Konstruktionsplan Telementor 63/840

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Janice
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Soooooo ... jetzt noch die EQ-1 - die mir nachgeworfen wurde - modifiziert und auf ein stabiles Dörr Stativ montiert; den Intes-Zenitspiegel eingeschraubt; Tubus gekürzt unddddd tataaaaa .... sieht so langsam wie ein Teleskop aus :)

 

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Hallo Janice,

sieht doch gut aus! Was die Blenden angeht stimme ich Daniel zu, wenn sie einigermaßen richtig sitzen paßt das schon. Berichte bitte mal von den ersten Beobachtungen, ich habe ein Objektiv ähnlicher Größe, einen 70/840 UV-Achromat, der sollte vergleichbare Leistungen bringen.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix ...

Das erste Freihand - Bild habe ich ja schon in die Fotoecke hochgeladen. Ich denke der Schwachpunkt ist im Moment noch die unkollimierte Optik und das schwache Zoomokular (39 Euro, 7-21mm). Ich muss mal sehen - ich würde gern zum Vergleich ein gutes - aber günstiges! - nicht Zoom-Okular größerer Brennweite zulegen. Vielleicht 25 oder 30mm. 2" wären schon toll - muss aber nicht. Was könnt ihr da empfehlen?

Ansonsten: Mond ist knackscharf (wenn die Luft nicht flimmert) Clavius löse ich in Subkrater sehr deutlich auf bis etwa 9-10mm. Darunter bringt das Zoom keine weiteren Details - Auch sehe ich definitiv bei an 100fach Farbe am Mondrand (auch an sehr hellen Sternen) - Sollte nicht ok sein - aber ich mag erst urteilen wenn alles verblendet und kollimiert ist. Jupiter ist scharf - sehe Wolkenbänder und bei ruhiger Luft auch den Fleck (gerade so). Mars, Venus? Sieht irgendwie nicht nach Planeten aus - standen aber auch sehr tief im Dunst. Sterne sind scharf - aber bei hellen Sternen sehe ich über 100 oder 120fach dann etwas Farbe am Rand. Wie gesagt - kann auch die Kollimierung oder das billig-Okular sein --- ich bleibe dran ;) Mizar trenne ich natürlich ganz leicht - andere Doppelsterne habe ich leider heute nicht finden können da der Himmel zuzieht.

Terrestrische Beobachtungen sind natürlich ein Genuss - meine ganze Familie staunte heute - als ich mit dem Teleskop zu Besuch kam. Auf 50m erkenne ich am Nadelbaum eine Spinne zwischen den Nadeln ... unglaublich. Und das wirklich bei vollem Kontrast und toller Schärfe.

PVC-Tubus ist definitiv nicht stabil genug. Ich habe auch das Gewicht von ZS, OAZ und Okular total unterschätzt. Aber final werde ich auf Aluminium oder Kunstharz + Kevlar - setzen.

Auch der Kopf der EQ-1 hat noch genug Potential zum basteln ... Das Stativ selbst lohnt sicher nicht mehr die Mühe und setzt schon Staub an :) Schrittmotoren sind ja schon fertig - ich adapiere sie nächste Woche an die EQ-1. Habe da eine Idee mit einem Magnetlager ... mal seh'n dir Schnecke scheint nicht wirklich geeignet.

Ja, was sonst? Hmmmm ... Intes Spiegel ist toll - Adapter aber Müll. OAZ ist gebraucht erworben von TS mit 1:10 ... ein tolles Feeling ...

Hmm - ich glaube das war alles :)

LG
Janice



ACH ja: Bis auf das Gegengewicht ist natürlich alles im Handumdrehen in eine Tasche gepackt und abtransportiert. Komplettaufbau in 30 Sekunden (ohne Polsuche natürlich :) Also: Für mich mit dem kleinen Auto und der begrenzten Kraft natürlich sehr toll.
 
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Moin Janice,

Die Fotos sehen doch schon ganz brauchbar aus :super:

ich habe für meinen 80/1500 Refraktor ein sogenanntes "Kanalgrundrohr" (KG-Rohr) verwendet, das sind die rotbraunen etwas dickwandigeren PVC-Rohre. Das ist stabil genug aber vom Aussehen her natürlich Lichtjahre hinter einem (lackierten) Alutubus.

Daß ab ca. 100x ein Farbsaum entsteht ist normal, das kleine C-Objektiv ist halt kein APO, die Abbildungsleistung ist aber schon sehr gut, besser wird auch in dieser Größe deutlich teurer!

Mich würden Details zu der Schrittmotorsteuerung interessieren, da hab ich nämlich nicht wirklich mehr als den Hauch einer Ahnung von... :pfeif:

Andere Okulare: an ein 63/840 Objektiv kannst Du JEDES Okular stecken, durch das entspannte Öffnungsverhältnis (840:63=13,333..)bildet da alles knackscharf ab. Die kürzeste Brennweite sollte bei ungefähr 7mm liegen, dann erhältst Du eine Vergrößerung die ungefähr dem Doppelten des Objektivdurchmessers in mm entspricht. Mehr bringt nix. Du kannst normale Plössls nehmen wenn Dir das Gesichtsfeld nicht zu klein wird, ein gutes Plössl bildet an f13,3 perfekt ab.

Viele Grüße Felix
 
So ihr beiden ... Danke für die Tipps. Also die Plössls bekommt man ja wirklich schon manchmal bei ebay recht günstig. Auch der TSWA 42 für 89 Euro ist doch ganz ok. Ich habe mich jetzt an den Zoom gewöhnt - was denkt ihr über das Baader Hypz geht bis 24mm und es ist ja bald Weihnachten :)

Also manche schreiben das sie das C63/840 bis zu 3x63 = 180fach einsetzen und brauchbare Bilder bekommen. Perfektes Seeing vorausgesetzt.

Zu den Motoren: Ich mache es mir ja da auch ganz einfach. Ich benutze eine gebrauchte Lego-Nxt-Steuereinheit, die über Treiber 3 beliebige Motoren und 4 Sensoren ansteuern kann. Programmiert wird ganz bequem am Computer per Grafik-Interface oder wenn's sein muss auch jede andere geläufige Programmiersprache. Die Steuereinheit lässt sich ganz, ganz leicht programmieren und neben den 4 Sensoren und 3 Tasten hat sie Bluetooth support. Und ich habe die passende Software (kostenlos) für mein Symbian 3rd Handy. Also: Steuerung von 3 Motoren ganz bequem und kabellos über die Handytastatur - oder auch den kabellosen Wii-Kontroller ...

Natürlich müssen passenden Motoren verwendet werden ... wie's auch geht sehr ihr hier:


Janice
 
Hallo Janice,

rein physikalisch gesehen kann eine Optik nicht mehr Details zeigen als bei der Vergrößerung = Optikdurchmesser in Millimeter, also in deinem Fall 63 fach. Höhere Vergrößerungen zahlen sich nur aus weil wir uns schwer tun diese Details bei dieser Vergrößerung zu erkennen, deswegen gibt man 2xDurchmesser der Öffnung als sinnvolle Maximalvergrößerung an. Bei allen Vergrößerungen darüber wirds ziemlich finster, weil das Strahlenbündel in den Bereich von unter 0,5mm! geht. Könnte sein dass das am Mond manchmal gewinnbringend sein kann, weil dort ja wirklich viel Licht zur verfügung steht, am Planeten wirds da aber schon ziemlich finster.

Bin schon gespannt auf deine Steuerung ;) So einen Bastlergeist hätte ich nicht, muss mich als Astrofotograf mit ganz andren problemen rumschlagen *g*

viele Grüße

Daniel
 
Hallo Janice,

interessiere dich Mal für das 30er BW, Reese und wie es sonst noch so heißt.
So sieht das Okular in einer aktuellen Anzeige aus:
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../622642/2_UWA_Okulare_mit_80_ab_75#Post622642
Ich hatte es an F/6, dort von der Randschärfe her grenzwertig. Es sollte an dem Refraktor gut funktionieren.
Das 20er ist baugleich und hat noch eine 2" Barlow drunter.
Keine berauschende Qualität, grenzwertiger Einblick, da riesiger Augenabstand, aber diese Barlow ist ein nettes zusätzliches Spielzeug für alle möglichen Anwendungen und Versuche zu akzeptablem Aufpreis.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Ja, Daniel - am Mond ist es durchaus hilfreich diese Bildabdunkelung ab 100fach zu haben ... er ist bei kleinen Vergrößerungen einfach viel zu hell - was auch für die Augen anstrengend ist. Ich muss mal schauen, gibt es sich auch geeignete Filter für noch besseren Kontrast und weniger Blendung - oder liegt es noch an den fehlenden Blenden? Für die Motorensteuerung experiementiere ich noch mit selbstgebauten Neodyn.Magnet.Lagern - da ich mit Schneckenrädern nicht ganz zufrieden bin. Aber das Gewicht des Tubus und 2" Zubehör's ist schon ein ganz schöner Brocken der erstmal auf so einer billigen Montierung fixiert werden will.

Günter, dann sollte mich aber doch das UWA 20mm mehr interessieren, oder? Wenn ich doch dort 20mm + Barlow = 30mm habe e..

LG
janice
 
Hallo Janice,

wenn du akzeptierst, dass diese Barlow kein "Sahneteil" ist, was sie für den Preis gar nicht sein kann, dann ja.
Du beweist enorme Kreativität und einen gewissen "Spieltrieb" im sehr positiven Sinne. da kann man so eine Barlow gebrauchen. sie lässt sich ja auch mit anderen Okularen, auch mit 1 1/4" Okularen kombinieren/testen. Dazu braucht man nur eine 2" auf 1 1/4" Reduzierung mit Filtergewinde.
-Als 30er Okular ist dieses Teil, egal unter welchem Lable Du es erwirbst, günstig und gut, auch wirklich bequem nutzbar. Mein 30er BW hatte eine bessere "Transmission" als zwei damit verglichene 32er WA, die Bilddefinition, Detailabbildung war schon sehr ansehnlich. Das riesige Feld ist herrlich für Spacewalk, an F/6 traten natürlich die Randschärfeprobleme recht deutlich auf den Plan, bzw. in den sichtbaren Bereich.. An F/8 habe ich das Okular dann schon als sehr gut nutzbar und annäherend randscharf in Erinnerung und Dein Telementor hat F/13.
Sven hat einen sehr guten Testbericht
http://www.svenwienstein.de/HTML/bw_ultrawide.html
auf der HP.
-Als 20 mm Okular, als mit der Barlow, wird der Einblick sehr unruhig. Der Augenabstand verlängert sich beträchtlich und die Gummiaugenmuschel ist dann zu kurz, um sich daran anzulehnen. Du verlierst sehr leicht die optimale Position und dann treten Abschattungen/blackouts auf. Als Gegenmaßnahme kann man, ich wette Du kannst auch, eine verschiebbare Augenmuschel bauen, die man dann auf den richtigen Abstand einstellt. Dann ist das Okular auch als 20er gut nutzbar.

Im Normalfall ist eine 2" Barlow unsinnig. Siehe
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/630957/2_Barlow#Post630957
In diesem speziellen Fall kann man aber doch darüber nachdenken.

Gruß und CS
günther


 
600 Gramm für eine Okular ??? Wow, Dann wiegt ja OAZ, ZS + Okular mehr als der Rest vom Teleskop :) Na, die EQ-1 wird sich freuen.

Ich brauche sowieso einen anderen 2" auf 1,25" Adapter, da jener - welcher beim Intes am ZS dabei war - einfach nicht richtig an mein Zoomokular passen will. Da schaue ich jetzt mal wie das mit den ganzen Gewinden ist. An die große Distanz zwischen Okular und Auge habe ich mich schon gewöhnt - ich habe mir für mein 21mm Zoomokular einen kleinen Verlängerungsaufsatz gebastelt, dann bin ich wieder mit dem Auge in einem Rohr und weg vom etwaigen Umgebungslicht. Dieses Ausblenden, wo man dann das Auge bewegt - sollte doch dieser Kidney-Bean Effekt sein, oder? Ja, hab ich hier schon - aber wenn ich runter auf ca 18mm gehe wird es definitiv besser.

LG
Janice
 
Sooooo ... und ist jetzt auch "grob" kollimiert -> soweit das in einem Plastikrohr geht. Ich brauche dringend ein richtiges Laser-Okular oder drgl. Macht ja doch sehr viel aus - wie ich am Astigmatismus bei 120x an der Funksäule in 15km erkenne - oder eben NICHT mehr erkenne. Sagt man das so? Sieht jetzt spürbar schärfer und kontrastreicher aus - die Lampe hat jetzt keinen Schleier mehr.

Tafellack war ein Fehlschlag (Benutzerfehler ;) .. ach ja, und von wegen Blendenberechnung: Zeiss nimmt etwa 25mm desired Fieldsize und die Brennweite ist tatsächlich auch von Mitte 2te Linse im Objektiv gerechnet. Nur falls es mal jemand braucht :)

LG
Janice

PS: ja, dieser Wackellaser ist rotationssymetrisch ... zumindest war es erst vorhin noch ;) Blick über eingekleben 45° Spiegel ganz bequem von hinten.

 

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So, nachdem es ein Carbon-Zusatz-Thema gab, möchte ich einfach mal hier wieder weitermachen.

Habe den neuen Tubus jetzt provisorisch "verbaut" und plane derweil die neuen Fassungen. Karbonfasern bohren sich gern in kleine Daumen ... ich fürchte ich muss die Kanten noch einmal lackieren oder einfassen.

LG
Janice

 

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Hi Janice,

schreib einfach eine PN an den Boardmoderator.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Habe mir heute die Lichtverschmutzungskarte Deutschlands angeschaut und bin einfach mal "ins Blaue" gefahren. Schon ohne mein Teleskop war die Sicht großartig! Gleich 3 Sternschnuppen in 15 Minuten zischten aus Norden kommend am großen Wagen vorbei und die Milchstraße zog sich funkelnd übers Firmament. So einen tollen Anblick habe ich in meinen lichtgesäumten Lebensräumen schon so lang' nicht mehr erlebt. Und dass dem so ist, wird mir erst jetzt bewußt, wo ich mir jeden Abend einen RICHTIG klaren Himmel herbei gesehnt habe, um endlich M31 bestaunen zu können.

Das Teleskop war in einer Minute aufgebaut, wurde grob ausgerichtet und bei 120fach kurz noch einmal an Mizar geprüft und das Provisorium grob am Stern kollimiert ... und dann sogleich auf Jupiter gezielt (per Kimme und Korn ;). WOW ... kein Vergleich zu den überstrahlten Bildern der letzten Vollmondnächte - kein Wabern in der Luft. 40x, 60x 100x,120x ... scharf! Sicher, meine Öffnung verbringt keine Wunder ... aber das Bild ist einfach scharf, kontrastreich (immer noch ohne Blenden) und ich erkenne eine ganze Menge horizontaler Wolkenbänder. Das Bild steht und die Farbe beschränkt sich auf eine ganz leichten Blaukranz. Nichts störendes. Klein - aber kontrastreich und schön.

Und dann ... ja .. Andromeda. Ich habe etwas gebraucht um meine Achsensverlängung von Kassiopeia über Almaak zu Mirach und dann noch ein Stück nach oben auch ins Okular zu bekommen. Auch tue ich mich mit der parallaktischen Montierung schon noch etwas schwer. Aber ich hab sie gefunden! Nun, einfach traumhaft. Die Ausdehnung bei 21mm ist größer als mein Blickfeld. Einfach unglaublich! Ich habe das schon so oft gelesen und dann immer nur diesen kleinen Milchfleck gesehen .. und heute ... wow .. Auch wenn es immer noch ein Milchfleck bleibt, ist er heute ein vielfaches größer, sieht endlich nach einer Galaxie aus und mit viel, viel Phantasie male ich mir dann die Strukturen der Spiralarme noch knackig bunt aus ;)

Der Abend war voller solcher "Wow" Momente. Es war mehr ein Starhopping - denn ein gezieltes Suchen. Aber man tappt immer irgendwo hinein. So zum Beispiel in ein wunderschönes Sternen-Schmuckkästchen bei Almaak. Unzählige funkelnde Sterne. Ist das ein offener Sternhaufen? Ich weiß es nicht - aber Stellarium zeichnet mir dort mal einen ein. Nur ich dachte nie, dass ein Haufen eine derart große Ausdehnung bei 21mm hat.

Aber genug :) Irgendwann wurde die Sicht immer schlechter ... und nachdem ich die Wassertropfen auf meinem Tubus bemerkte, wurde mir auch klar warum: Kondenswasser. Ein Blick aufs Objektiv und ich hatte hier einen ganz anderen Milchfleck im Tubus. Alles total beschlagen .. und sogar jetzt - zu Hause - immer noch. Konstruktionsfehler? Normal bei diesem Wetter? Und vor Allem: Was tun? Trocknen lassen? Föhnen? Und wie nächstes mal verhindern?

Ja ... ihr seht, ich lerne eure Probleme so ganz, ganz langsam endlich verstehen.

Also, danke für eure Hilfe bis hierher. Ohne eure Tipps und Angebote wäre der Abend sicher nie so toll gewesen.

Liebe Grüße
Janice
 
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Hallo Janice,

nun ist es passiert. Du bist unheilbar vom Astrovirus befallen. :super:

Tau kommt immer, das ist kein Konstruktionsfehler. Man kann aber Maßnahmen ergreifen um die Optik länger davor zu schützen.
Du planst ja eine Tau-/Streulichtkappe und die sollte eben mindestens 1,5 x D-Tubus, beim Refraktor eher 2 x D-Tubus über die Frontlinse hinausragen. Bei dieser Länge ist noch wichtig, dass sie einen größeren Durchmesser hat als der Tubus im Bereich der Frontlinse um Vignettierung zu vermeiden.
Wichtig ist auch, dass das Teleskop in Beobachtungspausen abgesenkt wird und die Frontlinse nicht in den Himmel zeigt.
Okulare sind bei Nichtgebrauch immer abzudecken, also Kappe(n) drauf. Der OAZ/Zenitspiegel sollte auch immer geschützt sein, also entweder ein Okular rein oder die Schutzkappe drauf.

Nach Ende der Beobachtung kommen alle Schutzkappen drauf. Sowohl beim Teleskop, als auch bei den Okularen.
Erst nach Temperaturanpassung im Haus werden die Kappen geöffnet, denn vorher ziehen alle kalten Flächen Feuchtigkeit magisch an und das sollte man vermeiden. Ist die Temperaturanpassung erfolgt, öffnet man die Kappen um vorher vorhandene, bei der Beobachtung "eingefangene" Feuchtigkeit abtrocknen zu lassen.

Nicht mit irgendwelchen Lappen, Brillentüchern pp wischen! :teufelgrr:

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther ..

Dann habe ich instinktiv ja alles richtig gemacht :applaus:

Die geplante Taukappe hat 1,5x 63 .. ich werde dann doch auf 2x63 gehen ... beim alten Telementor war sie wohl 10,5cm. Das mit der Vignettierung ist natürlich klar ... ich habe am Kappenende etwa 5mm mehr als der Außentubus von 78mm ... Bei 63mm Optik sollte das ausreichend sein.

Ich werde über eine Heizung nachdenken - ist ja keine große Sache, wurde mir gesagt. Vielleicht eine Entlüftung? Na, ich muss mich da mal ganz in Ruhe einlesen. Fakt ist: ich wäre sicher noch ein paar Stunden dort geblieben, wenn ich nicht damit konfrontiert gewesen wäre. Also: Ja, es ist kein Purismus mit einer Heizung ;)
Ich wollte eh den Tubus mit einer Glasfaser ohne Coding umwickeln und einlackieren (Für das schönste Rotlicht was mir einfällt) - vielleicht kann man da auch gleich den ganzen Tubus mit einem Heizdraht versehen (innen). Aber das kam mir nur so in den Sinn: Da fehlt mir natürlich jetzt erstmal jede Erfahrung. Ich werde mich da aber rein steigern - keine Frage :)

Nach dem ich die Rohrschellen und alle Schrauben mal schwarz lackiert habe, kam mir die Idee, ich könnte die oberen Schellen ein wenig Pink machen. (Ich teste ja nur für das spätere Aluminium) ---- Nun, es sieht WIRKLICH nicht hübsch aus, da schwarz+carbon+pink eher etwas prollig daherkommt ... Womöglich hat diese üble Optik das Wasser umso mehr angezogen ;) (Von wegen Himmel & weinen)


Liebe Grüße
Janice
 

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Sooooo ... nachdem ich gestern Nacht die Möglichkeit hatte mit einigen richtigen Experten zu spechteln ... muss ich so manches hier relativieren!!!

1. mein Stativ/Monti wackelt gar nicht so sehr! ... Nein, es ist im Vergleich zu einer Giro-Monti + massivem Stativ vielmehr ein Schwimmen im Raum

2. Das Zoomokular von TS ist wirklich echt ein Preisknaller. ABER: Ich bin erst bei einem richtigen 2" Übersichtokular mit 30mm ins Träumen geraten und habe es an dem Abend auch unfairerweise nicht mehr hergegeben :) Einfach toll! Jetzt weiß ich, dass auch ein Spacewalk mit 63mm im Zeiss einfach ein Erlebnis sein kann.

3. Meine bisherigen Sterntrennungs-Ergebnisse sind nicht wirklich eine Herausforderung gewesen. Wir haben gestern alle zusammen Epsilon Lyrae aufgesucht und mit einem richtigen kurzbrennweiten Okular konnte ich beide Doppelsterne trennen. Einen komplett - den anderen im Sinne einer "8". Also: Ich glaube das ist gut, oder?!

4. Die Schärfe/Farbe ist auch im Vergleich zu einem 100er APO wirklich toll. Der Wechsel von Kanalrohr zu CFK war also ein Meilenstein diesbezüglich.

5. Jupiter sieht im Spiegelteleskop und großen Apo von der Farbe auch so aus wie bei mir. Natürlich nicht vom Detail bzw. der Größe :) Also, ich glaube hier war ich von angefärbten Astro-Fotos verwöhnt gewesen.

6. Große Teleskope sind wirklich größer als auf Fotos!! Und vor allem schwerer ;)

7. M31/M32 und H/Chi Persei sind sowohl im Zeiss als auch im APO ein toller Anblick ABER im großen Spiegeltele einfach nur eine Wucht!!!

8. Dieses komische Ding, was ich da PER ZUFALL gefunden habe war kein "Ding", keine Wolke, kein mystischer Sternstreifen ;) sondernnnnn tataaaaa: der Cirrus Nebel ... welcher dann mein erster Nebel war, den ich je gesehen habe! Dankeschön!


So ... also: wirklich ein richtig toller Abend!!! Danke an die beiden Begleiter!!
Jetzt geht es also darum neue Okulare zu finden und ein richtiges Stativ zu bauen. Die Blenden verschiebe ich jetzt sowieso, nachdem ich heute mit dem Kreisbohrer auch keinen wirklich "runden" Erfolg hatte.

Ich bedanke mich hier aber wirklich nochmals für eure vielen, vielen Tipps, die mir in den letzten Wochen einen super Einstieg erlaubt haben. Und nochmals Danke an die beiden Jungs von gestern abend für dieses tolle Deep-Sky Erlebnis.




Liebe Grüße
Janice
 
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Hallole,

whow, ein Telrad auf einem 63mm Röhrchen, das sieht ja mal stark aus. Ich rüste gerade von Telrad auf Leuchtpunktsucher um, sind einfach handlicher. Mit den richtigen Aufsuchkarten ist der Telrad aber Klasse und hat mir extrem geholfen!
Große Teleskope müssen nicht groß und schwer bleiben. Mein 8" f/6 Newton passt nach der Schlankheitskur inkl. Karten und Okular-/Zubehörtasche in eine Einkaufsklappbox und passt damit auch in mein Cabrio. Da macht Sommerspechteln dann richtig Laune.

Ein 32mm 2" Okular kann ich Dir mal überlassen. Das nutzt Du aber nicht am Telementor? Obwohl, ich trau Dir das zu :-)
Bei mir steht auch noch eine EQ2, einfach mal melden.

Mit Cirrus hast Du nach meiner Meinung das schönste Objekt des Sommerhimmels entdeckt. Da bleibe ich regelmäßig dran hängen.

Grüße

Wolf
 
Warte!! Jetzt muss du mir was erklären ... du verwirrst mich ganz schön??

Wolf, ich hatte gestern ein sehr gutes 2" 30mm Okular ... ja! ... im Telementor. Das Starwalking war einfach umwerfend!! Viellll besser als mit TS-Zoom bei 21.

Ich habe ja einen 2" OAZ drin und nicht den Originaltubus mit 1" für die Orthos. Jetzt fand ich das so Klasse, dass ich gern das gleiche Okular kaufen würde -> gibt es aber nicht mehr. Also habe ich geschaut und bin bei u.A einem 32mm UWA hängengeblieben oder auch ein 30mm ?Swan? ... Frag mich nicht. Ich hatte da immer mehr als 70° und eben 30-32mm bei 2" im Auge. Mein Tubus, ZS, und OAZ hält das locker aus. Über die Monti reden wir erstmal nicht :) Ich baue mir eine - zweifle, dass die EQ-2 soviel mehr bringt. Mein Teleskop mit CFK Tubus und dem ultraleichten Intes ZS und TS 1:10 OAZ und eben dem winzigen 63/840 ist ja nicht wirklich schwer. Ich hebe es mit 2 Fingern auf die Montierung.

Nun ... warum sind 32mm für das Telementor ungeeignet???????? Bitte ... ich hänge grad wirklich fest. Laut Berechnung ist ja eine AP von 6-7mm ok. Das wären ja sogar (glaube ich) 90mm Okulare!!! Also: 30 oder 32mm habe ich jetzt im Auge. Vielleicht sogar mehr??? Glaube da werde ich mit dem 2" OAZ dann Probleme bekommen. Aber 32mm???? BITTE KLÄRE(T) mich auf!!!

Wie weit kann/darf/sollte ich es bei 2" mit den Okularen treiben? Mein aktueller / teilerfüllter Plan: Hyperion Zoom 8-24 und eben ein (durchaus SEHR) gutes Übersichtsokular mit Spacewalkfeeling. Was spricht gegen 32mm? Was gegen mehr wie 40mm+ ???

Ich würde dann später (wenn ich mehr Erfahrung habe) sicher einzelne kleinere Brennweiten kaufen. Vielleicht identisch mit den Zeiss Orthos 16 & 25mm - dazu noch eines für Planeten. Vielleicht ein kleines 5-8mm Zoom zu Weihnachten in 3 Jahren ;)

BITTE helft mir mal wieder - wo ihr mich schon verwirrt ;)

Liebe Grüße
Janice








LG
Janice
 
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Hallo Janice,


1. mein Stativ/Monti wackelt gar nicht so sehr! ... Nein, es ist im Vergleich zu einer Giro-Monti + massivem Stativ vielmehr ein Schwimmen im Raum
Eine völlig neue Definition von Wacklizität, ich schmeiß mich weg... :totlach2:

Das 32er Oku kannst Du natürlich an Deinem Telementor benutzen, es ist halt ungefähr genauso groß wie das Objekiv...gibt 26.25x Vergrößerung und eine AP von 2,4mm, völlig in Ordnung...

Viele Grüße Felix
 
Aber nicht mehr lang Felix! Ich war im Baumarkt und habe eine kreative Stunde gemacht. EInfach mal was im Kopf zusammengesucht. Jetzt, 2 Stunden später, ist es zusammengesägt und einfach mal mit Klebeband zusammengeschusstert ...tatttttaaa .. präsentiere mein baldiges neues Stativ ..

Ursprünglich wollte ich Alu+Holz und nur an kritischen Teilen Stahl Profile nehmen - aber ich glaube ich ersetze das Holz komplett durch Stahl. Natürlich ist das hier nicht das Endprodukt!!! Die Platte oben drauf, ist zum Bespiel eine vergurkte Blende ;) Es kommt noch ein Schiebrohr in die Mitte und ein neue Eigenbau 3D-Kugel-Kopf Parall. UND Azim.Montierung mit Magnetlagern.

Aber einfach mal, damit ihr was zu lachen habt ... hier ein aktuelles Bild nach 3 Stunden shopping & sägen. Einen Plan gibt es nicht wirklich.

LG
Janice




 

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Hallo Janice,

ich wollte Dich nicht verwirren, sorry!!

Natürlich kannst Du ein 2" 32mm Okular nutzen. Es war halt nur das ungewöhnliche Größenverhältnis :-)

Das Stativ sieht klasse aus. Mache auch oft diese Ausflüge in die Baumärkte und lasse mich inspirieren. Im Moment eher zum Thema Okularauszüge.

Wenn das Alugebilde nicht hält was es verspricht mail mich mal an. Bevor ich auf Dobsons umgestiegen bin, habe ich ein altes Vermessungsstativ günstig ersteigert. Das liegt nun auch schon zu lange zerlegt in der Scheune.

Hoffentlich habe ich mal Gelegenheit durch den Telementor mit 2" Okular durchzusehen. Vielleicht sollte ich mein kleines "Milchstraßenmoped" (4,25" f/4 Newton) auch auf 2" umbauen? Mal sehen, wieder neue Ideen ;-)

Grüße

Wolf
 
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