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Diskussionsforen Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger?
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Tom75 Offline
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#589904 - 06/03/2009 00:02 Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger?


Hallo zusammen
ich bin ein Anfänger und möchte mir ein Teleskop für Planeten und Deep Sky Beobachtungen kaufen. Gerne mit automatischer Suchfunktion. Später möchte ich auch in die Astrofotographie gehen, aber zuerst mal das Teleskop kennenlernen und mit der Materie vertraut werden. Mir wurde das Bresser PN203 auf einer LXD75 Montierung mit Autostar empfohlen. Dazu noch ein Okularkoffer vom gleichen Hersteller der Montierung und noch ein Planetenokular.
Kann mir jemand bitte sagen, ob dieses Teleskop mit Montierung für Anfänger gut geeignet ist? Gerne auch ein Erfahrungsbericht.
Danke und viele Grüße
Tom

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KlausTietzel Offline
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#589966 - 06/03/2009 10:35 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Tom75]


Hallo Tom,

dreht sichs wirklich um den PN-203 oder um das N-203?
Beides sind 8"-Spiegel, der mit dem P hat aber Öffnungsverhältnis 4 laut Meade-Webseite.

Nehmen wir an, du meinst den mit dem P:

wer hat das empfohlen erschreck

Deine Anforderungen sind: Planeten, Deep Sky und Fotografie, also
alles was es überhaupt gibt mit einem Gerät. Schon das ist strenggenommen unmöglich, wenn dann als Kompromiss auf allen Seiten.

Du bist Anfänger, hast also wenig Erfahrung, korrekt?

Dann gibts einige Punkte, die dieses Gerät für Dich eigentlich denkbar ungeeignet werden lassen.

1) Das Gerät hat Öffnungsverhältnis 4. Sowas muß gut beherscht werden was die Justage angeht. Für jemand ohne Erfahrung nicht so einfach.

2) Das Öffnungsverhältnis F4 verlangt hochwertige und teure Okulare, wenn man ein durchgängig gute Bild bei der Beobachtung haben möchte. Jetzt müßte man halt wissen was im Okularkoffer drin ist. Wenns die bekannten Okukoffer für 150Ocken mit ein paar Plössls und nem Satz Farbfilter sind wirst Du deutliche Abstriche in der Abbildung hinnehmen müssen

3) Planetenbeobachtung mit F4 geht auch, dazu muß das Gerät aber noch besser beherscht werden als in 1) Erfahrene Planetenbeobachter würde sicher ein anderes Gerät bevorzugen.

4) Der Tubus wiegt bereits 11Kg. Damit ist die LXD75 schon visuell grenzwertig belastet, an Fotografie mit längeren Belichtungszeiten ist kaum zu denken.

5) Das Gerät kommt mit Montierung ja schon auf 600EUR.
Für dieses Geld gibts Alternativen, die visuell bereits richtig gut ausgestattet sind und mehr Seherlebnis bringen.

Wenns um den N203 geht mit Öffnungsverhältnis 5, gelten im Prinzip alle Punkte gleichermaßen. Punkt 4) verschärft sich, die anderen Punkte werden deutlich unkritischer, verschwinden aber nicht.

Zusammengefaßt: wenns sich um Öffnungsverhältnis 4 handelt, lass die Finger davon, wenn sichs um Öffnungsverhältnis 5 handelt informier Dich nochmal ausführlich und überlege nochmals.

Ich denke was Du in erster Linie brauchst sind Infos. Die gibts zuhauf auf
www.svenwienstein.de und www.deepsky-brothers.de.

CS

Klaus
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hoch
Tom75 Offline
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#590099 - 06/03/2009 17:55 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: KlausTietzel]


Hallo Klaus
vielen dank für deine Antwort. Empfohlen wurde diese Kombination von einem Fachhändler, der auch hier im Forum öfters erwähnt wurde. Ja es handelt sich um den PN203 und der Okkularkoffer ist der von Maede (normal 379 Euro aber in der Aktion 149). Ist der Okkularkoffer gut?

Du hast von Alternativen gesprochen. Welche wären dies und könntest Du mir etwas empfehlen (absolut unverbindlich natürlich?

Mein Schwerpunkt ist klar auf Planeten und im Anschluss deepsky. Fotographie erst später.

Danke und Gruss Tom

hoch
KlausTietzel Offline
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#590268 - 07/03/2009 11:02 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Tom75]


Hi Tom,

als Erstes: befrag doch mal andere Händler, wäre mal gespannt zu wissen was die empfehlen oder wie die dieses Gerät einschätzen.

Es kommt drauf an welcher Okularkoffer es ist. Soweit ich weiss gibt es einen mit SWA-Okus und einen mit UWA-Okus. Dem Preis nach zu urteilen wäre es der mit dem SWAs, und die sind für F4 nicht optimal, mal so ausgedrückt.

Da Du die Fotos jetzt erst mal ausgeklammert hast, wirds viel einfacher.

Eine Alternative wäre ein 8" F6-Dobson mit entsprechenden Okularen. Der muß zwar ständig per Hand geschubst werden, was bei der Planetenbeobachtung einige stört. Dafür bietet er viel Öffnung fürs Geld und läßt dann auch noch reichlich Budget für Okulare übrig - die sind ebenso wichtig wir das Rohr. Eine gute Frage ist auch immer, warum jetzt grad Planeten. Auf Saturn gibts die nächste Zeit wenig zu sehen, Jupiter steht auf Jahre hinweg sehr tief und wird schwierig zu beobachten sein, Mars kommt eh nur alle 2 Jahre und ist dann recht weit weg.

Schau mal auf die beiden Webpages, dort ist unter den Einsteigerseiten noch viel mehr Wissenswertes geschrieben.

CS

Klaus



Bearbeitet von KlausTietzel (07/03/2009 11:03)
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Nasus Offline
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#590274 - 07/03/2009 11:39 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: KlausTietzel]


Hi Tom

Ab einer gewissen Größe - und da gehört die von dir erwähnte Ausrüstung dazu - muss man sich im Klaren sein, dass man das Gerempel auch irgendwie schleppen muss.
Es kommt also auch darauf an, wo Du beobachten möchtest bzw. wie Du da hin kommst.
Hast Du einen dunklen Garten oder fährst ohnehin mit dem Auto zu Beobachten bis kurz vor deinen Platz, ists fast egal; aber wenn Du irgedwo die Möglichkeit hast, zumindest so ein ähnliches Gerät mal auzuprobieren (dann siehst Du auch gleich, was damit möglich ist), dann nutze sie.

Zum Gerät:
In der Kombination wirds fotografisch schon grenzwertig - besser wäre es, erstmal ganz auf Fotografie zu verzichten.
Das wäre dann der schon erwähnte Dobson (wenn einem das Schubsen ohne Goto liegt, also unbedingt ausprobieren) oder eben eine visuell ausgelegte parallaktische Kombination:
Also eine LXD 75, CAM, GP oder ähnliche mit einem nicht allzu schnellen Gerät - 8" f/5 dürfte noch gehen, 6" f/6 wäre auch sehr interessant.
Pibbyyback (also die DSLR draufgeschnallt) oder Mond und Planeten per Webcam gehen auch mit dieser Ausrüstung.

Sollte das Spass machen, könntest Du später auch das Teleskop abnehmen und zum Fotografieren durch zwei kleinere Teleskope ersetzen - ein 6"f/5 Newton könnte gerade noch gehen, sehr schön wäre auch ein kleiner ED-Refraktor, jeweils mit Leitrohr. Das mal nur so als "Ausblick".


CS
Jürgen

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Tom75 Offline
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#590485 - 08/03/2009 00:05 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Nasus]


Danke nochmals für die Informationen.

die Größe des Teleskopes ist weniger ein Problem, da ich ein grosses Auto habe. Ich wohne in der Schweiz und bin in ca. 15min auf einem Berg und habe dort keine Lichtquellen und gute Beobachtungsmöglichkeiten.

Bezüglich manueller Führung so hatte ich vor Jahren einen sehr billigen Refraktor mit welchem man den Mond ansehen konnte aber mich hat es schon gestört permanent nach zukorrigieren, wenn man beobachtet hat. Deswegen wäre eine automatische Führung gut.

Bezüglich der Okulare so sind mir Meade Okularkoffer S/5000 PL 5.5mm, 9mm, 14mm, 20mm empfohlen worden.

Ich habe auf euren Tip mal meine Anfrage an andere Händler gesendet. Bin auch gespannt zu erfahren, was die mir empfehlen.

Gruss
Tom

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Nasus Offline
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#590667 - 08/03/2009 16:47 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Tom75]


Hi Tom

Zur Okularwahl schau mal z.B. auf www.svenwienstein.de, da werden die Grundlagen sehr gut erklärt.
Zum Koffer:
Er ist sehr "universell", d.h. funktioniert an vielen Teleskopen, aber wirklich zeigen, was in so einem Teleskop steckt kann er selten. Ganz besonders würde mir darin ein Übersichtsokular fehlen und ansonsten wären mir die scheinbaren Gesichtsfelder zu klein.
Ich würde mir daher die Okulare passend zum Teleskop und den Beobachtungsbedingungen selbst zusammenstellen.
Gestartet bin ich übrigens mit so einem ähnlichen Koffer, nur dass der Inhalt relativ gut zu meinem Teleskp gepasst hat.

Nachführung:
Gibt es für alle parallaktischen Montierungen für relativ kleines Geld; mittlerweile sogar für Dobsons --> man "schubst" ihn in die richtige Position; damit man beim Beobachten selbst nicht nachschubsen muss, dreht ein kleiner Motor das Teleskop nach.
Dann git es noch die Variante mit "GoTo": die Koordinaten endlos vieler Objekte sind eingespeichert und das Teleskop fähr automatisch das gewünschte Objekt an.
Am einfachsten sind da Alt/Az Systeme, also die Gabeln und "Einarmigen" wie z.B. von Meade und Celestron. Allerdings bezahlt man da sehr viel für die Nachführung.

Da wäre dann auch dein Gesamtbudget mal interessant.

cs
Jürgen

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Sven_Wienstein Offline
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#590912 - 09/03/2009 13:27 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Nasus]


Hi Zusammen,

es sind ja nun gerade zwei Threads zu diesem Teleskop oben.
Beim Okularkoffer habe ich, wie eben schon nebenan geäußert, Bauchweh wegen f/4. 60° Feld randscharf bei f/4 und 5 Linsen wäre mal etwas ganz neues, geradezu sensationell. Wieso glaube ich nur nicht daran, dass diese "Plössl" diese Sensation beinhalten???

Die Händler-Empfehlung, wer auch immer sie gemacht hat, kann ich aus zweierlei Blickwinkel sehen:
1. Sie zeigt hervorragend, welche Händler gnadenlos immer das Zeug empfehlen, was gerade im Gespräch ist und die Gänge im Lager verstopft!
2. Einen Einsteiger mit f/4 und einem Okularkoffer loszuschicken ist eine ziemliche Dreistigkeit. Mag ja f/4 noch fotografisch interessant sein, aber wenn gleichzeitig schon Planeten mit genannt werden, bei der Fotografie, und wenn eigentlich jedem klar sein sollte, dass eine LXD-75 nicht so recht die Tragkraftreserven für den ganzen fotografischen Krempel hat und wenn man schließlich noch bedenkt, dass ein solcher Hau-Ruck-Einstieg in die Fotografie noch die wenigsten Einsteiger zufriedenstellt, nebst all den Anforderungen, die f/4 noch bezüglich Okulare und Justage stellt, dann sollte man den Händler mal mit Namen nennen, damit man auch sieht, welches Gesicht die Tomaten treffen!

Nun mal konkret dazu. Zunächst mal ist ein 8" f/5 Newton auf den typischen Montierungspaketen, ich Reihe die LXD-75 einfach mal ein mit GP und GP-Clones, schon visuell etwas grenzwertig, wird aber von vielen ganz zufrieden eingesetzt. Es mag auch an einem feinfühligen Okularauszug hängen. f/4 bringt da etwas mehr Stabilität auf der Haben-Seite. Es kostet aber auch, und zwar muss man sich mal anschauen, wie das mit den Okularen so bestellt ist. Da hat man nämlich seine liebe not. Man kann natürlich ein 2" Übersichtsokular für ca. 80 Euro kaufen und sagen, dass es funktioniert, nur wenn man sich mal vor Augen führt, dass von dessen 67° scheinbaren Feld so ca. 50° brauchbar sind, wobei brauchbar nicht absolut scharf heißen muss, dann fragt man sich schon, ob das nun wirklich so sinnvoll ist. Um aus dieser Problematik herauszukommen muss man je nach Okularbrennweite furchtbare Geldmengen aufwenden, bei f/4 ist wohl derzeit der sinnvolle Gipfel mit einem 26mm Nagler Typ 5 erreicht, wenn man das 31mm Nagler Typ 5 wegen einer AP von 7,75mm als nicht mehr sinnvoll einstuft. Auf dem Weg hin zu kleinen Okularbrennweiten wird das dann einfacher bzw. günstiger, aber man kann natürlich auch in diesen Bereichen ordentliche Summen ausgeben (Ethos-Reihe).
Bei den kurzen Brennweiten, vor allem wenn es um die Planetenbeobachtung geht, wird man bemerken, dass es da nicht so die große Auswahl gibt. Will man wirklich das doppelte der Öffnung in Millimetern als Vergrößerung nutzen, so kratz man sich verwundert am Kopf, wenn man sich binnen ein paar Stunden die so ziemlich zweizeilige "Marktübersicht" der 2mm Okular anschaut. Ups...!
Es gehört schon reiflich Überlegung dazu, sich durch den Teleskopkauf als Einsteiger einer solchen Okularproblematik zu stellen. Ich hatte die auch nicht, als ich meinen 8" f/4 bekam, nur einige Jahre Beobachtungserfahrung (immerhin mit f/5). Das hat mich dazu getrieben, eine gewisse Akribie bei der Okularauswahl an den Tag zu legen, und mir so eine Menge praktischer und theoretischer Kenntnisse zu Okularen beschert. Mir scheint das aber nicht jedermanns Sache zu sein.
Nun, selbst wenn, ein 8" f/4, der will auch erst einmal justiert werden. Das muss ziemlich genau passieren, und zwar vor allem der letzte Schritt die Justage des Hauptspiegels, wähernd Ausleuchtung usw. nicht so gewaltige Probleme sind - jedenfalls visuell, fotografisch mag man sich schon mehr damit abmühen. Jedenfalls, für die Hauptspiegeljustage braucht man eine Mittenmarkierung, und zwar eine genaue, und man sollte sich mal mit "Barlowed Laser" anfreunden. Ein stabiler Okularauszug und ein Tubus, der den Okularauszug ebenso stabil hält, sind so nebenbei Vorraussetzungen für Spaß bei Hochvergrößerung. Koma in der Bildmitte sieht nämlich dumm aus! Da zuckt auch ein Komakorrektor nur mit den Schultern dazu...
Insofern eine Einsteiger-Empfehlung, bei der ich doch erhebliche Bedenken habe.

Dennoch etwas "Haben-Seite": Wenn man sich so ein Gerät antut und wirklich Spaß hat bei der Deepsky-Beobachtung und auch an großen Gesichtsfeldern, also schwacher Vergrößerung, dann macht so eine Geschichte schon großen Spaß. Eine individuelle Ausstattung mit tauglichen Okularen, selbst wenn sie Lücken hat oder bestimmte Bereiche mit einem ganz billigen "Geht-Grad-Noch-Zoom" erschlägt, ermöglicht schon tolle Aussichten. Das Gerät kann riesige und helle Gesichtsfelder im Übersichtsbereich liefern, Vergrößerung um 30x, wenn der Himmel nur einigermaßen dunkel wird (5,0 mag). Damit Objekte in der Milchstraße zu beobachten, hat seinen ganz eigenen Reiz, zum Beispiel M71, der wirklich eine Hand voll Sternenstaub in einem Sternenmeer ist. Oder unter gutem Himmel das Galaxienwimmeln zwischen Coma, Löwe und Jungfrau. Natürlich auch ganz große Objekte wie die Andromedagalaxie und unter gutem Himmel auch die Dreiecksgalaxie. Bissel Fehljustage verzeihen die auch alle. H&Chi, der Doppelsternhaufen, genauo wie so einige Feldstecher-Sternhaufen, zeigen dann aber schon, wie die Sternabbildung bei weniger gut gewähltem Übersichtsokular zum Rand hin einbricht. Dagegen ist bei f/4 wirklich bisher nur richtig teures Kraut zu kaufen! Und wenn es um Kugelsternhaufen und andere Objekte für Hochvergrößerung geht, dann muss man sich die Justage eben schon antun. Ist sie nicht sauber, oder macht das Okular doch keine exakt scharfen Sternpunkte, dann muss man im direkten Vergleich hinnehmen, mit der visuellen Leistung doch sehr nahe bei einem guten 6-Zöller zu sein!

Die Frage ist also, ob man sich das alles antun will, und ob man nicht doch eher auf ein robustes weil pflegeleichteres Einsteigerteleskop wechselt. Für mich ist das der Newton mit f/6, der bietet im Einsteigerbereich und mit Equipment im Einsteigerbereich dasselbe bei besserer Bildqualität. Passt natürlich nicht mehr auf eine der günstigen Montierungen, womit auch Goto so eine Sache ist. Aber Goto sollte man auch mal aus dem Blickwinkel sehen, dass es zwar nettes Kino liefert (wenn man es denn richtig am Drehen hat), aber die Befriedigung raubt, ein Objekt selbst gefunden zu haben. Mentalitätsfrage.

Clear Skies
Sven
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Tom75 Offline
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#591044 - 09/03/2009 21:17 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Sven_Wienstein]


Hallo zusammen,
hier bekommt wirklich gute Infos. Ich habe mal andere Händler gefragt und alle haben mir die LXD 75 mit einem 6" oder 8" Newton empfohlen...

Zusammendfassend meint ihr, dass die Kombination von LXD75 mit einem 6" f/5 oder 8" f/5 Newton gut funktioniert. Bevorzugterweise die 6" wegen des Gewichts, aber 8" würde noch gehen.

Wie gesagt, ist die Fotographie erstmal hinten angestellt, da ich erst das Telekop beherrschen will und Erfahrungen beim Durchschauen sammeln will.

Ich muss gestehen, dass ich etwas nun verwundert bin und auch ein wenig verwirrt, da ich schon mehr damit gerechnet habe, dass es mehr Übereinstimmung gibt zwischen Euch, den cracks, und den Händlern......

Mein Budget ist Euro 1500 für das Teleskop, Montierung (sollte schon automatisch sein) und notwendige Okulare. Ich muss nicht alle Okular sofort haben. Paar sind gut zum anfangen und nach der Zeit kann man ja noch welche dazu kaufen.

Was wäre Eurer Expertentipp? Welches Gerät und Marke?

Danke und Gruss Tom

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Sven_Wienstein Offline
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#591127 - 10/03/2009 02:24 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Tom75]


Hallo Tom,

ich bringe es mal gemeinst auf den Punkt: Der eine hat halt finanzielle Interessen bei der Beratung, der andere nicht. Und heute sind finanzielle Interessen eben etwas, das zunehmend kurzfristig betrachtet wird.

Ich werde Dir in diesem Moment kein Gerät empfehlen, weil ich finde, dass die Eckdaten noch nicht wirklich klar sind. Über Deine Montierungswünsche ("automatisch") weiß ich zwar in etwa bescheid, und groß darf es auch gut sein. Auf dem Berg und Schweiz scheint mir ein dunkler Standort mit viel Potenzial. Unklar ist mir der Begriff "automatisch" aber doch wieder - Goto würde Objekte selber suchen, Deine Refraktorerfahrung stört sich nur am "nachstellen", dafür würde eine einfache Motorisierung der Montierung reichen - und das Budget viel entspannter machen.
"Deepsky und Planeten" - das heißt übersetzt eigentlich "keine Ahnung, will halt sehen, was man so sehen kann". Da kann man alles und nichts empfehlen. Was sah denn im Refraktor schön aus, was soll im neuen Gerät noch schöner aussehen?

Man könnte mit dem Budget theoretisch einen Newton 200/1200, gekauft günstig als Dobson, auf eine Montierung wie die EQ-6 setzen und einen 8" f/6 Dobson mit Rohrschellen drauf, ließe im Budget ohne "Paketrabatt" weit über 300 Euro für Okulare und "Krempel", würde also gehen. Wäre optisch eine recht leistungsfähige Variante, jedoch ohne Goto aber mit motorisierung. Also selber suchen aber nicht ständig nachdrehen.

Mit Goto - das knabbert arg am Budget. Da kann man dem f/4 etwas entgehen, indem man ein Paket aus 8" f/5 Newton auf einer Goto- Montierung macht, geht ab nem tausender los, ist dann aber auch noch von der Okularproblematik geprägt, wenn auch wesentlich entspannter. Man spart halt Geld indem die Montierung kleiner ist und das geht ins Goto. Ist für Priorität Deepsky vielleicht der richtige Weg, aber bei f/5 muss man bei gewissen Ansprüchen schon damit rechnen, auf lange Sicht noch einiges in Okulare zu stecken. Gerade bei solchen Teleskopen (aber eigentlich auch bei vielen, bei denen man nicht damit rechnet), machen nach ein paar Jahren die Okulare den dicksten Posten aus.

Naja. Erzähl mal mehr, dann kommt man schon zu einer Lösung.

Clear Skies
Sven
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Tom75 Offline
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#591528 - 11/03/2009 23:56 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Sven_Wienstein]


Hallo Sven
Du hast schon recht mit Deiner Uebersetzung von DeepSky. Da ich ja Anfaenger bin moechte ich wirklich mal sehen was es da draussen so alles zu sehen gibt. Deshalb sicherlich auch mein Goto Wunsch. Damals mit dem einfachen Refraktor hat es mich genervt permanent nachzustellen und lange die Objekte zu sichen, bei denen ich sehr haeufig gescheitert bin diese zu finden. Goto waere schon wichtig.

Ich bin nicht auf ein Newton oder Refraktor fokussiert. Es soll ein Allrounder sein mit dem ich gut in den Himmel sehen kann und die bekannten Objekte mir betrachten kann. Mir ist auch vollkommen bewusst, dass ich kein perfektes Teleskop fuer mein Budget bekomme, dass alles kann. Dies ist auch sicherlich am Anfang nicht das Ziel. Schliesslich braucht man ja auch noch Steigerungsmoeglichkeiten.

Ihr habt sehr viel vom Oeffnungsverhaltnis gesprochen und dass fuer einen Anfaenger ein f/4 nicht so gut ist wegen Justierung beim newton und allg. hohe Anforderung ans Okkular. Ab f/5 (egal welche Bauart vom Teleskop) sieht es dann unproblematischer aus, richtig?

Bezueglich meiner Objektprioritaeten, so moechte ich gerne mit Mond anfangen dann zu den Planeten gehen und wenn ich dann diese genuegend gesehen habe ins DeepSky, speziell zu den bekannten Objekten.

Generell, was fuer einen Teleskoptyp bevorzugst Du?

Bezgl. meines Budget so habe ich schon noch Spielraum nach oben aber ich moechte nicht Euro 2000 ueberschreiten.

Brauchst Du sonst noch Eckdaten?

Gruss Thomas

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Penta Offline
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#591633 - 12/03/2009 12:58 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Tom75]


Hallo zusammen,

ich bin zwar hier normalerweise nicht im Forum aktiv, habe aber durch Zufall diesen Thread gefunden.

Für Thomas kann ich nur dieses Bild hier zeigen:

http://www.astrotreff.de/upload/Penta/20090303/IMG_0795.jpg

Das ist meine Maschine, hab ich seit ca 8 Wochen und es ist genau ein 8" PN-203 mit F/4, einem ED70 APO auf einer LXD-75.
Ich mache hauptsächlich Fotos und kann bis jetzt sagen das:
- Die Montierung besser ist als die meisten glauben
- Mit dem 8" sehr gut bedient ist
- Mit 8" und Leitrohr definitv an der Grenze ist aber mir mit Autoguiding absolut feine Bilder liefert, Vorraussetzung ist das kein herber Wind weht und das man auch nicht in der Nähe rumtrampelt, dann fängt es schnell an zu vibrieren.
- Ein Anfänger durch die Barlow-Kollimation sicherlich schnell herausfindet wie der Hauptspiegel zu richten ist.
- Für den Mond und Planeten nicht unbedingt die beste Wahl ist da der große Fangspiegel sich doch bemerkbar macht
- Meiner Meinung nach haupsächlich ein super Fotogerät ist ( auch mit der LXD ) jedoch für visuelle Zwecke andere Geräte mit kleinerem Fangspiegel besser sind.
- Wenn man richtig gute Fotos machen will ein Komakorrektor unerlässlich ist

Bezahlt habe ich 1321€ für Montierung , Tubus, Okularkoffer und Justierlaser.

Gruß, Pascal :-)


Bearbeitet von Penta (12/03/2009 13:00)
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Sven_Wienstein Offline
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#591866 - 13/03/2009 11:31 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Tom75]


Hallo Thomas,

nach etwas Pause noch eine Antwort für Dich, ich hoffe Du bist noch am Ball.

Also Justage ist beim Newton knifflig, je schneller dieser wird, schneller im Sinne von f/4 ist schneller als f/5. Das heißt auch bei f/5 ist Sorgfalt an den Tag zu legen - aber wie auch ich schon erwähnte, mit Barlowed Laser wird in letzter Zeit eine recht verlässliche Methode bekannt.

Andere Teleskoptypen, andere Problematik! Ich kann jetzt keinen Rundumschlag machen, aber generell kann man sagen, dass man als Einsteiger einen Refraktor nicht justiert - man kann bei den heutigen Produkten leider nicht mehr sagen, dass ein Refraktor nicht justiert werden muss. Es gibt aber welche, bei denen man das nie machen muss, solange man nichts auseinandernimmt oder versucht, damit durch eine zu enge Tür "durchzubrechen".

Fragt sich halt, was macht man aus solchen Überlegungen für ein Einsteigerteleskop?
Wirklich pflegeleicht sind f/6 Newtons und sie können optisch alles bieten. Aber die werden schnell groß bzw lang mit zunehmender Öffnung. Die Variante 200/1200 ist eben schon eher zuviel für die meisten Montierungen die man so im Einsteigerbereich als Obergrenze ansieht (üblicherweise). Das liegt auch daran, dass der 200/1200 meist als Dobson gekauft und auf Rohrschellen und Montierung umgemodelt wird. Beim Dobson aber wird die Spiegelzelle extra schwer gebaut, als "Gegengewicht".
Ein 150/900 ist in Einsteiger-Preisklasse derzeit nicht erhältlich. So ein Gerät wird von einigen "Beratern", mich eingeschlossen, seit längerem gefordert, gefleht, gewünscht - und man lässt uns im Prinzip damit verhungern.
Scheidet ein 200/1200 also aus, weil ein Dobson nicht gewünscht ist und der 200/1200 schwer auf einer Montierung unterzubringen ist, dann wäre die Ausweichlösung 150/900 nett, ist aber nicht verfügbar.
Will man außerdem 8" Öffnung, so kommt man notgedrungen zum 200/1000, aber eben mit den Folgen für Okulare und Justage.
Was diese aber angeht: Wenn man das Gefühl hat, mit Deepsky viel Beobachtungszeit verbringen zu wollen, dann wird man kaum darum herum kommen, sich mit sowas zu beschäftigen. Um die Deepsly-Leistung eines 200/1200 oder 200/1000 mit einem Refraktor zu erzielen, müsste man schon in Kategorien von 6" Öffnung denken. Das wird aber nicht nur herb teuer, sondern auch hier stößt man auf ähnliche Grenzen bezüglich der Montierungen.

Wenn man ein parallaktisch montiertes Teleskop haben will und wirklich gute Allround-Eigenschaften, dann ist ein 200/1200 sehr attraktiv. Nur kommt man damit auf Montierungen wie HEQ-5 oder EQ-6, je nach Anspruch an Stabilität und je nach Preis.
Eine EQ-6 ist sehr wuchtig, man muss ja auch Lust haben, den Krempel zu schleppen! Will man auf eine HEQ-5, dann kann man auch an eine Leichtbau-Variante des 200/1200 denken, also ein Alutubus und vor allem eine Spiegelzelle, die nicht so unnötig schwer ist, aber auch ein dünner und dadurch leichterer Spiegel. Dann geht es mit den kleineren Montierungen, wahrscheinlich ginge dann auch sowas wie eine ADM. Nur bringt das wieder ein neues Problem mit, die von Orion UK gebauten Leichtbau-Newtons stehen generell im Verdacht, durch den gefalzten Alutubus zu weich zu sein, so dass sich bei großen Schwenks die Justage etwas verschiebt - weniger schlimm für viele Deepsky-Beobachtungen (aber nicht alle), störend für Planetenbeobachtungen. Fragt sich, wie gut sich der 200/1200 da macht. Der 300/1200 - ist da kein Spaß mehr. Deutlich teurer sind die Teile außerdem.

Fragt sich also immer wieder, wo denn jetzt die ideale Kombination liegt, selbst wenn man nur 200/1200 betrachtet. Will man mehr auf Deepsky aus und nimmt man gern den handlicheren 200/1000 Tubus, dann kann man von einem Budget von 2000 Euro einen erfreulich großen Teil in solche Okulare stecken, die an einem f/5-Newton auch auf lange Sicht freude machen. Nur - Okulare sind auch eine von Mensch zu Mensch individuelle Sache. Hier besteht wieder die Gefahr, Geld in empfohlenen Okularen zu versenken, die vielleicht an f/5 toll abbilden, auch am Rand, die aber aus irgendwelchen anderen persönlichen Gründen nicht die richtige Lösung sind.

Nun noch generell zu dem, was ich bevorzuge. Ich bevorzuge als "Hauopt-Teleskop" einen Newton. Der ist einfach aufgebaut und insofern weiß man auch, wo man ansetzen muss, wenn man ein Problem hat. Attraktiv ist aber auch das variable Öffnungsverhältnis, denn Teleskope mit f/6 und schneller erlauben es, ein helles Bild mit wenig Vergrößerung und Weitwinkel zu nutzen. Sehr schön unter gutem Himmel, für mich sehr wichtig. Mir ist das wichtig, und da finde ich bei normalen Teleskopgrößen eben auch einen solchen Newton. Man kauft den dann eigentlich eher so lang, wie er gut auf die Montierung passt (wenn man nicht an Deepsky-Fotografie denkt). Das ist ein guter Weg, ein Allround-Teleskop mit gutem Preis/Leistungsverhältnis zu bekommen.
Das "Drumrum" nehme ich dafür in Kauf. Machen andere nicht, aus verschiedenen Gründen. Freunde sehr kompakter Teleskope (mit wenig wechselnder Einblickposition) landen z.B. beim Schmidt-Cassegrain oder anderen Cassegrain-Varianten und Sternfreunde, die nicht viel justieren wollen und vielleicht auch die beste Bildästhetik schätzen, landen beim Apo-Refraktor.

Clear Skies
Sven
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MeadeEurope Offline
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#591892 - 13/03/2009 14:25 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Sven_Wienstein]


Hallo Sven,

sorry, aber so kann ich das nicht stehenlassen. Deine Argumentation ist im Prinzip richtig, aber deine Lösungsvorschläge gehen an der Sache vorbei.
Kurz vorab: ich rede jetzt nicht über den 200mm f/6 Dob. Wenn der mechanisch so gut sein soll, daß er wirklich Planeten gut kann, kostet der viel mehr als die üblichen Verdächtigen von der Stange.
An deinem wiederholten Plädoyer für einen 8"f/6 ist eines eben der Knackpunkt: Es wird teuer. Wie Du selbst schreibst, ist ein 8" f6 nichts mehr für eine Montierung der SP Klasse. Und Du kannst nicht erst ein Gerät ablehnen, weil es das Buget sprengt (wegen der bei f/4 durchaus diskussionswürdigen Okulare) und dann einen 8" f/6 empfehlen, der bei gleicher Stabilität eine deutlich teurere Montierung verlangt. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Bitte fang jetzt nicht wieder an, daß wir Hersteller schuld sind, weil es Dein Traumgerät jetzt so nicht gibt. Wir sind eine sehr kleine Branche. Jeder Autofan kriegt für jeden noch so ausgefallenen Wunsch von allen Seiten alles nachgeworfen, und zwar von vielen Firmen. Unsere gesamte Branche ist so klein, daß es halt nicht für jeden Wunsch reicht. Und dann einem Anfänger etwas vorzuschlagen, was so entweder nicht ins Buget passt, oder nur mit Könnerwissen funktioniert, halte ich für fragwürdig.

Clear skies

Tassilo

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Sven_Wienstein Offline
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#591898 - 13/03/2009 15:00 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: MeadeEurope]


Hallo Tassilo,

Deiner Argumentation kann ich nicht folgen. Ein Grund dafür mag schonmal sein, dass Du meinst, ich würde eine Lösung vorschlagen - Irrtum! Ich diskutiere die Probleme, die ich bei den überhaupt in Frage kommenden Lösungsansätzen sehe!
Wer natürlich mit der Einstellung an die Sache herangeht, ein "problemfreies" Ausrüstungspaket kaufen zu wollen, der wird irgendwie ein Problem haben, aber dann komme ich nun mit Deinem Beitrag auch nicht weiter.
Was das Budget angeht, so erfuhr das ja eine Art "dehnbare Aufstockung". Nun, für 2000 Euro erweitern sich die Möglichkeiten. Richtig ist, dass man mit diesem Budget auch wieder darüber reden kann, eine f/4-taugliche Okularauswahl zum PN203 zusammenzustellen. Wenn ich das richtig sehe, wären grob 1100 Euro für ein PN203 fällig, somit könnte man 100 Euro für Kleinkram reservieren und dann ein maximal 800 Euro großes Budget für Okulare - tja, auf den Kopp hauen oder zurückhalten. Es bleibt aber schon die f/4-Problematik, die man eigentlich nur für Deepsky-Fotografie auf sich nimmt, oder wenn man eben die gewünschte Öffnung wirklich nur in f/4 noch auf die Montierung kriegt (mein Fall).
Was den parallaktischen 200/1200 angeht - den gibt es ja mit 8kg Gewicht und somit kann man in der Leistungsklasse einer GP-DX dieses Gerät durchaus parallaktisch montieren. Hier fallen 800 Euro für das Teleskop an, so dass eine EQ-6 mit Goto das Budget auffrisst und nicht für Zubehör lässt. Bleibt eine HEQ-5, die mit Goto ins Budget passt und dem allgemeinen "Ruf" nach mehr trägt, als die übliche GP-Clone-Klasse. Die LXD wäre nochmals günstiger, und angesichts der Tatsache, dass ein C-11 auf einer CAM angeboten wird, wäre es ein ähnlich windiges Paket, einen 200/800 drauf zu setzen. Aber... mag Leute geben, die damit klar kommen. Schwer zu sagen, wieviel besser eine HEQ-5 sein kann. Möglicherweise auch nur ein "Klarkommen".

Es ist mir allerdings herzlich egal, was Du meinst, wem ich die Schuld daran gebe, dass es Grenzen gibt in Physik und Markt. Aber ein 8" f/6 ist vom Leistungspotenzial von der Stange weg mit einer nur einigermaßen glaubwürdig zusammengestellten Okularpalette eine sehr erstrebenswerte Lösung. Ich jedenfalls würde sie anstreben, und danach bin ich gefragt worden.
Grund genug, sich über die möglichen Optionen mit solch einer Optik Gedanken zu machen.

Möglicherweise hast Du in letzter Zeit den Eindruck, ich hätte immer an den Meade/Bresser-Kombinationen etwas auszusetzen. Nun, richtig ist, ich hatte an den angefragten Kombinationen im Zusammenhang mit den geschilderten Vorstellungen und Anwendungen meine Probleme. Dass ihr einen 200/800 auf einer LXD75 mit Goto anbietet ist an sich eine gote Sache und auch vom Preis her OK. Nur eben - für Leute, die sich schon festgelegt haben auf Deepsky-Beobachtungen und Foto. Nicht als Allrounder. Aus diesem Blickwinkel betrachtet halte ich meine Anmerkungen (Kritik wäre das richtige Wort, ist aber im allgemeinen Sprachgebrauch zu negativ vorbelastet) für gerechtfertigt.

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Sven
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#591950 - 13/03/2009 17:37 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: Sven_Wienstein]


Hallo Sven,

wir haben einen Einsteiger hier. Die Erörterung von möglichen Lösungsansätzen und deren Einschränkungen ist sehr wohl betrachtenswert. In diesem Fall geht das aber meiner Meinung am Thema vorbei. So etwas wird eher verwirren als weiterhelfen. Der Einsteiger nimmt dann den Eindruck mit, das besprochene System sei schlecht - es wurden ja Einschränkungen und Nachteile besprochen. Wir hatten schon mal einen Fall hier, der ähnlich gelagert war. Das Ergebnis war, daß der Anfänger dann ein "Großer Chef" einer bekannten Marke gekauft hat. Es mag ja vieleicht sein, daß das das richtige Gerät für ihn war. Ob das der Zweck der Diskussion war, bezweifle ich aber.

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Tassilo

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Sven_Wienstein Offline
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#592034 - 13/03/2009 21:39 Re: Bresser PN203 auf LXD75 gut für Anfänger? [Re: MeadeEurope]


Hallo Tassilo,

richtig, die Gefahr besteht. Sorry, aber ich kann andererseits auch nicht aus meiner Haut: Mir ist es wichtig, den Leuten zu erklären, worauf es ankommt, damit sie selbst Entscheidungen treffen können. Das ist nicht risikofrei, aber in meinen Augen der einzig aufrechte Weg. Ich verstehe aber auch die Einstellung, dem Einsteiger einfach ein solides Paket mitgeben zu wollen, ohne dass er/sie viel darüber grübeln muss. Ich glaube aber, das ist einer der kurzen Wege zur dunklen Seite der Macht... zwinker Da kommen nur die charakterstarken unbeschadet 'raus. laugh

Nichts für ungut, ich verlasse mich darauf, dass bei Zweifeln, wie bestimmte Nachteile einzuschätzen sind, nachgefragt oder gar selbst nachgeforscht wird. Das Internet steht den Lesern hier offen, jeder kann sich umschauen. Nach all den Jahren muss ich wirklich sagen, dass jemand, der nicht nachfragt und auch nicht selbst nachforscht, dann doch wieder selbst die Verantwortung dafür trägt, sich zu entscheiden. Ich helfe da gern mit Fakten und auch Einschätzungen, um zu einer Entscheidung zu kommen, aber abnehmen kann ich die Entscheidung niemandem (weil ich es auch nicht bezahle), und so gehe ich den Weg der Information. Auch wenn es dann schonmal scheint, dass ich an keinem der geläufigen Pakete ein gutes Haar lasse. Ich fürchte, das wird uns noch ab und an beschäftigen, aber solange wir das zivilisiert tun, sind auch solche Beiträge wie unsere letzten hier ein Gewinn an Information.

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Sven
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