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#557708 - 02/12/2008 12:51
Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
Hi zusammen, wie ist bei euch die Himmelsqualität??(Zuhause) Bitte nach der Bortle Skala bewerten: http://www.funastro.de/bortle.htmlBei mir ist sie 5 bis 4 aber eher 4.
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Grüße und Clear Skies,
Chris
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Hi, ca. 5, wenn nicht noch schlimmmer Viele Gruesse & CS, Oliver
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Hallo,
je nach Smog und Feuchtigkeit 6 oder 7.
Gruß,
Mario
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Hi Chris,
tja leider auch nur 6 bis 7 visuelle Grenzgröße bestenfalls 4m8-5m0.
Gruß
Lots
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Hallo Chris,
3-4, in der Regel aber eher um die 4...
CS, Julian
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Hallo Chris,
Mainz Innenstadt 7-8 würde ich sagen. Wenn es sehr klar und trocken ist vielleicht 6-7.
Grüße Thomas
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Hi, zu Hause im Garten beobachte ich bei etwa Bortle 4 (fst i.d.R. um 6m0, in richtig guten Nächten auch mal 6m2). Fahre ich 5km nach Westen, kratze ich in hervorragenden Nächten an Bortle 3. Und wenn ich 85km fahre - auch wenn danach nicht gefragt wurde -, um mich mit Kollegen am Stammplatz zu treffen, kann ich mich gelegentlich sogar an etwa Bortle 2(*) erfreuen  (*) Persönlich bin ich übrigens kein großer Freund der Bortle-Skala, die ist mir eindeutig zu grobskalig. Ich ziehe da die fainest-star-Methode (fst) vor - oder besser doch gleich SQM-Daten  . Am Stammplatz konnte zumindest in hervorragenden Nächten eine fst von 7m1 unabhängig von den einzelnen Beobachtern bestimmt werden  . Wo sollte ich das dann in der Bortle-Skala einordnen - unter Bortle 3+, oder doch eher unter Bortle 2-  ?? Nun denn, sicherlich alles eine Frage der persönlichen Vorlieben und der eigenen Ansprüche an die Bestimmung der Himmelsqualität - ich für meinen Teil bleibe bei fst und/oder SQM  ...
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CS, Mathias
"Man darf nicht das, was uns unwahrscheinlich und unnatürlich erscheint, mit dem verwechseln, was absolut unmöglich ist." C.F. Gauß
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#557811 - 02/12/2008 18:10
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: Klotzi]
Hi zusammen,
ich würd sagen da hab ichs e gut!
Thomas,du tust mir echt leid!!!!!
möchte noch mehr haben!
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Grüße und Clear Skies,
Chris
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Hallo, ich würde sagen 4 im Idealfall, wobei mir die Bortle Skala nicht so gut gefällt... fst. schwankt je nach Durchsicht zwischen 5,8 und 6,3. Wie Jan sehe ich das auch: es widersprechen sich manche Angaben bzw. müssen sich nicht wirklich ausschliessen, M33 hab ich dort noch nie gesehen aber eine hochgradig strukturierte und sehr plastische Milchstrasse schon sehr oft, was ja für Bortle 3 spräche aber 6,8mag Grenzgröße sind unrealistisch bei uns. Und Thomas muss dir nicht sooo leid tun er kommt ja immer brav rausgefahren unter den guten Himmel und entlohnt uns dann auch noch mit Blicken durch sein Öffnungsmonster  Viele Grüße Benny
Bearbeitet von Benny (02/12/2008 18:28)
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#557869 - 02/12/2008 20:35
visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: Benny]
Hallo an alle Adler oder Uhus  Die bortle Skala kannte ich bis jetzt noch nicht  Ist das ernst gemeint - eine visualle Grenzgröße von 7m8 ??? Oder M 33 mit bloßem Auge sehen zu können ??? Geht das für einen normalen Menschen oder braucht man dafür eine Gentherapie mit Uhu-Genen oder wenigstens hochdosiertes Karotten-Doping? Oder brauche ich nur eine gelbe Armbinde mit ein paar schwarzen Punkten? Mal im Ernst, bislang galt für mich immer die vis. Grenzgröße von 6m5 als bestögliche, unter absolut optimalen Bedingungen erreichbare Sichtbarkeit. Ist diese Bortle Skala Unsinn, bin ich blind (oder ungebildet = blöd)  oder machen die Amis nach den Börsenblasen jetzt auch noch Grenzgrößenblasen  Was meint ihr dazu? Verwirrt, Thomas
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#558022 - 03/12/2008 12:10
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: Benny]
Hallo,
hier liegt die Qualität des Himmels irgendwo zwischen fünf und sechs. Demnächst bauen die hier aber in ein paar Kilometern Entfernung einen Binnenhafen von 65 Hektar und damit dürfte der Himmel hier wohl mindestens auf sieben abrutschen.
MfG
Rainmaker
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#558048 - 03/12/2008 12:47
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: Rainmaker]
Hallo,
Bortle 4 bei guten Bedingungen. Bortle 3 Bei idealen Bedingungen (2-3x im Jahr)
Beobachtungsort: Gerchsheim, zwischen TBB und WÜ, 368m ü.N.N.
CS Winfried
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#558050 - 03/12/2008 12:51
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: Berberich]
Hallo Thomas,
Deine Einschätzung kann ich teilen, Deine Dummheit nehme ich auch für mich in Anspruch....
mag ist besser zu klassifizieren als Bortle. Da gibt es Bezeichnungen, die treffen wohl nur auf die Wüstengebiete Arizonas oder Namibias hin und die haben wir nun mal nicht.
Aber unter idealem Himmel in den Hochalpen über 2000 Metern Höhe ist mag 7.2 schon mal drin. Aber wer von uns wohnt schon dort?
CS Winfried
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#558097 - 03/12/2008 15:27
Re: visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: ThoSch]
Hallo an alle Adler oder Uhus  Die bortle Skala kannte ich bis jetzt noch nicht  Ist das ernst gemeint - eine visualle Grenzgröße von 7m8 ??? Oder M 33 mit bloßem Auge sehen zu können ??? Geht das für einen normalen Menschen oder braucht man dafür eine Gentherapie mit Uhu-Genen oder wenigstens hochdosiertes Karotten-Doping? Oder brauche ich nur eine gelbe Armbinde mit ein paar schwarzen Punkten? Mal im Ernst, bislang galt für mich immer die vis. Grenzgröße von 6m5 als bestögliche, unter absolut optimalen Bedingungen erreichbare Sichtbarkeit. Ist diese Bortle Skala Unsinn, bin ich blind (oder ungebildet = blöd)  oder machen die Amis nach den Börsenblasen jetzt auch noch Grenzgrößenblasen  Was meint ihr dazu? Verwirrt, Thomas Hallo Thomas, die Frage nach der aktuellen Grenzgröße ist so unschuldig, dass man gar nicht ahnt, wie sehr da der Teufel im Detail steckt. Zunächst einmal ist es immer wieder belegt worden (und entspricht natürlich auch meiner eigenen Erfahrung), dass am selben Platz zur selben Zeit mehrere Beobachter durchaus mit ihren GG-Schätzungen um mehr als eine ganze Größenklasse auseinander liegen können. Dieselben Leute sehen aber mehr oder weniger gleich viel, wenn sie durch ein Teleskop schauen. Auch die Frage, wie SQM-Meßwerte mit geschätzten GG zusammenpassen, wird ziemlich kontrovers diskutiert. Ich glaube nun, für die Abweichungen eine plausible Erklärung gefunden zu haben. Es liegt an der individuellen Sehschärfe der Leute. Selbst wer tagsüber keine Brille braucht oder trägt, sieht nachts i.d.R. schlechter (Stichwort: Nachtmyopie). Wenn man aber die GG mittels Sternen (also Punktquellen) schätzt, dann verteilt sich bei leichter Fehlsicht das Licht auf einen größeren Bereich der Netzhaut. Das senkt die erkennbare Helligkeitsschwelle ganz deutlich - und zwar in derselben Größenordnung, wie die Schätzungen zwischen den Leuten schwanken! Ein Mitbeobachter z.B. trägt im Alltag keine Brille. Er hat sich kürzlich eine zum Beobachten besorgt und erreicht damit (nach ersten Versuchen, denn das Wetter hier ist seit Wochen Sch.....) ca. eine Größenklasse mehr! Auch ein mathematisches Modell von Bradley Schaefer (dier sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich mit "Sichtbarkeitsfragen" und Grenzgrößen beschäftigt) zeigt als wichtigste Einflußgröße auf die fst die Sehschärfe (für Kenner: der Snellen-Term in seinen Gleichungen). Ich habe selbst eine fst/SQM-Eichkurve aufgestellt, mit anderen solchen Kurven und dem Schaefer-Modell verglichen. Man kann diese Kurven durch vertikale Verschiebung zu ordentlicher Übereinstimmung bringen - und hat damit nichts anderes als die individuelle Sehschärfe variiert. Wenn man die fst mit Hilfe flächig ausgedehnter Objekte (Milchstraße) bestimmt, dann wirkt sich die Sehschärfe weniger aus. Eine flächenbasierte Skala wie die von Bortle ist daher m.E. grundsätzlich für visuelle Schätzungen besser zu gebrauchen. Allerdings finde ich die Bortle-Skala praktisch viel zu grob: zwischen guten (SQM ~ 20,80) und durchschnittlichen Nächten an meinem Stammplatz würde Bortle keinen Unterschied machen. Doch beobachterisch liegen "Welten" dazwischen! Der Snellen-Parameter stellt die Sehschärfe einer Person dar (s. Wikipedia). In Verbindung mit einer Eichkurve für fst/SQM, auf die man sich verständigen müsste, wäre es damit möglich die gewünschte Vergleichbarkeit von fst-Schätzungen endlich zu erreichen. Ein Beobachter müsste sich jemandem anschließen der ein SQM hat, und nach seiner Methode und mit seinen Augen eine fst schätzen. Aus dem SQM-Meßwert und der Schätzung ergibt sich nach Schaefers Modell ein Snellen-Wert für diese Person. Mehr ist nicht mehr nötig, um in Zukunft die Schätzungen dieses Menschen auf SQM rückzurechnen, wenn kein SQM zur Verfügung steht. Ich hoffe, diesen Ansatz in den nächsten Monaten in unserer Beobachtergruppe testen zu können. Wenn es funktioniert, können wir diesen Streitpunkt zu den Akten legen. Ich finde, dass diese Frage nicht gut in "Smalltalk" aufgehoben ist, sondern in "Beobachtungen visuell" oder "Astronomische Themen" verschoben werden sollte! Viele Grüße, bin gespannt auf eure Kommentare! Tom
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CS Chris
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------------------------------------------------------------------------- Victor Hugo: Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
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#558456 - 04/12/2008 16:28
Re: visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: watkin]
Hi zusammen,
na da ist es in verschiedenen Gegenden ein großer unterschied!
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Grüße und Clear Skies,
Chris
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Tja dann ist hier wohl 6-8, je nach Wetter usw....
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Hallo Tom,
das ist genau das, was ich schon seit geraumer Zeit feststelle. Es gibt für jeden Beobachter eine individuelle Kopplung der SQM-Werte an die fst, und die hängt von der Sehschärfe ab. Bei mir ist das Verhältnis so: Mein persönlicher "Nullpunkt": Bei SQM=20,0 habe ich fst=6,0mag. Ab da steigt meine persönliche Grenzgröße pro 0,1mag SQM auch um 0,1mag. Das habe ich mehrfach feststellen können, bis hin zu SQM=21,4, wo ich tatsächlich nach VdS-Aufsuchkarte im Zenit fst=7,4mag hatte. Ich habe übrigens tagsüber leichte Weitsichtigkeit, die sich nachts offenbar perfekt ausgleicht. Bei der Beobachtung am Teleskop kann ich aber z. B. Nebelstrukturen absolut nicht besser erkennen als meine Mitbeobachter. Klar: Jeder stellt am Teleskop seinen eigenen optimalen Schärfepunkt ein, da gibt es das Problem der Nachtmyopie nicht mehr.
Gruß, Arndt
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Hi, wie ist bei euch die Himmelsqualität Also, bei mir ganz eindeutig..., wenn ich so nach draußen schaue... ...die Bortelliste ist wohl nicht ganz vollständig, wo ist denn der Wert für "traumhauftes Wolkenpanorama - die Regenwolken scheinen greifbar nah, keine Milchstraße, Sterne oder gar dunkler Nachthimmel stören die Benieselung"? Mein letzter teleskopischer Blick auf den (klaren) Nachthimmel war im Mai... Gruß Stefan
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#558550 - 04/12/2008 20:31
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: StHz]
bei mir scheitert es schon daran, dass ich nicht weiss, was damit gemeint ist : "Tierkreisleuchten, Gegenschein und Zodiakalband sind sichtbar"
gruß andi
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#558565 - 04/12/2008 21:01
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: StHz]
Hallo Zusammen,
Tom's Feststellung kann ich bestätigen, mein Vater ist Brillenträger und sieht mit Brille schwächere Sterne als ich sehen kann obwohl meine Augen in Ordnung sind.
Hallo Stefan, hier siehts kaum besser aus, seit Monaten nur ein oder zwei Nächte mit gescheiter Sicht.
Je nach Dunst oder dünnem Hochnebel schätze ich hier nach Bortle meistens 5 mit Tendenz zur 6 im Norden, im Winter ist es besser...einzelne Nächte können recht gut werden, dann liegt die Himmelsqualität zwischen 4,5 und 5.
Viele Grüße Felix
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DON´T PANIC
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#558591 - 04/12/2008 21:49
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: Felix42]
Hallo Chris, wenn es meine Nachbarn gut mit mir meinen und alle Läden geschlossen sowie alle Hoflichter aus sind komme ich im gut geschützten Garten hinterm Haus durchaus auf Bortle 5. Wenn ich Zeit habe und nicht zu früh aufstehen muß beobachte ich auf einem dunklen Feld eine halbe Stunde von hier. Dort können es auch Bortle 4 sein, jedenfalls deutlich mehr als hier zu Hause. Anders sieht es jetzt um die Weihnachtszeit aus mit den Lichterketten und beleuchteten Weinachtsschnickschnack überall. Dann kann ich jede Beobachtung vom Garten aus getrost einfach vergessen Gruß und klaren Himmel Andreas
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#558671 - 05/12/2008 09:38
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: AndiHam]
bei mir scheitert es schon daran, dass ich nicht weiss, was damit gemeint ist : "Tierkreisleuchten, Gegenschein und Zodiakalband sind sichtbar"
gruß andi Hallo Andi, die Ekliptikebene ist von feinstem interplanetaren Staub erfüllt. Dieser streut Sonnenlicht. Wir beobachten diese Rückstreuung längs der Ekliptik mit unterschiedlicher Helligkeit. Am hellsten ist dieses Leuchten um die Sonne herum. Beobachten kannst Du es in der noch ziemlich dunklen Dämmerung, wenn die Ekliptik steil genug zum Horizont steht. Ich habe dieses "Zodiakallicht" häufig in den Alpen gesehen (z.B. in der Morgendämmerung bei Aufenthalten auf der Emberger Alm). Abends kann man es im Frühling sehen, aber es besteht immer die Gefahr, dass man es nicht als das erkennt was es ist. Das Zodiakallicht sieht wie eine Pyramide aus, die mit zunehmender Sonnendistanz schmaler wird. Wie Skybeamer würde sich dagegen eher aufweiten. Der Gegenschein steht (Name!) im Gegenpunkt der Sonne . Um ihn zu beobachten, darf er nicht vor der Milchstrasse stehen, die ist nämlich viel heller. Um das Herbstäquinoktium herum steht der Gegenschein also beim Frühlingspunkt. Dort ist keine Milchstraße. Beobachtungen des Gegenscheins sind selten und gelingen nur unter exzellenten Bedingungen. Fotos davon gibt es, meistens mit Superweitwinkel oder Fischauge aufgenommen. Das Zodiakalband ist die Verbindung zwischen dem "hellen" Zodiakallicht und dem Gegenschein. Meiner Meinung nach gibt es überhaupt nichts am Himmel, was schwieriger zu beobachten wäre! In einer perfekten Alpennacht anno 1988 auf der Wöllaner Nock in Kärnten konnte ich es erkennen. Wir waren zu viert und versuchten, den Gegenschein zu finden. Er stand nahe des "Circlet" Asterisms in den Fischen. So schwer war das gar nicht. Wir staunten nicht schlecht als wir bemerkten, dass es daneben weiterging. Das war das Zodiaklaband (auch Lichtbrücke genannt). Aber das war schon wirklich am Limit. Meine Augen waren damals deutlich besser. Gruß, Tom
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Hi Tom, danke für die Erklärung  Eventuell sollte man solche Umfragen etwas "Ottonormalhobbyastronomenfreundlicher" machen. Es gab nämlich schonmal eine gute Anleitung zur Bestimmung der Qualität des Sternenhimmels in einem bekannten Magazin, welches dem Astronomen sicher bekannt ist. Gruß Andi
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#561690 - 08/12/2008 09:39
Re: visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: AndiHam]
Hallo Andi, Es gab nämlich schonmal eine gute Anleitung zur Bestimmung der Qualität des Sternenhimmels in einem bekannten Magazin, welches dem Astronomen sicher bekannt ist. Kannst Du die Quelle nennen? Ich kenne zwar eine Menge Websites und Anleitungen zur Grenzgrößenbestimmung, aber ich halte von allen wenig. Warum habe ich angedeutet: die Bestimmung mit Sternen (Punktquellen) streut wegen der Sehschärfenunterschiede der Beobachter. Da ist es eigentlich egal, ob man IMO-Eichfelder benutzt, eine Polsequenz benutzt, die Karten im Praxishandbuch Deep Sky nimmt oder sonstwas anstellt. Jede Methode, die etwas flächige Objekte benutzt, ist besser. Bortle ist mir zu grob. Bortle mit Zwischenstufen wäre OK, es müsste sich dann nur jemand die Mühe machen, geeignete Grenzobjekte für die neuen Zwischenstufen zu finden. @Mods: Warum dümpelt dieser Thread immer noch unter Smalltalk herum? Hier geht es um ein astronomisches Thema, nicht um Blabla. Bitte verschieben, wo es hingehört. Gruß, Tom
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Hallo, nach Bortle-Skala so 3-4 im Münsterland auf dem Lande. Aber der Horizontdunst in dieser oft luftfeuchten Gegend hier lässt den Horizont oft sehr stark vom Zenit abweichen. Auch ich finde die Bortle-Skala recht grob. Auf die klassische fst-Methode habe ich aber meistens keine Lust: Immer wieder muss man den Himmelsausschnitt der Wahl mit ´ner fst-Karte abgleichen; das Hin-und-her nervt! Wenn diese, jetzt schon mehrer Wochen anhaltende, Sche..wetterphase hier mal nachlässt, will ich mal die IMO-Methode ausprobieren. @ Tom: Die Verwendung von flächigen Objekten zur GG-Bestimmung hört sich sinnig an, und die Verknüpfung mit SQM auch, aber welche flächigen Objekte außer die Milchstraße und vieleicht Andromeda kann man denn für eine (enggestufte) GG-Bestimmung verwenden? So landet man doch wieder bei den Unzulänglichkeiten der Bortle-Skala, oder!? Und letztlich unterliegt die Sehschärfe eines Menschen auch täglichen, wenn nicht sogar tageszeitlichen Schwankungen jenseits der Nachtmyopie. Stichwort: Tagesform. Wie will man das erfassen? Letztlich glaube ich nicht an die Möglichkeit einer objektiven, reproduzierbaren GG-Bestimmung durch Menschen. Womit ich aber nicht sagen will, dass SQM "besser" ist. Jeder Mensch hat seinen Himmel. Viele Grüße, Werner
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Kluge Leute bemerken alles, dumme Leute machen zu allem eine Bemerkung.
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[...] Jede Methode, die etwas flächige Objekte benutzt, ist besser. Bortle ist mir zu grob. Bortle mit Zwischenstufen wäre OK, es müsste sich dann nur jemand die Mühe machen, geeignete Grenzobjekte für die neuen Zwischenstufen zu finden. Hallo Thomas, bei einem deiner früheren Beiträge zu diesem Thema hatte ich mir mal überlegt, in wie weit für solche nicht punktförmigen Objekte auch bestimmte Doppelsterne in Frage kommen. Als Auswahlkriteruim schwebt mir dabei eine Kombination aus einerseits großer Distanz (knapp unterhalb der Auflösungsgrenze) und andererseits ausgeglichener Helligkeit der Komponenten (geringe Differenz der Magnituden) vor. Damals hatte ich mir aus den Karkoschka-Daten folgende Liste von Kandidaten dazu herausgesucht. Nr Blid V (Komponenten ) Kommentar
56 And 5.0 (5.7, 5.9, 201" ) im Dreieck: gamma And, beta And, gamma Tri
11 Cam 4.8 (5.2, 6.2, 178.5") neben beta Cam
17 CVn 5.3 (5.9, 6.3, 278" ) zwischen alpha CVn und 25 CVn
46 Cyg 5.1 (5.4, 6.6, 257" ) omega2
55 Cnc 5.3 (6.0, 6.3, 273" ) roh1
Nebenan: roh2 mit 5.25 (östlich von Iota Cnc 3.9)
17 Com 5.0 (5.3, 6.6, 145" ) schwer zu identifizieren
32 Com 5.8 (6.3, 6.9, 196" ) westlich alpha Com zwischen 36 und 27 Com
15 Sge 5.4 (5.8, 6.9, 215" ) Abseits gelegen, mitten in der Milchstraße Über "32 Com" (siehe Bild 1) war ich ursprünglich auf diese Idee gekommen. Mit dem direkten Vergleich von roh1 Cnc (5m3 als Doppelstern) gegenüber roh2 Cnc (5m25" als Punktlichtquelle) (siehe Bild 2) könnte man untersuchen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung bei verschiedenen Beobachtern hier zwischen der punktförmigen und der etwas verteilten Lichtquelle ausfällt. Viele Grüße Stephan PS. eine Verschiebung diese Threads in ein nichtlöschendes Unterforum würde ich auch begrüßen
Anhänge
Beschreibung: Doppelstern 32 Com als Kandidat zur Grenzgrößenbestimmung Beschreibung: Direkter Vergleich der Magnituden "Doppelstern vs. Einzelstern"
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#561792 - 08/12/2008 15:30
Re: visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: Remirat]
Hallo Werner,
vielleicht wäre eine fotometrische Messung besser geeignet, obwohl, auch die Kameras ändern sich ja fast täglich. Einmal mit einer bestimmten Kamera die Gegend um Polaris, sagen wir mal mit 400 ASA und 10" bei f:4 belichtet und schauen, was drauf ist. Kann ja jeder für sich machen und schon sieht man, welcher Stern heute noch "drauf" ist oder nicht. Oder heller als gestern? u.s.w.
Bei den heutigen Mattscheiben mit 3" dürfte das doch geheb, oder?
CS Winfried
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#561830 - 08/12/2008 17:01
Re: visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: Remirat]
Die Verwendung von flächigen Objekten zur GG-Bestimmung hört sich sinnig an, und die Verknüpfung mit SQM auch, aber welche flächigen Objekte außer die Milchstraße und vieleicht Andromeda kann man denn für eine (enggestufte) GG-Bestimmung verwenden? So landet man doch wieder bei den Unzulänglichkeiten der Bortle-Skala, oder!? Wer die richtige Frage stellt, muss nicht gleich die Antwort wissen, oder? Und letztlich unterliegt die Sehschärfe eines Menschen auch täglichen, wenn nicht sogar tageszeitlichen Schwankungen jenseits der Nachtmyopie. Stichwort: Tagesform. Wie will man das erfassen? Gar nicht! Letztlich glaube ich nicht an die Möglichkeit einer objektiven, reproduzierbaren GG-Bestimmung durch Menschen. Womit ich aber nicht sagen will, dass SQM "besser" ist. Ich strebe nicht nach dem "perfekten" Modell. Was ich suche ist eine Verbesserung gegenüber einer bekanntermaßen schlechten Methode. Lieber ungenau richtig als ganz falsch. Gruß, Tom
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Ich finde die Idee mit Doppelsternen interessant, kann aber überhaupt nicht einschätzen, ob dabei die Streuung reduziert würde, die wir bei Einzelsternen beobachten. Mir ist das daher nicht so sympathisch weil ich befürchte, dass man damit eine neue Pandorabüchse aufmacht. Hallo Thomas, Pandorabüchse? Na ja, ich finde da bist du etwas voreillig mit der Ablehnung. So einen ausgedehnten Doppelstern kann man sich doch quasi als die Minimalversion eines offenen Sternenhäufchens vorstellen. Je mehr Sterne, umso eher kommt der Haufen als flächiges Objekt daher, aber auch zwei schwächere Lichtquellen, die in einer nicht mehr auflösbaren Distanz stehen, verhalten sich bezüglich unterschiedlichem Visus doch schon etwas flächenähnlicher, als eine punktförmige Stärkere. Ein richtiger Haufen mit vielen schwächeren Quellen wäre natürlich noch günstiger. Aber gerade an ρ¹ und ρ² Cnc könnte man mit verschiedenen Beobachtern mal ausprobieren, inwieweit der eine oder andere da visuelle Unterschiede in der Helligkeit wahrnimmt. Vielleicht taugt es für dich ja auch mehr als eine Methode, mit der sich Beobachter über das Problem klar werden können, als das man damit nun wirklich einen deutlichen Vorteil bei der Bestimmung der GG erzielen kann. Wenn es einen signifikannten Unterschied bei der Sichtbarkeit von punktförmigen Einzelsternen gegenüber eher flächig daherkommenden Doppelsternen gibt, so müsste sich der doch bei passender Himmelshelligkeit in so einem Beispiel zwischen verschiedenen Beobachtern (je nach Visus) bemerkbar machen. Beim Doppelstern sollte man einen eher gleichartigen Eindruck erwarten, als beim punktförmigen Einzelstern, der stärker durch den Visus beeinflußt sein sollte. Viele Grüße Stephan
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#562048 - 09/12/2008 11:20
Re: visuelle Grenzzgröße 7m8 ??
[Re: Stephan_T]
Hallo Stephan,
mit "Pandorabüchse" wollte ich ausdrücken, dass ich mich auf diese Diskussion nicht einlassen möchte. Ich halte in diesem Punkt nichts von theoretischen Diskussionen, kann und will mir aber auch nicht die Zeit nehmen, den Doppelsternansatz experimentell zu untersuchen. Wenn das jemand macht, findet es meine Anerkennung und mein Interesse!
Ich habe mir die Aufgabe gestellt, mit den Beobachtern im Umkreis gemeinsame Schätzungen mit begleitenden SQM-Messungen durchzuführen. Damit will ich herausfinden, ob der daraus abgeleitete Sehschärfe-Parameter ausreichend gut geeignet ist, die geschätzte fst wieder in eine FH des Himmels zurückzurechnen. "Ausreichend gut" würde für mich bedeuten, dass man auf ca. 0.2 mag/(" ^2) genau herauskommt. Die Sache wird sich wetterbedingt ziehen, denn natürlich sollen die Schätzungen unter verschiedenen Bedingungen stattfinden, auch mal unter "absichtlich" hellerem Himmel als an unserem bevorzugten Platz. Das ist durchaus etwas Aufwand, denn natürlich erfordert es im Erfolgsfall eine Publikation. Und man muss für die Idee Werbung machen, vielleicht bei einem Teleskoptreffen.
Viele Grüße, Tom
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Registriert: 17/11/2008
Beiträge: 357
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Nach der Tabelle auf http://www.funastro.de/bortle.html würde ich hier auf Stärke 8 gehen. Die Milchstraße habe ich hier noch nie gesehen, ich kenne sie nur von Bildern. Den Orion und den großen Wagen erkenne ich am Himmel, die Plejaden gerade noch so. Aber z.B. die Jupitermonde sind auch im Fernglas nicht auszumachen. Zur Innenstadt hin ist ein gleichmäßig-helles orangenes Leuchten zu vermerken.
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Mitglied
Registriert: 25/01/2008
Beiträge: 18
Ort: Leipzig
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Milchstraße - keine Chance.
M31 mit Mühe beim indirektem Sehen.
Würde sagen 6-7.
Entfernung vom Stadtzentrum ca 2 Km.
_________________________
Gruß und CS Jörg
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Junior-Mitglied
Registriert: 02/09/2007
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Ort: Hamburg
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#564784 - 17/12/2008 15:32
Re: Wie ist bei euch die Himmelsqualität??
[Re: Charon71]
Moin,
Ich sehe zwar ein, dass nicht jeder Hobbyastronom ein SQM-L sein eigen nennen kann oder will, die Frage wäre dann aber, ob er mit der simplen FST-Methode nicht ohnehin ausreichend bedient ist - selbst wenn diese aufgrund von Sehschwäche mehrere Zehntelmag abweicht von der "tatsächlichen" FST. Der Leidensdruck, es genauer wissen zu wollen scheint ja nicht vorhanden zu sein.
Denn wenn es um objektiv vergleichbare Messungen mit vernachlässigbaren Toleranzen geht, benötige ich auch ein objektiv messendes Instrument und da kann ich mit einer Schätzskala nach Auge so oder so nichts anfangen, selbst wenn diese mittels SQM "geeicht" wurde.
Wer es also genau wissen will, der nimmt eben ein SQM und aus die Maus. Es erübrigt sich dann auch das Zurückrechnen in FST oder Bortle, was aus meiner Sicht etwa so sinnvoll ist, wie heutzutage noch Euro in DM umzurechnen.
Grüße, Harry
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