Erdähnliche Exoplaneten - Wann ist es soweit?

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Markus77

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Hallo Freunde,

ich finde das Thema Exoplaneten sehr interessant. Allerdings lassen sich ja mit dem momentanen Stand der Technik vorwiegend sehr große Planeten, die eng um ihre Sonne kreisen, entdecken, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Nun meine Frage an die Experten, welche Projekte sind geplant um z.B. ein Sonnensystem wie das unsere mit kleinen erdähnlichen Planeten zu entdecken? Und wann sollen diese den Betrieb aufnehmen? Ich frage mich, ob ich es noch erleben werde dass eine mögliche 'zweite Erde' entdeckt wird :)

Viele Grüße,
Markus
 
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Hallo Markus!

... welche Projekte sind geplant um z.B. ein Sonnensystem wie das unsere mit kleinen erdähnlichen Planeten zu entdecken?

Die vorhandenen Entdecker-Teams haben ja bisher insbesondere (wie du schon sagtest) heiße und große Gasplaneten entdeckt und sicher auch bewusst danach gesucht. Schließlich sind diese leichter zu detektieren. Aber Marcy & Co wollen ja nun nach Gasriesen suchen, die eine ähnliche Umlaufszeit wie unser Jupiter haben. Das erfordert aber lange Beobachtungszeiträume, statt schnelle Ergebnisse. Sobald wir einige Systeme mit solchen äußeren Gasriesen kennen, können wir diese auf kleinere Exoplaneten hin untersuchen. Meiner Ansicht nach macht es wenig Sinn auf das gerade wohl nach schwer nachweisbaren kleineren Exoplaneten zu suchen.

So wie das HST auch mal benutzt wurde um mehrere Exoplaneten zu entdecken, wird sicher auch das geplante JWST (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/James_Webb_Space_Telescope) nebenbei etwas Teleskopzeit für die Exoplanetenjäger abwerfen.
:-)

Ich frage mich, ob ich es noch erleben werde dass eine mögliche 'zweite Erde' entdeckt wird

Ist die 77 in deinem Nick dein Alter?
 
Danke, was du schreibst macht natürlich Sinn!

Nein, die 77 ist meine Jahrgang ;)

 
Dann hast du durchaus gute Chancen, so eine Entdeckung noch zu erleben :)

Chatten mit den Aliens wird sich aber vielleicht nicht ganz ausgehen ;)

lg
Harald
 
Ja, das mit dem Chatten wird wohl erst klappen falls es gelingt diese Mini-Hürde der Lichtgeschwindigkeit zu überwinden ;) Ich glaube zwar, dass das mit irgendwelchen 'Tricks' möglich ist, aber erst in hunderten von Jahren, und davor hat sich die Menschheit bestimmt schon selbst vernichtet. Schade eigentlich!
 
Hallo,

das mit der Lichtgeschwindigkeit ist so ein Ding. Mann müßte halt Daten per Gravitation übertragen. Die wirkt ja sofort. ;-)


Ich habe mal gelesen, daß in Wien im Abstand von 50 km 2 gekoppelte Quarks positioniert wurden. Drehte man das eine Quark, so drehte sich auch das andere Quark. Soweit ich mich erinnern kann, absolut zeitgleich. (Ich weiß, daß0 50km im Bezug auf die Lichtgeschwindigkeit seeehhr klein sind)
 
Hallöchen Martin,

auch die Gravitation wirkt "nur" mit Lichtgeschwindigkeit (was die Erklärung, warum man die Anziehung von schwarzen Löchern spürt recht spannend macht ...).

Das schöne Experiment mit den gekoppelten Quarks funktioniert mit verschränkten Zuständen. Aber auch hier findet streng genommen kein Informationsaustausch mit Überlichtgeschwindigkeit statt.

Grüße
Andy
 
Hallo Matthias,

vielen Dank für die Liste! Offenbar dauert es noch etwa 5 Jahre bis Ergebnisse zu erwarten sind... :(

CS,
Markus
 
Und wegen der Wirtschaftskrise wird wohl noch weiter bei der Forschung gespart werden - hauptsache den Banken wird das Geld hinten hineingeschoben :(

Also, sein wir froh, wenn zumindest einige Projekte längerfristig gesichert sind :)

lg
Harald
 
Tja, wenn das Geld welches die USA in den letzten 20 Jahren in Kriege investiert haben, stattdessen der Nasa zur Verfügung gestanden hätte... dann wären wir jetzt sicher ein ganzes Stück schlauer. Die Menschen sind halt doof :(

CS,
Markus
 
Hallo Markus,

Offenbar dauert es noch etwa 5 Jahre bis Ergebnisse zu erwarten sind...

Also die Ergebnisse die du erwartest brauchen sicher noch ein vielfaches davon. Es soll ja nicht nur die Masse stimmen, sondern auch Oberflächentemperatur, das Vorhandensein einer Athmosphäre usw.
Würde mich positiv überraschen wenn da so schnell ein Kandidat entdeckt werden würde. Denn erst dann lohnt es sich nach Ozon in der Planetenathmosphäre zu suchen...

Tja, wenn das Geld welches die USA in den letzten 20 Jahren in Kriege investiert haben, stattdessen der Nasa zur Verfügung gestanden hätte...

... hätten wir schon eine Kleinstadt auf dem Mars inkl. Luxushotels für Reiche :D
 
Zitat von Marfir:
Hallo Markus,

Also die Ergebnisse die du erwartest brauchen sicher noch ein vielfaches davon. Es soll ja nicht nur die Masse stimmen, sondern auch Oberflächentemperatur, das Vorhandensein einer Athmosphäre usw.
Würde mich positiv überraschen wenn da so schnell ein Kandidat entdeckt werden würde. Denn erst dann lohnt es sich nach Ozon in der Planetenathmosphäre zu suchen...

Hallo Gerd,

na gut, dann sagen wir halt 10 Jahre :) Ich finde das ganze Thema sehr spannend, wenn ein Kandidat gefunden wird, dann sollte es mit den dann vorhandenen technischen Möglichkeiten per Spektralanalyse Möglich sein nachzuweisen ob es Leben auf diesem Planeten gibt, oder?

CS,
Markus
 
Hi Markus,

sagen wir mal so. Wir könnten nachweisen ob es dort Methan oder Ozon gibt. Das letztere wird als sicherster Indikator für Leben gehandelt. Außerdem kann die Radioastronomie prüfen ob dort künstliche Signale ausgesendet werden (wir machen unsere Umgebung durch Rundfunk/Fernsehen auch auf uns aufmerksam). Aber 100% sicher sein könnten wir uns erst, wenn wir dort gelandet sind (Roboter oder Menschen).
Spannend ist das Thema auf jeden Fall :-)

Welche Eigenschaften solch eine 2. Erde erfüllen muss, kannst du dir in meinem Astronomieprogramm ansehen. Ebenso wie viele Exoplaneten welche Eigenschaften bisher erfüllen konnten.
 
Soweit ich heute durch Interpretationen diverser Äußerungen des neuen US-Präsidenten erfahren habe ist davon auszugehen, dass die finanziellen Mitteln für die NASA deutlich zusammengestrichen werden zu Gunsten der Stützung von Banken und Wirtschaft.

Weltraumforschung wird in den nächsten Jahren wohl keine besonders hohe Priorität eingeräumt.

Das US-Finanzsystem steht vor dem Kollaps, da wird man nicht vordringlich an teure Sonden und Weltraumflüge denken.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ergänzung: Ich finde das sehr bedauerlich, denn gerade in der bemannten Weltraumfahrt ist seit dem Apolloprogramm vor 40 Jahren keine Weiterentwicklung zu sehen.

Sogar der ehemalige US-Präsident kündigte vor 3 Jahren eine Rückkehr zum Mond und Flüge "darüber hinaus" an.

Inzwischen dürfte klar sein, dass niemand von uns mehr einen bemannten Marsflug miterlebt.

Irgendwelche Mäuse in der Schwerelosigkeit zu beobachten war in den 60er Jahren lustig, heute ist das einfach für den normalen Menschen irgendwie uninteressant.

Andererseits gibt es außer dem Mars kein Objekt, welches für eine bemannte Mission in Frage kommt und auch bei Mars ist fraglich, ob der enorme logistische und finanzielle Aufwand zu rechtfertigen ist oder ob man nicht alles, was man dort erforschen kann nicht auch künftig ausschließlich mit Sonden bewältigen kann.

Als künftiges Auswanderungsziel für die Menschheit eignet sich der Mars ohnehin nicht, er hat nur grob ein Viertel der Erdoberfläche und auch davon ist auf Grund der Oberflächenstruktur (wie auf der Erde) ein großer Teil nicht zur Besiedelung geeignet.

Gegen die bemannte Weltraumfahrt spricht auch, dass es genügend Dinge hier auf der Erde gibt, welche vordergründig in Ordnung zu bringen sind: Wirtschaftskrise, Klimaschutz um nur 2 Stichworte zu nennen.

Man sollte doch zunächst diese Welt einigermaßen in Ordnung bringen, bevor man in die nächste aufbricht. Und bereits das kostet mehr, als man in den nächsten Jahrzehnten aufbringen kann.
Schade für die bemannte Raumfahrt, aber die Prioritäten müssen vernünftig gesetzt werden.
 
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Hallo Orion12,

Inzwischen dürfte klar sein, dass niemand von uns mehr einen bemannten Marsflug miterlebt.

Ganz so schlimm würde ich die Lage für mich (25) nicht einschätzen. Das Apolloprogramm hat man auch innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Billionen sind bei den Raumfahrer-Staaten auch vorhanden. Es ist nur die Frage der Priorität, wo diese hin fließen. In den USA ist eben leider die Waffenlobby sehr stark, so dass hier mehr in Rüstung fließt, als zur NASA. Aber selbst dass wirft technologische Entwicklungen nebenbei ab (z. B. wenn man neue Waffen im Weltraum stationieren will), die uns in der zivilen Raumfahrt ein Stück weiter bringen. Spätestens wenn eine andere Nation ihren Fuß auf den Mond setzt, sind die Amerikaner wieder gefordert (z. B. mit einem Marsflug) vorzulegen. Und das werden sie sich auch nicht nehmen lassen...


Gegen die bemannte Weltraumfahrt spricht auch, dass es genügend Dinge hier auf der Erde gibt, welche vordergründig in Ordnung zu bringen sind: Wirtschaftskrise, Klimaschutz um nur 2 Stichworte zu nennen.

Hier kann ich dir keines falls zustimmen! Probleme wird es immer geben. Es sich so simpel zu machen: "ich mache nichts mehr, weil meine Bemühungen irgend wann zu nichte gemacht werden" ist destruktiv, gefährlich und verschlechtert insgesamt die Lage noch mehr. Statt herum zu jammern Ziele aufstellen und verwirklichen! Deine 2 Stichworte gab es schon vor deiner Zeit. Und hat die Menschheit deswegen aufgegeben? Aller Technik abgeschworen?
Die Raumfahrt und alle anderen technisch aufwendigen Entwicklungen aufzugeben, bringt uns in unserer Entwicklung nicht vorwärts, sondern rückwärts!


Man sollte doch zunächst diese Welt einigermaßen in Ordnung bringen, bevor man in die nächste aufbricht. Und bereits das kostet mehr, als man in den nächsten Jahrzehnten aufbringen kann.

Und hier hast du endgültig aufgegeben. Soll das für uns ein Aufruf sein uns ein neues Hobby "Bankenkriese" oder "Brot für die Welt" zu suchen? Die Welt "in Ordnung zu bringen" ist die Aufgabe anderer. Zumal hier von dir zu definieren wäre, was du unter Ordnung verstehst. Deine Einwände in allen Ehren, aber ich glaube du solltest lieber ein anderes Forum aufsuchen. Hier sollte es primär um Astronomie/Raumfahrt gehen und nicht um aktuelle Finanzprobleme. Auch diese Krise geht vorbei, so dass es wieder mehr Geld für die (bemannte) Raumfahrt geben wird.
 
Hallo,

Nur bleibt festzustellen, Geld für was für eine bemannte Raumfahrt? Haben wir heute echte Ziele vor Augen, bei denen es sich mit dem heutigen Wissen/Möglichkeiten lohnt Milliarden reinzubuttern, oder gehts den möchtegern Trekis nur um das reine Vergnügen an der Sache? Mit "lohnen" meine ich neue Dinge, die uns irgendwo ernsthaft weiterbringen.

Ganz so schlimm würde ich die Lage für mich (25) nicht einschätzen. Das Apolloprogramm hat man auch innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Billionen sind bei den Raumfahrer-Staaten auch vorhanden. Es ist nur die Frage der Priorität, wo diese hin fließen.
Richtig! Wenn wir irgendwann ein wirklich lohnendes Ziel haben und nutzen können, sind wir ganz schnell wieder im Geschäft. Und je weiter in der Zukunft, desto bessere Technologien werden wir wahrscheinlich zur Verfügung haben.


Gruss Greuti
 
Hallo zusammen,

also ich bin der Überzeugung, dass die Erforschung von Planeten innerhalb unseres Systems mittels Robotertechnik viel günstiger und sinnvoller ist als Menschen zum Objekt zu fliegen. Und das wird sich auch in naher Zukunft kaum ändern, sondern eher tendenziell Richtung automatisierter Forschung gehen.

CS,
Markus
 
Würde ich auch meinen, aber sinnvolle und zeitgemässe (bemannte) Raumfahrt ist etwas, dass anscheinend für gewisse Kreise ohne Bedeutung ist. Hauptsache der Spass geht weiter.

Mal den Mond besuchen war sicherlich eine tolle Herausforderung und irgendwo richtig. Die Möglichkeit zu haben im Orbit Servicarbeiten an Satelliten zu verrichten und so Erfahrungen zu sammeln auch. Den Rest kann man aber auf absehbare Zeit getrost vergessen. Die Prioritäten liegen zurzeit klar in der unbemannten Raumfahrt und deren Erforschung unseres Sonnensystems und des Universums (Grossteleskope).

Wenn in der bemannte Raumfahrt wirklich mal ein lohnendes Ziel auftauchen sollte, ist es immernoch früh genug darauf hinzuarbeiten. Da sowieso ein technologischer Fortschritt hier auf der Erde zu erwarten ist, haben die meisten technischen Erfahrungen, die die heutigen Raumfahrer machen, in Zukunft keinen wirklichen Nutzen.
 
Deine Einwände in allen Ehren, aber ich glaube du solltest lieber ein anderes Forum aufsuchen. Hier sollte es primär um Astronomie/Raumfahrt gehen

Und deshalb mache ich es mir eben nicht so einfach und gehe mit den Argumenten einfach woanders hin. Durch Weggehen als eine Form der Verdrängung wird kein Problem gelöst.

Offenbar habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Ich wollte nicht vordergründig über die Finanzkrise sprechen (hab sie auch nur stichwortartig erwähnt), sondern meinte, dass wir unseren Planeten in eine kritische Situation gebracht haben und es unverantwortlich wäre, nun einfach woandershin aufbrechen zu wollen.
In diesem Sinne ist das Thema "Raumfahrt" auch nicht verfehlt, auch dann nicht wenn ich zugegebenermaßen mal ein paar nicht so schöne Dinge anspreche, die aber auch dazugehören.

Auch das schlichte Aufbrechen zu anderen Planeten wäre nur eine Form des Davonlaufens vor unseren Problemen,allerdings gegenwärtig nicht wirklich technisch realisierbar.
Und könnten wir davon ausgehen, dass die Erde auch in aller Zukunft ein lebenswerter Ort ist - und das ist immer noch möglich - hätten wir ein Argument weniger für die Besiedelung anderer Planeten.
Wir könnten hier glücklich leben, von kosmischen Katastrofen mal abgesehen, aber auch die sind mit entwickelter Technik abzuwenden - vielleicht sollten wir darauf einen größeren Teil der astronomischen Forschung verwenden.

Erst einmal muss hier einiges in Ordnung gebracht werden (und das würde weniger Aufwand benötigen als eine Besiedelung anderer Planeten).
Denn zunächst muss der Beweis neu erbracht werden, dass die Menschheit mit einem, nämlich unserem Planeten so umgehen kann, dass auch künftige Generationen hier leben können. Im Moment scheinen wir das verlernt zu haben.

Schaffen wir das hier nicht mehr, dann werden wir auch auf dem Mars oder wo auch immer scheitern.

Die Erde ist für uns hervorragend eingerichtet oder war es zumindest.
Auf jedem anderen Himmelskörper werden die Probleme die zu bewältigen wären um ein Vielfaches größer.

Die Welt "in Ordnung zu bringen" ist die Aufgabe anderer.

Kann nicht jemand anderes aufräumen, muss ich das tun? Ungefähr so habe ich als Kleinkind argumentiert, wenn ich meine Bude nicht aufräumen wollte; Dann hab ich um umgehend im Nebenzimmer Spittel gemacht. nette Analogie

Welcher "Anderen" eigentlich? Und warum sollte man ihnen das zumuten?

Wir werden das wohl selbst tun müssen.
Wir werden es sogar vordringlich und bald tun müssen und kosmische Fantasien, die sich in diesem und nächsten Jahrhundert ohnehin nicht umsetzen lassen zunächst hintenan stellen müssen.

Anderenfalls wird womöglich eine ökologische Katastrofe eintreten - lange bevor wir die Möglichkeit des kosmischen Auswanderns haben.
---
Ansonsten schließe ich mich Greuti und Markus77 an.
Selbst wenn wir die technischen Möglichkeiten zu bemannten interplanetaren Raumnflügen hätten - wären die enormen Kosten und auch die Risiken gerechtfertigt um eine Mannschaft auf den Mars zu fliegen?
Könnten sie mehr erforschen als das unbemannte Sonden können?
 
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@ Greuti und Markus

Ihr sucht ein Ziel für die bemannte Raumfahrt? Werft mir und anderen vor ich will nur meinen Spaß? Und Roboter sollen das Weltall erforschen?

Wieso durchkämmen wohl nicht Roboterschwärme die Urwälder und Ozeane der Erde, auf der Suche nach neuen Tier- und Pflanzenarten? Ich glaube Ihr habt ein falsches Bild von Robotern. Wir reden hier nicht von Androiden aus Star Trek. Ein heutiger Roboter macht genau dass, was ihm einprogrammiert wurde. Wenn er einen Stein sieht, dann ist da auch einer. Ein Mensch könnte sagen "hey der ist aber komisch geformt, das seh ich mir mal genauer an". Ein Roboter kann solche Neugierde/Assoziationen nicht mitbringen. Wenn man was entdecken will (und dir Markus ging es ja gleich um eine 2. Erde), dann geht das ohne Menschen nicht.
Beim Kostenargument habt Ihr schon recht. Bemannte Missionen sind teuer als unbemannte. Es ist darum nur sinnvoll für wichtige Ziele Astronauten/Kosmonauten zu entsenden. Aber auch hier bedenkt: wenn jedes mal alles neu entwickelt werden muss, sind die Kosten gigantischer als wenn auf bewährte Technologie zurückgegriffen werden kann. Alle Finanzmittel für die bemannte Raumfahrt zu streichen würde eine Rückkehr umso teuer machen. Zumindest was neue Ziele angeht.
Hinzu kommt, eurer Argumentation folgend werden wir nie eine Werft auf dem Mond / im All haben. Das benötigt schließlich Menschen im All und ist zu teuer. Ergo müssen wir bei jedem Start eines Sateliten/Roboters die Gravitation der Erde überwinden, was derzeit Unmengen Treibstoff frisst. Wo ist denn da eurer Kosten-Nutzen-Umwelt-Verständnis?

Was die Ziele angeht:
Sollte sich einmal heraus stellen, dass in unserem Sonnensystem noch wo anders Leben entstanden ist oder einmal existiert hat, dann wäre dies sicher ein lohnendes Ziel! Meint Ihr nicht auch?


@ Orion12

Stimmt du hast dich wirklich schlecht ausgedrückt. Dein Beitrag lass sich wie ein Anti-Raumfahrt- und die-Welt-geht-unter-Beitrag. Darum mein Hinweis auf ein anderes Forum. Der Thread-Ersteller wollte nicht wissen, welche aktuellen Probleme es auf der Welt gibt. Das wissen wir alle selbst. ;-)

Statt dessen fängst du schon wieder an das Thema Klimawandel breit zu treten...
Mit "Die Welt "in Ordnung zu bringen" ist die Aufgabe anderer." meinte ich die Finanzkriese. Mir hier unterstellen zu wollen ich wäre da mit verantwortlich willst du ja wohl nicht? Für den Klimawandel gilt das meiner Meinung nach nicht. Da stimme ich dir zu. Wobei hier aber auch einige mehr gefordert sind als einige andere. Oder willst du alle 8 Mrd. Menschen über einen Kamm scheren? Das wäre nun wirklich kindisch.

"Die Erde ist für uns hervorragend eingerichtet oder war es zumindest."

Bist du einer dieser Bibel-Fetischisten die immer vor meiner Tür stehen?^^ Die Erde ist nicht für uns eingerichtet (außer man glaubt an die Schöpfungsgeschichte), sondern die Primaten haben sich an Ihre Umwelt angepasst. Bis aus den Primaten Menschen wurden, die Ihre Umwelt an sich angepasst haben. Diese Sichtweise "Die Erde ist für uns ..." ist genau die Argumentation der Ausbeuter, die Regenwälder abholzen etc. Da du aber scheinbar an der Rettung der Umwelt interessiert bist, solltest du nicht so argumentieren wie die, denen es egal ist ^^

"Selbst wenn wir die technischen Möglichkeiten zu bemannten interplanetaren Raumnflügen hätten - wären die enormen Kosten und auch die Risiken gerechtfertigt um eine Mannschaft auf den Mars zu fliegen?"

Die Risiken für die Crew oder wen?
Wenn uns morgen z. B. ein 100 km Asteroid treffen würde wäre alles aus. Hätten wir eine Marssiedlung die sich selbst versorgen kann, wäre der Fortbestand der Menschheit gesichert. Ist das nicht auch dass (ein Punkt von vielen), was du mit der Rettung der Erde erreichen willst?

"Könnten sie mehr erforschen als das unbemannte Sonden können?"

Ja! Solange wir keine intelligenteren Roboter haben definitiv. Außnahmen gibt es natürlich auch hier. Z. B. wenn auf Grund von zu hoher Strahlung eine nähere Erforschung durch Menschen unmöglich ist. Aber selbst da müssen Menschen den Impuls zum entdecken geben. Sonst verpasst man wohl möglich das Beste :-(
 
Mit "Die Welt "in Ordnung zu bringen" ist die Aufgabe anderer." meinte ich die Finanzkriese. Mir hier unterstellen zu wollen ich wäre da mit verantwortlich willst du ja wohl nicht?

Natürlich will ich das nicht, ich dachte die Aussage wäre allgemeingültig formuliert, nicht nur auf die "Finanzkrise" bezogen.

Bist du einer dieser Bibel-Fetischisten die immer vor meiner Tür stehen?^^ Die Erde ist nicht für uns eingerichtet (außer man glaubt an die Schöpfungsgeschichte)...

Das ist nicht im religiösen Sinne gemeint. Die Bedingungen auf der Erde sind so, dass eine Evolution stattfinden konnte. Über viele Millionen Jahre waren die Bedingungen so, dass schließlich Menschen entstanden, die sich jetzt über das Thema unterhalten können.
Wären die Zustände nur ein wenig anders gewesen, wären wir gar nicht hier.

Auf anderen Planeten müsste man mit völlig anderen Rahmenbedingungen zurechtkommen, für die uns die Evolution nicht geschaffen hat. Und da bin ich skeptisch, dass die Menschen das mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten aber vor allem mit ihrer gegenwärtigen Einstellung ggb. der Umwelt schaffen können. Dazu gehört auch, dass man den Holzfällern im Regenwald endlich Einhalt gebietet, nur muss man ihen dazu auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten schaffen um ihnen eine andere Lebensgrundlage zu ermöglichen.
Das hat wieder mit Geld zu tun.

---

Natürlich könnte uns ein Asteroid treffen. Deshalb schrieb ich, man sollte die astronomischen Forschungen darauf konzentrieren, solche Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden (wir sind schließlich keine Saurier und können solchen Gefahren begegnen).
Forschungen in dieser Richtung gibt es bereits.
Wenn wir das im Griff haben, muss man möglicherweise nicht mehr auswandern.

Eine Marssiedlung würde nach meiner Meinung nicht den Fortbestand der Menschheit sichern.

1) unklar, ob das technisch realisierbar ist. Selbst wenn die Siedlung besteht können noch marseigene Katastrofen und Hindernisse eintreten, mit denen keiner gerechnet hat weil man sie einfach nicht kannte.
Auch auf dem Mars kann übrigens so ein Asteroid einschlagen.

2) Die "Marsianer" werden sich nach mehreren Generationen (wenn es denn unwahrscheinlicherweise soweit kommt) irgendwann für unabhängig erklären. Das sorgt dann eher für Streitigkeiten mit den Erdlingen, denn so wollte man das schließlich auch nicht.

3) Auch unter den Auswanderern in der Siedlung werden irgendwann Auseinandersetzungen nicht ausbleiben. Eine enge Begrenzung auf eine kleine hermetisch abgeschlossene Siedlung wirkt auch nicht gerade aggresionshemmend.
Und in welcher "Gesellschaftsordnung" will man dort eigentlich leben - auch eine höchst klärungsvbedürftige Frage, die dort auch kontrovers diskutiert werden wird.

4) Mit einer "Crew" als Marsmission ist es nicht getan, denn Hilfe von der Erde ist nicht möglich. Da müssen ganze Berufsgruppen mit, an die man nicht unmittelbar denkt, von mir aus bis zum Zahnarzt.
Und alle wollen übrigens etwas essen, auch das kann nicht ständig von der Erde nachgeliefert werden.

5) In einer abgeschlossenen Marssiedlung kann man nicht die gesamte Menschheit unterbingen, aber so ist es schließlich auch nicht geplant.

Ich hätte noch ungefähr 5 weitere Punkte, die sich mir als Frage stellen, aber ich wills nicht übertreiben :-)

Wir werden den Fortbestand der ERDE letztlich nicht durch eine Siedlung auf dem MARS sichern.
Lassen wir den Mars vorläufig den Robotern; eine bemannte Reise wäre nur ein Statussymbol, wie das Apollo-Programm in den 60ern. Der wissenschaftliche Nutzen, von einigen Kilogramm Mondgestein abgesehen, war eher begrenzt und ganz sicher nicht durch die enormen Kosten gedeckt.
 
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Hallo Orion12,

Deshalb schrieb ich, man sollte die astronomischen Forschungen darauf konzentrieren, solche Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden.

Auch dafür benötigt man ein funktionierendes Raumfahrtprogramm. Teilweise sogar bemannt, um Servicemissionen im Orbit (oder darüber hinaus) durchführen zu können. Derzeit außerdem noch um die ISS am leben zu halten.
Du kannst sagen was du willst. Auf Null kann man einfach nicht mehr zurück ;-)

Thema Marssiedlung:

zu 1.)
Technisch realisierbar steht nicht wirklich zur Debatte, da wir nicht gleich morgen anfangen zu bauen. Noch sind wir bei Studien und Grundlagenforschungen. Ob im Jahre x es dann realisierbar ist, kann man heute nicht voraus sagen.

Und wegen den Katasrophen: Natürlich kann auf dem Mars auch etwas geschehen, aber eine Spezies müsste schon sehr viel Pech haben, gleich auf 2 Planeten ausgelöscht zu werden. Rein von der Wahrscheinlichkeit her stehen die Chancen doch bei einer großen Verbreitung wesentlich besser. Schau dir dazu Tierarten an, die nur auf bestimmten (isolierten) Inseln vorkommen. Wird da das Ökosystem zerstört wars das endgültig...

zu 2.)
Woher willst du das wissen? Vielleicht könnte es sich so entwickeln, vielleicht auch nicht. England hat gegen Amerika auch Krieg geführt, als diese sich los sagten. Heute sind sie dicke Freunde. Deine Art, die Zukunft für die Menschheit festlegen zu wollen, ist irgend wie lächerlich. Sorry ...

zu 3.)
Nicht nur in der Siedlung. Das kann ja schon auf dem Weg dahin passieren, falls man die Crew nicht "eingefrohren" bekommt.
Und? Willst du jetzt auf der Erde auch systematisch dicht besiedelte Landschaften ausdünnen, weil dort Aggressionen herrschen?
Die "Gesellschaftsordnung" ist ein wirklich interessanter Punkt. Vielleicht findet man hier sogar ein neues Vorzeigemodell für die Erde ;-)
In erster Linie wird es wohl das sein, was die Crew von der Erde bzw. der jeweiligen Weltraumagentur "aufgezwungen" bekam. Alles danach ist reine Spekulation und erlich gesagt nicht unser Problem. Ich finde das sollte, falls nötig, vor Ort den Gegebenheiten angepasst werden. Wir schicken schließlich gestandene und intelligente Männer und Frauen hin, keine Volldeppen!

zu 4.)
Korrekt. Das ist eigentlich das Hauptproblem schlecht hin. Alle anderen sind dagegen "unwichtig". Nur musst du halt bedenken, jeder Passagier muss vorher mehrere Berufe erlernt haben, um die Personenzahl gering zu halten. Und manches kann vielleicht auch per (langatmige) Kommunikation mit der Erde geklärt werden. Oder eine riesen Datenbank im Raumschiff bebildert alles schön ;-)
Deinen Gedanken wieso man nichts nachliefern kann verstehe ich aber nicht. Wenn es um reinen Warentransport von Lebensmitteln geht, dann sind die Kosten relativ hoch. Aber immer noch günstiger als mehrere Top Spezialisten und die Ausrüstung zu verlieren... Regelmäßige Versorgungsflüge könnten sicher dann auch rein Computer-gesteuert ablaufen, um Kosten für bemannte Versorgungsflüge zu sparen.

zu 5.)
Wer sagt die gesamte Menschheit? Irgend wann ist die Erde voll. Wenn du keine totalitären Geburtenkontrollen willst dann ist die Erschließung von mehr Lebensraum die einzige Alternative. Die Terraformer-Fraktion wird dir sicher gern erklären, wie man den Mars insgesamt bewohnbar machen könnte. ;-)

Was hast du denn noch für Punkte? Außer Punkt 4 war bisher kein K.O.-Punkt dabei.
 
Auch dafür benötigt man ein funktionierendes Raumfahrtprogramm. Teilweise sogar bemannt, um Servicemissionen im Orbit (oder darüber hinaus) durchführen zu können. Derzeit außerdem noch um die ISS am leben zu halten.
Du kannst sagen was du willst. Auf Null kann man einfach nicht mehr zurück ;-)

Völlige Zustimmung. Auf 0 soll man auch nicht zurück. In unserem Erd-Orbit ist das alles notwendig - hat aber auch nicht das Geringste mit Marsmissionen zu tun.

zu 1)
Asteroidengefahr: Im Vergleich zur Erde hat der Mars keine nennenswerte Atmosphäre. Da verglüht nichts, die kosmische Berieselung erfolgt ständig und ungebremst.
Außerdem ist der Mars in viel größerer Nähe zum berüchtigten Asteroidengürtel - ob hieraus nochmal eine größere "Asteroidenquote" resultiert entzieht sich meiner Kenntnis.
Spätestens auf dem Mars sollte man jedenfalls zwingend wissen, wie man Asteroiden begegnet.

zu 2)
Woher will ich das wissen? Ich weiß es gar nicht, aber es ist eine ernst zu nehmende Variante, die man nicht ignorieren sollte. Aber festlegen kann ich mich da natürlich nicht, aber
spätestens die 3. Generation auf dem Mars hat keinen persönlichen Bezug mehr zur Erde. Die Menschen werden sich als Marsbewohner definieren.

zu 3)
Willst du jetzt auf der Erde auch systematisch dicht besiedelte Landschaften ausdünnen, weil dort Aggressionen herrschen?

Konfliktpotenzial entsteht in dicht besiedelten Gebieten, z.B. auch in Raumschiffen. Hier kommt es darauf an, ob alle Beteiligten einen so ausgeglichenen Charakter haben, die Dinge ohne Eskalation lösen zu können.
Die 1. Mannschaft wird man unter diesem Aspekt auswählen, da wird man keine "Choleriker" nehmen - für nachfolgende Generationen kann aber keiner garantieren.

Auf eine Regelung von außen (etwa Ausdünnung) kommt es gar nicht an und das wird bei solchen Missionen auch nicht möglich sein.

zu 4)
Und manches kann vielleicht auch per (langatmige) Kommunikation mit der Erde geklärt werden. Oder eine riesen Datenbank im Raumschiff bebildert alles schön ;-)
jeder Passagier muss vorher mehrere Berufe erlernt haben

Und manches auch nicht. Wenn z.B. etwa jemand ernsthaft erkrankt oder einen Unfall hat, dann wird demjenigen sicher nicht wohl sein, wenn ein Besatzungsmitglied, welches im 5. Beruf mal etwas von Medizin gehört hat, mit der Erde kommuniziert (Signal braucht eine halbe Stunde hin und zurück) um sich schlau zu machen oder irgendwo sein Halbwissen in einer Datenbank zu ergänzen versucht und dann zum Operationsbesteck greift - gruselige Vorstellung.
Hier auf der Erde kommt als Zahnarzt auch nicht der Hausmeister, weil er grundsätzlich weiß, wie man eine Zange benutzt.

Nein, für wichtige und spezielle Sachen müssen Spezialisten an Bord sein - und es gibt viele wichtige Sachen, man braucht also viele Spezialisten und weniger Personal mit mehreren Berufen, die vieles können aber nichts richtig.

Regelmäßige Versorgungsflüge könnten sicher dann auch rein Computer-gesteuert ablaufen

Es geht bei solchen Versorgungsflügen dann nicht um 300 km bis zur ISS sondern um 300 Millionen km.
(Zahlen gerundet, es geht nur um die Größenordnungen.)
Ich mag mich irren, aber bzgl. regelmäßiger Versorgung bin ich skeptisch.
Um es modellmäßig zu beschreiben: Es ist etwas anderes, ob ich zur Korrektur oder Versorgung eines Gegenstandes mit ausgestrecktem Arm hinlangen kann ohne aufstehen zu müssen (Entfernung 1m) oder ob das zu versorgende Objekt 1000 km weit weg ist.

Möglicherweise hat man allerdings in der Zukunft andere Antriebsmöglichkeiten.

zu 5)
Bei vernünftigem ökologischen Umgang mit den Ressourcen und entsprechenden globalen Korrekturen an der Gesellschaftsordnung könnte die Erde noch ein Mehrfaches der derzeitigen Bevölkerung tragen ohne dass sie hungern müsste. Aber das nur annähernd zu diskutieren käme dem Schreiben eines utopischen Romans nahe.
Was die Erschließung von Lebensraum betrifft: Wie schon weiter oben erwähnt, ist die Marsoberfläche grob 1/4 so groß wie die Erdoberfläche. Selbst bei Terraforming ist der Zugewinn an Lebensraum mit dem Mars sehr begrenzt.
Was dort flächenmäßig dazugewonnen werden kann, das kann mit weniger logistischem und finanziellen Einsatz gewiss auch auf der Erde realisiert werden, etwa durch Besiedelung der Wüstengebiete.

Ein anderer Himmelskörper außer unserem Mond oder dem Mars
kommt zur Besiedelung im Sonnensystem nicht in Frage - nicht nur, weil wir derzeit die technischen Möglichkeiten nicht haben, sondern weil es kein entsprechend großes geeignetes Objekt gibt.

Und um endlich wieder auf das Ausgangsthema zurückzukommen:
Erdähnliche Planeten außerhalb des Sonnensystems haben wir noch nicht entdeckt und wenn wir welche gefunden haben (ich schätze die ersten in den nächsten 10 Jahren, da bin ich mal optimistisch) ist deren Besiedelung endgültig ein Thema, dass derzeit nur im SF-Bereich zu diskutieren ist.

Es geht bei der Erforschung erdähnlicher Exoplaneten doch eigentlich im Wesentlichen nur um 2 fundamentale zugegebenermaßen höchst interessante Fragen:
1) Lebt da schon jemand?
2) Kommt der Planet in irgendeiner sehr fernen Zukunft für die Menschen zur Besiedelung in Frage?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Und manches auch nicht. Wenn z.B. etwa jemand ernsthaft erkrankt oder einen Unfall hat, dann wird demjenigen sicher nicht wohl sein, wenn ein Besatzungsmitglied, welches im 5. Beruf mal etwas von Medizin gehört hat, mit der Erde kommuniziert (Signal braucht eine halbe Stunde hin und zurück) um sich schlau zu machen oder irgendwo sein Halbwissen in einer Datenbank zu ergänzen versucht und dann zum Operationsbesteck greift - gruselige Vorstellung.
Hier auf der Erde kommt als Zahnarzt auch nicht der Hausmeister, weil er grundsätzlich weiß, wie man eine Zange benutzt.

Man wird sicher eher einen Arzt als einen Hausmeister mitnehmen. Weiters gibts ausführliche Gesundheitsuntersuchungen vor dem Start, eine Isolierung der Passagiere kuz vor dem Start. Damit kann man das Risiko vieler Krankheiten minimieren. Eine Wurzelbehandlung wird dort keiner machen, der Zahn wird eben gezogen (selbst in reichen Ländern wie Deutschland/Österreich lassen sich manche einen Zahn ziehen, statt Wuzelbehandlung und Stiftaufbau und Überkronung, weil sie es sich einfach nicht leisten können oder wollen). An vielen Orten selbst auf der Erde gibts nichtmal einen Arzt mit Grundausrüstung. Ein gewisses Risiko ist eben dabei, das muss jedem, der dort hinfliegen will klar sein.
Viel wahrscheinlicher wären da wohl eher technische Pannen.

lg,
Harald

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
In unserem Erd-Orbit ist das alles notwendig - hat aber auch nicht das Geringste mit Marsmissionen zu tun.

Mehr als du denkst. Sicher ist dir schon bekannt, dass unsere Spaceshuttel-Flotte veraltet ist. Die Entwicklung von Nachfolgemodellen liefert Technologie, Materialien und Erfahrungswerte, die auch für entferntere Flüge wichtig sind. Wenn man nicht mal in der Lage ist 400 km günstig zu überbrücken, dann sind 300 Mio. km erst recht nicht drin. In so fern hängt schon alles mit einander zusammen!

zu 1.)
Hier kannst du die Terraformer-Fraktion fragen wie man dem Mars eine Atmosphäre verpassen kann...

zu 2.)
Sollen sie sich doch als Marsianer definieren, so wie ich die US-Bürger als Amerikaner definieren (und nicht als Mischung aus Briten, Franzosen, Deutsche usw.). Was am Ende daraus wird, hängt ja wohl auch von uns ab. Du hast wohl Angst vor deren Freiheit?

zu 3.)
Mit Konflikten müssen alle Menschen zurecht kommen. Das lässt sich nicht vermeiden. Weder bei einem Langzeit-Flug/Aufenthalt noch auf der Erde. Das ist trotzdem kein Argument dagegen. Ansonsten müsstest du ebenso gegen die Städtebildung sein!

zu 4.)
Nein, für wichtige und spezielle Sachen müssen Spezialisten an Bord sein - und es gibt viele wichtige Sachen, man braucht also viele Spezialisten und weniger Personal mit mehreren Berufen, die vieles können aber nichts richtig.

Sorry aber am Anfang geht es nicht anders. Die Menscheit hat auch nicht mit Mechatroniker und Bäcker angefangen. Da hat auch jeder mehreres (nicht richtig) gemacht. Und trotzdem scheint es dem Überleben der Spezies Mensch nicht geschadet zu haben.
Heutige Astronauten/Kosmonauten müssen auch auf vielen Gebieten etwas wissen. Informiere dich doch einfach mal. Wenn dir auf so einer Mission unwohl ist von einem Halbwissenden operiert zu werden, dann kannst du ja auch den Freitod wählen... ;-)

Ich mag mich irren, aber bzgl. regelmäßiger Versorgung bin ich skeptisch.

Wie bekommen wir wohl auf den Mars und andere Himmelskörper kleine Gefährte oder super Bilder aus dem Orbit? Weil wir bereits seit jahrzehnten in der Lage sind Raketen präzise ins Ziel zu lenken. Ob solch eine Rakete nun einen Satellit, ein Mond-/Mars-Auto oder Nahrung&Wasser mit führt ist egal. Die Nutzlast hängt dabei von der Reichweite ab bzw. umgedreht. Abgesehen von den Kosten (paar Päckchen Tütensuppe wären halt mehrere hundert-tausend € Wert^^) gibts hier keine Probleme.
Es gibt sogar noch etwas positives: Die Reste der Rakete/Verpackung könnten die Marsbewohner dann weiter verwenden.

zu 5.)
Bei vernünftigem ökologischen Umgang mit den Ressourcen und entsprechenden globalen Korrekturen an der Gesellschaftsordnung könnte die Erde noch ein Mehrfaches der derzeitigen Bevölkerung tragen ohne dass sie hungern müsste.

Deine Argumentation ist nicht schlüssig. Das würde das Problem Überbevölkerung nur hinaus zögern. Irgend wann ist einfach Schluss. Sieh es doch endlich ein.

Wie schon weiter oben erwähnt, ist die Marsoberfläche grob 1/4 so groß wie die Erdoberfläche.

Jeder Staat würde nicht mal zögern, wenn er sein Gebiet um 1/4 vergrößern könnte. Wie viel Lebensraum brauchst du denn? Muss dein Grundstück um 200? 500? 1000? Prozent anwachsen, bis dein Hunger gestillt ist? Wie bereits erwähnt, geht es hier nicht um die Umsiedlung aller Menschen von Erde->Mars.
Und so jemand redet von Ökologie? lol eher Ökonomie...


Ein anderer Himmelskörper außer unserem Mond oder dem Mars kommt zur Besiedelung im Sonnensystem nicht in Frage - nicht nur, weil wir derzeit die technischen Möglichkeiten nicht haben, sondern weil es kein entsprechend großes geeignetes Objekt gibt.

Dir wäre wohl nicht mal der Jupiter groß genug, wenn er eine feste Oberfläche hätte?

Und um endlich wieder auf das Ausgangsthema zurückzukommen:
Erdähnliche Planeten außerhalb des Sonnensystems haben wir noch nicht entdeckt und wenn wir welche gefunden haben (ich schätze die ersten in den nächsten 10 Jahren, da bin ich mal optimistisch) ist deren Besiedelung endgültig ein Thema, dass derzeit nur im SF-Bereich zu diskutieren ist.

Es geht bei der Erforschung erdähnlicher Exoplaneten doch eigentlich im Wesentlichen nur um 2 fundamentale zugegebenermaßen höchst interessante Fragen:
1) Lebt da schon jemand?
2) Kommt der Planet in irgendeiner sehr fernen Zukunft für die Menschen zur Besiedelung in Frage?

Korrekt. Innerhalb unseres Sonnensystems könnte man viel erreichen. Alles darüber hinaus ist SF, die erst noch Realität werden wird/muss.

Bei deiner Aufzählung fehlt aber noch
3) Kann auf dem Planeten überhaupt Leben entstehen?
4) Ist auf dem Planeten vor langer Zeit Leben entstanden (und dann wieder verschwunden)?
5) Was ist Leben?
 
Hallo,

Mal ne Frage: Für was soll eigentlich die ISS gut sein wenn das "nächste" Ziel allerhöchstens einmal der Mars ist? Oder stellen die sich schon Fabriken für exotische Materialien im Orbit vor oder um Monde in unserem Sonnensystem ohne zu wissen ob da was zu holen ist?

Ich glaube Ihr habt ein falsches Bild von Robotern. Wir reden hier nicht von Androiden aus Star Trek. Ein heutiger Roboter macht genau dass, was ihm einprogrammiert wurde. Wenn er einen Stein sieht, dann ist da auch einer. Ein Mensch könnte sagen "hey der ist aber komisch geformt, das seh ich mir mal genauer an". Ein Roboter kann solche Neugierde/Assoziationen nicht mitbringen.
Schau mal was das MSL (auch) schon alles kann/könnte und die Robotertechnik ansich steht ja im Prinzip auch erst am Anfang. Die werden immer autonomer (siehe auch die Entwicklung der Software bei den Marsrovern seit sie auf dem Mars sind) und in ihren Analysemöglichkeiten besser werden.

Hinzu kommt, eurer Argumentation folgend werden wir nie eine Werft auf dem Mond / im All haben. Das benötigt schließlich Menschen im All und ist zu teuer. Ergo müssen wir bei jedem Start eines Sateliten/Roboters die Gravitation der Erde überwinden, was derzeit Unmengen Treibstoff frisst. Wo ist denn da eurer Kosten-Nutzen-Umwelt-Verständnis?
Ein Raumschiff (oder grosse komplexe Satellitenanlagen) würde man wie die ISS modular zusammenbauen. Also Fertigung auf der Erde und stückweise raufschiessen (das bleibt sicher am effektivsten/günstigsten). Um das Wissen wie man das macht mach ich mir keine Sorgen. Die Ingenieure/Techniker/Astronauten werden ja nicht dümmer und die unbemannten Missionen gehen ja weiter und werden auch z.T. umfangreicher (wie z.B. endlich mal dann eine grosse Teleskopanlage ausserhalb der Atmosphäre in Angriff nehmen, ohne die wohl nie schlüssig eine neue "Erde" gefunden werden kann).


Gruss Greuti
 
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