Übersichtsokulare nach AP kaufen?

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Hogel

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Hallo zusammen,
lese in letzter Zeit viel über die Bedeutung der Austritts-
pupille bei Übersichtsokularen. Sollte der versierte Beobachter
also für jeden Himmel das passende Okular im Köfferchen haben?
Also:
Vorstadthimmel mit 4,5 mag = Okular mit AP 4,5mm
Niederheinhimmel mit 5-5,5 mag = Okular mit AP 5mm
Alpenexkursion mit 6,5-7 mag = Okular mit AP 6mm oder mehr?

Sag mal, wie wichtig ist überhaupt die passende AP? Sehe ich
aufgrund des "falschen" Okulars (Übersichtsokular mit AP 6mm)am mäßigen Himmel bestimmte Objekte nicht?
Danke für eure Antworten :-) Rolf
 
Hi Rolf,

Sollte der versierte Beobachter
also für jeden Himmel das passende Okular im Köfferchen haben?
Nein, natürlich nicht, außer du hast Geld wie Heu! Prinzipiell reichen 4-5 (gute) Okulare völlig aus. Davon ist dann eines ein 2" Übersichtsokular mit einer AP von 5-7mm.

Die passende AP wird a.m.s. völlig überbewertet. 70%-80% machen die Himmelsqualität aus, danach kommt die Beobachtungserfahrung, danach die Öffnung des Teleskopes und erst dann die Qualität der Okulare.

Platt gesagt. Bei schlechten Himmel (Großstadt ~4m5) kann das Teleskop noch so groß sein und das Okular noch so gut sein, ich sehe einfach keine schwachen Objekte (Flächenhelligkeit), da die einfach durch den hellen Himmel "absaufen"

Gruß
Lots
 
Hallo Rolf,

es ist ganz einfach: jedes Objekt das du am Himmel beobachtest, hat eine bestimmte Flächenhelligkeit. Jeder Flächenhelligkeit ist eine dafür ideale AP zuzuordnen. Je geringer die Flächenhelligkeit, desto größer ist die dazu passende AP.

Soweit sogut. Das gilt allerdings nur unter absolut rabenschwarzem Himmelshintergrund, also Bortle 1. Ist der Himmelshintergrund nicht schwarz dann hat dieser selbst eine praxisrelevante Flächenhelligkeit. Ein Objekt ist erst dann sichtbar, wenn seine Flächenhelligeit etwas über der des Himmelshintergrunds liegt, andernfalls ist es vom Auge nicht zu erfassen.

Durch verändern der AP mittels verschiedener Okulare kann man nun die Flächenhelligkeit des Hintergrundes verändern und so dem Objekt anpassen. Je größer die AP, desto heller wird der Hintergrund. Wählt man die AP zu groß, dann ist der Hintergund auf einmal heller als das Objekt und es wird unsichtbar (man sagt auch: es säuft im Hintergrund ab).

Aber: es gibt eine Obergrenze für die Hintergrundhelligkeit, die wird nämlich vom Durchmesser deiner Iris, also deiner eigenen Pupille bestimmt. Beträgt dieser 8mm, dann gibt es keinen helleren Hintergrund als 8mm AP am Teleskop hervorbringen können. Selbst wenn du ein Okular verwendest, daß eine AP von 10mm liefert, so ergibt das weiterhin effektiv nur eine Hintergundhelligkeit die 8mm AP entspricht, da sich bei übergroßer AP (AP > Iris) die Eintrittsöffnung entsprechend verringert. Für die Praxis bedeutet das, du kannst ein Okular welches an dem einen Teleskop 8mm AP liefert auch an einem anderen Teleskop verwenden, wo es 10mm liefert, solange dir der Verlust von 20% Öffnung nichts ausmacht.

Was bedeutet das nun für die Okularwahl beim Einkauf:

1. der Beobachter muß seinen maximalen Irisdurchmesser kennen (ausmessen, es gibt versch. Methoden)
2. für diesen max. Durchmesser schafft man ein Okular an, daß am Teleskop exakt diese AP liefert
3. man schafft weitere Okulare mit geringer AP an, die eine sinnvolle Abstufung der AP's nach unten hin ergeben. Wie die Abstufung aussieht hängt fast nur vom Geldbeutel ab, denn je feiner sie ist, umso besser. Mindestens jedoch in 2-Millimeterschritten bis zu 2mm AP. Danach ab 1mm AP in wesentlich kleineren Schritten.

Beispiel: deine max. Irisöffnung ist 8mm. Deine idealen Okulare bringen dann AP's von: 8mm, 6mm, 4mm, 2mm, 1mm,...

cs, Bino-Tom



 
Hallo Bino-Tom,

dein Bericht fing gut an, aber dann hast du den PArt mit der Himmelshelligkeit und der dazu passenden AP leider nicht mehr weiterverfolgt. Bist dann bei der max. Iris geblieben - aber das ist ja auch wichtig.

Meine Erfahrung:
Natürlich ist bei einem 4.5m Himmel ein Okular mit einer AP von 6.4mm unpassend, was es die Himmelshelligkeit angeht. Das schadet nach meinem Eindruck auch den Sternen, so dass das weitere Gesichtsfeld, welches mit langbrennweitigen Okularen meistens auch angestrebt wird, nicht besonders genutzt werden kann. Dass Objekte mit einer geringen Flächenhelligkeit (Galaxien, Nebel) gänzlich 'unsichtbar' sind, wurde ja schon erwähnt.

Also wird unter einem 4.5m Himmel ein Okular mit ca. 4.5mm AP einen dunkleren Himmelshintergrund liefern, aber auch ein geringeres Gesichtsfeld. Ob das besser zum erwarteten Ergebnis passt, muss jeder selbst entscheiden.

Dennoch mache ich persönlich es so, da eine AP 6.4mm bei allem Gesichtsfeld unter einem 4.5m - Himmel einen aschgrauen, wenig ergiebigen Himmel zeigt. Da nützt mir das GF nicht immer was. Ich gebe davon etwas ab und habe dafür einen dunkleren Himmelshintergrund.

Um aber zur Frage zurückzukommen. Wenn der Himmel dunkler ist und Okulare mit einer größeren AP gewinnbringend angebracht werden können, dann ist das aus meiner Erfahrung eine Bereicherung. Dafür sollte man vielleicht ein Okular bereitliegen haben.

GRüße,
Stefan
 
Hallo Bino-Tom!

Du hast da etwas missverständlich formuliert:
Durch verändern der AP mittels verschiedener Okulare kann man nun die Flächenhelligkeit des Hintergrundes verändern und so dem Objekt anpassen. Je größer die AP, desto heller wird der Hintergrund. Wählt man die AP zu groß, dann ist der Hintergund auf einmal heller als das Objekt und es wird unsichtbar (man sagt auch: es säuft im Hintergrund ab).

Durch Verändern der AP wird ja nicht nur die Helligkeit des Himmelshintergrunds verändert, sondern in gleichem Maße auch die Helligkeit des Objekts. Das Helligkeits-Verhältnis zwischen Himmelshintergrund und Objekt bleibt stets erhalten.
Was sich ändert sind lediglich die absoluten Helligkeiten und die Vergrößerung.

Obiges gilt natürlich nur für flächige Objekte. Bei Sternen ist es so wie Du schriebst, ausgenommen im Höchstvergrößerungsbereich.


Gruß Harald
 
Es gibt hier verschiedene Aspekte. Zuerst der AP-EP-Aspekt. Selbst bei aufgehelltem Himmel ist die Pupille weit offen. Aber die Dunkeladaptation (ein chemischer Vorgang) ist nicht abgeschlossen. Das Licht des Fernrohres erreicht dein Auge erst mal. Allerdings ist der Hintergrund zu hell für die optimale Detailerkennbarkeit.

Es gibt zwei Aspekte, dennoch ein solches Okular zu kaufen:
- Nebelfilter. Der Hintergrund ist dann ziemlich duneke, für die meisten Nebel ist 7 mm AP genau das richtige.
- Aufsuchen, star hopping: Hier benötigt man ein möglichst großes wahres Feld, das vereinfacht vieles.
 
Hallo Rolf,

Ich habe mich schon genügend zur Theorie und nachvollziehbaren Praxis geäßert, z.B.
in diesem Thread
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/543714/2
oder auch da
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/543714/2

In deinem konkreten Fall würde ich(!) ein Okular mit recht genau 5 mm AP als Kompromiss für die beiden heimischen Standorte zwecks Aufsuche, Übersichtsbeobachtung und großflächige Objekte und auch die Beobachtung passender Objekte mit Nebelfilter befürworten, wobei auf möglichst gute Qualität, große Feldblende und zum Öffnungsverhältnis passendes Design wirklich größtmöglicher Wert zu legen wäre. Das ist Deine Eintrittskarte zum Himmel, wenn man so will, also nach meinem von anderen Meinungen etwas abweichenden Verständnis, eigentlich das wichtigste Okular.

Darüber ein Okularfür maximale AP und den guten Alpenstandort, also eher 6,5 als 7 mm AP oder halt wieder die "goldene Mitte".

Je nach Fernrohr kann man unterhalb der 5 mm dann ein Okular in 1 1/4" mit dort max. möglicher Feldblende und guten Abbildungsleistungen setzen. Wenn das dann eta 4 mm AP besetzt hast Du nicht nur schon den Einstieg in die Detailbeobachtung sondern auch das passende Okular für knifflige Objekte am schlechten Standort (4,5 Mag).
Dazu gehören dann (wie eigentlich immer), gute Karten und konsequentens Starhopping.

Meine Reihe für Übersicht und Aufsuche, die sich unter 5-6 Mag Himmel mach und nach als sehr "erfolgreich" herausgestellt hat:
6,4 / 4,8 / 3,7 mm AP, die resultierenden Vergrößerungen sind nur in sofern wichtig, als sich die Objektfläche mit leicht zunehmender Vergrößerung ebenso steigert wie die Auflösung und in gleichem Maße der Hintergrund dunkler wird. Auch wenn das neblige(!) Objekt dabei mit dunkler wird, steigt der Kontrast, das Objekt wird deutlicher wahrnehmbar, in Grenzfällen kann es so den Sprung über Deine Wahrnehmungsschwelle schaffen.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Rolf!

Folgendes möchte ich noch anmerken, obwohl es eigentlich ziemlich trivial ist:

Bei flächigen Objekten und großer AP die Benutzung eines Filters (z.b. OIII, UHC) in Erwägung ziehen.


P.S.: Sorry Uwe, habe gerade erst gesehen, dass Du das auch geschrieben hast.

Gruß Harald
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lots,

da kann ich nicht ganz zu schweigen.

1. Bei aufgehelltem Himmel werden Objekte mit schwacher Flächenhelligkiet schwieriger beobachtbar oder sogar unbeobachtbar. Zu beachten ist dabei jedoch, dass die passende AP hier wirklich Wirkung zeigt. Dazu muss man nur selbst mal beobachtet haben, wie das Auge da funktioniert.
Ist der Himmelshintergrund hell wird das Auge dem "Fitzelchen" mehr Licht durch einen schwachen Nebel keine Bedeutung beimessen, da die Wahrnehmung der Helligkeit logarithmisch erfolgt. Ist der Himmelshintergrund aber bereits recht dunkel, so fällt dem "Fitzelchen" mehr Gewicht zu und es kann die Wahrnehmungsschwelle bezüglich des Kontrastes zum Himmelshintergrund sehr wohl überschreiten. Dunkel bekommt man den Himmelshintergrund durch eine passend gewählte AP.
Man kann das durchaus mal an einem Objekt wie M76 ausprobieren. Dieser Nebel ist ohne Filter unter Stadthimmel mit ca. 4,5 mag praktisch nicht aufzufinden, wenn man eine AP von 6mm oder mehr anwendet. Mit Filter wird er aber leicht auffindbar. Vergrößert man dann höher, so kann man den Nebel mit 2mm AP dann auch ohne Filter leicht erkennen.
Die Wahl der AP ist also tatsächlich schon sehr wichtig. Man sollte nur erkennen, dass ein guter Standort das wichtigste ist, um schwache Objekte zu erkennen. Die Wahl der richtigen AP ist dann unter einem guten wie schlechten Standort wichtig.

2. Mit einer Staffelung nach Wichtigkeit wäre ich sehr vorsichtig, bzw. ich lehne das ab. Schlechte Okulare können durchaus soviel ausmachen wie die Beobachtungserfahrung, die passende Öffnung gibt einem die nötige Freiheit bei der Wahl der AP, so dass man bestimmte Objekte überhaupt erst wahrnimmt. Da alles voneinander abhängt, sollte man alle Punkte zu optimieren suchen. Und daher braucht es da keine "Rangfolge"

Clear Skies
Sven
 
Hi Rolf
um Deine Frage zu beantworten: Ja, vorausgesetzt kann entsprechend investieren und hat unterschiedliche Standorte
wobei es weniger Übersicht denn Großfeld ist.

Ich leiste mit z.B. deswegen ein 35PanO, 26 und 20 Nagler, sofern man das 20 iger noch zählen will. Ergibts bei mir
AP 7, 5,2 und 4
Aus der Erfahrung kann ich sagen es macht Sinn, weil wie hier angeklungen zu viel AP einiges frißt an Details. So bleibt bei schlechterem Himmel das Pan O in der Kiste und das N26 muß ran.

Zum Thema AP und Grenzgröße ist dies Deckung der Werte ein guter Anhaltspunkt, wenngleich ich bei zusehends besserem Himmel darüber gehen kann. Für mich sind bei 6 mag die 7mm Ap kein Problem auch nicht vom Kontrast zum Hintergrnd .
Bei 5m sehe ich eher 5,5AP als Grenze.
Gemessen an fehlender kritik meiner Mitbeobachter die das alles schon gesehen und probiert haben, denke ich das es soweit gut zu passen scheint.
CS
 
Hallo Armin,

ich setze eine 6,5er AP auch öfters an M31 ein, wenn der Himmel schlechter ist. Mein Standard-Standort gibt wohl eher 6m0 als Maximum her, liegt meistens wohl um 5m7, wobei wir eher dazu neigen, mit den Angaben vorsichtig zu sein. Das geht und ich denke es ist bei solchem Himmel nicht schlimm, etwas drüber zu gehen. Als Faustformel taugt es aber allemal und jeder sollte am besten selbst entscheiden, was er oder sie gewillt ist, zu tolerieren.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven und Armin,

diese Erfahrung ist auch für mich nachvollziehbar, weil ich das auch in der Praxis schon gesehen habe (z.B. bei Armin).
Einerseits mag ein Himmel von etwa 6 Mag und darüber schon so gute grundsätzliche Bedingungen mitbringen, dass es nicht mahr ganz so wichtig ist, ob man nun mit der AP exakt angepasst ist oder um 0,5 mm drüber liegt und andererseits ist man dabei auch relativ sicher, dass die Pupillenöffnung passt. Unter solch gutem Himmel bleibt es auch beim Durchvergrößern (auch unter Filternutzung) immer bei einem Plus an Detailwahrnehmung gegenüber schlechteren Bedingungen.

Ein ganz wesentlicher Punkt betrifft aber auch Euer Equipment. Ihr greift Beide auf sehr gute und für Eure schnellen Optiken geeignete Okularqualitäten (Nagler, Panoptik) zurück und die verzeihen nun Mal eine AP-Überschreitung wesentlich besser als die vielfach gängigen günstigeren Produkte, z.B. die "unter einhundert Eure Erfle-Klasse".

Gute, preiswerte, sinnvolle Okulare für ein großes Feld, aber eben nicht das Optimum. Da die Auswahl, auch an Brennweiten, sich in diesem Bereich doch sehr vergrößert hat, sollte und kann man eigentlich nichst falsch machen, wenn man sich ein solches Okular dann zumindest mit der passenden AP zur Himmelsqualität auswählt.

Wer je ein solches 30er BW, WA-Hausmarke und ähnliche Okulare im Vergleich mit z.B. einem 31er Nagler richtig gesehen hat, der sollte wissen, was ich meine.
Wenn zu der ohnehin schlechteren Randabbildung und der flaueren Bilddefinition auch noch ein hellerer Himmelsgrund (durch Über-AP) hinzu kommt, dann passt es eben für so manches Objekt gar nicht mehr.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther
das ist weniger ein Frage der Equipmentgüte.
Über das Thema haben wir ja schon vor Urzeiten gesprochen, wenn Du Dich noch erinnerst.
Das war zu Zeiten als ich noch mit dem f/4er unterwegs war
und dort von LVW22 und Co bis hin zum TSWA32 und AntaresMER30 probierte, das Jockel bzw ich besaß.
Selbst beim MER30, das sicher nicht mit dem Nagler zu vergleichen ist, am f/4 GSO, der auch keine Topoptik, wie nun mein 12,5" hatte, was 7,5 Ap betraf trat der Effekt den Du beschreibst nicht ein. Ich konnte in richtig guten Nächten mit > 6m auch die Kombi gut nutzen. Das zeigten auch Folgevergleiche mit Jockels 31 Nagler.
Wer in der Mittelklasse ein Großfeldoku kauft wird da m.E. nahe der Achse nichts verlieren wegen "ÜberAP" sondern ich denke ausschließlilch deshalb weil das Oku eben nicht perfekt als solches ist und Abbildungsfehler übers Feld einführt. Die führt es aber uach ein wenn die AP kleiner ist, weil es ein Okuproblem ist. Das Oku hat die schlecht geschwärzten Bereich oder Linsenkanten oder die weniger gute Vergütung oder es kommt mit dem Strahlengang der schnellen Optik nicht klar, das ist AP unabhängig.

CS
 
Hi Sven
dann sind wir nicht weit weg.
Wir hatten zuletzt auch meist 5,8 -6m was normal ist für ne gute Nacht. In Ausnahmen haben wir an dem Platz aber auch schon 6.4 gehabt, was auch eher vorsichtig formuliert ist. Meist schauen Benny, Thomas und ich und suchen Sterne mit entspr. Größe zenitnah. Was Benny dann im Bericht hat ist meist das was wir alle gesehen haben, wobei wir fast immer sehr nahe liegen.
Genau M31 habe ich fast immer immer 35 PanO. Auch M33 gehe ich damit dann an, ebenso Cirrus z.B.
Was sagen denn Deine Mitbeobachter zu der "ÜberAP"?
Kann nur für meine unmittelbaren Mitbeobachter sprechen und da denke ich haben mindestens 15-20 Leute schon die 7mm mit 35 PanO problemlos genutzt.
CS
 
Hallo,

also gerade an Filterobjekten wie Cirrus und Nordamerika durch Armins Gerät mit dem 35er sind mir die 7mm auch nie negativ aufgefallen, auch wenn es mal nur an den 6mag gekratzt hatte an diesem Abend, aber auch M31 hab ich da in guter Erinnerung (es war das erste Mal dass ich beide Staubbänder sah), fast immer standen die Objekte dann auch zenitnah also wenig Himmelsaufhellung. Das 30er das ich hab (5mm AP bei mir) konnte ich die letzten Male wenn ich bei Nils im Hunsrück war immer wieder mit dem 31er Nagler vergleichen, auch am 10" f/5 - ich muss sagen ich habe nicht besonders auf die Aufhellung geachtet (Himmel war aber auch immer deutlich über 6mag) das Problem ist nämlich dass die ganzen Macken des 30ers schon einen so eklatanten Unterschied zum Nagler gemacht haben, dass ich da gar keine zusätzlichen mehr brauche :D

Grüße Benny
 
Hallo Armin,

also 6,5mm AP und 7mm AP setze ich ziemlich regelmäßig ein und bisher hat sich noch niemand direkt beschwert, ab und an höre ich was über unruhigen Einblick bei den 7mm AP, und wenn ich jetzt drüber nachdenke, kann das damit gemeint sein. Ich muss dann mal nachfragen. Mit dem LV 30 an f/4, also 7,5mm AP haben wir öfters den schwebenden Schatten gehabt und auch darüber gesprochen, beim 31er Nagler an f/4 blieb der aus, das habe ich aber nicht selbst also seltenst in meiner Optik. Da fragt man sich, ob der Ermüdungszustand eine Rolle spielt, oder eine gewisse "Struktur der AP". Andererseits nimmt beim 31mm Nagler zum Rand die Vergrößerung zu (Verzeichnung) und das muss ja auch die AP kleiner machen - wahrscheinlich assymmetrisch.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven und Armin,

wo es um's Einblickverhalten geht vermute ich mal, dass es mit der AP-Schnittweite (AP-Augenabstand) zusammenhängt.

"Da fragt man sich, ob der Ermüdungszustand eine Rolle spielt"

Wenn die Pupille nicht exakt in der Ebene der AP liegt, kann der Eindruck des schwebenden Schattens schon verstärkt werden. Ermüdung und mangelnde Konzentration können dabei durchaus eine Rolle spielen. Aus unterschiedliche AP-Aschittweiten verschiedener Okulare resultiert dabei natürlich auch ein Unterschied im Einblickberhalten.

Viele grüße
Stephan
 
Hallo Stephan,

ich denke wesentlicher ist, dass man nicht umsonst bei müden Kindern von kleinen Augen spricht - die Iris geht dann wohl nicht mehr auf 7mm auf, auch wenn man es in "frischem" Zustand hinbekäme. Bin aber jetzt zu bequem, nach gesicherten Informationen zu dem Zusammenhang zu schauen.

Clear Skies
Sven
 
Um nochmal auf Rolf und Günther zurückzukommen - und auch auf Uwes Einwurf:

Ich habe an meinem 368/1600er Dobs mit dem 22er LVW genau 5 mm AP, was ich unter meinem Vor-der-Haustür-Himmel von meist ca. 5,3-5,7 mag immer wieder als sehr angenehm empfinde, weil der Himmelshintergrund nicht zu hellgrau wird. Auch beim FG ist das 10x50 mit der gleichen AP mein Favorit in allen Lebenslagen.

Ein Nagler o.ä. mit höherer AP kann ich mir z.Zt. nicht leisten. Aber einmal saß ich am PC und bot so zum Spaß in der Bucht mit und hatte ein billiges 32er WA. Klar, es ist überhaupt nicht randscharf. Aber zum Aufsuchen geht es allemal, die Mittenschärfe reicht mir aus und mit einem 2"-Baader-OIII kriege ich z.B. fast den ganzen Cirrus rein.
Klar ginge es besser, aber das große GF ist schon ein Gewinn. Ein vernünftiger Sucher wäre teurer gewesen ;-)

Und gerade bei der Beobachtung von ohnehin nicht punktförmigen Objekten wie Nebeln oder großen Galaxien (z.B. eben Cirrus, M31, M33 o.ä.) stört mich die fehlende Randschärfe nicht sooo sehr.
 
Hallo Kay,

na klar, vollkommen logisch.
Wenn Du mit dem Gerät an dem Standort großes Feld haben willst, gehst Du in den Kompromiss, zumindest ohne Filter, da hilft nichts.
Mit Filter ist die große AP ein Gewinn.
Auch von der Qualität (und der Eignung) her muss man manchmal Kompromisse eingehen. Da gibt es auch nichts zu diskutieren, solange man weiß was man tut.

Gruß und CS
günther
 
Hallo Kay,

ich verstehe nicht, wieso viele Sternfreunde ein unscharfes Übersichtsokular "zum Suchen" empfehlen. Wenn man ein kleines Objekt sucht, sei es ein PN, ein wirklich kleiner Kugelsternhaufen oder eine Galaxie, deren Randbereiche nicht sichtbar werden, dann ist jeder am Rand unscharf auftauchende Stern mit der richtigen Helligkeit gleich ein potenzieller Kandidat. Man findet dann hunderte PNs in der fraglichen Milchstraßenregion, aber nur einer bleibt dann auch in der Bildmitte ein PN. Das ist ungeheuer nervig und daher: So ein Okular was am Rand mehr als "etwas unscharf" ist, taugt zum Beobachten großer Objekte, die man ja auch abfahren kann, aber nicht zum Suchen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
das stimmt, aber wenn man das fragliche Objekt in die Mitte nimmt, gehts schon wieder. Ich hätt ja auch lieber ein 26er oder 31er Nagler, ber es fehlt mir persönlich auch nicht sooo sehr...
Es sind halt meine Erfahrungen. Es stimmt eben nicht, dass man nur mit Topequipment gut beobachten kann und alles andere gar nicht geht. Denk doch mal an olle Wilhelm H.
 
Hallo Kay,

ein großer Dobs mit f/4.xx, ein 22er LVW - da muss doch eigentlich auffallen mit dem TS WA zu suchen. Aber wenn es preiswert ist und eine tolle AP bietet, ist es doch okay.
Aber sören täte es mich schon irgendwann ...

GRüße,
Stefan
 
Hallo Leute,

das bei Kay vorhandene 22er LVW ist mit Sicherheit dass Okular der Wahl für die Aufsuche kniffliger Objekte (z.B. kleine PN) und von da her darf es darüber, also für "Über-AP", die hellsten Sternhaufen, größtes Feld und Filterbenutzung ein Nagler sein, muss aber nicht zwingend. Wenn ein 2" WA (Erfle) den Ansprüchen genügt und besser zur Finanzplanung passt, ist das okay.
Ich mache das genau so, bevor ich ganz verzichte.
So hart sollte man die Empfehlung weder in die eine noch in die andere Richtung setzen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh je,
nein, ich bin nicht total doooooof.
Das 22er LVW hatte ich mir wirklich für den Dobs gekauft. Dann war finanziell erstmal Schluss. Ein 32er Plössl kullert auch noch im Okukoffer herum. Damals hatte ich nur einen 1,25-Zoll-UHC.

Das 32er WA (steht nicht TS drauf, ist aber bestimmt identisch), kam ursprünglich für einen 102/500er Refri als Schnellspechtelrohr. Allerdings was der mit Monti und Stativ letztendlich so schwer, dass er weichen musste.

Das Oku habe ich nur zum Spaß ausprobiert, und siehe da, es ist besser als nix.
Es ist doch nicht verboten, Billigokus aus Spaß in den OAZ zu schrauben, oder? Und so ähnlich hatte ich Hogels Frage verstanden.

Und Leute, mein 10x50er Jenoptem hat auch kein tollen randscharfen Okus a la Fujinon, sondern Erfles. Aber bis jetzt sehe ich damit verdammt viel.
 
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