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Diskussionsforen schwierige Teleskopsuche
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ManuBl Offline
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#403950 - 19/06/2007 12:09 schwierige Teleskopsuche


Leider ist das Forum für mich als Einsteiger nicht so einfach, wie gedacht.

Eigentlich hatte ich mich beinahe schon für das Vixen Skypod VMC 110L vorentschieded. Dann habe ich mich hier registriert und recht schlechte Kritik darüber gelesen.
Nun möchte ich hier eigentlich keinen Fehlkauf machen.

Was ist denn eine qualitativ gute Teleskopmarke?

Es sollte ein Allrounder mit GoTo Steuerung sein. Einigermaßen kompakt (kein Refraktor?) und insbesondere auch Planeten- und Erdbeobachtungen zulassen, Da auf der Terasse, wo ich es nutzen will, doch viel Licht drumrum ist, so dass lichtschwache Objekte wohl nur sehr schwer zu sehen sein werden.

Bis jetzt habe ich verucht mit meinem Leica Spektiv (bis 48x) etwas zu sehen, aber die Vergrößerung reichte nicht aus, um vom Jupiter mehr als vier Monde zu erkennen.

Ich bin eher bereit etwas mehr auszugeben, als nachher irgendein Plastikschrott zu haben.

Gibt es da ein paar grundlegende Tipps, was gut ist, und was eher unter Ramsch fällt?

Manuel

hoch
sternengucker Offline
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Registriert: 03/02/2003
Beiträge: 847
#403951 - 19/06/2007 12:15 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo, vielleicht kannst du HIER schon was rauslesen!
_________________________
Herzliche Grüsse von der
SSS (Sauerlacher Sky Surfer)
47°58´ N 11°39´0 E

Sternenguckerinstrument: Docter 8x58 B/CF

hoch
KlausTietzel Offline
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#403952 - 19/06/2007 13:02 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuael,

Als erstes: Dein Vorgehen ist sehr gut: erst informieren, dann kaufen .

Kennst Du schon diese 2 Seiten:

www.sven-wienstein.de und www.deepsky-brothers.de ?

Dort gibts auch gute Infos zum Thema Ramsch.

>
Was ist denn eine qualitativ gute Teleskopmarke?
>

Tja - da scheiden sich die Geister. Wie Du schon mitbekommen hast, ist einiges im Wandel und der Ruf der Firmen wechselt. Hinzu kommt, dass einige Firmen in verschiedenen Segmenten anbieten.

Typische Einsteigermarken sind z.B. Skywatcher, TS, Orion, GSO, Meade, Celestron, Vixen, William, Intes Micro, ICS/Galaxy.

Nach der Firma zu gehen wäre allerdings ganz ungeschickt - es kommt immer auf das Gerät an und ob das zu Deinen Anforderungen passt.

Für einen Marktüberblick finde ich die Webseite von Teleskopservice schön sowie den Katalog von intercon-spacetec.

(Nein, ich bin weder verwandt noch stehe in Zusammenarbeit mit Wolfi Ransburg oder Martin Birkmaier)

Wenn Du etwas ausführlicher schreibst, was Du ausgeben möchtest, wie hell Deine Terasse ist und wo sie liegt, könnte man gezielter antworten.

CS

Klaus
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'Professor: Relativität, Tensoren, Dilatanz - können Sie in einfachen Worten sagen, was das ist?'
'Ja, sicher: das sind Fachwörter.'
(Einstein)

hoch
Berberich Offline
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#403953 - 19/06/2007 14:30 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: KlausTietzel]


Hallo Manuel,
Klaus hat`s schon geschrieben. Hol Dir den Katalog von ICS, dort findest Du sehr gute Beschreibungen über alle Arten von Teleskopen.
Und auch telefonisch oder persönlich eine hervorragende und neutrale Beratung.
(Nein, ich bin weder verwandt noch stehe in Zusammenarbeit mit Martin Birkmaier) = sag ich auch, aber ich bin, seitdem ich 16 Jahre Kunde bei ihm bin, dick mit ihm befreundet und tue dies auch öffentlich kund....

Übrigens ist ein kleiner Refraktor garnicht so schlecht. Hast Du das 65 oder 77er von Leitz? Die gehen mit Zoom bis 60x und da müsste man schon was sehen können.

Gruß
Winfried

hoch
ManuBl Offline
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#403954 - 19/06/2007 16:13 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Vielen Dank, für die prompten Antworten.

Ich habe nur das kleine Leitz mit 48 facher Vergrößerung. Aber es ist halt toll kompakt.

Wenn ich bereit war ein Skypod zu kaufen, das vielleicht 999,-- Euro kostet mit ein paar ordentlichen Okularen...

Ich hab noch einen alten Refraktor oben auf dem Speicher. Den hat meine Frau vor einigen Jahren mal aus irgendeinem Markt mitgebracht. Kurz nach dem Aufbau habe ich gemerkt, dass ich damit nicht viel anfangen kann. Wenn nur die Brille leicht das Okular berührt...

Ich möchte gern was Gescheites, was dann vielleicht noch ausbaufähig ist - eben keine Einstiegsmodelle.

Kompakt wäre mir auch wichtig, denn so ein langes Rohr immer soweit zu schwenken braucht viel Platz. Da hat so ein Maksutov schon was für sich oder?

Deswegen gefällt mir ja das Skypod so gut. Auch einen Foto kann man da dran bauen. Aber wenn die Verarbeitungsqualität so schlecht ist, was gibt es denn da für Alternativen?

Gruß

Manuel

hoch
Sven_Wienstein Offline
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Beiträge: 12391
#403955 - 19/06/2007 16:14 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel,

meine Homepage wurde ja schon genannt, aber ganz konkret gibt Dir dies hier ein paar wichtige Hinweise zum Thema "Marke": http://www.svenwienstein.de/HTML/welche_marke_.html

Aber etwas grundsätzliches: Deine Anforderung "Planetenteleskop und Goto" birgt in gewisser Hinsich unnötige Kosten. Gerade bei Einsteigerteleskopen mit Goto steckt viel Geld in der Elektronik, was beim Ziel "Planetenbeobachtung" besser in guter Optik und einer stabilen Montierung angelegt wäre.
Goto ist für die Planetenbeobachtung nahezu unnötig. Der Grund dafür ist, dass die für Sternfreunde interessanten Planeten immer auffällig helle Gestirne sind und im Falle von Merkur , Venus , Mars und Jupiter sind sie während der optimalen Beobachtungszeiten praktisch immer das hellste sternförmige Objekt in ihrer Himmelsgegend oder sogar am gesamten sichtbaren Himmel. Saturn erreicht nicht ganz diese Helligkeit, ist aber stets auffällig hell. Daher fällt es sehr leicht, einen Planeten auch ohne Goto-Teleskop zu finden. Im allerschlimmsten Falle würde man die 5 hellsten "Sterne" am Himmel einfach mal ausprobieren. Im Moment würde man am Abendhimmel so auf Anhieb Venus und Jupiter treffen.
Uranus und Neptun sind nicht so auffällig und nicht so leicht aufzufinden. Da man aber mit den allermeisten Amateurteleskopen keine Details auf ihrer (Wolken-)Oberfläche sehen kann, liegt der Reiz dieser Planeten eher im auffinden - und wenn man sich das vom Goto abnehmen lassen will, ist dieser Reiz mal gründlich im Eimer. Pluto (man nennt ihn halt noch) ist nur mit größeren Amateurteleskopen überhaupt auszumachen und erscheint dort als sehr, sehr schwacher Stern.

Also, Goto und Planeten ist keine besonders zielführende Kombination. Oder Du verwechselst Goto einfach mit einer elektrischen Motorisierung. Die ist günstiger und bewirkt in Verbindung mit einer parallaktischen Montierung , dass die eingestellten Objekte nicht durch die Erddrehung aus dem Bild wandern.

Clear Skies
Sven
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deaktiviert_11169 Offline
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#403956 - 19/06/2007 17:11 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel,

In erster Linie wäre es ratsam die für dich in Betracht kommenden Geräte (falls überhaupt schon vorhanden) einmal "live" anzusehen und eventuell zu heben (vorallem größere sind durchaus schwer).
In weiterer Folge solltest du dich nach einer Sternwarte oder einem Teleskoptreffen umsehen um praktische Erfahrungen mit zumindest ähnlichen Geräten (falls dein auserlesenes nicht vorhanden sein sollte) zu sammeln.
Es wäre unter anderem von Vorteil wenn du zu folgenden Punkten kurz Stellung nehmen könntest:

1. Was sind deine Vorlieben (Equipment bzw. Ausstattung)?
2: Wie viel Geld möchtest du ausgeben (muss keine Zahl sein)?
3. Was möchtest du bevorzugt beobachten (falls du schon Vorlieben hast)?
4. Wie schwer darf das Equipment sein?
5. Wie ist dein bevorzugter Beobachtungsstandort (stellare visuelle Grenzheligkeit, Hindernisse, Entfernung ect..)?
6. Wie mobil möchtest du sein?
7. Möchtest du in erster Instanz beobachten oder später in ferner Zukunft auch mal fotographieren?
Die Reihenfolge ist nicht nach Prioritäten gewichtet und es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit (weitere ausschlaggebende Faktoren ergeben sich in der Regel wenn genauers bekannt ist).

Bei der GoTo Angelegenheit scheiden sich bekanntlich die Geister, aus diesem gGrunde möchte ich einmal meinen Standpunkt darlegen.
Goto ist trocken betrachtet eine wunderbare Sache welche es ermöglicht sich voll und ganz auf die Beobachtung zu konzentrieren, ohne sich Gedanken über die Nachführung oder das Auffinden der jeweiligen Objekte machen zu müssen. Hieraus resultiert ein + an zur Verfügung stehender Beobachtungszeit, da das Auffinden von vorallem sehr lichtschwachen Objekten erheblich beschleunigt wird.
Selbstverständlich liegt ein Reiz der Beobachtung darin die Objekte eigenständig ohne technische Hilfsmittel zu finden, aber mir zB. ist es wichtig die wenigen guten Nächte wirklich effektiv zu nutzen ohne Zeit zu verlieren.

Falls du fotographische Ambitionen hegst, macht es die Angelegenheit natürlich wesentlich teurer und etwas komplizierter, dies sei nur hier angefügt. Die "eierlegende Wollmilchsau" existiert nicht und ein in einer früheren Phase des Interesses gekauftes Gerät ist mit Sicherheit auch nicht das letzte, aber man kann sich durch genaues Überlegen und notfalls etwas längeres Sparen durchaus etwas ersparen . Bis Genaueres bekannt ist werde ich vorerst keine Empfehlungen abgeben, aber du kannst dich ja einmal (wenns GoTo (und azimutal) sein muss) auf foldgenden Internetseiten umsehen:
Meade:
http://www.meade.de/index.php?id=66
Celestron:
http://www.celestron-nexstar.de/

Schöne Grüße
Daniel Martins

hoch
Berberich Offline
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#403957 - 19/06/2007 17:29 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: deaktiviert_11169]


Hi Manuel,
ein weiterer Tip wäre, sich mal umzutun, ob es in Deiner Gegend einen Astroverein o.ä. gibt. Mit dem kannst Du Dich in Verbindung setzen, jeder Astroamateur freut sich, wenn man ihm Löcher in den Bauch fragt. Dann gehst Du mal mit denen Beobachten. Da stehen dann die verschiedensten Geräte nebeneinander und Du kannst eroieren, was Dir am meisten zusagt. - Ansich können wir erst dann weiter beraten, wenn, wie Daniel schreibt, die Grundvoraussetzungen geklärt sind.

Also, schieb los!

Gruß
Winfried

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Jopari Offline
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#403958 - 19/06/2007 18:35 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: KlausTietzel]


Zitat:


Typische Einsteigermarken sind z.B. Skywatcher, TS, Orion, GSO, Meade, Celestron, Vixen, William, Intes Micro, ICS/Galaxy.





Das kömmt halt ganz darauf an, auf den Einsteiger... jedenfalls sollte man anmerken, daß die meisten der genannten durchaus sehr hochwertige Geräte bauen. Einige Produktlinien zB von Vixen (Katadioptrische), William (manche Refraktoren) oder Intes Micro (Mak-Newtons) sind weit mehr als Einsteigergeräte. GSO oder Skywatcher könnte man vielleicht eher als typische Einsteigermarken bezeichnen.

Jopari

hoch
Berberich Offline
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#403959 - 19/06/2007 18:47 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Jopari]


Skywatcher, TS und Orion sind dank "Verkauf aus der Kiste" meist Aussteigerteleskope, für die der Käufer (Anfänger) mehr Erfahrung braucht als er hat.
Bei Meade (Einsteigerteleskope aus China) ist es ähnlich.
Mit den anderen genannten kann auch der Einsteiger was anfangen, da diese Firmen sich um eben die auch kümmern und die Geräte kollimiert ausliefern. Das trifft speziell auf Vixen, Intes ind ICS zu....

Gruß
Winfried

hoch
Jopari Offline
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#403960 - 19/06/2007 18:58 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Zitat:

Skywatcher, TS und Orion sind dank "Verkauf aus der Kiste" meist Aussteigerteleskope, für die der Käufer (Anfänger) mehr Erfahrung braucht als er hat.
Bei Meade (Einsteigerteleskope aus China) ist es ähnlich.
Mit den anderen genannten kann auch der Einsteiger was anfangen, da diese Firmen sich um eben die auch kümmern und die Geräte kollimiert ausliefern. Das trifft speziell auf Vixen, Intes ind ICS zu....





Da bin ich ganz d'accord, ich möchte die "Aussteigermarken" auch durchaus nicht propagieren, aber daß sich diese Angebote an Einsteiger richten und bei denen auch ihre Käufer finden, ist, glaube ich, unbestreitbar. Ich glaube, daß man als Einsteiger mit einem teureren Gerät besser fährt: man hat eine Chance, einen Eindruck von der wirklichen Leistungsfähigkeit eines Gerätetyps zu bekommen, wenn man nicht dabeibleibt, hat man noch einen anständigen Wiederverkaufswert, und wenn man dabeibleibt, spart man sich den frühen Zweitkauf.

Und mal etwas an der usprünglichen Frage vorbeiargumentiert, würde ich jedem Einsteiger vorschlagen, als erstes mal durch ein gutes Astrofernglas auf einem vernünftigen Stativ den Nachthimmel anzusehen, also zB ein größeres Fujinon oder so. Wen das nicht begeistert, der braucht vielleicht keine anderen Instrumente, und wen es begeistert, der wird sich sein Leben lang an so einem Instrument freuen. Nur so meine Privatmeinung.

Jopari

hoch
deaktiviert_11169 Offline
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#403961 - 19/06/2007 20:52 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: KlausTietzel]


Hallo Klaus,

Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber typische Einsteigermarken (bis auf Skywatcher und vielleicht Orion) sehen deutlich anders aus.
Die meisten der genannten Marken stellen unter anderem Geräte im x 1000 Euro Bereich her, welche durchaus spezialisiert sind und für Einsteiger ohne fundiertes Fachwissen entweder garnicht oder nur unter erheblichem Aufwand zu bedienen sind.
Hierfür nun ein paar Beispiele:
Meade Max Mount (ein stiller Traum ):
http://www.meade.com/maxmount/index.html
Meade RCX400 Serie:
http://www.meade.com/rcx400/index.html
Die Meade LX200R Serie:
http://www.meade.com/lx200r/index.html
Die Celestron CGE Serie:
http://www.celestron-nexstar.de/cge/cge.htm
Hierzu gehört auch noch das C20 mit entsprechender Montierung (wird die Kombination eigentlich noch hergestellt?)

Diese Liste könnte man noch für die anderen Marken fortfüren, allerdings würde dies nichts an meiner Aussage ändern. Ich finde, dass zwischen sog. Einsteigermarken und Marken welche unter anderem auch Einsteigergerätschaften anbieten differenziert werden muss, denn letztere stellen sehr wohl auch leistungsfähige und teilweise spezialisierte Geräte für das obere Produktsortiment her.

Schöne Grüße
Daniel Martins

hoch
deaktiviert_11169 Offline
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#403962 - 19/06/2007 20:54 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Jopari]


Hallo Jopari,

Vollste Zustimmung zu deinen letzten 2 Postings in Bezug auf die Markenthematik !!

Schöne Grüße
Daniel Martins

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KlausTietzel Offline
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#403963 - 19/06/2007 21:32 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: deaktiviert_11169]


Hallo Daniel, Jopari und Winfried,

mit den Einsteigermarken habt Ihr natürlich alle recht. Ich wollte sagen, dass diese Firmen AUCH Geräte fertigen, die für den Einsteiger interessant sein KÖNNTEN. Ich bitte um Vergebung wenn der Eindruck entstanden ist, dass z.B. Meade und Vixen nicht AUCH erstklassige Geräte herstellen.


An den Threadstarter: da hast Dus mit den Geistern

CS und viel Spass beim Stöbern!
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Berberich Offline
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#403964 - 20/06/2007 09:30 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: KlausTietzel]


Leute, es ist mal wieder soweit, wir unterhalten uns munter und lassen den Thread-Starter sitzen!
Also, back to the roots.

...sonst läuft er uns noch weg!

Gruß
Winfried

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deaktiviert_11169 Offline
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#403965 - 20/06/2007 13:02 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


In Anlehnung an Winfrieds vollkommen richtige Aussage:

Hallo Manuel,

Ich hoffe, dass wir für deine Bedürfnisse nicht zu weit vom eigentlichen Thema abgekommen sind. Um dir bei deiner Fragestellung weiter ein Bisschen behilflich zu sein wäre es erfreulich wenn du dich wieder melden würdest.


Schöne Grüße
Daniel Martins

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TorstenK Offline
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#403966 - 20/06/2007 14:14 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: deaktiviert_11169]


Zitat:

Hierzu gehört auch noch das C20 mit entsprechender Montierung (wird die Kombination eigentlich noch hergestellt?)




Bei Celestron nicht mehr, das Teil heisst jetzt PlaneWave CDK20 .

Gruß
Torsten

hoch
TorstenK Offline
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#403967 - 20/06/2007 14:22 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Zitat:

Hol Dir den Katalog von ICS, dort findest Du sehr gute Beschreibungen über alle Arten von Teleskopen.
Und auch telefonisch oder persönlich eine hervorragende und neutrale Beratung.




Hallo Winfried,

"Neutrale Beratung" bei einem Händler ist ein Märchen, an das ich nicht glauben mag.

Kein Händler kann es sich leisten, wirklich neutral zu beraten, anstatt sein eigenes Zeugs an den Mann zu bringen. Auch dein ICS-Kumpel nicht. Und wenn es einer täte, dann wäre er wahrscheinlich bald Pleite.

Gruß
Torsten


Bearbeitet von TorstenK (20/06/2007 14:26)

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Berberich Offline
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#403968 - 20/06/2007 14:34 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: TorstenK]


Kommt drauf an Torsten,
was der Händler so alles hat. Du kannst dort z.B. auch die GSO`s mit den Galaxy`s vergleichen, weil er eben so ziemlich alles hat. Wenn`s der Kunde dann eben doch billig möchte, dann gibt es eben den GSO anstatt den Galaxy. Aber man hat eben mal beide nebeneinander gesehen und kann einfach besser entscheiden.
Bei FG`s ist`s das gleiche. Kaum einer hat eine größere Auswahl. Ich weiß auch nicht, warum es es nicht bewirbt.
Trotzdem halte ich Ehrlichkeit, gerade bei einem Händler, für das wichtigste. Denn sowas spricht sich schnell herum und wenn`s daran hapert ist er weg vom Fenster.
Und immerhin ist, gemeinsam mit Baader, ICS eines der etablierten Geschäfte am Markt.

Gruß
Winfried

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deaktiviert_11169 Offline
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#403969 - 20/06/2007 15:01 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: TorstenK]


Danke Torsten!

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MootzGMS Offline
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#403970 - 20/06/2007 15:19 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Hallo Winfried,

ein letztes Mal, kamm Mal wieder auf den Teppich.
So sehr einem auch manchmal der TS-Jubelchor auf den Wecker ging, Du schlägst sie ALLE.

Richtig ist, dass ICS ein riesiges Angabot auch (!!!) an hochwertigen Produkten führt.

Der von Dir immer wieder hervorgehobene Unterschied bei den Dobsons zwischen ICS-Glaxy, GSO, Skwatcher,
Chelestron, Meade erschließt sich mir aus der Praxis werder über die gesehene Spiegelqualität
noch über die preisbereinigte Ausstattung (auch nicht über bildzeitungsparolenpolitische Andeutungen).

Ein Häkchen hat die Sache, denn ICS hat wohl in D. das Monopol auf GSO-Pyrex. Wer also dieses
Material aus dieser Quelle haben will muss ICS-Galaxy wählen.

CS
Günther

PS: Winfried...ist ja vielleicht gut gemeint, aber sollte nicht der Händler die Möglichkeit haben,
potenzielle Kunden selbst zu überzeugen?
Kann denn Martin B. bei so viel Vorschußlorbeer überhaupt noch ruhig schlafen oder läuft er ruhelos durch
sein Lager und hat Angst, den Erwartungen nicht gerecht werden zu können?
_________________________
Überprüft, was immer auch geschrieben steht,
wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht.
Das mehrt die eigene Erfahrung
und bringt so manche Offenbarung.

hoch
Berberich Offline
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#403971 - 20/06/2007 17:35 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: MootzGMS]


Hallo Günther,

- kein Kommentar dazu -

Gruß
Winfried

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Sven_Wienstein Offline
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#403972 - 20/06/2007 18:34 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Hallo Winfried,

aber ich habe noch einen Kommentar, vor einiger Zeit hast Du noch zugegeben, die Unterschiede zwischen ICS-Version und GSO-Version des Dobson gar nicht so genau zu kennen.

Ich habe nichts dagegen, wenn ICS im Forum öfter verlinkt wird, aber man muss nicht mit Gewalt die Leute da hin schieben und ich bin auch nicht dafür zuständig, einen Ausgleich dafür zu schaffen, dass die Webpräsenz anderer Händler schon hunderte Seiten umfasste, während bei ICS wenig mehr als die Kontaktadresse zu finden war.

Jedenfalls sind in diesem Forum Händler und Händlermitarbeiter für gewöhnlich grau gefärbt (Username), damit der Kunde sieht, aus welcher Quelle die Informationen stammen.

CS
Sven
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offline

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Berberich Offline
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#403973 - 20/06/2007 18:58 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Sven_Wienstein]


Hallo Sven,

Zwischenzeitlich kenne ich sie und in unserem Astrokreis gibt es auch einen 12" GSO. Den haben wir von Rollenlagern auf Teflon-Pads umgebaut.
Ich bin eben immernoch der Meinung, daß bei Beratungsgesprächen auch die volle Bandbreite derer aufgeführt wird, die Teleskope in einer bestimmten Preisklasse anbieten. Und dazu gehören eben auch Baader, ICS, Costantino und eine Menge anderer. Es stört mein Rechtsempfinden, wenn hier in den Foren nur immer wieder die gleichen Firmen auftauchen. Ich empfinde dies als Werbung für wenige und setze einfach anderes dagegen.

Die "grauen Eminenzen" in diesem Forum haben aber auch ganz gute Mitarbeiter, die nich grau dargestellt sind. Leider fliegen nur die allerwenigsten auf, gut, da kann man nichts machen.

Ich finde es übrigens nicht schlecht, daß ich hier die Unterschiede zwischen GSO und Galaxy erklärt bekam, man kann nicht alles wissen und dafür sind die Foren ja auch sehr gut.

Ich hatte Dich auch nicht darum gebeten, einen Ausgleich zu schaffen, zumindest kann ich mich an eine solche Aussage nicht erinnern. Empfehle Du, was Du für richtig hältst und ich empfehle nur das, was ich persönlich kenne und wodurch ich selbst mit eigenen Augen geschaut habe. Und das waren schon viele Geräte, nur eben nicht alle.

Gruß
Winfried

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Sven_Wienstein Offline
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#403974 - 20/06/2007 19:14 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Hallo Winfried,

Du wirst feststellen müssen, dass die Händlerwahl den meisten Einsteigern selbst überlassen wird. Ich persönlich möchte mich damit auch nicht belasten. Bestimmte Produkte gibt es nur von einem Händler, wenn dieser den Generalimport hat. Es gibt ein paar Leute im Forum, die sich gerade in solchen Fällen bemühen, auch Alternativprodukte zu benennen. Ich selbst bemühe mich, das zu tun. Schlägt ein Fragesteller selbst einen Händler vor, ist es nicht mein Ding, das zu ändern. Geht es aber um das optimal passende Zubehörpaket, dann muss ich konkret werden, und im Falle des von Dir aufgeführten ICS-Zubehörpaketes gab es eben wesentliche Kritikpunkte, die über abstruse Berechnungen von Batteriekosten erhaben sind (mein Skysurfer ist aus Versehen bereits 3 Wochen eingeschaltet geblieben und hat nicht an Leuchtkraft eingebüsst - die Lithium-Zellen werden schließlich benutzt um den CMOS-Speicher von PC-Mainboards 5 Jahre lang mit Strom zu versorgen).
Genauso ließ sich meine Kritik aber auch auf die von TS angebotenen Luxus-Pakete beziehen. Da kommt kein Händler besser oder schlechter weg, als er im Rahmen seines Angebotes wirklich ist.

CS
Sven
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ManuBl Offline
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Ort: Karlsbad
#403975 - 20/06/2007 19:52 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Sven_Wienstein]


Hallo an alle,

zunächst mal vielen Dank für die vielen Informationen.
Nein ich bin noch nicht weg, das Thema ist nur sehr umfangreich, und die Beste Lösung scheint es ja nicht zu geben. Insofern sind sich ja alle einig.

Ich will ja schon was kompaktes. Brauche ich Goto? Ich meine es wäre schon schön gleich am Anfang einigs zu finden. Gestern habe ich mein altes Bresser Wackelgestell mal auf die Terasse gestellt und ausprobiert. Bevor ich den hellsten Stern auf der Linse hatte, waren die Wolken da.

Gesurft habe ich auch.
Gefallen haben mir die Celestron NexStar SE.

Könnten die was für mich sein.
Ich möchte auf jeden Fall ein Teleskop einer Firma, wo man dann auch umfangreiches Zubehör bekommt.

Wie geasgt, sind mir ja auch Erdbeobachtungen wichtig. Kann man mit diesen Teleskopen ein Bild bekommen, das richtig herum dargestellt wird?

Gruß

Manuel

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Berberich Offline
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#403976 - 20/06/2007 22:35 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hi Manuel,
es gibt ein s.g. "AMICI-Prisma", das bringt Dir ein seitenrichtiges, aufrechtes Bild, Gibt es bei Baader-Planetarium und anderen Händlern. Das ist so wie bei einer Spiegelteflexkamera. Dort würdest Du ohne das Prisma ja auch alles seitenverkehrt und kopfstehend sehen. Kostenpunkt kenne ich nicht, aber es ist finanzierbar. (Denke so um die 50-70 Euro).
Zum GOTO: ich selbst habe es zwar an meinem 12" Meade SC, finde es aber für einen Anfänger grottenfalsch! - Warum? - Weil ich es eben habe und damit 10 Jahre lang den Himmel nie habe richtig kennengelernt. OHNE GOTO miß man suchen, und dabei lernt man sich da oben auszukennen.
Ist meine persönliche Meinung nach 25 Jahren Astronomie. Viele schwören darauf. Man ist eben schneller, aber man lernt nichts dabei, weil einem der Computer das Denken und Handeln abnimmt.

- Das muß jeder für sich entscheiden.

Gruß
Winfried

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Sven_Wienstein Offline
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#403977 - 21/06/2007 00:24 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel,

Zubehör kauft man nicht von einer Firma, sondern von der Firma, die das beste Zubehör-Produkt für die eigenen Wünsche liefert. Dafür gibt es ein paar Anschlussnormen:
1,25 Zoll Steckhülse (1,25"=31,8mm): Okulare, Prismen und andere Elemente werden über diesen Anschluss ans Teleskop gebracht. Die Teile werden einfach mit einer Hülse in eine Fassung geschoben und darin mit einer Schraube oder edler mit zwei Schrauben oder einem Klemmring, gehalten.
2" Steckhülse: Einige Geräte haben diesen Anschluss, der sich quasi nur durch den größeren Durchmesser vom 1,25" Anschluss unterscheidet. Man kommt manchmal auf den Gedanken, 2" Okulare wären irgendwie "besser" oder "heller" als 1,25" Okulare, das stimmt aber nicht, man kann nur mit 2" einen größeres wahres Gesichtsfeld, also einen größeren Himmelsausschnitt betrachten.
1" Steckhülse (24,5mm): Veralteter Anschluss, ist übrigens kein Zahlendreher, 24,5mm stimmen, man nennt das Ding nur "ein Zoll". Kaum noch Zubehör erhältlich.

"SC-Gewinde": Das ist ein Gewindeanschluss den m.W. zuerst das C8 hatte und der dann an vielen weiteren Cassegrain-Teleskopen (nicht nur SCs) benutzt wurde. größere Cassegrains haben allerdings auch noch andere Gewinde und es gibt auch noch größere Steckfassungen. Das sind dann aber "Spezial-Geräte".

Für Einschraub-Filter gilt, dass 1,25" Filter in 28,5mm Gewinde und 2" Filter in 48mm Gewinde passen. Besonders beim 48mm Gewinde gibt es aber keine richtige Norm, was zu dieser Seite führte: http://www.svenwienstein.de/HTML/filtergewinde_kompatibilitatst.html

Jedenfalls kannst Du ein Teleskop kaufen und die Okulare und andere Sachen dazu von ganz anderen Firmen. Achso, beim Anschluss von Sucherfernrohren gibt es auch keine richtige Norm, manche passen zueinander, manche nicht. Die Händler wissen das aber. (Wenn nicht: Fernabsatzgesetz!)

Clear Skies
Sven
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jelee Offline
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#403978 - 21/06/2007 02:35 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel!

Die besten Tipps von erfahrenen Sternfreunden sind hier schon gegeben worden. Es gilt sie nun sorgsam zu beachten.

Wichtig ist vielleicht zu bedenken, dass all Deine Forderungen nach Kompaktheit, Eignung für Planeten und terrestische Beobachtung, langfristige Zufriedenheit, GoTo, d.h. einfache Bedienung etc. nicht ohne weiteres unter einen Hut bringen lassen. Zumal nicht abzusehen ist, was die Zukunft an neuen Interessen bringen wird (z.B. vielleicht doch Deep Sky, und Du willst doch mal Deine Terasse verlassen und rausfahren). Hier sollte man sich nicht von den Werbeversprechungen blenden lassen, schon gar nicht von deren Begleitfotos. Nicht umsonst gibt es so viele verschiedene Instrumente.

Wenn die Werbungen noch so seriös sein sollten: Als Einsteigerinformationen taugen sie meiner Meinung nicht viel.

Hier hilft nur, so wie viele erfahrene Sternfreune immer wieder vorbeten, durch ein echtes Teleskop durchzugucken. Am besten durch mehrere. Dies scheint mir, der ich ebenfalls ein Anfänger bin und schon viele heiße Teleskopkandidaten hatte, der wichtigste und hilfreichste Tipp zu sein. Macht das mal!

Zur gleichen Zeit sich etwas astronomisches Grundwissen anzueignen, schadet sicherlich nicht und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass man nach dem ersten Durchschauen enttäuscht ist und das Hobby für sich abhakt; denn so spektakulär ist der rein visuelle Eindruck nicht, als die allgegenwärtigen Astrofotos suggerieren. Das Ding hinter den Augäpfeln ist für die Begeisterung zuständig und entscheidend, aber das weißt Du schon, sonst wärst Du gar nicht auf die Idee gekommen, nachts in den Himmel zu starren. Hilfreich wäre auch, im Internet nach Seiten mit Wiedergabe der visuellen Eindrücke zu schauen oder auch nach Zeichnungen, wobei bei Zeichnungen zu bedenken ist, dass es zum Teil alte erfahrene Hasen sind und sie viel mehr sehen als ein Anfänger in der ersten Zeit überhaupt kann.

Meiner Meinung nach sollte man danach erst den Teleskoperwerb ernsthaft erwägen. Das kann viel Frust und unnötige Geldausgabe vermeiden.

Natürlich ist das auch eine persönliche Geschmacks- und Temperamentsache. Da aber die Teleskopwahl leider eine nicht ganz so einfache Sache ist, ganz so wie Du Deinen ersten Post betitelt hast, ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem ersten spontanen Kauf Pech zu haben, nicht klein, wie aktuell zwei Nachbarthreads beweisen.

Soweit ein bescheidener aber wortreicher Hinweis eines Leidensgenossen

Gruß und CS!

P.S.: Meiner Meinung nach das wichtigste astronomische Instrument für den Einsteiger: Die drehbare Sternkarte! Es gibt zwar mehrere Internetdownloads, die sehr gut sind. Lehrreicher sind aber die Klassische von Kosmos oder die neue von Oculum mit ausführlicher Bedienungsanleitung. In Frankfurt gibt's sogar ein eigenes Seminar hierzu einmal im Jahr.
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#403979 - 21/06/2007 18:08 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Hallo Winfried,

Zitat:

Zum GOTO: ich selbst habe es zwar an meinem 12" Meade SC, finde es aber für einen Anfänger grottenfalsch! - Warum? - Weil ich es eben habe und damit 10 Jahre lang den Himmel nie habe richtig kennengelernt. OHNE GOTO miß man suchen, und dabei lernt man sich da oben auszukennen.
Ist meine persönliche Meinung nach 25 Jahren Astronomie. Viele schwören darauf. Man ist eben schneller, aber man lernt nichts dabei, weil einem der Computer das Denken und Handeln abnimmt.





Wie dir eventuell schon einmal aufgefallen ist, vertrete ich eine etwas andere Einstellung. Aus diesem Grunde hier meine Auffassung für Manuel:

Für GOTO:
+schnelles Auffinden der jeweiligen Objekte mit einer Fehlerquote von nahezu 0%
+automatische Nachführung
+das anvisierte Objekt ist in der Regel auch immer das ausgwählte Objekt (keine Fehlschläge wenn zahlreiche ähnliche Objekte näher zusammen stehen)
+vorallem in den kurzen Sommernächten eine effektivere Nutzung der zur Verfügung stehenden Beobachtungszeit (keine Zeitverluste durch Aufsuchen und Nachführung)
+vollkommmene Konzentration auf die Beobachtungsobjekte ohne Ablenkung durch andere Tätigkeiten möglch

Gegen GOTO:
-etwas kostenaufwändiger
-benötigt Strom

Ach ja, noch etwas:
Da die meisten Dobsons in der Regel nicht über Teilkreise verfügen bleibt nur das Aufsuchen mittels Starhopping. Diese Methode ist unter einem guten Himmel zwar ganz praktikabel, aber bei schlechteren Bedingungen (fehlende Referenzsterne) gepaart mit dem praktischen Kenntnisstand eines Einsteigers kann dies sehr schnell zu einem ersten Frust führen, da der erhofte Erfolg ausbleibt.
GOTO Geräte ermöglichen gleich erfolgreiche Beobachtungen und führen den Benutzer mit der Zeit an den Himmel heran, der Wunsch nach dem "Selbstauffinden" stellt sich irgendwann ganz von selbst ein.
Natürlich freut man sich wenn man ein lichtschwaches Objekt selbst gefunden hat, aber wäre die aufgewendete Zeit nicht besser für Beobachtungen aufgehoben?
Soweit mein Standpunkt.(Vielleicht fällt mir noch etwas ein)

Hier für Manuel nun 2 Links zu eher kompakten (zweitere eher) GOTO Geräten:
Die LXD-75 Serie:
http://www.meade.de/produkte/teleskope.html?act=plst&actid=3030
Die LX90GPS Serie:
http://www.meade.de/produkte/teleskope.html?act=plst&actid=70

Schöne Grüße
Daniel Martins

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ManuBl Offline
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#403980 - 21/06/2007 18:59 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: deaktiviert_11169]


Danke an alle,

Bei der zuletzt genannten Empfehlung Meade LX 90 GPS: soviel wollte ich jetzt nicht ausgeben.

Eher so um die Meade ETX 90 oder 125 PE, wobei mir nach wie vor das Celestron NexStar 5 SE trotz der Signalfarbe zusagt.

Goto will ich eigentlich schon, um mir den Frust am ersten abend zu ersparen, nichts richtiges zu finden. Und wenn ich ein Teleskop habe und gleich merke, dass diese Funktion doch wichtig gewesen wäre, dann würde ich mich sehr ärgern. Normalerweise will ich auch wissen, was so ein Computer denn eigentlich macht, und ihn manchmal auch anhand der Sternenkarte überprüfen.

Mittlerweile werde ich immer überzeugter, dass die Cassegrain Reflektoren recht kompakt sind. Darüberhinaus ist der Einblick von hinten gut handhabbar.

Habe ich irgendwelche Nachteile übersehen?

Gruß

Manuel

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deaktiviert_11169 Offline
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#403981 - 21/06/2007 19:38 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel,

Die ETX Geräte sind zwar sehr kompakt und als Reiseteleskope auch durchaus zu empfehlen, allerdings ist es hier nicht so sicher ob du vom ersten visuellen Eindruck trotz GOTO so beeindruckt sein wirst, denn hier fehlt es schlicht an Öffnung.
Um den selben Preis bekommst du bereits einen gut ausgerüsteten Dobson, da siehst du dann garantiert mehr, GOTO hin oder her. Als Reiseteleskope sind Geräte wie die ETX Serie oder die Nexstar SE Serie zwar ganz nett, aber hier bezahlst du etwas zu viel Geld für zu wenig Öffnung. GOTO alleine ist kein Alheilmittel wenn es an der nötigen Öffnung mangelt, erst GOTO + entsprechend große Öffnung (ab ca. 8'') ist vielleicht in der Lage die Erwartungen zu erfüllen.
Sollte es sich in diesem Rahmen bewegen empfehle auch ich dir einen Dobson, mag für den allerersten Anfang vielleicht nicht ganz so einfach sein, aber wenn du etwas gefunden hast, dann erkennst du zumindest auch die Natur des Objektes und keinen nebligen Lichtfleck.
GOTO macht deshalb meines Erachtens erst in Verbindung mit einer entsprechend großen Öffnung Sinn, ansonsten bist du besser bereaten wenn du das Geld was ein kleines GOTO System kostet, in einen Dobson mit Zubehör investierst.
Merke, Öffnung bedeutet sehen, alles andere kommt später

Schöne Grüße
Daniel Martins

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Berberich Offline
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#403982 - 22/06/2007 09:30 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: deaktiviert_11169]


Hallo Manuel,

es ist so wie Daniel schreibt:
bei GOTO zahlst Du 70% für die Montierung - und siehst bei kleinen Geräten kaum was.
Beim Dobson bezahlst Du bei 8" f:6 90% für die Oprik und 10% für die Rockerbox. Das heißt sehen, sehen, sehen!
Und zu Bedenken: man kann den Dobson auch noch mit digitalen Teilkreisen aufrüsten, dann musst Du ihn nur in die Richtung schubsen, die Dir die Anzeige vorgibt. - Auch sehr einfach, nur eben nicht motorisch, dafür aber unabhängiger.

Gruß
Winfried

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Sven_Wienstein Offline
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#403983 - 22/06/2007 11:56 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel,

reden wir jetzt hier über ein Teleskop zur Planetenbeobachtung, oder reden wir von einem Allround-Gerät? Weil, die hier immer wieder genannten "Objekte" sind pauschal Deepsky-Objekte, die das Goto finden soll. Ich habe nicht gelesen, dass es plötzlich auch um Deepsky geht, wofür Goto einen gewissen Nutzen hat.

Wenn wir hier von einem Nexstar 5 SE als Planetenteleskop reden, also von einem Budget von deutlich über 1000 Euro, das ETX 125 liegt ja auch da, dann halte ich das für den Spezialzweck Planetenbeobachtung für ein bodenlos schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.
Was man da an Geld in den Sand setzt, kann man recht gut sehen, wenn man eine Kombination aus einem C6 und einer ADM- Montierung anschaut - ohne Goto. Das sind dann 6 Zoll Öffnung für 900 Euro und eine einfache Motorisierung wäre auch noch im Budget - gegen das Zoll mehr an Öffnung können die 5" Maks einfach nicht an. Aber auch diese Kombination würde ich nicht als designiertes Planetengerät vorschlagen. Für mich sind das alles nur Teleskope, die vom Marketing schön schmackhaft gemacht werden und auf Umschlagseiten von Astronomie-Büchern oder -Zeitschriften schön angepriesen sind.

Sollte es um ein ungeheuer kompaktes Planetenteleskop gehen, für Flugreisen zum Beispiel, dann ist ein Mak-Cassegrain durchaus ein guter Gedanke, ob 90mm oder 125mm kann man dann überlegen.
Ist Kompaktheit nicht der Punkt, sondern soll es nur transportabel sein, gibt es unzählige andere, günstigere und optisch bessere Lösungen. Zum Beispiel ein 150/1600 Planeten-Newton, oder ein 5" Mak-Newton. Und die relativ hochobstruierten Cassegrains, die aktuell diskutiert werden, spielt selbst ein schneller 8" f/5 Newton leicht an die Wand, und zwar ohne Belüftung, gar kein Vertun.

Kommt es nicht mal auf das Gewicht an (sondern nur, dass man die Einzelteile noch schleppen kann), könnte man auch einen 8" f/6 Newton auf eine EQ-6 Montierung setzen. Auch das geht sauber ins Budget hinein, und demgegenüber ist die Leistung der Goto-Spielzeuge der gehobenen Klasse dann wirklich in allen Disziplinen zu gering. Und als Variante ginge selbst eine HEQ-5 mit einem leicht gebauten 8" f/6 (oder vielleicht trägt sie die schwere Dobson-Variante sogar).

Wirklich, man kann gerne darüber diskutieren, ob Goto für Deepsky sinnvoll ist (bei diesen kleinen Öffnungen noch dazu), aber wenn es um Planeten geht, kann mir keiner weismachen, dass derjenige, der einen unübersehbar hellen Planeten nicht finden soll, dann in der Lage wäre, die Sterne für's Alignment seines Goto-Teleskopes herauszufinden.
Die ganze Diskussion hier scheint mir bislang überhaupt nicht zielführend, auch wenn meine Sicht der Dinge desillusionierend sein mag.

Clear Skies
Sven
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Berberich Offline
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#403984 - 22/06/2007 14:57 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Sven_Wienstein]


Hi Manuel,

und so sieht eine solche Kombination aus. Ich stelle ab und an meinen 8" Galaxy auf die GP-DX von Vixen. Fotografisch nicht so das Wahre, aber visuell einwandfrei, zumindest bei nicht all zu starkem Wind.

Gruß
Winfried


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ManuBl Offline
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#403985 - 22/06/2007 17:58 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Hallo,

wahrscheinlich habt ihr alle recht, denn wenn ich zum Goto erstmal ein paar Sterne finden muss, um es einzustellen, ist es auch nicht so einfach.
Kompakt ist praktisch, ab ins Flugzeug will ich es ja eigentlich auch nicht mitnehmen. Man sollte es noch schleppen können.

Ein Motor zur Nachführung muss es aber schon sein.

Jetzt habe ich also erkannt, dass ich eigentlich zwei Schwierigkeiten habe:

Mit dem Teleskop (am besten ab 8") brauche ich noch stabiles Stativ und Montierung .

Eigentlich hofft ich auf so ein Kompaktangebot, wo das alles zusammen dirin ist.
Ich werde mich also jetzt nochmals mit Montierungen beschäftigen.

So ein C6 Könnte mir auch gut gefallen, aber die ADM Montierung habe ich noch nicht gefunden.

Danke

Manuel

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Manner Offline
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#403986 - 22/06/2007 19:14 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]



Schon mal über ein 8"LXD75 nachgedacht?
Ist zwar durch seine kurze Brennweite nicht so der renner bei Planeten,dafür aber sehr Lichtstark bei DS.
Außerdem ist es mit GoTo ausgestattet,und die Montierung und das Stativ sollte für Visuelle zwecke ausreichend sein.
Das Preisleistungsverhältnis finde ich auch gar nicht so schlecht.

Gruß
Manfred

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#403987 - 22/06/2007 19:48 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hallo Manuel,

Alles drin ist gewissermaßen hier:
http://www.meade.de/produkte/teleskope.html?act=plst&actid=70
Die 8'' und 10'' Varianten sind bequem alleine zu tragen und zudem lässt sich der Tubus hier auch noch in die Gabeln einschwenken. (Ist allerdings vom Preis her etwas hoch angesiedelt)
Selbstverständlich seien an dieser Stelle die Nachteile der SC-Systeme nicht verschwiegen: Lange Auskühlzeiten und in Folge dessen verstärktes Tubuseeing gepaart mit einer höheren Obstruktion sind eben nicht jedermanns Geschmack.
Wie Sven schon schreibt macht es weniger Sinn 5'' und 6'' Optiken unbedingt mit GOTO zu verbinden, macht eben erst ab einer bestimmten Größe besonders bei DS Objekten Sinn.
Ein Mindestmaß an Kenntnis in Bezug auf den Sternenhimmel sollte aber auch vorhanden sein, auch wenn es schon Teleskope gibt (z.B.LX90GPS) welche die Initialisierungssterne eigenständig anfahren, womit nur noch die Positionierung derer in der Bildfeldmitte notwendig ist.

Schöne Grüße
Daniel Martins

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Sven_Wienstein Offline
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#403988 - 22/06/2007 20:30 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Manner]


Hallo Manfred,

JETZT haut's voll hin! Das isses! Da wird nach einem PLANETENTELESKOP gefragt, und Du kommst mit einem f/4 Spezialisten für Deepsky, für den man für die Planetenbeobachtung kaum die nötige Okularstaffel zusammenbekommt, und wenn dann für teuer Geld! (Zwischen f/4 und f/5 liegen Welten!)

Derweil kommt vom Threadstarter dies:
Zitat:

wahrscheinlich habt ihr alle recht, denn wenn ich zum Goto erstmal ein paar Sterne finden muss, um es einzustellen, ist es auch nicht so einfach.



Und dazu würde ich kommentieren, dass man vielleicht über ein ganz anderes Hobby nachdenken sollte!

CS
Sven
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Manner Offline
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#403989 - 22/06/2007 21:47 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Sven_Wienstein]



Hallo Sven

1.Habe ich gesagt das das Teleskop nicht gerade für Planeten geeignet ist,er aber auch DS betreiben möchte,und dafür ist es sehr gut.
Und
2.Hast du selber ein f6 Newton vorgeschlagen,was auch nicht gerade der Planetenkiller ist,also bleib mal ein bischen auf dem Teppich.
Ich selber halte ein SC auch eher für ein Allrounder,wofür ihm aber wohl das Geld fehlt.
Wenn man schon schwierigkeiten hat zwei Hauptsterne zu finden,die als Referenzsterne für die GoTo initialisierung nötig sind,sollte man noch lange nicht über ein neues Hobby nachdenken,jeder ist schließlich mal angefangen ohne sich groß am Himmel auszukennen.
Das ist etwas überheblich von dir.
Ein 8"Newton von Skywatcher auf HEQ-5 Pro wäre aber auch nicht verkehrt.

Gruß
Manfred

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Sven_Wienstein Offline
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#403990 - 23/06/2007 02:49 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Manner]


Hallo Manfred,

Nein, das ist nicht überheblich. Wenn jemand nicht die Mühe aufbringen mag, die Sternbilder kennenzulernen und einen Planeten zu suchen, kann er mit diesem Hobby nie auf einen grünen Zweig kommen.

Zum Newton habe ich geschrieben, dass zwischen f/4 und f/5 Welten liegen und von f/5 zu f/6 ist es auch noch ein saftiges Stück. Da ist ein drastischer Unterschied zwischen unseren Empfehlungen. Und sodann, wer meint, ein 8" f/6 Newton sei KEIN Planetenkiller, kann noch keinen richtigen 8" f/6 vor sich gehabt haben! Das mag wohl der feine Unterschied sein.

Und wer bitte sagt Dir, dass er Deepsky will? Die Anfrage lautete auf Planeten und Goto. Ich habe den Eindruck, Du hast beim Überfliegen hier gesehen, dass von Deepsky geredet wird, und zwar redet man hier an der Frage vorbei über den Nutzen von Goto beim einstellen von Deepsky-Objekten. Das will er aber gar nicht, weil er das in seiner streulichtverseuchten Umgebung für unmöglich hält. Vielleicht könnte man ihn überzeugen, dass er mit einem Filter doch etwas Deepsky beobachten kann, aber diese Seite hat ja bislang noch keiner aufgeschlagen!
Insofern fordert der Threadverlauf hier Widerspruch heraus, und ich liefere den gern ab. Zumal man hier schon auf einer Ebene widersprechen muss, die über bloße Meinungen hinausgeht. Dafür läuft es einfach zu krass in die falsche Richtung.

CS
Sven
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Antares Offline
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#403991 - 23/06/2007 02:56 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: ManuBl]


Hi Manu,
guck Dir das alles doch erst mal Live unterm Himmel an. Und vor allem guck durch.
Ein Teleskop kauft man nicht nach Farbe sondern nach Verwendungszweck und Anforderungen. Insgesamt kommt bei Eindruck auf, das Deine Vorstellungen und die Realität noch nicht so richtig passen.
In dem Stadium kann man sich fast nur verkaufen, wenn man das anhand von Prospekten macht.
CS
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Antares
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Manner Offline
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#403992 - 23/06/2007 09:24 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Antares]



Moin Sven

Oh da habe ich mich tatsächlich vertan,von DS ist da gar keine rede,muß da irgendwie durcheinander gekommen sein
Dann ist ein LXD75 natürlich blödsinn
Das kommt davon wenn man den thread nur schnell durchläuft.
Er spricht zwar von einem Allrounder,aber gezielt auf Planeten.
Zur Auffindung von Planeten ist ein GoTo nicht unbedingt nötig,macht es aber leichter.
Auch wird wahrscheinlich mal der Wunsch nach DS Objekten aufkommen,dann macht es allerdings Sinn.
Ein SC wie ein 8"LX90,dazu als Zubehör ein Bino für Planeten und ein Nebelfilter für DS wäre eine möglichkeit.
Da es aber wohl seine Finanzen sprengt,wäre eher ein 8"Newton auf GoTo Montierung wie dem HEQ-5 Pro,das dann nicht ganz so teuer wird,eher angesagt.

Grüße
Manfred

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Berberich Offline
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#403993 - 23/06/2007 13:19 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Manner]


Wunschgerät "Planetenkiller" finde ich wunderschön und es würde gut zu einem absoluten Einsteiger ohne jegliche Ahnung passen:
Saturn verschwindet gerade und wenn er wieder kommt, dann steht er für Jahre in Kantenstellung.
Jupiter krabbelt mühsam am Horizont entlang und war auch schon mal besser.
Mars ist ein kleines rotes Pünktchen, es vergehen Jahre, bis er wieder eine anschaubare Größe hat, um Details beobachten zu können. Zudem steht er mehr oder weniger am Morgenhimmel.
Und die anderen? Kleine bläuliche oder grünliche Scheibchen, die es nicht wirklich bringen.

Also wird unser Planetenfreund recht bald auf Deep Sky umschwenken wenn er merkt, daß sich das die kommenden Jahre kaum lohnt. Der Planeten-Guck-Wunsch wird oft übertrieben.

Gruß
Winfried

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TorstenK Offline
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#403994 - 23/06/2007 14:04 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Hallo Manuel,

wenn ich im Eingangsposting lese, daß es dir neben Planeten vor allem noch um Erdbeobachtung geht und das du von einer Terasse mit "viel Licht drumrum" zu beobachten gedenkst, würde ich raten, vielleicht doch eher vom Teleskopkauf Abstand zu nehmen.

Ein Leica-Spektiv für Erdbeobachtung hast du ja schon. Welches der diskutierten Teleskope sollte denn da bei der Erdbeobachtung einen Vorteil bringen?

Planeten sind, wie Winfried schon schrieb, die nächsten Jahre eher uninteressant und so viele gibts ja sowieso nicht davon.

Deepsky von einer hell beleuchteten Terasse aus ist auch nicht sonderlich erfolgversprechend.

Gruß
Torsten

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KlausTietzel Offline
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#403995 - 23/06/2007 14:24 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: TorstenK]


Hallo Torsten und Manuel,

vielleicht sollten wir mal klären, wie hell Manuels Terasse eigentlich ist?

Um meinem Balkon herum ist durchaus auch "viel Licht", beobachten macht mit Abstrichen trotzdem viel Spass.

Konkret: 10m vor mir und 5 meter über mir steht ne fette orange Strassenlaterne die zwar von mir weg strahlt aber dennoch alles aufhellt, in ca 50m Entfernung sind weisse Hauslampen, ca. 5 Stück. Mit Augenzusammenkneifen kann ich so auf dem Balkon Zeitung lesen. Ich wohne 30km von Nürnberg weg, Erlangen dazwischen. Bei seltenen, sehr guten Bedingungen kann ich die Milchstrasse erahnen, meistens habe ich vielleicht gerade mal 5mag. Nun, mit nem Tuch übern Kopf oder Augen vor den Auszug halten kann ich mit nem 8" F/6 Dobs trotzdem Offene Sternhaufen, die hellen Nebel, mit Filter den Zirrus sehen und die größeren Kugelsternhaufen auflösen. Galaxien beobachten erschöpft sich eher im Aufsuch"spass".

Vom Balkon kucken geht also auch unter Umständen, bei denen manche nicht mal den Sucher ans Rohr schrauben würden.

Manuel, wie siehtsn aus?

CS

Klaus
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'Professor: Relativität, Tensoren, Dilatanz - können Sie in einfachen Worten sagen, was das ist?'
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Manner Offline
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#403996 - 23/06/2007 15:41 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]



Hi

Planetenkiller=Salopp für Überbrennweitiges Teleskop oberhalb von f10.

Allerdings bei den Planeten ist zur Zeit nicht allzuviel los,deswegen sollte man auch schon mit der DS beobachtung liebäugeln.
Da Manuel sich anscheinend kaum am Himmel auskennt,wäre GoTo für ihm wohl schon ratsam.
Ein 8"SC oder Newton geht bei offenen und Kugelsternhaufen,Doppelsternen und hellen Nebeln auch unter Lichtverschmutztem Himmel.
Der eine oder andere Filter als Zubehör für Nebel,sowie ein Bino bei Planeten sind sehr nützlich.
Auch sollte Manuel genau überlegen ob er das Geld für solch ein Teleskop berappen will,bevor es kurze Zeit später im Keller verstaubt,denn für Erdbeobachtung macht es auch ein guter Feldstecher.

Grüße
Manfred

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Berberich Offline
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#403997 - 24/06/2007 11:33 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Manner]


Drehen wir die Sache doch einmal um:

Planeten sind die kommenden Jahre kaum drin. Für terristische Beobachtungen brauche ich ein Spektiv, das hat er bereits.

Ergo, wenn er sich wirklich am Himmel umschauen möchte, bleibt nur ein Teleskop übrig. Da es die eierlegende Wolfmilchsau nun mal nicht gibt, bleibt die Frage, was auf einem Balkon so möglich ist. Dabei sollte man nicht vergessen, daß der, der heute nur ein Fahrrad besitzt, später auch mal ein Auto fahren wird. Schließlich sollte so ein Teleskop etwas länger halten als ein Gebrauchtwagen.

Also kann er vom Balkon unter derzeit nicht optimalen Bedingungen den Himmel erst mal kennenlernen. So mit Vorhang zur Abschattung der Laternen u.s.w.

Und dazu wäre ein 8" f6 Dobson das trotz allem ideale Gerät. Ggf. auch ein Tal 6" f6. Der Grund: das geht auch noch unter erschwerten Bedingungen recht gut, ein f5 wäre "zu hell" für seine Bedingungen.

Wenn es sich mit dem Gerät eingesehen hat und das, was es schon vom Balkon aus bringt, ausgeschöpft hat, dann kommt er in die Zeit, in der er sich die Anschaffung eines Autos überlegt oder Freunde mit Auto hat, und dann kann er auch raus aufs Land fahren.

Gruß
Winfried

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TorstenK Offline
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#403998 - 24/06/2007 12:51 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: Berberich]


Zitat:

Und dazu wäre ein 8" f6 Dobson das trotz allem ideale Gerät. Ggf. auch ein Tal 6" f6. Der Grund: das geht auch noch unter erschwerten Bedingungen recht gut, ein f5 wäre "zu hell" für seine Bedingungen.




Hallo Winfried,

was meinst du mit "zu hell"? Zählt denn nicht allein die AP, egal ob mit f5 oder f6 erreicht?

Gruß
Torsten

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Berberich Offline
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#403999 - 24/06/2007 13:38 Re: schwierige Teleskopsuche [Re: TorstenK]


Hi Torsten,
unter schlechtem Himmel ist eine f6 Optik einer f5 deher überlegen, da sie den Himmelsausschnitt weniger aufhellt. Daher kann man einen 8"f6 meist noch benutzen, wenn ein größeres Gerät, z.B. 12" f5 mit dem Himmel schon nicht mehr zurecht kommt. Daher sind kleinere Geräte (oder auch lichtschwächere) häufiger einsetzbar. Natürlich spielt auch die AP eine Rolle, aber wo zuviel Licht ist, ist eben zuviel davon vorhanden.

Zudem meinte ich, daß eine recht langer f6 Dobson auf dem Balkon wesentlich leichter händelbar ist als ein "dickes Rohr" mit 10" f5 oder eine Kombination aus deutscher Montierung und großem Stativ. Der Dob ist einfach besser zu handhaben. Wuchte mal ein SC auf einem 1,5 Meter tiefen Balkon auf die Montierung . Das artet schnell in ganz schön Arbeit aus.
Ist aber reine Geschmacksfrage und ggf. nur meine eigene Ansicht.

Gruß
Winfried

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