Wie Okularbrennweite bestimmen?

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captain_cdr

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Hallo,

gibt es einen Weg, auf dem ich die Brennweite von Okularen selbst bestimmen kann oder muß ich mich auf die Herstellerangaben verlassen? Die angegebenen Brennweiten scheinen öfters mal etwas ungenau.

Danke, Gernot
 
Warum Okularbrennweite bestimmen???

Hi,
mir fällt dazu jetz auf Anhieb nur eine ziemlich komplizierte Methode ein:
Du machst ein Bild mittels Okularprojektion von Sternen deren Abstand genau bekannt ist.
Wenn du die genaue Brennweite des Teleskops weißt und den genauen Projektionsabstand, dann kannst du durch messen der Abstände auf dem Bild die Äquivalentbrennweite bestimmen mit der das Foto aufgenommen wurde und aus dieser dann die Okulkarbrennweite.
Die Brennweite der Teleskopoptik selbst kann man genau so bestimmen ; Foto nur eben ohne Okularprojektion.

Abgesehen davon glaube ich nicht dass die Brennweite von Okularen so weit vom angegebenen Wert abweicht dass man das nachmessen müsste.
Spielt es denn eine Rolle ob die Okularbrennweite 14,9mm oder 15,1mm beträgt wenn 15mm draufsteht? Ich denke nicht!
Was ist der Hintergrund deiner Frage?
 
Re: Warum Okularbrennweite bestimmen???

Hallo,

danke für die Info.

Abgesehen davon glaube ich nicht dass die Brennweite von Okularen so weit vom angegebenen Wert abweicht dass man das nachmessen müsste.
Spielt es denn eine Rolle ob die Okularbrennweite 14,9mm oder 15,1mm beträgt wenn 15mm draufsteht? Ich denke nicht!
Was ist der Hintergrund deiner Frage?

Zwischen 14,9 und 15,1 gibt es wohl keinen Unterschied. Aber wenn das Bild mit 10mm + 2x Barlow deutlich größer ist als mit 4mm Okular, dann macht mich das skeptisch. Und gerade bei kurzbrennweitigen Okularen machen kleinere Abweichungen schon eher was aus.

Ich will eben einfach die Brennweite überprüfen. Und mit der Projektion eines Lichtstrahls scheint es mir auch nicht so recht genau.

Gernot
 
Mir fallen 2 Möglichkeiten ein.
1. Das Okular als Objektiv nehmen. In Focus wird ein kleines Abbild produziert. Dieses auf ein Durchsichtiges Lineal (Geo-Dreieck) projizieren. Etwas im Unendlichen (zwei Schornsteine vom Haus gegenüber, Vollmondscheibe) anpeilen von dem man den Winkel kennt. Und den Abstand dieser 2 Punkte auf dem Lineal. Mit etwas Mathe ließe sich daraus die Brennweite berechnen. Allerdings scheint mir die Methode nicht sehr praktisch.

2. Sich ein Zoomokular besorgen. Das zu testende Okular als Objektiv und das Zoomokular als Okular einsetzen. Mit einem Auge durch das Miniteleskop schauen. Mit dem anderen Auge normal schauen. Das Zoomokular so verstellen, daß das Bild durch das Miniteleksop die selbe Vergrößerung hat wie das mit freien Auge. Dann hat das Zoomokular die gleiche Brennweite wie das zu testende Okular. Nähmlich Vergrößerung 1. Methode auch unpraktisch.

Poste doch hier wenn Du eine Lösung gefunden hast die praktikabel ist.
Hasta luego, Vicente.

 
Hallo Gernot,
die meisten Okularbrennweiten beziehen sich irgendwie auf die Zahl 250. Sollte also auf Dein Okular eine Wertangabe sein, wie z.B. 10x (meistens bei Mikroskop-Okularen), so musst Du nun die 250 durch die 10 in mm teilen, erhälst dann den Vergrößerungsfaktor= 25 mm
Wie man bei der angegebenen Vergrößerung zurückrechnet und ob man sich da wieder auf die 250 bezieht (was ich doch glaube) dazu müssten andere Dir helfen.
Gruß,
 
Hallo,

die meisten Okularbrennweiten beziehen sich irgendwie auf die Zahl 250
Nö, wenn eine Brennweite angegeben ist, dann ist das auch die Brennweite.
Wenn aber die Vergrößerung angegeben ist, dann kann man die Brennweite durch die von Dir angegebene Formel errechnen:
Brennweite = 250mm / Vergrößerung
Das geht vorwärts und rückwärts. Die 250mm beziehen sich auf den "normalen" Nahabstand (Leseabstand) des Auges.

Das alles hat aber leider nix mit der Frage von Gernot zu tun - die Antwort darauf würde mich aber auch interessieren.
Vielleicht kann man , wenn man den Aufbau des Okus kennt anhand von Linsen-/Feldblendendurchmesser und Länge der Distanzstücke eine Brennweite errechnen; oder man trägt das Teil zu einem Optiker - die können zumindest die Brennweite einzelner Linsen bestimmen.


Gruß
Schicko
 
Hallo Gernot,

die Vergrößerung eines Fernrohres ergibt sich 2-fach:

A) Vergrößerung = Brennweite Objektiv / Brennweite Okular

B) Vergrößerung = Eintrittspupille (Objektiv) / Austritts-
Pupille (Okular)

Wenn Du also eine hinreichend genaue Methode findest, den
Durchmesser der Austritts-Pupille auf 0.1 mm Genauigkeit
zu ermitteln, dann kannst Du über die obere Formel die
Okular-Brennweite ermitteln. Vielleicht in der Form, indem
Du ein Meß-Mikroskop auf die letzte Linsen-Fläche des
Okulars einstellst, und dann den Durchmesser der Austritts-
Pupille ermittelst? Diese Messung sollte bei normalem
Tageslicht gegen eine weiße Fläche möglich sein.

Eine Rückmeldung, wie das Experiment ausgegangen ist, wäre
interessant.

Wolfgang Rohr

 
Re: Warum Okularbrennweite bestimmen???

Hi,

Aber wenn das Bild mit 10mm + 2x Barlow deutlich größer ist als mit 4mm Okular, dann macht mich das skeptisch

Hm, da stellt sich die Frage ob die 2x der Barlow wirklich stimmen. Verlängert man den Abstand Barlow <-> Okular (z.B. Zenitprisma) vergrößert sich ja der Verlängerungsfaktor. Da stellt sich natürlich die Frage ob der Verlängerungsfaktor nicht auch von Okular zu Okular unterschiedlich ist, je nach Aufbau des Okulares. Hat das mal jemand getestet? (aber das läuft wieder auf die eigentliche Frage hinaus... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />)

Jens
 
Re: Warum Okularbrennweite bestimmen???

Hi Jens !

Hm, da stellt sich die Frage ob die 2x der Barlow wirklich stimmen. Verlängert man den Abstand Barlow <-> Okular (z.B. Zenitprisma) vergrößert sich ja der Verlängerungsfaktor. Da stellt sich natürlich die Frage ob der Verlängerungsfaktor nicht auch von Okular zu Okular unterschiedlich ist, je nach Aufbau des Okulares.
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Da hast Du vollkommen Recht.
Das 4 mm Okular hat sehr wahrscheinlich eine eingebaute Barlow und da wird das Bild weiter heraußen übernommen. Daher die stärkere Vergrößerung.

Die Okularbrennweite selber bestimmen kann man besten so.
Nimm einen Meterstab und positioniere ihn in 2 m Entfernung. Dann ist seine Abbildung am 4 mm Okular 2 mm groß.
Das kann man mit einer Messlupe oder einer Schiebelehre am Bild abmessen.
Bei großen Brennweiten geht das recht gut, aber bei 4 mm ist der Ablesefehler sicher größer als der vermeintliche Angabefehler des Herstellers.
Die Formel dazu.
f = a.Y´/ Y
a = die Strecke von der Mitte des Okulars bis zum Meterstab + angegebene Okularbrennweite.
Y = die Gegenstandgröße
Y´= die Abbildungsgröße

Viele Grüße
Alois
 
Kommt er denn an den "Fokus" vom Okular?

Lieber Alois,

bei Deinem Vorschlag geht er rückwärts durchs Okular. Er
positioniert in 2 Meter Abstand seinen Meterstab und be-
trachtet das Bild, das in der Bildebene des Okulars ent-
steht und vermißt es möglichst genau ...

Wie aber, wenn er an diesen Fokus aus optischen Gründen
nicht heran kommt? Spielt dann die eingebaute "Barlow-
Linse" keine Rolle?

Wobei sich die im übrigen abschrauben läßt, aber bei der
effektiven Brennweite bräuchte man sie doch.

Herzliche Grüße

Wolfgang Rohr

 
Re: Kommt er denn an den "Fokus" vom Okular?

Lieber Wolfgang !
Villeicht hätte ich die Aufstellung besser beschreiben sollen.
Der Lichtstrahl geht nicht umgekehrt durch das Okular sondern so wie bei der Verwendung.
Das Bild vom Maßstab befindet sich dann dort wo sonst die Austrittspupille ist.
Nur so wird alles Berücksichtigt.
Ganz genau genommen müßte man wissen wo die bildseitige Hauptebene ist um die Strecke a richtig zu bemessen.
Aber darum habe ich die 2 m Abstand genommen, damit der Fehler verschwindend klein wird.
Herzliche Grüße
Alois

 
Hmm. Schicke einen parallelen Strahl mit bekanntem Durchmesser d durch das Okular und bestimme den Winkel alpha des Lichtkegels. Dann kannst Du daraus die Brennweite bestimmen, also z.B.:

<pre><font class="small">code:</font><hr>
| /
------------------| /
^ |\ /
d | X alpha
v |/ \
------------------| \
| \
Linse
</pre><hr>


Dann gilt für die Brennweite f: d/2/f=tan alpha

bzw. f=d/(2*tan alpha)

 
Doch komplizierter als gedacht...

Hallo, zusammen!

Vielen Dank allen, die hier geantwortet haben.

Aber es hat sich gezeigt, daß es so leicht nicht ist. Die ganzen Messungen scheinen mir eher aufwendig, auch ist wohl bei kurzbrennweitigen Okularen die Gefahr, daß sich der Meßfehler in derselben Größenordnung wie der Meßwert befindet.

Möglicherweise könnte man sich da etwas einfacheres ausdenken, wenn man das scheinbare Gesichtsfeld bestimmen könnte.

Trotzdem Danke für die Info.

Gernot
 
Hmm. Schicke einen parallelen Strahl mit bekanntem Durchmesser d durch das Okular und bestimme den Winkel alpha des Lichtkegels. Dann kannst Du daraus die Brennweite bestimmen, also z.B.:......

Dann gilt für die Brennweite f: d/2/f=tan alpha

bzw. f=d/(2*tan alpha)

Hallo zusammen, ich finde die Darstellung von Meixner sehr anschaulich und ich hätte eine Ergänzung. Wenn nun wie abgebildet der Lichtstrahl von hinten durch das Oku geschickt wird und ich meine es muss nicht mal bekannt sein welcher Durchmesser dieser Strahl hat, erzeugt es ein Bild. Wenn nun dieses Bild auf einem weissen Blatt Papier abgebildet wird, kann man das Okular nun gegen ein Bandmaß halten und so die Entfernung zwischen Okular-rand ( plus den Abstand bis zur Linse) und dem Papier messen, dies müsste eigentlich auch die Brennweite sein, oder?

Gruß,
 
Hallo WeltraumRob !

Anschaulich ist die Darstellung von Meixner schon, aber sie stimmt nur wenn man den Ort der Hauptebene kennt. Dazu breuchte man die optische Rechnung und dann sind wir wieder bei den Herstellerangaben und denen will man ja nicht vertrauen.
Also nur für ein schönes Beilspiel am Platt Papier.
Aber weil die Fläche der letzten Linse ganz wo anders ist, kann das Ergebnis auch nicht das richtige sein und bei kurzbrennweitigen Okularen muss auch ganz genau gemessen werden, weil sonst wird der Fehler fatal. Also mit dem Messband geht da leider nichts.
0,01 mm sollte man ablesen können, wenn man der Ausgangsfrage gerecht werden will.

Viele Grüße
Alois
 
Hallo Alois,
wenn also aber eine Vorrichtung vorhanden wäre, die das Okular aufnehmen kann, dieser dann auf ein Blatt Papier richtet und dementsprechend alles berücksichtigt was zu berücksichtigen wäre, könnte man dann doch wenn man im 0,01 mm-Bereich ablesen kann, die Brennweite doch bestimmen?
Dann baue ich eine derartige Vorrichtung.
Gruß,
 
Lieber WeltraumRob !

Deinen Eifer in Ehren.
Ja wenn du eine Okularaufnahme und eine entsprechende Messvorrichtung hast dann bist du schon gut ausgerüstet.
Aber hast du auch eine Einrichtung mit der du den Radius der letzten Linsenfläche messen kannst und damit ihre Scheitelhöhe zu dem verwendeten Durchmesser rechnen kannst.
Aber damit sind wir nimmer noch nicht am Ziel weil du kannst nirgends den Ort der letzten Hauptebene bestimmen . Ich vermute dass du noch nicht weißt was die Hauptebene ist, weil du darauf nicht reagiert hast. Die Hauptebene ist der Ort von der aus die tatsächliche Brennweite beginnt. Jedes System hat eine Bildseitige und eine Gegenstandseitige Hauptebene und zwischen denen ist ein toter Raum und der ist in der Skizze nicht dabei.
Diese Gerade Linie in der Skizze ist nicht die Gerade vom Durchmesser der letzten Fläche, sondern sie simuliert die zwei Hauptebenen und nur von dort beginnt die Brennweite die du brauchst.
Das was du messen kannst ist nur die Schnittweite und das berücksichtigt dieses Schema nicht.
Wenn du dir wirklich so viel Mühe geben willst dann bist du mit der Messung des Abbildungsmaßstabes wie ich am ( 25.03.2003 01:44 ) geschrieben habe, viel besser dran.
Wenn du mehr brauchst kann ich dir per E-Mail weiter helfen weil hier weiß ich nicht wie man eine Zeichnung hinein geben kann.

Viele Grüße
Alois

 
Hallo WeltraumRob !

Da bin ich noch einmal.
Habe mir noch einmal Gedanken zu Meixners Beispiel gemacht.
Es geht also doch !! Entschuldigung Meixner, dass ich dein Beispiel so misshandelt habe.
Ich habe einen Fehler gemacht und mich zu sehr damit beschäftigt wie ich die Brennweite auch noch kontrollmessen kann und habe den Durchmesser des Strahlenaustritts an der Augenlinse als Maß genommen. Das ist in diesen fall ja nicht nötig.

Hier brauchst du nur einen Kollimator mit einer verstellbaren Maske die nur zwei etwa 0.1 mm schmale Strahlen durch lässt und die müssen genau vermessen werden. Weil bei Okularen mit 4 mm Brennweite ist die Eintrittsöffnung sehr klein und da kann ein Durchmesserfehler große Wirkung haben.
Weil die rückwertige Verlängerung des Parallelstrahls bei der zweiten Hauptebene den gleichen Durchmesser hat, genügt eine davon. Also kann das Schema von Meixner doch so verwendet werden. Den Ort der Hauptebene zu wissen ist in dem Fall auch nicht nötig, weil den Winkel kann man ja auch ab der Strahlenkreuzung messen.
Deine Idee mit einen Platt Papier die Strahlenkreuzung zu suchen ist auch gut.
Messen würde ich in diesen Fall den großen geschlossenen Winkel, und dann denn anderen ausrechnen. Und das deshalb. Wen die zwei Eintrittstrahlen von der Achse nicht den gleichen Abstand haben dann sind die Austrittswinkel auch verschieden und man müsste beide messen und sie ausmitteln, währen der geschlossene Winkel sich nicht verändert.
Ich weiß jetzt noch nicht wie schmal dann der Austrittstrahl ist um die Winkel genau zu lesen.
Wenn er zu breit ist müsste man noch einen kleinen Kollimator als einen scharfen Zeiger machen.
Zu berücksichtigen wäre noch.
Wenn das Okular eine Verzeichnung hat dann geht diese in die Messung ein, weil wir arbeiten hier mit den Randstrahlen.
So jetzt wird es spannend. Gehen tun beide Beispiele.

Viel Vergnügen
Alois
 
Hallo,

wenn Du Zugang zu einer Optischen Bank hast (Schule, UNI, usw,) könntest Du über den Zusammenhang 1/f = dA/db´ ein Diagramm A über b´ anfertigen und aus der Steigung der Geraden die Brennweite ermitteln. Nebenbei sollte bei
A = -1 die Bildseitige Hauptebene herauskommen.

Gruß
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo


Kann leider kein Diagramm/Zeichnung reistellen bei interesse bitte melden.

 
Hallo Astrogemeinde,

es wurden hier ja schon einige Methoden vorgeschlagen, um die Brennweite eines Okulars zu bestimmen.
Alle diese Methoden sind aber sehr ungenau. Am einfachsten und am genauesten geht es mit der Bessel-Methode.
Dazu braucht man eine Lichtquelle(zb. beleuchtetes Dia) und einen Schirm in einem
bestimmten Abtsand D, der größer sein muß, als die vierfache Brennweite. Dann wird das Okular dazwischen plaziert.
Wenn man es hin und her bewegt (Auf der Achse zwischen Lichtquelle und Schirm),
so wird man zwei Positionen Finden, an denen ein scharfen Bild der Lichtquelle auf dem Schirm entsteht.
Nun mißt man den Abstand A dieser beiden Positionen.
Aus D un A kann man nun die Brennweite des Okulars,

mit der Formel f = (D^2 - A^2) / 4D bestimmen.

Ein paar Messungen mit unterschiedlichen Abstand helfen, den Messfehler zu veringern.

Hoffe es hilft, und viel Spass beim Messen
thwalt

PS: In der Formel war ein Fehler, jetzt stimmts!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas,
genau.
Die Besselmethode habe ich auch schon angewendet, um die Brennweite von Foto-Objektiven zu bestimmen. Nur, man braucht so ne Art optischer Bank, um die Fehler in der Distanzmessung zu minimieren, anderenfalls werden bei kurzen Brennweiten die Messunsicherheiten in f sehr groß, da ja nach der Fehlerfoprtpflanzung durch die 2ten Potenzen der Distanzen(D^2 - A^2) die Fehler mit doppelter Gewichtung eingehen.
Ansonsten ne schöne Methode. Näheres z.B. bei W.Walcher, Praktikum der Physik, Teubner, 1974(ja ich weiß, alt...aber ich hab halt in diesen Jahren studiert und nicht erst vor kurzem), Kap. 4.1.2.1, Seite 139pp.
Hab gerade mal im ollen F.Kohlrausch, Praktische Physik Bd I, Teubner, 20.Auflage, 1955, (alt, aber gut und immer noch aktuell) das Kapitel 5.123 Messung von Brennweiten geschmökert, für die Messung von kurzen f's 5.123 6 findet man wirklich nicht viel Dolles, nur 5.123 62 mit einem Mikroskop und Objektmikrometer...
Lange Brennweiten zu messen, scheint dagegen kein Problem.
 
Re: Doch komplizierter als gedacht...

Hi,

das Eigengesichtsfeld der Okulare spielt sicher eine große Rolle für deinen visuellen Eindruck, glaube hier liegt das eigentliche Problem. Darüber hab ich hier schon Threats gelesen must mal suchen.

Gruß
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo
 
Hallo WeltraumRob !

Noch etwas.
Als Kollimator kannst du auch einen Diaprojektor verwenden, den du auf unendlich fokusierst.
Du machst dir ein Dia mit einen schmalen Lichtspalt oder auch Kreuz als Testmarke.
Das projezierst du dir auf die Leinwand und Misst die Strecke zwischen der Mitte des Objektivs und der Leinwand. Dan kannst du dir mit der Formel ( a mal b = f^2 ) ausrechnen wie viel du das Objektiv hineindrehen musst dass es auf Unendlich fokusiert ist. Dabei ist a die Strecke von der Mitte des Objektivs bis zur Leinwand minus f Objektiv und b ist der Fokusierweg. Der Abzug f Objektiv ist notwendig weil die Formel gilt nur für die Strecken ab dem Brennpunkt.
Viel Spaß
Alois
 
Die Hauptebene braucht man zur Messung nicht. Die geht auch nicht in dir Formel ein. Man braucht nur den Durchmesser des Strahls und den Winkel messen. Die Darstellung bezieht sich auf eine Ideale Linse, und genau deren Parameter möchte man ja bestimmen.

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Oops, den zweiten Beitrag von Alois habe ich übersehen :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Lieber Meixner !

Genau das habe ich am Anfang nicht erkannt.
Jetzt wo ich alles durchschaut habe, halte ich diese Methode und die
andere mit dem Abbildungsmaß als die sicherste.
An der Pessel - Methode bin ich gerade am üben , aber da bekommt man bei verschieden Abständen unterschiedliche Brennweiten. Hier kann es schon sein, dass sie den toten Raum zwischen den Hauptebenen nicht erfasst.
Herzliche Grüße
Alois
 
Hallo alois,

das Bessel verfahren ist für dicke Linsen und Linsensysteme auf Grund des Abstandes der Hauptebenen nicht geeignet.
Greif am besten zum Abbe verfahren.

....I(A).......*..........Primitivdiagramm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
....I........*
....I....*
__I*__________(b´)
.*.I

Der Editor erlaubt nicht mal Lehrzeichen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
hab 15min. für das Diagramm gebraucht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Gruß
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo



 
Danke RoRo !
Ich hab auch schon brobiert Grafiken hinein zu geben und ist mir nicht gelungen.
Weder mit " Code" noch mit " Grafik "
Ich habe gestern noch Hauptebenen Konstruktionen gemacht
Da habe ich gesehen das die Hauptebenen auch für die verschiedenen Gegenstandsweiten mitwandern und bei der gleichseitigen Bikonvexlinse gehen sie sogar ganz zusammen, wenn der Gegenstand und das Bild in 2f bezw. in 2f´ sind. Bei einer Plankonvexlinse sind sie fast beisammen aber nicht mehr in der Mitte.
Also bei einer Bikonvexlinse ist der engste Abstand mit dem man nur noch ein scharfes Bild machen kann, tatsächlich 4 f.
Bei mehrfachlinsen Systemen ist das nicht mehr gut machbar und bei Okularen mit einer eingebauten Barlowlinse, kommt man gar nicht mehr zur ersten Bildebene hin.
Viele grüße
Alois
 
Also, hab deine Frage gar nicht mehr gesehen, aber jetzt die Antwort:
5.123 62 mit Mikroskop und Objektmikrometer:
An dem zugehörigen Mikroskop kann man die Brennweite eines Mikroskopobjektivs messen, indem man auf eine feine Teilung (Objektmikrometer) einstellt und die durch das Objektiv erzielte Vergrösserung mit dem Okularmikrometer bestimmt. Damit hat man ß'= y'/y. Um z' zur Verwendung in Gleichung 18 zu erhalten ( ß'=y'/y =-f/z = -z'/f, y = Objekt, z = der Abstand von y vom Objektbrennpunkt, Z' der Abstand von y' (Bild) vom Bildbrennpunkt ) braucht man die Lage des hinteren Brennpunktes des Objektives. Man bestimme diese, in dem man das Okular entfernt, in den Tubus ein Hilfsmikroskop einschiebt und auf den Ort des Bildes einstellt, den das zu untersuchende Objetiv von einem fernen Gegenstand erzeugt. Um die Lage des eingestellten Bildes im Tubus festzulegen stellt man durch Verschieben des Hilfsmikroskops auf eine feste Ebene ein und misst die Größe der Verschiebung. Man kann nun den Abstand z' des Brennpunktes von der Bildebene (Okularmikrometer) bestimmen.


Das gilt auch für die Bestimmung von Okularbrennweiten....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Randolf,

danke für die Info. Für Astrookulare ist das allerdings nicht praktikabel. Man könnte zwar recht einfach die Okularbrennweite mit einem Objektiv bekannter Maßstabszahl und einem Objektivmikrometer bestimmen, dazu müßte man aber die optische Tubuslänge einhalten, was mit Astrookularen so nicht möglich ist. Oder man baut sich ein spezielles "Mikroskop" mit 1,25" Steckanschluß. Dann stellt sich aber die Frage, ob der Aufwand lohnt.

Frank.
 
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