht gar kein "wolfsschnitzel mit jägersauce", sondern ein Wölfchen brät, ein echtes Wienerschnitzel vom Kälbchen - für Markus, das "Schäfchen". Der sitzt am langen Tisch, hat bereits die Serviette um und BRÜLLt vor lachen, direkt durchs lange, lange binoview`scher Rohr und ruft "Mono", "Mono", "Mono"...
Und wenn sie nicht gestorben sind...
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
#153400 - 14/07/2004 12:18
Re: Eine Geschichte zum BRÜLLen
[Re: cobra]
keine schlechte fortsetzung, gefällt mir sehr gut! wäre aber mit etwas mehr idee und witz sicher noch lustiger geworden. tom BINOVIEWER (Member of Albireo)
_________________________
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153401 - 14/07/2004 12:39
Re: Eine Geschichte zum BRÜLLen
[Re: binoviewer]
Hi Tom, > "keine schlechte fortsetzung, gefällt mir sehr gut!" Na, das freut mich aber - wollte Dich ja auch nicht verärgern. > wäre aber mit etwas mehr idee und witz sicher noch lustiger geworden stimmt, ich rufe deshalb das Forum zur Fortsetzung der Geschichte auf; sollte doch gelacht sein, wenn Wolfi Dich und andere nicht noch ebenfalls zum Essen einladen würde, der Tisch ist zumindest lang genug...
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153402 - 14/07/2004 12:48
Vergleich 80mm APO gegen 133 Mak
[Re: Antares]
Hallo Antares, ein 133MC mit 38% Obstruktion kann maximal die Kontrastschärfe eines Refraktors mit 82 mm liefern. Er ist zudem deutlich schwerer und bekommt öfterer Probleme mit dem Seeing. Siehe auch hier
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
#153403 - 14/07/2004 13:04
ich lach mich kaputt!
[Re: cobra]
???? dann hat mein 76mm tschibo-newton mit seinen 36% obstruktion die "kontrastschärfe" (was soll das eigentlich sein) eines 76-27=49mm refraktors. ok, wenn du es sagst wird es so sein dann erkläre mir mal, wie ich mit einem 49mm refraktor so eine saturnaufnahme und die danach folgende marsaufnahme machen konnte??? hahaha, sowas schafft nichtmal ein 49mm tmb-tripplet-apo! schonmal überlegt ob die formel von zmek vielleicht nur eine näherung ist und vielleicht auch nur für öffnungen über einer gewissen mindestgröße gedacht ist, zb. so um die 8" aufwärts? wohl nicht! tom BINOVIEWER (Member of Albireo)
_________________________
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 1945
|
#153404 - 14/07/2004 15:36
Mini-Refraktor
[Re: Sheliak]
> lohnt es sich für mich, einen apo (oder einen anderen kleinen refraktor oder eine anderes leichtes gerät) zu kaufen, oder soll ich beim fernglas bleiben.
Hallo Sheliak,
wenn Du noch immer vorhast "... das Sterngucken ernsthafter anzupacken ...", dann lohnt sich ein kleines Teleskop auf jeden Fall. So wie Du die Fragestellung formuliert hast, kann man guten Gewissens davon ausgehen, daß Du Dir auch einiges dabei gedacht hast. Möglicherweise bist Du ja mit dem Leica Trinovid auf den Geschmack gekommen, was kleine aber feine Optiken betrifft. Mit den Randbedingungen:
Zitat:
Transportabel, auch ohne Auto.
Gute Qualität, soll auch nach Anschaffung eines Zweitteleskops in Verwendung bleiben.
Vorläufig nur Beobachten, später evtl. auch Fotografie.
Ort: mittelgrosse Stadt, aber gelegentliche Ausflüge.
ist es natürlich nicht besonders sinnvoll, Dir zu einem 8" Dobson zu raten. Meine Randbedingungen sind ähnlich und ich beobachte sehr oft mit einem kleinen Refraktor, ganz konkret mit einem Tele Vue 76. Die Vorteile liegen doch auf der Hand. Mit so einer kleinen Edelröhre kann man durchaus eine Menge bei Mond und Planeten anfangen und mit einem guten 2" Okular + Zenitspiegel kann man auch Deep-Sky Beobachtungen im Rahmen dessen betreiben, was die kleine Optik hergibt. Die Stärken liegen natürlich in erster Linie bei Weitfeldbeobachtungen, z.B. in der Milchstraße, aber auch viele Offene Sternhaufen, ein paar kugelige und eine ganze Reihe hellerer Gasnebel kommen gar nicht so übel. Das bringt mich zum zweiten Punkt. So ein Miniapo leistet nicht nur zuhause bei Mond und Planeten sehr gute Dienste sondern (und vor allem) auch dann, wenn man der Stadtbeleuchtung entfliehen und einen richtig dunklen Himmel geniessen kann. Ich wohne auch in einer mittelgroßen Stadt und mir würde hier ein 8" Dob genauso wenig nutzen wie Dir. Den TV76 mit Zubehör in seiner Tragetasche und ein solides Berlebachstativ mit azimutaler Gabelmontierung kann ich problemlos zufuß auf den nächsten Acker tragen oder mit in den Urlaub nehmen. Dabei sollte man nie vergessen, es geht nichts über einen dunklem Himmel! Wenn ich mit so einem Miniscope schneller und öfter an einen solchen Platz gelange, dann habe ich möglicherweise mehr davon, als wenn ich mit meinem Dobson im Vorgarten sitze. Eine große Öffnung ist eine feine Sache, es ist aber bei weitem nicht der alleinige Weg, um Spaß unterm Sternhimmel zu haben.
Nun zu den von Dir genannten Geräten. Müßte ich wählen, dann würde ich mich zwischen TV85 und dem Borg 100 ED entscheiden. Der TV85 käme in die engere Wahl, da ich den TV76 sehr gut kenne und von diesem Refraktor überzeugt bin. Die Geräte von Tele Vue sind ungemein solide und dabei wirklich präzise gefertigt, damit kannst Du den sprichwörtlichen Nagel in die Wand hauen. Dazu kommt eine astreine Optik und es macht einfach nur Spaß, mit so einem Fernrohr zu beobachten. Natürlich spielt hier das Gefühl eine große Rolle. Ein 80mm China Apo würde es wahrscheinlich (beinahe) genauso gut tun, ein TV Refraktor hat aber seinen eigenen Reiz. Der TV85 wäre schon ein guter Kompromiß zwischen den von Dir angeführten Geräten. Er hat eine ausgezeichnete Optik, ist noch gut zu transportieren und die Anforderungen an die Montierung halten sich in Grenzen. Der Borg 100 ED ist auch was feines. Ich hatte vor Jahren so ein Rohr, allerdings gab es damals noch Probleme mit der Kollimation der Optik. Wenn man das heute im Griff hat, dann ist der Borg ebenfalls eine Überlegung wert. Der Vorteil bei Borg ist die sehr leichte und modulare Bauweise. Das Rohr ist erstaunlich kompakt und man kann so eine 100mm Optik noch gut auf eine azimutale Panorama- Montierung von Tele Vue setzen. Hier gilt das gleiche wie bei meinem TV76, auch den Borg kann man inklusive Zubehör, Stativ und Panorama- Montierung beidhändig und zufuß durch die Gegend tragen. Einzig der Drehfokussierer war bei meinem Borg etwas problematisch. Er ließ sich zwar sehr fein einstellen, hatte aber Probleme mit der Gängigkeit bei schwerem Zubehör. Ob das heute noch so ist, kann ich Dir nicht sagen. Auf jeden Fall war die Optik sehr gut, selbst bei Vergrößerungen um 200-fach war der Farbfehler nur sehr gering und störend war er schon gar nicht. Ich spreche jetzt nur aus der Praxis . Für intra- und extrafokale Beobachter von Teststernen mag der Unterschied zu einem TMB "riesig" sein, ich hatte seinerzeit kein Verlangen den Borg gegen was anderes auszutauschen.
Wenn Du Dir so eine Miniröhre zulegen und dabei in erster Linie visuell beobachten willst, dann würde ich mir zuerst eine azimutale Gabelmontierung besorgen. Damit kann man genauso unkompliziert durch die Milchstraße hopsen wie mit einem Dob. Für den Borg sollte die Panorama- Montierung bzw. die Tele-Pod Gabel von Tele Vue genügen, besser wäre schon die Nummer größer, also die Gibraltar- Montierung . Nur ist die unverschämt teuer und mit einer Tele-Pod Gabel (die stammt von der kleineren Panorama- Montierung ) und einem stabilen Stativ könnte man beinahe genausogut um die Runden kommen. Bei Planeten wird es dann schwierig, wenn man azimutal montiert beobachten will und dabei auf qualitativ hochwertige Okulare wie z.B. Orthos setzt. Das macht definitiv keinen Spaß, weil die Planeten viel zu schnell durchs kleine Sehfeld flitzen. Für Deep-Sky bei kleinen und mittleren Vergrößerungen ist so eine azimutale Montierung vollkommen ausreichend. Da bis zur nächsten Planetensaison ohnehin noch Zeit ist, kannst Du Dir ja in Ruhe überlegen, was besser ist: eine azimutale Montierung mit kurzbrennweitigen Weitfeldokularen (Nagler oder Pentax = teuer) oder eine kleine parallaktische Montierung und am Ende des Teleskops sehr gute, aber preisgünstige Orthos. Am besten sind natürlich beide Montierungen. Die azimutale Gabelmontierung ist hervorragend geeignet, wenn man mit möglichst wenig Gewicht transportabel bleiben und/oder verreisen will. Für eine Planetensitzung muß man nicht zwingend an einem dunklen Ort sein. Hier könnte man sich mit einer parallaktischen Montierung nicht zu weit entfernt vom Wohnort platzieren. Eine Sky-View Montierung auf Alustativ kann man auch durch die Gegend tragen, nur kommt man mit der azimutalen Montierung u.U. ein gutes Stück weiter ...
Nun gibt es sicher noch eine Menge anderer Alternativen. Der chinesische 80mm APO ist bestimmt eine reizvolle Geschichte, hier kann man eine Menge Geld sparen und an anderer Stelle investieren. Eine Montierung , Zenitspiegel und Okulare (insbesondere in 2") gibt es ja nicht geschenkt. Ein kleiner Maksutov in Form des Intes-Micro ALTER M 500 ist auch ein feines Gerät, nur ist der nicht mehr so leicht zu transportieren wie ein TV85 oder der Borg. Die chinesischen Mak's würde ich außen vor lassen. Diese mögen optisch sehr gut sein, aber das Öffnungsverhältnis zielt schon zu sehr auf Mond und Planeten. Größere Sehfelder und angenehm große Austrittspupillen um 4 oder 5mm für Deep-Sky sind damit nicht mehr zu realisieren.
Wie Du Dich auch entscheidest, laß Dich von der Spiechelfraktion nicht unterkriegen. Ein kleiner, feiner Refraktor kann auf lange Zeit viel Spaß bereiten und notfalls kann man sich ja später einen 8" Dobson als Zweitgerät zulegen ... Eins ist aber klar, eine Investition von 1700 Euro in einen kleinen Refraktor sollte wohl überlegt sein. In der Regel ist das eine Anschaffung auf lange Sicht und man kauft sich nicht zwei Monate später den nächsten (es sei denn, Geld spielt keine Rolle). Ich vermute aber, so ganz unüberlegt hast Du die Diskussion nicht angeregt. Du wirst wohl auch gute Gründe gehabt haben, um das Trinovid zu kaufen und das Conquest im Schaufenster liegen zu lassen.
Frank.
Bearbeitet von Frank_Schäfer (14/07/2004 16:01)
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 23/08/2002
Beiträge: 105
Ort: Berlin
|
Hallo Bino, deine sehr guten Bilder vom Mars sowie vom Saturn konnte ich in gleicher Qualität visuell mit meinem kleinen Zeiss 63/840 bei 170 Fach sehen.
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153406 - 14/07/2004 19:48
Visueller Schärfeverlust durch Obstruktion
[Re: binoviewer]
> "ich lach mich kaputt!"
Tom, was nutzt Dir das, Du solltest lieber genauer lesen und sachgerecht argumentieren.
Dieser Thread bezieht sich auf visuelles Beobachten, Deine Bilder besagen deshalb
hierzu rein gar nichts, insbesondere wenn sie bearbeitet sind.
Bei der Schärfeleistung für hochauflösende Fotografie spielt die Obstruktion
dagegen kaum eine Rolle.
Nochmals ganz langsam für den "kaputten binoviewer" ...
Die Berechnung der Kontrastschärfe eines Reflektors gilt nur bei "visuellem Beobachten"!
Martin Birkmaier zur Obstruktion, Zitat:
"In einem sehr guten, 2-teiligen Artikel in Sky&Telescope (July 93, Seite 91 und
Sept. 93, Seite 83) hat William P. Zmek die Anregung und Formeln für dieses
Kapitel geliefert. Die komplizierte Berechnung der Kontrastschärfe kann nach
Zmek durch folgende Prämissen ziemlich vereinfacht werden:
Alle Aussagen gelten nur für den durch das Auge wahrnehmbaren Bereich, d.h. die
nicht wahrnehmbaren Bereiche bleiben unberücksichtigt.
Alle Aussagen beziehen sich nur auf Details mit 20% Kontrast, wie er bei
Planeten und DeepSky Objekten häufig vorkommt.
Als Ergebnis berechnet Zmek nicht diffuse Wahrnehmungsverluste sondern harte
Öffnungsverluste bzw. effektive Durchmesser."
Falls Du Dich wieder eingerenkt hast hier nochmals der LINK...
Faustregeln zur Berechnung der visuellen Kontrastschärfe nach William P. Zmek
Astrooptik, Uwe Laux, (c) 1999, Zitat:
"Bei allen rotationssymmetrischen Spiegelsystemen findet durch Gegen- bzw.
Ablenkspiegel eine Zentralabschattung statt. Sie stellt einen Eingriff in die
Wellenfront und auf das Beugungsbild dar. Das hat zur Folge, daß durch diese
Zentralabschattung das Auflösungsvermögen (AV) verbessert wird (theoretisch),
der Kontrast für mittlere Ortsfrequenzen geht aber zurück. Das Bild wird
kontrastärmer als beim Refraktor und dies umso mehr, je größer die relative
Zentralabschattung ist. Es findet eine Umverteilung der Intensitäten des
Beugungsscheibchens statt...
Zentralabschattung: Auch Obstruktion, ist besonders bei Spiegelsystemen
relevant. Alle rotationssymmetrischen Spiegelsysteme ... sind
konstruktionsbedingt mit Zentralabschattung behaftet...
Bei den Spiegelsystemen ... kommt eine Streuung und Beugung am Haltekreuz
hinzu. Da das Haltekreuz nicht in der Pupille liegt, gibt es oftmals
asymmetrische Beugungs- und Streulichteffekte (z. Bsp. beim Schmidtteleskop ...)
Diese wirken sich besonders bei astrometrischen Aufgabenstellungen sehr störend
aus. Da Spiegelsysteme oftmals nicht die Beugungsgrenze erreichen (optische Güte
und Seeing), verschmilzt das erste Maximum mit dem Bildkern. Somit verschlechtert
sich in der Praxis das [Auflösungsvermögen] AV eines Spiegels erheblich, da die
theoretische Verkleinerung des Punktbildes in den Spiegelfehlern und Seeing
untergeht."
Abschließend noch ein Zitat von Walter_E_Schön...
"Man bezieht daher meistens auf den Durchmesser, weil die wichtigste Konsequenz
der Obstruktion, nämlich der Verlust an Auflösung und Kontrast durch Beugung,
damit recht gut korreliert: Wenn man vom Gesamt-Öffnungsdurchmesser den kleinen
Durchmesser des Fangspiegels (d.h. den Durchmesser der in axialer Richtung
gesehenen Kreisscheibe) abzieht, erhält man einen Wert, der in etwa dem
Durchmesser eines nicht obstruierten Teleskops, z.B. eines Refaktors, mit etwa
gleicher Bildschärfe entspricht.
Ein Newton von 150 mm Hauptspiegeldurchmesser und 20% durchmesserbezogener
Obstruktion (= 30 mm Durchmesser) hat also etwa die gleiche Auflösung und den
gleichen Kontrast wie ein Refraktor von ca. 120 mm Öffnungsdurchmesser...
...die Mondoberfläche, Planeten und andere Beobachtungsobjekte enthalten
beinahe unendlich viele Strukturen ganz unterschiedlicher Frequenz, und wie
schon vor mehr als drei Jahrzehnten von E. Heynacher und F. Köber nachgewiesen
wurde (siehe Zeiss-Informationen Nr. 51 von 1968), spielt für den visuellen
Schärfeeindruck in einem Bild der Kontrast in der groben Strukturen (vorliegen)
die Hauptrolle."
Übrigens war der visuelle Eindruck des Saturn in meinem 80mm FL-APO meist deutlich
besser (Kontrast/Schärfe) als Dein obiges Bild vom 76/700 Newton hier wiedergibt.
Mein 7" MC (Kontrastschärfe eines 120er APO`s) kann zwar nochmals sichtbar zulegen;
er tut dies aber Aufgrund des meist vorhandenen mäßigen Seeings leider zu selten.
Fallende Temperaturen mag er gar nicht, trotz (kleinen) Lüfters ergeben sich sichtbare
Bildverschlechterungen durch Tubusseeing.
Nochmals, falls Du es wieder vergessen hast...
Bei der Schärfeleistung für hochauflösende Fotografie spielt die Obstruktion
dagegen kaum eine Rolle.
"the obstruction has less effects in CCD than in visual"
Wenn Du Dich nun weiter kaputt lachen willst tu das ruhig - A M E N !
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 17/03/2003
Beiträge: 1346
Ort: CH-Nord
|
Hi Bino!
Das würde mich doch sehr wundern, was ein gewisser "Binoviewer" alles aus einem 49mm TMB-Triplett-APO rauszuprügeln vermögen würde...
Ich erinnere mich an das Bild eines gewissen "Binoviewer" vom Saturn:
(Edit: Okay, sind 11mm mehr, aber) Das lässt viele Hoffnungen aufflammen.
Auch hat ein gewisser "Binoviewer" sein ca. 15 Jahre alten Chinakracher mal auf 30mm (!!!) abgeblendet und auf Plato gehalten.
Erinnerst Du Dich? Schade, hast Du damit nicht auch dem Mars während seiner Jahrtausend-Opposition geknipst, sonst wärst Du wahrscheinlich vorsichtiger mit Hypothesen über das Leistungsvermögen eines 49mm APO's...
Bearbeitet von slyv (14/07/2004 21:31)
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
#153408 - 15/07/2004 09:06
Re: ich lach mich kaputt!
[Re: slyv]
hallo silvio, danke das du gleich meine schönen aufnahmen bringst, das gefällt mir natürlich  aber mit 49mm öffnung könnte nicht mal ich die cassiniteilung (fast) umlaufend auf den webcamchip bringen. da spielt die physik leider nicht mit. und wie du ja selbst sagst sind 60mm mit 49 nicht zu vergleichen. gerade bei so kleinen öffnungen ist dieser unterschied gewaltig. mit 60mm öffnung sieht man visuell die cassiniteilung sehr gut und ein ganzes stück lang, mit 49mm (oder auch 50mm, ist egal) sieht man sie nichtmal angedeutet. der unterschied ist sehr groß. tom BINOVIEWER (Member of Albireo)
_________________________
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
#153409 - 15/07/2004 09:10
Re: ich lach mich kaputt!
[Re: ente]
ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen und ist auch absolut glaubhaft. habe selbst einen sehr guten 60/910er fraunhofer, der dem tschibo-newton nicht viel nachsteht. dein zeiss ist nochmal ein ganzes eck besser als mein kleiner fraunhofer, also wird er etwa dieselben details liefern wie mein tschibo. ein zeiss c-objektiv mit 49mm hätte aber garantiert keine chance mehr mit dem tschibo mitzuhalten. nichtmal ansatzweise. du könntest ja probieren, deinen zeiss auf 50mm abzublenden. wäre ein interessanter versuch. tom BINOVIEWER (Member of Albireo)
_________________________
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 5639
Ort: Wien
|
#153410 - 15/07/2004 09:19
Re: Visueller Schärfeverlust durch Obstruktion
[Re: cobra]
hallo christian, danke für die vielen links und verweise, die kenne ich aber alle auswendig und die betreffende literatur habe ich hier liegen und schon mehrmals aufmerksamst gelesen. Zitat:
Übrigens war der visuelle Eindruck des Saturn in meinem 80mm FL-APO meist deutlich besser (Kontrast/Schärfe) als Dein obiges Bild vom 76/700 Newton hier wiedergibt.
du versucht dich rauszuwinden und abzulenken.
wenn du mit deiner theorie recht hast, dann blende doch deinen 80mm APO einfach auf 49mm öffnung ab und sage mir, ob du dann genau das damit siehst, was ich mit meinem 76mm tschibo sehe. die cassiniteilung umlaufend sowie die bauchbinde auf saturn klar und deutlich, auf jupter den GRF locker in zartrosa sowie BAR's als kleine dunkle knoten und Festoons in der EZ.
wenn du mir erzählen willst, daß du das mit 49mm siehst, dann lach ich mich gleich nochmal kaputt!
ich sags dir nochmal: die formel vom zmek ist nur eine näherung und sie gilt nur für größere öffnungen. unter 4" öffnung kannst du sie auf jeden fall vergessen. die praxis beweist es ganz schlicht und einfach!
tom BINOVIEWER (Member of Albireo)
_________________________
|
|
hoch
|
|
|
|
Mitglied
Registriert: 24/01/2003
Beiträge: 440
Ort: D, Hessen
|
#153411 - 15/07/2004 16:19
Re: Visueller Schärfeverlust durch Obstruktion
[Re: binoviewer]
Hallo Tom,
Du schreibst ...
> "...die vielen links und verweise, die kenne ich aber alle auswendig..."
Mag sein, aber auswendig kennen ist eine Sache, verstehen eine Andere.
In Deinen Postig`s hast Du nur "alberne Sprüche" losgelassen und nirgens sachgerecht
zu den Ausführungen argumentiert.
Du als "selbsternannter Fachmann" gibst Dir die Blöse und fragst mich...
> "die "kontrastschärfe" (was soll das eigentlich sein)"
Hast also noch nie etwas vom "obstruktionsbedingten Kontrastschärfeverlust" gehört.
Dann solltest Du Dich weniger "kaputtlachen" und genauer den zitierten Text und
meine Verweise lesen.
Die "Kontrastschärfe" wird allein bei Martin Birkmeier mind. 10x angesprochen.
Unter Kontrastschärfe verstehe ich die visuelle Schärfe, die ein Teleskop in der Lage ist,
z.B. am Paneten/Mond bei einem definierten Kontrastverhältnis tatsächlich zu liefern.
Der Kontrastschärfeverlust eines Teleskopes ist primär visuell; er ergibt sich
aus der theoretischen Auflösung aufgrund seiner Öffnung, abzüglich Verluste
durch Obstruktion, Rauhigkeit der Oberfläche u.a.
Du schreibst weiter...
> "wenn du mit deiner theorie recht hast"
Ich habe hier aber gar keine eigene Theorie veröffentlicht - hattest Du ordentlich gelesen
und Dich mit dem Text auseinandergesetzt, so wäre Dir das aufgefallen.
Die "theorie" wie Du sie nennst, habe ich übernommen von:
Martin Birkmaier, Uwe Laux, Thierry Legault, Walter_E_Schön und E. Heynacher,
F. Köber und William P. Zmek.
Du meinst also (um mal mit Deinen Worten zu sprechen) dass diese Herren
sämtlichst "Dummköpfe" sind, über die Du Dich kaputtlachen kannst;
naja, sie haben zumindest Deinen Wiener "Balkon-Weitblick" nicht.
Du schreibst:
> "die formel vom zmek ... gilt nur für größere öffnungen. unter 4" öffnung kannst
> du sie auf jeden fall vergessen"
Meine Vergleiche 80/85 APO gegen 5,2" und 7" MC liegen deutlich "unter 4" öffnung"
Kannst Du eigentlich Deine Behauptung belegen oder ist das lediglich Deine Meinung?
Wie kommst Du eigentlich darauf, dass ich Dir etwas darüber erzählen will,
was man mit 49mm Öffnung sieht?
Ich habe nichtmal im Ansatz über eine 49mm Öffnung gesprochen.
Du greift hier etwas aus der Luft, vesuchst dabei den Eindruck zu erwecken,
ich hätte es behauptet, nur um Dich lustig zu geben - find ich allenfalls albern.
Ich habe also nichts dergleichen geschrieben, im nachfolgenden meine Aussagen
nochmals nur für Dich, diesmal besonders auf den Punkt gebracht...
1.) Ein 80-er FL-APO zeigt visuell bei mäßigem Seeing oder schnell fallenden Temperaturen,
.... an Planeten/Mond vergleichbar gute Bilder wie ein M703 (180-er MC) !!!
2.) Ein 133-er MC mit 38% Obstruktion liefert max. die "Kontrastschärfe" eines 82-er APO`s !!!
3.) Ein 133-er MC hat öfter Seeingprobleme als ein 82-er APO !!!.
4.) Das visuelle Bild des Saturn im 80mm FL-APO hat einen sichtbar besseren
.... Kontrast/Schärfe als das von Dir oben gepostete Saturnbild des 76/700 Newton.
Falls Du der Meinung bist, dass einige der 4 Aussagen nicht stimmen, wäre es schön,
wenn Du mehr dazu sagen könntest, als nur "ich lach mich kaputt"
_________________________
Gruß
Christian
|
|
hoch
|
|
|
|
|
|
81 Mitglieder (Ananke, alien2108, 27 unsichtbar),
168
Gäste und
6
Spiders online. |
|
Status:
Admin,
Global Mod,
Mod
|
|
22750 Mitglieder
65 Foren
180145 Themen
1007191 Beiträge
Besucher Rekord: 1886 @ 17/10/2009 22:24
|
|
|