Schweigen

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MikeWölle

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Hi,

beim Durchlesen der Kommentare zu den veröffentlichten Fotos fällt mir auf, dass die fotografierten Details kaum noch benannt und auch Veränderungen (wenns nicht gerade ein Impakt ist) selten diskutiert werden. Früher einmal,als noch mehr gezeichnet wurde, war zwar bei weitem nicht so viel Detail auf den Skizzen und auch die eingezeichnete Position nicht so exaxt wie dies heute auf den Fotos der Fall ist, aber man konnte mit anderen Kollegen gut über das was man da gesehen und gezeichnet hat, reden und sich austauschen, da Begriffe wie NEB, Deucalionis Regio, Gabelbucht usw jeder beim Beschreiben verwendete. Heute hingegen sind die Fotos geradezu unglaublich viel detailreicher (gemessen an der Öffnung) geworden, doch bei der Beschreibung und Diskussion des Fotografierten herrscht verglichen mit früher Schweigen. Besprach man früher angeregt Veränderungen in Solis Lacus oder zählte die gerade sichtbaren Bänder und Zonen in der Jupiterathmosphäre ab, deren Namen man natürlich kannte und verwendete, so geschieht dies- so scheint es mir zumindest - heute nur mehr selten.



Vorrangiges Interesse scheint nur zu sein welche Technik angewendet wurde um die Qualität des Fotos zu erreichen, die Diskussion- wenn es denn überhaupt eine gibt, oft kommt ja als Antwort ja nur " Was für ein tolles Foto" oder " Da ist dir eine Referenzaufnahme gelungen"- oder nur mehr als Wettbewerb wer am meisten mittels Computertechnik aus dem Ausgangsmaterial das Beste herausquetscht, die Ergebnisse sind von der Wirklichkeit dessen, was man durch das Okular sieht mittlerweile weit entfernt, da wird gefiltert, gestackt, gemorpht und was nicht noch alles- das ist alles schön und gut, aber ich würde auch gern mal nur einfache Rohvidios oder überhaupt nur Einzelbilder vor der Verarbeitung sehen, würde vielleicht auch den Einsteigern helfen ihre eigenen visuellen Eindrücke besser mit Vergleichen zu können.

Andererseits finde ich es toll, wenn es jemand gelingt mittles moderner Technik so scharfe Jupteraufnahmen zu machen, dass auch Details auf den Monden zu sehen sind UND diese dann auch diskutiert werden.(Für mich spannende Frage. Welches Gebiet auf z.B. Ganymed war das?) So etwas würde ich mir öfter wünschen: Nicht nur Technikbesprechung und Lob,sondern auch mehr Oberflächendetail- Diskussionen: Was habe ich da fotografiert, wie heißt die Region, hat sie sich verändert?

Überspitzt formuliert gilt heute das Motto: Hauptsache scharf.
Ich bin mir schon im Klaren, dass ich mit meiner Darstellung ein wenig übertrieben habe und möcht auch niemand unrecht tun,
aber ich glaube ein Körnchen Wahrheit steckt in der Kritik schon drinnen...

Nichts für ungut.

CS Mike



 
Hallo Mike,

Zitat von MikeWölle:
Überspitzt formuliert gilt heute das Motto: Hauptsache scharf.
Ich bin mir schon im Klaren, dass ich mit meiner Darstellung ein wenig übertrieben habe und möcht auch niemand unrecht tun, aber ich glaube ein Körnchen Wahrheit steckt in der Kritik schon drinnen...
wo Du recht hast, hast Du recht, auch wenn man sich dabei etwas Waldorf&Statler-mäßig vorkommt ;) ...
Zu bedenken würde ich aber auch geben, daß bei der Fülle der Details heutiger Planetenaufnahmen mit teils überwältigendem Technikeinsatz die Auswahl schwerfällt, welches Detail man beispielsmäßig erwähnen könnte (das wäre ja wirklich schön!), und daß es schon "damals" auch ein bißchen so war, daß ziemlich kryptisch wirkende Abkürzungen und Begrifflichkeiten mehr als "Ausweis" der eigenen Erfahrung heruntergeleiert wurden, ganz wie in PS-begeisterten Benzin(usw)gesprächen (ebenfalls leicht überzogen :) , ist wohl von der Fotografie bis zum Fahrrad in jeder techniklastigen Sparte so).
Und ein vergleichender Blick in die DeepSky-Fotoabteilung zeigt z.B., daß dort sogar fast nur wunderbare Kunstwerke zu sehen sind, die kein Mensch jemals selbst annähernd so gesehen hat und sehen wird - da hat man in der Planetenabteilung mit zunehmender Seherfahrung und den heutigen Gerätegrößen/-qualitäten weit mehr visuelle Chancen, plus Sehspaß und -genuß ...

Kurz: Deinem Appell nach mehr Text/Inhalt schließe ich mich sehr gern an. :super:

Gruß+cs,
Dietmar
 
hallo Leute,

Mike:
endlich jemand der es auch merkt bzw. hier mal ausspricht :Trost:.

Ich finde die Bilder zB. von Jupi auch toll.
Mich nervt aber auch seit langem , daß
viele "pretty picture maker" null Daten zu ihren Bildern anhängen , geschweige sich überhaupt mit der Morphologie von Jupi auskennen und wissen was abgeht... !?


Gruß
Christian
 
Hallo Mike und Christian,

einige Autoren wären gewiss dankbar, wenn ihre Bilder von sachkundigen Kennern wie Euch kommentiert werden.

Insbesondere könnte dann in kritischen Fällen auch die Frage beantwortet werden, ob sich bestimmte Bilddetails real existierenden Merkmalen zuordnen lassen oder eher als Artefakte identifiziert werden müssen.

Eure fachkompetente Mitwirkung an der Beurteilung der in diesem Forum geposteten Bilder würde vermutlich von vielen Teilnehmern mit Dank als eine wertvolle Bereicherung begrüßt werden!

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mike,

Meiner bescheidene Meinung nach hast du im großen Ganzen recht.

Ich denke aber oft wie es dazu kommt, dann kann man auch dazu kommen das Phenomen an zu gehen;

Erstmal bin ich vor etwa 18 Jahren in die Astronomie angefangen mit ein POLAREX 60/900 Refraktor. Mit diesem Gerät kann mann eigentlich schon vieles erkennen. Allerdings hatte ich damals gerne ein so ausgebreites Forum wie Heute Astronomie.de!! Ich war zwar Mitglied in die Niederländische Verein für Wetterkunde und Astronomie, da war aber nie ein Kommitte von Experten da als ich Nachts zum erstan mal M13 aufgesucht habe! :mauer: Und das Teleskop hatte kaum begreifliche Informationen über die Funktionen. Nach und nach lernt mann sachen zu machen, allerdings verging einem manchmal die nerven.. ;( Das ist, nehme ich an, oft der Grund warum auf Astronomie.de viele Fragen zur Praktische Probleme behandelt werden.

Jetzt habe ich eine Maksutov mit 6" Öffnung und kann schon einiges mehr beobachten. Der Hauptgrund warum ich zur Fotografie ging war dass ich mehr Details sehen wollte (auch da ich relativ schlechte Augen habe). Am Bildschirm kann mann viel mehr Details erkennen (mann kriegt so zu sagen mehr Zoll dazu, ich habe visuell bei einen 5" großen Mars noch nie Polkappen gesehen mit mein 150mm öffnung!). Allerdings gibt es dabei vier Sachen:
1) Wann ist ein Bild gut bei meine Öffnung? d.H. wann muß ich selber noch verbesserungen machen, und wann habe ich das Maximum meiner Optik erreicht?
2) Wie erreiche ich so etwas? Welcher Weg soll ich gehen, welche (meist einfache) verbesserungen soll ich machen?
3) Da viele Bilder solche gute Details aufweisen, hat jeder die fülle an Details die zusätzlich zu sehen sind (leider) schon oft begutachtet..
4) Wenn man keine Bilder hat MUß mann beschreiben wass man gesehen hat, bei Bilder zeigt mann es halt

Bis man die Technik unter Kontrolle hat, ist das schaffen ein gutes Bild oft das höchste Ziel, und die Astronomische Beobachtung kommt dadurch manchmal an zweiter Stelle.
Erst wenn mann selber mit seinem Bild(er) zufrieden ist, befasst man sich mit die Details. Deswegen werden auch Details auf Jupitermonde wirklich besprochen, und ist das beobachten von Io und Europa die an einander vorbeiziehen, bzw einander bedecken, leider keine große Sache mehr. Ich merke auch selber, dass ich mir Bildtechnische Ziele setze die mit 8 oder 10 Zoll gemacht sind. Und wenn ich mit mein relativ kleinen 6" die Polkappen von Mars zum ersten mal "gesehen" haben, sind halt wenige daran interessiert dies zu besprechen. Genau wie du in deinen Post beschreibt gibt es ein "Standard" und nur ereignisse werden besprochen.

Ich glaube, dass deine Bemerkung sicherlich berechtigt ist, und dass mann im Astrofotografie Forum hallt viele Fragen zur "Fotografie" behandelt, statt das Resultat zu besprechen. Mann verliert von lauter Technik vielleicht der Focus/Faszination am astronomisch beobachten. übrigens bin ich selber sehr sehr Dankbar für die Tipps die ich von diesen Forum bekommen habe, diese haben mir viel geholfen.

Eine Lösung wäre alle Fototechnische diskussionen im astrofotographie Forum zu haben, allerdings wäre das Praktisch unmöglich, da viele diskussionen entstehen als Reaktion auf gepostete Bilder... Schwierige Sache!

Jetzt habe ich euch lange genug gelangweilt mit mein gelaber, ich hoffe dass es zum Diskussion etwas beigetragen hat.

PS; ich schliesse mich gerne bei Jan an.
PS 2: meine Signature hat den Weg von Rohbild zum Fertiges bild...

Gruß und CS,

Fredrick
 
Hallo zusamen.

Beileibe keine Langeweile, Frederick, aber viele wahre Worte.
Wie auch bei den Vorredner, und natürlich zu allererst beim Initiator dieses Threads.
Als Sternfreund seit 1972 habe ich alle Phasen der technischen Entwicklung mitgemacht. In Sachen Teleskope wie auch vom visuellen Beobachten über das Zeichnen, Fotografieren, CCD-Technik (seit 1991 übrigens schon) bis zur heutigen Videotechnik und parallel DSLR-Himmelsfotografie. Eine enorme Entwicklung.
Während all dieser Zeit aber existierte auch genau das selbe Problem, das Mike beschreibt. Bei zahlreichen Tagungen der Kometen- und Planetenbeobachter in Violau drangen mir die Klagen der um Auswertungsarbeit Bemühten ins Ohr, wie wenig von dem offenbar doch reichlich vorhandenen Beobachtungsmaterial sie tatsächlich erreiche. Auch ich selbst habe viel gezeichnet und fotografiert, ohne es oft weiterzugeben; weil mir der Aufwand dafür zu groß war.
Nichts desto Trotz sammle ich auch heute noch Daten en masse und bin bestrebt, meine Aufnahmetechniken zu verbessern. Unmittelbare eigene Auswertung betreibe ich nicht, allenfalls vergleiche ich mit anderen, was heute ja via Internet absolut leicht ist. Auf der Basis meines jahrzehntelangen Wissens weiß ich dann aber schon sehr genau, was da in den Bildern zu sehen ist, und auch ein Spitzen-Bildner wie Anthony Wesley musste das ja, um erkennen zu können, was das da in seinem Bild war, sonst wäre ihm die Impaktwolke ja nie als solche aufgefallen.

Ich denke, grundsätzlich gibt es zwei Schienen: Die einen, die - einem Sport oder Wettkampf gleich - versuchen, die technischen Grenzen immer weiter hinaus zu schieben und immer besser zu werden. Und die anderen, die mehr den Inhalt sehen und sich mit dessen Analyse und Deutung befassen. Zwischen beiden gibt es Schnittmengen, die aber nach meiner Einschätzung nie besonders weitreichend waren. Leider und warum auch immer.

Für mich gesprochen, der ich aktuell auch mehr der "Wettkampfgruppe" (vielleicht schon weil ich mal Leistungssportler war ;) ) angehöre, lag der Reiz selten darin, die Aufnahmen nach Positionen oder anderen Umständen auszuwerten. Es war mir einfach zuviel des dann doch zusätzlich noch nötigen Aufwands, das Material für an der Auswertung Interessierte aufzubereiten, der ganze Datenwust, Weitergabe etc., keine Zeit. Ich bin eben mehr der Abbilder, gleichwohl vor einem klaren astronomischen Bezug und Wissen.

Und daran wird sich vermutlich auch wenig ändern, außer vielleicht, es tun sich Möglichkeiten auf, das Material ohne viel Aufwand weiterzugeben, um andere damit an einem klaren, auch für mich interessanten Ziel arbeiten zu lassen. Mehr kann ich bei meinem schmalen Zeitkontingent eben nicht leisten - und da ist mir persönlich als Ergebnis meines Hobbys eben das schöne Bild an der Wand tausendmal wichtiger als ein Punkt in einer Positionstabelle, der aus meinem Bild ausgemessen wurde. Ich denke, das ist verständlich und geht vielen anderen sehr ähnlich.
LG
Rudolf A. Hillebrecht
Grasweg-Sternwarte
Bad Gandersheim
 
Hallo,

ich fühle mich direkt angesprochen.
Das meiste was Mike anspricht, trifft auf mich zu. :blush:

Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich als relativer Neuling kämpfe momentan auch noch eher mit der Beherrschung meines Equipments und interessiere mich auch sehr für die technischen Randbedingungen von anderen Aufnahmen, damit meine eigenen besser werden.

Ich sehe sehr wohl die Details, kenne viele aber nicht und scheue mich daher darauf hinzuweisen. Einmal aus einer gewissen Angst, eventuell Fehler bei der Bearbeitung und Artefakte als astronomische Phänomene zu deuten, andererseits aus dem Gefühl heraus meine Unwissenheit zu dokumentieren.

Was mir helfen würde sind Kommentare von erfahreneren Sternfreunden, die sich (neben der Technik einer Aufnahme) auch gerade auf abgebildete Strukturen und andere Besonderheiten beziehen.

Gruß,

Michael


P.S.

Vielleicht fange ich mal an:
Auf den Bildern vom Jupiter, die ich am 23. August gemacht habe, ist relativ zentral im oberen Wolkenband eine große dunkle Struktur erkennbar. Ist das ein besonderer Sturm und falls ja, wie ist seine Bezeichnung.

Hier die Links zu den Bildern:

Jupiter mit Ganymed, Io und Europa (F=2.350mm; f/10; IR-RGB mit 500 Bildern (IR) und 50 Bilder RGB):
http://www.sky-photos.de/s/cc_images/cache_1748140711.jpg?t=1251224118

Jupiter (F=4.700mm; f/20; IR-RGB mit 135 Bildern (IR) und 50 Bilder RGB):
http://www.sky-photos.de/s/cc_images/cache_1748129811.jpg?t=1251223945



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mike,

auch ich fühle mich durch deine /eure Kritik angesprochen und bekenne mich zu der Fraktion der Pretty-Pictures-Jäger. Ich kann aber gleichzeitig nur bestättigen, was andere vor mir gesagt haben. Als ein relativer Neuling auf dem Gebiet - mit der aktiven Bobachtung und Fotografie seit 2003 - bin ich eher mit dem Zeitgeist der ccd-Fotografie "aufgewachsen" und versuche ständig und hauptsächlich an meinen Aufnahme- und Bearbeitungstechniken zu pfeilen. Das heißt aber noch lange nicht, daß ich an den Details, die ich abbilde nicht interessiert bin. Neben div. Büchern versuche ich auch im Netz mir die Infos dazu zu holen, schreibe aber kaum etwas dazu, da die Resonanz einfach fehlt.

Ich würde mich aber natürlich freuen, wenn die ganzen Waldorfs & Statlers ihre Kommentare dazu abgeben würden.

Viele Grüße & cs,

Gonzo :/
 
Hallo Mike,

auch ich muss zugeben, dass ich mich den obigen Sätzen wiederfinde, wenngleich ich eher der Kommentarfraktion 'Welch tolles Foto' angehöre... ;)

Rührt bei mir wahrscheinlich daher, dass ich eher der visuellen Seite angehöre (manchmal wird auch gezeichnet) und fotografisch höchstens einmal mit Webcam herumprobiere, aber da ich bildbearbeitungsmässig eine Niete bin, bleibt's bei den Versuchen. :Trost:

Zumindest erkenne ich welch Aufwand und Arbeit in vielen Aufnahmen steckt...

Viele Grüße & CS,
Ekkehard
 
Zitat von MikeWölle:
Hi Attalar,

hier ein Link auf eine Jupiternomenklaturseite, da kannst du die Bezeichnungen für die Details auf deinen Jupiterfotos finden:
http://www.schule.de/schulen/wfs/constpages/AGPlaneten/JUPITER/JUPNOM.HTM#Nomenklatur der Str–mungszonen

CS Mike

Hallo Mike,

und schon habe ich was gelernt.

Das Objekt scheint eine dunkle Protuberanz (D-Proj) zu sein, die tatsächlich, wie in der Beschreibung genannt, vom Nord Equatorialem Band in die Equatoriale Zone hineinragt.

Danke für den Tipp. Tatsächlich sollten sich die Fachkundigen vielmehr mit den Einzelheiten auf den Bildern beschäftigen. Dann können Anfänger wie ich etwas daraus lernen.

Danke und Gruß,

Michael
 
Hallo,
Es ist mir auch durchaus aufgefallen und ich muss gestehen auch bei mir steht die Technik auch öfters im Vordergrund. Was Details auf Planetenfotos angeht konnte ich bislang noch nicht viel mitreden, erst in diesem jahr habe ich es überhaupt einmal geschafft mehr als die zwei Äquatorbänder auf Jupiter ablichten zu können.

Für das mangelnde Interesse an Details und deren Diskussion habe ich mehrere Theorien, die in einander greifen. Beim Zeichnen war es zwangsläufig nötig sich mit den Details auseinander zu setzen, die ganze Aufmerksamkeit lag auf dem Objekt und es wurde studiert.

Heute ist es so, dass man nur die Technik aufstellen und konfigurieren muss, der Rest passiert von alleine. Am tatsächlichen Prozess der Bildgewinnung ist man als Beobachter doch gar nicht mehr beteiligt. Das ganze Augenmerk liegt nur noch darauf die Technik zum optimalen Laufen zu bewegen. Mir ging es beim manuellen guiden oft schon so, dass das fotografierte Objekt völlig egal war, solange nur der kleine Stern in der Mitte bleibt.

Erschwerend kommt jetzt noch hinzu, das einige das Hobby scheinbar völlig aus dem Kontext gerissen haben. Alles bleibt permanent aufgebaut, schlicht weil es leistbar ist. Die Aufnahmen finden vollautomatisch statt und am Ende nimmt man nur noch das Resultat im Empfang. Wieviele erzählen hier von Belichtungsreihen mit Gesamtbelichtungen von vielen Stunden, in denen das Teleskop und die kamera alleine geabreitet haben, aber die Besitzer im Bett gelegen haben und schlafen oder ferngesehen haben?

Wenn ich das Hobby nur noch betreibe um das Lob für ein "pretty picture" im Forum abzuholen und nicht einmal die Sterne draussen gesehen habe ist es verständlich wenn einen die Details nicht interessieren.

Viele Grüße,
Felix
 
Hi Mike !!

Ja,muß Dir da voll recht geben. An der Geschichte ist was dran.Bin da auch nicht ganz unschuldig. Mir selber geht es aber meistens um Veränderungen des Jupiters und Positionsmessungen.Dieses Thema ist leider sehr selten geworden in Foren.
Schöne Bilder sind nicht immer alles.

Hier z.B.Jupiter 2009:

http://www.dxuli.de/10.html

oder

http://www.dxuli.de/7.html


gruß
uli
 
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