Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen?

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ILoveSaturn

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Hallo,

ich bräuchte auch mal Eure Hilfe bezüglich der Wahl eines Telekops.

Bisher hatte ich ein billiges Tchibo Teleskop und das macht nun wirklich nicht viel Spass.

Ich denke am besten ist ich erzähle was ich mit dem Ding will, ohne groß von Dingen zu reden von denen ich nur die Hälfte verstehe.

Wichtig ist mir vorrangig die Planetenbeobachtung. Wie der Betreff schon sagt, würde ich gerne die cassinische Teilung des Saturn schön scharf sehen können. Liegt sowas in einer noch bezahlbaren Gegend oder ist das schon Sternenwartenniveau???

Auch würde ich gernen den roten Fleck des Jupiters und die Pole des Mars sowie dessen Oberflächenstruktur erkennen können.

DeepSky Obekte wären auch toll, sowas wie M31 und M42 etc... ist aber wie gesagt zweitrangig.

Nun vielleicht könnt ihr mir ja helfen.

Gadgets wie GoTo oder ähnliches müssen nicht dabei sein, schön wäre vielleicht aber dafür eine Möglichkeit zum nachrüsten.

ALso ich hoffe jemand kann mir helfen.

Gruss
Christian
 
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Hallo Christian,

ab welcher Teleskopöffnung man die Cassini-Teilung sieht, hängt in erster Linie von der aktuellen Öffnung der Ringe und von der Luftunruhe ab.

Derzeit nähern wir uns der Kantenstellung, die Ringöffnung beträgt nur ein Grad. Die Teilung erkennt man damit nur noch ab 20cm Öffnung unter Idealbedingungen auf hochaufgelösten Webcam-Bildern.

Letztes Jahr konnte ich die Cassini-Teilung ohne Probleme mit einem 90mm-Maksutov erkennen.

Als Faustregel gilt, dass man etwa 80mm Öffnung benötigt, um sie visuell klar sehen zu können. (Die Cassini-Teilung hat eine Breite von etwa einer Bogensekunde.). Bei größter Ringöffnung kann man sie vielleicht schon mit 70mm Öffnung erkennen, hier fehlt es mir an Erfahrung.

Zu deinen anderen Vorgaben: Der Große Rote Fleck, Mars-Albedo-Strukturen (insbesondere die Polkappen) und Wolkenbänder auf Jupiter lassen sich eigentlich in jedem Einsteigerteleskop erkennen.

Ich würde dir, sofern bei dir Planeten den Schwerpunkt bilden, zunächst zu einem guten vier- bis fünf Zoll Maksutov raten. Die sind auch noch nicht so seeinganfällig wie ihre großen Brüder der acht Zoll-Klasse. Man erkennt damit sogar schon Details innerhalb der Wolkenbänder des Jupiter.

Falls du doch etwas mehr Deep-Sky machen möchtest, das geht aus deinem Thread leider nicht hervor, wäre ein Dobson der 8''-Klasse eine gute Alternative. Bei gutem Seeing zeigt er an Planeten natürlich wesentlich mehr als die "kleinen" Maksutovs. Aber man benötigt auch ein Fahrzeug, um sie zum Beobachtungsplatz zu transportieren, und sie müssen öfters justiert werden. Die Auskühlzeit steigt auch mit der Öffnung. Mit einem Achtzöller dauert es also länger, bis die Turbulenzen, die durch die Temperaturanpassung des Spiegels hervorgerufen werden, abgeklungen sind (bis zu einer Stunde).

Schreibe doch mal etwas mehr zu deinen Beobachtungsnedingungen (Himmelshelligkeit, Luftunruhe, Balkon, Garten, Land etc.). dann können wir die konkretere Ratschläge geben.

CS und VG Christian
 
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hallo,

also das kommt auf welche summe an, die du ausgeben magst.

in dem fall würde sogar ich zu einem dobson raten, denn mit einem solchen gerät bekommt man halt sehr viel öffnung für einigerm,assen kleines geld.

ich denke, ein 8 zoll dobson würde der sache schon rechnung tragen.
10 zoll ist natürlich dann noch besser :)

aber da ich kein dobsonfreund bin und von daher sehr wenig erfahrungen mit einem solchen gerät habe (hatte mal einen, aber ist schon wieder veräussert), werden dir hier eine ganze menge anderer leute viel mehr dazu sagen können.

dobsons sind eigentlich bei vielen leuten sehr beliebt.

gruß
andi

p.s. je nachdem ob ein gebrauchtes gerät auch in frage kommt, kommt man sicher mit 200 - 500 euro dicke aus und eine montierung braucht man ja mit einem solchen gerät nicht mehr extra kaufen.
 
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Hallo,

erstmal vielen Dank schon für die schnelle Antowrten. Spitze!!
Mein Preisvorstellung bewegt sich so um die 1000 Euro eigentlich als max. Wenn es wirklich Sinn macht kann es auch mehr sein. Mir wurde schon zu einem C8 geraten. Macht das für einen Anfänger Sinn? Ich möchte aber schon ein Gerät mit dem ich nicht als Fortgeschrittener wieder ein neues kaufen muss. Aufrüstbar wäre mich da noch wichtig.

Mein Problem ist, dass ich seher selten aus dem RheinMainGebiet rauskomme und leider an den Darmstädter Stadthimmel gebunden bin.

Ein Dobson ist glaube ich nicht das richtige, da es leider etwas zu wuchtig ist und dafür fehlt mir einfach der Platz um es aufzustellen.

 
Hallo Namensvetter,

da haben wir ja fast die gleichen Bedingungen. Ich beobachte aus Berlin heraus (visuelle Grenzgröße im Idealfall 4,8 mag) mit einem Meade 8'' ACF und früher mit dem Vorgängermodell, einem 8'' SC.

Ich schildere einfach mal ein paar Erfahrungen mit dem Gerät:

Meine Erfahrungen an Planeten sind wirklich gut. Jupiter zeigt bei gutem Seeing fein differenzierte Wolkenbänder mit feinen Details innerhalb derselben. Der Große Rote Fleck zeigt sogar interne Strukturen. Die Jupitermonde sind ab ca. 300-fach als winzige Planetenscheibchen mit ihren von den Raumsondenbildern her bekannten Farben zu sehen. Ein unvergesslicher Anblick!

Saturn zeigt bereits bei geringer Ringöffnung die Cassini-Teilung und die Farbdifferenzierung der Ringe. Der Kreppring soll unter Idealbedingungen damit sichtbar sein, das ist mir bisher aber nicht gelungen. Das Hauptwolkenband ist sehr schön differenziert zu beobachten.

Mars zeigt klar und deutlich die Phase und seine Albedostrukturen, insbesondere mit einem Rot- und Orangefilter. Die Polkappen stechen geradezu ins Auge.

Uranus ist deutlich als grünliches Scheibchen zu erkennen.

Im Deep-Sky-Bereich ist es gut, aber nicht optimal. Das Öffnungsverhältnis von 1:10 erschwert große Austrittspupillen und somit eine maximale Bildhelligkeit. M13 ist z.B etwas dunkel, aber eindeutig bis ins Zentrum aufgelöst. Kleine Planetarische Nebel sind zumindest unter meinen Bedingungen gut aus der Stadt heraus zu erkennen, wenn auch etwas schwach.

Zur Vergrößerung sei gesagt, dass aufgrund des schlechteren Seeings in der Stadt zumindest auf meinem Balkon in der Regel bei 200-fach Schluss ist. Die maximal sinnvolle Vergrößerung von 400-fach kann ich nur selten im Jahr nutzen, aber dann ist es bei Mond und Planeten geradezu eine Offenbarung an Details.

Preislich kostet es als Neugerät je nach Ausstattung und Art der Montierung ab ca. 1700 Euro aufwärts ohne weiteres Zubehör. Gebrauchtgeräte sollten also schon für 1000 Euro zu erhalten sein.

Hast du über Alternativen nachgedacht? Gute Allrounder wie ein 150/1200mm Newton oder ein 130/650mm bzw. 130/900mm Newton zeigen bereits viel Detail an Planeten und bieten ein gutes Deep-Sky-Potential.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Kleine Anmerkung zum Dobson: Die Planetenbeobachtung ist wohl die einzige visuelle Anwendung, bei der eine parallaktische Montierung sinnvoll ist, da hier viel im Bereich der Hochvergrößerung gearbeitet wird und man sich besser auf die Details konzentrieren kann, wenn die Nachführung automatisch abläuft. Allerdings nimmt ein parallaktisches Teleskop nicht wirklich weniger Platz weg als ein Dobson, dafür sieht es aufgebaut besser aus.

Goto ist bei Planeten dagegen wirklich Blödsinn:-)

Das angesprochene C8 ist nicht schlecht - schön kompakt und lange Brennweite, dadurch erreichst Du schnell eine hohe Vergrößerung und hast auch bei günstigen Okularen noch einen angenehmen Augenabstand (schon mit einem 5mm-Okular bist Du beim C8 bei der rechnerischen Maximalvergrößerung von 400x).

Nachteil des C8: Der geschlossene Tubus verlängert die Auskühlzeit (aber Du kannst das Teleskop vor der Beobachtung ja schon mal "vorkühlen", indem Du es auf den Balkon, in den Keller oder in die Garage stellst, falls da Außentemperatur herrscht) und der Kontrast ist etwas schlechter als beim Newton. Außerdem erreichst Du keine besonders großen Gesichtsfelder, ich schätze mal etwa ein Grad (beim C14 mit 4m Brennweite ist der Mond gesichtsfeldfüllend im 40mm-Okular bei 100x). Das ist bei Planeten egal, ausgedehnte Nebel und Sternhaufen sind dagegen knifflig. Vergiss M31 (die ist was fürs Fernglas, nicht fürs Teleskop), aber M42 geht schon eher. Es gibt auch genügend kompakte Objekte am Himmel.

Ideal wäre ein langer, farbreiner Refraktor, da kein Fangspiegel im Strahlengang ist, der den Kontrast mindert - nur wird das unbezahlbar und unmontierbar...

Ein Celestron C8 ASGT liegt bei rund 1500 Euro zuzüglich Okularen und Filtern (wenn Du ernsthaft Planeten beobachten willst, lohnt sich ein Graufilter gegen Blendung und später ein Farbfiltersatz für Planetendetails - wobei noch ein paar Jahre vergehen, bis die wieder gut zusehen sind).

Für das Budget sinnvoll und noch besser transportabel wäre vielleicht ein C6 (150/1500mm, aktuell ca. 680 Euro Listenpreis) mit Vixen GP2-Montierung für 370 Euro Listenpreis (ohne Motoren), dann fehlt nur noch ein Stativ, ein paar Okulare und Filter. Du führst dabei in einer Achse nach, die Motoren lassen sich später jederzeit nachrüsten. Die Preise sind übrigens teilweise VHB, z.B. bei Fernrohrland gibt's die bessere GPD2-Montierung ein gutes Stück günstiger als den Listenpreis. Handeln ist immer einen Versuch wert. Vorteil vom C6: Mit 1500mm Brennweite geht der Mond gut auf den Chip einer DSLR (das Mondbild ist etwa 1,5 cm groß - als Richtwert gilt, Sonne und Mond sind pro Meter Brennweite ca. 1 cm groß); mit Barlow und Webcam wird dann auch die Planetenfotografie interessant. Deep-Sky-Fotografie mit der großen Brennweite ist dagegen keine gute Idee, aber du kannst eine DSLR mit Teleobjektiv huckepack draufsetzen.

In der Celestron-Preisliste hab ich grad das C6 auch mit ASGT-Montierung gefunden für ca. 1325 Euro (mit Stativ und Montierung), also in einer ähnlichen Preisklasse wie die unmotorisierte Vixen mit Stativ. Wieviel die ASGT trägt, wenn Du mal expandieren willst, weiß ich aber nicht. Statt einer größeren Optik wäre als spätere Ergänzung aber eher ein Richfielder in der Art eines ED80/600 sinnvoll, damit Du auch was für große Gesichtsfelder und niedrige Vergrößerungen hast. Der Schritt von 6 auf 8 Zoll ist zwar deutlich spürbar, aber wenn Du dich langfristig für Deep-Sky vergrößern willst, wäre ein kompakter 10"-Reisedobson eine sinnvollere Ergänzung als ein weiteres Teleskop für die parallaktische Montierung. Geräte über 8" parallaktisch solide zu montieren, geht nämlich auch schon wieder ganz schön ins Geld, und für Deep-Sky lohnt sich die Nachführung nur bei Fotografie oder Öffentlichkeitsarbeit (Sternführungen) wirklich.

So, und zum Abschluss noch die Standardwarnung: So viel geben die Planeten auch nicht her, und für die Details ist vor allem Beobachtungserfahrung nötig. Mars ist auch bei 14" ein kleiner, orangefarbener Ball mit Flecken... Warst Du schon mal auf einer Sternwarte? Falls nicht, unbedingt hingehen und die Geräte da mal austesten, dann siehst Du, was Du von einer größeren Optik erwarten kannst. Mond ist immer toll, aber Jupiter, Saturn und Mars sind schon etwas mehr Herausforderung, wenn's um Details geht. Venus zeigt außer der Phase nicht viel; falls Du sie im UV fotografieren willst, brauchst Du wahrscheinlich einen reinen Reflektor, im Linsenteleskop wird zuviel UV geblockt. Wie die Glaselemente der Schmidtplatte vom C6/C8 oder die Linsen einer Barlow wirken, weiß ich nicht - aber wahrscheinlich blocken sie das UV auch sehr effektiv... Merkur, Neptun und Uranus sind eher Objekte zum abhaken, dass man sie auch mal gesehen hat.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter, anstatt zu verwirren... :-)

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

ich stimme dir im großen und ganzen zu. Lediglich bei der Aussage, dass Planeten nicht viel hergeben, wage ich dir als passionierter Planetenbeobachter und "Planeten-Fan" zumindest teilweise zu widersprechen.

Es stimmt zwar, dass die nächsten zwei bis drei Jahre die Planeten aufgrund ihrer Position weniger attraktiv sind und Uranus, Neptun, Venus und Merkur nicht viel hergeben.

Aber schau dir z.B. Jupiter an. Mit seiner Atmosphäre sieht er jeden Tag anders aus, und es gibt durchaus interessante und sogar wissenschaftlich wertvolle Entdeckungen zu machen, zumal der Planet nicht permanent von den Profis überwacht wird. Als aktuelle Beispiele seien der Red Spot Junior (eine Amateurentdeckung!) und die sich stets verändernden und verschwindenden hellen Oval Spots in der Nähe des GRF genannt. Auch verändert der GRF oft seine Intensität. Das sind alles faszinierende Beobachtungen, die eine regelmäßige Überwachung erfordern.

Saturn zeigt auch ab und zu, insbesondere beim Saturn-Sommer, interessante Veränderungen in der Atmosphäre.

Bei den Gasplaneten sorgen auch die Monde für interessante Beobachtungsphänomäne (Schattenvorübergänge, Bedeckungen etc.)

Mars zeigt regelmässig atmosphärische Veränderungen und sogar globale Staubstürme, deren Verfolgung ggf. mit Blau- bzw. Grünfilter ein interessantes Beobachtungsfeld ist. Das Abschmelzen und wieder Ausdehnen der Polkappen ist bereits in kleinen Teleskopen sehr gut zu verfolgen.

Planeten sind also keineswegs langweilig, sondern bieten Beobachtungspotential für ein ganzes Leben, insbesondere ab vier bis fünf Zoll Öffnung. Für mich gibt es daher nichts spannenderes und interessanteres als Planeten- und Mondbeobachtung (letzterer aufgrund seines Detailreichtums).

CS und VG Christian
 
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naj ... mit einem c8 bist du sicher gut bedient.
ist halt bissl teurer und ich kannte deine vorstellungen über das zu verwendende budget noch nicht.

ich persönlich würde auch immer lieber ein c8 oder lx200 nehmen.

goto ist eigentlich eine super sache finde ich, auch azimutal betrieben absolute spitze bei diesen geräten.

damit kann man sich dann voll und ganz auf das beobachten konzentrieren und braucht sich um die nachführung keine gedanken mehr zu machen.

aber bedenken muss man auch, dass man noch ca. 3 okulare braucht. die kosten je nachdem, was man an qualität erwartet doch auch einiges.

ich selber habe mich in die meade 4000ér serie "verliebt".
damit habe ich für relativ wenig geld nur super erfahrungen gemacht.
habe sogar hyperion okulare schon wieder verkauft und dafür lieber gute 4000ér genommen. die gefallen mir persönlich wirklich besser.

gruß
andi
 
wie wäre denn diese Kombination:

eine EQ5 Montierung mit

einem Skywatcher 180/2700 oder 150/1800 (Maksutov)
oder einem C6 oder C8.

Was meint ihr dazu?
 
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

Zitat von y_Auriga:
Hallo Alex,

Zitat von Kerste:
...Goto ist bei Planeten dagegen wirklich Blödsinn:-)...

Uranus, Neptun, Pluto, Ceres ... :gutefrage:

Na gut: Bei Planeten, bei denen es was zu sehen gibt ;)

Uranus und Neptun sollten auch so noch zu finden sein, bei Pluto ist's egal, da geht visuell eh nicht viel (fotografisch konnte ich ihn mal im 14-Zöller knacken, von der Stadt aus), und Kleinplaneten ignorier ich normalerweise.

Aber ich bin da etwas GoTo-geschädigt, seit ich mal mitgekriegt hate, wie ein Anfänger Jupiter einstellen wollte und gefragt hat, welchen Stern er am besten als Referenzobjekt für die Computersteuerung nehmen sollte :mauer:

Gruß,
Alex

PS: Zum Thema: Mit der EQ5 hab ich keine Erfahrungen, sorry.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

Hallo,

nochmal ganz unabhängig vom Gerät dass du zur Beobachtung von Planeten wählst:

Die Strukturen des Mars, aber auch die Cassiniteilung brauchen etwas Übung und vor allem Konzentration, zumindest konnte ich beides erstmal nicht sehen. Hat man aber mal die Polkappe gesehen oder die Cassiniteilung, dann geht sie immer wieder. Da saß ich auch mal länger als eine halbe Stunde bis die Luftunruhe zum ersten Mal Details zeigte (stand auch mies). Eine automatische Nachführung erleichtert die Sache wirklich enorm wenn man bei Höchstvergrösserung die Planeten beobachtet.

Grüße Benny
 
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

alo ich denke mit c8 incl goto bist du bestens bedient.
vor allem in anbetracht, dass du vielleicht auch noch andere sachen beobachten möchtest.

ich sag dir :) .. ich schwör auf goto und würde niemals mehr darauf verzichten wollen.

für planeten ist ein langbrennweitiger sc sicher eh eine gute wahl und mit einer reduziereinheit auch für ds ganz passabel.

gruß
andi
 
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

aber der 250 Skywatcher ist eben schon viel billiger und hat eine ähnliche Leistung.
 
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

Hallo,

der C6 kostet im Moment 549,- als OTA. Dazu verwende ich eine HEQ5. D.h. Kamera und Leitrohr passt noch gut fotographisch drauf.

Für die genannten Anforderungen dürfte auch der C6 reichen.

Wenn man nicht gleich die HEQ5 nimmt, kommts auch mit dem Preis hin.
 
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

Hi!

Das Angebot dürfte sich lohnen - mit dem 8"-SCT siehst Du am Planet viel und bist Deep-Sky-mäßig auch gut dabei.

Die Montierung ist zwar nicht High-End, aber ausreichend. Da dürfte eher das Alu-Stativ der Knackpunkt sein und nicht die Montierung, aber ein gutes, hohes Stahl- oder Holzstativ alleine kostet bald die Hälfte von dem Komplettset. Fahr es nicht komplett aus, sondern besorg dir einen Stuhl, dann kannst Du auch entspannter beobachten und in ein paar Jahren über ein anderes Stativ nachdenken. Nur eine größere Optik sollte auf keinen Fall au die Montierung.

Damit dürftest Du erstmal glücklich werden, viele kompaktere Deep-Sky-Objekte erfolgreich finden und Webcam-Fotografie betreiben können. Das 8"-SCT ist gewiss kein schlechter Kompromiss, solange Du keine großen Gesichtsfelder oder DSLR-Fotografie planst.

Gruß,
Alex

PS an Christian (Copernicus): Da stimme ich dir völlig zu - wenn man den langen Atem hat, ein Beobachtungsprogramm durchzuziehen und bewusst beobachtet. Ich hatte erst mal den Gelegenheitsbeobachter ohne zuviel Beobachtungserfahrung im Blick und das als Warnung gegenüber den aktuellen Webcam-Bildern gedacht. Wenn man's richtig macht, gibt's bei allem viel zu sehen, sogar beim Mond (den ein Gelegenheitsbeobachter als "noch mehr Krater" schnell abhakt und den der Galaxien-Freund verflucht). Das ist der alte Unterschied zwischen Anschauen und Beobachten... Ich dämpfe die Erwartungen lieber etwas - besser, es gibt am Himmel dann positive Überraschungen als negative.
 
Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

Hallo Alex,

mein Thread mit dem Widersprechen war keinesfalls böse gemeint. Es tut mir leid, falls das so rüberkam.

Wenn ich z.B. Jupiter als hellen Stern in der Dämmerung sehe und das Teleskop aufbaue, ist es immer wieder mit spannender Erwartung verbunden:

Wie sieht er heute aus, welche und wie viele Details zeigen die Wolkenbänder? Ist der GRF wieder mal schön strukturiert? Sind die Monde als Planetenscheibchen auflösbar (--> Seeing)? ...

Für andere Planeten sieht es bei mir in ähnlicher Form genauso aus. Genau das ist es, was die Planeten für mich so interessant und auch längerfristig mit mittleren Teleskopen schier unausschöpflich macht: Es bleibt mit einer gewissen Spannung verbunden, was einen heute wieder an interessanten Details erwartet, die man mitunter nicht vorhersagen kann.

CS und VG Christian
 
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Re: Mit was kann ich die Cassinische Teilung sehen

Hi!

Ich hab das auch nicht als bösen Widerspruch verstanden, im Gegenteil - sonst würde ich dir nicht zustimmen:-) Ich geh mit dir völlig d'accord, auch wenn mich persönlich Planeten zurzeit nicht so reizen, dass ich regelmäßig hinschaue.

Gruß,
Alex
 
Zitat von copernicus:
Hallo Alex,

ich stimme dir im großen und ganzen zu. Lediglich bei der Aussage, dass Planeten nicht viel hergeben, wage ich dir als passionierter Planetenbeobachter und "Planeten-Fan" zumindest teilweise zu widersprechen.

Es stimmt zwar, dass die nächsten zwei bis drei Jahre die Planeten aufgrund ihrer Position weniger attraktiv sind und Uranus, Neptun, Venus und Merkur nicht viel hergeben.

Aber schau dir z.B. Jupiter an. Mit seiner Atmosphäre sieht er jeden Tag anders aus, und es gibt durchaus interessante und sogar wissenschaftlich wertvolle Entdeckungen zu machen, zumal der Planet nicht permanent von den Profis überwacht wird. Als aktuelle Beispiele seien der Red Spot Junior (eine Amateurentdeckung!) und die sich stets verändernden und verschwindenden hellen Oval Spots in der Nähe des GRF genannt. Auch verändert der GRF oft seine Intensität. Das sind alles faszinierende Beobachtungen, die eine regelmäßige Überwachung erfordern.

Saturn zeigt auch ab und zu, insbesondere beim Saturn-Sommer, interessante Veränderungen in der Atmosphäre.

Bei den Gasplaneten sorgen auch die Monde für interessante Beobachtungsphänomäne (Schattenvorübergänge, Bedeckungen etc.)

Mars zeigt regelmässig atmosphärische Veränderungen und sogar globale Staubstürme, deren Verfolgung ggf. mit Blau- bzw. Grünfilter ein interessantes Beobachtungsfeld ist. Das Abschmelzen und wieder Ausdehnen der Polkappen ist bereits in kleinen Teleskopen sehr gut zu verfolgen.

Planeten sind also keineswegs langweilig, sondern bieten Beobachtungspotential für ein ganzes Leben, insbesondere ab vier bis fünf Zoll Öffnung. Für mich gibt es daher nichts spannenderes und interessanteres als Planeten- und Mondbeobachtung (letzterer aufgrund seines Detailreichtums).

CS und VG Christian
Solche Details sind am Planeten zu erkennen aus der Stadt?
Welche Vergrößerungen sind denn damit verbunden?

Ich bin momentan auch noch auf dem Stand "anschauen" und dann weiter, und nicht beim "Beobachten". Was bedeutet den Planeten über eine längere Zeit wie 10Minunten zu verfolgen. Ich denke das ist vielleicht sogar das Problem von Einsteigern, zumindestens trifft es auf mich zu. Ich habe noch Probleme mit der Geduld beim Beobachten. Die Ruhe und das konzentrieren, das Zeit lassen zum Erkennen von Details, sowie das Beobachten zu üben.

So passiert es mir dann: Einfach mal schnell drauf, oh schön, hm mehr geht nicht, ja gut dann schnell zum nächsten.
Das ist gerade bei Planeten eine falsche vorgehensweise.

MFG Dan
 
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Zitat von faktor0a:
Solche Details sind am Planeten zu erkennen aus der Stadt?
Welche Vergrößerungen sind denn damit verbunden?

Stadt oder Pampa, das spielt bei Planeten weniger eine Rolle. Man solte natürlich nicht über erhitzte Asphaltflächen schauen.

Anfänger neigen dazu, sehr stark zu vergrößern. Man kann sich aber auch in weniger stark vergrößerte Bilder "hineinsehen" und hat dann den Vorteil, das Kontrast und Farbsättigung höher sind. Ich arbeite sehr gern bei 180x, gelegentlich bei 250x und selten bei 300x. Über 120x sollte man aber schon sein, wenn man paar Einzelheiten erkennen will. Das Bild darf auch nicht zu hell sein, das hängt von der Öffnung ab. Notfalls ein Graufilter.
 
Das Bild ist bei 170x mit meinem ED80 nicht so gut wie 120x. Aber ich empfinde es als sehr klein, gut da muss ich natürlich eingestehen ich brauche mehr Praxis, Übung und Ruhe.

Ich habe beim 3,5mm Hyperion aber oft Probleme mit dem Scharfstellen, selbst am Stern ist dies oft sehr schwierig.


MFG Dan
 
Mit meinem ED80 ist 120x bis 170x möglich.
Angenommen ich würde mir einen ED120 zulegen und im gleichen Vergrößerungsbereich Arbeiten, als 120x - 170x: Würde der ED120 irgendwelche Vorteile bringen?

MFG Dan
 
Hallo,
ich frage da das eine Vergrößerung ist die ich für Planeten einsetzten würde. Schwanke zwischen 150FH (wobei der FH dann nicht für Planeten sondern DS gedacht ist) und ED120.

In diesem Vergrößerungsbereich von 120x bis 170x sind die Planeten ja noch sehr klein.

Bringt langes beobachten denn diese Detailfülle (siehe oben) die ich selbst als Einsteiger noch nicht sehe?


MFG Dan
 
Ja, je öfter und je genauer du beobachtest, umso mehr Details kommen mit der Zeit hervor. Wenn du ein geübter Beobachter bist, kannst du mindestens doppelt soviel Detail erkennen wie ein ungeübter Anfänger, das bedeutet du siehst dann mit 80mm Öffnung genauso viel, wie der Anfänger mit 120, oder sogar mit 150mm Öffnung mühsam erkennt.

Den Kauf des FH 150mm würde ich mir gut überlegen. Für Planeten ist er, wie du ja schon erkannt hast, nur wenig geeignet. Für Deepsky ist er aber auch nur mittelmäßg gut, da er aufgrund der bereits langen Brennweite von 1200mm keine echten Großfeldbeobachtungen zulässt.

Da würde ich den ED 120mm auf jeden Fall vorziehen. Dieser zeigt dir außerdem auch auf den Planeten mehr Detail als der FH 150mm, zeigt dir bei Deepsky gleichviel und bietet noch große Gesichtsfelder. Natürlich ist er teurer, aber um das was er teurer ist, ist er auch besser.

c.s., Bino-Tom
 
Irgendwie gehen alle Meinungen die ich höre in diese Richtung, und das sollte ich aufjedenfall nicht so ohne weiteres abtun.

Blöd gefragt, aber wie erreiche ich diese "Beobachtungsgabe"?

Würde ein kurzer FH 150 dann mehr Sinn ergeben an DeepSky?

Du schreibst das der ED120 mir "große Gesichtsfelder bietet", nun für weitfeld habe ich ja einerseits meinen ED80 der ja das gleiche Öffnungsverhältnis hat.

Nur zum Verständnis warum ich so auf den 150er FHs rumreite:
Mit dem FH150 (kurz oder Lang) habe ich ein Gerät mit mehr Lichtsammelfähigkeit und es ist vom Typ her eben anders zu meinem ED80.
Wenn ich mir einen ED120 zulege habe ich ein ähnliches Gerät das dazu führt das der ED80 kaum noch zum Einsatz kommt, er kann ja quasi nichts besser?


Du hast mir ja gezeigt das die Aufrüstung zum ED120 deutliche Leistungsteigerung bedeutet.
Der Vorteil des ED120 ich könnte auch meine Baader Hyperion Okulare nutzen, die ja auch nicht gerade günstig waren:
3,5mm 257x
5mm 180x
8mm 113x
21mm 43x
38mm 24x (2 Zoll von TS)

Nur der Verkauf des ED80s lohnt kaum.

MFG Dan
 
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