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#386041 - 22/04/2007 12:00
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: Benny]
Hallo
Also ich bin auch völlig der Meinung von Volker.
So ist es zb.schon auffällig das Prinzipiell der hinwies auf den 8“ Dobson kommt und zwar völlig egal was der Anfragende eigentlich machen möchte ( Foto / Webcam) oder ob er lieber ein Parallaktisch montiertes Teleskop möchte und die gebetsmühlenartige Aussage unter 8“ geht schon mal gar nichts.
Offensichtlich betrieben die alten Hasen hier im Forum ihr Hobby als Hochleistungssport ähnlich Leuten die sich ne 1000 W Anlage in ihren Golf bauen und jedem belächeln dessen halber Kofferraum nicht mit Lautsprechern vollgestopft ist. Ich betreibe mein Hobby aus reinem Spaß und Freude an der Astronomie, da ist bereits das betrachten des gestirten Himmels mit dem bloßen Auge ein Genuss.
Bereits ein kleines Scop oder ein Fernglas mit sagen wir mal 70mm Öffnung hat schließlich mindestens die 10 fache Öffnung und das 100 fache Lichtsammelvermögen gegenüber dem Auge.
Mir persönlich macht mein kleiner Parralaktisch montierter und Motorisierter 114/900 Vixen mit Sphärischem Spiegel mehr Spaß als mein 8“ Dobsen den ich nur sehr selten benutze.
Natürlich zeigt der mehr, dafür gefällt mir das geschubse nicht, der Einblick ist recht unbequem und das Ganze ist schon recht unhandlich und ich hab nach jeder Beobachtung damit Rückenschmerzen. Schade finde ich eigentlich das wenn man bereits mit 8“ einsteigt im Grunde kaum mehr eine Steigerung zumindest Öffnungsmäßig möglich ist.
Wenn das Gerät den Einsteiger dann nicht Überzeugt denke ich wird er schnell die Lust verlieren. Und man muss nun mal das Astronomische Sehen die Handhabung und die Justage lernen. Deshalb kann der erste Blick auch durch den 8 Zöller enttäuschend sein. Hat er ein kleineres Scop ist ihm von vornherein klar entsprächen weniger zu sehen und es besteht ja die Möglichkeit später mal was größeres zu kaufen, das macht Hoffnung und man hat dann bereits Erfahrung und kennt seine Favoriten am Himmel was einem die Wahl seines 8 Zöllers erleichtert. Grüße Gerd
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#386043 - 22/04/2007 12:16
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: Benny]
Zu Der_Flo: angefangen habe ich mit einem 8" SC von Meade, parallaktisch auf Gabelmontierung mit Polhöhenwiege. Kannte die Astronomie seit Kindesbeinen nur mit dem Fernglas. Internet gab es nicht, Fachzeitschriften waren mir nicht bekannt. - Ich wollte fotografieren, weil ich eben auch Fotograf bin. Die Schwierigkeiten waren mir nicht bekannt, doch bin ich bald darauf gestoßen: Einnorden des Teleskops (ohne GPS, gab`s nicht). Die Polhöhenwiege richtig einstellen, garnicht so einfach. Und das alles jedesmal, wenn ich beobachten oder fotografieren wollte. Das verschlang die halbe Nacht. Die Ergebnisse: mäßig. Als Fotograf wollte man halt mit den anderen mithalten.
Dann, viel später, vor 5 Jahren, kam die Sternwarte. Nach ca. 50 Aufmahmen (mehr waren es nicht geworden) habe ich die Astrofotografie dann aufgegeben. Zu viel Streß, zu wenig gute Bilder, den Aufwand mit CCD-Guiding wollte ich mir nicht antun. Nun steht das große Meade (12"SC), Nachfolger des 8" SC`s in der Sternwarte und dient der Beobachtung mit Gruppen, besonders Kindern und Jugendlichen.
Ich selbst beobachte (fast) nur noch mit den beiden Dobsons (8" f:6 und 12" f:5). Und in Zukunft noch in Gemeinschaft mit Bekannten aus unseren 4 Ortsteilen mit einem 24" f:4 Dobson.
Meine (neuen) Ergebnisse: ich kenne mich am gestirnten Himmel zwischenzeitlich viel besser aus, sehe Galaxien und Galaxiengruppen, die ich im SC noch nie gesehen habe (obwohl dieses Gerät perfekt justiert ist) und mir machen diese beiden Geräte unendlich viel Freude. (statt 3 Stunden lang mir durchs Fadenkreuzokular einen Leitstern anzuschauen und Knöpfchen zu drücken). Das überlasse ich anderen und freue mich an deren Fotografien, so wie sich Kunstgeschichtler auf der ganzen Welt an meinen Skulpturenaufnahmen erfreuen.
-Puh, war ein für mich langes Statement, aber Du wolltest es ja wissen.
Gruß Winfried
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Hallo Zusammen, somit also @All, es hat ja einige weitere Meinungen gegeben seit gestern. Zunächst mal Thema Astrofotografie und "Mindestkohle": Was hier salopp dargestellt wird, ist nicht richtig. (Und das ist lieb formuliert gegenüber einigem Blabla!) Wenn man Astrofotografie von Deepsky Objekten durch ein größeres Teleskop betreiben will, dann erfordert das allein für die Montierung einen gewissen Kostenaufwand, der mit 1000 Euro kaum durch Gebrauchtkauf abzudecken ist. Vorgeschlagen werden dann aber auch Alternativen, die Fotografie durch Kamera Piggyback mit Tele-Objektiv oder mit kleinen Teleskopen (Grenze fließend, Beispiel Russentonne) zu betreiben. Dies wird aber vom Einsteiger für gewöhnlich nicht angenommen, so dass man dann doch wieder bei teuren Varianten landet. Hier also wieder die Kopf-Wand-Schmerz-Einstellung, Beratungsresistenz, kann man nichts machen. Aber daraus einen allgemeinen Vorwurf an die Beratung zu machen ist gelogen. Deepsky und 8" bzw. Dobson in 8": Die Grundlage dieses häufig zu findenden "Beratungsziels" ist einfach Konsequenz. Normalerweise steigt der Teleskoppreis eher quadratisch zur Teleskopöffnung, was nicht nur am steigenden Preis der Optik liegt, sondern auch an den steigenden Anforderungen an die Montierung . Beim 8" Dobson kann man aber feststellen, dass gegenüber dem 114/900 eine fast doppelt so große Öffnung eben für etwas mehr als den doppelten Preis zu haben ist. Das ist beim Beobachtungsziel Deepsky ein gewaltiger Sprung! Hinzu kommt, dass einfach durch die natürlichen Gegebenheiten sehr viele Objekte "zufällig" zwischen 6" und 8" Öffnung innere Strukturen zeigen und somit wesentlich interessanter Beobachtbar werden. Das gilt besonders für Kugelsternhaufen und Planetarische Nebel und es gilt für die Himmelsbedingungen, die die meisten von uns überhaupt erreichen können. Natürlich wird ein Bewohner des Alpenvorlandes anders urteilen, da er eine Grenzgröße von 6,0 mag als "schlechten Tag" beurteilt. Dies alles zusammengefasst ist es konsequent, gleich zu 8" Öffnung zu raten, weil dies günstiger ist, als zunächst einen 114/900 zu kaufen und dann vielleicht einen 150/750 - beides zusammen war dann schon teurer als der Dobson. Selbst wenn man vom Hobby abspringt, ist der Wertverlust bei Gebrauchtverkauf in ähnlichem Rahmen. Sofort zum Dobson zu raten, der in Form des 200/1200 auch ein hervorragender Allrounder ist, ist also nur konsequent und keine Überbewertung. Stehen diesem Rat Budget-Grenzen entgegen, was vor allem bei Schülern oft vorkommt und allzu verständlich ist, dann muss man eben reduzieren auf 150mm oder 114mm Öffnung, es geht dann halt nicht anders. Es ist aber eine Frage des Alters. Hätte es zu meiner Schulzeit den 8-Zöller zu diesem Preis gegeben, ich hätte das Geld vom Zeitungsaustragen nicht für Musik rausgehauen sondern auf den Dobs gespart. Damals aber waren 8" Öffnung absolut unerreichbar, bis die Kohle beisammen gewesen wäre, hätte ich wohl 3 mal sitzenbleiben müssen, um noch Schüler zu sein. Der Rat zu 8" Öffnung ist wirklich begründet und nicht undifferenziert. Bei Deepsky-Interesse ist es auch ein Rat, der sich auf sehr lange Sicht auszahlt, 10 Jahre mit 8" f/6 Dobson? Warum nicht??? Vielmehr: Aber sicher! Auch 20, meinetwegen lebenslang! Und bei Interessenwechsel: 200/1200 sind nebenbei auch ein verdammt gutes Planetengerät, vielleicht mit etwas Tuning. Alles ist drin! Schrott und Abqualifizieren Das ist gern zu lesen und man fragt sich, ob es nur eine dumme Bemerkung ist, oder gar gepostet im Händlerinteresse! Es ist geradezu allgemeinwissen, dass jedes parallaktisch montierbare Teleskop auch irgendwo zusammen mit einer unterdimensionierten Montierung angeboten wird. Genauso gibt es Teleskope, die aufgrund von Konstruktionsfehlern weit hinter der beworbenen Leistung zurückbleiben, zum Beispiel wenn ein Newton mit zu kleinem Fangspiegel bestückt ist, und so nur z.B. 70% des Spiegeldurchmessers genutzt werden. Manche Teleskope sind von vornherein nicht anders als mit "Schrott" zu bewerten, das gilt für 8" f/4 in "Giveaway Quality", bei denen ein Kugelspiegel verwendet wurde. Bei einigen Newtons kann ein Kugelspiegel problemlos verwendet werden (114/900), aber beim 200/800 versagt er, weil die Abweichungen von der eigentlich benötigten Parabolform zu groß sind. Die Bildqualität bricht selbst bei niedrigen Vergrößerungen zusammen! Dazwischen gibt es eben auch genügend Abstufungen zwischen schwarz und weiß. Beim 150/1200 mit Kugelspiegel ist die Abweichung des Kugelspiegels vom Parabolspiegel ganz knapp davor, dass das System nicht mehr Beugungsbegrenzt ist. Das lässt keine Toleranz mehr für Fehler bei der Politur, die quasi immer vorkommen. Wird ein solches Gerät dann speziell für Planetenbeobachtung, also für hohe Vergrößerungen, gekauft, ist ein Hinweis angebracht, der das Gerät aber nicht zu Schrott abwertet. Ich kann nicht verhindern, dass manche das so lesen wollen. Liegt wohl daran, dass man auch hier bei uns bereits viel zu sehr an unkritische Jubelberichte gewöhnt ist. Jubelberichte Oder Lieder, die die Welt nicht braucht - aber das außerirdisch geniale Marketing braucht sie (ich sehe da die Saturn-Tante vor mir)! Es scheint zur Gewohnheit zu werden, dass sich bei jedem neuen Produkt einige Leute hergeben, entweder in Unwissenheit oder mit Absicht, einen Jubelbericht zu verfassen. Vielleicht nicht einmal böswillig, sondern nur, weil einfach in kritischen Punkten der Vergleich mit anderen, ggf. besseren Produkten fehlt. Ist ein solcher Bericht einfach nur Darstellung der Freude an den ersten Beobachtungen, so hat er seine Berechtigung, als Beobachtungsbericht und überhaupt, um den Spaß am Hobby zu vermitteln. Aber als Produktbewertung hat so ein Bericht keine Berechtigung. Trotzdem werden diese Berichte dazu benutzt, entweder indem der Autor selbst sie als solche hinstellt, oder indem ein Händler den Bericht im Rahmen seiner Produktbeschreibung verlinkt oder zitiert. Solche Berichte helfen aber nur dem Händler, nicht dem Kunden, der unter Umständen eine aus seiner Sicht falsche oder zumindest schlechte Produktauswahl trifft. Ich habe neulich erfahren müssen, dass der Zustand der Jubelberichte inzwischen offenbar so weit geht, dass ein Hersteller von High-End-Okularen mit meiner kritischen Auseinandersetzung mit den Hyperion-Okularen hausieren geht, um zu beweisen, dass diese geradezu "unkäuflich" seien. Dabei könnte mir durchaus der Hut hochgehen, weil das keineswegs die Aussage des Berichtes ist. Der Bericht dient lediglich dazu, die Leistung dieser Okulare einzuordnen. Natürlich von meinem Standpunkt bzw. auch dem meiner Mitbeobachter aus. Gegenüber einem "alles ist toll"-Bericht macht sich das Okular dann natürlich schlecht. Konsequenz daraus: Damit man auch in Zukunft weiterhin Informationen aus Erfahrungsberichten gewinnen kann, muss man konsequent gegen diese Jubel-Berichterstattung vorgehen. Das stört natürlich die "Spaßfraktion", die mit schönen Teleskopen bei schönem Wetter schöne Beobachtungen machen will, durch schöne Okulare und zu schönen Preisen. Kritik daran verdirbt nur den Spaß am Hobby! Da möchte man gar nicht feststellen, dass das schöne Okular für das schöne Geld eigentlich schlecht zum Teleskop passt, so dass für teures Geld ein schlechtes Bild ankommt. Vielleicht auch weil das Teleskop schlecht zum Beobachtungsziel passt und nebenbei auch schlecht gebaut wurde. Soweit also "mehr über alles". Wer in ein Forum einsteigt, in der Hoffnung nur Jubel und Zuspruch für jedweden Mist zu ernten, der kann sich eigentlich auch gleich bei Ikea in der Kinderecke unter bunten Bällen begraben lassen! Clear Skies Sven
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Hallo "Der_Flo" :-)
Dein letzter Beitrag hier im Thread hat mir gefallen, Danke.
Der Punkt ist doch auch, dass wie Du schreibst ein Anfänger ganz anders an die Angelegenheit herangeht und ein alter Hase kann zwar versuchen, ihm das "auf die Schnauze fallen" zu ersparen - aber in der Praxis wird das fast nie gelingen. Und das liegt weder daran, dass die Anfänger bockig oder die alten Hasen arrogant sind, sondern einfach daran, dass es der Auswahlprozess für würdige Amateur-Astronomen ist.
Übrigens, ein sehr schönes Buch zum Thema: "Fasziniert von den Sternen" - gibts bei Jokers.de gerade wieder mal zum Schnäppchenpreis. Ein tolles Buch für und über Amateure.
Gruß Adson
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Die Menschen, wenn sie dich um Rat fragen, sind gewöhnlich schon entschlossen zu tun, was ihnen gefällt. (v. Knigge)
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Hallo Sven Sicher wenn der Anfragende in erster Linie Nebel und Galaxien möchte ist der 8Zöller eine gute Wahl. Wobei man bei Nebel schon differenzieren muss ausgedehnte Objekte wie der Nordamerikanebel zb. sind sicher in einem kleinen kurtzbrennweitigen Refraktor mit Nebelfilter eindrucksvoller. Auch kleinere Teleskope haben ihren Himmel! Die meisten möchten erst mal alles Probieren einschließlich erster Versuche mit Fotografie. Da ist der 8“Dobson nicht das Allheilmittel, da wäre nun mal ein kleineres Parralaktisch montiertes Teleskop geeigneter. Man muss keine Dobson Monokultur Predigen! Für Planetenfotographie aber auch erste Deep Sky Versuche durch ein kleines kurtzbrennweitiges scop reicht ein GP Clone mit einfacher Motorisierung durchaus nur für den 8 Zöller natürlich nicht. Da müssen keine Semiprofessionellen Ansprüche gestellt werden. Ich halte es nicht für zwingend notwendig bereits am Anfang das Teleskop fürs Leben zu Kaufen. Deshalb ist die von dir angeführte Konsequenz nicht notwendig. Ein Aufstieg von einem kleineren Scop ist kein rausgeschmissennes Geld das werden wohl fast alle hier so gemacht haben. Zumal man das kleine später durchaus als Reiseteleskop, Leitrohr oder einfach schnellspechtelgerät weiternutzen kann. Es ist interessant und lehrreich verschiedene Teleskope kennenzulernen und zwar richtig im täglichen Gebrauch und nicht nur bei nem kurzen Blick auf nem Teleskoptreffen. Eine Parralaktische Montierung mag zwar erst mal für den Anfänger etwas schwieriger zu handhaben sein, das hat aber sein Gutes denn dadurch lernt er sehr anschaulich das Koordinatensystem und kann in Zukunft mit diesen Angaben was anfangen. Und um noch mal auf das Eingangsthema zurückzukommen der angedachte Bresser wäre sicher kein schlechter Einstieg gewesen, wer sich am Kugelspiegel stört (der alte Tal 2 hat ja auch einen) hätte ja den Skywatcher als Alternative vorschlagen können. Mann sollte halt akzeptieren wenn der Anfragende keine Dobsonmontierung möchte und dann eine vernünftige Parallaktische Kombination vorschlagen wobei 8 Zoll da nun mal einfach zu heftig ist. Wenn man auf die Wünsche des anderen nicht eingeht muss man sich nicht wundern wenn dann die beklagte Beratungsresistenz eintritt. Grüße Gerd
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Hallo zusammen, da kamen jetzt doch einige interessante Beiträge. Zunächst zu Deiner Frage Der_Flo: Ich habe vor über 20 Jahren mit einem aus heutiger Sicht Schrottgerät angefangen. Dem 114/1000 Cat Newton auf parallaktischer Montierung und Wackelstativ (und 24,5mm Okulare und Okularsonnefilter  ). Aber das lässt sich nicht mehr vergleichen. Damals gab es weder Internet noch erreichbare Astro-Händler (da keine Fachzeitschrift) oder gar Teleskop Treffen. Nur den örtlichen Optiker, der auch Teleskope in seinem Schaufenster hatte und ein Danubia Prospekt, dessen größtes Fernrohr der 130 Cat Newton war. Und schon der war für einen Schüler unerreichbar. Von einem C8 wagte ich gar nicht einmal zu träumen. Vielleicht bin ich dabei geblieben, weil ich das Glück hatte zusammen mit einem Klassenkameraden in das Hobby einzusteigen. @Gerd >Ich betreibe mein Hobby aus reinem Spaß und Freude an der >Astronomie, da ist bereits das betrachten des gestirten >Himmels mit dem bloßen Auge ein Genuss. Dito. Ich freue mich immer noch an jeder Sternschnuppe die ich sehe und bin wahrscheinlich wegen dem leichten Schauer der mir den Rücken runter fährt wenn ich einen dunklen Sternenhimmel sehe, noch immer diesem Hobby treu geblieben. Und zu Deinen letzten Beitrag 100% ACK. @Sven Bzgl. Astrofotografie und "Mindestkohle". Genau. Der Einstieg in die Astrofotografie sollte nun mal mit Piggyback, Teleobjektiv, Webcam und kleineren Scopes erfolgen. Auch dort lernt man die Tücken der Technik kennen bzw. sammelt Erfahrung. Auch Fokalfotografie mit einem 150/750er auf GP Clone dürfte machbar sein. Vielleicht nicht mit den perfekten Ergebnissen, aber mit Ergebnissen die man auch seinem Nachbarn präsentieren kann. Und wenn ich dann mehr will, dann weiß ich genau was ich will oder ich weiß, das ich eben nicht fotografieren will. Und langbrennweitige Fokalfotografie ist sicherlich kein Entscheidungskriterium für ein Einsteigerteleskop. In den letzten Thread hieß es aber immer nur "Fotografie, vergiß es" und das sollte so nicht stehen bleiben. Zum 8" Dob. Der Hinweis auf das Gerät ist sicherlich berechtigt und es ist auch ok, das Winfried ein konkretes Gerät, das er kennt als Empfehlung angibt. Genau das will ja ein Einsteiger wissen. Was ich dann nicht mehr gut finde ist, das wenn jemand aber doch lieber ein parallaktisches Gerät möchte, die Beratung schlagartig aufhört und nur noch das ausgesuchte Gerät madig gemacht wird, aber keine Alternativen aufgezeigt werden und die Leute dann als beratungsresistent hingestellt werden. >Der Rat zu 8" Öffnung ist wirklich begründet und nicht >undifferenziert. Bei Deepsky-Interesse ist es auch ein Rat, >der sich auf sehr lange Sicht auszahlt, 10 Jahre mit 8" f/6 >Dobson? Warum nicht??? Vielmehr: Aber sicher! Auch 20, >meinetwegen lebenslang! Und bei Interessenwechsel: 200/1200 >sind nebenbei auch ein verdammt gutes Planetengerät, >vielleicht mit etwas Tuning. Alles ist drin! Das ist so sicherlich richtig und wie gesagt ich halte es für einen guten Hinweis, aber es gehören auch Hinweise auf die Nachteile dazu (keine Nachführmöglichkeit, Versuche mit Astrofotografie nicht möglich, evtl. Größe des Scope). Und dann gehören für mich eben auch (konkrete) Alternativen dazu, die vielleicht optisch etwas zurückstehen, dafür aber diese Möglichkeiten bieten. Und dann ist der Einsteiger dran und kann sich, nachdem er in alle Richtungen gleich informiert worden ist entscheiden, wohin er tendiert! Zu "Schrott und Abqualifizieren". Sicherlich sind Hinweise auf Probleme, die bestimmte Bauweisen oder Geräte haben wichtig und berechtigt. Aber bitte nicht nur theoretisch, sondern eben auch praktisch. Um wieviel schlechter ist nun das Gerät, das an der Grenze der Beugungsbegrenzung liegt wirklich und ist das für einen "Einsteiger" eine starke Einschränkung (bzw. merkt er das überhaupt) und ab wann wird es tatsächlich zum Problem. Dazu eine kleine Anekdote. Als ich stolz mein C8 hatte habe ich es meinen Eltern vorgeführt und hatte einen gigantischen Blick auf den Orionnebel eingestellt. Kommentar meiner Mutter: "Und für das hast Du soviel Geld ausgegeben? Die Sterne sind ja immer noch nicht größer zu sehen.". Den Nebel hat Sie gar nicht wahrgenommen.  Zu "Jubelberichte" Nein, ich möchte keine Jubelberichte, wie toll alles ist, aber man kann aus vielen Meinungen einen Trend ableiten. Deshalb verfolge ich auch regelmäßig die Bresser Messier Berichte, weil ich eben herausfinden möchte, wie gut das Teil (vor allem die Mon-1 bzw. Mon-2) tatsächlich ist, bzw. welche Alternativen es gibt, da ich was bestimmtes vorhabe. Und der Trend der sich für mich beim Bresser Messier abzeichnet ist einfach der, dass die Leute die das Gerät haben, viel Spaß damit haben. Abschließend noch meine Gesamtmeinung zu dem Thema: Das universelle Einsteigerteleskop mit Spaßgarantie für alle Fälle wird es nicht geben. Aber es wäre schön, wenn man den Einsteiger neutral in alle Richtungen beraten würde und nicht in eine bestimmte Schiene drängt. CS, Volker
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Sven, vielleicht sollten wir diesen Deinen letzten Artikel als "Vorspann" in alle Threads stellen. Das würde manchem schon helfen. Ansonsten habe ich dem nichts mehr hinzuzufügen. Nur noch kurz zu Astro-Rider: da ich 2x sitzengeblieben bin und also mehr Zeitungen austragen konnte als Sven wurde es bei mir halt schon ein Meade 8" SC..... Es war aber schon nicht mehr zu Schulzeiten, ich habe da schon verdient. Ansonsten wäre es etwas ähnliches wie bei Dir gewesen.
Habt Freude an unserem Hobby,
Gruß Winfried
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Hallo
Mal noch was zum Thema Foto und Mindestkohle. Ich habe als ich meine erste Digicam hatte die auch mal kurzerhand ans' Teleskop gebastelt. Und zwar hinter ein 25mm Ts WA. Das Teleskop ist ein 114/900 Newton welcher auf einer damit eigentlich schon überforderten Astro 1 mit Ra Motor montiert war.
Trotzdem habe ich damit das unglaubliche gewagt nämlich zu Fotografieren.
Hätte ich dieses Vorhaben hier angekündigt hätten wahrscheinlich regelrechte Beschimpfungen von den Experten hier zu hören bekommen, wie man nur so blöd sein kann soetwas zu versuchen.
Das Resultat könnt Ihr im Anhang sehen.
Es ist M 57 durch besagte Kombination mit einer Canon A40 5* 15 s bei ISO 400 belichtet und mit Giotto Summiert.
Den Profisfotografen hier mag das ja nur ein mitleidiges Lächeln entlocken, mir hat es damals aber sehr viel Spaß gemacht und ich war froh und Stolz darauf mit diesem Aufbau überhaupt etwas abzulichten. Und aus reinen Spaß und keinem Leistungsfanatismus betreibe ich dieses Hobby. Ich habe so Wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Grüße Gerd
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Hallo Gerd, das "übliche" wäre ja nun, zu sagen, "geht doch". Aber was soll`s denn. Keiner schreibt, so etwas ginge nicht, Fakt ist nur, viele Einsteiger erwarten doch, daß ihre Fotos so aussehen wie in den Werbebroschüren. Daran orientieren sie sich. Und sind anschließend enttäuscht. Es macht auch einen Unterschied, ob ich eine Web-Cam ans Teleskop hänge, das geht ja sogar am Dobson, oder ob ich mit der DSLR mit 12 Millionen Pixel 2 Stunden belichte. Das geht nun mal mit diesen Geräten der Einsteigerklasse auf keinen Fall. Und ganau das wollen die meisten ja machen und glauben, es ginge. Ich hab mir das Astrofotografieren seit langer Zeit abgewöhnt, da ich mir das nicht antue, 2 Stunden oder die ganze Nacht über nur einen Leitstern anzuschauen. Da gibt`s in den Weiten des Alls besseres...
Gruß Winfried
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#386052 - 23/04/2007 12:52
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: Der_FLo]
Hi Flo, Zitat:
für Händler-Bezogene Diskussionen gibt es hier auch ein Extra Forum.
So ist, und wenn man interessenlastige Themen immer schön sauber dorthin verfrachten könnte, würde mans auch tun.
Zitat:
Wie AstroRider schon mitbekommen hat: am Ende zählt nicht das was man sieht sondern wie man darüber denkt! Und das wird sehr häufig vergessen. Nen Anfänger geht selbst bei schlechtem Seeing raus und erfreut sich der Sterne .. warum? Weil er hofft doch was sehen zu können. Amateure schalten da meist gleich ab. Weil denen wärs viel zu anstrengend ihre 8-12" rauszutragen und zu montieren um dann nix zu sehen
Klar, am Anfang, wenn das Fieber noch jung und heiss ist muss quasi jede Wolkenlücke herhalten um zu Kucken, später, wenn sich Aufwand und Nutzen relativieren, sieht mans schon anders, ganz von den 'Nebenkriegsschauplätzen' wie Familie, Arbeit und sonstige Aktivitäten abgesehen, die sich mit der astronomischen Beobachtung schneiden können und werden.
Trotz allen Anspruchs, den man sicherlich mit der Zeit und Erfahrung entwickelt, wenn mich ein Einsteiger fragt zu was ich raten würde, dann sage ich ihm wozu ich raten würde, nicht mehr und nicht weniger. Das heisst aber nicht, daß meine Erfahrung nicht auch von fehltritten begleitet waren.  Persönlich habe ich mit einem etwa 10 jahre alten 114/900 auf der typischen paral. Wackelmontierung und 1" Okularen minderer Qualität ( ) angefangen und suchte mein Heil in einem dieser voll tuffigen elektronischen Goto-Büchsen... um es nach etwas weniger wie einem Jahr wieder zu verkaufen und letztlich doch einen Dobson anzuschaffen, obwohl ich diese Geräte zu Anfangs auch schief als freakige Teile angeschielt hatte. Heute käme für mich für den Feldeinsatz nichts mehr anderes in Frage, aber auch erst, nachdem ich mal live gesehen habe, wie man damit umgeht und worauf es (für mich) ankommt.
Trotz allem hin und her und schließlich wird die Frage nach dem richtigen Teleskop ja wirklich oft gestellt, mit recht beengtem Budget und fotografieren möchte man ja auch noch ist spätestens hier jedem Leser völlig klar, man muss hier mit der Kompromiss-Zange ran gehen und wenn man das tut, dann am besten so, daß der Weg in die zukunft nicht verbaut wird mit einem kontraproduktiven, unsinnigen Produktmix, der nur zum erlöschen des Interesses führt.
Über eines können und dürfen wir uns aber schon einig sein, wir alle hier haben ein Interesse daran, daß ein "Neugierling" auch beim Hobby bleibt, denn je mehr 'wir' Astro's sind, desto mehr können wir bewegen in jedwede Richtung. Eine Beratung zu einem Gerät mit einem Minimum an praktischer Tauglichkeit ist EIN Weg dorthin. Das ersetzt weder Kaufentscheidung, die nötige Motivation sich mit der Materie tiefer auseinanderzusetzen oder den Willen, die gekaufte Ausrüstung auch zu benutzen.
Nun ist es ja nicht so, daß man das nicht alles schon wüsste, wenn man hier so mitliest, aber irgendwie ist es bei jedem dieser Threads immer nur eine Frage der Zeit, bis sich die Gemüter genau in diese Grundsätzlichkeiten verstricken. Da fragt man sich, wieso das immer live, bei der Beratung passieren muss und dem Fragesteller zunächst mal nücht aber auch gar nücht bringt.
Wie ich schon öfter sagte, Meinung und Erfahrung sollte man nicht diskutieren, wenn das Ziel einer Diskussion ein anderes ist.
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CN&CS
Toni
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#386053 - 23/04/2007 14:35
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: raziel28]
Hallo Leute,
also so langsam laufen einige von Euch ja richtiggehend heiß. Kommt davon, wenn man im Leerlauf zu hoch dreht und schon kocht, wenn man endlich einen Grund sieht loszufahren.
Zunächst Mal sollte man sich Gedanken machen, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist und man nicht mehr wie ich auch mit ner 60er Linse anfangen muss. Ich kann nichts dafür und habe nicht in den Aufsichtsräten von Firmen gesessen die mit ihrer Qualitäts- und Preispolitik "Otto Normal" gar nicht bedienen wollten, nun tun das eben Andere.
Jeder Anfänger in diesem Hobby sucht eigentlich einen Allrounder, auch wenn er erst Mal die naheliegendsten, weil bekannten Ziele erwähnt. Selbst wenn er sich auf Planeten festlegt, sollten andere Ziele Erwänung finden, gehört zur Beratung. Naheliegend auch, dass er Fotografie niemals ganz ausschließen wird.
Also wird fast immer der fotovisuelle Allrounder gesucht und selten sind mehr als 500 € in der Tasche. Das ist das eigentliche Problem und nichts anderes.
Während wir um 3-4" Öffnung mit einer leichten Monti klarkommen (auch finanziell) und schon vom Fotoallrounder sprechen können der zum Anfang mit aufgesattelter Knipse, dann mit Tele und schließlich durch das nicht allzu langbrennweitige Rohr voll ausreicht und Spass macht, kommen wir rein visuell damit nicht allzu weit.
Der visuelle Allrounder (den wir "Alten" alle nicht hatten)wäre frühestens mit 6" F/6 erreicht denn das Budget reicht für 5" APO nicht ganz. Dieses Rohr kann also nur ein Spiegel sein und den bietet der Markt nicht oder nur in teuren Varianten. Erst diese Zwangslage führt dann zum 8" F/6 Dobson weil ein 8-Zöller parallaktisch auch zu teuer und für Beginner kaum zu beherrschen ist.
Nun haben wir also den Fotoallrounder und den visuellen Allrounder und irgenwie will das verflixt nicht zusammen passen, denn als fotovisueller Allrounder mit 6-8" Öffnung, stabiler Monti auch für das Zubehör sprengt man fast jedes Budget. Alles dazwischen ist nicht Fisch und nicht Fleisch, trotzdem teuer genug.
Was eigentlich fehlt, ist die knallharte Aussage, dass man sich entscheiden muss. Will ich mit bescheidenen Mitteln bescheidene (bitte...das ist so) Fotos und Beobachtungen machen oder will ich mit bescheidenen Mitteln gute visuelle Beobachtungen machen bei denen ich zumindest den hellsten Objekten aller visuell dem Hobbyastronomen zugenglichen Klassen Strukturen sehe, die mich ihre Natur erkennen lassen. Das ist meine Definition eines visuellen Allrounders und der hat noch niemand widersprochen, ebenso wie der Tatsache, dass die Möglichkeit dazu bei 6" Öffnung beginnt. Das bedeutet nicht, dass der Himmel erst bei 8" Öffnung aufgeht, ich schätze meinen 4" Richfielder sehr, das ist aber ein Spezialist und von dieser Sorte gibt es Große wie Kleine in mittlerweile kaum überschaubarer Fülle, in jeder denkbaren Qualität, Montierungsart und Preisklasse, genau wie die 6-12" Allrounder auch.
CS Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#386054 - 23/04/2007 14:37
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Berberich]
Hallo Winfried Zitat:
Keiner schreibt, so etwas ginge nicht
Na das hab ich hier aber schon anders gelesen.
Möchte noch mal betonen das war ein Astro 1 wackeldackel + Ra Motor für 69€ und keine Astro 3 oder gar Astro 5. Auch ich würde die nie als Fotoausrüstung empfehlen aber prinzipiell geht’s halt auch damit wenn es sein muss.
Weshalb ich die von Sven veranschlagten 1000€ als Minimum für zu hoch halte. Ein GP Clone wie zb. die Mon 2 für 250€ + die Optionale Motorisierung für 120€ also gesamt 370€ sollten erste Versuche mit einem dafür passenden Scope durchaus möglich machen. Natürlich bei entsprechend heruntergeschraubten Ansprüchen. Das muss man dann auch deutlich dazusagen am besten mit einem Beispielfoto damit keine überzogenen Erwartungen geweckt werden. Du hast schon recht die Marketingstrategen die selbst bei der Letzten Tschibolinse die tollsten Hubbelaufnahmen auf den Karton Drucken wecken leider völlig überzogene Vorstellungen. Das die von dir angesprochene Königsklasse mit 12 MP langer Brennweite und 2h Belichtung eine Top Ausrüstung weit jenseits der 1000€ Marke erfordert ist natürlich völlig Klar. Grüße Gerd
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#386056 - 23/04/2007 15:19
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: binoviewer]
Hallo Günther, hallo Tom! wenn die Welt nur so einfach wäre!  Ich sehe es so: Der Low Budget Bereich ist leicht abzudecken: Tchibo-Klasse! Der 500€ Budget Bereich ist mit den von Euch angegebenen Geräten auch leicht abzudecken. Die großen Beratungsprobleme sehe ich (und da entzünden sich doch die meisten Streitereien hier) wenn das Budget bei ca. 250 Euro liegt und man halt das Teleskop jetzt will und nicht erst in ein bis zwei Jahren! Was schlagt ihr dafür vor? Der einzige brauchbare Vorschlag (den ich gelesen habe) kommt meines Erachtens bisher von Armin mit dem SW 130/650 auf EQ3. CS Volker @Günther: manchmal ist man halt ein Schnellkochtopf! Da pfeift´s halt, wenn´s lang genug kocht. 
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#386057 - 23/04/2007 15:33
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: binoviewer]
Hallo Tom, sieht man Dein Statement als Schlußstrich an (sollte ja mal irgendwann auch zu Ende gehen), dann kann man durchaus mit diesen Geräten leben. Mit dem ersteren so und so. Ich denke halt, darunter läuft einfach nichts. Diese Diskussion könnte ewig fortgesetzt werden, vielleicht sollten wir auf dem ITV mal eine Gesprächsrunde dazu einrichten.
Gruß Winfried
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#386059 - 23/04/2007 16:09
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: binoviewer]
Siehst Du Tom! Das sind die Aussagen, die ich hier vermisse. Jetzt hat ein Einsteiger auf einen Schlag 5 brauchbare Geräte zur Auswahl statt einem. Und es kann keiner behaupten man kann damit keinen Spaß haben.
Und wenn nun noch bei gezielten Fragen zu einem Gerät auch gezielte Antworten kommen, die ein Einsteiger versteht, dann ist das ganze Problem behoben.
Als Beispiel Messier und Kugelspiegel: Statt Beugungstheorien zu zitieren wäre es doch sinnvoller zu schreiben, das aufgrund des Kugelspiegels Planeten ab einer Vergrößerung von x-fach an Kontrast verlieren. Oder zur Mon-2 (rein fiktiv): Beim Klemmen der Deklinationsachse verrutscht das Rohr um 5°. Schlecht zum Positionieren! Das ist doch besser als lapidar zu sagen "Ist ein GP-Clone, taugt nichts!".
Und genau solche Antworten wollen die Leute lesen, die gezielt fragen zu einem Gerät stellen. Ist zumindest meine Meinung.
Aber wie schon gesagt wurde, wir möchten doch alle das eine, das ein Neuling Spaß an dem tollen Hobby findet, das uns alle verbindet.
CS Volker
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#386060 - 23/04/2007 18:11
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: AstroRider]
Hallo Volker, willst Du etwa andeuten, dass es auch bei mir ein wenig pfeift...  Tja nun, Armins Vorschlag ist so ein "nicht Fisch und nicht Fleisch" Gerät, aber wenn es das Budget vorgibt, warum nicht. Es geht sogar noch drunter aber wie weit sind Kompromisse letztlich den Einsteiger hilfreich und die Konsequenzen wirklich bewusst? Ich bin z.B. kein Freund von Einsteigerempfehlungen in Richtung F/5. Möglich, dass ich durch eigene Erfahrungen mit einem 114/1000 kath. Newton und dem Ersatz durch 114/450 (F/4) völlig verdorben bin, aber die Justier- und Okularproblematik ist nun Mal da und den F/4 lernte ich erst mit zunehmender Erfahrung richtig schätzen. Einen 114/900 auf EQ 2 oder so hatte ich auch. Naja, stabil ist was anderes und häufiger Gebrauch mit einhergehender Abnutzung gab der Monti den Rest. Überhaupt sehe ich heute mit einem Fernglas Objekte die mir vor Jahren mit einen 114er durch die Lappen gingen. Das ist auch eine Einsteigerproblematik die wir alle kennen und kann zu Enttäuschungen führen die ich gerne vermeiden würde. All diese Erfahrungen verleiten mich eher dazu, einen 6" F/6 Einsteiger-Dobson wo immer es geht bei Händlern "anzumahnen" als Einsteigern zu sagen, sie sollen so anfangen wie ich es musste. Letztlich habe ich mich von parallaktischen Montis ganz verabschiedet und man wird wenige bis gar keine Äußerungen von mir in reinen "Fotothreads" finden, weil ich davon keine Ahnung habe. Obwohl....hab ich schon gesagt, dass Planetenfotografie mit Digi-Knipse am Dobson wunderbar geht? Sogar ich hab das schon geschafft.  Wenn es nach mir ginge, würden wir alle Eonsteiger den Händlern so lange mit der Frage nach einem 6" F/6 Einsteigerdobson auf den Hals hetzen, bis Bewegung in die Sache kommt.  Damit wäre der Allroundeinstig visuell zu machen, Strichspur und Planetenfotos inklusive. So ein Teil wäre auch noch gut auf einer erschwinglichen Monti aufgehoben, zumindest für erste Versuche. Warum Fotografie mit Langzeitbelichtung von Anfang an ein MUSS ist habe ich noch nicht wirklich verstanden, daher halte ich mich da normaler Weise raus obwohl ich die erforderlichen Kompromisse bei knapper Kasse für bedenklich halte. CS Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#386061 - 23/04/2007 19:42
Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!
[Re: MootzGMS]
Hi, ich denke wir haben es hier insgesamt mit den klassichen Themen zu tun.
Es gibt das Fernrohr nicht, auch nicht das Einsteigergerät. Viele fordern viel, haben aber Grenzen die das Budget vorgibt - und das paßt nicht zu sammen.
Hinzu kommt, so erlebe ich es immer wieder, dass das Zubehör zu kurz kommt, obwohl grade Okulare mindestens so wichtig wie das Scope sind.
Und, und genau das ist von hier aus nie wirklich zu lösen, was hat der Fragende für eine Erwartung ans Seherlebnis und womit kommt vom Handling her klar.
Und, jedes Teleskop ist letztlich ein Kompromiß. Zumindest auf die ein oder andere Weise.
Wenn man diese Dinge abwägt, wird man permanent auf Gegensätze stoßen und eben dies machts schwer. Weil die jeweilige Entscheidung m.E. letztlich nur der Suchende für sich treffen kann. Aber der kann dies nur, wenn er eine vernünftige Basis dazu bekommt/sich aneignet. Wer einen Dob ablehnt, weil er augenscheinlich komisch aussieht,......
Wir können hier von Erfahrungen reden bis der Arzt kommt und aus der Summe berichten und Rückschlüsse ziehen bzw. Empfehlungen aussprechen. Aber das sind eben immer die subjektiven Eindrücke. Die mögen zwar mit größerer Erfahrung immer detailiierter werden und damit vllt. immer öfter als Empfehlung passen, aber sicher wird es Ausnahmen geben. Schon weil man nie 100Prozent sicher sein kann, alle individuellen Einschätzungen des Fragenden wirklich zu erkennen.
Ich kann es daher auch an der Stelle nur wiederholen: Geht mit anderen raus und macht eigene Erfahrungen mit verschiedenem Gerät. Baut einen eigenen Erfahrungsschatz auf. Dann berücksichtigt ihr nämlich auch automatisch Eure persönliche Bewertung von Dingen wie Anblick, Transport, Handling etc. Benny hat es im Grunde weiter vorher ja aus seiner Sicht geschildert.
Ich meine auch das es nicht grundsätzlich 8" sein müssen, allerdings wird die Empfehlung aus der Summe der Erfahrungen am Ende eher passen als kleinere Alternativen, noch dazu wo 8" als Dob vom Preis her inzwischen wirklich sehr attraktiv geworden sind. Auf die Frage nach dem Warum bin ich inzwischen davon überzeugt, das es in hohem Maße die Seherwartungshaltung ist, die hier den Ausschlag gibt und für mehr Öffnung spricht. Zumindest aus der Erfahrung heraus scheinen mir einfach viel weniger Leute - insbesondere in der Anfangszeit - wirklich "harte" Beobachter zu sein, als das es "Genußspechtler" gibt. Und auch das ist ein Aspekt, der m.E. bei der Beratung einfließt und pro Öffnung argumentieren läßt.
CS
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Hallo Gerd,
der Punkt ist einfach, es wäre vermessen zu sagen: "Ja, kauf Dir diese Kombination nur zu dem Zweck Astrofotografie."
Wenn der Kram daheim vorhanden ist, bitte ausprobieren, gern, aber genau das ist ja nie das Thema, nach solchen Probier-Sessions könnte man sich nämlich einiges an Erklärungen sparen, weil dann die Grundproblematiken der Astrofotografie knallhart sichtbar werden.
Zum Thema "Signatur": Sehr tiefschürfende Befassung Deinerseits. Du hast Dir ja richtig Gedanken gemacht. Bewundernswert.
Clear Skies Sven
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Hallo Sven,
ich glaube Du siehst das Thema "Astrofotografie" viel zu verkniffen. Ich glaube nicht, daß das spannende für Anfänger die "perfekte" Astrofotografie ist sondern daß der Wunsch dahintersteht, etwas eigenes zu schaffen. Das beste Beispiel hat doch Gerd geliefert, der sich darüber freut, mit bescheidenen Mitteln M57 zu fotografieren. Ich glaube auch nicht, daß jeder Anfänger, der erstmal froh ist, Saturn zu finden und ihn im Okular zu halten, so vermessen ist zu glauben davon gleich "Superfotos" zu machen. Anfänger orientieren sich eher an dem was nicht zu übersehen ist und was relativ problemlos zu Erfolgserlebnissen führt: fotografieren des Mondes. Aber ich glaube, da können uns die hier mitlesenden Youngster bestimmt auf die Sprünge helfen. Es wäre sicher auch spannend zu erfahren, wie die Astrofotografie-Profies mal angefangen haben. Ansonsten finde ich, daß es in diesem Thread einige hervorragende Beiträge gegeben hat. CS Santos
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#386064 - 24/04/2007 00:04
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Santos]
Hallo zusammen, da Santos gerade unsere Youngster erwähnt. Habt Ihr die Kommentare zu unserem Thread im Jugendboard gelesen? Nein? --- Zitat Anfang Hab mir das mit den N-150 mal durchgelesen..das war ja mal wieder typisch..alle kloppen sich tot und auf die fragen wird nicht eingegangen. Immer wieder wird zu einem 8" Dobson geraten egal was der Fragensteller möchte. Das geht mir echt aufn Zünder..immer diese Gerücht unter 8" sieht man nix. Immer werden kleine Geräte schlecht geredet,schade,schade..aber naja jedem das seine --- Zitat Ende Wie Armin schreibt, wir können (und tun es ja auch) hier viel philosophieren über die Vor-/Nachteile der Geräte über das ideale Budget, über die idealen (f/6) Geräte die dummerweise kein Hersteller produzieren mag,... Aber das bringt dem Fragesteller doch nicht wirklich was, oder? Was ich bei diesen Einsteigerthreads vermisse sind eben die Leute, die die Fragen beantworten können, weil sie genau so ein Gerät haben und idealerweise auch damit beobachten. Konkret die Ausgangsfrage dieses Threads: Ist die Mon-2 stabil genug, damit man mit dem 150er ordentlich beobachten kann. Und um diese Frage zu beantworten braucht es eben keine Theorie, sondern die praktische Erfahrung von Leuten, die mit genau dieser Kombination beobachten. Und warum wird diese Frage nich beantwortet? Mir fallen nur zwei Gründe ein, entweder ist das Gerät so schlecht, das es keiner kauft (dann hätte es Meade aber bestimmt schon eingestampft) oder diejenigen die eins besitzen trauen sich gar nicht mehr zu sagen, ob es stabil ist oder nicht, weil sich ja die Experten einig sind, dass das ganze Gerät nichts sein kann, obwohl sie noch nicht einmal durchgeschaut haben. Und ich möchte Armins Gedanken für die jungen oder alten Hasen etwas ummünzen. Nehmt die Leute mit raus, zeigt Ihnen, was man mit verschiedenen Geräten wirklich sehen kann, zeigt es Ihnen auch hier im Forum (wo sind die Bilder derjenigen, die gerade angefangen haben zu knipsen, wo die Erfahrungsberichte eben auch mit den kleinen Geräten) und versucht den Leuten anschaulich die Probleme der einzelnen Geräte zu erklären, damit sie schließlich selbst entscheiden können, welchen Kompromis sie eingehen werden. Denn diese Entscheidung soll und kann nur der treffen, der das Gerät dann auch kauft. Ich denke damit können wir den Erwartunghaltungen deutlich besser entgegen treten. In diesem Sinne: Clear skies Volker P.S. @Günther: Nein ich dachte eher umgekehrt, das Du mich meinst, denn ich pfeife gerade aus dem letzen Loch. 
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Hallo Volker,
Tungsten74 (Rüdiger) hat sich am 10.04. als Besitzer eines N150 "geoutet" und seinen Kommentar zu dem Gerät und der bis dahin abgelaufenen Diskussion abgegeben.
Clear skies Santos
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#386066 - 24/04/2007 00:26
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Santos]
RÜÜCHTÜÜÜCH kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben. Nur leider gottes wird genau dieser Fakt immer von den Boardphilosophen überlesen. Hab im Anhang mal ein Bild von mir. Celestron C6N auf der ADM. Canon EOS 400d 55mm Obj. einfach ans 20mm Okular gehalten - Seeing aus der Schüssel - Iso 800 - 1/125 Und ich freu mich drüber. Egal ob der Mond halt aussieht wien Ei - aber man wächst dadurch einfach.. dann kommt vielleicht nen richtiger Adapter... evtl mal ne Nachführung oder bla.. ist doch egal aber ich weiss das ich ganz sicher keine Bilder machne kann wie mit ner 5000 EUR ausrüstung. Und es ist sehr wichtig dass das endlich die alten Hasen einsehen dass das die Einsteiger wissen!! Genauso wenig brauch mich jetzt auch keiner anzupöbeln von wegen sowas hät ich auch mit dem Dobson machen können. Und genauso werden die alten hasen auch bei dem irgendwann hergestellten F/6 Gerät nachteile finden. Dann ist es eben nichtmehr SOOOO optimiert für Planeten und auch nicht mehr SOOO optimiert für Deepsky. Ich für meinen Teil kann das Celestron C6N empfehlen. Von Anfänger zu Anfänger. Preislich vielleicht etwas höhere Klasse (für Anfänger), die Montierung steht (für mich) Stabil - auch wenn sie eben aus China kommt (merkt man halt wenn iregdnwelche Kappen mal eben inner Nacht abfallen obwohl man sie nur leicht berührt hat - UNWICHTIG! findet man wieder) und das Teleskop macht - für meine Verhältnisse einen guten Eindruck. Und das sogar mit einem stink normalen billigen Okular. Sicher hat man am Rand leichte verzehrungen ABER ich bin Anfänger und da kann ich drüber wegsehen. Transportproblem? Mythen von wegen "Die Treppe runter und nicht weiter"? Ich bin selbst n Hämpfling und schlepp das Stativ links, das Teleskop rechts und die Montierung im ADAC-Rucksack aufm Rücken 500 m weit (zu Fuss halt^^). Bei nem Dobson hast du es schon schwieriger. Da haste deine 20 Kilo nur in 2 teilen und klobiger. Ich würd mir in Popo beissen wenn ich das gemacht hät weil dann würd es echt nur zuhause stehen. So lauf ich in nahgelegenen Park oder hinter ne dunkle Häuserwand und gucke in die Sterne. Einzigstes Manko was mich bisher stört: der Sucher.. bzw. die Sucher- Montierung ... 2 richtige schrauben und ein "Federstift". Damit lässt sich der Sucher nicht wirklich stabil justieren. Davor hat aber niemand einen gewarnt. So. Basta  ich bin zufrieden mit und fertsch.
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511341-mond_2.JPG (140 Downloads)
Bearbeitet von Der_FLo (24/04/2007 00:47)
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#386067 - 24/04/2007 00:32
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Santos]
Richtig, dann haben die wenigstens ein Gerät verkauft.  Und genau solche Postings finde ich wichtig. Denn da hat jemand geschrieben, was er live erlebt hat. Leider ist das dann aber im großen Getümmel untergegangen. Um mich nicht falsch verstanden zu wissen. Den Hinweis auf den 8"er oder mögliche Probleme finde ich genauso wichtig. Aber wenn es dann ans "weichspülen" geht, dann ist es eben nicht mehr ok. Volker
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#386068 - 24/04/2007 00:47
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Der_FLo]
>kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird >Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für >Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich >loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben. Leider nicht ganz RÜÜCHTÜÜÜCH den Gegenbeweis gibt´s im Deepsky Board. "Habe ein Messier 130.Wie kann ich solche  Bilder machen?" (Wenn ihr es nicht selbst findet, dann kann ich es gerne nochmal raussuchen!) Deshalb fehlen mir ja auch mehr Bilder der Einsteiger oder zumindest Threads die versuchen das zu beschreiben, was man wirklich mit kleinen Geräten sehen kann. Gruß Volker
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Zitat:
>kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird >Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für >Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich >loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben.
Leider nicht ganz RÜÜCHTÜÜÜCH
den Gegenbeweis gibt´s im Deepsky Board. "Habe ein Messier 130.Wie kann ich solche Bilder machen?"
(Wenn ihr es nicht selbst findet, dann kann ich es gerne nochmal raussuchen!)
Deshalb fehlen mir ja auch mehr Bilder der Einsteiger oder zumindest Threads die versuchen das zu beschreiben, was man wirklich mit kleinen Geräten sehen kann.
Gruß Volker
ok ausnahmen gibts immer.. aber wer das board länger als ne Woche studiert dem sollte das schon klar sein. Grummel. Muss mir auch immer einer in Rücken fallen anderseits hat er auch sofort einsicht gezeigt das er sich doch lieber erstmal am Mond vergreifen sollte 
ich glaub besser wärs für Anfänger im jugendboard zu schreiben *feix* weil soweit ich es gelesen habe... fühlt sich jonas bei der einseitigen beratung dort (neues mitglied) besser aufgehoben (mehr fakten zum teleskop selbst) als hier.
Bearbeitet von Der_FLo (24/04/2007 01:01)
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#386070 - 24/04/2007 01:05
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Der_FLo]
Hallo Volker, jedes Teleskop hat seinen Himmel, auch der 8"er-Dobson  . Aber ich fürchte, auf nahezu akademischer Ebene laufende Abhandlungen über Astrofotografie sind nicht hilfreich. Wenn jeder nur darauf warten würde, daß er die optimalen Bedingungen hat, wäre das Rad wohl heute noch nicht erfunden. Loslegen und lernen, wie Flo es macht, der Austausch der Youngster untereinander (die sind ja zum Teil unheimlich pragmatisch) und die mehr oder weniger weisen Ratschläge der Altvorderen sind vielleicht keine schlechte Mischung. CS Santos
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#386071 - 24/04/2007 08:25
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Santos]
Hallo Santos, das ist eigentlich das was ich sagen wollte. Sollte ich so mißverständlich geschrieben haben?  Gerd hat es vielleicht besser beschrieben als ich, denn ich liege da voll auf seiner Linie. Habt Spaß an unserem Hobby, habt Spaß an Eurem Gerät das im Garten steht (egal ob 3",4",8" oder 12") und habt Spaß damit zu experimentieren. CS Volker
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Hallo @all,
also ich für meinen Teil denke, dass nun jeder seinen Standpunkt dargelegt hat und wir uns nun nur noch im Kreis drehen würden.
Daher möchte ich mein Schlussplädoyer mit einem Vorschlag halten:
(1) Das ultimative Einsteigergerät gibt es nicht. Wie wäre es mit einem dieser Titelthreads (also die auf der ersten Seite bleiben) in dem die Vor-/Nachteile der einzelnen Geräte (neutral) aufgezeigt werden, wo Empfehlungen für das verschiedene Budgets ausgesprochen werden und in dem auch die wichtigsten Hinweise (geht mit anderen beobachten) gegeben werden. Das spart allen eine Menge Tipperei, verhindert das Gebetsmühlenfeeling und vor allem die Gefahr in den Threads abzuschweifen wird geringer.
(2) An die Berater vielleicht der Ratschlag mal darüber nachzudenken, wie Eure Beratung auf andere wirkt (Blick ins Jugendboard). Schön wäre es, wenn ihr Euch bei gezielten Fragen bemühen würdet genau diese zu beantworten. Und vielleicht solltet ihr auch etwas mehr auf Randbedingungen eingehen (Budget, ich mag aber keinen Dobson). Wenn das Entscheidungen sind, die der Einsteiger getroffen hat, dann sollte man diese halt ab einem gewissen Punkt akzeptieren (auch wenn man anderer Meinung ist) und trotzdem ordentlich weiter beraten. Anderenfalls macht ihr nämlich genau das gleiche, was ihr den Händlern vorhaltet, wenn Euer "Marketingkonzept" nicht aufgeht.
Das ist dann eine faire Beratung unter vorgegebenen Randbedingungen. Und durch einen Hinweis auf (1) braucht dann auch niemand zu sagen, er hätte von dem 8" Dobson nichts gewußt.
(3) An die Youngster und Einsteiger (und natürlich auch Fortgeschrittene). Schreibt doch bitte mehr über die Erfahrungen mit EUREM Teleskop. Eure Erfahrungsberichte helfen anderen Einsteigern bei der Teleskopauswahl besser als theoretische Abhandlungen.
(4) An die Händler, die vermutlich hier auch mitlesen. Versucht doch bitte die Lücken, die offensichtlich im Einsteigersektor vorhanden sind zu schließen bzw. Teleskopkombinationen, die einem den Einstieg versauen einzustampfen statt mit großen Werbeaktionen Müll zu verbreiten. Neben dem 6" f/6 Dobson (oder warum nicht auch parallaktisch) fände ich persönlich einen 4,5" Dobson als Low Budget Gerät auch interessant.
Ansonsten wünsche ich allen eine erholsame Vollmondphase und gutes Wetter beim nächsten Neumond. Volker
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Hallo zusammen,
es gibt tatsächlich jemanden (Santos), der meinen Beitrag als N-150-User bemerkt hat. Natürlich bin ich auch Anfänger und deshalb hat meine Einschätzung weniger Gewicht. Aber teilweise wird weiterdiskutiert, als hätte es meinen Beitrag nie gegeben. Nun gut, inzwischen hat dieser Thread ja auch schon Dramenlänge. Mein Kommentar als Anfänger zur Astrofotografie: Auf die Leserbeschreibungen bei Amazon hin habe ich mir "Astrofotografie digital" von Stefan Seip gekauft. Dort wird Astrofotografie mit vier verschiedenen Ausrüstungen beschrieben, vom Amateur zum Profi sozusagen. Zwei der Ausrüstungen habe ich bereits, eine Digitalcamera (mit Halter um sie vor's Okular zu klemmen) und ein PC-Okular bzw. Webcam. Wie man Fotos damit machen kann, wird in dem Buch sehr anschaulich und praxisorientiert beschrieben. Astrofotografie beginnt übrigens dem Autor zufolge damit - sinngemäss - dass man eine Kamera in den Himmel oder hinters Okular hält. So und nun kommt ein wichtiger Punkt: mein erstes Mondfoto ist unscharf, verwackelt und ihr würdet Euch wahrscheinlich totlachen - ich habe einfach meine Kamera freihändig hinter's Okular gehalten. Aber: ich find's schon mal nicht schlecht. Lasst Ihr Eure Kameras denn im Urlaub zuhause, weil Ihr nie an die professionellen Fotos aus den Bildbänden herankommt? Sicher nicht. Viele Grüsse, Rüdiger
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Hallo Rüdiger, dankeschön für Deinen Beitrag und auch für Deinen ersten.  Nein überlesen ist er bestimmt nicht worden, aber in der Hitze der Diskussion dann unter den Tisch gefallen. Nur eins ist falsch! >Natürlich bin ich auch Anfänger und deshalb hat meine >Einschätzung weniger Gewicht. Richtig ist das Du praktische Erfahrung (und scheinbar auch viel Spaß) mit dem Gerät hast. Und in meinen Augen hat das viel Gewicht. Gruß, Volker
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#386075 - 24/04/2007 10:51
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Santos]
Hallo Santos, ich sehe das noch weiter differenziert, es gibt nicht nur die "Hubble-Anforderung". Ich meine vor allem, dass es nicht lohnt, hunderte von Euros auszugeben für eine Foto-Ausrüstung, die dann wenig Potenzial hat. Man kann einfach nicht so viel Geld ausgeben und auch die Auswahl von Teleskop und Montierung sowie von Okularen und Adaptern darauf ausrichten, ein paar Experimentierfotos zu machen. Denn es zeigt sich leider oft, dass dabei eine prinzipiell schlechte Lösung herauskommt. Um das zu verdeutlichen: Eine "Digiknipse" mit Festobjektiv kann nur mit afokaler Projektion am Teleskop angebracht werden. Das heißt (wir sind ja im Einsteigerthread), dass die Kamera mit ihrem festen Objektiv hinter einem Okular befestigt wird und so ans Teleskop kommt. Diese Methode hat so ihre Probleme, und zwar vor allem in zwei Punkten: 1. Es müssen drei Optiken zusammenarbeiten, Teleskop, Okular und Kamera-Objektiv. Jede Optik hat ihre Eigenarten und sie müssen nicht unbedingt gut zusammenpassen. Probleme mit der Randschärfe, mit Vignettierung (nur ein kleiner Bildkreis in der Mitte des Foto-Ausschnitts), usw treten auf. 2. Mechanisch ist die Konstruktion schon nicht ganz ohne. Üblicherweise so: Die Kamera bekommt einen Zubehör-Adaptertubus, von diesem folgt ein Adapter auf das Gewinde einen passenden Okulares. Das wird ans Okular geschraubt, wobei der Abstand zwischen Okular und Objektiv möglichst klein sein sollte, das Objektiv darf aber nicht anstossen, wenn es sich beim Zoomen bewegt. Die ganze Konstruktion wird dann im Okularauszug des Teleskopes geklemmt. Diese Klemmung und der Okularauszug haben das Gewicht von Kamera und Okular zu schleppen und können sich verbiegen, was wieder Schärfeprobleme gibt. Eine andere Möglichkeit sind Produkte wie Digiklemme oder Microstage. Da wird die Kamera durch eine "Halterungs-Konstruktion" hinter das Okular gehalten. Auch das ist mechanisch nicht ganz ohne und manche Produkte sind sogar "abenteuerlich" zu nennen. Selbst wenn also die Digiknipse schon vorhanden ist, kann der Aufwand an Adaptern auf 100 Euro zugehen. Dazu kommt oft noch, dass ein passendes Okular erst angeschafft werden muss. Nicht jedes Okular hat ein Gewinde und dann muss auch die Okularbrennweite bedacht werden. Viele Sternfreunde werden ja einfach mit 40mm Okularen auf die afokale Projektion losgelassen. Das geht aber vielfach nach hinten los, weil womöglich dann nur ein kleiner Teil der Teleskopöffnung genutzt wird. Ich mag das hier nicht vollständig ausführen, das würde zu lang. Wer das verstehen möchte, der schaue sich mal an, warum es eine Minimalvergrößerung gibt. Ersetzt man nun das Auge durch das Kamera-Objektiv, stellt man fest, dass auch ein Kamera-Objektiv eine Minimalvergrößerung hat. http://www.svenwienstein.de/HTML/thema_ap.htmlKosten von: - Kamera 200 Euro (wirklich knapp gewählt) - Adaption 50 Euro - Okular je nach Wahl 50-150 Euro Will man so viel Geld für Experimentalfotos ausgeben? Bilder, bei denen man möglicherweise stets mit Vignettierung zu kämpfen hat? Hier ist mal eines vom Venustransit, man sieht dort, wo der Sonnenrand den Bildrand berührt, Schatten der Vignettierung. Man kann den Kreis erahnen und erkennt, dass die Adaption die Kamera nicht mittig hinter dem Okular halten konnte.  Wie lange wird man damit zufrieden sein, und zu diesem Preis? Lohnt das den Aufwand? Ich meine nein, konsequenter ist es, gleich an eine bessere Lösung mit Potenzial für die Zukunft zu denken. In meinen Augen ist eine gebraucht gekaufte D-SLR heute ein Einstieg mit Zukunft. Ähnliche Gedanken kann man aber auch zu Montierung und Teleskop in Bezug auf Fotografie haben. Deshalb immer wieder die Empfehlung, die Astrofotografie durch das Teleskop hinten anzustellen, Piggyback anzufangen. Die Kamera kann da auf einer Montierung wie EQ-3 oder Skyview mit einem 135mm Objektiv sitzen, ein kleines, leichtes Teleskop dient dabei schon als Leitrohr und man sollte wenigstens einen Motor an der RA-Achse haben. Aber solche Vorschläge wiederum werden von Ratsuchenden ignoriert. Mein Vorwurf gilt der Haltung: "Ich will gleich durch das dicke Teil fotografieren, dann bin ich der Held!" Als Reaktion kann man sich umdrehen und die Schultern zucken, oder man bemüht sich die Erwartungen zu dämpfen. Und für letzteres setzt man sich dann der Kritik aus, die Fotografie zu verteufeln und den "Nachwuchs zu hindern". Narrhallemarsch! Clear Skies Sven
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Hallo, Sven ich möchte Dir wirklich für Deine Kompetenz hier im Board danken, da ich Deine Threads als Foto-sehr-interessierter immer gerne lese und sehr lehrreich finde! Dennoch möchte ich kurz eine Gegenrechnung machen: LidlScop 50 EUR kleine 2MP-Knipse 30 EUR 25 mm SP bei Ebay 10 EUR = 90 EUR (die Knipse war bei mir schon da) Wenn ich enttäuscht bin verkaufe ich alles wieder bei Ebay, ausser der Kamera, damit mache ich nämlich meine Urlaubsfotos! Foto von MoFi 2007 mit der Ausrüstung ist im Anhang  Gruß Andi 
Anhänge
511431-mofi03_2007.jpg (126 Downloads)
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#386077 - 24/04/2007 11:52
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: andihen]
Hallo Andi, schön, Mondfotos. Wie oft habe ich eigentlich sinngemäß den Satz geschrieben "Mondfotos, einfach Kamera ans Okular gehalten und abgedrückt, gehen immer."? Das steht ja auch so in meinem Artikel zu Einsteigern und Astrofotos. Jetzt mach mal Fotos von Jupiter , oder gerade aktuell: Phasengestalt von Venus verfolgen! Was entspricht wirklich den Erwartungen des Einsteigers? Clear Skies Sven
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jetzt fühlt euch nicht angegriffen aber ich denke es ist nichtmehr wert darüber weiter zu diskutieren. Das wichtigste wurde geschrieben (nicht nur strg+f "fotografie" machen!). Die alten Hasen sollten sich halt in Zukunft mehr zurückhalten was eben diesen HubbleBilder-Vergleich angeht... und die jüngeren Einsteiger vielleicht einmal mehr im Jugendboard vorbeischauen. Zuviel Erfahrung ist nicht immer von vorteil und führt schnell zur Unsicherheit beim fragenden.
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Um nochmal den Beitrag von einem Stück weiter oben aufzugreifen: Tom hatte 3 Vorschläge für die 500 EUR Klasse gebracht. Absolutes low budget wäre das LIDLscope für < 100 EUR. Bei 250 EUR fällt mir das TAL1 ein. Solide Optik, solide Mechanik, stabile Montierung . Mehr Teleskop in dieser Preisklasse findet man sonst nirgendwo. http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=12&lng=de#newt-110-talOh ... ich seh grad, beim Lajos kost es 269, aber die 20 EUR machen das Kraut auch nicht fett. Gruß Adson
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#386080 - 24/04/2007 13:08
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Der_FLo]
Hi Flo, was Du so alles weißt...  Und das, wo Du selbst grade erst anfängst...  Aus jahrelanger Erfahrung mit vielen Einsteigern kann ich Deine Auffassungen eher nicht bestätigen. Grade was DS betrifft, erwartet die Mehrheit eher mehr als wirklich vis. geht. Das Transportthema, insbesondere wenn es um größeres parallaktisches Gerät geht, wird ebenfalls untschätzt. Und das Thema Astrofotografie bleibt mittelfristig nur ein Thema von einem Bruchteil der Leute, die zumindest diesen Gedanken im Kopf hatten. Ich selbst gehöre auch dazu. Du schreibst hier von Deinen Erfahrungen und Gedanken - ok. Aber diesen per pauschalisierenden Formulierungen den Anstrich der Allgemeingültigkeit geben zu wollen, bringt nur Streß. Es gibt immer jemand der das anders sieht oder erlebt hat. Statt Leuten, die hier basierend auf jahrelangen Erfahrungen mit zig Geräten etc nahezulegen sich zurückzuhalten, solltest Du vllt. mal ein wenig in Dich gehen und auf die Bremse treten. CS
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#386081 - 24/04/2007 13:23
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Antares]
Armin (Antares): Danke! Mehr braucht`s nicht!
Gruß Winfried
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#386082 - 24/04/2007 13:46
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Berberich]
naja antares.. problem ist nicht das sie erfahrungen mit vielen Geräten haben sondern das sie Urteile über Geräte abgeben die sie nie besessen haben. Ausschlaggebend für meinen Kauf war u.a. dein Testbericht. Weil solchen sachen vertraut man auch. Seitenlangen Forenbeiträgen über ProContra/denken/könnten/müssten .. nicht. Vorteil eines Forums ist das sich die neuen auch darüber äussern können wie gut aufgehoben sie sich fühlen. Bedanken tut man sich aber wie eben der Beitrag aus dem Jugendforum hier beweist - ist eure Erfahrung - falsch eingesetzt - nutzlos. *sicher wieder ins Wespennest sticht* und bitte beisst euch am Thema Astrofotografie nicht so fest 
Bearbeitet von Der_FLo (24/04/2007 13:51)
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#386083 - 24/04/2007 14:13
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Der_FLo]
Hallo
@ Volker dein Schlussplädoyer wirklich super, volle Zustimmung. Besonders die Idee mit dem Titelthread finde ich gut.
@ Sven der Grundtenor deiner Beiträge ist ja unter anderem von dem bestreben geprägt den Einsteiger vor Fehlinvestitionen zu bewahren. Das ist ja Prinzipiell erst einmal nichts schlechtes. Auf der anderen Seite halte ich es aber für sehr wichtig das der Einsteiger selbst die Erfahrung macht, das schließt nun mal auch ein Lehrgeld zu bezahlen. Es ist ja ein Lernprozess und lernen tut es sich nun mal am besten am praktischem Beispiel und nicht mit grauer Theorie durch gut gemeinte Ratschläge hier im Forum.
Zum Beispiel war es bei mir so. Mein erster Newton war ein Bresser Pluto mit bekannter Problematik sehr schnell + Kugelspiegel. Hab damals auch schon im I-net darüber gelesen und da wurde natürlich dieses Problem angesprochen. Trotzdem habe ich so ein Ding gekauft Ich wollte nun mal unbedingt ein kurzes Scope, der 114/900 war mir einfach zu lang. Ein Schnäppchen für 25€ OTA bei eBay.
Der Lernprozess: 1.Wie justiere ich denn einen Newton, hab die Erfahrung gemacht das so ein f/4,5 schon recht knifflig ist, Offset soll da auch noch berücksichtigt werden. Und dann die Okular Problematik Ergebnis heute tendiere ich trotz mittlerweile guter Justagekentniss eher zu Langsamseren Öffnungsverhältnissen. 2.Kugelspiegel ja tatsächlich da wird doch das Bild bei hohen Vergrößerungen flau. Hab mich dann eingehend mit der Problematik befasst bis hin zu Testverfahren, Strehl Wellenfrontfehler, Rayleigh Kriterium und so weiter. Heute kann ich mit diesen Angaben was anfangen und selbst einschätzen welche Abbildung zb. der hier eingans angedachte M150 zumindest Theoretisch zeigen wird. 3. Trotzdem ist der Pluto ein brauchbares Richfield Scope und man kann wunderschön ausgedehnte Objekte wie zb. die Plejaden damit beobachten. Hab den Pluto deshalb heute noch.
Fazit: Der kleine Pluto von dem du mir sicher abgeraten hättest hat mir doch tatsächlich Spaß gemacht und ich habe viel dabei gelernt. Wertvolle Erfahrungen wie man sie eben so Anschaulich und Praxisnah nur selbst bei der Anwendung erhält. Keinesfalls war das rausgeschmissennes Geld für mich, obwohl dann der 114/900 kam also kein + an Öffnung.
Also bitte Sven lass doch die Leute selbst ihre Erfahrungen sammeln, vor groben Fehlern warnen ist ja ok aber unbedingt am Anfang das perfekte rundum sorglos Scope vermitteln zu wollen schießt meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinaus.
Das kann auch nach hinten losgehen, nämlich dann wenn der Betreffende sich doch mal was anderes kauft und dann in der gehobeneren Preisklasse. Wenn es dann ein Scope von einer Bauart ist mit der er dann doch nicht so recht glücklich ist kommt das weit teurer als wenn er als Einsteiger sowas schon mal hatte und weiß das ist nix für mich.
Grüße Gerd
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#386085 - 24/04/2007 14:27
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Benny]
Warum für einfache Objekte ein Teleskop? Beiliegende Mofi wurde ganz einfach fotografiert, da es vorher bedeckt war, dann sogar geregnet hatte und urplötzlich wieder aufging. Ich hatte keine Lust mehr, das Teleskop zu aktivieren. Also: Fuji Finepix S3pro mit dem 400mm Apo Objektiv von Sigma auf dem Stativ und draufgehalten. - Reicht aus.
Gruß Winfried
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#386086 - 24/04/2007 14:33
Super Bild ... und ganz ohne Nachführung?! :-)
[Re: Berberich]
Baaaahh Winfried, das war aber jetzt gemein!
Musst Du mit diesem schönen Bild in der Wunde bohren? Ich hatte sch... Wetter und mir war nicht mal ein Blick mit bloßem Auge vergönnt. Die letzte totale MoFi, die ich gesehen habe, war die vom 9.1.82 ... also im vergangenen Jahrtausend! O.K., dafür hatte ich am 11.8.99 mehr Glück, als ich in der Nähe von Stuttgart das komplette SoFi Erlebnis hatte.
Gruß Adson
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#386087 - 24/04/2007 15:10
Re: Super Bild ... und ganz ohne Nachführung?! :-)
[Re: Adson]
Hi Adson, wirklich, ich war ja selbst überrascht. Über 1/8" sollte man den Mond ja nicht machen, hier waren`s 4" auf einem allerdings saumäßig starkem Linhof-Stativ, das ansich für die 18/24cm Fachkamera gedacht ist. Spiegelvorauslösung: nein, Nachführung: nein. Für große Acts habe ich keine Lust mehr aber sowas macht mir immernoch Spaß und kostet mich keinen Aufstand. Aber wenn ich bedenke: 4 Stunden zuvor standen alle Teleskope aufgebaut auf der Astroterasse vor der Hütte, die war offen und das 12"SC hielt den Mond im Visier. - Und urplötzlich fing es an zu regnen. Nun ja, dann übte ich mal wieder den chaotischen Abbau und verschwand hinter meinem Rotweinglas... Bis es pünktlich um 00:00 total aufging. Da ergaben sich 2 Fragen: mi 1,5 Promille die Hütte aufmachen und von der Leiter fallen, oder einfach das Stativ und die Kamera "rausschmeißen"...
Gruß Winfried
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#386088 - 24/04/2007 15:15
Re: Super Bild ... und ganz ohne Nachführung?! :-)
[Re: Berberich]
nochmal Adson: ...und wir standen in Herrenberg bei S im Regen! Side war dann meine erste Sofi, die ich je gesehen habe. Foto anbei. Diesmal die gleiche Kamerakombi, aber auf der GP-DX mit Nachführung. Die Aufnahme besteht aus 7 Belichtungen zwischen 2" und 1/1000".
Gruß Winfried
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#386089 - 24/04/2007 15:29
Re: Mal zum "Warum"...
[Re: Der_FLo]
Hallo Flo, Du hast uns "Alte" ja nun ausgefragt, berichtigt und zurechtgewiesen. Nein, das ist keine Beschwerde, ich muss immer ein wenig über Deine Selbstsicherheit schmunzeln und hab auch meinen jugendlichen Überschwang noch nicht ganz verloren, zumindest nicht vergessen.  Nun beantworte mir bitte Mal ein paar Fragen. Ist Dir aufgefallen, dass wir ähnliche Geräte wie Deines alle Mal hatten, es uns aber unmöglich ist, nun jede Monti und jedes Rohr was neu lackiert und gelabelt auf den Markt kommt, zu testen? Welche Geräte hast Du verglichen um nun sagen zu können, dass Deine Erwartungshaltung bestmöglich erfüllt ist? Hast Du Mal eine Beobachtungsnacht, sinnvoll mit mehreren Leuten und Teleskopen, durchgezogen? Was gibt Dir die Sicherheit, dass eine andere Herangehensweise als Deine schlechter, weniger zielführend, aufwändiger ist? Welches ist das kleinste und welches das größte Teleskop durch das du wenigstens Mal geguckt hast, wie waren die montiert? Welche Investitionen siehst Du auf Dich zukommen um Dein Hobby weiter zu entwickeln oder war es das schon mit den Ansprüchen? Ich bin gespannt, wo Deine Reise hingeht und würde mich freuen, mehr Erfahrungs- und Beobachtungsberichte zu lesen, Bilder mit Aufnahmedaten und Equipmentangabe zu sehen. CS Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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Hallo Sven Zitat:
Jetzt mach mal Fotos von Jupiter
Hab ich gemacht, das Ergebnis siehst du im Anhang.
Das ist mit der gleichen Kombination wie der M57 entstanden also 114/900 Newton Astro1 wackelmonti mit Ra Motor und Digicam Canon Powershot A40 in afokaler Projektion mit selbst gebastelten Adapter, wobei hier an stelle des 25mm Ts Wa ein 7,5mm ED ( 19€ bei ebay ) als projektionsokular verwendet wurde.
Allerdings muss ich dazusagen das dies das mit Abstand beste Bild ist was ich mit der Kombi zustandegebracht habe. Die ersten Versuche sahen da völlig anders aus.
Auch habe ich die A40 Modifiziert. Um die Cam beim Auslösen nicht berühren zu müssen was unweigerlich zu erheblichen Vibrationen führt und so ein Ergebnis absolut unmöglich macht habe ich mir einen Fernauslöser gebastelt. Wer einen solchen Eingriff scheut sollte den Selbstauslöser benutzen dann kann erst mal alles Ausschwingen bevor das Bild gemacht wird. Im Serienbildmodus gelingt es mir auf diese Weise in einem Zeitraum von Max 3 Miuten sonst macht sich ja die Rotation bemerkbar ca 240 Aufnahmen zu machen. Bei dem vorliegenden Bild wurden 10% dafon mit Giotto Addiert und dort auch nachbearbeitet.
Grüße Gerd
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