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#223788 - 31/03/2005 11:27
Neues Teleskop - aber welches?
Hallo Leute!
Ich habe im Moment noch ein etwas kleiner ausgefallenes Teleskop, bin aber dabei, mich nach einem grösseren umzusehen.
Preislage so etwa 500 - 1200 Euro.
Was habt Ihr denn für welche, und wie zufrieden seid ihr bzw. wie unzufrieden wart ihr mit einem anderen Modell?
Welches Zubehör würdet ihr nicht mehr aus der Hand geben oder welches habt ihr Euch vollkommen umsonst angeschafft?
Es sollte vor allem auch in Bereichen grösserer Lichtverschmutzung den Umständen passable Ergebnisse liefern.
Ich betreibe vor allem die Planeten- und Deep-Sky-Beobachtung. Danke für Eure Antworten!
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#223789 - 31/03/2005 12:00
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: IWS_BERLIN]
Hallo!
>>>Planeten- und Deep-Sky-Beobachtung.
Und damit sind wir schon direkt bei der bekannten Eierlegenden Wollmilchsau.
Für Planeten sind besonders Geräte mit hoher Brennweite und einen Öffnungsverhältnis von f/9 und aufwärts geeignet. Beliebt sind hier Mak-Cassegrains, Newtons, und APO Refraktoren. FHs sind weniger geeignet wegen dem teilweise stark steigendem Farbfehler. Ein "echter" Fraunhofer muss mindestens f/15 erfüllen, was bei 6" schon ein 3m langes Rohr ergäbe
DS hingegen benötigt eher kurze "Richfield" Teleskope. Da sind große Dobsons mit f/4 bis f/5 sowie FH Refraktoren mit kurzem Öffnungsverhältnis von Nöten. Hintergedanke ist der, ein lichststarkes Gerät zu haben, das ein großes Gesichtsfeld erreicht. Einige FHs mit guten Okularen kommen dabei sogar auf 2,5 bis 3,0° Gesichtsfeld hoch. Da Nebel sehr ausgedehnt sind, ist das nützlich.
Ich persönlich benutze als Universalgerät einen 8" Dobson, fahre mittlerweile aber auch 2-gleisig: Einen 6" FH mit kurzem Öffnugsverhältnis für DeepSky (wegen dem starken Farbfehler für Planeten nur kaum zu gebrauchen) sowie einen 5" Mak-Cassegrain, der liefert sehr schöne Planetenbilder, ist aber wegen dem engen Gesichtsfeld für DS (fast) unbrauchbar.
Beide stehen auf einer parallaktischen Montierung (genau genommen eine Montierung , wo ich die Tuben wechsle) und sind eigentlich sehr brauchbare Geräte. Den Dobson habe ich mir aufgehoben als Universalgerät, wenns Abends mal schnell gehen soll.
In deiner Preislage wäre als ultimatives Gerät natürlich ein 12" Dobson drin. Verzicht auf die parallaktische Montierung , dafür eine echte DeepSky Kanone. Mit den 12" bekommst Du natürlich freilich auch an Planeten gute Bilder heraus, die Leistung einer solchen Kanone sollte man nicht unterschätzen.
Was Du hier an der dicken Montierung sparst, kann aber schnell im Zubehör verschwinden. Die meisten 12er haben f/4, das Verhältnis hat hohe Ansprüche an Okulare. Sprich ein Satz guter Okulare kann sehr schnell mal eben 300€ kosten und auch weit darüber gehen. Außerdem wäre für die Planetenbeobachtung eine gute Barlowlinse wertvoll, die z.B. das Öffnungsverhältnis künstlich auf f/8 erhöht. Ansonsten brauchst Du trotz des großen Gerätes Okulare mit sehr geringen Brennweiten. Die sind allein schon vom Einblick her nicht so schön, wenn sie nicht gerade hochwertig verarbeitet sind.
Wegen der Lichtverschmutzung wäre beim Beobachten von DeepSky ein UHC oder O III Filter absolut empfehlenswert. Der OIII hat ein SEHR schmales Band, der UHC lässt noch etwas mehr Licht durch, insgesamt blenden beide das Streulicht der Stadt aber fast vollkommen aus, so dass der Himmel schwarz wird. Ich persönlich rate eher zum UHC, da der universeller ist.
Dies gilt halt für DeepSky.
Für die Planetenbeobachtung sind Maksutov Cassegrains hingegen sehr gut. Einen brauchbaren 5" Mak bekommst Du auf alle Fälle für dein Geld und auch viel Zubehör. Ich würde sogar überlegen, ob Du dir nicht einen 6" Mak von Intes holen magst. Sozusagen ein Planetenkiller von sehr guter Qualität. Dürfte auch bei Galaxien gute Ergebnisse bringen, für Nebel aber eher ungeeignet.
Wenn Du einen Refraktor nach Fraunhofer kaufen willst, so brauchst Du in jedem Fall eigentlich einen guten Filter, der die chromatische Aberration wenigstens etwas reduziert. Baader Fringe Killer (bis 4") und der Contrastbooster (ab 4" und mehr) bringen recht gute Ergebnisse, auch wenn es niemals mit nem APO zu vergleichen wäre.
Wenn Du ansonsten erstmal klein anfangen willst und ich möchte mich hier auch mal festlegen, dann lautet mein Tipp: Hol dir einen 10" Dobson. Für den ersten großen Schritt nach vorne reicht der aus, das Verhältnis von f/5 oder f/6 (je nach Modell) ist noch nicht so furchtbar kritisch und Du behälst einiges an Geld für Okulare und andere Zubehör übrig. Außerdem hat das Gerät keinen Farbfehler wie die Refraktoren und ist insgesamt ein guter Kompromiss für DeepSky UND Planetenfans, die nicht 2 Geräte betreiben wollen.
Für einen guten 10" Dobson mit viel (gutem) Zubehör kannst Du etwa 1.000€ veranschlagen und ich denke, damit wirst Du lange Spaß haben.
Grüße
Florian
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#223791 - 31/03/2005 14:49
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: IWS_BERLIN]
Hallo auch mal,
gehöre zu denen, die dir in jedem Fall einen Newton mit Offnungsverhältnis von F6 oder auch noch F5 empfehlen würden. Keinesfalls weniger als 200mm Öffnung, besser 250mm - sonst is nix mit deep-sky aus stadtnähe....am Planeten holt der seeingbedingt das max. heraus, wenn es ein guter Spiegel ist. Wenn du nicht gleich fotografieren willst, dann einen Dob - den kannst später auch auf eine Monti schnallen... Refraktoren haben natürlich ihre Berechtigung, aber hier sind sie falsch am Platz.
Jetzt werd ich sicher Prügel beziehen....
Johann
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#223793 - 31/03/2005 15:21
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: sofi99]
Hallo Johann,
nö, für Prügel gibt's keinen Grund. Ein f/6 Newton ist doch wirklich ein visueller Allrounder, sogar mit fotografischen Fähigkeiten. In Stadtnähe ist meiner Meinung nach ein Nebelfilter unverzichtbar, ich persönlich würde immer wieder zum 2" OIII raten, und zwar unter schlechtem Himmel zu dem von Baader, weil der sehr kräftig wirkt.
Clear skies Sven
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Hallo Sven, da kommt schon noch einer, der mich prügelt und wegen des Nebelfilters, tendiere ich ebenfalls zu größerer Öffnung als bei einer Linsenkanone leistbar. *ein APO für den Anfänger ...nö *ein FH als Farbenwerfer...nö *ein elendslanger F/15 FH nicht so bunt, woher die billige Monti...nö daher F/6 (F/5) farbenfrei und lichtstark und viel billiger als ein SC, RC, MN, MAK.....und zumindest wesentlich weniger Obstruktion als ein SC... Grüße Johann
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#223795 - 31/03/2005 17:09
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: sofi99]
Hallo Johann, Zitat:
*ein APO für den Anfänger ...nö *ein FH als Farbenwerfer...nö *ein elendslanger F/15 FH nicht so bunt, woher die billige Monti...nö
daher F/6 (F/5) farbenfrei und lichtstark und viel billiger als ein SC, RC, MN, MAK.....und zumindest wesentlich weniger Obstruktion als ein SC...
wo muß ich unterschreiben?
Clear Skies Sven
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Hi!
Nun überbewertet mal wieder nicht den Farbfehler! Klar, bei Öffnungsverhältnissen von F/6 oder kleiner ist er krass da... aber 5"er und 6"er gibt es auch da drüber. Und die sind durchaus noch händelbar.
Ich hab letztens in meinem 6" F/10 FH trotz Farbfehler einen Jupiter in nicht gekanter Detailtiefe erlebt. Ich konnte in den Hauptbändern Details erkennen, das erstem mal den großen Fleck beobachten etc. ... konnte mich garnicht satt sehen.
Und das bei wirklich nicht optimalsten Bedingungen.
Meine Erfahrungen sind nach wievor, das Refraktoren... und ich kenn bis jetzt nur Achromaten (hab noch nicht im Lotto gewinnen können), es im Kontrast / Schärfe immer wieder zu tollen Bildern bringen. Und das auch mit Farbsaum!
Gruß...
Vader
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#223797 - 12/04/2005 23:51
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Vader14641]
Hi folks! Ich denke da auch in Richtung 5 Zoll f/10 FH, z.B. den TS 127/1200 mm. Der Farbfehler ist nicht wirklich störend, das Gerät ist günstig und vor allem robust. Nicht justieranfällig wie ein schneller Newton und kommt auch mit einer verhältnismäßig kleinen Montierung wie einer Astro-5 DX oder GP-E visuell gut aus. Eine GP-DX oder - günstiger - eine HEQ5 würden da sicherlich auch schon astrophotografische Ambitionen zulassen ... das Stativ ist aber der entscheidenste Schwachpunkt. Ein 125 mm f/12 FH Objektiv von D & G Optics habe ich bereits hier und will bald in ein vernünftiges Rohr verbaut werden. Ein erster, einfacher Test zeigte aber Planetenbilder, welche einen 200/1000 mm Synta-Newton sehr alt aussehen ließen :-) Abgesehen davon ist ein 200 mm f/6 Newton im Gegensatz zu einen 5 Zoll f/10 FH auch nicht unbedingt transportabler. Wenn es primär um Deep-Sky geht ist der Newton sicher lichtstärker. cu ... Luzy
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#223798 - 13/04/2005 09:34
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Luzypher]
Hi! Die Justiererei ist mit auch ein Grund, wieso ich Refraktorfan bin. Justieren brauch ich hier nix, sondern nur Teleskop, Stativ und Montierung in den Garten, einnorden, Sterne gucken  Mal anders gesagt: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, das gerade ein ungeübter Anfänger durch einen nicht optimal justieren Spiegel viel von der eigentlichen Schöhnheit flöten geht, die er in einem Refraktor trotz blauen Saum sehen würde? Wenn es natürlich allein um Lichtstärke und damit um Öffnung geht, kommt man natürlich nicht um Spiegel herum... 8" und mehr sind als Refraktor nicht mehr für jeden bezahlbar. Gruß... Vader
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#223799 - 13/04/2005 09:45
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Vader14641]
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Hi!
Die Justiererei ist mit auch ein Grund, wieso ich Refraktorfan bin. Justieren brauch ich hier nix, sondern nur Teleskop, Stativ und Montierung in den Garten, einnorden, Sterne gucken
Mal anders gesagt: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, das gerade ein ungeübter Anfänger durch einen nicht optimal justieren Spiegel viel von der eigentlichen Schöhnheit flöten geht, die er in einem Refraktor trotz blauen Saum sehen würde?
Wenn es natürlich allein um Lichtstärke und damit um Öffnung geht, kommt man natürlich nicht um Spiegel herum... 8" und mehr sind als Refraktor nicht mehr für jeden bezahlbar.
Gruß...
Vader
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Kurz und präzise auf den Punkt gebracht - gerade auch für den Einsteiger!
Wo muss ich unterschreiben?
Gruss Hannes
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#223800 - 13/04/2005 10:33
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
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#223801 - 13/04/2005 10:47
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: sofi99]
Hi Johann, das kann natürlich passieren, kommt aber eher selten vor. Und diese von Dir gestellte Frage könnte man natürlich auch auf das Spiegleteleskop projizieren, und da gibt es soger zwei Spiegel (doppelte Möglichkeit der Qualitätseinbusse!), die verspannt in ihren Fassungen sitzen können Gruss Hannes
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#223802 - 13/04/2005 10:49
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
Hallo Hannes, stimme deiner Aussage bezüglich der Justage zu. Zitat:
Die Justiererei ist mit auch ein Grund, wieso ich Refraktorfan bin. Justieren brauch ich hier nix
Ergänzen möchte ich sie aber dahingehend, das diese Aussage nur für Refraktoren der gehobeneren Qualitätsklasse (von Vixen aufwärts...) gilt. Keinesfalls aber für die gerade unter Einsteigern am weitesten verbreiteten Massenrefraktoren aus asiatischer Billigproduktion (Sky-Watcher, Orion, Bresser-Meade, Celestron, TS-Astro, Konus,...)
Bei diesen ist eine gut justierte Optik defakto die Ausnahme. Das weiß nicht nur ich aus eigener Erfahrung, habe gut über 10 solcher Geräte schon selbst besessen, sondern jeder, der viel mit solchen billigen Refraktoren zu tun (zb. auch Markus Ludes). Ebenso sind die Linsenfassungen so ungenau gefertigt, daß schon beim Transport im Auto Verkippungen auftreten können, die für den Einsteiger dann noch schwieriger zu beheben sind, als ein dejustierter Spiegel beim Newton.
Wenn man daher dem Einsteiger einen Refraktor empfiehlt, dann nur einen von solider mechanischer und natürlich auch guter optischer Qualität. Andernfalls ist er mit einem justierbaren Billignewton besser aufgehoben, denn bei diesem ist eine Dejustage deutlich einfacher zu beheben.
Bino-Tom
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#223803 - 13/04/2005 11:22
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
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#223804 - 13/04/2005 11:56
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
Hi folks!
Zitat:
Ergänzen möchte ich sie aber dahingehend, das diese Aussage nur für
Refraktoren der gehobeneren Qualitätsklasse (von Vixen aufwärts...)
gilt. Keinesfalls aber für die gerade unter Einsteigern am weitesten
verbreiteten Massenrefraktoren aus asiatischer Billigproduktion
(Sky-Watcher, Orion, Bresser-Meade, Celestron, TS-Astro, Konus,...)
Bei diesen ist eine gut justierte Optik defakto die Ausnahme.
Das weiß nicht nur ich aus eigener Erfahrung, habe gut über 10 solcher
Geräte schon selbst besessen, sondern jeder, der viel mit solchen
billigen Refraktoren zu tun (zb. auch Markus Ludes).
Ebenso sind die Linsenfassungen so ungenau gefertigt, daß schon beim
Transport im Auto Verkippungen auftreten können, die für den Einsteiger
dann noch schwieriger zu beheben sind, als ein dejustierter Spiegel beim
Newton.
Gut, dazu kann ich aus Erfahrung aber auch das Gegenteil berichten. Sicher gab es in der Vergangenheit mehrmals Anlass zur Kritik bei Geräten, die mit einer Kunststoff-Fassung geliefert wurden und auch die ersteren TS Refraktoren zeigten verspannte Optiken, da die Taukappe zu stramm auf dem Aussenring der Fassung saß. Aber bisher war gerade der von dir angeführte Kritikpunkt bei mir niemals Grund für eine Beanstandung oder Neujustage der Optik. Das gilt aus meiner Erfahrung jedenfalls für die 4 Zoll Klasse von TS und auch aus den zahlreichen Erfahrungsberichten dieser Geräte gehen solche Probleme jedenfalls auch nicht hervor.
Wie das bei den Bresser/Meade und Synta Geräten ist, kann ich jedoch aus eigener Erfahrung nicht sagen.
Demgegenüber kenne ich aus der Vergangenheit aber auch zahlreiche Vixen-Refraktoren, welche schon nach relativ geringer Beanspruchung (Transport, Aufbau, etc.) dejustierte Optiken hatten. Soweit ich weiß hatte dann vor Jahren Vixen die justierbaren Fassungen bei den kleinen FH-Refraktoren aus dem Programm genommen.
Ich denke aber, diese und andere mechanische Probleme sind unabhängig vom Bautyp des Teleskopes. Eine solide mechanische Ausführung ist bei einem Spiegelteleskop ebenso lebenswichtig ... und da können die meisten Billig-Newtons auch nicht unbedingt punkten. Lästig wirds nur, wenn ein System, bei dem eine Justage vom Beobachter vorausgesetzt wird und unabdingbar ist, über mangelhafte Mechanik verfügt. Die Gefahr dort die Spiegel zu verspannen oder gar zu beschädigen ist eben größer.
Ich denke es ist absolut müßig wiedereinmal eine solche Diskussion zu führen. Wenn eben der Beobachtungszweck nicht schon die Wahl des Teleskopes bestimmen sollte, dann ist es eine reine Gefühlsfrage, bei der Anspruch, Ästhetik und letzlich auch finanzielle Mittel die Wahl entscheiden.
cu ...
Luzy
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#223805 - 13/04/2005 12:41
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Vader14641]
Hallo Vader, die Justierfähigkeit ist mit ein Grund, wieso ich Reflektorfan bin. Hier hab ich bereits in der Preis-Einstiegsklasse (4-8") richtig eingebaute Justier-Verstell-Elemente. Mittels einfachster Mittel (gelochte Filmdose und "Stern") und dem problemlos im Netz verfügbaren Wissen kann jeder gewissen unsicheren Gefühlen bez. Dejustage wirkungsvoll entgegenwirken. So ein bisschen angewandtes Infotainment gehört meiner Meinung nach durchaus zum für ("erwachsene") Einsteiger Zumutbaren. Besonders, wenn bei diesem Einsteiger das Wissen darum und Preis-Leistungsbewußtsein ausgeprägt ist. Zudem halte ich die typtischen f/6-Geräte für 1. leicht justierbar, 2. wenig justierpenibel und 3. akzeptabel justierstabil. Besonders beachten würde ich noch - im Vergleich zum (zu kurzen) Pseudo-FH -, daß die Justierung im Niedrigvergrößerungsbereich beim Newton noch unpenibler sein darf. Im Hochvergrößerungsbereich ist der Newton ja eh allein. (Ein theoretisch denkbarer 150-mm-Refraktor nach FH hätte mindestens f/(15x1,22) also f/18,3, also die Maße 150/2745, laaaanges Teil! Und dann wäre das blaue Airy-Scheibchen DREImal so groß wie das grüne! Von wegen scharfe Abbildung, DAS empfand man als gerade noch akzeptabel, wenn denn der 150er Ref. so lang wäre. Da betrachtete Geräte aber mehrfach zu kurz sind, kann ich jetzt gar nicht abschätzen, wievielmal zu groß das blaue Beugungsscheibchen ist, bzw., ob auch schon das gelbe arg danebenliegt... Warum sind alte Rohre oft sooo lang und neue kurze feine sind Apos?) Ich kann jedenfalls nicht zu kurzbauenden "FH"-Refraktoren raten, deren Konstruktion sie von vorn herein zu einem Spezialgerät bestimmt, wobei ein Universalgerät gewünscht wird. Dies wäre durchaus ein f/6-Newton. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, daß ein kurzer sog. FH im Hochvergrößerungsbereich versagt, auf 100 Prozent.  Ob er schon allzu arg im Mittelbereich schwächelt, hängt vom (in dieser Preisgruppe) nicht beeinflussbaren Justagezustand und anderer pot. Schwächen (OAZ... aber auch Newtons zugegebenermaßen) zusammen. Ich glaube, daß ein leicht dejustierter f/6 immer noch mehr leistet als ein grundsätzlich farbfehlerbelastetes Gerät - mit auch noch weniger Öffnung. Da die betrachteten "Fraunhofer" allerdings nicht mal Fraunhofer sind (s. o. f/18,3...), ist eigentlich eher von "grundsätzlich in Hohem Maße farbfehlerbelasteten Geräten" die Rede und ein Vergleich umso problematischer. Oder kurzum: jeder Nichtgurken-8"-f/6 schafft 200fach, aber kaum ein Refraktor fürs selbe Geld. Gurken gilt es auszutauschen - einerlei ob N. oder Refr., das lassen die üblichen Vertragsbedingungen ja zu. Optimierungen sind in der unteren Preisklasse bei Newtons m. E. einfacher umzusetzten, als an Refraktoren (beispielsweise Belüftung, Schwarzvelourstück gegenüber OAZ). Nun noch zur "Lichtstärke", da muß man aufpassen, worum es genau geht. Öffnung bedeutet viel (Licht, Auflösung, Vergrößerungsfähigkeit), aber fürs Visuelle ist meist die AP das wichtigere Maß. Da geht sozusagen noch die Brennweite und die Okularbrennweite mit rein... Für ganz ganz schwache zarte Objekte (reicht wohl Alpenhimmel kaum...) kann es wichtiger sein, auf maximale Transmission und Obstruktionsarmut/freiheit bei Max-AP zu setzen. Gerade da (allerdings Spezialfall) kommt man vielleicht mit Spiegeln nicht so weit... Für mich sind bereits 4" als Refraktor (und zwar ordentliche Refraktorzoll) nicht mehr bezahlbar und müssen erstmal Traum bleiben, aber irgendwann... Wünsche klare Nächte, Matthias.
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#223806 - 13/04/2005 13:11
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Luzypher]
Hallo Luzy,
Hauptproblem bei diesen günstigen Refraktoren ist, daß das Spiel der Linsen in der Fassung meist deutlich zu groß ist. Ein mimimales Spiel ist notwendig zur Temperaturkompensation, es darf aber keinesfalls zu groß sein!
Dabei geht es mir übrigens noch gar nicht um die eigentliche Justierung selbst, sondern rein um die Dezentrierung der Linsen zueinander. Diese kann zu teilweise sehr starkem Astigmatismus und Koma führen, sodaß die Optik praktisch unbrauchbar ist. Diese Dezentrierung kann von einem Einsteiger auch kaum behoben werden. Pech ist, daß hier auch eine justierbare Fassung nichts nützt, da es nicht um die Justierung, sondern um die Zentrierung geht.
Meiner eigenen Erfahrung nach weisen etwa 80-90% aller Billgrefraktoren so eine Dezentrierung auf und zeigen die entsprechenden Bildfehler. Nur wenige bilden beugungsbegrenzt ab und sind frei von Astigmatismus.
Nun, worauf kommt es mir dabei jetzt wirklich an?
Nicht darauf, für Spiegelteleskope zu plädieren, sondern darauf einen hochwertigen Refraktor zu kaufen! Gerade der Einsteiger sei hier angesprochen! Ein "Alter Hase" kann bald mal die Dezentrierung beheben und das Gerät wieder "in Schuß bringen". Aber der Einsteiger, der erstmal lernen muß an welchem Ende man reingugck, wird hier auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen.
Bino-Tom
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Hi! @Binoviewer Qualitätsmerkmale (China oder Japanproduktion) betreffen alle Teleskopsysteme gleichermaßen. Newtons und Macs leiden unter sowas genauso, bzw. kann man da genauso viel vergurken, wie bei einem Refraktor. Ich kann zumindest dagegen halten, das mein 100/1000 Bresser Polaris und mein 150/1500er Skywatcher mich nicht enttäuscht haben. Beide liefern gute Bilder und haben auch Transporte überstanden. Der Skywatcher ist sogar mehrmals verschickt worden und ging ohne nachjustage aus dem Karton heraus. Mit einem Newton unmöglich. @Mathias_Müller Diese Mär von dem alles verhunzenden Farbfehler scheint sich wohl bei einigen festgefressen zu haben. Ja, mit einem F/6 würde ich auch nicht unbedingt von einem Allrounder reden. Bei F/8 und vor allem ab F/10 sieht das aber schon anders aus. Mein 150er F/10 hier ist scharf und äußerst kontraststark. Mit ihm konnte ich vor kurzem Jupiter beobachten, wie ich ihn nicht mal in einem C8 bewundern konnte. Und das bei 200x und mehr... und nein, das C8 war damals auch ordentlich justiert. Ich behaupte nicht, das ein Achromat immer (vor allem bei kurzer Brennweite) einem Newton überlegen oder gleichwertig ist. Aber ich wehre mich gegen diese Behauptung, das der böse Farbfehler quasi aus dem Refraktor eine kontrastarme und unscharfe Gurke macht, wenn es auf Details ankommt. Und im gleichen Atemzug immer wieder einige behaupten: Ach das bisserl justieren ist doch nix. Gruß... Vader
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#223808 - 13/04/2005 14:15
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
Hi Bino! Klaro gibt es das auch (Fassungen!). Aber - rein quantitativ (bleiben wir mal im preislich "unteren" Sektor) findet mal sehr viel mehr dejustierte bzw. immer wieder justageanfällige Newtons als Refraktoren. Andererseits, wenn man jetzt wieder ins Einzelne geht ... ohohoh, die "Saat" für einen Mega-Spiegel-Linsenthread wäre gelegt Gruss Hannes
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#223810 - 13/04/2005 14:27
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
Hi! Mag sein, das meiner eine ausgewählte Optik hat, aber die Optikfassung sieht mir doch sehr nach Standard aus. Und der Bresser ist wirklich ein ganz normales Gerät aus der Serie... dazu mit einer Kunststoffobjektivfassung OHNE Justagemöglichkeit. Auch find ich es etwas gewagt zu behaupten, wie hier geschehen, das 80% und mehr aller Chinarefraktoren verjustiert ausgeliefert werden. Ich hab auch noch keinen Chinanewton aus der Nähe gesehen... ich könnte mir aber durchaus vorstellen, das deren Justagelemente nicht die Langlebigkeit, wie die von Vixen etc. besitzen. Und ein Newton MUSS immer wieder justiert werden. Ein Refraktor im Idealfall nur 1x! Das sollte man auch nicht vergessen. Das die Justage manchen auch Spaß macht, das sie für sie zum Hobby dazugehört, weil man halt da drüber auch das letzte aus der Optik kitzeln kann, wenn man es kann... das mag ja durchaus sein. Man muß wohl Newtonliebhaber sein, um so zu denken... Doch der Neuanfänger, der einfach erstmal nur gucken möchte, denkt anders. Und darum geht es. Abgesehen davon: Ist der Anfänger so schlau sich hier zu informieren, kann er sicher darauf achten, wie es um seine Optik steht und entsprechend dann reagieren. Denn er wird ja lesen, über was hier immer wieder gern diskutiert wird.  Gruß... Vader
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#223813 - 13/04/2005 14:39
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
Hallo Bino, Zitat:
Nochmal: eine Dejustage beim Newton kann ich realtiv einfach beheben. Hingegen ist die Neuzentrierung der Linsen mit Luftspalt selbst für einen fortgeschrittenen Amateur kein leichtes Unterfangen. Das ist der Unterschied!
100% Zustimmung!Erst de 3. Lidl-Refraktor war so daß ich ihn guten Gewissens verschenken konnte.Ich habe allerdings nicht versucht die Optiken selbst in Ordnung zu bringen sondern lieber gleich umgetauscht (etwa 300m bis zum Lidl).
MfG,Karsten
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#223814 - 13/04/2005 14:39
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
HI Tom
+1 -> meinen Refraktor miteinrechnen der auch dejustiert war.
lg
Mathias
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#223815 - 13/04/2005 14:45
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Vader14641]
Hallo Vader, Zitat:
Das die Justage manchen auch Spaß macht, das sie für sie zum Hobby dazugehört, weil man halt da drüber auch das letzte aus der Optik kitzeln kann, wenn man es kann... das mag ja durchaus sein. Man muß wohl Newtonliebhaber sein, um so zu denken... Doch der Neuanfänger, der einfach erstmal nur gucken möchte, denkt anders. Und darum geht es.
würde das mit dem Aufwand für Justage auch beim Anfänger nicht überbewerten, Interesse an der Sache vorausgesetzt, bin immer wieder erstaunt wenn ich mir so ansehe was die Leute für PC´s, Handy, Palm oder Laptop so Zeit aufwenden, damit die Dinger etwas können, was niemand braucht..... Du kannst auch nicht Mikroskopie oder Fotografie betreiben, ohne dich mit technischen Details zu befassen und wenn du nur knipsen willst - ok - gleiches für die Astronomie: nimm Opas Jagdglas und leg dich in den Liegestuhl und wenn dir das einmal zu wenig werden sollte, dann befaß dich damit, womit du guckst und weshalb das eine Rohr so und das andere eben so ......wenn das alles zu aufwändig ist, dann mangelt´s an Interesse und gehst eben lieber ins Internetbeisl - ist auch noch wetterunabhängig
Johann
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#223816 - 13/04/2005 16:09
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
Hi Bino,
kann Deine Empfehlung nicht recht nachvollziehen! Zumindest ich - für meinen Bereich - habe weit mehr dejustierte Billig-Newtons (insbesondere im "üblichen" f6 - f4-Bereich gesehen) als dejustierte Billigrefraktoren (üblicherweise im f10 - f8 Bereich)
Und die Frage - gerade auch für die erfahrenen Forenleser- und Teilnehmer hier - sollte einem doch geradezu ins Gesicht springen: Warum gibt es reihenweise Newtonjustagethreads, aber so sehr wenige (wann war der letzte) "Refraktorenjustage"-threads?
Haben alle Billigrefraktorenuser wirklich so schlechte Augen, dass sie nicht feststellen können, dass deren Refraktor justagebedürftig ist? Arrogant wäre es, sowas anzunehmen.
Und stellen die reihenweise User, die z.T immer wieder Fragen zur Newtonjustage stellen, diese Fragen wirklich unberechtigt? Ich denke, nicht.
Beim Durchschauen der beiden großen Foren (und auch Webseiten engagierter Mitposter) sollte wohl recht deutlich werden, wo der größere Justagebedarf besteht. Bei allen "Schmerzen", die das den Newtonfreunden bereiten mag, das sind unumstössliche Fakten, und da kann die liebe Theorie auch nicht gegenan.
Und sowas guten Mutes empfehlen?
Gruss Hannes
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#223817 - 13/04/2005 16:17
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
Hi, Zitat:
Warum gibt es reihenweise Newtonjustagethreads, aber so sehr wenige (wann war der letzte) "Refraktorenjustage"-threads?
...es gibt äußerst selten FH (APO) - Gitterrohr - Dobsen! Linsenschleifer, die Ihre Röhren bauen sind auch eine Minderheit - man liest ja auch mehr über Spiegelschleifer. Wo man zum Schluß kommen könnte, daß Spiegel viel besser als Linsen sein müssen, denn sonst würden nicht so viele ihr halbes Leben im Keller verbringen und für doofe Spiegel Tonnen von Korund zermalmen......
Johann
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#223818 - 13/04/2005 16:37
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
Hannes, du hast mich immer noch nicht verstanden! Es geht nicht vordergründig um die Justage des Refraktorobjektivs (=die Justage der optischen Achse), sondern um die ZENTRIERUNG der Linsen in der Fassung. Das sind zwei paar verschieden Probleme. Die Justage selbst kann realtiv einfach vorgenommen werden, sofern die entsprechende Vorrichtung (Druck-Zug-Schrauben) an der Fassung vorhanden ist. Die ZENTRIERUNG hingegen ist gerade von einem Einsteiger so gut wie gar nicht zu bewerkstelligen. Also nochmal im Klartext zusammengefasst und auf den Nenner gebracht: - hast du einen dejustierten Newton, dann kann ich ihn justieren - habe ich einen dezentrierten Refraktor, kann ich ihn nicht zentrieren (weiteres Justieren macht dann gar keinen Sinn mehr!) Alles klar bis hierher?  Bino-Tom
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#223819 - 13/04/2005 17:35
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: binoviewer]
Neenee Bino, habe Dich schon verstanden.
Und sicher ist die Zentrierung eines Refraktorobjektives - so sie denn nötig ist - ein schwierigeres Unterfangen. Wobei auch der HS im Verhältnis zum FS und die beiden wiederum zum OAZ richtig zentriert - nicht nur justiert - sein sollte!
Aber letztendlich ist es doch fast schon einerlei, wodurch das was am Okular rauskommt, geschmälert wird: Entweder durch i.d.R. recht selten auftretendes Dezentriertsein des Refraktorobjektivs oder auch des Hauptspiegels oder durch vermutlich sehr häufig auftretende Dejustage insbesondere der beiden Spiegel eines Reflektors. Und wie schon vorhin gesagt: Die immer wieder zurcht kommende Fragen zur Justage des Newtons kommen ja nicht von ungefähr. Kannt Du mir einen Thread zur Zentrierung und/oder der Justage eines Refraktorobjektives zeigen? Vielleicht gibts den. Wenn dann muss man aber schon suchen.
Soweit verstanden?
Gruss Hannes
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#223822 - 13/04/2005 18:20
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: KaStern]
Hallo Hannes, Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- Hi Bino,kann Deine Empfehlung nicht recht nachvollziehen! -------------------------------------------------------------------------------- das habe ich mir schon dedacht Also noch mal ganz langsam speziell für dich: - Billignewtons sind öfters dejustiert,aber auch ein Einsteiger kann sie justieren (!) - Billigrefraktoren sind öfters dejustiert,aber die kann kein Einsteiger justieren (!) Wer also ein Bild in der Nähe des theoretisch machbaren will greift zum Newton --- am besten noch zum Billignewton oder aber zum Qualitätsrefraktor,jedoch nicht zum Billigrefraktor. Kollimierte Grüße,Karsten ====================================== Hi Karsten, daß Du Dir das dedacht hast, okay. aber nichtsdestotrotz kannst du faktische realitäten nicht durch theoretischen dogmatismus überwinden. da helfen auch nett gemeinte "spezial-für-dich"-lehrstunden nicht. die - wie sagt man so schön - normative macht des faktischen - sollte dir nicht ergangen sein. denn: - es gibt zig threads zum justagebedarf beim newton - es gibt verschwindend wenig threads zum justage (zentrierungsbedarf) beim refraktor. kannst du mir seriös sagen, warum? Gruss Hannes
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#223823 - 13/04/2005 18:31
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
hallo hannes, als ich die Einleitung von IWS_Berlin las, war mir klar was kommt. Die üblichen Namen tauchten auf und Du durftest natürlich nicht fehlen. Jedoch werdet ihr hier alle missbraucht und der IWS-Berlin lacht sich halb tot. Der sitzt bei der hier so oft zitierten "Cola mit fettmachenden Chips" und läßt euch die Pflöcke fester und fester in die Erde rammen. IWS_Berlin hat sich nämlich nicht einmal mehr zu Wort gemeldet. Also zieht doch die Pflöcke wieder raus. Die braucht ihr doch alle beim ITV selber nutze ich Refri und Spiegel! Mak-Spiegel. Aber ein Richfielder soll noch kommen. Natürlich nur APO, denn ein Newton kommt mir nicht in den Garten
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Gruß und CS Dietmar
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Hi Goldlocke,
ja, soll man schweigen, wenn es etwas zu sagen gibt? Das hätten manche sicher gerne, aber ... DDR ist überstanden.
Sollte es allerdings tatsächlich so sein, dass hier Threads initiiert werden, damit sich hier Leute die Eier schaukeln können, würde sowas die ganze "Diskussionkultur" in so einem Forum per se in Frage stellen: Denn dann wüsste hier keiner mehr, ob die Einstiegsfragen denn nun ernst gemeint sind, oder ob man einem V*llidioten (damit ist der Initiator dieses Threads nicht gemeint, denn ich gehe mal davon aus, dass er seine Frage ernst gemeint hat) auf den Leim geht.
Dann postet hier irgendwann keiner mehr. Schade wär´s.
Lieber ernst gemeinte Fragen, auch wenn dann wieder Cola und Chips serviert werden  .
Gruss Hannes
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#223825 - 13/04/2005 18:53
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Goldlocke]
Hi!
binoviewer, sorry... aber aus Deinen Worten strahlt ein wenig Arroganz! Du weißt schlicht und einfach nicht, wieviel Erfahrung ich habe. Ich spekulier ja nun auch nicht darüber, ob Du wirklich schon soviele China-Refraktoren in Deinen Händen gehalten hast!
Und wie Hannes schon sagt: Wo sind denn die Refraktorkäufer die nach Justage schreien? Denn die lesen hier genauso mit, wie die Newtonbesitzer... und lesen auch Deine Beiträge sicher. Ich würde dann doppelt kritisch mein Gerät beäugen... deswegen halte ich die Aussage von "80% ist im Auslieferzustand daneben" gewagt. So hab ich z.B. oft genug über die Bresser gelesen, das sie eben doch recht gut sind...
Aber man kann ja auch versuchen "Politik" zu machen, nicht war?
Sofie99, die meisten kaufen sich aber ein Handy, einen Palm oder Notebook und schalten es ein und wollen, das es funktioniert. Und wehe ein Virus schlägt zu und Win XP ist zum Teufel... Genauso ist das hier auch. Viele wollen gucken und nicht justieren. Es hat heute kaum noch einer ewig Freizeit und ein Teil der Beobachtungszeit REGELMÄSSIG mit der Justage verbringen zu müssen, seh ich sehrwohl als ziemlichen Kritikpunkt an.
Gruß... Vader
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#223826 - 13/04/2005 19:03
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Vader14641]
Hallo Vader,
leider nimmst Du Dich nicht meiner Argumentation an. Meinungen und Gefühle wie auch Erfahrungen sind sicher individuell. Zum Vergleich Niedrigpreis-Refraktor deutlich jenseits Fraunhofer-Formel (zu kurz)/Niedrigpreis-Parabol-Newton (typ. f/6-f/8) habe ich aber mit weniger subjektiven Daten anknüpfen wollen. Ich möchte daher noch mal kurz und verdichteter zusammenfassen:
beide gleichteuer (Garantiefälle retour) treten unter demselben sehr guten Himmel bei gutem Seeing an.
- der Newton ist farbfehlerfrei, hat praktisch zu vernachlässigende Obstruktion und nur am äußersten Rand wahrnehmbare Koma bei Geringvergrößerung.
- der zu kurze Pseudo-FH steigt schon weit vorher aus, wegen unscharfem Farbbrei. Details gehen unter.
Eine Frage noch: Ist Dir die Fraunhofer-Formel (siehe Vorposting) geläufig? Sie ist sozusagen Abbildung der Physik, und Grund dafür, warum echte Fraunhofer mit wachsender Öffnung so arg laaaang geraten! Da hilft beim zu kurzen auch kein "Gut-Gefinde", Details sind im der Öffnung eigentlich angemessenen Hochvergrößerungsbereich nicht drin. Dieses Problem hat der Newton überhaupt nicht. Zudem hat er gleichpreisig eh mehr Öffnung und damit Auflösung.
Es ist keine Mär mit dem Farbfehler zu kurzer Fraunhofer, sondern Fakt. Wären sie nach Fraunhofer lang, dann wäre der Restfarbfehler (= noch dreimal zu großes blaues Beugungsscheibchen) EBEN NOCH ERTRÄGLICH bei Maximalvergrößerung. Natürlich muß man diesen Bereich nicht nutzen, geht ja eh nicht, also ist es KEIN Universalgerät. Der 8"-f/6-N hingegen ist ein Universalgerät.
Man sollte dem Einsteiger, der einem Newton zugeneigt ist, definitiv sagen und am besten zeigen, wie man justiert. So kann er selbst entscheiden.
Wünsche klare Nächte und ruhende Luft bis zum Horizont,
Matthias.
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#223827 - 13/04/2005 19:30
Warum keine Refraktor-Justage-Threads...
[Re: hasebergen]
Hallo zusammen,
Newtons haben prinzipbedingt Justage-Stell-Elemente, die bei den Niedrigpreisrefraktoren leider zumeist fehlen, obwohl sie hier wohl häufig zum Nutzen gereichen könnten. (Von den Schwierigkeiten einer Refraktorjustage für den Einsteiger (!)jetzt mal abgesehen.)
Weil nun offensichtlich nicht alle Einsteiger mit Newtons -klar verständliche Justageanleitungen mitgeliefert bekommen und/oder die hiesige Suchfunktion nicht effektiv nutzen, haben wir diese Threads hier.
Wäre die Informiertheit größer und/oder die Tendenz zur Nutzung der Suchfunktion, gäbe es weniger Threads.
Wären Justage/Zentrierungs-Vorrichtungen an Refraktoren im betrachteten Preissegment geläufig, gäbe es auch vermehrt Refraktor-Justagethreads.
Daß es überhaupt nicht ungeheuer viele Threads zu den betrachteten Themen gibt, liegt daran, daß sich hier durchaus viele Beschlagene der Freizeitastronomie tummeln, die darüber Bescheid wissen und/oder volljustables Equipment haben - oder gleich ab Werk "festzementierte" Justage (könnt ich mir bei feinen Apos denken...).
Mit Dogmatismus und Ähnlichem hat das m. E. nichts zu tun, die Faktenlage spricht bei Berücksichtigung von nur kurzen "FH"s gegenüber Universalnewtons klar für die Newtons.
Wünsche klare Nächte mit ruhender Luft bis zum Horizont,
Matthias.
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#223828 - 13/04/2005 22:14
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: hasebergen]
Hallo Hannes, Zitat:
- es gibt zig threads zum justagebedarf beim newton - es gibt verschwindend wenig threads zum justage (zentrierungsbedarf) beim refraktor.
jeder Neuling bekommt sofort mit auf den Weg daß er seinen neuen Newton kollimieren können muß.Das kann er aber nicht auf Anhieb,deshalb wird nachgefragt,trotz etlicher hervorragender Seiten zu dem Thema im Netz.
Zusätzlich werden Anfänger-Newtons mit f/4 bis f/8 verkauft,während die Einsteigerrefraktoren meist f/10 haben. Und wie ich immer zu sagen pflege steigt die Anforderung an die Justage mit zunehmender Kurzbrennweitigkeit.
Der arme User mit dejustiertem oder schlimmer dezentrietem Refraktorobjektiv guckt eh dumm aus der Wäsche und macht gar nichts,weil er gar nicht kann. Thread dazu gab es,Stichwort Lidlscope.
Bei hochwertigen Refraktoren gibt es das Problem wegen präziser Fassungen sehr selten.Angeblich hat Alois kürzlich solch einen TMB gehabt.Und M.L. behauptet daß irgend eine russische Firma ihren 4 linsigen APO nie richtig in der Fassung gebändigt bekommen habe...
Naja,wie immer kann man Äpfel(teurer APO) und Birnen(billiger Chinanewton) schlecht vergleichen,ebensowenig wie Orangen(klasse Selbstbaunewton) und Zitronen(Billigrefraktor). In der Topklasse kollimiert man einmal präzise und das hält dann für längere Zeit,trotz Transport.Wer nicht kollimieren kann oder es partout nicht will der sollte sich kein Spiegelteleskop oder Katadiopter kaufen und besser einen hochwertigen Refraktor kaufen,denn selbst ein 4" APO zeigt am Planeten mehr als ein stärker dejustierter 8" Newton.
MfG,Karsten
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Hi Hannes, Zitat:
Sollte es allerdings tatsächlich so sein, dass hier Threads initiiert werden, damit sich hier Leute die Eier schaukeln können,
Wooow, booooaaaahhh! Ich lieg am Boden! Ich kann nimmer... is' das herrlich!
Das hast Du lieb gesagt, und nächste Woche ist Dir wieder langweilig und dann gießt Du ein Fundament für eine neue Eierschaukel, oder was?
Aber wirklich gut hier diesmal. Ich hatte viele herrliche Bilder vor mir, zum Beispiel das mit dem Einsteiger, der seinen Refraktor justieren will und aus Verzweiflung den OAZ abschraubt, weil da sonst gar keine Schrauben dranne sind... Wo doch im Refraktor-Justage-Thread alles so genau erklärt war!
Clear Skies Sven
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#223830 - 14/04/2005 03:00
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: IWS_BERLIN]
Hi beisammen, Linsenzentrierung hin, Spiegeljustierung her, lasst den lieben IWS-Berlin doch einfach mal in einer guten Nacht durch einen 8"-Dobson gucken, danach durch einen guten Refraktor welcher danebensteht, und schon wird klar wofür er sich entscheiden wird. In Anbetracht des Preises für den Refraktor fällt die Entscheidung dann letztendlich zugunsten eines 12"-Dobson...  CS mizar
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#223831 - 14/04/2005 09:13
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: mizar]
Hi!
Mathias, solche Aussagen sind es, die zu diesen ewigen Diskusionen hier führen: "- der zu kurze Pseudo-FH steigt schon weit vorher aus, wegen unscharfem Farbbrei. Details gehen unter. "
Sie stimmen einfach nicht! Zumindest nicht so pauschal. Ich hab ziemlich am Anfang geschrieben, das mit einem F/6 Achromaten man sicher nicht einen Allrounder hat. An Planeten wird er wohl keine Freude machen. Aber da drüber, vor allem ab F/10 sieht das schon ganz anders aus.
Thema Justage: Scheinbar bin ich hier immer noch nicht verstanden worden... Wer noch keine Systementscheidung getroffen hat, möchte wissen was ein System für Vor- und Nachteile hat. Und ein Teleskop regelmäßig justieren zu müssen, ist ein Nachteil. Manchen wird das nicht stören, andere schon. Und wenn mich an einem Hobby was stört, dann verliere ich die Lust daran.
Man könnte ja auch mal andersrum fragen: Wieso werden noch Achromaten mit f/10 und weniger gekauft, wenn sie den ach soooo schlech sein sollen? Und wieso werden dann die Stimmen von sehr begeisterten Besitzern ignoriert? Wäre der Achromat wirklich so schlecht, er wäre bei seinem Mehrpreis gegenüber dem gleich großen Newton schon längst vom Markt verschwunden.
Gruß... Vader
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#223833 - 14/04/2005 09:25
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: Vader14641]
Hi Ich habe einen Bresser Refraktor 120/1000 und das Ding war ziemlich daneben -> Linsen waren in der Fassung verkippt, weil seitlich zu viel Spiel war. Erst durch Hilfe von Binotom konnte das Gerät "in Ordnung" gebracht werden. Weiters ist der OAZ so billig montiert dass ich alle 4 Wochen verzweilfelt versuche das Ding wieder mittig zu bekommen. Als Anfänger hatte ich viel Freude mit dem Gerät, habe mich gewundert dass ich am Planeten kaum Details erkenne und schob es auf die geringe Öffnung. Dann habe ich in Wien Astrokolegen kennengelernt und hatte auf einmal den Vergleich -> Katastrophe. Wie gesagt nach etlichen Tuning-Sessions ist das Gerät jetzt ganz passabel aber ein Anfänger kann dies 1.) nicht alleine machen und 2.) erkennt er den Fehler nicht ... woher auch. Ich hatte am Anfang nicht mal eine Ahnung wie der Farbfehler aussieht Trotzdem mag ich meinen Refraktor, baue mir aber trotzdem einen 8" f6 Reisedobson. lg Mathias
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... denn die Antwort auf alle Fragen ist 42
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Hi Sven, Deine Polemik in allen Ehren, ist Dir auch amüsant gelungen (hoffentlich kommst Du wieder hoch vom Boden  ). Aber meinst Du nicht, daß das extra-überflüssig war? Sei mal ehrlich! Gruss Hannes
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Hi!
mathiasaumayr, sowas ist ärgerlich... zumal man als Anfänger eben sowas nicht unbedingt mitbekommt. Allerdings muß man hier aber sagen, das dies für alle Type gilt, egal ob Linse oder Spiegel. Und vor allem dann, wenn man sich nicht informiert... wer aber in den Foren und Newsgroups mitliest, der wird eine Menge zu dejustierten Optiken finden. Und dieser wird dann seines genau unter die Lupe nehmen und dann hier oder wo anders seine Fragen stellen.
Gruß... Vader
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#223837 - 14/04/2005 10:29
Re: Neues Teleskop - aber welches?
[Re: IWS_BERLIN]
Hallo IWS, der Threat ist wieder etwas entglitten. Ich sage es jetzt mal ganz allgemein: Du must Dich bei Deinen Preisrestriktionen entscheiden, ob Du ein Teleskop mit Nachführung willst, was vor allem bei hohen Vergößerungen an Planeten schön ist, oder ob Du auf die Nachführung verzichten kannst. Wenn ja, stimme ich Sofi99 zu, 250mm Dobson wenn möglich f/5-6. Je längerbrennweitig desto pflegeleicht in Sachen Justage. Willst Du eine Nachführung, dann kommst Du mit Deinem Buget nicht auf einen stabilen 8" oder 10". Da empfehle ich z.B. einen 6" f/5 Newton auf LXD75. Stabil, ausbaufähig bis zur Computersteuerung und pflegeleicht. Vergiss nicht, daß es nicht nur um die Optik geht. Ein Teleskop besteht aus Montierung , Optik und Zubehör. Wenn Du eines der drei Komponenten vernachlässigst, sinkt der Spaßfaktor drastisch. Clear Skies Tassilo
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