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saabo Offline
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#213716 - 20/02/2005 14:39 was taugt beroflex eigentlich?


hallo, bei ebay werden ja mitunter recht billig beroflex objektive für fotogeräte verkauft. was hat es denn mit dieser marke auf sich, man hört immer nur ein raunen im hintergrund wenn der name fällt. kann mich da jemand aufklären?

vielen dank

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André_Walczak Offline
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#213717 - 20/02/2005 14:51 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: saabo]




Hallo,

also diese Optiken, die auch unter einer Vielzahl anderer Namen angeboten werden (z.B. Albinar fällt mir gerade noch ein) sind recht einfach konstuierte Teleobjektive, deren größter Nachteil einfach in der Lichtstärke liegt, aber wäre die Teile schneller, dann müsste die Konstruktion auch wieder aufwendiger sein.

Vor etlichen Jahren wurden diese "Billig Objektive" dann mal von einer renommierten Fotozeitschrift getestet und kamen bei den Tests anscheinend so gut weg, dass diese Beroflex Teile fortan den Spitznamen "Wundertüten" bekamen.

Und in der Tat die Abbildung ist im Angesichte des Preises wirklich nicht zu verachten! Ich selbst habe so ein 6,3/400 Beroflex Tele und damit lassen sich bei voller Öffnung schon ganz passable Ergebnisse erzielen, Vignettierung und andere heftige Bildfehler sind nicht zu erkennen, lediglich leichte chromatische Restfehler sind bei wirklich hellen Feldsternen zu erahnen.
Mit einem Okularadapter bestückt ergibt sich aus so einem Teil auch ein schöner 60mm Richfieldrefraktor, den man sogar als Leitrohr verwenden kann.
Mechanisch sind die Teile ebenfalls betont einfach aber gut, auch sehr robust.
Universell sind die Teile ja sowieso da sie mit einem T2 Gewinde bestückt sind.

Für die chemische Fotografie also auf jeden Fall brauchbar, wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat.
das 8/500 soll auch ganz gut sein, aber f/8 ist eben schon die Grenze bei der Astrofotografie, hier kann man sich also schon auf lange Belichtungszeiten freuen.

clear skies,
André
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Christian_Weis Offline
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#213718 - 20/02/2005 16:03 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: saabo]


Hallo,

ich habe ein 500mm f/8 Beroflex in der chemischen Fotografie in der Anwendung. Ergebnisse kannst du auf meiner Webseite unter Astrofotos sehen.
Teilweise habe ich die Brennweite nohc mit einem Zweifach-Konverter auf 1000mm f/16 erhöht, das dann aber nur noch an Sonne und Mond.
Für den Preis der Optiken sind sie ganz ordentlich, auch wenn sie natürlich nicht mit einem Fluorit-Apo mithalten können.


Bearbeitet von Christian_Weis (20/02/2005 16:04)

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Walter_E_Schön Offline
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Ort: München
#213719 - 20/02/2005 17:01 Test in ColorFoto 5/1980, S. 48-58 [Re: saabo]


In der 70er und 80er Jahren hatte ich 14 Jahre lang für die Zeitschrift ColorFoto monatlich eine Auswahl von Kleinbild-SLR-Objektiven getestet. In Heft 4/80 und 5/80 waren Spiegellinsenobjektive mit Brennweiten um 500 mm dran. In zweiten Teil dieses Tests in Heft 5/80 hatte ich zum Vergleich auch einige unterschiedlich konzipierte Linsenobjektive dieses Brennweitenbereichs mitgetestet, und zwar das (damals) sehr teure Leica Telyt-R 6,8/560 mm, das von Tierfotografen oft benutzte Novoflex Noflexar 8/600 mm mit Schnellschußhandgriff (Autofokus gab's 1980 noch nicht!), das sehr lichtstarke Pentax SMC 4,5/500 mm und das vergleichsweise spottbillige Beroflex 8/500 mm, das nur ca. 200 DM, bei Discountern sogar nur ca. 179 DM kostete. Die beiden erstgenannten (Leica, Novoflex) waren langbrennweitige Achromaten, die beiden anderen waren Telekonstruktionen mit integriertem Barlowelement.

Das Ergebnis war, daß das billige Beroflex nicht nur relativ zu seinem niedrigen Preis sehr gut abschnitt, sondern – abgesehen von der geringeren Lichtstärke und der fehlenden Springblende – sich im Gesamtfeld sehr gut behaupten konnte. Deshalb hatte ich damals im Fazit u.a. geschrieben:

>> Das Beroflex-Objektiv zeichnet sich durch ein Preis-Leistungs-Verhältnis aus, das kein anderes Objektiv des Tests auch nur annähernd erreicht. Es ist im Vergleich zu den Spiegellinsern zwar eine „lange Tüte”, aber im Hinblick auf seine Bildqualität und unter Berücksichtigung des Billigpreises verdiente es eher die Bezeichnung „Wundertüte”. <<

Die Firma Beroflex hat diesen letzten Satz aus meinem Test dann jahrelang in ihrer Werbung für dieses Objektiv zitiert, und so ist dieses Objektiv unter dem Namen „Wundertüte” populär geworden.

Das damals sehr gute Abschneiden darf aber nicht zu dem Schluß führen, es sei ein ebenso gutes Teleskopobjektiv! Schließlich war es als Kleinbildobjektiv für einen Bildkreis von ca. 43 mm konzipert, muß also ein sehr großes Bildfeld auszeichnen, wobei das Auflösungsvermögen auch an den Rändern noch für Aufnahmen auf Film gut sein muß, im Zentrum aber keineswegs die Ansprüche beugungsbegrenzter Optik zu erfüllen hat, wie man es von einem Teleskopobjektiv erwartet. Man kann mit anderen Worten sagen: Im Bildfeldzentrum wurden nach Astromaßstäben Zugeständnisse gemacht, um im Randbereich eine für gute Fotoaufnahmen ausreichende Auflösung zu ermöglichen.

Für Astrozwecke könnte ich mir seinen Einsatz also in Verbindung mit 2"-Okularen für große Gesichtsfelder bei niedrigeren Vergrößerungen sehr gut vorstellen, ebenso für Astrofotografie (soweit das geringe Öffnungsverhältnis von 1:8 nicht stört, etwa beim Mond und sehr hellen anderen Objekten). Bei sehr starken Vergrößerungen mit kuzbrennweitigen Okularen wird es wohl enttäuschen müssen.

Walter E. Schön

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saabo Offline
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#213720 - 20/02/2005 18:56 Re: Test in ColorFoto 5/1980, S. 48-58 [Re: Walter_E_Schön]


guten abend,

also ganz herzlichen dank für alle infos, das deckt mein informationsbedürfnis schon gut. interessante geschichte. wenn selbst der testfotograf noch gut drauf zu sprechen ist umso besser


ich hab mir halt bei ebay so ein gerät aus kostengründen ersteigert und als ich den namen mal im bekanntenkreis anklingen lies zeigte man sich etwas verschnupft bei der marke. wenn das gerät für seinen preis ordentliche arbeit liefert bin ich ja schon zufrieden.

danke und schönen abend noch

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ralfi Offline
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#213721 - 20/02/2005 19:22 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: saabo]


Hallo,
ich möcht auch was schönes über die Wundertüte schreiben.

Das Beroflex mit den optischen Daten 8/500 gabs auch unter anderen Namen von anderen Herstellern. Ich würde nur die Wundertüte von Beroflex nehmen. Über T2 an jedes System anschließbar. Bei F8 vermisst man keine Springblende. Auch heute nicht.
Man kann das Objektiv gut auseinanderschrauben und den Optiktubusteil für Richfield-Teleskopzwecke und den Tubusteil mit T-2 Anschluss für Bastel oder Einsatzzwecke separat benutzen. Die Barlow läßt sich rausschrauben.(Dann aber vorher markieren wie tief und in welche Richtig man es wieder reinschrauben muss.)

Später habe ich die Wundertüte in ein Teleskop umgebaut. Dann mal das Frontlinsenpaar entnommen (leider dabei arg beschädigt, was aber optisch nie aufgefallen ist) und dann die Endhülse mit dem T2 anschluss und eingeschraubten Barlowelement als 2" Fotoeinsteckhülse benutzt. Vorher aber mit Paketband umwickelt um den genauen Durchmesser 50.8 mm zu erreichen. Von der Schwärzung steht sie einer TeleVue in nichts nach. Wenn man das Barlow-Element reinschraubt hat man gleich eine etwa verdoppelte Brennweite.

Also wie man sieht. Sehr vielseitig einsetzbar und man kann alles wieder zum Tele zurückschrauben.
Ob die Ausführungen auch für das 5,6/300 und 6,3/400 gelten weiss ich nicht.


mit besten Grüßen,
Ralfi

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peter_der_1 Offline
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#213722 - 20/02/2005 19:40 Re: Test in ColorFoto 5/1980, S. 48-58 [Re: Walter_E_Schön]


Hallo,
das ist ja toll, dass ein Autor sich einmal mit diesen Brennweiten beschäftigte und es auch heute noch beschreiben kann. Dann doch gleich noch eine Frage von mir:
Wie steht es mit den Spiegeloptiken , besonders Rubinar 5,6/500 ? Es soll ja ein recht brauchbares Teil sein. Der Farbfehler ist klein bis unauffällig und es könnte nur eine Bildfeldwölbung stören. Meine Frage geht in Richtung Astronomie, also stören mich die Kringel bei unscharfer Einstellung an hellen Reflexen nicht.
Wäre wirklich hilfreich, wenn ich dazu noch einige alte Erfahrungen bekommen könnte.
Schon mal Dank vorab.
Peter

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ralfi Offline
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#213723 - 20/02/2005 20:12 Re: Test in ColorFoto 5/1980, S. 48-58 [Re: peter_der_1]


Hallo,

aus meiner Erfahrung als eifriger Leser von Fotozeitschriften bis ca. 1993 kann ich mich nicht erinnern, das ein 5,6/500 Rubinar getestet worden ist. Vielleich gabs die unter anderem Namen. "Damals" waren als gängige Brennweite 500mm F8 typisch. Das hatte so ziemlich jeder Objektivhersteller im Angebot. Äußerlich sahen die im Detail aber nicht identisch aus. Aber es gab optisch baugleiche Modelle. Z.B. Leica-Minolta glaub ich. Die bei unscharfer Fokussierung entstehenden Ringe wurden als Gestaltungselement beabsichtigt eingesetzt. Das war kein Mangel oder Nachteil. Auch die kurze Bauform war super. Mein Fotofreund hatte ein 8/500 oder das Sigma 8/600 und ich halt die Wundertüte.
Das 8/600 von Sigma, was auch im CF-Heft 5/80 beschrieben ist. Hab das Heft gerade aus dem Keller geholt. (Übrigens war damals die Nikon F3 neu gemäß Titelblatt).
Es gab auch ein Vivitar mit Kunstoff-Linsen?-Optik als Spiegelinser mit sehr guter Testqualität. Technische Daten lt. Erinnerung 4,5/450. Muß in einem Test bei Fotomagazin sein.

In dem Heft 5/80 sind übrigens auch zwei Schiefspiegler ! und der Testsieger Zeiss Mirotar 4,5/500 für 16.300 DM.

mit fotofreundlichem Gruß
ralfi

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DanielMP2 Offline
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#213724 - 20/02/2005 20:40 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: André_Walczak]


Hallo,

ich habe selbst eine 6,3/400 Beroflex und bin mit dem Teil eigentlich zufrieden. Neigt aber bei Langzeitfotografie zu Vignettierung, die aber noch erträglich ist. Trotzdem: Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Kann man wenig mit verkehrt machen, denke ich.

Im Übrigen: weiß jemand, wie ich einen Adapter daran befestigen kann, um das Teil auch als Teleskop zu nutzen ? Wer stellt solche Teile her ?
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Clear Skies aus Vorpommern !

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André_Walczak Offline
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#213725 - 20/02/2005 23:29 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: DanielMP2]



Moin, moin,

Zitat:

Im Übrigen: weiß jemand, wie ich einen Adapter daran befestigen kann, um das Teil auch als Teleskop zu nutzen ? Wer stellt solche Teile her ?




Also hergestellt wird sowas unter anderem von Baader, Intes oder Vixen, zu beziehen bei so ziemlich jedem Astrohändler mit kleinem Adaptervorrat, unter dem Namen Russenadapter oder M42 bzw. T2 auf 1,25" Adapter.

clear skies,
André
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rootprompt Offline
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#213726 - 21/02/2005 01:40 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: saabo]


Ich selber habe ein Beroflex 500mm f/8 (macht an meiner D70 denn 750mm). Für den Preis kann man wahrlich nicht meckern - das Bild ist insgesamt ein wenig flau, der Farbfehler stört bei f/11-f/8 recht stark an hellen Kanten, aber auch das ist ok. Die Vignettierung ist bei f/8 erstaunlich mäßig, aber der Chip der D70 ist ja auch einiges kleiner als KB. Ich benutze das Teil allerdings auch ausschließlich für nicht-astronomische Zwecke. Bei Astrophotos würde ich bei entsprechender Belichtungszeit (bei f/8 ja nun unvermeidlich) mit kräftigen blauen Höfen um Sterne und ordentlich Vignettierung rechnen. Aber ein Versuch kostet ja nicht viel... Zeit und 30-50 EUR für ein gebrauchtes Beroflex.

Insgesamt habe ich mit dem Teil durchaus viel Spaß, noch viel mehr wenn ich an den Anschaffungspreis denke

Zwei Bilder, die damit gemacht wurden (allerdings bei f/11 - f/16):

http://www.schnappschuesse.org/andreas/photos/city_bochum_hinterhof/hinterhof_006.jpg
http://www.schnappschuesse.org/andreas/photos/city_bochum_hinterhof/hinterhof_007.jpg

Beide haben Tonwertkorrektur und Farbkorrektur hinter sich, aber sonst nichts.

Bei dem hier war der Farbfehler allerdings arg, da mußte was am Blaukanal getan werden, das Ergebnis sah danach dann so aus:

http://www.schnappschuesse.org/andreas/photos/city_bochum_hinterhof/hinterhof_012.jpg



Cheers
Andreas

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maximilian Offline
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#213727 - 21/02/2005 13:01 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: saabo]


Hallo!

Auch bei mir liegt schon seit Jahren eine Wundertüte herum. Wirklich zufrieden bin ich damit nicht, sie eignet sich am ehesten für terrestrische Aufnahmen (z.B. Kinder, die sich nicht so gerne fotografieren lassen).

Hier ein Beispiel am Mond:


Und hier ein irdisches Foto (das Tübinger Schloss):


(Beide Bilder mit der digitalen Spiegelreflexkamera über T2 Adapter).

Bei Astroaufnahmen ist Scharfstellen ein Glückspiel, denn das Bild auf der Mattscheibe ist sehr, sehr dunkel.

Ich würde die 50 Euro (auf gar keinen Fall mehr dafür bezahlen!) lieber für was richtiges sparen.

Grüße, Maximilian

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DanielMP2 Offline
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#213728 - 21/02/2005 19:53 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: maximilian]


Hmmm, mit dem fokussieren hatte ich eigentlich mit dem 6,3/400 keine Probleme. Einfach auf unendlich gestellt und ausgelöst. Das ging bei mir ohne weiteres und die Bilder waren auch recht scharf.

Habe übrigens gerade bei TS einen Adapter von M 42 auf 1 1/4 Zoll bestellt. Vielleicht kann ich ja das Teil wirklich als Leitrohr nutzen . Hängt aber davon ab, ob ich in den Fokus komme...

Daniel
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saabo Offline
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#213729 - 21/02/2005 21:31 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: maximilian]


kann es sein das wolfi heute zig bestellungen für den m42 adapter bekommt


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maximilian Offline
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#213730 - 21/02/2005 21:58 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: DanielMP2]


Hallo!

> Daniel: Einfach auf unendlich gestellt und ausgelöst.

Das geht bei meinem 8/500er an der DSLR leider nicht, denn da stimmt die Unendlich-Einstellung nicht. Liegt vielleicht am Adapter?

Aprops M42: Mein Objektiv hat einen T2-Anschluss, das ist zwar derselbe Durchmesser wie M42, aber eine andere Gewindesteigung.

Grüße, Maximilian

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Reverend_Coyote Offline
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#213731 - 22/02/2005 08:46 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: maximilian]


Hi,

meines hat auch T2, darauf einen Zusatzring auf M42 bzw. Pentax-K,
einen sogenannten T-Ring. Damit kam ich immer in den Unendlich-Fokus,
sowohl bei meiner Ricoh-XRX wie auch bei einer Praktika. Wie das mit
den Digicams (CANON) ist weiß ich aber nicht, ich habe keine. Sollte
aber mit einem T-Adapter für EOS doch auch gehen, da man ja normale
EOS-Objektive der chemischen Kameras angeblich auch verwenden kann.

Gruß Coyote
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Es schaute mich an - und ich schaute Es an.
Und errötend wich Es zurück - das Universum.

Meade ETX-70/80, Lidl Spektiv, Minolta Bino, Kasai s'Gucki

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AndreasK Offline
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#213732 - 22/02/2005 18:13 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: saabo]


Hallo Leute!,
ich wollte mich zu dem Thema auch mal aus dem Hintergrund "schälen".
Schön,dass es zu solch "billigen"Optiken auch mal was zu lesen gibt Saabo sei dank!
Mein Erfahrungen sind auch durchweg Positiv,ist ja eigentlich schon alles gesagt,weiter oben.
Im Grunde hab ich nur einen kleinenBastelTip:der T-Adapter,in meinem Falle auf M42 ist mehrteilig(2)ausgeführt.D.h.das T-gewinde bildet mit dem Schraubring eine Einheit.Als 2. Teil liegt ein M 42a Gewinde darin,mit drei kleinen Madenschrauben geklemmt.Diese hab ich (Radikal?)durch M3 Inbus(25mm lang)ersetzt,jetzt kann man das Gehäuse gut Rotieren.Sieht komisch aus,Klappt aber einwandfrei,bei Gelegenheit mach ich Rändelschrauben rein.
Äh,ja 2 Fragen noch :Ich hätte gern noch 2 Bildchen(mit 500/8)
eingefügt,wie geht dem??
Und eine Frage noch an Walter:Du hast weiter oben von einem Testbericht zum 4,5/500 Pentax geschrieben.Ist wohl sinnlos zu fragen,ob der noch in deinem Besitz ist?(ist ja auch schon ne Weile her...)
So,na ja,wenn´s hilft..
beste Grüße an alle
Andreas

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Reverend_Coyote Offline
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#213733 - 23/02/2005 08:29 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: maximilian]


Hallo,

da hab ich Mist geschrieben im letzten Beitrag! Es sollte heißen:

Sollte aber mit einem T-Adapter für M42 doch auch gehen, da man ja normale
M42-Objektive der chemischen Kameras angeblich auch verwenden kann.


Gruß Coyote
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cmjub Offline
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#213734 - 07/06/2005 09:08 Re: was taugt beroflex eigentlich? [Re: DanielMP2]


Hallo Daniel,
weiß nicht, ob Du schon Antworten hast. Ich nutze mein BF auch als Leitrohr und hatte Probleme mit dem Fokus. Mit einer T2-Verlängerung von TS (ca. 15mm)funktioniert es aber sehr gut.
Gruß ...jub
PS war mal von 85-90 an der EMAU

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JSchmoll Offline
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#213735 - 07/06/2005 18:51 Wundertuete [Re: saabo]


Hallo,

ich habe auch so eine Wundertuete - 1984 gekauft, Markenbezeichnung DANUBIA, aber vermutlich eh alles der gleiche Hersteller.

Kann nicht klagen - war mein erstes Tele, und zeigte mir von Sonne (mit Filter natuerlich) und Mond (2x-Konverter macht sich gut) sowie vom Deepsky schoene Bilder. Ich hatte das Geraet als "Doppelrefraktor" im Einsatz, parallel an meinen parallaktisch montierten Tasco 60/700er Leitrohr und handnachgefuehrt. War bis 1987 mein Hauptarbeitspferd, ich erinnere mich an schoene Aufnahmen z.B. von h+x mit nadelfeinen Sternen, 30 min belichtet ...

Seit nunmehr 18 Jahre liegt das Teil fast ungenutzt herum. Letztendlich wurde es Opfer seiner Lichtschwaeche, und heute fotografiere ich lieber gleich durchs Teleskop. Aber fuer den Einsteiger, der z.B. als Schueler wenig Geld hat, kann ich das Teil empfehlen.


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JSchmoll Offline
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#213736 - 07/06/2005 19:00 T2-Ringe und M42-Adapter an Canon, Pentax, M42 ... [Re: Reverend_Coyote]


Hallo,


fuer die Canon gibts den T2-Ring (M42 x 0.75), die Wundertueten sind kameraseitig etwas kuerzer, sodass dieser Ring eingeplant ist. Zwaengt man eine M42-Kamera direkt an die Wundertuete (dont try this at home), dann haelt das zwar nach 1/2 Umdrehung, ist aber in einer anderen Schaerfeebene, d.h. die Unendlicheinstellung stimmt nicht mehr. Deswegen muss man auch fuer M42 einen T2-Ring haben.

Dann gibts fuer die Canon auch den M42-Adapter. Dieser hat nicht nur das richtige M42er Gewinde ("Pentax Thread", M42 x 1), sondern auch das richtige Auflagemass. Er wird nicht auf, sondern eher in die Kamera eingesetzt, baut sehr flach und verschwindet so im grossen Bajonett. Das Gleiche gibts auch fuer Pentax K, aber z.B. leider nicht fuer die Olympus OM1, weil dessen Bajonett gerade etwas zu klein dafuer ist.

Leider ist die Konfusion nichttrivial gross, wenn man von M42-Adaptern spricht. Oft kommen Verkaeufer mit einem T2-Ring, wenn man einen M42-Adapter sucht. Oder umgekehrt ... ist schon irgendwie doof mit den beiden unterschiedlichen Steigungen und Auflagemassen.


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rainerwagner Offline
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Ort: Jülich
#213737 - 08/06/2005 21:32 Re: T2-Ringe und M42-Adapter an Canon, Pentax, M42 [Re: JSchmoll]


Hallo Beroflex-Fans!
An Jürgen:
für die OMs gibt es natürlich den ganz normalen T2- Adapter, da geht alles ohne jedes Problem ( ich benutze das selbst seit Jahren).

Zur visuellen Tauglichkeit:

Eps Lyr eindeutig als double-double erkennbar.
Jupiter : zufällig ohne jede Vorwarnung durch Kalender oder sonstiges über einen Schattendurchgang gestolpert.
Mars : 1997 Oberflächenstrukturen mit ollem Mikroskopokular und selbstgetrickter Barlow (aus einem defekten Zoombjektiv) zu meiner größten Verwunderung erkannt( und nachträglich verifiziert)
Mond: ein altes Zoomobjektiv einer Super8-Kamera drangebastelt , dann den Besitzer eines 12"-LX200 durchschauen lassen - dem blieb der Mund offen...

Fazit: Das Teil hat mir schon sehr viel Spass gemacht! (Anekdoten hätte ich noch ne Reihe....)

Mit einem geschickt angebrachten Telekonverter habe ich sogar einen Zenitspiegel dranbekommen und kam noch in den Fokus.

Also: für den Preis macht das Ding wirklich viel Freude!

Rainer

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JSchmoll Offline
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#213738 - 09/06/2005 13:40 Re: T2-Ringe und M42-Adapter an Canon, Pentax, M42 [Re: rainerwagner]


Hallo Rainer,

meine Bemerkung bezueglich OM bezog sich lediglich auf den M42-Adapter. T2-Ringe kann man auch an winzige Bajonette adaptieren, z.B. an das alte Exaktabajonett. Lediglich der M42-Adapter muss ein Innengewinde in Bajonetthoehe gewaehrleisten, und wenn das Bajonett kleinergleich 42 mm ist, geht das aus topologischen Gruenden nicht.

Ich habe aber auch schon von Konstruktionen gehoert, in denen eine M42-Adapter wie ein T2-Ring vorne aufgesetzt wird. Die Fokaldifferenz wird durch eine Linse im Adapter kompensiert. Fraglich bleiben die Bildqualitaet und Lichtverluste.


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