Stefan1960
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Seit März diesen Jahres habe ich als Anfänger ein NexStar SLT 130 Newton mit f5, also ca. 650mm Brennweite. Ein Gerät, was nach gängiger Meinung hinreichend Öffnung hat, um als Anfänger die wichtigsten Objekte ohne großes Theater und mit akzeptabler Qualität beobachten zu können. Ein Gerät auch, von dem man erwarten sollte, dass die integrierte Goto-Steuerung dem Anfänger die Orientierung im Nachthimmel vielleicht nicht abnimmt, aber immerhin doch erleichtert.
Vorab: Das Gerät kann diese Erwartungen innerhalb gewisser Grenzen erfüllen. Aber bis ich zu diesem Schluss kam, war es keineswegs nur ein Fingerschnipp. Die Hoffnung, dass Auspacken und Aufbauen ausreicht, hat sich nicht erfüllt. Man muss was tun.
Damit andere Anfänger nicht den gleichen Leidensweg durchleben müssen, und womöglich vor der Zeit frustriert aufgeben, habe ich nachfolgend die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zusammengefasst:
1. Vergrößerung und Okulare: Mitgeliefert werden 9mm (72x) und 25mm (26x). Als Anfänger wollte ich alles sehen, was irgendwie interessant sein könnte. Keine Festlegung auf Planeten oder Deep Sky. Der Mond geht prima, aber schon beim Saturn kam die Ernüchterung: Mit 9mm (72x) kommt der Saturn als Punkt mit einem Strich daher. Das sieht noch gar nicht nach einem Planeten mit Ring aus. Also wurde ein 5mm Planetary (130x) angeschafft. Damit ist der Saturn immer noch ziemlich klein, aber man kann wenigstens den Ring als solchen erkennen, und auch dessen Schatten auf dem Planeten. Das ist ja schon mal was. An die Cassini-Teilung ist aber nicht im Traum zu denken. Also: bitte keine zu hohen Erwartungen! Außerdem: Noch kürzere Brennweiten für noch höhere Vergrößerungen werden problematisch, siehe unten.
2. Goto: Die ganze Goto-Einrichtung wollte anfänglich überhaupt nicht funktionieren. Die Eichungsprozedur ist okay, aber wenn man dem Ding dann sagte: Geh mal zum Mond oder zum Saturn, dann produzierte es ein oder zwei Handbreit Ablage. Nicht akzeptabel. So einfache Dinge wie Orion- oder Andromeda-Nebel waren nicht im entferntesten aufzufinden, und selbst die zuvor gewählten Eich-Sterne konnte er nicht wieder finden. Meine ersten Beobachtungserfolge musste ich durch hartnäckiges manuelles Suchen erzielen. Eine Nachführung zum Ausgleich der Erdrotation fand zwar statt (man konnte die Motoren arbeiten hören) Das Objekt der Begierde blieb aber nicht übermäßig lange in der Bildmitte.
Irgendwann stand ich entnervt vor der Frage, das Ding zurückzuschicken, oder aber selbst Hand anzulegen. Ich hab mich dann für den zweiten Weg entschieden und den Schraubenzieher zur Hand genommen. Glücklicherweise lässt sich das Teil ohne Spezialwerkzeug zerlegen.
Erster Befund: Der Schrittmotor der Höhenachse hat ein Fächerrad mit Optosensor zum Zählen der Schritte. Zwei Zähne des Fächerrades waren „ab Werk“ verbogen. Das Ding hat sich in der Folge beim Stellen einfach nur verzählt. Garantiefall? Keine Lust, alles einzupacken und zurückzuschicken. Also vorsichtig die Zähnchen geradegebogen. Ausprobiert und siehe da: Jetzt geht’s, wenn auch noch nicht perfekt.
Immer noch schlichen sich Fehler in der Positionierung ein. Hab lange gebraucht, die Ursache zu finden. Des Rätsels Lösung: Die Höhenachse hat eine Rutschkupplung. Diese war viel zu weich eingestellt. Leichte Stöße mit der Augenbraue gegen die Gummimuschel des Okulars haben schon ausgereicht, dass das Ding verrutscht. Zum Nachstellen muss man die mittige Mutter unterhalb der Spannschraube für die Tubusklemmung nachziehen. Da darf man ruhig kräftig nachziehen. Es wird dadurch keine Lagerung verspannt. Und auch bei kräftigem Nachziehen bleibt die Rutschfunktion noch erhalten.
Mit diesem „Tuning“ bin ich jetzt so weit, dass die gewünschten Objekte mit der Goto-Funktion gefunden werden. Allerdings nur mit 9mm (72x) findet man sie irgendwo im Gesichtsfeld. Für 5mm (130x) reicht die Positioniergenauigkeit nicht aus. Man muss mit geringerer Vergrößerung positionieren, dann manuell zentrieren, und schließlich auf höhere Vergrößerung wechseln.
Offene Frage: Wie viel Positioniergenauigkeit darf man erwarten?
3. Steifigkeit/Wackeln: Schon beim Tageslicht-Testspechteln fiel auf, das das Bild ziemlich wackelig ist. Mit 9mm (72x) ist das noch so akzeptabel. Mit 5mm (130x) ist das Beobachten nur sehr sehr vorsichtig möglich. Als Ursache habe ich drei Komponenten identifizieren können:
- Lagerspiel an der Höhenachse,
- Lagerspiel an der Azimutachse
- Wackelei des Stativs
Die mitgelieferte Anleitung hilft da nicht wirklich weiter. Nach einigem Suchen habe ich aber Abhilfe gefunden:
- Das Lagerspiel der Höhenachse lässt sich über eine Stoppmutter einstellen. Dazu muss der Plastikdeckel des Tubusträgers abgeschraubt werden (zwei Kreuzschlitzschrauben) => Mutter vorsichtig nachziehen.
- Auch das Lagerspiel der Azimutachse lässt sich über eine Stoppmutter einstellen. Dazu muss das Batteriefach abgeschraubt werden (vier Kreuzschlitzschrauben) => Mutter vorsichtig nachziehen.
- Beim Stativ kommt die Hauptwackelei aus den Gelenken zwischen Mittelteil und Stativbeinen. Hier muss man auf die Option „Zusammenklappen“ verzichten und die Gelenkschrauben wirklich fest anziehen. Viel hilft viel!
Mit diesen Maßnamen ist das Bild deutlich ruhiger. Übrig bleibt eine latente Weichheit des Stativs vor allem in den Beinen (Teleskopklemmung). Dazu muss ich mir noch was einfallen lassen. Hab auch schon Ideen. Dazu aber erst mehr, wenn ich wirklich eine Lösung habe.
4. Okularauszug(OAZ): Dem OAZ fehlt es an Feinfühligkeit. Die größeren Okularbrennweiten lassen sich noch recht gut in den Fokus bringen. Beim 5mm Planetary wird die Sache zum Geduldsspiel. Hab de OAZ mal zerlegt, um Abhilfemöglichkeiten zu identifizieren. Befund: Das verwendete Fett sieht irgendwie nicht nach Fett aus, sondern hat mehr Ähnlichkeit mit Pattex. Eine klebrige zähe Masse. Hab alles gesäubert und mit ordentlichem Fett neu geschmiert. Jetzt geht’s besser, weil leichtgängiger.
Der OAZ ist damit im Rahmen eines Anfänger-Teils akzeptabel. Aber glücklich bin ich noch nicht damit. Derzeit erwäge ich die Anschaffung eines besseren Zubehörteils.
5. Licht vs. Vergrößerung: Hier im Forum sind Lobeshymnen auf Deep Sky Beobachtungen mit 4“-Gerät zu lesen. Hat in mir den Eindruck erweckt, dass mit 5“ schon was gehen kann. Naja, tatsächlich kann man schöne Dinge sehen. Aber man muss die Kirche im Dorf lassen. So richtig berauschend ist das Ergebnis nicht. Den vergleichsweise hellen Orionnebel kann man zwar gut erkennen, ist aber bei 9mm (72x) doch ziemlich dunkel. Vom ebenfalls vergleichsweise hellen und im übrigen auch großen Andromedanebel kann man eigentlich nur den inneren Kern als diffuse Lichtwolke sehen. Der Ringnebel in der Leier ist schon schwierig. Bei 9mm (72x) ist er sehr sehr klein und im übrigen schon ziemlich dunkel. Bei 5mm (130x) ist er noch nicht wirklich groß, aber so dunkel, dass er kaum zu erkennen ist.
Soll heißen: Deep Sky geht zwar in Ansätzen. Und zum „dran schnuppern“ ist es wohl okay. Der richtige Aha-Effekt bleibt aber aus. Möglicherweise muss ich mal den heimischen Garten verlassen und in einer wirklich dunklen Ecke Deutschlands spechteln. Vielleicht hilft das ja. Über derartige Erfahrungen kann ich aber noch nicht berichten.
Bei Saturn und Jupiter ist die Helligkeit kein Problem. Man sollte aber mit mindestens 5mm (130x) oder noch stärkerer Vergrößerung beobachten. Und hier kommt obige Wackelei ins Spiel. Wenn man der Wackelei nicht Herr wird, ist das Planeten-Beobachten keine Freude.
6. Stromversorgung: Selbst wann man nicht viel am Himmel herumfährt, sondern das Ding einfach nur angeschaltet lässt, wird ganz ordentlich Strom gezogen. Die serienmäßigen Batteriefächer sind eine Mogelpackung. Das Gerät läuft zwar damit. Aber nach zwei bis drei Stunden ist der Batteriesatz leer. Teure Angelegenheit. Was Wiederaufladbares muss her. Ich habe mir 10 NiMh-Akkuzellen zu einem Paket zusammengelötet, mit selbstklebendem Klettband auf der Oberseite des Tubusträgers fixiert und über die glücklicherweise serienmäßig vorhandene Steckerkupplung des Gerätes angeschlossen. Wenigstens eine Baustelle, die leicht zu bedienen war
.
Nach Abarbeiten obiger sechs Punkte habe ich jetzt ein Gerät, was aufgebaut im Schlafzimmer neben meinem Bett steht. Es ist handlich genug, dass ich es als Ganzes mal eben durch die Schiebetür nach draußen tragen kann. Einfache, nicht zu anspruchsvolle Beobachtungen sind damit komfortabel möglich.
Ich hoffe, mit obigem Erfahrungsbericht anderen Einsteigern das Leben etwas leichter zu machen.
Und außerdem hoffe ich auf Anregungen und Ideen, was noch zur besseren Ausnutzung des Geräte-Potentials getan werden kann.
Vorab: Das Gerät kann diese Erwartungen innerhalb gewisser Grenzen erfüllen. Aber bis ich zu diesem Schluss kam, war es keineswegs nur ein Fingerschnipp. Die Hoffnung, dass Auspacken und Aufbauen ausreicht, hat sich nicht erfüllt. Man muss was tun.
Damit andere Anfänger nicht den gleichen Leidensweg durchleben müssen, und womöglich vor der Zeit frustriert aufgeben, habe ich nachfolgend die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zusammengefasst:
1. Vergrößerung und Okulare: Mitgeliefert werden 9mm (72x) und 25mm (26x). Als Anfänger wollte ich alles sehen, was irgendwie interessant sein könnte. Keine Festlegung auf Planeten oder Deep Sky. Der Mond geht prima, aber schon beim Saturn kam die Ernüchterung: Mit 9mm (72x) kommt der Saturn als Punkt mit einem Strich daher. Das sieht noch gar nicht nach einem Planeten mit Ring aus. Also wurde ein 5mm Planetary (130x) angeschafft. Damit ist der Saturn immer noch ziemlich klein, aber man kann wenigstens den Ring als solchen erkennen, und auch dessen Schatten auf dem Planeten. Das ist ja schon mal was. An die Cassini-Teilung ist aber nicht im Traum zu denken. Also: bitte keine zu hohen Erwartungen! Außerdem: Noch kürzere Brennweiten für noch höhere Vergrößerungen werden problematisch, siehe unten.
2. Goto: Die ganze Goto-Einrichtung wollte anfänglich überhaupt nicht funktionieren. Die Eichungsprozedur ist okay, aber wenn man dem Ding dann sagte: Geh mal zum Mond oder zum Saturn, dann produzierte es ein oder zwei Handbreit Ablage. Nicht akzeptabel. So einfache Dinge wie Orion- oder Andromeda-Nebel waren nicht im entferntesten aufzufinden, und selbst die zuvor gewählten Eich-Sterne konnte er nicht wieder finden. Meine ersten Beobachtungserfolge musste ich durch hartnäckiges manuelles Suchen erzielen. Eine Nachführung zum Ausgleich der Erdrotation fand zwar statt (man konnte die Motoren arbeiten hören) Das Objekt der Begierde blieb aber nicht übermäßig lange in der Bildmitte.
Irgendwann stand ich entnervt vor der Frage, das Ding zurückzuschicken, oder aber selbst Hand anzulegen. Ich hab mich dann für den zweiten Weg entschieden und den Schraubenzieher zur Hand genommen. Glücklicherweise lässt sich das Teil ohne Spezialwerkzeug zerlegen.
Erster Befund: Der Schrittmotor der Höhenachse hat ein Fächerrad mit Optosensor zum Zählen der Schritte. Zwei Zähne des Fächerrades waren „ab Werk“ verbogen. Das Ding hat sich in der Folge beim Stellen einfach nur verzählt. Garantiefall? Keine Lust, alles einzupacken und zurückzuschicken. Also vorsichtig die Zähnchen geradegebogen. Ausprobiert und siehe da: Jetzt geht’s, wenn auch noch nicht perfekt.
Immer noch schlichen sich Fehler in der Positionierung ein. Hab lange gebraucht, die Ursache zu finden. Des Rätsels Lösung: Die Höhenachse hat eine Rutschkupplung. Diese war viel zu weich eingestellt. Leichte Stöße mit der Augenbraue gegen die Gummimuschel des Okulars haben schon ausgereicht, dass das Ding verrutscht. Zum Nachstellen muss man die mittige Mutter unterhalb der Spannschraube für die Tubusklemmung nachziehen. Da darf man ruhig kräftig nachziehen. Es wird dadurch keine Lagerung verspannt. Und auch bei kräftigem Nachziehen bleibt die Rutschfunktion noch erhalten.
Mit diesem „Tuning“ bin ich jetzt so weit, dass die gewünschten Objekte mit der Goto-Funktion gefunden werden. Allerdings nur mit 9mm (72x) findet man sie irgendwo im Gesichtsfeld. Für 5mm (130x) reicht die Positioniergenauigkeit nicht aus. Man muss mit geringerer Vergrößerung positionieren, dann manuell zentrieren, und schließlich auf höhere Vergrößerung wechseln.
Offene Frage: Wie viel Positioniergenauigkeit darf man erwarten?
3. Steifigkeit/Wackeln: Schon beim Tageslicht-Testspechteln fiel auf, das das Bild ziemlich wackelig ist. Mit 9mm (72x) ist das noch so akzeptabel. Mit 5mm (130x) ist das Beobachten nur sehr sehr vorsichtig möglich. Als Ursache habe ich drei Komponenten identifizieren können:
- Lagerspiel an der Höhenachse,
- Lagerspiel an der Azimutachse
- Wackelei des Stativs
Die mitgelieferte Anleitung hilft da nicht wirklich weiter. Nach einigem Suchen habe ich aber Abhilfe gefunden:
- Das Lagerspiel der Höhenachse lässt sich über eine Stoppmutter einstellen. Dazu muss der Plastikdeckel des Tubusträgers abgeschraubt werden (zwei Kreuzschlitzschrauben) => Mutter vorsichtig nachziehen.
- Auch das Lagerspiel der Azimutachse lässt sich über eine Stoppmutter einstellen. Dazu muss das Batteriefach abgeschraubt werden (vier Kreuzschlitzschrauben) => Mutter vorsichtig nachziehen.
- Beim Stativ kommt die Hauptwackelei aus den Gelenken zwischen Mittelteil und Stativbeinen. Hier muss man auf die Option „Zusammenklappen“ verzichten und die Gelenkschrauben wirklich fest anziehen. Viel hilft viel!
Mit diesen Maßnamen ist das Bild deutlich ruhiger. Übrig bleibt eine latente Weichheit des Stativs vor allem in den Beinen (Teleskopklemmung). Dazu muss ich mir noch was einfallen lassen. Hab auch schon Ideen. Dazu aber erst mehr, wenn ich wirklich eine Lösung habe.
4. Okularauszug(OAZ): Dem OAZ fehlt es an Feinfühligkeit. Die größeren Okularbrennweiten lassen sich noch recht gut in den Fokus bringen. Beim 5mm Planetary wird die Sache zum Geduldsspiel. Hab de OAZ mal zerlegt, um Abhilfemöglichkeiten zu identifizieren. Befund: Das verwendete Fett sieht irgendwie nicht nach Fett aus, sondern hat mehr Ähnlichkeit mit Pattex. Eine klebrige zähe Masse. Hab alles gesäubert und mit ordentlichem Fett neu geschmiert. Jetzt geht’s besser, weil leichtgängiger.
Der OAZ ist damit im Rahmen eines Anfänger-Teils akzeptabel. Aber glücklich bin ich noch nicht damit. Derzeit erwäge ich die Anschaffung eines besseren Zubehörteils.
5. Licht vs. Vergrößerung: Hier im Forum sind Lobeshymnen auf Deep Sky Beobachtungen mit 4“-Gerät zu lesen. Hat in mir den Eindruck erweckt, dass mit 5“ schon was gehen kann. Naja, tatsächlich kann man schöne Dinge sehen. Aber man muss die Kirche im Dorf lassen. So richtig berauschend ist das Ergebnis nicht. Den vergleichsweise hellen Orionnebel kann man zwar gut erkennen, ist aber bei 9mm (72x) doch ziemlich dunkel. Vom ebenfalls vergleichsweise hellen und im übrigen auch großen Andromedanebel kann man eigentlich nur den inneren Kern als diffuse Lichtwolke sehen. Der Ringnebel in der Leier ist schon schwierig. Bei 9mm (72x) ist er sehr sehr klein und im übrigen schon ziemlich dunkel. Bei 5mm (130x) ist er noch nicht wirklich groß, aber so dunkel, dass er kaum zu erkennen ist.
Soll heißen: Deep Sky geht zwar in Ansätzen. Und zum „dran schnuppern“ ist es wohl okay. Der richtige Aha-Effekt bleibt aber aus. Möglicherweise muss ich mal den heimischen Garten verlassen und in einer wirklich dunklen Ecke Deutschlands spechteln. Vielleicht hilft das ja. Über derartige Erfahrungen kann ich aber noch nicht berichten.
Bei Saturn und Jupiter ist die Helligkeit kein Problem. Man sollte aber mit mindestens 5mm (130x) oder noch stärkerer Vergrößerung beobachten. Und hier kommt obige Wackelei ins Spiel. Wenn man der Wackelei nicht Herr wird, ist das Planeten-Beobachten keine Freude.
6. Stromversorgung: Selbst wann man nicht viel am Himmel herumfährt, sondern das Ding einfach nur angeschaltet lässt, wird ganz ordentlich Strom gezogen. Die serienmäßigen Batteriefächer sind eine Mogelpackung. Das Gerät läuft zwar damit. Aber nach zwei bis drei Stunden ist der Batteriesatz leer. Teure Angelegenheit. Was Wiederaufladbares muss her. Ich habe mir 10 NiMh-Akkuzellen zu einem Paket zusammengelötet, mit selbstklebendem Klettband auf der Oberseite des Tubusträgers fixiert und über die glücklicherweise serienmäßig vorhandene Steckerkupplung des Gerätes angeschlossen. Wenigstens eine Baustelle, die leicht zu bedienen war
Nach Abarbeiten obiger sechs Punkte habe ich jetzt ein Gerät, was aufgebaut im Schlafzimmer neben meinem Bett steht. Es ist handlich genug, dass ich es als Ganzes mal eben durch die Schiebetür nach draußen tragen kann. Einfache, nicht zu anspruchsvolle Beobachtungen sind damit komfortabel möglich.
Ich hoffe, mit obigem Erfahrungsbericht anderen Einsteigern das Leben etwas leichter zu machen.
Und außerdem hoffe ich auf Anregungen und Ideen, was noch zur besseren Ausnutzung des Geräte-Potentials getan werden kann.