Konstruktionsplan Telementor 63/840

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Janice

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Hallo ...

Gibt es irgendwo Konstruktionspläne/Zeichnungen für die alten Telementor 63/840 Schulfernrohre? Ich habe eine passende Optik bekommen und möchte es diesmal etwas weniger "intuitiv" designen ..

Danke
Janice
 
Hallo Janice...

Zitat von Janice:
Habe in der Zwischenzeit aber ein altes Telementor Objektiv erstanden und somit ein offizielles Zweitprojekt


so, Du bist also infiziert...schön! Mach Dir nix draus, kann nur schlimmer werden... :Trost:
Im anderen Thread hats glaub ich noch keiner verlinkt: http://www.zellix.de/selbstbau/ Spiegelteleskope sind zwar in der Überzahl, es gibt aber auch einige Refraktorbeschreibungen und schöne weiterführende Links. Hier: http://www.achromat.de/ findest Du unter Wissenswertes einiges zu Zeiss...

Du könntest zusätzlich im Suche-Bord weiter unten einen entsprechenden Beitrag starten wenn es Dir um einen Bauplan geht, evtl gab es einen original zum Objektiv von Zeiss??? Auch Originalteile sollten sich auftreiben lassen, sind aber nicht billig. Sinnvoller wäre es denke ich ein passendes Rohr mit 70 oder 80mm Durchmesser zu nehmen und einen (gebrauchten) Okularauszug der sich günstig im Biete Bord erstehen läßt zu verbauen.



Viele Grüße Felix
 
Danke Felix ...

Ich bin gerade auf der Suche nach einem Rohr. Ich möchte erst einmal so eine Art Test-Tubus entwerfen um die Länge etc. abzustimmen. Danach da da ganze in Reinform. Den Auszug suche ich schon seit gestern Nacht im Suche-Board :)

Der Testaufbau wurde inspiriert durch:
http://www.amateurastronomie.com/telementor/ger/selbstbau/pisarek/index.htm

Ich würde eben gern mal sehen, wo den im Original-Zeiss die Blendringe waren, wie lang genau der Tubus ... etc. Einfach um so eine "Richtline" zu haben. Gerade am Anfang macht man ja doch ne Menge falsch - wo man das eine oder andere nicht bedenkt :)

Janice

Nachtrag: Beide Websiten kenne ich schon und habe ich auch in meinen Bookmarks ... schade
 
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Hi Janice,

noch einmal komme ich mit diesen Link:
http://www.berfield.com/baffles.html
Weilll.... Position und Lage der Blendenringe vom Original nur auf einen gleich grossen Tubus übertragen werden können. Als "Desired Field Size" sind 20mm bestimmt ein guter Wert. 1,25" Okulare lassen bauartbedingt 28mm max. durch. Die nur langsam eintretene Randabdunklung kommt bei den schlanken f/13 nur sehr schwach auf und wird wohl nicht bemerkt werden und ein evtl. mal angesetzter APS-C Chip der gängigen DSLRs würde auch gut ausgeleuchtet.
Nebenbei, als der Telementor gebaut wurde, waren "Ami-Okulare" (Zollmass) bestimmt nicht auf der Rechnung der Zeissoptiker. Deswegen bin ich der Meinung dass du ruhig abweichend vom Original bauen kannst.
Vielleicht magst du dir mal den Thread "ETX90" unter » Foren » Instrumente » Teleskope anschaun. Von wegen max. Austrittspupille (AP). Wenn du dich darauf hin in 2" verguckst, wäre ein desired field size von 40mm besser.
Zeichnerisch lässt sich das Baffeling am leichtesten bewerkstelligen. So, und dann noch (bezüglich der Okulare und überhaupt) die üblichen Verdächtigen:
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.svenwienstein.de/index.html
Aber die kennst du bestimmt schon.

Thema Fokussierung. Die 840mm Brennweite sind bekannt. Nun noch eben schnell den Brennpunkt des Okulars hinbringen, fertig.... Unglücklicherweise hat jedes Okular eine Eigene Brennpunktlage. Wäre alle gleich, wären sie homofokal und wir bräuchten garnicht mehr fokussieren. Beim Refraktor bin ich mir jetzt nicht ganz sicher und vielleicht mag ein Kollege hier was dazu sagen. Beim Newton jedoch kommt man ganz gut hin, wenn der äusserste Rand der Fokussierung (bei ganz zum Objektiv hin eingedrehten Fokussierung) etwa 20mm Intrafokal liegt. Beim Refraktor kommt dann noch der "omnipräsente" Zenitspiegel dazu. Gerne wird auch eine Barlowlinse benutzt welche die Brennpunktlage deutlich versetzt. Deswegen haben Refr. gegenüber Newtons eine längere Fokussierung.

CS

Michael
 
Hallo Felix, Hallo Michael ...

Danke Felix, ich habe eben mal eine Mail an den Besitzer geschickt. Guter Vorschlag!

Soooo Michael ... jetzt brauch ich etwas länger, weilllllll: Du ne ganze Menge geschrieben hast und ich ne ganze Menge Zeit brauchte um es wirklich zu verstehen -> was ja nicht unbedingt schlecht sein muss ;)

Ich habe deinen Link nicht vergessen! Nimmer!!!! Ich hatte die Blendringe für das erste "Experiment" (wenn auch nur 2 davon) genau nach dieser Seite geplant. Ich habe mir eine Zeichnung gemacht und im Maßstab 1:2 genau den Strahlengang eingezeichnet -> was bei einer einfachen Linse ja auch kein Thema ist. Mangels optischer Bank stellt sich mir beim Telementor hier aber schon mal ein gewisses Einstiegsproblem: Ich verlasse mich gern auf die 840mm Brennweite von Carl-Zeiss ... Aber sag mal -> wo setze ich den Strahlengang an - wo die grüne Linie (siehe dein Link): Am Ende des Objektivs? Mitte des Objetivpblocks? Anfang? Mitte der letzen Linse oder Außenseite? Weißt du was ich meine? Ich habe doch jetzt einen Achromaten(block) und keine Singlelinse. Entschuldige wenn die Frage blöd ist - aber ich würde - denke ich - das Ende des Blocks nehmen (also Linse auf Okularseite), richtig?!

Natürlich habe ich mich schon längst in 2" verliebt ... aber die Okulare sind mir im Moment einfach zu teuer. Also habe ich mir ein günstiges 1,25" geholt. Mit etwas Glück bekomme ich einen 2" OAZ mit Reduzierstück - dann kann ich später jederzeit auf 2" Okulare umschwenken. Die Blendringe setze ich auf drei dünne Gewindestangen - wobei ich die Stangen auf Okularseite einschraube und die letze Blende auf Objektivseite fixiere. Somit kann ich dann den ganzen Blendring-Block jederzeit herausziehen und anpassen.

Sag mal: Zenitspiegel fehlt mir noch - wie lang ist im Durchschnitt Strahlengang durch so einen Spiegel?

LG
Janice


 
Hallo Janice,

2 Zoll Zenitspiegel mit Einsteckhülse ins Teleskop haben in der Regel um die 100mm Lichtweg.
Wird der Zenitspiegel mit Überwurfmutter angeschraubt ist es etwas weniger.

Gruß
Hans
 
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Hallo Janice,

ein wenig geblättert habe ich dann schon und bin fündig geworden. Die Lösung entlockte mir dann doch eine undefinierbare Lautäusserung ;-)
Also im Handbuch für Sternfreunde, Band I Seite 30 zu 2.4.2 Brennweitenbestimmung wird geschrieben:
Den Brennpunkt einer Sammellinse bestimmt man am einfachsten durch Auffangen des reellen Bildes eines sehr (per definition ´unendlich´) weit entfernten Objektes mittels Schirm.
Also man nehme: Ein Meter Dachlatte oder ähnliches und befestige das Obektiv mit Klebeband am oberen Ende. Am unteren Ende sodann eine verschiebbare Bühne. Irgendwas im rechten Winkel zur optischen Achse und befestigst daran ein, evtl. handgrosses, weisses Stück Papier. Besser vielleicht noch Pergament/Butterbrotpapier. Nun kannst du wie mit einem Diaprojektor das Bild des Mondes z.B. darauf projezieren. Messen, fertig.
Nette Spielerei wäre dann noch, sich dieses Abbild mit einer Lupe (Okular) zu betrachten. Ach ja, der Mond sollte sich dann etwa 8mm gross abbilden lassen. Wenn du das Geschoss gegen ein helles Fenster (Achtung, ein Fenster ist nicht unendlich weit entfernt *g*) richtest, wirst du dich wundern, ein welch grosses Feld diese Linse produzieren kann.
Ok, jetzt kannst du die Skizze erstellen und wirst sehen, das bei ganz eingefahrenem OAZ der bewegliche OAZ-Tubus nahe an den Lichtkonus kommen kann. Bei einem schnellen ED-Refraktor, dessen Lichtkonus doppelt so steil ist, kann es(und hat schon) zu Unmut geführt. Das ist aber eine andere Geschichte.
Die Idee mit den Gewindestangen wird gut funktionieren. Ich hab mal an einem 12" f/7 Newton so die Blenden realisiert. Merkwürdig weshalb eigentlich nie im Newton Blendringe zu finden sind, geht doch das Licht zweimal durch den Tubus. Somit wären sie doppelt so wichtig. Das nur nebenbei.

CS

Michael
 
Du Michael, dass klingt sehr aufwendig ;) Kann ich nicht einfach ein Okular bekannter Brennweite nehmen - den Focus scharfstellen und den Abstand Objektiv bis Okular minus Brennweite Okular nehmen? Das sollte doch für die Blenden reichen, oder?

Janice
 
Hi Janice,

jaaAAaaa aaaber ....wo liegt die grüne Linie im Okular? Nimm doch als Bühne einfach z.B. ein leeres CD-Cover, klappe diese um 90Grad auf und lege es auf die Ecke der Holzleiste. Als Bildempfänger evtl. einen Diarahmen mit entsprechend Papier/Pergament eingelegt. Und als Verbindungselement einen Kaugummi, der dental dermassen malträtiert wurde, dass ihn keiner mehr haben will. Oder aber du fixierst ein Geodreieck mit Tesa in das geöffnete CD-Cover und tust Papier auf den transparenten, aufrechtstehenden Deckel. Dann hast du länger am Kaugummi und der Tesastreifen sollte sich rückstandsfrei entfernen lassen.
Oder aber du misst vorne und hinten in die Objektivfassung und erfährst wie dick die Linsen sind und setzt die grüne Linie auf die Mitte. Das beinhaltet dann sicher die Ungenauigkeit deiner Methode mit dem Okular.
Tjo und jetzt fällt mir ein das ja alles Wurscht ist. Einfach das Teleskop zusammen bauen, die Blenden in etwa setzen und ein Stück Papier auf den okularlosen OAZ anbringen. Du kannst ja die Blenden über die Gewindestangen im Nachhinein trimmen. Wie einfach...

CS

Michael
 
Michael, ich habe jetzt endlich das Teleskop als Provisorium zusammengebaut (im 75mm Kanalrohr :) WOWWWWWWWWW - selbst ohne Blenden und ungeschwärzt schon absolut beeindruckend!!!! Aber bevor ich überhaupt an die Blenden denken kann gibt es ein neues Problem:

Irgendjemand in diesem Forum - und ich finde blöderweise den Thead nichtmehr - schrieb mal, dass das Objektiv mit der Linse zum Okular gehört und das überstehende Rohr des Objektivs zum Himmel gehört. Hmmmmm ... ist das wirklich wahr????? Ich habe jetzt stundenlang gegoogelt und auf Bildern fast immer die Linse des Objektives Himmelwärts gefunden. Hat hier irgendjemand einen Telementor - bzw. ne sichere Info - wierum es nun in den Tubus gehört?

Danke Janice
 
Hallo Janice,

soweit ich weiß hat die Objektivfassung ein Gewinde, dieses muß in Richtung Okularauszug zeigen.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix ... Ja, hat sie. So habe ich es auch eingebaut :) Danke für die Bestätigung!!!

Schaut mal: Mein erster Entwurf. Habe innen mit Velours ausgekleidet - jetzt geht es an die Blenden und die Lackierung. Die Optik ist ja wirklich mal superrrrrrrrrrr!! Jetzt warte ich noch auf den richtigen OAZ und ich bin richtig stolz auf mich.

Link zur Grafik: http://www.zavx.com/8.jpg

LG
Janice
 
Hi Janice,

die Telementorobjektive gehören in ihrer Öffnungsklasse zu den besseren Optiken, nicht zu vergleichen mit billig-Objektiven aus irgendwoher. Irgendwie erinnert mich Deine Konstruktion an meinen eigenen 80/1500 Abflussrohrrefraktor, ich bin auch immer wieder überrascht was kleine Optiken leisten wenn sie gut sind, die Telementorobjektive sind außerdem echte Klassiker. Wie hast Du das Objektiv im Tubus befestigt, gibt es eine Möglichkeit es zu justieren?

Zu den Blenden: ich habe aus Pappe kurze Rollen gewickelt und verklebt, diese innen mit Velours geschwärzt und immer abwechselnd Papprollen und Blendenringe angeordnet, das ganze bildet quasi einen Stapel im Rohr. Einfacher gehts kaum...

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix

Alsoooooo ... erstmal Luftholen :) Ich sitze gerade auf der Veranda und habe - auch wenn's noch hell ist - den Mond ins Okular geholt. Wowwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww. Ich bin total aus dem Häuschen :) Natürlich wußte ich um die Qualität der Zeiss Achromate - habe ja auch noch einige Erinnerungen aus der Astronomiestunde in der Schule (Ex-DDR) -> aber dass es sooooo gut funktioniert, ganz ohne Blenden und geschwärzte Taukappe -ganz ohne Crayford mit Notbau-Helix-Okular ... unglaublich!!! Das Bild ist selbst bei 120fach (mehr kann ich nicht mit meinem 21-7 Zoomokular) gestochen scharf und hell. Keine Farbfehler, keine Vignettierung ... einfach Klasse. Vorhin haben ich die Samen in den Tannenzapfen auf 100m erkannt ... hier waren auch alle anderen Anwesenden von meinem Aufbau beeindruckt ;) Nur die Augenmuskeln tun langsam vom zukneifen weh!! Habe nur ich das Problem oder ist das üblich? ;)

Das Objektiv habe ich über drei Druck-Punkt-Schrauben erstmal direkt über Einpressmuttern im Tubus befestigt (Natürlich ohne Lackschäden auf dem Objektiv zu hinterlassen). Kollimierung ist noch nicht wirklich möglich, aber ich dremel mir schon eine andere Fassung zurecht. Also Vorbild dient mir die hier. Nicht identisch - aber vom Prinzip her die gleiche Herangehensweise: Zwei getrennte kleinen Röhren durch 3 Justageschrauben verbunden. Eine Seite dann in den Tubus, die andere mit neuer Taukappe (einziehbar) versehen. Die Röhre gibt es zufälligerweise perfekt im Baumarkt: 75x100. Objektiv passt ganz genau hinein. Die passenden Verlängerungen, Verjüngungen etc. lassen sich Okularseitig anstecken -> Taukappe gibt es auch schon passend und sogar eine Schutzkappe konnte ich passend finden.

Den 2" OAZ muss ich erst noch bekommen, dann werde ich auch da eine kollimierbare Fassung dremeln. Die Benden mache ich aus Kunststoff und habe mir ein Gestell aus 3mm Gewindestangen gebastelt. Darauf werden die Blenden quasi wie ein Sandwich eingefädelt und mit Schrauben justiert. Dann alles mit Mattlack + Pulver eingesprüht und mit Velourfolie beklebt. Das ganze wird dann am Stück in den Tubus gesteckt und über zwei Bohrungen okularseitig und festgeschraubt. Eine andere Möglichkeit fände ich auch viel zu kompliziert bei dem engen Tubus von 75mm. Ich habe mir - bevor ich die Folie eigeklebt habe schon eine Halterung für die Spraydose gebaut- quasi ein Fernabzug für die Sprühdüse IM Tubus. Eigentlich nicht sooo wichtig, aber ich wollte doch erstmal matt-schwarz lackieren und dann die Folie einlegen.

Ich muss sagen: Macht wirklich Spaß - habe mir heute auch gleich fachlich kompetente Hilfe von meinem 6 Jahre alten Neffen geholt. Da muss es ja auch wirklich gut werden :)


LG
Janice

PS: Das mit den Blendenberechnungen ist aber schon eine Nummer für sich ... oh je ... ob das funktioniert?
 
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Hallo Janice,

beim schwarzen Mattlack bleibt ein kleines Problem: wenn er deckend als satte Schicht aufgetragen wird glänzt er im Gegenlicht das ja in einem sehr flachen Winkel einfällt trotzdem, die Sache mit den Flocken wird meistens recht ungleichmäßig. Wenn man den Mattlack in hauchdünnen nicht deckenden Schichten aufträgt wirds besser: mit der Sprühdose nicht auf die Innenseite des Rohres zielen, sondern nur in gaaanz kurzen Sprühstößen in Längsrichtung zwei oder dreimal in den Tubus pusten und das alle ca. 5-10 Minuten. Dann bildet sich eine recht rauhe Schicht "Sprühnebel" die deutlich matter wird, die Beflockung wird dann überflüssig. Die Blenden solltest Du so dünn wie möglich ausführen oder die Innenkante als schräge Fase ausführen so daß sich eine Art Schneide bildet. dann wirds ziemlich duster im Tubus. Wo sich Veöours ohne großes friemeln anbringen läßt würde ich das dem Lack vorziehen da es schwärzer/lichtschluckender ist als die meisten Lacke. es gab hier aber schon diverse Threads wo es um die optimale Schwärzung ging, da wurden diverse empfehlenswerte (Spezial-)Lacke verlinkt

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix ....

Naja, drin ist alles komplett mit Velours ausgekleidet - der Lack ist eigentlich nur für die Optik. Jetzt habe ich auch endlich den Außentubus schwarz lackiert - es trocknet gerade. Aber wie gesagt: Da wird erstmal nur ein Testaufbau. Ich möchte einfach mal Erfahrung sammeln bevor ich den Endgültigen Aufbau mache ... und es fehlt ja noch der Crayford.

Gestern Nacht war's wirklich sehr schön am Himmel. Ich habe sehr lange den Mond beobachtet, den Milchfleck Andromeda angeschaut und Mizor getrennt. Mir ist aber eine Kleinigkeit aufgefallen: Bei hoher Vergrößerung an Lichtriesen wir Arctur beachte ich das der Stern sich fast in 2 Sterne teilt. Ja, Arctur ist vielleicht ja auch ein Doppelstern - aber das ist wirklich nicht die Ursache in meinem kleinem Scope ;) Woran kann das liegen? Ist das typisch für eine unkollimierte Optik oder eher auf die fehlenden Blendringe zurückzuführen? Bevor ich weiterbaue würde ich diesen Fehler gern ausplanen. Irgendeine Idee? Es sieht so aus, wie der Fehler bei verspannten Optik (laut Googlesearch) aber das ist nicht der Fall.

Janice
 
Hi Janice,

also ich hab hier einen 60/360 Refr. der ohne Blenden sehr schlimm abbildet. Mit Blenden jedoch entsprechend gut. In "Telescope Optics" finde ich auch was, ist aber sinngemäss diesselbe Skizze. Hmmmm wie gesagt, da du ja deine Blenden trimmen kannst, würde ich diese mal mit einem pauschalen Mittelwert einsetzen. Schau dir mal die Laser Kollimatoren an. Stell den Zeiss senkrecht mit OAZ (ohne Okular) nach oben sodass es dunkel im Tubus ist. Halte ein weisses Stück Papier im 45Grad Winkel (mittig ein Loch mit ca. 3mm) knapp über den OAZ. Wenn du nun von hinten durch das Loch in den Tubus schaust, wirst du kreisrunde Reflexe auf den Linsen sehen können. Wenn diese konzentrisch sind, kannst du eine Verkippung des Objektives schonmal ausschliessen.
Da fällt mir ein, wenn du uns/mir den Innendurchmesser des Tubus nennen kannst, kann man das setzen der Blenden auch aus der Ferne machen.
Nebenbei, den Tubus würde ich nicht unbedingt aussen schwarz lackieren. Die klassische Farbe des Tubus ist weiss damit im Gegensatz zu schwarz es nicht zu warm darin wird. Stichwort Tubus seeing. Denn, der Zeiss ist u.a. auch prädestiniert zur Sonnenbeobachtung. Selbstverständlich mit Baader-Folie.
Nochn Tipp zur Beobachtung. Stell zügig scharf. Intrafokal zu extrafokal und zurück zum Fokuspunkt möglichst innerhalb von zwei Sekunden. Durch die Akkomodation kann das Auge ein leicht unscharfes Bild wieder scharf sehen, indem es den eigenen Brennpunkt verändert. Auf Dauer gerät so das Auge in Stress und man wundert sich wieso. Probiere auch mal einen schnellen Wechsel zwischen direkter Mondbetrachtung und dann mit Teleskop. Ein paar mal hin und her.
Für das andere Auge kannst du ja mal über eine Augenklappe nachdenken. In letzter Zeit komme ich immer besser zurecht wenn ich beide Augen geöffnet habe, mich aber nur auf das Teleskopbild konzentriere. Das ist alles eine Übungssache und auch davon abhängig wie man selbst am besten zurecht kommt.
Zur Deepsky-Beobachtung gibt es noch den Trick des indirekten sehens. Frag mal den Google.
Und nun höre ich im hintergrund am Telefon meine Nichte fragen wo denn der Onkel bleibt. Ich wünsch dir und allen ein schönes Wochenende. :-)

CS

Michael
 
Danke Michael :)

Wieder etwas gelernt. Na, nun ist er schwarz ... nächster Tubus wird sowieso außen weiß. Ich werde ihn aus Aluminium bauen und dann eloxieren - ich finde das sieht dann irgendwie besser aus. Dann weißer Lack mit Grundierung. Mir gefallen die William APO's ... s0 in die Richtung. Habe heute auch mal probiert mit Schablone einen Schriftzug aufzuspühen ... naja, jetzt jabe ich wieder alles schwarz übermalt weil es ganz übel aussah. Aber so lernt man dazu. Über den momentanen Helixauszug kann ich nicht soooo schnell scharfstellen .. ich warte noch auf den Crayford. Dafür habe ich heute über einen Kanalstutzen und den Dremel den Helixauszug fest am Tubus montiert - die Konstruktion ist super einfach und kollimierbar ... ich denke da kann ich dann mit dem Crayford ansetzen. Und nochwas ... ich brauch einen Zentspiegel ... Gott habe ich Nackenschmerzen :)


Die Masse vom Tubus muss ich messen wenn er wieder getrocknet ist. Ich glaube die 75mm sind das Außenmaß.

Dir auch noch ein schönes WE .. ich geh jetzt auch zu meinem Neffen grillen :)

LG
Janice




 
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Hallo Janice,

wenn du einen Aluminiumtubus lackieren möchtest - bitte nicht eloxieren lassen! Damit machst es Dir beim Lackieren unnötig schwer da die Haftung von Lacken bzw. Grundierung deutlich herabgesetzt wird...wenn der Tubus so "richtig vorzeigbar" werden soll steck die Kohle fürs Eloxieren lieber in eine proffessionelle Lackierung durch eine KFZ-Lackierer...so einen kleinen Tubus bekommt man für ein paar Euro in der Wunschfarbe verschönert, in Anbetracht des schönen Objektives sicher kein zum Fenster rausgeschmissenes Geld. Wenns möglichts "original" sein soll läßt sich sicher herausfinden welcher RAL-Farbton von Zeiss verwendet wurde, ist für jeden Lackierer ein Kinderspiel. Da die VOC-Verordnung (das ist die Sache mit den lösemittelreduzierten Wasserlacken) nur für das Lackieren von Fahrzeug(teilen) gilt kann man den Tubus guten Gewissens mit klassischem 2-K Lack Lackieren (lassen), ist viiiieeel haltbarer als jede Dosen-/ Pinsellackierung...und sieht besser aus.

Viele Grüße Felix
 
Das mit dem Eloxieren wußte ich gar nicht, Felix. Habe es aber eben auch bei Teleskop-Express gelesen als ich den Schultafellack bestellt habe. Das mit dem Lackieren ist auch ein super Tipp! Habs jetzt schon beim Kunststoffrohr gemerkt. Trotz Grundierung hält der Lack nicht wirklich gut. Ist die ganze Sauerrei mit dem Sprühen wirklich nicht wert. Wahrscheinlich ist es in der Lackiererei auch billiger als 2 Dosen a 13 Euro.

Welchen RAL Wert sollte ich den nehmen? Der original Lack vom Telementor 2 ist ja auch ein schickes Weiß.

LG
Janice
 
Hallo Janice,

wieso bestellst du ne Farbe dies in jedem Baumarkt deiner nähe 2 Euro billiger gibt als bei TS und zahlst dann noch die Versandkosten? Ich dachte es ginge dir ums "so billig wie möglich bauen".

Abtönfarbe aus dem Baumarkt soll besser sein als Schultafellack, die beste Farbe die ich kenne ist aber die Antireflexfarbe der Firma Astrogeräte Berger, die lohnt sich wirklich das Porto zu zahlen.

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel ...

Ich habe einen Zenitspiegel bestellt, da ich den Rücken kaum mehr strecken kann. Einen günstigen für 9,99 bei ebay wollte ich lieber nicht - da mir jetzt natürlich klar geworden ist, wie gut meine alte Optik abbildet. Es wäre schade sie zu verschandeln. Also war der Zenitspiegel auch etwas teurer ... und dann tat der Lack eben nicht mehr weh. Das mit der Antireflexfarbe wußte ich leider auch nicht. Mir geht es vor allem um die Schrauben die in den Tubus hineinragen und ich habe immer gelesen dieser Schultafellack wäre sehr gut.



LG
Janice

PS: 10 Meter Velourfolie für 9 Euro relativiert dann diesen Lackfehlkauf, oder?

Link zur Grafik: http://www.zavx.com/9.jpg
 
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Hallo Janice,

sooo billig wird ne Lackierung dann doch nicht werden, ich würde so ca. 40-50,- Euronen schätzen. Dafür ist es dann aber sehr haltbar und wirklich perfekt, wenn man sich überlegt was eine Lackierei an laufenden Kosten hat gehts einfach nicht billiger...dafür spart man sich die Sauerei mit dem Schleifen, steht nicht im Gestank... ;)
Was für ein Farbton genau der Telementor hat weiß ich nicht, ich kenne von Zeiss ein eher "Cremeweiß" und ein sehr "weißes Weiß" (klingt etwas bescheuert), am einfachsten wäre es wenn Du irgendein lackiertes Teil von Zeiss leihweise auftreibst und als Muster mitnimmst, dann sollte sich durch Farbkarten etwas passendes finden lassen. Wenns nicht original sein soll kannst Du ja auch drum bitten den Tubus mit zu pusten wenn ein Fahrzeug gerade in der Kabins steht, einfach sagen obs eher rotmetallic oder grün mit Perlmutteffekt sein soll, geht alles...

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix, Hallo Michael ...

Sooooooo ... ich habe gezeichnet: Hier erstmal das Objektiv und der Tubus:

Link zur Grafik: http://www.zavx.com/baffle1.png

und jetzt meine Berechnung/Zeichnung hier:

Link zur Grafik: http://www.zavx.com/baffle2.png


Sollte ich die Grünen Linien eher von der Mitte des Zweilinsers aus zeichnen, oder ist es so ok??? Das Objektiv hat auch schon selbst eine 3mm Blende - ich hoffe das stört nicht weiter (Siehe Skizze)

Bitte einfach mal drüber schaun und mich auf Fehler hinweisen ... Noch kann ich es ändern und noch ist kein teurer Lack drüber ;)


LG
Janice


 
Ok, macht wohl auch nicht soooooo viel aus -> vergleiche mal grün und gelbe Linie am Anfang. Die erste Blende ist in beiden Fällen identisch - die zweites minimalst verschoben. Kann man ignorieren. Bleiben also die anderen Unsicherheiten -> aber die Grüne oder Gelbe Linie ist wohl?! egal ...

 

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