Hallo Marcus,
ich verfolge den Thread schon seit anfang an und möchte nun auch etwas dazu schreiben.
Zitat von tonabnehmer:
Zu den Okularen: Mal angenommen ich würde bei einem 150/750er die 2" OAZ zunächst ungenutzt lassen und nur 1,25" verwenden. Stellt dann der 150/750er höhere Anforderungen an die Okulare als der 130/650er oder ist das egal weil ja beide f/5 sind? Erreiche ich denn bei f/5 und 1,25" gute Ergebnisse?
Da Arnold schon etwas zu den Goldkanten geschrieben hat hier etwas zu den Plössls:
Das siehst du ganz richtig, beide Newtons sind f/5-Optiken. Und ja, mit einfachen Plössl- bzw. Superplössl-Okularen erreichst du gute Ergebnisse. Die viel zitierte Randunschärfe mit dem man oft Einsteigern verunsichert und verschreckt ist eine Eigenheit von Weitwinkelokularen, die ein recht einfaches Design aufweisen und eigentlich nicht für f/5(bzw. für einen derart steilen Lichtkegel) gerechnet wurden. Zugegeben, die Plössl besitzen ein scheinbares Gesichtsfeld von nur 52° bei einem Steckdurchmesser von 1¼". Aber du kannst mir glauben, dass dich das am Anfang überhaupt nicht stören wird. Die Plössl sind preiswert und das Schreckgespenst "Randunschärfe" gibt es bei ihnen so gut wie nicht. Du wirst danach wirklich suchen müssen, insofern du es überhaupt wahrnehmen kannst. Mit den Plössls kannst du für den Einstieg nichts falsch machen.
Erscheint dir der Hintergrund bei einem 32er Okular zu hell, solltest du vielleicht mal über einen UHC-Filter nachdenken. Der dunkelt nicht nur den Hintergrund ab, er macht auch Details besser sichtbar. Gebraucht gekauf kommt er dir billiger.
Ein 2"-OAZ würde ich vorziehen, auch wenn du anfänglich nur 1¼"-Okulare benutzt. Man weiss ja nie wann man nachrüstet.
zu der Montierung:
Ich kenne die AZ3 bzw. EQ3 nicht. Ich hatte meinen 150/750 seinerzeit im Set mit einer GP gekauft. Allerdings kam ich damals mit einer parallaktischen Montierung nicht recht klar. Kurzum habe ich mir eine
Rockerbox gebaut und ab da an hat das Beobachten richtig Spaß gemacht. Leider funktioniert das gezeigte System nur mit den 150/750 von Skywatcher oder Celestron, da deren Tubusschellen entsprechend konstruiert sind. Mit den GSO und den Orion(UK) geht das nicht. Vielleicht ist dieser Eigenbau eine Idee dein Transportproblem zu lösen. Die Höhenräder abgeschraubt(zwei M8-Schrauben) und man kann ihn auf eine Montierung setzen.
Du solltest dich zudem etwas intensiver mit der Justierung von Newtonteleskopen beschäftigen. Ein Newton ist justieranfällig, aber im Vergleich zu einem Refraktor oder einem SC kannst du die optischen Komponente jederzeit selbst justieren, während man die Justierung eines Refraktors oder eines SC's einen Experten überlassen muss oder das Gerät sogar auf eine optische Bank muss.
Das ertse mal ist das ein wenig kompliziert, es gibt aber jede Menge Anleitungen dazu im Internet. Hast du den Dreh dann erstmal raus, wird dir eine einfache Filmdose mit Loch als Hilfsmittel ausreichen. Filmdose klingt vielleicht primitiv, aber gerade die Einfachheit erleichtert die Justierung. Lege dir einen Laser zu, der ist für den Anfang gut und einfach zu gebrauchen. Ich benutze den
Goebel-Laser, der ist im Vergleich zu den Plastikvarianten selbst justierbar.
Vielleicht hilft dir das weiter ...
Grüsse,
Matthias