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Diskussionsforen (35) kleine I_Gramm-Typologie
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Rohr Offline
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Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 573
Ort: HASSFURT in Bayern
#51800 - 16/06/2003 21:30 (35) kleine I_Gramm-Typologie


(35) kleine I_Gramm-Typologie

Wenn man über Interferogramme redet, sollte man in etwa wissen, wie so etwas aussieht. Interferogramme kann
man mit jedem guten Optical Design Program simulieren. In meinem Fall ist es ZEMAX, das ich mir gerade aus
solchen Diskussionen heraus vor vielen Jahren zugelegt habe. War nicht gerade billig - geht nix mit Raubkopien.

Hier werden nur 3 Grund-Typen vorgestellt:
A) das perfekte System im Fokus und außerhalb
B) Grund-Erscheinungs-Formen der Koma
C) Grund-Erscheinungs-Formen von Astigmatismus

Das optische System ist sinnvollerweise ein f/4 Newton 250/1000, den man als Datei in ZEMAX steckt. ZEMAX
rechnet also auch Interferogramm, und dadurch kann man bestimmte typische Fälle simulieren: Einstellbar sind
also:

Y-tilt und X-tilt
Fokus = -1000
Bildhöhe in X und Y mit 0, 1, -1
für Astigmatismus noch eine torische Bk7-Linse mit einem Radius von -5 000 000 (Bild7)
und einem Radius von -500 000 (Bild 8)

Fortsetzung bei:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=3508

Wolfgang Rohr

hoch
spatz1 Offline
Mitglied

Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 2898
#51801 - 17/06/2003 15:00 Re: (35) kleine I_Gramm-Typologie [Re: Rohr]


Hallo...

Ich habe mir auf AstroTreff die I-Gramm-Bilder angesehen, und dabei fällt mir eines
auf, bzw. da habe ich Frage zu:

Diese Bilder sind ja rein künstlich erzeugt, also die verwendeten "Flächen" sind mathematisch glatt, es
gibt keine wie auch immer geartete "Mikrorauhigkeit" oder sonstiges...es handelt sich
um die Idealform von I-Grammen.

Dabei fällt mir auf, das die Linien nicht scharf begrenzt sind, sondern ineinander übergehen, bzw. der Raum zwischen
zwei Linien ist nicht scharf begrenzt, sondern es handelt sich um einen Übergang.

Vergleichbar ist das wohl mit einem Beugungsbild an einem Doppelspalt.

So, nun zu meinem Knackpunkt:
Es war irgendwann mal zu lesen, das die "Lichtfreiheit" der Streifenzwischenräume bzw. die Schärfe der Abgrenzung
zwischen der Linie und dem Zwischenraum eine Aussage über die Glätte der optischen Flächen zulasse...ich war nun der Meinung,
das die hier verwendeten, idealen mathematischen "Flächen" ebenfalls das Idealbild zeigen müßten...in meinen
Augen sind die Zwischenräume aber relativ verwaschen...?

Oder ist das eine Frage der Skalierung der I-Gramme ?

Oder ist im mathematischen Modell eine Mikrorauhigkeit "eingebaut" ?

_________________________
Solong...
mfg Frank.

-MSUGG-

hoch
Rohr Offline
gesperrt

Registriert: 14/08/2002
Beiträge: 573
Ort: HASSFURT in Bayern
#51802 - 17/06/2003 15:43 Das sind ZEMAX-generierte Bilder [Re: spatz1]


Hallo Frank,

das sind künstlich gerechnete Interferogramme, die nur be-
stimmte häufig vorkommende Interferogramm-Muster simulieren
sollen:

Koma außerhalb einer Newton-Optik-Achse, trifft immer dann
zu, wenn nicht exakt justiert, und muß vom Ergebnis abge-
zogen werden, Koma bei Zentrierfehlern oder Kollimations-
Fehlern von FH-Objektiven
Astigmatismus bei Spiegeln, bei falscher Lagerung oder
einseitigemr Druck.

Sowohl Koma wie Astigmatismus kann behoben werden, je nach
Ursache.

Weil über Interferogramme diskutiert wurde, habe ich diese
wirklich kleiner Übersicht simuliert und beigesteuert.
Eine schöne Übersicht war auch auf der Veröffentlichung
vom Bath-Interferometer vor ca. 25 Jahren. Ich habe nicht
immer sofort alles parat - leider.

Maile mich privat an, wenn Du es noch genauer wissen willst.

Gruß!

Wolfgang


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