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#640398 - 03/09/2009 19:15
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Arnold3]
Hallo,
Gerd hat die Gründe für die AZ3 schon genannt - das geringere Gewicht gegenüber einer EQ3. Leider anscheinend zu klein für einen 150/750er ;-(
Zu den Okularen: Mal angenommen ich würde bei einem 150/750er die 2" OAZ zunächst ungenutzt lassen und nur 1,25" verwenden. Stellt dann der 150/750er höhere Anforderungen an die Okulare als der 130/650er oder ist das egal weil ja beide f/5 sind? Erreiche ich denn bei f/5 und 1,25" gute Ergebnisse?
Danke und Grüße, Marcus
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#640423 - 03/09/2009 20:46
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
an die Okulare stellen beide Newtons genau die gleichen Anforderungen, sind mit 1:5 in der Hinsicht ident.
2" Okulare bringen erst bei großen Brennweiten einen Vorteil, bis 20mm ist bei normalen Weitwinkel Okularen (um die 65 Grad Bildfeld) 1.25" groß genug.
Ich hab lange bei 1:5 (Newton 200/1000 und FH 102/500) mit günstigen Okularen beobachtet (Goldkante 1.25" 20mm, 9mm und 6mm, so wie mit dem alten TSWA 32mm), der Unterschied zu den wirklich guten Okularen fällt erst auf, wenn man länger beobachtet und auf den Bildfeldrand achtet oder dort kleine Objekte sucht, die man von Sternen unterscheiden muß. Das TSWA 32mm war übrigens mein einziges 2" Okular, aber oft eingesetzt mit und ohne O3 Filter. Es ist erst heuer am Newton durch ein 31mm Nagler ersetzt worden.
Ich verwende diese Okulare immer noch gerne, wenn mir Spitzenokulare zu schwer sind (ein Speer Waler Zoom mit 600g oder ein Nagler mit 1kg sind mir auf der AZ3 zu schwer!) oder ich damit rechnen muß, daß mal ein Okular ins Gras fallen könnte.
Beim 130/650 Dobson hätte ich ein wenig Bedenken bei schweren 1.25" Okularen, speziell dem SWA Zoom, da ist ein 2" Auszug stabiler. Aber bei möglichst leicht und transportabel am Fahrrad würde ich sowieso eher zu günstigen Weitwinkel Okularen greifen oder vorerst die mitgelieferten verwenden, die sind bei 1:5 gar nicht so schlecht.
Herzliche Grüße Arnold
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#640439 - 03/09/2009 21:53
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, ich verfolge den Thread schon seit anfang an und möchte nun auch etwas dazu schreiben. Zu den Okularen: Mal angenommen ich würde bei einem 150/750er die 2" OAZ zunächst ungenutzt lassen und nur 1,25" verwenden. Stellt dann der 150/750er höhere Anforderungen an die Okulare als der 130/650er oder ist das egal weil ja beide f/5 sind? Erreiche ich denn bei f/5 und 1,25" gute Ergebnisse? Da Arnold schon etwas zu den Goldkanten geschrieben hat hier etwas zu den Plössls: Das siehst du ganz richtig, beide Newtons sind f/5-Optiken. Und ja, mit einfachen Plössl- bzw. Superplössl-Okularen erreichst du gute Ergebnisse. Die viel zitierte Randunschärfe mit dem man oft Einsteigern verunsichert und verschreckt ist eine Eigenheit von Weitwinkelokularen, die ein recht einfaches Design aufweisen und eigentlich nicht für f/5(bzw. für einen derart steilen Lichtkegel) gerechnet wurden. Zugegeben, die Plössl besitzen ein scheinbares Gesichtsfeld von nur 52° bei einem Steckdurchmesser von 1¼". Aber du kannst mir glauben, dass dich das am Anfang überhaupt nicht stören wird. Die Plössl sind preiswert und das Schreckgespenst "Randunschärfe" gibt es bei ihnen so gut wie nicht. Du wirst danach wirklich suchen müssen, insofern du es überhaupt wahrnehmen kannst. Mit den Plössls kannst du für den Einstieg nichts falsch machen. Erscheint dir der Hintergrund bei einem 32er Okular zu hell, solltest du vielleicht mal über einen UHC-Filter nachdenken. Der dunkelt nicht nur den Hintergrund ab, er macht auch Details besser sichtbar. Gebraucht gekauf kommt er dir billiger. Ein 2"-OAZ würde ich vorziehen, auch wenn du anfänglich nur 1¼"-Okulare benutzt. Man weiss ja nie wann man nachrüstet. zu der Montierung : Ich kenne die AZ3 bzw. EQ3 nicht. Ich hatte meinen 150/750 seinerzeit im Set mit einer GP gekauft. Allerdings kam ich damals mit einer parallaktischen Montierung nicht recht klar. Kurzum habe ich mir eine Rockerbox gebaut und ab da an hat das Beobachten richtig Spaß gemacht. Leider funktioniert das gezeigte System nur mit den 150/750 von Skywatcher oder Celestron, da deren Tubusschellen entsprechend konstruiert sind. Mit den GSO und den Orion(UK) geht das nicht. Vielleicht ist dieser Eigenbau eine Idee dein Transportproblem zu lösen. Die Höhenräder abgeschraubt(zwei M8-Schrauben) und man kann ihn auf eine Montierung setzen. Du solltest dich zudem etwas intensiver mit der Justierung von Newtonteleskopen beschäftigen. Ein Newton ist justieranfällig, aber im Vergleich zu einem Refraktor oder einem SC kannst du die optischen Komponente jederzeit selbst justieren, während man die Justierung eines Refraktors oder eines SC's einen Experten überlassen muss oder das Gerät sogar auf eine optische Bank muss. Das ertse mal ist das ein wenig kompliziert, es gibt aber jede Menge Anleitungen dazu im Internet. Hast du den Dreh dann erstmal raus, wird dir eine einfache Filmdose mit Loch als Hilfsmittel ausreichen. Filmdose klingt vielleicht primitiv, aber gerade die Einfachheit erleichtert die Justierung. Lege dir einen Laser zu, der ist für den Anfang gut und einfach zu gebrauchen. Ich benutze den Goebel-Laser, der ist im Vergleich zu den Plastikvarianten selbst justierbar. Vielleicht hilft dir das weiter ... Grüsse, Matthias
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#640451 - 03/09/2009 22:31
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Refek]
Hallo Arnold und Matthias, Danke für die Aufklärung und die beruhigenden Wort in Sachen Okulare. Auch traue ich mir durchaus zu, einen Newton mit dem Laser zu justieren. Matthias, ich hatte vorhin schon Deine Seite gefunden als ich nach 150/750 und Rockerbox gesucht habe und finde das eine gelungene Lösung ;-) Ich jedoch möchte lieber im Stehen beobachten und und daher wird es bei mir eine Montierung auf einem Dreibein sein. Wegen des hohen Gewichtes bei der Variante 150/750 mit passender Monti werde ich höchst wahrscheinlich einen 130/650er auf einer AZ3 nehmen, auch wenn das nicht das Optimum ist. Ich denke mir aber so ein 130/650er ist in jedem Fall besser als die Kaufhausteleskope und mindestens so gut wie der klassische 114/900er. Für mich ist es letztlich ein Kompromiss aus Preis, Leistung und Transport und hoffentlich eine gute Wahl. Die denke die grundlegenden Fragen sind erstmal geklärt. Ich werde mal gründlich beim Sven Wienstein lesen und auch den Thread hier zum Thema empfohlene Okulare. Weiss jemand, ob es einen 130/650er gibt mit 2" Crayford OZA? Ich habe das bisher nur beim 15er gesehen. Vielleicht hat ja auch jemand eine konkrete Empfehlung für einen besonders guten 130er oder auch ein "Finger weg" von dem. Vielen Dank schon mal an Alle, die mich bis hier mit Ihren Ratschlägen unterstützt haben. Grüße und CS, Marcus
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#640460 - 03/09/2009 23:02
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, falls du keinen 130/650 mit 2"-OAZ finden solltest kannst du das auch selbst machen. Ich habe hier eine kleine Anleitung geschrieben wie man das auch selbst bewerkstelligen kann. Falls dir der nachkauf eines Crayford zu teuer kommen sollte, reicht auch ein ausgesonderter Zahn/Trieb-OAZ. Der tut's auch. Grüsse, Matthias
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#640520 - 04/09/2009 10:50
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
der 130/650 hat einen 1.25" Auszug. Eine Umrüstung auf 2" halte ich nicht für sinnvoll, denn mit 650mm Brennweite hast du selbst mit einem 25mm Super Plössl noch 2° Gesichtsfeld.
Auf einen UHC-Filter würde ich ausschließlich dann setzen, wenn du Emissionsnebel besser erkennen möchtest. Der Filter blendet große Teile des sichtbaren Lichts aus und lässt nur die Linien durch, welche durch einen Emissionsnebel ausgesendet werden. Dadurch wird der Himmel (und alle Sternenobjekte) dunkler, der Nebel bleibt aber gleichhell.
Den obigen Tipp, den UHC für eine generelle Himmelsverdunklung beim 32mm zum besseren erkennen von Details einzusetzen halte ich für ... Mumpitz. Sterne (ergo auch Sternenhaufen, Galaxien) werden ebenfalls dunkler, da ihnen viel vom sichtbaren Licht genommen wird. Wer schonmal durchgeschaut hat, durch einen Nebelfilter, der weiß es.
CS, Stefan
Bearbeitet von stefand (04/09/2009 10:51)
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#640523 - 04/09/2009 10:54
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Refek]
Hallo Matthias,
die Anleitung zum einbau des 2" OAZ mit dem Seitenschneider scheint mir eine rechte Ermutigung für einen Einsteiger zu sein ... ;-)
Cs, Stefan
Bearbeitet von stefand (04/09/2009 10:54)
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#640525 - 04/09/2009 11:01
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: stefand]
Hallo, die AZ3 ist nicht unbedingt das was ich mir kaufen würde, es gab auch vor geraumer Zeit mal einen ausführlichen Test zwischen verschiedenen Alt/az Montierungen in der Interstellarum, da kam sie schlecht weg und ich hab sie auch schon gesehen: Keine Zenitbeobachtung, solala Verarbeitung und alles nicht so riesig stabil. Die Konkurrenten (Ayo, Giro und Co.) sind alle ein gutes Stück teurer, sollte dir das nicht wert sein schau dir mal die Pipemount an, besteht fast ausschliesslich aus Fertigteilen und ist sowohl stabil als auch praxistauglich, und das für rund 30 Euro (+Stativ vom Gebrauchtmarkt, dass du ja sicher nicht hast). Da könnte dann auch schon ein 6"er Platz nehmen Viele Grüße Benny
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#640551 - 04/09/2009 12:06
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Benny]
Hallo,
an dem neu gekauften Tubus wollte ich nicht unbedingt mit Bohrer und Zange ran. Aber die Anleitung, wie es geht, hat trotzdem ihren Wert. Dem Hinweis, dass die AZ3 nicht so gut ist, werde ich mal mit Recherchen nachgehen.
Ich werde mich noch damit beschäftigen, welche Art der Monti ich selbst bauen kann. Dobson oder die zuletzt genannte Pipemount sind gute Anregungen. Zu Hause auf dem Balkon kann es ja etwas Schweres sein - EQ3-2 oder EQ5 - und für Unterwegs eine leichte Monti. Insbesondere lässt mich der Gedanke nicht los, die Variante 150/750 zu verwirklichen mit einer leichten Monti ;-)
Beste Grüße, Marcus
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#640566 - 04/09/2009 12:50
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Dem Hinweis, dass die AZ3 nicht so gut ist, werde ich mal mit Recherchen nachgehen.
Ich habe eine AZ3. Hinweise zur Qualität und Verbesserungsmöglichkeiten findest du auf meiner Homepage unter Astronomie - Technik - Skywatcher Refraktor 120/600
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Bleibt dran, am Okular. -- Uwe Pilz.
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#640855 - 05/09/2009 12:20
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
ich moechte nochmal das Thema "Reisedobson" aufgreifen, das bereits genannt wurde.
Ich denke, dass die Gitterrohr-Dobson die kompakteste Variante zum Transport darstellen, da alles in eine kleine Kiste passt. Zu kaufen gibts die z.B. bei Dieter Martini, Hofheim Instruments, APN (AstroProdukte-Nidderau). Schau dir mal die Websites an.
Meistens gibts die Reisedobson ab 8 Zoll aufwaerts. Man kann sich auch ueberlegen, sich einen Bausatz zu kaufen, oder gleich einen Reisedobson selbst zu bauen, wenn es guenstiger werden soll.
Viele Gruesse,
Martin
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Skywatcher Newton 8" f/5 auf Giro II Borg 77ED auf Vixen Porta
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#640935 - 05/09/2009 16:02
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Arnold3]
Hallo Marcus, bei einem Teleskop das auf einem Fahrrad zu transportieren sein muß, kommt meiner Meinung nach nur ein Mak bis max 130mm durchmesser in Frage. Und dazu eine azimutale Montierung . Alles andere dürfte zum transportieren auf Dauer zu schwer sein. Ich weiss, das ein Mak eher ein Gerät zum beobchten von Mond und Planeten ist, denn eins für Deep-Sky. Aber in diesem Fall halte ich das immer noch für besser, als wenn mann durch das zu hohe Gewicht beim Transport schnell die Lust am spechteln verliert. Dann lieber etwas bei Deep Sky zurücktreten, aber dafür nicht die Lust zu verlieren. Beste Grüsse Heinz http://heinz35.beepworld.de/teleskopkauf-tipps.htm
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#642033 - 09/09/2009 13:01
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Arnold3]
Hallo,
ich habe die ganzen Informationen hier auf mich einwirken lassen und einige Tage verdaut. Mir ist inzwischen klar, dass ich einen 130/650 oder 150/750 nicht mal eben in meinen Tagesrucksack stecke und mit dem Fahrrad in der Nacht zu einer dunklen Wiese fahre. Schon gar nicht zusammen mit einer angemessnen EQ. Ein kleiner Planeten-Mak 90 oder 102 Öffnung oder ein kurzer FH sind später für den Urlaub oder als Zweitgerät interessant, für den Balkon und in der Nähe meines Wohnortes aber zu klein. Zum Thema Transport wurde ja schon viel gesagt und ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich was transportieren könnte und welche Monti preislich passt.
Ich denke der Tubus ist das geringste Problem. Ob nun 5 oder 6,3 Kg ist kein großer Unterschied. Es gibt große Armee-Rucksäcke/Seesaäcke z. B. 100x55 cm. Da sollte ein 150/900 oder auch 150/1000 reinpassen. Als Monti kommt eigentlich nur eine Rockerbox in Frage. Die kann ich mir selbst bauen. Die Box kommt in einen Einkaufstrolley oder Fahrradanhänger. So sollte das das ganze Paket auch ohne Auto 20-30 min bis zur nächsten Wiese transportabel sein - wenn auch nicht mal eben so und mit ein bischen "Schweinehund". Die Wege zur anvisierten Wiese sind glücklicherweise als Fuß- und Radweg ausgebaut, also kein holpriger Feldweg.
Nun bringe ich also neue Newtons ins Spiel: 130/900 f/7, 150/900 f/6, 150/1000 f/6,6. Was haltet Ihr von denen? Ich glaube die 130/900er gibt es nicht parabol, jedenfalls steht das nicht bei der Beschreibung des bekannten Händlers. Von den 150ern ist der f/6 wohl der bessere Allrounder (?) und mit ca. 250 € für den OTA auch der teuerste, aber eben auch mit 2" Crayford. Der 150/1000 ist eher für Planeten denn für DS?
Besten Dank im Voraus und viele Grüße, Marcus
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#642064 - 09/09/2009 14:40
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
wenn der 150/1000er eine 2" OAZ bieten würde, wäre er wohl erste Wahl, so ist es für mich(!) der 150/900er. Ganz weit vorne im Thread hatte ich schon mal auf die Diskussion um das Gerät verlinkt und etwas zu Deinen Optionen mit solchen Geräten geschrieben.
Gruß und CS Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#642074 - 09/09/2009 14:58
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, ja der Tubus sollte da beim Transport nicht das große Problem sein da gibt es zb. auch von Geoptik sehr schöne Tragetaschen die sich auch auf den Rücken schnallen lassen. Leider aber zu einem recht stolzen Preis. Nun bist Du ja doch auf die Variante mit RB gekommen, das ist denke ich eine gute Entscheidung weil einfach die Preiswerteste und unter den gut transporttierbaren Lösungen auch die Stabilste. Der 130/900 hat soviel ich weiß tatsächlich nur einen Kugelspiegel, der ist damit nicht mehr Beugungsbegrenzt und scheidet deshalb eigentlich aus. Die beiden 150mm haben jeweils ihre vor und Nachteile aber nehmen sich unterm Strich eigentlich nicht Viehl. Der eine hat halt einen 2 Zoll Auszug das bringt natürlich mehr Gesichtsfeld was einfach bei Ausgedehnten Objekten den Eindrucksvolleren Anblick bietet. Dafür hat Er eine für einen visuellen Newton doch ungewöhnlich hohe Obstruktion was dann doch etwas Kontrast kostet. Der andere hat eine „normal große“ Obstruktion, bietet deshalb etwas mehr Kontrast hat aber eben nur einen 1,25 Zoll Auszug und damit weniger Gesichtsfeld. Ist deshalb aber durchaus auch ein gutes DS Gerät, auch da ist übrigens die Kontrastübertragung wichtig, besonders wenn sich die Objekthelligkeit und die des Himmelshintergrundes nur wenig unterscheiden also bei Lichtverschmutztem Himmel. Lediglich im Rich Field Bereich ist er natürlich unterlegen, was sich aber durch den Anbau eines 2 Zoll Auszuges leicht beheben ließe. Bei dem Anderen lässt sich die Obstruktion ja leider nicht so einfach reduzieren wie Du hier nachlesen kannst. Ob 2 Zoll sinnvoll ist hängt auch von den Okularen ab die Du verwenden willst. Bei günstigen Plössls mit 52° Gesichtsfeld kann man mit 1,25“ auch ganz gut leben, da erreicht man bei 1000mm Brennweite und 32mm Okular bei einer AP von 4,8 das maximale Gesichtsfeld. Es ist ja nur eine AP von max.7mm sinnvoll, bei Unserem Himmel hier eher deutlich weniger, so 5 bis 6mm dann saufen die Objekte in der Hintergrundhelligkeit ab. Da liegst Du also mit den 4,8mm beim 32mm und 1,25“ Plössl schon nahe am max. sinnvollem. Weitwinkelokulare bieten bei gleicher AP entsprechend mehr Gesichtsfeld so das da dann auch der 2“ Auszug erforderlich wird. Aber die sind dann halt auch deutlich teurer. Also gilt sollen teure Weitwinkel Okulare zum Einsatz kommen ist 2“ wichtig, bei billigen Plössls nicht. Grüße Gerd
Bearbeitet von Gerd_Duering (09/09/2009 15:09)
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#642084 - 09/09/2009 15:35
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, die Diskussion um den GSO 150/900 habe ich schon gelesen und auch einige andere Threads. Hier im Forum geht es ja manchmal sehr engagiert zur Sache, wenn die Interessen der Käufer auf der einen und die Interessen der Produzenten und Händler auf der anderen Seite gegeneinander abgewogen werden. Für mich ist z. B. nachvollziehbar wenn ein visueller Einsteiger Newton gefordert und dann über ein Foto-Fangspiegel gemeckert wird. Auf der anderen Seite denke ich mir: Klar will ich als Einsteiger zunächst visuell etwas sehen und zwar jede Menge, aber warum dann nicht auch mal die Knipse ins Rohr halten und gucken wie das mit der Astrofotographie so geht. So ist der Foto-Fangspiegel gar nicht soooo verkehrt. Was ich toll finden würde als Einsteiger, wäre ein modular aufgebauter Newton, bei dem ich Fangspiegel und sonstige Dinge wechseln kann wie Okulare. Wenn das vom Händler schön dokumentiert ist und auch im Forum so rüber kommt, dann weiss jeder Depp: Wenn ich durchgucken will, nehme ich den Fangspiegel 40mm und wenn ich die Kamera anschliesse nehme ich den mit 50 mm und dazu den Adapter "Fotofix" und das tolle "Koma-Korrektur-Dingens". Das Alles gibts ja bei meinem Händler als Massenware und im Forum wirds auch erklärt. So könnte ich mir als Einsteiger einen Newton kaufen, der ohne jeden Kompromiss visuell die bestmögliche Leistung bringt, für den es aber für spätere Fotoambitionen das passende Zubehör zu kaufen gibt, das ich idiotensicher montieren kann und nicht mit Bohrer, Zange, Säge tunen muss. Jedenfalls finde ich das bisherige Angebot schon sehr kompliziert und an den "knackscharfen Saturn-Cassini-Teilung- Jupiter -Megadetail-roter-Fleck" Newton der dann gleichzeitig ein "Kugelsternhaufen-Hochauflöser-Nebel-Spezialist" ist sowohl visuell als auch für Foto, an den glaube ich nicht mehr so recht - schon gar nicht bezahlbar. Am besten ich kaufe mir nen gebrauchten Lidl. Der ist kompromisslos günstig und ich weiss von vornherein was ich mit dem sehen kann und was nicht ;-) Aber zu meiner eigentlichen Frage: Warum würdest Du den 150/1000er dem 150/900er vorziehen (wenn wir vom 2" OAZ absehen)? Ist denn f/6,6 besser als f/6 als Allrounder? Danke und Grüße, Marcus
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#642091 - 09/09/2009 15:46
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Gerd,
da haben wir uns überschnitten. Danke für Deine Erklärung bzgl. 1,25" und 2". Mit meiner Unerfahrenheit muss ich nochmal nachhaken bzgl. der Gesichtsfelder: In der Theorie ist mir das klar, aber wie sieht die Praxis aus? Kann ich mit einem 1,25" Okular den Orion in seiner ganzen Pracht sehen oder die Andromeda-Galaxie oder sehe ich nur Bildausschnitte? Und wie ist das Öffnungsverhältnis von f/6 im Vergleich mit f/6,6 zu bewerten?
Danke und Grüße, Marcus
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#642103 - 09/09/2009 16:25
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
F/6 oder F/6,6 macht den Bock nicht fett, bezüglich der Okulare. Eine ganz leichte Entspannung der Situation mit der Randschärfe kann man erwarten, aber der Sprung in die andere Richtung, also von F/6 auf F/5,4 wäre wesentlich dramatischer. Der Skywatcher hat aber z.B. einen geklebten 40 mm FS, dem steht ein mittiger und gefasster 50 mm FS beim GSO gegenüber.
Es ist nicht so, dass der GSO aufgrund der hohen Obstruktion ALLES vermatscht, ich habe das Teil ja hier und bin erstaunt über die gute Abbildungsleistung. Dennoch geht es halt besser und es wäre halt gar nicht so viel Aufwand gewesen, das visuell besser zu lösen und das wäre für erste Gehversuche im Fotobereich auch akzeptabel gewesen. Unnötige 33% Obstuktion für einen simplen Newton, das ist schon rein psychologisch irgendwie eine Hemmschwelle, gerade wenn 25% problemlos machbar sind. Nicht Jeder sieht den Unterschied, aber man kann ihn eben sehen.
Nun haben wir mit dem GSO und dem Skywatcher zwei Geräte mit unnötigen "Schwächen", beim Skywatcher ist es die fehlende 2" Option. In beiden Fällen ist die Nachbeserung für den Amateur nicht ganz einfach. Der GSO braucht für einen deutlich kleineren FS eine Tubusverlängerung und der Skywatcher braucht sie ganz sicher (noch nicht endgültig überprüft) auch (und einen flachbauenden OAZ), um 2" Okulare ausreichend auszuleuchten.
Alles verschenktes/verstecktes Potenzial!!!!....zugunsten von günstiger Massenfertigung????....zugunsten von "Tiefstpreisen"????....oder einfach aus simpler Gedankenlosigkeit beim Hersteller?!?!
Gruß und CS Günther
Bearbeitet von MootzGMS (09/09/2009 16:27)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#642111 - 09/09/2009 16:47
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, also wenn Du mit Orion das gesamte Sternbild meinst musst Du schon ein Fernglas nehmen das kann kein Teleskop. Was Du siehst hier mal am Beispiel von 1000 Brennweite und 32mm Plössel (ca. 40 Euro) Das ergibt ein Gesichtsfeld von 1,66° das sind also etwas mehr als 3 Vollmonddurchmesser. Der Orionnebel (M42) hat 40‘ Durchmesser, geht also locker in das GF. Die Andromedagalaxie (M32) hat aber gewaltige 3,5° und geht damit nicht mehr vollständig in das GF, Du wirst aber die sehr schwachen Randbereiche nicht wahrnehmen können so das sie visuell bei 150mm Öffnung etwas kleiner erscheint. Es ist aber auch das von Dunkelwolken in der Milchstraße und den beiden Offenen Sternhaufen Plejaden und Hyjaden mal abgesehen mit Abstand größte DS Objekt am Nördlichen Himmel. Mit einem 2“ Weitwinkelokular mittlerer Preisklasse zb. einem 36mm Hyperion (165 Euro!!) erreichst Du bei 1000mm Brennweite dann bei einer AP von 5,4mm 2,6° Gesichtsfeld. Also knapp 1° mehr, musst aber dann auch 50 Euro OTA + 125 Euro Okular 175 Euro mehr auf den Tisch blättern. Zum Öffnungsverhältnis f/6 zu f/6,6. Da sehe ich jetzt keinen großen Unterschied, natürlich ist f/6,6 noch etwas unkritischer aber das ist dann doch eher marginal. Wesentlicher ist da schon der Unterschied in der Fangspiegelgröße. Grüße Gerd
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#642112 - 09/09/2009 16:48
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, der 50mm Fangspiegel beim 6" F/6 GSO war eben da,und wurde Verbaut,weil der nächstkleinere FS mit 31mm wieder recht knapp gewesen wäre.Das hätte dann mit dem hohen GSO-Auszug Probleme gegeben. Daß Skywatcher jetzt "Nachzieht" und einen gemäßigten 6" Newton Anbietet ist doch wunderbar.Nun kann der Kunde Entscheiden ob er eine geringe Obstruktion mit 1 1/4" OAZ lieber mag,oder die 2"Option (auch Fotografie)... Warum manche Hersteller manchmal einfachste Prinzipien des Teleskopbaus mißachten ist mir allerdings auch ein Rätsel.
Grüße Rainer
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Sicher ist,daß nichts Sicher ist...selbst das nicht.J.R.
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#642118 - 09/09/2009 17:14
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, In beiden Fällen ist die Nachbeserung für den Amateur nicht ganz einfach. Der GSO braucht für einen deutlich kleineren FS eine Tubusverlängerung und der Skywatcher braucht sie ganz sicher (noch nicht endgültig überprüft) auch (und einen flachbauenden OAZ), um 2" Okulare ausreichend auszuleuchten.
Das sehe ich beim Skywatcher nicht ganz so. Ich habs jetzt nicht exakt nachgerechnet weil ich die genauen Abmessungen nicht kenne aber im Prinzip ist bei 150 f/6,6 mit einem 40mm Fangspiegel eine auch für 2“ Okulare einigermaßen ausreichende Ausleuchtung machbar. So das lediglich der OAZ getauscht werden müsste. Auch wenn man mit einem sehr Kurtzbauendem OAZ und verschieben der FS Position sicher noch optimieren könnte. Aber der Original Skywatcher OAZ ist meines Wissens bereits relativ Kurtzbauend. Es reichen ja visuell durchaus 12mm 100% ausgeleuchtetes Feld aus damit man bei 2“ okularen keine merkliche Vignettierung sieht. Grüße Gerd
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#642261 - 10/09/2009 00:14
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Gerd_Duering]
Hallo,
besten Dank für die weiteren Antworten. Ich tendiere zum 2", da ich da mehr Optionen habe und der Tubus nicht so viel teurer ist.
Weitere Fragen folgen bestimmt ;-)
Grüße, Marcus
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#643378 - 13/09/2009 14:15
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo, da der große Newton wegen den Finanzen vorausslichtlich noch ein paar Monate warten muss und ich ja eh auch was kleines haben wollte, habe ich mir einen gebrauchten Skylux 70/700 ersteigert. Welche preiswerten aber guten Okulare sollte ich mir noch dazu kaufen, die ich später auch am 150/900er Newton gut verwenden kann? Da gibt es doch sicher Überschneidungen? Ich denke mit dem Skylux sollte der Mond gut gehen, Saturn und Jupiter und der Orion. Danke und Grüße, Marcus
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#643641 - 14/09/2009 07:16
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, da noch niemand geantwortet hat, versuche ich es einmal. >>..preiswerte aber gute Okulare, die ich später auch am 150/900er Newton gut verwenden kann? Die Frage ist blauäugig, das müsstest du dir selbst in einer ruhigen Minute sagen. Zunächst einmal kann man sich über Okulare informieren, z.B. hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.htmlhttp://www.deepsky-brothers.deInsbesondere, was Sven zum 8" F/6 sagt, das gilt auch für den 6" F/6: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.htmlIch werde mir nicht den Kopf zerbrechen für deine Anforderungen (gut + preiswert + verwendbar am Kaufhaus-Scope + verwendbar am Qualitäts-Scope), möchte aber meinen guten Willen zeigen und gebe ein paar Orientierungspunkte: * Seben Zoom 24mm-8mm: gutes Preis/Leistungsverhältnis, aber nicht gut genug für den 6"-Newton * 9mm Blaukante: angenehme Vergrösserung für den Skylux, brauchbar am Newton * 32mm Plössl: wohl das Maximale Gesichtsfeld und hellstes Bild am SkL, aber zu wenig für den Newton * 6mm Goldkante: solide Sache, preiswert, aber schafft der SkL diese Vergrösserung? (weiss ich nicht) * SpeersWaler Zoom 8mm-5mm: kompromisslos gut. Manchmal gibt es das eine oder andere Plössl gebraucht zum Schnäppchen-Preis. Aber ob du das willst? Mit Gruss, Joachim
Bearbeitet von JoachimRiehn (14/09/2009 07:23) Bearbeitungsgrund: Tippfehler
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#643661 - 14/09/2009 09:22
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
ich versuche mal anstatt moralischer Belehrungen ein paar generelle Überlegungen zur Okularwahl.
Die wichtigsten Punkte in Deinem Fall jetzt sind wohl Öffnungsverhältnis und Austrittspupille.
Der Skylux hat Öffnungsverhältnis 10, der Newton 6. Für maximale Bildhelligkeit nimmt man maximal mögliche AP, die mit erhötlichen Okularen erreichbar ist, für die Höchstvergrößerung etwas um die 0.7mm AP. Das ist ne Faustregel, die für alle Teleskope dient. Bei richtig guten Apos kann man auch eine AP von 0.5 wählen, wobei dann keine neuen Details sichtbar werden, aber die erreichbaren Deteils höher vergrößert und damit besser erkennbar werden wenn das Teleskop das schafft von der optischen Qualität her gesehen.
Nun gilt: Ap=Okularbrennweite/Öffnungsverhältnis.
Beim Skylux wäre eine sinnvolle minimale Okularbrennweite damit etwa 7-8mm, beim Newton 4-5mm.
Für den Skylux wäre das Speers Waler Zomm also bereits nur eingeschränkt einsetzbar. Die optische Qualität mag sehr gut sein, nutzt aber nix, wenn die Ap nicht stimmt. Ausserdem ist dieses Okular ein Riesenbrummer. Ob das der OAZ vom Skylux gut trägt wage ich zu bezweifeln.
Das hellste Bild beim Skylux kriegst Du mit nem 40mm Superplössl, nicht mit dem 32er. Der Einblick beim 40er ist etwas unruhig, der Blick leicht tunnelig. Das aber als Klorollenblick zu bezeichnen ist in meinen Augen total überzogen. Beim f6-Newton hat man mit diesem Oku 6.7mm AP. Das ist sehr viel und nur unter gutem Himmel wirklich von Vorteil, aber auch bei 5-6mag keine Katastrophe. Bei der Verwendung von Nebelfiltern wirds sogar wieder interessant.
Das Seben-Zoom zusammen mit dem 40er würde den Skylux also nahzu ausreizen. Beim Newton ist das Zoom gut verwendbar, hat halt etwas kleines Feld und arbeitet teilweise in einem Vergrößerungsbereich, der nicht soo interessant ist. Ja nun, bei 40 Ocken Kosten muss man halt mit leichten Randunschärfen leben. Besser wäre es meiner Meinung nach hier Festbrennweiten von 13 und 9mm zu benutzen.
Also natürlich gibt es sinnvolle Überschneidungen, nicht optimal aber sinnvoll. 15mm und 9mm günstige Weitwinkel kannst Du an beiden Teleskopen gewinnbringend einsetzen.
Eine preiswerte Sammlung für Dich wäre also meiner Meinung nach das 40er Superplösssl, das Seben-Zoom und das 6mm TSWA. Am Syklux kann man 6mm mal probieren, für den Mond vermutlich noch ganz ok, sonst vermutlich schon zu hoch in der Vergrößerung. Anstatt dem 40er das 32er Supeplössl ist auch nicht schlecht, verschenkt am Skylux aber 1mm Ap.
An Deiner Stelle würde ich erst mal den Skylux mit den beigefügten Okularen probieren. Die neueren Exemplare dieses Fernrohrs haben deutlich bessere Okulare beigepackt als die früheren Plastikteile es waren. Für zusätzliche Okulare würde ich vor dem Kauf des Newtons nicht so viel ausgeben. Wenn Du den 2"-Auszug als Option im Hinterkopf hast, wäre dann ein 32mm-2"-Oku interessant, das 40er würde dann eher als Nebelfilterspezialoku dienen. In der Bucht ein (Super)plössl für den Skylux geschossen ist bestimmt sinnvoll, beim 6mm wirds halt schon recht knapp mit dem Augenabstand. Für Nichtbrillenträger ist das aber eher ein Komfortfeature denn ein Ausschlussgrund.
CS
Klaus
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#643674 - 14/09/2009 10:30
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo, danke für die beiden Antworten. Ist ja doch etwas komplizierter und ich muss wohl noch mehr lesen ;-) Ich habe im Netz folgendes Set gefunden: http://www.nipon-scope.com/shop/index.php?main_page=product_info&cPath=8&products_id=13. Was mich stutzig macht, ist der niedrige Preis für vollvergütete Plössls. Sollten fully multi coated Linsen nicht bläulich oder violet schimmern und nicht so stark spiegeln wie auf dem Bild? Ist das ein Beispiel für schlechte Ware oder sind die doch ganz brauchbar? Besten Dank und Grüße, Marcus
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#643711 - 14/09/2009 12:25
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus, Sollten fully multi coated Linsen nicht bläulich oder violet schimmern und nicht so stark spiegeln wie auf dem Bild? naja, das Bild ist ja Schwarz-Weiss und wie die Aufnahme angefertigt wurde weiss man auch nicht - vielleicht spiegelt sich einfach die Umgebung drin wegen ungünstigen Lichteinfall. ich vermute, dass das die üblichen China-Okulare sind, bei denen es nicht soo viele Unterschiede zwischen den Angeboten gibt. Beim Skylux sind doch 3 Okus dabei, oder? In der Regel ein 20er, ein 12er und ein 4er. Das 4er geht zu hoch in der Vergrößerung, die anderen beiden waren in dem Paket, dass ich meinem Neffen zu Weihnachten geschenkt habe eigentlich ganz brauchbar. Vielleicht reichts, wenn Du ein 40er/32er nimmst und noch ein 7er. Ich glaube, mehr lohnt nicht unbedingt beim Skylux. Tipp: in der Bucht wird grad was verkloppt. CS Klaus
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#644002 - 15/09/2009 10:21
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo,
ich habe mir erstmal das Seben Zoom bestellt. Mit dem 32er oder 40er Plössl warte ich noch bis mir was Gebrauchtes zu nem guten Preis unterkommt. Am Newton wird's dann ja ersetzt durch 2".
Vielen Dank für Eure Unterstützung!
CS, Marcus
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#647370 - 27/09/2009 20:58
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo, mein Lidl und das Seben Zoom machen Spaß. Mit 24mm suche ich die Objekte und mit 8mm sehe ich am Jupiter auch bei mäßigem Seeing schon zwei Bänder und vier Monde. Der Mond ist auch ein beeindruckender Anblick - hier geht sogar das 4mm Kellner. Das macht Lust auf mehr. So möchte ich eine weitere Frage stellen: Ausgehend vom aufgehellten Berliner Stadthimmel auf was muss ich bei der Wahl des Teleskopes (es soll ja noch ein Newton her) und der Okulare achten? Sehe ich es richtig, dass hierbei die Austrittspupille wichtig ist und wenn ja, wie groß sollte sie bei hellem Himmel maximal sein, damit Deepsky-Objekte nicht absaufen? Was sollte ich generell noch beachten, wenn ich unter Großstadtbedingungen beobachte? In Frage kommen 150/750, 150/900 oder gar ein 200/1200. Danke und CS, Marcus
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#651582 - 10/10/2009 19:44
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
na hoert sich doch schon super an!
Als Faustregel gilt, maximale AP ungefaehr visuelle Grenzgroesse. Bei Deinem F10-Lidl kommst Du auch mit nem 40er Okular auf 4mm AP, das sollte immer gehen.
CS
Klaus
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