Re: Kyrovulkanismus auf Enceladus
Hallo Nico !
Erstmal sorry, daß ich deinen Beitrag erst 3 Tage später beantwoten kann. War in den letzen Tagen etwas zu sehr beschäftigt u. hatte keinen Zugang zum PC... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/confused.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
Zu den 'Enceladus Temperature maps':
Die linke Darstellung soll wohl nur ein Modell für eine reine externe Erwärmung unter dem subsolaren Punkt darstellen. Da am Südpol des Enceladus Polartag herrscht,
befindet sich dieser Punkt südlich des Äquators.
Die Realität rechts sieht aber anders aus. Durch solare Erwärmung verursacht, sind wohl die roten Flecken in den niederen Breiten unterhalb des Äquators.
Die Unterschiede zum Modell lassen sich etwa durch topographische & geologische Oberflächengegebenheiten
und eine zeitlich verschobene Aufheizung unter dem subsolaren Punkt erklären.
Die Erwärmung am Südpol von 15-20 K gegebenüber dem Modell ist überraschend, zumal sie auch über der realen Äquatortemperatur liegt.
Einmal könnten hierfür interne Vorgänge, in etwa Gezeitenreibung d. andere Monde(vermutl.Titan)und Saturn verantwortlich sein,
die Spannungen in den Polargebieten hervorrufen u. auch diese geologisch junge kraterlose Landsschaft der 'Tigerstreifen'.
Gezeitenreibung würd' ich am Äquator aber für stärker halten. Hier wäre eine Expertenmeinung gefragt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Solche Auswirkungen müßten übrigens in der Nordpolarregion ähnlich sein. Meines Wissens gibt's dort aber viele Krater... :
Link zur Grafik:
http://www.solarviews.com/raw/sat/encelad3.jpg
Diese unsymmetrische Verteilung macht mir Kopfzerbrechen .... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />
Externe Ursachen sind auch denkbar:
(a) Aufheizung aufgrund des Polartages am Südpol.
(b) Auch durch den Einschlag von Teilchen aus den Strahlungsgürteln/Magnetfeld des Saturn in die Polarregion. Müßte dort am stäksten sein, wegen des in etwa senkrechten Verlaufs des Magnetfeldes.
(c) Einschläge von Teilchen aus dem Ringsystem ?
Letztendlich eine Kombination aus mehreren dieser Vorgänge. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Die polare Teilchenwolke läßt sich damit sicherlich erklären.
Ein Rätsel bleibt weiterhin die Verteilung zwischen geologisch älteren u. jungen Regionen auf Enceladus:
Link zur Grafik:
http://www.mmedia.is/~bjj/misc/css_stuff/maps/enceladus_t3_1800x900.jpg
Weitere Meinungen?
Bis dann
& gute Nacht
wünscht
Ralf