Maksutov-Cassegrain vs. Dobson - was ist besser

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Shaft

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Würde ein Maksutov-Cassegrain mit

Brennweite: 1250mm, f/13,8
Durchmesser Linse 90mm
Durchmesser Spiegel 96mm

annährend an ein 10er Dobson mit 1250er Brennweite und 250mm Öffnung (F5) rankommen?

Rankommen im Sinne von Helligkeit der Objekte.
Ich bin im Moment nicht so im Thema drin, aber ich meine mich zu erinnern, dass das Dobson demnach ca. 4x so hell wäre. Kommt das hin?


 
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Re: Maksutov-Cassegrain vs. Dobson - was ist besse

Ein Dobson mit 25 cm Öffnung dürfte um einiges besser sein als ein kleiner 90 mm Mak. Soweit ich weiss, sind Maks nicht gerade Optiken, die für deepsky gedacht sind. Maks sind eher was für Mond und Planeten und haben ein kleines Gesichtsfeld. Wenn man die Preise zwischen beiden Geräten vergleicht, würde ich immer das Dobson nehmen. Es gibt gute Dobsons von Orion UK, die eine längere Brennweite als das übliche Verhältnis von 1:6 haben. Diese sind mit Sicherheit besser für Planeten geeignet, als Maksutovs mit relativ hoher Obstruktion. Wenn du also auf Helligkeit wert legst, also deepsky beobachten willst, würde ich immer einen großen Newton bevorzugen. Z.B. gibts so einen billigen Skywatcher 8" Dobson mit 1200 mm Brennweite schon für 299 Euro neu. Der 10" kommt so um die 550 Euro neu. Für diese 550 Euro bekommt man gerade mal einen gut montierten 127 mm Maksutov. Der hat also die Hälfte der Öffnung des 10" Newtons. Damit dürfte klar sein, dass dann ein 90 mm Maksutov niemals hellere Bilder zeigen kann als ein 10" Dobson! Außerdem passen an einige kleine Maksutovs nicht mal 2" Okulare ran, die ja die ganze Power eines Teleskops in Sachen Helligkeit ausspielen könnten. Also spar dir lieber etwas mehr Geld und hole dir einen großen Dobson. Den kannst du später immer noch auf eine gute Montierung draufsetzten, wenn du mal mehr als nur visuelles Beobachten damit vor hast.
 
Interessant ist bei den Geräten, dass sie meist als "Go-To" daherkommen. Könnte demnach natürlich nüchtern kommen, etwas zu finden, was man dann nicht erkennen kann.

 
Re: Maksutov-Cassegrain vs. Dobson - was ist besse

Sicher mag es spannend sein so eine Go-To Montierung zu haben. Aber mit 90 mm oder 100 mm Geräten dadrauf... Mond ok. Jupi, Saturn ok. Aber das wars dann auch schon. Selbst in meinem 8" Newton sieht man visuell den Orionnebel nur als milchigen Flecken. Die großen Planeten sind da schon viel besser. Halte dich nicht groß mit kleinen Optiken auf, sondern mache größere Sprünge. Und im Bereich der 8" und 10" Geräte sind nur die Newtons halbwegs bezahlbar. Am billigsten eben als Dobson. Und die hellsten Objekte am himmel kannst du auch ohne Go-To finden. Die anderen ca 39.990 Objekte im Speicher wirst du eh nie ohne CCD -Cam oder längere Belichtungen sehen rein visuell.
Ich wollte mir auch erst son kleinen Maksutov holen, weil man nur gutes gelesen hat über diese Dinger. Aber je größer die werden, desto mehr Probleme machen die aus fernöstlicher Herstellung mit dem Shifting. Viele geben die Dinger schnell wieder ab hier in der Angebotsecke. Der 90 mm soll aber ganz ok sein, wurde mir von Astroshop bescheinigt.
 
Hallo Shaft,

also die Eingangfrage mit dem 90mm Mak, der vielleicht an einen 250mm Newton herankommen könnte war gut. :biggrin:
Naja im letzten Satz kehrst du ja wieder alles über den Haufen und meinst dich erinnern zu können, dass der Dobs viermal so hell wäre. ?)

Wenn der Dob in strahlend hellem weiß lackiert wäre und der Mak ein blauer Skywatcher ist, dann könnte das Dobson-Objekt viermal so hell sein. :gutefrage:

Nix für ungut,
Stefan
 
Ich dachte Maks wären jetzt was Spezielles, die in kürzerer Bauweise etwas ausgleichen können (wohl kein Licht).

Die anderen ca 39.990 Objekte im Speicher wirst du eh nie ohne CCD -Cam oder längere Belichtungen sehen rein visuell.

Ist das echt so hart?
Das Finden macht mir ja auch eigentlich Spass, WENN ich dann auch etwas identifizieren kann.
Schon beim Erlernen der Bedeutung Azimut bin ich schon damals doch lieber auf Dobson umgestiegen.

@uranometria
Neeee, bitte keine Rätsel ;-)
ich hatte mir die Daten damals so ausgerechnet - unter Vorraussetzung der gleichen Marke beispielsweise.

Unterschied zwischen 75er und 250er Öffnung: 1011 % = 11,11x
Unterschied zwischen 114er und 250er Öffnung: 380 % = 4,8x
Unterschied zwischen 150er und 250er Öffnung: 177 % = 2,77x
Unterschied zwischen 200er und 250er Öffnung: 56 % = 1,56x

Stimmt das so jetzt oder nicht?

 
Zitat von Celestron78:
Selbst in meinem 8" Newton sieht man visuell den Orionnebel nur als milchigen Flecken.

Hallo "Celestron78",

Du meine Güte - von wo aus beobachtest Du denn? Ist Dein Newton vielleicht dejustiert? Normalerweise solltest Du etwas mehr sehen als nur milchige Flecken, dunklen Beobachtungsort und dunklen Himmel vorausgesetzt.


Hallo "Shaft",

das besondere an dem Mak ist die große Brennweite bei kleiner Baulänge. Mit der großen Brennweite kannst Du auch stark vergrößern, das macht ihn für Planeten interessant. Für Deepsky brauchst Du statt Brennweite eher mehr Öffnung, damit mehr Licht für dunkle Objekte rein kommt. Den kurzen Mak kannst Du noch auf einer bezahlbaren parallaktischen Montierung anbringen. Besonders mit Motor, ist das bei starker Vergrößerung ein Vorteil.
Für eine stabile Montierung für einen langen 10" Newton, mußt Du sehr viel Geld in die Hand nehmen oder eben einen Dobson kaufen. Für hohe Vergrößerungen an Mond oder Planeten mußt Du dann allerdings auch dauernd nachführen.
Für Deep Sky wirst Du jede Menge suchen und auch sehen können. Aber dafür brauchst Du eben auch mehr Öffnung. Das würde für den größeren Newton sprechen.
Es gibt eben für jeden Zweck was spezielles. Es kommt eben darauf an, was Du beobachten möchtest.

Schade, dass Ihr beide Eure Namen nicht schreibt.

Gruß und klaren Himmel
Andreas
 
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Hi,

uff...!

Eigentlich ist es ja eine einfache Frage. Und eine einfache Antwort.
250/90, also eine um Faktor 2,78 größere Öffnung zeigt gleiche Bildhelligkeit bei um Faktor 2,78 stärkerer Vergrößerung und das steigert die wahrnehmbaren Details maximal um Faktor 7,7 - wenn soviel Detail im Objekt steckt.

Was die Bildhelligkeit angeht - mit jedem Teleskop ist (unter voller Ausnutzung der Öffnung) maximal eine AP entsprechend der maximalen Irisöffnung wirklich nutzbar und minimal sollte man meinen, dass bis auf Ausnahmen wie Doppelsterne wirklich nicht weniger als eine AP von 0,5mm genutzt werden sollte, weil es sonst zu duster wird.
Das spannende daran: Egal welche Öffnung, gleicher AP-Durchmesser bedeutet gleiche Helligkeit. Rechnet man wie aus? Öffnung durch Vergrößerung teilen. Bei 250mm Öffnung sind 100x dann 2,5mm AP.

So kommt man dann dahinter, dass man bezüglich der Bildhelligkeit mit allen Teleskopen denselben Bildhelligkeitsbereich nutzen kann - sofern man passende Okular kriegt. Bei einem Mak mit f/13,8 wird man dahinter kommen, dass ein Okular für 7mm AP 96,6mm Brennweite haben müsste, und dass es das "irgendwie" nicht zu kaufen gibt. Gibt sogar Gründe dafür - muss ich das jetzt auch erklären? Nä! Steht auf meiner Homepage. www.svenwienstein.de

Also, wenn man in den 10" die falschen Okulare steckt, bleibt's da wirklich finster! Ist aber schwierig...

Clear Skies
Sven
 
Re: Maksutov-Cassegrain vs. Dobson - was ist besse

Selbst in meinem 8" Newton sieht man visuell den Orionnebel nur als milchigen Flecken.
Hi,
ich besitze auch einen 8 Zoll Dobson und der Orionnebel ist eine Wucht. Alles andere als milchig. Knack scharf, bläulich und das Trapez bereits bei V=60 schön aufgelöst.

Hast du dich da vielleicht verschrieben bzgl. der Öffnung?
 
Re: Maksutov-Cassegrain vs. Dobson - was ist besse

Hallo,

ich besitze auch einen 8 Zoll Dobson und der Orionnebel ist eine Wucht. Alles andere als milchig. Knack scharf, bläulich und das Trapez bereits bei V=60 schön aufgelöst.

Hast du dich da vielleicht verschrieben bzgl. der Öffnung?

So sehr verschreiben kann man sich kaum, denn M42 ist auch bei 4" und daruner schon sehr detailreich und nicht milchig/matschig, da liegt wohl eher was in Sachen Justage/Spiegel/oder gar Augen im Argen...

CS Benny
 
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