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#398132 - 24/05/2007 22:31
Re: Wie verhält sich die Temperatur auf dem Mond?
[Re: Coxa_RS]
Hallo! Hatte mich ursprünglich im Thread vertan. Nachdem ich hier nun hoffentlich richtig bin, möchte ich euch natürlich die Antworten, die ich beim ersten Versuch erhalten habe, nicht vorenthalten! Zitat:
Hallo Roland zunaechst mal ist dein beitrag leider im falschen thread gelandet. ich denke woanders waere er schon laengst beantwortet worden  die grossen temperaturunterschiede auf dem mond sind -aufgrund der fehlenden atmosphaere- durchaus moeglich. bei eintritt der Nachtseite in das Sonnenlicht duerfte sich die erwaermung binnen weniger stunden, villeicht sogar minuten vollzogen haben. Die obere grenze fuer die temperatur resultiert dann aus dem gleichgewicht der aufgenommenen und der abgegebenen strahlung. (sonnenstrahlung --> <-- reflektion, infrarote (Waerme) strahlung, ganz minimal konvektion) Somit duerfte die hoechste temperatur dort eintreten an welcher die sonnenstrahlen ihre groeste wirkung entfalten. dies ist der fall wenn sie senkrecht einfallen, also wenn die Sonne im zenit steht. Wie gross allerdings nun der unterschied zu senkrechter strahlung ( Sonne im zenit) und sehr flacher strahlung (sonnenauf -untergang) ist vermag ich nicht genau zu sagen, ich denke aber dass dies eher vernachlaessigbar ist. anders sieht der temperaturverlauf bei eintritt in die nachtseite aus. der mond strahlt nun nur noch infrarote strahlung in den weltraum. da er sich aber dabei auch abkuehlt, nimmt die intensitaet der waermestrahlung kontinuierlich ab, somit verlangsamt sich aber auch seine abkuehlung. demnach duerfte die tiefste temperatur an dem ort herrschen welcher von der Sonne am laengsten nicht beschienen worden ist, also der kurz vor sonnenaufgang. hoffe ich habe dir ein wenig weitergeholfen. CS, Matze
Und...
Zitat:
Hallo Roland + Matze!
Zitat:
Wie gross allerdings nun der unterschied zu senkrechter strahlung ( Sonne im zenit) und sehr flacher strahlung (sonnenauf -untergang) ist vermag ich nicht genau zu sagen, ich denke aber dass dies eher vernachlaessigbar ist.
Zum Leidwesen der Solarenergieingenieure stimmt das leider ganz und gar nicht.  Die Energie, die eine Fläche parallel zum Boden aufnehmen kann, ist proportional zum Kosinus des Einfallswinkels, also 1 bei senkrechtem Einfall (0 Grad) und 0 bei horizontalem Einfall (90 Grad). Deshalb nennt man diese "Verluste" auch Kosinusverluste und deshalb kommen manche Leute auf die Idee, ihre Anlagen der Sonne nachzuführen (was aber bei nichtkonzentrierenden Systemen mehr Nachteile als Vorteile hat).
Für den Mond heisst das, dass die Erwärmung nicht schlagartig, sondern allmählich verläuft. Ein weiterer Grund dafür sind die Wärmekapazität des Mondbodens (ein Kochtopf ist auch nicht von null auf hundert und zurück in 5 Sekunden! ) sowie seine recht begrenzte Wärmeleitfähigkeit.
Den genauen Verlauf weiss ich auch nicht, aber er dürfte eher sinusförmig sein, mit dem Maximum am Nachmittag und dem Minimum bei Sonnenaufgang.
Soviel ich weiss, sind die Astronauten immer am lokalen Vormittag gelandet, um keine heissen Füsse zu kriegen... 
Mondige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio Thorsten
Nochmal vielen Dank für eure Antworten!
Gruß Roland
_________________________
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