2" Okulare für Celestron 5

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Dieter

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Hallo Forum!

Ich habe in einem Testbericht gelesen, dass das C6 und das C5 hauptsächlich für den Einsatz von 1,25" Okularen konzipiert sind. Die meisten 2" Okulare wären nur mit Abschattung einzusetzen.

Interessant wäre, welche 2" Okus Sinn machen.

Ich dachte evtl. an GSO 40mm mit 55 Grad GF oder 42mm Apex mit 52 Grad.

Es hat doch bestimmt jemand welche am C5 im Einsatz oder sonstige Erfahrungen.
 
Re: Keine 2" Okulare für Celestron 5?

Hallo! :help:

Hat denn noch niemand 2" Okulare an diesem schönen Fernrohr getestet?
 
Mensch Dieter, schon so lange hier im Forum und dann so eine elementare Frage!

Vergleich doch mal die Öffnung vom HS Blendrohr in Deinem C5 mit der Feldblende in diesen Okularen. Ich hab zwar weder ein C5 noch selbige Okulare, aber ich würde schätzen, das Blendrohr hat eine Öffnung von etwa 25mm und die Feldblende der Okulare ist um die 41mm. Mit andern Worten, das geht nicht ohne erhebliche Abschattung.

Das Thema wurde hier auch schon mehrfach diskutiert. Siehe z.B.: 2" Zubehör am C5

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Peter! :)

Besten Dank für deine Antwort.
Ich habe noch kein C5 und kann daher auch nicht messen.
Aber wenn das Blendrohr tatsächlich nur 25mm Durchlass hat, ist mir verständlich, dass 2" keinen Sinn macht.
 
Hallo Dieter,
ich hatte bis vor kurzem 20 Jahre lang ein Celestron 8. Habe ein 40 mm 2 Zoll (nur) 4-linsiges König Okular von AOK Swiss (Feldlinsen- (und -blenden) durchmesser 44 mm; kürzlich nachgemessen). Hatte mir dann noch den Baader Alan Gee Telekompressor zugelegt (ausschliesslich visuell) und war sehr zufrieden damit. (Habe leider einen Kratzer auf der Frontlinse, stört visuell nicht, weiss nicht, ob photographisch; deswegen hab ich ihn noch nicht verkauft - brauche ihn aber nicht mehr mit meinen neuen C 12 Dobson.)

Auf der Baader Homepage gibt's ne ganze Menge Informationen für C8 Besitzer (unter Alan Gee Telekompressor), weil der ja (visuell) dazu gedacht ist die 2000 mm lange Brennweite etwas mehr deep-sky aufnahmefähig zu machen.

Gruss
Rudi

Reter:

Deine Bemerkung über die "scheinbar dumme " Frage Dieter (und über seine lange Zugehörigkeit zum Forum) finde ich, mit Verlaub ...dummm. es gibt veile zu viele "Meister" oder ähnliches auf den Foren, die keine Ahnung von Nix haben haben und nur viele (wert-und sinnlose) Nachrichten schreiben um endlich Meister im Forum zu werden - und sich dann in einer -eindeutig - SCHEINBAREN Chefposition gut fühlen zu können.

Rudi
 
Dieter,

ich komme auf eine Apertur von 24mm für das HS Blendrohr am C5, wenn ich die entsprechende Dimension an meinem C8 von 38mm mit dem Faktor 5/8 skaliere. Beides sind ja f/10 Systeme und das C5 kann man als ein um diesen Faktor verkleinertes C8 ansehen.

Vielleicht können sich mal C5 Besitzer hier mit einer tatsächlichen Messung der Blendrohröffnung melden.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Peter,

ganz so einfach ist es auch wieder nicht, weil die Randstrahlen ja schräg durch das Blendrohr gehen, kann man allein durch dessen engste Stelle (die ja nicht in der Bildebene liegt) noch nicht auf das maximal beleuchtete Feld schließen (abgesehen von all den anderen Faktoren).
Daher immer wieder mein "Blatt Papier Praxistest" - einfach das Gerät mit einem "gängigen Okular" auf unendlich scharfstellen (Turm am Horizont) und dann statt Okular usw ein Blatt Papier hinter die Öffnung halten und den beleuchteten Kreis betrachten bzw. vermessen. Das zeigt jedenfalls das visuell brauchbare Feld auf. Das Auge ist ja nicht so sensibel auf Vignettierung, wie es eine Kamera ist.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

das mit Deinem Papiertest ist 'ne feine Sache und gefällt mir so gut, dass ich's gleich mal an meinem C8 durchexerziert habe.

Allerdings, einen Haken hat die Sache: um das Bild bzw. den Leuchtfleck auf der Mattscheibe im Tageslicht erkennen zu können, muss die Optik wenigstens f/6 oder schneller sein. Bei langsameren Optiken, also insbesondere beim C8 mit f/10, wird es erforderlich, die Mattscheibe gut vom Tageslicht abzuschirmen, sonst sieht man gar nichts.

Ich habe das erst mit einem schwarzen Tuch versucht, wie die Photographen vor über 100 Jahren, aber das war mir zu fummelig. Schließlich habe ich das C8 mit einer großen Röhre aus schwarzer Pappe nach hinten verlängert. Das funktionierte dann ganz gut. Für die eigentliche Messung des ausgeleuchteten Feldes habe ich mit schwarzer Tinte eine Zielscheibe mit verschiedenen Kreisdurchmessern auf's Papier gezeichnet und das jeweils am Ende von verschieden langen Pappröhren am C8 montiert.

Und hier sind meine C8 Ergebnisse für den gemessenen Bildfelddurchmesser BFD bei drei verschiedenen Backfocus BF Abständen der Mattscheibe:

.... BF ...... BFD
.. (mm) .... (mm)

...... 0 ....... 40
... 100 ....... 50
... 200 ....... 60


Die angegebenen Werte entsprechen meiner subjektiven Einschätzung von einem visuell brauchbaren Feld mit einer kaum wahrnehmbaren Variation der Ausleuchtung. Außerhalb des angegebenen Durchmessers wird das Bild dann aber sehr schnell dunkel und unbrauchbar.

Wie man sieht, hängt das Ergebnis vom eingestellten Backfocus ab. Mit wachsendem Abstand wächst auch der brauchbare Bildfelddurchmesser. Die Abschätzung der Feldgröße über die Blendrohröffnung gilt natürlich nur in unmittelbarer Nähe dieser minimalen Öffnung, also im Limit BF = 0.

Nun, das sind natürlich alles bekannte Sachen, die nicht nur SCTs, sondern auch Macs mit variablem BF betreffen. Das wurde erst neulich hier diskutiert:

Max. Gesichtsfeld mit Maksutov

Meine Messungen betreffen die Situation am C8. Um daraus Aussagen über das kleinere C5 abzuleiten, sollte man sämtliche linearen Dimensionen, also auch die BF und BFD Werte, um einen Faktor 5/8 = 0.625 skalieren.

Bei einem BF = 125 mm hätte man dann einen brauchbaren Felddurchmesser von 37 mm am C5. Ob das den Einsatz von 2" Zubehör rechtfertigt und wenn ja welches, müsste man sich dann überlgen. Noch weiter mit dem Fokus rauszugehen, bringt meines Erachtens nichts, denn damit wächst die effektive Brennweite des Systems und die Abbildungsqualität verschlechtert sich.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
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