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#246202 - 09/07/2005 10:24
Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
Hallo,
ich bin heute durch Zufall auf eure Seite gestoßen und muß sagen das Sie super ist. Allerdings habe ich auch ein Problem. Ich suche ein Einsteiger-Teleskop für meinen Vater. Er ist Anfänger, aber begeistert sich für das Thema sehr. Nun habe ich mal ein wenig im Internet gelesen und war auch in einem Geschäft und dort wurden mir diese beiden Teleskope empfohlen:
Celesron Astro Newton 150/750mm (http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeAstro/astro.htm#NT250)
Achromatischer Großfeld Refraktor von TS - 102mm Öffnung 660mm Brennweite (http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/refraktor.htm#102)
Wie findet ihr die beiden?
Allgemein sind meine Kriterien: - Preis bis 500-600€ - einfache Bedienbarkeit - soll so eine Art Allrounder sein - Digitalkamera soll anschließbar sein - spätere Nachrüstmöglichkeiten z.B. Motor oder Laptop
Vor meiner Beratung im Geschäft war eigendlich ein 10" Dobson SkyWatcher SK DOB 10 (250mm Öffnung 1200mm Brennweite) oder in 8" ( 200mm) Öffnung, 1200mm Brennweite Allerdings wurde mir mitgeteilt, daß man da keine Digitalkamera anschließen kann. Stimmt das? Was braucht man denn für einen Anschluß?
Vielen Dank für eure Hilfe.
LG Antje
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#246203 - 09/07/2005 10:46
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: homehh]
Zitat:
Vor meiner Beratung im Geschäft war eigendlich ein 10" Dobson SkyWatcher SK DOB 10 (250mm Öffnung 1200mm Brennweite) oder in 8" ( 200mm) Öffnung, 1200mm Brennweite Allerdings wurde mir mitgeteilt, daß man da keine Digitalkamera anschließen kann. Stimmt das? Was braucht man denn für einen Anschluß?
Man kann natürlich eine Digitalkamera auch an einen 10-Zoll-Newton anschließen, die mechanischen Möglichkeiten sind denen der anderen Instrumente ebenbürtig.
Das Problem: Es ist ein recht großes Instrument, welches dadurch handhabbar bleibt, daß es per Hand nachgeführt hat und auch keine sog. parallaktische Montierung besitzt, welche man für langbelichtete Fotografien am Himmel braucht. In diesem Sinne ist es kein Universalinstrument, sondern etwas für 'Visuelle' (wie mich zum Beispiel). Natürlich kann man auch etwas fotografieren, helle Planeten oder den Mond etwa. Aber die möglichen Belichtungszeiten sind - je nach Qualitätsanspruch - dann doch deutlich unter einer Sekunde.
Der wichtigste Rat bei solchen Entscheiodungen ist es, sich mit anderen Sternfreunden zu treffen und Instrumente anzusehen und danach eine Entscheidung zu treffen.
_________________________
Bleibt dran, am Okular. -- Uwe Pilz.
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#246204 - 09/07/2005 11:03
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: homehh]
Hallo homehh, erstmal herzlich willkommen im Forum. Da ich auch ein taufrischer Anfänger bin, kann ich dir leider nicht ganz fachmännisch helfen, aber vielleicht ein paar kleine Anreize geben. Ihr habt Euch also einen Dobson im Geschäft vorführen lassen, mit einem 8" oder gar einem 10" Dobson ist schon eine ganze Menge sichtbar. Das ist schon ein wirklich großes Gerät für den Anfang. Mit der Fotographie wird das aber ein Problem, nicht dass du keine Kamera anschließen könntest, es ist die Montierung . Da man den Donson immer in zwei Achsen "schubsen" muss, wirst du nie ein klares Bild bekommen, da die Auslösezeit so unglaublich lang in der Astro-Fotographie ist, dass dann alles verwackelt wirkt. Dafür wird es meines Wissens auch kein Nachrüstmotor geben. Als weiteres hast du das Linsenteleskop erwähnt, die sind meistens keine wirklichen Ollrounder, wobei es so etwas bei den Teleskopen gar nicht gibt. Jedes Teleskop hat seine Stärken, bei den Linsenteleskopen liegt diese, bei der Beobachtung von Planeten. Die Newton-Teleskope sind eher für den Deepsky-Bereicht geeignet. Da du Astrofotographie betreiben möchtest, wirdt du wohl oder übel zu einer Parallaktischen Monierung greifen müssen, diese sind aber, vor allem für den Anfänger, doch etwas schwierig zu handhaben. Also mein Tip für dich, triff dich mit einer Astro-Gruppe in deiner Nähe und schau dir mal die verschiedenen Geräte mal in Aktion an.
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#246205 - 09/07/2005 14:08
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: homehh]
Hi folks!
@Antje
Zunächst muß man sich vor der Anschaffung eines Teleskopes die Frage stellen, was damit beobachtet werden soll. Denn gerade danach richtet sich die Wahl des Gerätes - also ob man Deep-Sky oder Planeten, vornehmlich beobachten möchte. Dies entscheidet über die Kriterien, die dann das Teleskop zu erfüllen hat.
Da dein Vater aber Anfänger ist, will er sicherlich so viel wie möglich am Anfang beobachten und wird sich erst später auf ein Gebiet festlegen - das ist meistens so. ;-) Hinzu kommt, daß die Option des Anschlusses einer Digitalkamera offen sein soll. Die meisten (nicht alle) digitalen SLR-Kameras können, wie eine "normale" KB-SLR per T2-Ring und Adapter am Teleskop angeschlossen werden. Das geht auch an fast allen Teleskopen - doch die Astrofotografie setzt eine gute, stabile, parallaktische Montierung voraus um dem Lauf der Sterne bzw. des Objektes am Himmel beim Belichten zu folgen. Bei längeren Belichtungszeiten ist zudem eine motorische Nachführung und eine genaue Aufstellung unerlässlich. Das klingt vielleicht am Anfang alles sehr kompliziert, ist aber garnicht so schwer. Darüber gibt es zahlreiche gute Literatur.
Mittlerweile werden zahlreiche gute und günstige Geräte angeboten - wenn man die Augen offen hält und vergleicht, kann man damit sehr gut in die beobachtende Astronomie einsteigen. Eine Empfehlung z.B. von anderen Beobachtern kann aber immer nur eine sehr subjektive, persönliche sein, da auch viele Faktoren mit eingehen, die man so auf die Schnelle in einem Forums-Thread z.B. nicht einbringen kann.
Ich versuche dennoch eine Empfehlung für ein gutes Einsteiger-Gerät in der von dir genannten Preisklasse:
1. Ein Newton mit 6 Zoll Öffnung, z.B. 150/750 mm, wie er von Celestron oder Synta angeboten wird (sind aber beide baugleich). Dazu eine EQ-5 oder Astro-5 Montierung , welche sich später problemlos mit Motoren und einer Computersteuerung aufrüsten lässt. Der Newton ist mit rund 750 mm Brennweite sehr kompakt, lässt sich also gut transportieren und wird von den genannten Montierungen einwandfrei getragen. Damit ist dann später auch sehr schöne Astrofotografie möglich. Und da sind wir schon bei den Vor- und Nachteilen des kurzen Newton. Durch sein großes Öffnungsverhältnis von f/5 ist er eine sehr gute und günstige Lösung für die Fotografie und Beobachtung von Deep-Sky Objekten. Er besitzt ein recht großes Gesichtsfeld. Leider ist er für die Planetenbeobachtung weniger optimal, was nicht heisst, daß es nicht geht - aber eben nicht so "gut". Man wird mit dem Newton nicht so hoch vergrößern können und höhere Anforderungen an gute Okulare sind durchaus gegeben. Beachtet man die Grenzen dieses Gerätes, kann man damit sehr schöne Beobachtungen und Aufnahmen machen.
2. Ein Refraktor von 4 Zoll Öffnung mit ca. 1000 mm Brennweite. Diese Geräte werden in guter Qualität z.B. von Teleskop-Service angeboten. Ich besitze selbst einen 102/1000 mm FH von TS und beobachte sehr gern mit diesem. Einen Erfahrungsbericht findest Du von mir hier:
http://people.freenet.de/dstrangfeld/TS102.htm
Dieses Gerät ist eher ein Allrounder. Er bietet z.B. noch "genügend Brennweite" für schöne Planetenbeobachtung, ist auch im Deep-Sky-Bereich durchaus brauchbar - aber eben von allem ein bischen. Was die Wahl der Okulare angeht, so ist er sehr genügsam. Er wird von den oben genannten Montierungen ebenfalls sehr gut geführt, wenngleich ein stabileres Stativ durchaus empfehlenswert ist. Auch hier lässt sich eine Kamera problemlos anschließen. Durch die kleinere Öffnung und das kleinere Öffnungsverhältnis von 1:10 sind die Belichtungszeiten jedoch deutlich länger. Der Schwerpunkt liegt aber bei diesem Gerät eher auf visuelle Beobachtung. Ein weiterer Pluspunkt ist die einfache Bedienung. Ein Refraktor muss nicht, wie ein Newton-Reflektor, justiert werden. Besonders bei kurzen Newton-Teleskopen wie obigem, hat die Justage einen erheblichen Einfluß auf die Abbildungsleistung. Eine Justage kann z.B. auch schon nach einem längeren Transport des Gerätes nötig sein, ist aber - einmal geübt - sehr schnell durchzuführen.
Ich gehe nun bewusst nicht auf die optischen Abbildungsfehler dieser Geräte ein, da jedes seine Vor- und Nachteile hat und - wie ich meine - für den Anfänger kaum relevant sind. Die einen werden die obstruierte Optik des Newton und seine Koma bemängeln (die Sternenpünktchen werden ausserhalb der optischen Achse zu kleinen Strichen - "Kometen" - auseinandergezogen), wiederum andere den Farbfehler des Fraunhofer-Refraktors. Jedoch sind diese dem Teleskoptyp immer anhaftenden Fehler nicht wirklich so störend, wie manch es einer hier gern hätte. Aber es gibt noch eine dritte Möglichkeit, die beide oben genannten Fehler nochmals minimiert, wenn auch mit einem anderen Nachteil:
3. ein Newton mit 6 Zoll Öffnung und 1200 mm Brennweite - Öffnungsverhältnis 1:8. Gerade diese aus der Mode gekommenen Newtons mit f/8 und 6 Zoll Öffnung leisten hervorragende Dienste am Himmel, egal ob Deep-Sky oder Planeten. Von Synta wird ein solches Gerät auf der EQ-5 angeboten - mit parabolischem Hauptspiegel. Bei f/8 ist der Gegenspiegel deutlich kleiner (und weiter vom Hauptspiegel entfernt), so daß die obstruierende, beugungsbeinflussende Wirkung nicht so deutlich ist wie beim f/5 Newton. Hinzu kommt die längere Brennweite, so daß dieses Gerät auch sehr gute Bilder am Planeten hergibt. Die Deep-Sky Beobachtung leidet indes kaum, das Bildfeld ist zwar kleiner, aber bei f/8 sind durchaus schöne Beobachtungen möglich.
Die Koma ist zudem kaum merklich bei diesem Gerät, da diese bei solchen Brennweiten und einem parabolischen Spiegel deutlich gegenüber f/5 reduziert ist. Ein solches Gerät leistet bei guter optischer Qualität einiges ... Altmeister wie Hans Rohr ("Das Fernrohr für jedermann") und H. Oberndorfer (u.a. "Fernrohr Selbstbau") beschreiben die Leistungen und Vorzüge dieser Geräte sehr ausführlich.
Ein besonderer Nachteil soll nicht verschwiegen werden: der dicke und hier besonders lange Tubus erfordert schon eine stabile Montierung und ein kräftiges Stativ. Zudem ist das gut 1.2 Meter lange Rohr nicht sehr handlich und man benötigt schon einen großen Kofferraum, wenn man das Gerät transportieren möchte.
Wie bei vielen anderen Dingen im Leben erkauft man sich auch einen gewissen Vorteil mit einem Nachteil auf der anderen Seite. Letztlich sind es nur Empfehlungen - es lohnt sich aber diese Geräte näher anzuschauen. Geräte von Synta/Skywatcher z.B. bieten ein gutes Preis-/Leistungsverhäkltnis. Besonderes Augenmerk sollte man auf die optische Qualität legen. Leider ist es für einen Einsteiger nicht leicht, wenn nicht fast unmöglich, die Qualität einer Optik zu beurteilen. Hier sollte man mit dem Händler einen Zusatz ausmachen, der ein Umtauschrecht bei Unterschreiten der "beugungsbegrenzten" Abbildung einräumt. Man sollte dann das gerät z.B. bei Teleskoptreffen mitnehmen oder in der Nähe ansässige Sternfreunde mit Erfahrung bitten, eine Beurteilung der Leistung vorzunehmen. Meistens hat man dann auch Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Geräten.
Günstige Angebote findest Du z.B. bei http://www.megaoptics.de/ (Synta/Skywatcher, liefert sehr schnell und sehr günstige Preise), http://www.teleskop-service.de (großes Lieferprogramm, viel Zubehör und auch eigene Werkstatt und Prüfeinrichtung) und vielen anderen. Eine Händlerliste findest Du z.B. hier:
http://people.freenet.de/dstrangfeld/astronomie/Astro-Anschriften_A4.pdf
cu ...
Luzy
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#246206 - 09/07/2005 16:09
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: homehh]
Hallo Antje und willkommen im Forum, prinzipiell ist die Verständigung UM WELTEN besser, wenn nicht Nachrichtenboten zwischengeschaltet sind. Jedenfalls empfehle ich mindestens, daß Dein Vater beim Lesen und Schreiben am Rechner anwesend ist. Es scheint noch keinerlei Vorerfahrung vorzuliegen. Daher empfehle ich dringlichst, zunächst Kontakte zu Sternfreunden zu suchen und im gemeinsamen Gespräch Beobachterisches, Geräte und Einsatzgebiete kennenzulernen. Beobachtet mit den Geräten der Kollegen - Praxis ist durch nichts zu ersetzen. Viele landläufige Vorstellungen der Amateur-Astronomie sind falsch. Wenn es um Anschaffungen geht: viele Faktoren wollen bedacht sein. Damit will ich gar nicht mal so sehr einen forcierten Einstieg andenken, als mehr: lieber zu Anfang etwas nachdenken, unter Sternen ausprobieren und dann langfristig zufrieden sein, als Vorstellungen aufzusitzen, die sich im Lauf der Zeit als Irrtum und Enttäuschung herausstellen. Das muß nicht sein. Der Schritt zur Beratung im Forum ist schon sehr richtig. Egal, ob dann Vertiefung und Ausbau kommt, oder einfach nur gelegentliche Genuß-Beobachtung, ich würde besonnen einsteigen. Wenns auch nicht so eilig ist, kann man vielleicht ja auch mit Paketrabatt (z. B. Rohr plus Okulare) auf eine Aktion oder Messe warten, um effizient zu investieren. Ich werde unten mal eine kleine Liste mit typischen Fragen und Hinweisen anfügen. Kontaktmöglichkeiten ggfs. parallel ausreizen: a) hier das Unterforum Treffpunkt (einfach fragen; auch Teleskoptreffen bieten sich an) b) zu einer Sternwarte u/o Verein in der Nähe gehen c) Mailfreundschaften über die Portalseite astronomie.de d) auf der Portalseite astronomie.de (nicht die Forenstartseite) links den Link GAD (geordnetes Vereinsverzeichnis für den deutschen Raum) Für unterschiedliche Einsatzgebiete gibt es unterschiedliche Teleskope. Manche sind Geräte universeller, dafür aber vielleicht kostspielig u/o groß, andere sind niederpreisig und hochportabel, dafür aber vielleicht Spezialisten. (Langzeit-)Fotooption ist a) astronomisch bildungsintensiv, b) kostspielig in Relation zu rein visuellem Setup und c) immer mit so einigem Material verbunden. Wenn man noch nicht weiß, obs die Astronomie in der Ausbauversion als Top-Hobby ist, sollte man m. E. Langzeitfotografie (auch digital) zunächst eher aussparen. Außerdem sind die Kosten für ein Einsteiger-Setup visuell praktisch zu vernachlässigen gegenüber einer ordentlichen Langzeit-Foto-Anlage, die ich dann echt nochmal zukaufen würde. So wie von Kaugummi zum 3-Sterne-Menü oder Motorrad zu Lastwagen würde ich die Relationen sehen. Das genannte Budget passt für visuellen Einstieg. Wichtige Fragen: 1. Wo soll beobachtet werden? (Großstadtbalkon bis Alpengipfel; Flugreiseurlaub bis Gartensternwarte; Himmelsqualität, Transportabilität, evtl. Montierungsbedarf und damit Kosten, Aufwand, Gewichte...) 2. Was soll beobachtet werden? Ganz wichtig. Wenn man sich da noch nicht auskennt: unbedingt Kontakte knüpfen, Einstiegsbücher zur Freizeit-Astronomie lesen und hier surfen. Die klassische Sofort-Antowort vieler echter Newbies Mond, Planeten und Deep Sky (=schwache Nebel etc.) bedeutet sehr kostspielige Instrumente oder zwei Instrumente. Mit wachsendem Wissen läßt sich das beantworten. Kann mans nicht, ist man vielleicht mit geläufigen Universalisten (z. B. f/6-Newton) am besten bedient. Der genannte 150-f/5-Newton geht in die Richtung, man sollte bei diesem Gerät die erhöhte Okularanforderung (kostspieligere) bedenken. 3. Was soll zugekauft werden? Jede Primäroptik braucht für normale visuelle Beobachtung auch Okulare. Kauft man ein Linsen-Fernrohr, braucht man einen Zenitspiegel - oder man ist ein Schlangenmensch. Hat man einen Dobson, hat man schon eine Alt/Az- Montierung . Will mans parallaktisch und motorisch, braucht man noch Steuerung und Stromquelle. Für eine Webcam braucht man Adapter, evtl. Brennweitenveränderungs-Elemente und einen Rechner. "Einfache Bedienbarkeit" ist eine sehr problematische Formulierung. Was man lernt, kann man dann. Dann ists einfach. Ist da ein gewisses Unbehagen ob des theoretischen Einstiegs? Wenn Digitalfotographie und Laptop - also auch motorisch-parallaktische Nachführung angedacht ist, was bleibt da noch "einfach". Die Langzeit-Astrofotografie ist schon eine "Krone der Amateur-Astronomie" und als Einsteigeroption noch vor umfassender Grundbildung in dem Bereich sehr ambitioniert. Richtig einfach ist ein Dobson oder ein kleinerer Newton/Mak/Refraktor/... wackelfrei montiert. Entweder Alt/Az, wenns ganz leicht und transportabel sein soll oder parallaktisch mit einem Motor zur Bequemlichkeit für die Stundenachse (scheinbare Himmelsdrehung) mit einfacher Handsteuerung und gut (budgetschonende Version). Zum Thema Digicam und Dobson: anschließbar, aber so eher sinnfrei. Erst wenn der Dobs parallaktisiert ist, sinnvoll. Ist es eine Kompakt-Cam oder eine digitale Spiegelreflex? Ganz kurz noch zu dem anderen Gerät: Achromat 102/660: ausgesprochener Richfielder, nichts für höhere Vergrößerungen (z. B. Mond, Planeten), eher Spezialgerät. Der klassische Einstieg in die Langzeitfotografie (= mehr als Bruchteile von Sekunden, mehr als Video/Webcam) geht mit aufgesattelter Kamera auf parallaktischer Montierung , Nachführkontrolle visuell und händisch mit Fadenkreuzokular. Langsam die Brennweite des Teleobjektivs der Kamera steigern. Erst im Verlauf reichlicher Erfahrung kommt vielleicht die Kamera ans Hauptinstrument und die Nachführung wird automatisiert bzw. durch ein Leitrohr oder Guider realisiert. Vielleicht konnte ich den ein oder anderen Hinweis geben, guten Einstieg weiterhin, klare Himmel und Top-Bedingungen, Matthias. PS: Für Okulare gilt prinzipiell das Gleiche, auch hier gibt es viele Faktoren zu beachten und durch besonnene Auswahl kann langfristig Zufriedenheit gewährleistet werden. Z. B. Brillenträger? Welcher Augenfehler? Solls Weitwinkel sein...
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#246207 - 09/07/2005 16:18
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: Luzypher]
Hallo Luzy,
Anmerkung 1 (Zusatz): 102/1000-Refraktoren können - wenn es sich als nötig erweist - durch Abblenden farbfehlerbezogen verbessert werden.
Anmerkung 2 (Relativierung): Die typischen marktgängigen 150/1200-Geräte bieten nur einen 1,25-OAZ (durchaus sinnvoll wg. f/8, Obstruktion; vis. Gerät), d. h. mit einem 32er Pl ist die max. Feldblende erreicht. Das tatsächlige Gesichtsfeld ist doch DEUTLICH beschränkt und zudem bei nur 4er AP (wenig Licht) nicht mal weitwinklig. Unter gutem Himmel ist somit manch schwache Flächenhelligkeitsquelle (Emissionsnebel) nicht mehr zu sehen. Deshalb würde ich die Deep-Sky-Fähigkeit als beschränkt einschätzen.
Ansonsten unterschreibe ich.
Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht
Matthias.
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Hi folks! Zitat:
nmerkung 1 (Zusatz): 102/1000-Refraktoren können - wenn es sich als nötig erweist - durch Abblenden farbfehlerbezogen verbessert werden.
Das ist korrekt. Allerdings ist bei einem ordentlich korrigierten 4 Zöller ab etwa f/10 der Farbfehler garnicht so störend. Die Qualitäten der TS-Serie wie auch der Syntas sind bei sorgfältiger Auswahl der Optik (und das ist eher das Problem) erstaunlich.
Zitat:
Anmerkung 2 (Relativierung): Die typischen marktgängigen 150/1200-Geräte bieten nur einen 1,25-OAZ (durchaus sinnvoll wg. f/8, Obstruktion; vis. Gerät), d. h. mit einem 32er Pl ist die max. Feldblende erreicht. Das tatsächlige Gesichtsfeld ist doch DEUTLICH beschränkt und zudem bei nur 4er AP (wenig Licht) nicht mal weitwinklig. Unter gutem Himmel ist somit manch schwache Flächenhelligkeitsquelle (Emissionsnebel) nicht mehr zu sehen. Deshalb würde ich die Deep-Sky-Fähigkeit als beschränkt einschätzen.
Das ist natürlich korrekt. Diesen Aspekt habe ich ausser acht gelassen. Allerdings stellen diese Geräte immernoch einen sehr guten Kompromiss zwischen schnellem Öffnungsverhältnis und minimierter Obstruktion dar. Ich betrachte aber diese Geräte gerade in Anbetracht der Wünsche eines Anfängers ... hier spielen weniger technische Feinheiten eine Rolle, als vielmehr die Vielzahl der zu beobachtenden Objekte. Insofern halte ich eben ein solches Gerät für besonders zweckmäßig und universell. Mit minimalem Bastelaufwand ließe sich ein solches Gerät zudem auf 2 Zoll aufrüsten. Das macht dann aber in meinen Augen wirklich nur Sinn, wenn Deep-Sky oder Astrofotografie die dominierenden Anwendungen sind.
Die Information über andere Sternfreunde, vereine, etc. kann sehr hilfreich sein, doch sollte man die technischen Maßregeln abwägen. Nicht selten werden gerade von vielen "Hardcore"-Spechtlern Anforderungen und Regeln aufgestellt, die einen "nur" interessierten Anfänger schnell überfordern oder den Spaß verderben. Die heutigen, günstigen Geräte zeigen schon alles, was einen einsteigenden Sternfreund interessiert. Hier ist es sicherlich eine gute Idee, sich ein paar Beobachtern in der Nähe anzuschließen und durch die Geräte jener Sternfreunde zu schauen. Aber letztlich gibt es etwas, was keine noch so gute Optik ersetzen kann: Übung am Okular.
cu ... Luzy
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#246209 - 09/07/2005 18:38
Re: 2. Relativierung
[Re: Luzypher]
Hallo Luzy,
warum ich einen FH 102/1000 im Bedarfsfall abblenden könnte, kann viele Ursachen haben. Alternativ könnte man an andere Geräte denken, die schon prinzipiell da weniger Probleme haben, z. B. entweder geringere Öffnung bei gleicher Brennweite (90/1000 genügt der FH-Definition) oder auch einen längeren bei gleicher Öffnung. All diese Geräte - auch der 102/1000 - sind schöne Geräte, doch man sollte sich bewußt sein, wo man welche Kompromisse eingeht. Ein bisschen länger kann u. U. noch von der Monti getragen werden und hätte dann für visuell sozusagen NUR Vorteile.
Einen f/8 noch als schnell zu bezeichnen ist Einstellungssache. Wie nennst Du dann f/6, f/5,3, f/5, f/4,5, f/4 oder gar Fototeile f/3,5, f3, f/2,8... Sicher: auch ein f/10 ist 4 mal schneller gegenüber einem f/20 (z. B. Barlow/Cass/Schief...). Für den Umbau auf Langzeitfoto mit 2"-OAZ bedürfte es neben des OAZs auch noch eines größeren Fangspiegels. Mal schauen, ob das mit dem Bohrloch im Tubus passt, sonst muß ein anderer Tubus her oder Gitterrohr oder irgendwas. Ob das noch alles wenig Aufwand ist? Und dann das Teil (Hebel) gut parallaktisch montieren, nicht sehr niederpreisig. Dann bei der Brennweite nachführen, für den ambitionierten Einsteiger: RESPEKT. Und halt belichten, 4mal länger als die Fotofraktion so als Hausnummer. Mehr als 4mal so schwierig wie die langjährigen der Fotofraktion. Mehr Geduld, mehr Rauschen. Mehr als 4mal so viele Fotos der Fotofraktion sind verwackelt, nachführfehlerbehaftet, mit Flugzeugen und Satelliten verziert. Nee, tut mir leid, für Foto ist das nicht so die tolle Idee. Was kostet ein 8"-f/6 mehr? Der hat schon 2"-OAZ, vernünftig dimensionieren FS, kommt praktisch mit derselben Monti hin und muß schon 2,25 mal solange belichten wie die Freaks. Da sehe ich Vorteile im Kompromissmachen beim Achtzöller f/6.
Wenn man sich nicht mit der theoretischen Materie befasst, auch nicht anfangs recherchiert, ist man herzlich eingeladen interessante Erfahrungen zu machen. Ich nenn das Nicht-Wissen-Lotto. Vielleicht passt ja alles (große Los gezogen). Ansonsten hat man reichlich Gelegenheit, durch Fehler dazuzulernen, Frustrationstoleranz zu trainieren, den Gebrauchtmarkt anzukurbeln, nach anderer Freizeitbeschäftigung zu suchen etc. Ist wie bei allem. Es gibt halt Leute - meine ich jetzt wertneutral -, die einfach irgendwas haben wollen, das ins Budget passt, vielleicht auch ein bisschen zum Anschauen und z. B. wie ein klassisches Linsenfernrohr auszusehen scheint (echte FHs sind selten geworden). Damit sehen sie in allen Fällen viel mehr als mit dem bloßen Auge und auch mehr als mit dem Fernglas - zufrieden (zunächst). Völlig OK. Ich fahr auch bloß Fahrrad, ohne das Elastizitätsmodul des verwendeten Felgenaluminiums zu kennen oder die Übersetzungen der Gänge. Man sollte sich eben nur bewußt sein, daß, wenn man denn tiefer in die Materie eindringt, das, was man da hat, i. a. R. eher NICHT zum Ausbau geeignet ist, sondern allenfalls als Ergänzung dient und häufig genug auf dem Gebrauchtmarkt landet. Wirklich tief in die Astronomie eindringen geht ohne Theorie nicht. Ist beim Rechner/Motorrad etc. überall dasselbe. Ums noch klarer zu fassen: "ist halt halb so wild" zu sagen ist sachlich falsch, es müsste heissen: "ich interessiere mich da nicht so brennend für, das finde ich ok und ich bin mit der Leistung schon zufrieden". Suboptimale Setups werden durch Schönreden nicht besser und auch Ahnung ist weder übertragbar aus Werbetexten noch herbeizuwünschen.
Die "Hardcore-Spechtler", die es nicht verstehen, ihre Mitteilungen angepaßt dosiert und verständlich an den Neuling zu vermitteln und Prioritäten zu setzen, sich Geduld zu nehmen und immer wieder ruhige Beobachtungsphasen am Okular zwischenschieben, sind schlichtweg suboptimale Mentoren. Im Verdachtsfall Überforderung sollte der Newbie das schon signalisieren und ggfs. den Mentor wechseln. Wenigstens das muß man schon hinkriegen. Ich glaube aber, solch magere Mentoren sind die allerwenigsten, da ja jeder mal angefangen hat und die Faszination und Begeisterung überspringt, wenn es ein Newbie schon überhaupt bis hierher geschafft hat. Auch zur "Sehschule" gehört m. E. sowohl Theorie (von Einblick über indirektes Sehen bis Sehphysik...) als auch die Praxis. Aber man hat ja Zeit dafür. Und es gibt Vereine, Literatur, das Forum...
Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht
Matthias.
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Hi folks!
@Matthias Im Prinzip kann ich Dir da zustimmen. Allerdings bin ich auch der Meinung, das gerade am Anfang, wo das Beobachten, das kennenlernen des Himmels und der erste Kontakt mit dem Teleskop nicht zu viel Gewicht auf die einzelnen Details der technischen Medaille gelegt werden sollte. Ich berufe mich da eher auf die Erfahrungen und Vermittlungen der "alten Meister". Relativieren muss man bei den Anwendungen, die man einem Anfänger zumuten. Sicherlich wird bei vielen Einsteigern der Wunsch stark, eben auch solche Aufnahmen machen zu können, auch das sehen zu können, was die erfahrenen Beobachter und Fotografen so zustandebringen. Gerade hier ist es hilfreich auf "bodenständige" Aussagen bauen zu können. Das ein f/8 Newton mit 2" OAZ eine suboptimale Lösung für Deep-Sky-Fotografie ist, ist auch klar - für einen Einsteiger mit "allgemeinen" beobachtungswünschen zeigt aber die Erfahrung, daß gerade solche Geräte ein Optimum an Beobachtungs"spaß" bringen. Relativieren und Optimieren kann man dabei viel ... doch wieviel Freude es letztlich bringt beim Beobachten ist eine andere Frage.
cu ... Luzy
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#246211 - 10/07/2005 02:38
Ja, Freude ist das Wesentliche
[Re: Luzypher]
Hallo Luzy nochmal, da liegen wir dann wohl auf einer Linie. Ich finde auch, daß man Einsteiger nicht mit Details überfordern sollte. Die Faszination unter den Sternen ist ja das "tragende Motiv". Auch sollte man sie darüber aufklären - wenn sie das Gespräch darüber suchen -, was bestimmte Geräte können und was nicht und welchen Himmel(/Seeing...) es dazu bedarf und noch grob, was Okulare und Montierung (Fotooption wird heute im Digi-Zeitalter oft genannt) betrifft. Wenn es dann durch Nachfragen des Einsteigers etwas ans "Eingemachte" geht, ist das in Ordnung, finde ich. Ich bin auch der Meinung, eher bewährtes zu empfehlen, z. B. den klassischen Refraktor (keinen Richy, wenns um Allrounder geht) oder einen parabolischen (Nicht-Foto-)Newton. Damit kann eigentlich nichts schiefgehn - Spaßgarantie. Und darauf kommts an, da bin ich absolut Deiner Ansicht. Daß Du eher den 6"-f/8 und ich eher den 8"-f/6 favorisier, ist da eher marginal. Die Unterschiede zwischen den Geräten sind mehr oder weniger in diesem Thread beschrieben und auch sonst per Suche hier leicht zu finden. Das Thema hat ja schon nen Bart... Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht Matthias.
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#246212 - 10/07/2005 12:50
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: UwePilz]
(*)
028389396
01638389396
jensna@t-online.de
Gruß Jens Naujoks
(*) Werbung gelöscht.
Clear Skies, Stefan
Bearbeitet von Stefan_Mod (14/07/2005 11:11)
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#246213 - 10/07/2005 19:47
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: homehh]
Hi Antje, ich würde bei einem kompletten Neueinsteiger, die Fotografie mit ner Kamera als bestenfalls dritt oder viertrangig sehen - es sei denn Dein Vater wäre Fotograf. Ansonsten wird er mit dem ersten Teleskop und dem Einsteig als solchen erst mal längere Zeit beschäftigt sein, in der er garantiert nicht dazu kommt zu fotografieren. Insofern warst Du m.E. mit einem 8" f/6 Dobson auf dem richtigen Weg. O.g. Dobson bietet massig Licht für DS aber auch für Planeten, die verwendbaren Okulare sind noch preiswert. Und wenn wirklich irgendwann mal Fotog angesagt, kann man dieses Gerät auch noch dafür verwenden, wenn man das notwendige Zubehör wie Adapter und Montierung kauft. Ungeachtet der Tatsache, das es immer sehr schwer ist für Dritte ein Gerät zu kaufen. Natürlich geht der Aha-Effekt bei der Präsentation weg, aber wenn man auf Nr. sicher gehen will, wäre eine organisierte Beobachtungsnacht mit Leuten aus dem Umkreis oder einem Verein gekoppelt an einen Gutschein für ein Teleskop eine Möglichkeit den Einstieg Deines Vaters zu unterstützen. Nur mal so als Idee. CS
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#931758 - 02/07/2012 07:58
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: winnie]
Hallo Gerd, zu Deiner Frage gibt es auch schon einiges im Forum. Ganz aktuell habe ich auch wegen Großfeldrefraktoren nach dem Neo- Achromaten Bauprinzip gefragt; hier steht dann aber auch einiges zu anderen Großfeldrefraktoren: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...omat#Post931555Ferner gab es kürzlich auch eine Seite zu Großfeldrefraktoren: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...aktor_152_900mmBezüglich der 6"- Newtons müsste sich bestimmt auch etwas finden lassen. Grüße aus Rheinhessen! Carsten
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Hallo Gerd, da ich derzeit auch verschiedene Refraktortypen kurzer Baulänge recherchiere bin ich zufällig auf eine weitere Alternative gestoßen: auf dem Gebrauchtmarkt gibt es wohl gelegentlich noch Angebote eines "BW Optik Triplett 100/ 600", teils auch (für handwerkliche Geschickte) als Bausatz (siehe bei BW- Optik). Beworben wird dies als "Semi- Apo", was aber definitiv nicht stimmt; scheint aber in der Farbkorrektur etwas besser als konventineller FH- Refraktor mit gleicher Öffnung zu sein - allerdings wird eine erhebliche Streuung der Quali beschrieben. Als Großfeldgerät wohl recht brauchbar, für Mond, Planeten bis etwa 100* wohl auch, dann viele Farbsäume. Bitte aber selbst nochmal googeln! Wenn man´s testen könnte, wäre dies evtl. auch noch eine Alternative... (Preislich würde ich aber nicht mehr, als für einen ähnlichen FH- Großfeldrefraktor zahlen).
Beste Grüße! Carsten
P.S.: Dank auch an Stefan für die "Bereinigung" der ThreadVielen s/ Postings!
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Hallo Carsten, vielen Dank, dass du nochmal schreibst. Hoffentlich geht das gut. Ich wollte eigentlich anläßlich des Ärgers ein neues Thema aufmachen. Nun bleib ich noch mal hier und antworte dir.
Am 2.7. (also etwas weiter oben) hatte ich zwei (funktionierende!) links eigebaut. Der zweite ist der vom 102/660, nach dem auch schon in 2005 gefragt wurde.
Auf der folgenden Seite von Astroshop ist ein Komplettangebot, aber mit ausführlicher Beschreibung des 102/660-Tubus, an dem ich interessiert bin (wird dort hochgelobt) -Diesmal krieg ich das Einbauen des links grad wieder nicht hin.- Na ja, kopieren und einfügen ist ja auch nicht die Welt, wenn du da auch mal reinschauen magst. Also: http://www.astroshop.de/celestron-teleskop-ac-102-660-sky-prodigy-goto/p,24881
Was meinst du?
Ist eben so ein Mittelding aus mehr Lichtsammlung, größerer Öffnung, sowie transportabel und günstig. Ich wäre damit sicher eine ganze Weile zufrieden.
Mich stört generell, dass die Newtons, MAKs usw. alles so "Pötte" sind, und ich die zw. 30-40% Abschattung (z.B. C5) ja immer runterrechnen muß. Vom Preis abgesehen.
Also: Für mich ein Refraktor.
Wenn die Daten dort einigermaßen stimmen, würde ich das wohl nach dem Sommer kaufen. Falls sich nicht vorher jemand meldet, der Erfahrung damit hat und mit guten Gründen abrät.
Antwort bis Sonntag wäre schön, ansonsten bis August (Urlaub ) und evtl. mit neuem Thema dazu. Sind ja doch sehr viele Texte hier drin.
Gruß, Gerd
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#932709 - 06/07/2012 10:18
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: hiramhubbard]
Hi Gerd,
als FH ist die Optik eher für Großfeldbeobachtung ausgelegt, wobei sich mir dann nicht unbedingt erschließt, warum man dafür Goto braucht. Für die Objekte, die Du damit sehen kannst, brauchst Du nicht mal einen Sucher ;-) Wenn ich den Preisunterschied sehe zwischen "mit Goto" und "ohne Goto", würde ich mir den Sinn dieser Anschaffung sehr genau überlegen. Auf das Lob beim Astroshop würde ich nichts geben. Ein Händler schreibt dort natürlich nur positive Statements hin.
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CS Chris
Wer behauptet "Das geht nicht!", sollte nie jemanden stören, der es gerade tut.
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#932791 - 06/07/2012 17:07
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: watkin]
Hallo Chris, nein, Goto will ich auf keinen Fall. Ich suche gern selbst den Himmel ab. Von den Geräuschen auf youtube-demos zu schweigen! Es ging dort nur um die glänzende Beschreibung, die im "Nur-Tubus-Angebot" so nicht dabei war.
Planeten UND Großfeld ist schon in Ordnung; wird ja als Allrounder verkauft, was mit f6,6 grad so möglich sein sollte, wie sich das anliest.
Hatte schon vor Wochen das Vixen VMC L 110/1035 im Auge. Läuft mit f 9,4 da auch noch als "rich field" bzw. "flatfield". Zurückgezogen, weil dann im Forum von "ist auch aus China", was ja stimmt, Plastik, Schwergängigkeit -ich glaub vom OAZ-, schwere Nachjustierung des Spiegels, o.a. die Rede war. So geht´s aber hoch bis zu den Geräten an die 400 - 1000€, die ich -wenn- sowieso erst nächstes Jahr aufbringen könnte. Wenn ich bei den relativen Leichtgewichten und Kurzbauweise bleibe. (über Celestron C4, C5, C6 bis Vixen 200 VMC ) Immer ist irgendwo ein Haar in der Suppe. Also bestell ich mir zum Testen ´ne günstige Suppe...
Was ich auf keinen Fall könnte: in Anbetracht der vielen unterschiedlichen Kritiken mir ein teures Gerät kaufen. Da geh ich vorher auf jeden Fall zu anderen Sternfreunden durch deren Geräte gucken. Ich war mal dort nur zum Informieren, aber ohne praktische Anschauung ist es wie hier im Forum. Man kriegt gute Hinweise, staunt über die unterschiedlichen Vorlieben, hat aber immer noch nix gesehn.
Vielleicht sollte ich es einfach mit dem 102/660 - Gerät wagen, ggf. Rückgaberecht einräumen. Ich fahre übermogen erstmal in Urlaub und gehe das Ganze entspannt zum Herbst an. Bis dahin: Skylux 70/700, dass ich eigentlich nur wegen der Astro3 mitgekauft hatte. Das sollte das 110/1035 drauf. Was willst du bei 10€ sagen? Zum Probieren ist das aber alles echt super.
Dank dir für die Rückmeldung.
Gruß, Gerd
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#932808 - 06/07/2012 18:55
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: hiramhubbard]
Hallo Gerd, der 102/ 660- Refraktor ist wirklich mehr für deep- sky als Großfeldrefraktor, es scheint auch ein konventioneller Fraunhofer zu sein (der Bresser- Refraktor ist mit einer Korrekturlinse (achromatisch) versehen, das heißt insgesamt 4- linsig, was zu einer besseren Farbkorrektur führen soll). Ich habe noch eine inhaltlich meines Erachtens sehr gute Auseinandersetzung mit den praktischen Möglichkeiten eines Fraunhofers gefunden, hierbei geht es um einen Skywatcher 120/ 1000 (insbesondere die Ausführungen von "Josef" aus Saxen/ Österreich sind sehr interessant -> auch in Abgrenzung zu Reflektoren): http://www.[censored]/showthread.php?7113-Skywatcher-120-1000 Dieses Teleskop wäre wahrscheinlich zum Aufsattteln auf die AZ-3 zu schwer, für 102/ bis 1000 mm müsste es aber gerade noch gehen. Ich selbst benutze derzeit einen Vixen ED Sf 80/600, dieser hat als ED- Refraktor bereits eine ziemlich gute Farbkorrektur, passt gewichtmäßig problemlos auf eine Vixen custom- Mount alt- AZ (ähnlich der AZ-3). Den 80er Skywatcher ED gibt es für etwa 339.- Euro. Damit hättest Du allerdings schon einen Refraktor,der recht viel zeigt, am Planeten auch höhere Vergrößerungen verträgt und welchen man meist behält, da so leicht zu transportieren. Dies wäre also auch wirklich zu überlegen. Andererseits gibt es auf ebay schon immer mal gebrauchte gutwertige Fraunhofer (sowohl als Großfeld- Refraktor wie auch in den längeren Versionen und f/9 bis f/10); wäre ebenso überlegenswert. Letztlich will ein Teleskopkauf gut überlegt sein. Aus eigener Erfahrung kann ich zum (Vixen) ED 80/600 sagen, dass dieser tatsächlich deutlich mehr zeigt, als mein vorheriger Skylux 70/ 700 (obwohl meiner kein "Montags- Modell" war), auch deutlich weniger Farbfehler hat! Somit würde ich doch auch einen ED- Refraktor ins Kalkül ziehen, alternativ längerbrennweitiger FH- Refraktor um f/10 oder doch den Bresser Neo- Achromat versuchen. Aber entscheiden und testen musst letztlich Du; bitte berichte mal später über Deine Entscheidung! Beste Grüße! Carsten
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#932837 - 06/07/2012 22:07
Re: Hilfe bei Teleskopauswahl gesucht
[Re: hiramhubbard]
Hallo Gerd! Hatte schon vor Wochen das Vixen VMC L 110/1035 im Auge. Läuft mit f 9,4 da auch noch als "rich field" bzw. "flatfield". Zurückgezogen, weil dann im Forum von "ist auch aus China", was ja stimmt, Plastik, Schwergängigkeit -ich glaub vom OAZ-, schwere Nachjustierung des Spiegels, o.a. die Rede war. Da bist du offensichtlich bei deiner Suche auf den Bericht gestoßen, in dem der Ersteindruck des Vorserienmodells beschrieben wird. Das trifft schon lange nicht mehr für den VMC110L zu, da hat sich einiges getan. Ich habe einen VMC110L. Als erstes, es ist kein wirkliches "Richfield", das Öffnungsverhältnis von f/9,4 und der 1¼"-OAZ läßt kein Richfield zu. An den Teil ist so gut wie kein Plastik verbaut, es besteht weitesgehend aus Aluminium. Selbst der Tubus ist aus Alu. Die Fokusierung läuft butterweich. Das Vixen die Teile in China bauen läßt ist kein Geheimnis. Würde er in Japan gebaut werden, wäre der Preis doppelt so hoch. Der einzige Fehler an den Gerät ist, dass die Justierschrauben mit Lack gesichert sind. Das ist aber bei einen Neukauf nicht dein Problem. Du hast das Recht von den Händler zu verlangen, dass er(!) die Schrauben löst. Wenn er dabei etwas beschädigt ist das sein Problem. Das kann aber weder der Händler noch der Hersteller von dir verlangen. Man sollte anschließend die Schrauben gegen Inbus-Zylinderkopfschrauben tauschen, das sind M3x16. In rostfreien Stahl kosten die 10 Cent das Stück, 6 Stück werden benötigt. Vielleicht kann das der Händler deines Vertrauens gleich mit machen. Die Haupspiegeljustierung selbst ist ein Kinderspiel, man benötigt dazu noch nicht einmal irgendwelche Hilfsmittel. Einen Stern mittig ins Okular gestellt, leicht defokusiert bis der Fangspiegel in der Sternscheibe erscheint und mit den Justierschrauben den Fangspiegelschatten mittig in die Sternscheibe gerückt. Konterschrauben wieder angezogen, fertig. Das Teil ist ausgesprochen justierstabil. Eine Justageanleitung gibt es hier. Der VMC110L ist leicht, besteht aus Metall(Alu), hat keine Probleme mit der Auskühlung(weil ein offenes System), hat keine Probleme mit Tau(ist mir noch nie passiert), läßt sich leicht justieren und liefert an Sonne , Mond und Planeten ein klasse Bild ohne Farbfehler. Ich mag das Teil. Der VMC110L wird vollkommen zu Unrecht verteufelt. Es gibt Optiken aus Chinaproduktion mit verglichbaren Preisen, Öffnungen, Brennweiten oder Öffnungsverhältnissen, die weit mehr Fehler und Probleme aufweisen als dieser kleine Fieldmak. Die werden aber kommentarlos hingenommen. Man hört immer nur von den Montagsgeräten, mit den Rest ist man zufrieden und hat keinen Grund sich zu beschweren. Grüße, Matthias
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Die Essenz aus 7 Jahren Astronomie.de: "Erfahrene Hobbyastronomen sehen durch fremde Teleskope nur noch deren Fehler und keine Sterne mehr!"
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