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#639420 - 31/08/2009 22:10
klein, leicht, transportabel für den Einstieg
Liebe Community, Mein Name ist Marcus und möchte mir in absehbarer Zeit ein eigenes Teleskop zulegen. Zunächst mal die Anforderungen: 1) Größe und Gewicht Ich habe kein Auto und das wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Ich will das Teleskop auf einem kleinen Balkon ca. 2x1,5m nutzen aber auch zu Fuß oder mit dem Rad auf eine dunkle Wiese am Stadtrand transportieren. Ein 8" Dobson fällt hier schonmal weg. 2) Preis Ich lege mich nicht fest, aber ein teurer APO wird es wohl nicht werden. Wohl eher so 300-400 Euro. 3) Was will ich sehen? 3.1) Planeten Jupiter : mit vier Monden und den beiden Bändern. Der große rote Fleck und die Monde vor dem Jupiter . Im Idealfall Mondschatten auf dem Jupiter . Saturn: den Ring mit Cassini-Teilung und im Idealfall einen Mond. Mars : die Polkappen Venus : die Phasen Erdmond: brauche ich nichts zu sagen Sonne : Flecken, evtl. Protuberanzen 3.2) Deep Sky Nunja, hier habe ich durch ein Teleskop bisher nicht viel sehen können und auch im Netz sieht man eher Aufnahmen, die mit größeren Teleskopen geschossen wurden. Ich möchte so gut es geht Struktur sehen und nicht nur milchige Flecke. Also Andromeda als Galaxie erkennbar, den Orionnebel als solchen, Kugelsternhaufen wenigstens am Rande aufgelöst. 4) Fotografie (optional, kein Muss) Sowohl Planeten und Deep Sky möchte ich fotografieren. Die Qualität muss nicht besonders gut sein, ich möchte mich nur damit beschäftigen und wenn ich den Jupiter mit den beiden Bändern und vier Monden ablichten kann, freue ich mich schon. Es geht dabei mehr ums Lernen und das Festhalten der Bilder, die auch meine Auge gesehen hat und nicht um perfekte Ergebnisse. Nun komme ich zum Punkt wie passen diese Anforderungen zusammen: leicht und transportabel, geringer Preis, Planeten und Deep Sky. Da 150/1200 Newtons (auch als Dobson) ausscheiden, bleiben aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten offen: a) kleiner Newton als Allrounder 114/450, 114/900, 130/650, 150/750 oder b) zwei kleine Teleskop 80/400 oder 102/500 Refraktor für Deepsky und 90/1250 oder 102/1300 Mak für die Planeten Bei Variante a) bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich gute Allrounder sind, ob die Transportabilität gewährleistet ist und ob ich bei den schnellen nicht Probleme mit preiswerten Okularen bekomme. Bei Variante b) würde mich insbesondere interessieren, ob meine o.g. Vorstellungen von dem was ich an Planeten und Deepsky sehe auch erfüllt werden. Weiterhin interessiert mich, ob der händische Transport beider Teleskope nicht so so schwer wird wie der eines kurzen Newtons. Ich bedanke mich herzlich für Eure Ratschläge und lasse mich gern korrigieren, wenn ich mit meinen Gedanken gar auf dem Holzweg bin. Viele Grüße, Marcus
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#639436 - 31/08/2009 22:57
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, bei allem Für und Wider wäre das hier http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/630992/GSO_150_900#Post630992noch der gangbarste Kompromiss. Komplett lesen, es gibt da so ein paar Dinge die man akzeptieren kann oder auch nicht und dazu ein paar Baustellen die (noch) in Arbeit sind. Gruß und CS Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#639487 - 01/09/2009 08:16
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Lieber Marcus, deine Gedanken sind prinzipiell nicht falsch. Nur: Dur kommst mit dem Geld nicht hin. Für Deep Sky würde ich nicht unter 10 cm Öffnung gehen, lieber 12. Da bist du für den optischen Tubus (ich denke an eine FH) schon mal 200 Euro los. Auch beim Mak darfst du die Öffnung nicht zu klein wählen, wegen des Auflösungsvermögens. Die 13-cm-Maks sind nicht schlecht, kosten aber noch mal 300 Euro. Selbst ein 10er kostet über 200. Eine Montierung ist noch nicht dabei, Okulare nur ein paar, keine Filter. Eine EQ3 würde ich mindestens nehmen, die kostet 150 Eu, wobei da noch kein Motor dran ist. Die Alternative ist ein 13cm f/5 Newton, auch auf einer EQ3. Ein klein wenig wackelig vielleicht, aber Stativ und Montierung lassen sich vielleicht etwas versteifen. Das wird so als Paket selten angeboten, meist ist eine EQ2 drunter (das ist sinnlos). Auf jeden Fall kommts du so für 250€ zu einer vernünftigen Grundausrüstung und es bleibt noch Geld für zwei Okulare und vielleicht einen UHC-Filter. Nachteile sind: - Du musst justieren lernen. Nicht gleich, aber bald. - F/5 ist okularkritisch. Das sieht man bei Detailbeobachtungen an Planeten und Mond wirklich. Und es hat keinen Sinn, ein Instrument preisgünstig zu kaufen und dann für ein Okular soviel zu bezahlen, wie für das ganze Fernrohr. Du kannst aber mit Barlow-Linsen experimentieren. Wenn du diese Experimente nicht sehr geschickt machts, stehen paar Fehlkäufe ins Haus. Wenn du absiehst, dass du meist Planeten anschaust und den Mond, dann kannst du vielleicht auch den 13cm-Mak auf einer EQ3 nehmen und ein vernünftiges Fernglas für Deep Sky. Am Mak arbeiten selbst einfache Okulare gut, extrem kurze Okularbrennweiten brauchst du nicht. So was findest du mit etwas Glück in der Wühlkiste auf einem Teleskoptreffen für 15 Eu. Ein Universalinstrument ist das nicht, das hats du schon erkannt. Ein Fernglas mit 5...8 cm Öffnung zeigt unter dunklem Himmel eine Menge. Filterbeobachtungen sind dann schwierig. Und dein Budget wirst du etwas überziehen.
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Bleibt dran, am Okular. -- Uwe Pilz.
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#639509 - 01/09/2009 09:41
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: UwePilz]
Hoi! In vielen Angeboten ist eine "EQ-3-2" enthalten. Ich habe nebenan einen änhlichen Thread gestartet. So ein Mak wäre eventuell was für mich. Was ist zu o.g. Montierung zu sagen? Ist die zwischen EQ-2 und EQ-3 angesiedelt oder nur ein Marketingtrick? Kommt ein "Mak" mit einer weniger stabilen Montierung aus als ein Netwon? Grüße
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Marco
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#639527 - 01/09/2009 10:26
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Sanjiro]
hallo Marcus ,
hast Du auch schon mal an das Celestron C6 XLT gedacht , ich verwende es als hochtransportable Kombination azimutal oder mal parallaktisch - die SC`s haben meiner Meinung nach zu Unrecht einen schlechten Ruf ...höchst vielseitig, ausbaufähig ,vom Fokus her kaum Begrenzung usw. -schau Dir mal folgenden Link an :http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=1533 -also ich bin hoch zufrieden mit der Super transportablen Kombination egal ob azimutal oder parallaktisch montiert.. es steht alles offen ! übrigens bietet Wolfi(TS) gerade da etwas an sternfreundlicher Gruß Hajo
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#639550 - 01/09/2009 11:02
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hi Marcus, für dich dürfte eine kleiner ED-Refraktor 80 bis 100mm f/6 also mit der 6 fachen Brennweite (480mm bis 600mm) in Frage kommen. Der ist klein und lässt sich sogar auf Reisen mitnehmen. Damit kannst du schon viel sehen, auch Deep Sky (unter dunklem Himmel). Manko ist allerdings das du eine stabile Montierung + Stativ benötigt und es muss ja auch noch Geld für 3 Okulare übrig bleiben. Fazit mit ~400€ kommst du nicht hin. Du wirst wohl das mindestens das doppelte berappen müssen. Gruß Lots
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#639576 - 01/09/2009 12:22
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus, klasse, dass du deine Erwartungen an ein Gerät so detailliert formuliert hast. Du möchtes alles sehen, von DS bis Planeten. Das verlangt einen Allrounder, z.B. einen 114/900 Newton. Der hat Öffnung für DeepSky und kann auch mal vergrößern, um auf die Planeten zu gucken. Er ist unkritisch hinsichtlich der Okulare. Aber der ist inklusive einer EQ- Montierung nicht mehr transportabel. Wenn es transportabel sein soll, dann fallen viele Newtons weg - der 114/500 wäre machbar, ist aber als f/4.4 eine Diva hinsichtlich der Okularanforderungen und der Justierung. Da Linsenfernrohre teuer sind (ein Achromat 100mm mit f/7 kostet 300€ ohne Montierung - ein ED mit 80mm ebenfalls) und keine Montierung dabei ist, heißt es aus meiner Sicht mit dem vorhandenen Budget Kompromisse zu finden. Also hinsichtlich der Parameter: - Planeten, Mond - DeepSky - Transport Wenn es der Transport ist, dann kann ich einen 114/900 Newton empfehlen. Wenn es Planeten sind, dass einen 102/500. Wenn es DeepSky ist, dann einen MAK. CS, Stefan
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#639588 - 01/09/2009 12:41
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: stefand]
Hallo Stefan,
du sagst: >>Wenn es Planeten sind, dann einen 102/500. Wenn es DeepSky ist, dann einen MAK.
Hoppla, das war sicher umgekehrt gemeint: * 102/500 - grosses Gesichtsfeld, DeepSky * MAK - grosse Vergrösserung, Planeten.
Ich hoffe, das ist in deinem Sinn. Mit Gruss, Joachim
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#639611 - 01/09/2009 13:26
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: JoachimRiehn]
Hallo Joachim,
da habe ich mich sehr schlecht ausgrdückt. Wollte sagen, wenn Kompromisse bei Planeten, dann 102/500, etc. So eine negierte Darstellung führt zu missverständnissen.
Also nochmals:
Wenn Transport und DS wichtiger, dann z.B. 102/500 Achromat Wenn Transport und Planeten wichtiger, dann MAK/ED Wenn DS und Planeten wichtiger, dann Newton 114/900 oder 130/650.
Jetzt sollte es passen, aber es handelt sich um Beispiele.
CS, Stefan
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#639622 - 01/09/2009 13:52
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: JoachimRiehn]
Hallo zusammen, vielen Dank zunächst für die Antworten. Für mich kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es zwar zu einem 114/900 oder Newton oder eben zwei Teleskope (Mak + kurzer FH) zwar gute und bessere Alternative gibt: APO/ED, SC 6", kurze Newtons mit großer Öffnung, diese meist für mich zu teuer oder zu schwer sind. Ich möchte daher mehr ins Detail gehen und konkret einzelne Teleskope nachfragen. Meine Anforderungen an das was ich sehen will, hatte ich am Anfang ausführlich beschrieben ( Jupiter mit Bändern, Monden, großer Fleck; Cassini-Teilung Saturn; Mond; M42 als Nebel klar erkennbar mit ein bischen Struktur; Andromeda mit Struktur, Kugelsternhaufen wenigstens am Rand aufgelöst. Welche der Erwartungen sind denn realistisch erfüllbar bei den folgenden Teleskopen und wie schneiden sie im direkten Vergleich ab - also Planeten Mak versus Newton und DS FH versus Newton: - 114/900 Newton als allround - 114/450 Newton als allround??? - 130/650 Newton als allround??? - Mak 90/1250 für Planeten - Mak 102/1300 für Planeten - FH 80/400 für DS - FH 102/500 für DS Gibt es bei einem der Geräte etwas spezielles zu beachten? Speziell extrem teure Okulare beim 114/450 oder 130/650 Newton oder sonstige teure "Überraschungen"? Herzlichen Dank schonmal und viele Grüße, Marcus
Bearbeitet von tonabnehmer (01/09/2009 14:07)
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#639638 - 01/09/2009 14:39
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus,
ich würde auch den 130/650 Newton nehmen.
Schau, dass Du den Tubus gebraucht bekommst. Dazu ne gebrauchte eq3 und 3 Superplössl oder Goldkanten.
Maks haben ein kleines Gesichtsfeld und zu wenig AP - dann wird Andromeda mit Bändern schwierig bis unmöglich.
Alle kleinen Refraktorlösungen haben zu wenig Öffnung. Selbst unter nem Lapalma-Himmel ist die Anzahl der Objekte schon recht begrenzt. Die Objekte die funktionieren aber dafür super, aber Du willst ja nen Allrounder.
Den F5-Newton kann ich mir für nen Transport auf dem Rad mit entprechenden Satteltaschen auch noch halbwegs vorstellen. In dieser Hinsicht wäre ein C5 oder C6 sehr gut - vielleicht gibts sowas ja irgendwo günstig. Hat aber auch wieder kleinere Gesichtsfelder und für große Aps brauchts nen Reducer der auch was kostet.
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#639646 - 01/09/2009 15:05
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus, grob gesagt sind die langen Newtons (ab F/6...immer Brennweite durch Öffnung teilen....900 durch 114 gibt 7,9 gleich ~F/8) und auch ein MAK okularunkritisch, es ist also gute Abbildung bis zu Rand des Gesichtsfelde auch von günstigen Okularen zu erwarten. Ganz kritisch, egal ob Newton oder FH ist F/4, kritisch F/5 aber man wird auch nicht blind, wenn man an F/5 ein günstiges Plössl einsetzt. Fragt sich halt, ob man das muss! Alle Deine Vorschläge sind als Komplettsets recht günstig zu haben und da tut man gut daran, mindestens eine Stativ und Montierungsklasse höher zu wählen, weil die Teile bei zu schwacher Auslegung zwar nicht gleich zusammenbrechen, aber ganz erheblich schwingen und zittern. Spätestens ab mittleren Vergrößerungen ist das wahrlich kein Vergnügen, wenn man denn überhapt noch angemessen fokussieren kann. Solche Montierungen und Stative gehen dann auch gut ins Packmaß und ins Gewicht, da überschschätzt man schon genre mal seine Lasteselqualitäten und unterschätzt auch auf Dauer den inneren Schweinehund. So ein 114er Newton oder 102er (zu kurz) FH macht dann mit dem ganzen Gerödel eventuell durchaus genau so viel Mühe wie ein 150/900er Dobson, auch wenn die Einzelmaße und Massen kleiner sind. Die Rockerbox für den 150/900er als Dobson gibt es noch(!) nicht aber sie kommt. Das ist transportabel, wenn auch sicher an der Obergrenze, aber es ist die größte mögliche Öffnung. Geht auch mit 150/750, wenn F/5 akzeptabel ist. Etwas ganz Anderes und auch viel Leichteres für den Transport wäre es allerdings, sich für einen 114/900er oder einen 130/650er so eine Rockerbox selbst zu bauen, Anleitungen gibt es im Netz zur Genüge, Beispiel http://www.taunus-astronomie.de/atm_114500.htmlSo etwas geht sogar, als Tischrockerbox für einen kurzen FH oder Mak, da könnte sich sogar der 114/500er Parabol(!), F/4 (!??) anbieten. Vorteil ist die gesparte Monti und das Stativ. Weniger Gerödel, weniger Gewackel denn solche Holzkisten sind erstaunlich stabil. Das gesparte Geld kann in etwas mehr Öffnung, mehr und besseres Zugbehör fließen. Schlußendlich ist so eine Dobsonkiste keine Einbahnstraße. hat man Gefallen am Hobby gefunden und weiß was man tut, eventuell sogar Mobilität gewonnen, kann man die parallaktischen Monti mit Stativ drunter setzen, Fotoambitionen andenken und so weiter une so weiter.....! Gruß und CS Günther
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#639661 - 01/09/2009 16:05
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Markus, ich würde auch zum 130/650 Dobson greifen, scheint der beste Kompromiss. Ich hab manchmal meinen 102/500 FH Refraktor am Fahrrad, mit AZ3, aber der ist nur für geringe Vergrößerungen geeignet. Der Dobson dürfte zusammengeschoben noch deutlich kleiner sein, und mechanisch mit leichten Okularen so einigermaßen funktionieren. Vor dem kurzen Skywatcher Newton 114/450 (Aufdruck 500, Parbolspiegel) würde ich die Finger lassen: ich hab ihn, als Sucher für einen großen Dobson. Ich war überrascht, wie schlecht meine billigen Okulare (Goldkante, aber auch Hyperion 21) bei diesem f4 Newton aussehen, im Vergleich zu einem f5 Refraktor oder f5 Newton. Mit einer guten Barlow zeigt er Einiges, aber mit den Speer Waler Okularen (13.4mm und Zoom) komme ich nicht in den Fokus und für den Start sind die halt auch zu teuer. Und die Montierung ist leider auch zu vergessen, aber er war nicht als OTA oder Dobson zu haben. CS Arnold
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#639670 - 01/09/2009 16:36
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Arnold3]
Hallo Arnold, ich habe einen 112mm f/4 Newton (er hat nicht 500mm Brennweite, auch wenn das draufsteht, und die Öffnung liegt eher bei 112mm als bei 114mm) als OTA bei Lajos gekauft. Dieses f/4 Teleskop ist zickig. Eine präzise Justage ist hier die Grundvoraussetzung um gute Abildung zu bekommen. Die andere Voraussetzung sind geeignete Okulare. Von meiner Pentax XL/WX Serie funktionieren lediglich die kurz- brennweitigen Okulare mit 5,2mm, 7mm und 10,5mm recht gut, während die 14mm und vor allem das 21mm in Punkto Randschärfe zu sehr abfallen. An dieser Stelle wäre das 22mm LVW wesentlich geeigneter. Es gibt aber eine relativ preiswerte Lösung: Die Klee Barlows. Sie kompensieren die off-axis Koma des Newtons und sie tragen durch die "Entschärfung des Strahlenbündels" wie andere Barlows auch dazu bei daß Okularastigmatismus der bei f/4 an fast allen Okularen sehr störend wird nicht auftritt. Es gibt zu beiden Barlows noch einiges zu sagen. Etwa daß die 2,2x leider werksseitig unter Streulicht leidet weil eine äußere Linsenfläche nicht geschwärzt wurde. Nachdem das nachträglich erledigt wurde ist diese Barlow nun erstklassig. Oder daß die 2,8x nur mit Okularen von etwa 15mm Brennweite abwärts gut funktioniert, weil die Auswärtsverlagerung der Austrittspupille bei langbrennweitigen Okularen zu groß wird. Bezüglich abbildung und Streulichtunterdrückung ist die 2,8x Klee aber vorbildlich. Vorgestern habe ich mit dem kleinen Newton im Garten beobachtet und habe die 2,8x Klle zusammen mit 18mm und 12,5m Orthos verwendet. Die Sterne (h + chi per) waren dabei über das gesamte Gesichtsfeld bis zur Feldblende hin punktförmig. aber für einen Anfänger würde ich keinen f/4 Newton empfehlen, zu groß ist meiner Ansicht nach die Warscheinlichkeit, daß er den Newton nicht in den Griff bekommen könnte. Ein f/5 oder besser f/6 Newton wäre da wohl geeigneter. Der gute alte 114/900mm "Anfängernewton" ist auch Heute noch eine gute Wahl wenn es preiswert und okularverträglich sein soll. MfG,Karsten
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#639672 - 01/09/2009 16:39
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Arnold3]
Hallo,
Danke für die weiteren Antworten.
Ist das so richtig?: Ein 130/650 Newton zeigt mir an Planeten und Deepsky mehr als ein 114/900 und für beide wäre eine EQ3 ausreichend wenn es kein Dobson sein soll? Beide sind mit der EQ3 in etwa gleich schwer?
Danke und Grüße, Marcus
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#639756 - 01/09/2009 20:31
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, Eine EQ3 sollte für die genannten Teleskope ausreichen. Wenn es besonders transportabel sein soll würde ich aber auch mal überlegen eine Azimutale Montierung zu nehmen, zb. eine Vixen Porta. Was die Leistungsfähigkeit angeht ist prinzipiell erst mal immer die größere Öffnung im Vorteil. Allerdings spielt auch Spiegelqualität Justage Obstruktion und die Okularverträglichkeit eine Rolle so das eine pauschale Aussage zugunsten eines 130 f/5 auch nicht so einfach gemacht werden kann. Mein Vorschlag wäre aber auch ein kleiner Dobson, wobei mir der erwähnte Skywatscher da doch etwas windig aussieht. Da hat ORION einen sehr schönen 150 f/5 als Komplettlösung im Programm, oder der 150 f/6 von TS, der ist halt noch etwas Okularverträglicher wobei da ja momentan noch keine Komplettlösung zu haben ist. Grüße Gerd
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#639781 - 01/09/2009 21:35
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Gerd_Duering]
Hallo, ich habe mir mal die Montage des Celestron 130/650 angesehen: http://www.youtube.com/watch?v=zkuV21d9ucg.Ich bin mir nun nicht sicher, ob ich dieses Gerät mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad transportieren möchte bei 10-11 kilo Gewicht. Ebenso will ich mein Teleskop neben Koffer und Tasche mit auf Reisen nehmen. Da trage ich schon am Gepäck meiner besseren Hälfte wie ein Esel ;-) Daher möchte ich auf meine Frage nach dem "Was sehe ich durch welches Teleskop?" zurück kommen und ganz konkret fragen: Mit wieviel Detail an Jupiter und Saturn kann ich bei einem 90/1250 oder 102/1300 Mak rechnen und wieviel Deepsky sehe ich durch ein 80/400 oder 102/500 FH? Wie gesagt, der Transport ist ein Problem und das Teleskop soll Fahrrad-tauglich sein. Schleppen wie ein Esel würde ich nur in dem Falle, wenn so ein 130/650 Newton gegenüber den anderen genannten um Längen schlägt. Danke und beste Grüße, Marcus
Bearbeitet von tonabnehmer (01/09/2009 21:45)
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#639782 - 01/09/2009 21:36
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
>>Ist das so richtig?: Ein 130/650 Newton zeigt mir an Planeten und Deepsky mehr als ein 114/900
Nein, das kann man so nicht sagen. Der 114er schafft auf jeden Fall 150-fach (6mm Okular). Bei gutem Himmel auch 180-fach (5mm Okular). Beim 130er brauchst du für 150-fach ein 4mm Okular. Das muss erst mal fokussiert werden. Dann fragt sich: Hat nach dem Fahrrad-Transport die Justierung gelitten? Beim Mond und den Planeten ist der 114-er wegen seines Öffnungsverhältnisses im Vorteil.
Bei DeepSky. Nimm ein 32mm Plössl beim 130er. Das gibt nominal 2.5 Grad Blickwinkel. Das ist sehr viel, ist aber auf keinen Fall randscharf. Bei gutem Himmel gibt das ein helles Bild. 25mm Plössl gibt dann 2 Grad Blickwinkel. Das ist gut. Das Bild ist immer noch hell.
Beim 114-er bekommst du beim 32mm Plössl immerhin noch 1.8 Grad. Bei *besserer* Randschärfe! Und das Bild ist immer noch ordentlich hell. Der Unterschied zum 130er ist also nicht dramatisch.
Die EQ3 wird schon passen. Aber mit Fahrrad transportieren? Ich weiss nicht.
Mit Gruss, Joachim
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#639790 - 01/09/2009 21:54
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: JoachimRiehn]
Hallo Marcus, das Video zeigt die parallaktische Variante mit den vielen Teilen. Daran ändert sich auch bei einem FH und einem MAK nicht viel. Ich verweisen nochmal auf meinen letzten Beitrag. Da wäre dann beim 130/650er Newton/Dobson, der nun mal das größte Potenzial hat der Tubus mit etwa 150 mm Durchmesser und 600 mm Länge als größtes Einzelteil zu meistern oder man nimmt der Skywatcher Flextube (auch schon Mal verlinkt), der lässt sich noch zusammenschieben. Ganz knuffig wird das mit einer Tischrockerbox + Mak und/oder mit einem kleinen Linsenteleskop. 80/90 mm Öffnung sind aber halt nicht sehr üppig, hier http://www.deepsky-brothers.de/M13-6Ansichten.htmnoch mal ein Versuch darzustellen, was maximal mit verschiedenen Öffnungen drin ist. Gruß und CS Günther
Bearbeitet von MootzGMS (01/09/2009 21:54)
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#639797 - 01/09/2009 22:13
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther,
wenn ich Dich richtig verstehe, willst Du mir damit sagen durch den 130/650er Newton sehe ich Planeten und Deepsky deutlich schärfer und mit mehr Details als durch die kleinen Mak bzw. FH? Es lohnt sich also wirklich? Dann stelle ich mir allerdings die Frage, ob ich auf die Möglichkeit des Fahradtransportes ganz verzichte, mich auf Mitfahrgelegenheiten verlasse und gleich einen 150/750er nehme und noch mehr sehe.
Danke und Grüße, Marcus
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#639801 - 01/09/2009 22:22
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Nochmals hallo Marcus, >>wieviel Deepsky sehe ich durch ein 80/400 oder 102/500 FH? Gegenfrage: Hast du schon mal durch ein Fernglas 8x40 oder 10x50 in den Nachthimmel geschaut? Der 80/400 bringt nicht viel mehr, er verhindert aber aber das Zittern in der Hand und die tanzenden Sterne. Er zeigt also auch die schwachen Sterne. Spiralarme der Galaxien siehst du nicht. Bestenfalls ein dunkles Band bei M81/M82. Der Orion-Nebel ist ein Sonderfall, der ist immer spektakulär. Spezialitäten sind die Sternfelder und Offene Sternhaufen. Bei den Nebeln: nur die hellsten. Der 90/1250 zeigt immerhin die zwei Bänder des Jupiter , die Monde. Die Cassini-Teilung, wenn sie überhaupt zu sehen ist. Der Mond imerhin bis 140-fach. Der 102-er Mak zeigt nicht so viel mehr, der 127er aber schon. Aber diese Kleingeräte gehen zusammen mit den Okularen ins Geld. Und montiert müsssen sie auch werden. Mit Gruss, Joachim PS.: Ja, der 150/750 ist ein beliebter Reise-Newton und zeigt schon mächtig mehr.
Bearbeitet von JoachimRiehn (01/09/2009 22:25)
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#639804 - 01/09/2009 22:30
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus, an dem Rädchen kannst Du bis zum 20-Zöller drehen!  Also mal ernsthaft: Lichtsammelleistung und Auflösungsvermögen hängen in erster Linie an Öffnung. Qualität und alles Andere lassen wir Mal zunächst außen vor. Bigger ist better!?  Stimmt nicht ganz, denn wenn das "größere" Rohr mangels Lust, Laune und Möglichkeit in der Wohnzimmerecke verstaubt ist es das schlechteste Teleskop das Du kaufen konntest. Wenn Du von den An- und Einblicken des kleineren Teleskops enttäuscht bist, steht das Ding nach zwei Wochen eventuell auch nur noch als Staubfänger rum. Dabei kann Dir Keiner helfen. Diese Entscheidung ist erheblich von Selbsteinschätzung anhängig. Es ist wahrscheinlich sehr sinnvoll, Du schaust mal vor einem Kauf bei einer Sternwarte mit aktiven Hobbybeobachtern oder bei einem Verein oder einer Beobachtergruppe vorbei. Da wirst Du gehofen und zwar durchweg sehr gerne. Vereinsregister: http://www.astronomie.de/gad/Oder schreib mal eine Kontaktanzeige (seriös versteht sich) im hiesigen Board "Kontakte und Treffen". Berichtigung: Das Board heißt "Treffpunkt" Gruß und CS Günther
Bearbeitet von MootzGMS (01/09/2009 22:33)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#639806 - 01/09/2009 22:34
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, gerade beschleicht mich das Gefühl, dass das Thema Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad ein wenig außer Acht gelassen wird. Ich besitze noch einen 114/900, welcher ein Allrounder ist, da er bei niedriger Vergrößerung ein wenig Gesichtsfeld bietet (aber nur 1.8°), bei Bedarf aber auch auf 150fache Vergrößerung gehen kann. Ohne Farbfehler. Das gilt auch für einen 130/650 Newton. Beide können aber mehr, als die kurzen Achromaten, vor allem bei hoher Vergrößerung und an Planeten. Aber der Transport auf's Feld ist eine Sache für's Auto, wie ich meine. Punkt. Ich habe auch einen 80/400. Kein Allrounder, sondern bis 50x nutzbar und an Planeten mit Farbsaum gesegnet. Beim Jupiter kann ich die Bänder sehen, doch nicht besondern toll. Kann aber 6,4mm AP und hat dabei 4° Gesichtsfeld. Will als 19mm Weitwinkel aber was teures sehen - lieber Plössl nehmen und ab 15mm und kürzer kann es wieder die Blaukante sein. Der bekommt ein leichtes Fotostativ untergeschnallt. Teleskop und Zubehör im kleinen Tagesrucksack - das Stativ in eine kleinen Tasche. Passt auf's Fahrrad und kann im Bus mitgeführt werden. Der achromat 102/500 kann DS etwas besser, will aber bestimmt ein Fotostativ haben, welches auch 5kg tragen kann. Aber nur letztere Linsen würde ich auf's Fahrrad schnallen o.ä. Das gilt auch für 100/700 Achromat oder 80/600 ED - die aber preislich langsam das Limit sprengen. CS, Stefan
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#639811 - 01/09/2009 22:49
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Joachim und Günther,
ich tendiere dazu, die Variante zu wählen durch die ich deutlich mehr sehe. Sonst könnte ich nach den Hinweisen von Joachim einfach ein Stativ für mein 10x50 Lidl-Bresser kaufen und würde die Jupitermonde nicht mehr tanzen sehen.
Ich werde mich mit den 114/900, 130/650 und 150/750 Newtons auseinandersetzen und dort eine Kompromiss-Entscheidung hinsichtlich Gewicht/Transportabilität, Preis und den Vor- und Nachteilen von f/5 und f/6 treffen. Ich werde bestimmt noch weiter mit Fragen nerven ;-)
Danke und viele Grüße, Marcus
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#639814 - 01/09/2009 22:53
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Stefan,
auch Dir Danke für Deine Antworten. Eben der Punkt Transport ist bei mir der Knackpunkt. Aber ich tendiere nun zum Newton und denke einen 114/900 oder 130/650 bekomme ich mit einem großen Tracking-Rucksack einigermassen transportiert. Ich lasse mich aber gerne belehren!
Danke und Grüße, Marcus
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#639815 - 01/09/2009 22:54
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Ach Stefan, wie macht sich denn Dein 80/400er bei Deepsky? Joachim meint, der ist nicht viel besser als ein 10x50 Fernglas?
Grüße, Marcus
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#639818 - 01/09/2009 23:01
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: MootzGMS]
Hallo Marcus,
zum Fahrradtransport kann ich folgendes berichten:
Habe vor kurzem meinen kleinen Vixen Refraktor 80/400 auch mit dem Fahrrad (Mountenbike, ohne Taschen, aber mit Beleuchtung :-))zu einem Feld nahe unserer Kleinstadt transportiert. Der Tubus + die Okulare kamen in einen Rucksack, das Alu Vermessungsstativ wurde umgehängt. Ging die ca 2 km ganz gut, war gewichtsmäsig und von der Ballance aber auch arg am Limit. Würde ich das öfters machen, würde ich mir ein kleineres und leichteres Stativ kaufen.
Mit einem Fernglas bis zur 20x80 Klasse könnte ich mir das auch noch gut vorstellen. Mit einem grösseren Instrument, nachts auf einem unebenen Feldweg auf dem Fahrrad, ich weiss nicht recht...
Für Planeten ist beides natürlich nicht optimal. Aber eben eine mobile Alternative zur Balkonbeobachtung. Wenn dann später mal ein eigenes Auto vorhanden ist, kannst du dann natürlich problemlos ein Instrument wie einen 8" Dobson einladen. Bei mir jedenfalls ist der Himmel, auch relativ nahe der Stadt auf einem Feld, um einiges besser als in der Siedlung vom Balkon aus. Grüße, Marius
Bearbeitet von Entdecker (01/09/2009 23:03)
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#639821 - 01/09/2009 23:08
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Entdecker]
Hallo Marius,
wie sieht denn Deepsky durch Dein 80/400er aus - besser als durch ein 10x50 Fernglas? Was erkennst Du an Details?
Danke und Grüße, Marcus
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#639827 - 01/09/2009 23:15
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus, ein Trackingrucksack ist eine Alternative. Der TRansport der Montierung will aber auch bewältigt sein. Die alte Astro3 war schon ab 50x schwer zu gebrauchen, denn beim Scharfstellen zitterte es. Die EQ3 wiegt ein paar Kilogramm - meine EQ5 würde ich niemals in einen Rucksack packen. Das ist aber alles subjektiv. Der 80/400 ist schwächer, als der 114/900, was es die Öffnung angeht. Aber bei gutem Himmel hat der 80/400 eine 10mag GX gezeigt. Wobei es hier immer um das Erkennen geht - Strukturen sind nicht drin. Kugelsternhaufen werden erkannt - auch schwächere mit 9mag, doch Auflösen am Rand sind bei 80mm grenzwertig. Ich habe nur Okulare bis 8mm und da geht's so gerade erst los mit dem anlösen. Ein M27 (Hantelnebel) oder M76 sind auch drin. Tja und für den Orionnebel holst du dir noch einen UHC-Filter und ein wenigstens 25mm Plössl. Dann geht auch der Nordamerika, Cirrus und andere Nebel. Es handelt sich aber um 80mm Öffnung - der 100er kann's da wohl besser. Als einziges Gerät ist es aus meiner Sicht nur empfehlenswert, wenn du weißt, dass hohe Vergrößerungen nicht dein Ding sein werden. CS, Stefan
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#639832 - 01/09/2009 23:30
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: stefand]
Hallo Stefan, Danke für Deinen Bericht. Der 80/400 scheint doch wohl etwas zu klein. Aber hier im Forum wird auch der 102/500er beschrieben und bekommt überwiegend gute Kritiken. Er ist transportabel, gut bei Deepsky und mit Einschränkungen auch bei Planeten einsetzbar (Gelbfilter): http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...ite_id/1#importGrüße, Marcus
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#639848 - 02/09/2009 02:34
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
- 114/900 Newton als allround - 114/450 Newton als allround??? - 130/650 Newton als allround??? - Mak 90/1250 für Planeten - Mak 102/1300 für Planeten - FH 80/400 für DS - FH 102/500 für DS
Marcus
Hi Markus, ohne den Rest zu lesen ist aus der Auswahl m.E. der 130/650 das universellste Gerät von der Anwendung her. Aber eine EQ3 sollte drunter damit es stabil ist. Die Frage ist ob das für Dich transportabel ist und ob genug Geld für Okus bleibt. Durch die kurze Brennweite und die Universalforderung an Objekten wirst Du nicht mit 2 Okularen hinkommen sondern eher 4 brauchen. vllt sogar 5. Was meinst denn dazu? CS
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#639850 - 02/09/2009 02:45
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, Aber hier im Forum wird auch der 102/500er beschrieben und bekommt überwiegend gute Kritiken. Er ist transportabel, gut bei Deepsky und mit Einschränkungen auch bei Planeten einsetzbar (Gelbfilter) so ein kurzer FH ist ein sehr schönes Gerät für Übersichtsbeobachtungen. Auch OIII oder H Regionen sind mit Schmalbandfilter hervorragend zu beobachten da hier der Farbfelher faktisch ausgeblendet wird. Aber für Planeten ist so ein kurzer FH selbst mit Einschränkungen eigentlich nicht zu gebrauchen. Es ist ja nicht nur ein Ästhetisches Problem mit dem Farbfehler sondern bei einem 102/500 FH ist der bereits so groß das auch Kontrast und Schärfe dadurch deutlich leiden. Die einzelnen Farben haben einen unterschiedlichen Fokus Du bekommst dadurch die Optik nicht mehr richtig scharf gestellt. Das fällt bei niedrigen Vergrößerungen nicht auf, aber bei für die Planetenbeobachtung sinnvollen Vergrößerungen macht sich das dann sehr deutlich bemerkbar, das Bild wird flau und Du kannst längst nicht mehr alle Details sehen die eigentlich diese Öffnung zeigen müsste. Wenn es doch ein Refraktor werden soll würde ich da Du ja eben auch Planeten möchtest unbedingt zu einem ED raten. So einen ED 80 gibt es ja bereits neu für unter 300 Euro und Du kannst hier von Übersichtsbeobachtungen bis zum Planeten alles abdecken. Grüße Gerd
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#639857 - 02/09/2009 07:06
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Gerd_Duering]
Hallo,
Danke für die weiteren Antworten. Mit den Unzulänglichkeiten bei dem kurzen FH am Planeten kann ich wunderbar leben, da ich für Planeten neben dem FH einen kleinen Mak kaufen würde. Beide erfüllen das Kriterium Transport mit dem Fahrrad sehr gut. Und wegen dem Budget muss ich nicht beide auf einmal kaufen. Alternativ kaufe ich mir nur ein Teleskop, nähmlich einen Newton. Das bietet vermutlich mehr Leistung am Planeten als der Mak und bei Deepsky als der kurze FH - jedoch auf Kosten der Transportabilität. Welche Variante ich letztlich wähle muss ich genau abwägen. Wenn der Newton von der Leistung her soviel besser ist, dann wird er das Rennen machen. Daher bin ich immernoch ganz scharf auf Erfahrungsberichte wie: - Mak 90 bzw. Mak 102 am Planeten versus Newton - FH 102/500 bei Deepsky versus Newton
Wenn ich so verschiedene Berichte lese über die kleinen Maks bzw. FH, dann meist eher positiv nach dem Motto: Den Kleinen geb ich nicht mehr her! Und hier ist mir bisher nicht so 100% klar ob der Newton wegen seiner großen Öffnung so viel besser ist das es sich lohnt, diesen im großen Trackingrucksack umständlich und mit Schweiss mit dem Fahrrad transportieren zu wollen. Auch wenn es mit Selbstbau-Dobson-Monti hier ja viele brauchbare Anregungen gibt ;-)
Danke und Grüße, Marcus
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#639860 - 02/09/2009 07:42
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Wenn es wirklich mit dem Fahrrad transportiert werden soll, dann musst du andere Wege gehen: - Kurze Instrumente, die kleine Hebelkräfte auf die Montierung übertragen und mit kleinen Montierungen auskommen - Eine azimutale Montierung oder eine Gabel, jedenfalls nichts mit Gegengewicht So, nun weiter. Wozu ein Planeteninstrument weit transportieren? Irgendeine Wiese in der Nähe reicht. Transport lohnt sich nur, wenn man dunklen Himmel erreichen muss. Riesige Öffnungen scheiden aus, die sind untransportabel. Damit ist der Mak aus dem Rennen. ein typischer 10cm-Mak ist kein Deep-Sky-Instrument. Es zeigt schon Kugelsternhaufen aufgelöst, auch alles an Planeten, was du beschreibst. Aber Orionnebel und Andromedanebel und anderere schöne Nebel sind nicht als Ganzes sichtbar, sondern nur teilweise - sie müssen 'abgefahren' werden. Für Planeten reicht der Tritt vor die Haustür oder auf den Balkon, dann könntest du auch etwas mehr Öffnung haben = mehr Auflösung. Was steht dir nun offen? - Wenn das Geld nicht so begrenzend wäre, dann ein 8 cm Apo. Ergibt weites Bildfeld für Deep Sky und ermöglicht schöne Beobachtungen der Milchstraße. Am Planeten kommt man bis 150x, damit ist viel drin. Ein Instrument für die Ewigkeit, das wirst du nie weggeben. Du rbausht kurzbrennweitige Okulare, da musst du ein wenige experimentieren. - Ein kurzbrennweitiger FH, vielleicht mit etwas mehr Öffnung. Deep-Sky-mäßig gilt das Gesagte. An Mond und Planeten sind dann mittlere bis starke Einschränkungen zu erwarten: Beobachtung durch strenge Farbfilter sind anzuraten, damit der systemimmanente Farbfehler unterdrückt wird. Aber auch damit lässt sich einiges sehen, dass was du angegeben hast, auf jeden Fall. - Ein Selbstbaudobson mittlerer Öffnung. Ich denke, dass man 15 cm Öffnung auf jeden Fall fahrradtauglich bekommt, vielleicht auch 20. Am billigsten ist der Kauf eines der oben empfohlenen Geräte, das ist ohnehin nur der Preis für die Optik. Du kannst das Gerät erst mal ne Weile unmodifiziert benutzen und dann zum Gitterrohr oder Einarmdob umbauen. Erheblichens handwerkliches Geschick ist nötig.
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Bleibt dran, am Okular. -- Uwe Pilz.
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#639862 - 02/09/2009 07:48
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hi Marcus, - Mak 90 bzw. Mak 102 am Planeten versus Newton - FH 102/500 bei Deepsky versus Newton Damit kann ich dienen... Ich hatte einige Zeit einen 4" Mak im Einsatz, im Bereich Deepsky natürlich einem 114/450 oder einem 150/750 schon sehr unterlegen vor allem was die erreichbaren APs und Felder angeht, war er am Planeten nicht schlecht aber wurde durch einen 6"igen Newton schon abgezogen was die Details angeht, wäre auch komisch wenn nicht durch niedrigere Obstruktion und mehr Auflösungsvermögen eines 6"ers... Einen FH 102/500 habe ich ebenfalls, das Gerät ist wie meine Vorredner schon geschrieben haben etwas für niedrigste Vergrösserungen also sagen wir mal bis 50x mit viel Leidensfähigkeit geht es auch höher aber da ist einfach nicht mehr viel drin. Der Unterschied zu einem auch nur 6" Newton im Bereich Deepsky ist bereits enorm, ich nehme mal als Beispiel den Kugelsternhaufen M13, im 4"er ein Wattebausch der den ein oder anderen Einzelstern zeigt ist im 6" Newton schon stark aufgelöst wenn der Himmel stimmt, da man mit dem 6"er nicht nur mehr Licht sammelt sondern auch höher vergrössern kann sind bei vielen Deepskyobjekten ein merkliches Mehr an Details möglich! Alle Geräte haben irgendwie ihre kleine "Nische" vor allem der 102/500 kann man schön für eine Handvoll sehr grosser Deepskyobjekte benutzen, aber als alleiniges Teleskop wäre er mir viel zu eingeschränkt, sieht man von den wenigen grossen Objekten ab (M31, NGC 7000, Cirruskomplex et al) dann spielt sich Deepsky darin nach dem Motto ab: sichtbar aber detailarm. Mir ist klar, dass du in Sachen Transportabilität so eingeschränkt bist, dass ein grösserer Spiegel wohl leider nicht in Frage kommt aber sowohl in Sachen Planeten als auch im bereich Deepsky wäre ein 6" Reisedobson das Maximum was alle Bereiche angeht und unterschätze nicht das Gewicht eines Refraktors - ein nicht mal sonderlich auf Leichtbau getrimmter 6" Reisedobson ist weit aus leichter und vor allem weniger sperrig als ein 4" Refraktor mit einer entsprechenden Montierung ! Viele Grüße Benny
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#639891 - 02/09/2009 09:53
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, den Vergleich Fernglas 80/400 muß man meiner Meinung nach etwas ausführlicher fassen. Dass die Geräte vergleichbare Leistung haben bezieht sich auf Beobachtung mit großen Austrittspupillen oder niedrige Vergrößerungen. Da bringt der 80/400 nicht viel mehr, weil die Lichtsammelleistung vergleichbar ist - optische Qualität mal aussen vorgelassen. Allerdings kann man beim 80/400 die Vergrößerung wechseln und sagen wir bei 50-100-facher Vergrößerung auch Offene Sternhaufen und kleinere Deepsky Objekte besser beobachten. Deswegen kann ein Fernglas auch kein Teleskop ersetzen. Mit dem Transport: vielleicht kannst Du nochmal genauer erzählen wie Du Dir das vorstellst. Einfach alles in nen Rucksack werfen und dann aufs Fahrrad, so gehts mit nem 5"-Newton vermutlich nicht. Man kann sich aber überlegen, eine gepolsterte Kiste für den Tubus hinten auf den Gepäckträger zu schnellen und Montierung und Stativ in gescheite Satteltaschen zu stecken. Oder vielleicht nen Anhänger fürs Rad entprechend herrichten. Dann kann man 10-15Kg doch schon transportieren. So könnte man auch ein C8 "transportfähig" machen. Dass man dann recht langsam und vorsichtig unterwegs ist, ist doch klar. Downhill aufm Mountainbike geht dann halt nicht, Waldwege auch nicht. Das setzt natürlich eine gewisse Planung voraus, insbesondere einen geeigneten Beobachtungsplatz, den man auf gescheiten Strassen/Wegen auch erreichen kann. Ich denke, das wäre schon noch ne Überlegung wert, bevor Du ständig auf andere angewiesen bist. Ob Dir das auf Dauer taugt kannst ja mal vorher ausprobieren: Maße und Gewicht der Ausrüstung in Erfahrung bringen, Fahrradausrüstung besorgen und dan was ähnliches einfach mal nachts um 10 bei 5° ein paar mal hin und her bugsieren. CS Klaus
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#639962 - 02/09/2009 14:23
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo,
bisher habe ich mich lange im Kreis gedreht aber nun endlich eine Entscheidung getroffen. Ich werde mir einen Newton anschaffen und Abstriche beim Transport machen bzw. mir Gedanken machen. Vermutlich wird dies ein 114/900er sein und kein 130/650er aus folgenden Gründen:
1) Der 114/900er ist preislich etwas besser insbesondere weil er okularunkritisch ist. Justierung, Okulare, Handling etc. sind bei f/8 einfacher als bei f/5.
2) Der 130/650er bietet nicht wesentlich mehr Details an Planeten und Deepsky als der 114/900er. Wenn der 114/900er irgendwann Lust zu mehr macht, dann gleich einen 150er oder 200er, aber keinen 130er.
Kann man das so stehen lassen oder irre ich in Punkt 2 doch sehr?
Danke und Grüße, Marcus
P.S. Ich sehe langsam Licht am Ende des Tunnels. Es könnte ein Stern sein ;-)
Bearbeitet von tonabnehmer (02/09/2009 14:36)
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#639983 - 02/09/2009 15:28
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Markus, in Punkt 2 hast du recht - die nehmen sich nicht viel. Auch in dem Punkt Okularanforderungen und Justieranforderungen hast du recht. Die Okularanforderungen des f/5 kannst du mit Plössls im Bereich 32 - 20mm und Blaukanten ab 15mm mildern, die Justierung ist Arbeit. Generell ist der 114/900 aber gutmütger in beiden Disziplinen. Den 114er gibt es meistens nur im Bundle mit leidlicher Montierung , Okularen etc. Als Einzelgerät habe ich einen 114er noch nicht gesehen - mich aber auch nicht speziell danach umgeschaut. Beiden Geräten würde ich eine EQ3 unterschnallen. Der 130er mit EQ2 und Leuchtpunktsucher ist aber eine besser Kombi, als ein 114er auf EQ2 mit 6*24 Sucher (die taugen gar nix). Der 130er hat einen Sucherschuh, da passt später auch mal ein 8*50 Sucher rein - viele 114/900er kommen mit einer verschraubten Lösung daher. Da sind die Hersteller nach meiner Ansicht irgendwie noch nicht auf den Trichter gekommen, dass auch langesamere Geräte, als f/5 mal individuell zusammengestellt werden wollen. Schau mal auf den Seiten bei TS, Astroshop, fernrohrland, intercom, ... und lass' dir ein konkretes Angebot für beide Modelle machen. Am Anfang täten es Plössl-Okulare oder Blaukanten (bei f/5 nur ab 15mm und kürzer). CS, Stefan
Bearbeitet von stefand (02/09/2009 15:48)
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#640044 - 02/09/2009 17:36
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: stefand]
Hallo,
ich komme aus 'ner ganz anderen Ecke, aber der Transport war mir mit das wichtigste und ich habe einen 8" Reisedobson, der in einer tragbaren (8kg) und vorstellbar im Rucksack verstaubaren Kiste kommt - es gibt da verschiedene Modelle und Hersteller - der Preis ist aber im 900-1000€ Bereich. Ich trage, fahre und benutze das Ding überall unterwegs und zuhause und bin eigentlich damit bisher sehr zufrieden - dazu kämen aber noch die Kosten für die Okulare und das ein oder andere Zubehör.
Nevertheless, es funzt auch für mich blutigen Anfänger. Wenn das finanziell irgendwie machbar ist sollte das auch eine Möglichkeit sein - wenn man keine zwei linken Hände hat wie ich, dann kann man sich sicherlich etwas abgucken und ähnliches selber bauen.
Gruß Angus
Bearbeitet von angus56 (02/09/2009 17:37)
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#640170 - 02/09/2009 23:32
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo, 1) Der 114/900er ist preislich etwas besser insbesondere weil er okularunkritisch ist. Justierung, Okulare, Handling etc. sind bei f/8 einfacher als bei f/5.
2) Der 130/650er bietet nicht wesentlich mehr Details an Planeten und Deepsky als der 114/900er. Wenn der 114/900er irgendwann Lust zu mehr macht, dann gleich einen 150er oder 200er, aber keinen 130er.
Hallo Marcus ich sehe das genau andersrum. zu 1) Okularunkritisch stimmt. Justierung nein, der Vorgang ist identisch. Händling - nein, der 130 iger ist wesentlich kürzer und damit leichter zu wackelfrei zu montieren und zu transportieren. zu 2) wesentlich ist relativ. Der Öffnungsvorteil ist gering aber ein 114er hat einen Kugelspiegel, kann maximal beugungsbegrenzt sein. Ein guter 130 iger Parabolspiegel kann mehr am Planeten Bei DS fällt mit dem 114/900 Großfeld zum Teil weg, weil Du kleines Feld hast und keine großen AP erzeugen kannst. An Nebeln wie Cirrus wird das schon deutlich nachteilig sein. Ein Upgrade 114 auf 150 ist unwahrscheinlicher als direkt auf 200. Welche Rolle spielt das nun? Alternative, Du bastelst Du gerne vorausgesetzt, dann nimm einen 150 f/5 newton und bau einen Reisedobson draus, wie ich einen hatte - siehe HP. Mit 4 Kilo und als kleines Kästchen zusammengelegt, höchst transportabel. CS
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#640280 - 03/09/2009 12:04
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Antares]
Hallo, im Laufe dieses Threads kam auch der Vorschlag eine azimutale Montierung zu verwenden. Diese sei leichter und damit transportabler und man hat nicht eine Million Teile, die montiert und justiert werden wollen. Weiterhin habe ich unter http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis.htm sehr informative Vergleiche der Leistung verschiedener Telekope an verschiedenen Objekten gefunden. Daher und wegen den nachvollziehbaren Ratschlägen von Euch will ich nun die nächste Entscheidung treffen und die Idee mit dem 114/900er aufgeben. Der ist eh etwas lang auch für einen großen Rucksack und hat an einer schwachen Monti zu viel Hebel. Ich habe nun nur noch zwei Varianten zur Auswahl: - 130/650 - 150/750 Von der Leistung her tendiere ich ganz klar um 150/750. Die Preise für den Tubus liegen bei ca. 160 Euro (Celestron 5,7 Kg; Skywatcher 4,7 Kg; beide mit 1,25" Auszug), 200 Euro (Skywatcher Crayford 2" Auszug, 4,9 Kg) und 270 Euro (GSO 2" Crayford, 5,9 Kg). Ich habe nun folgende Fragen: 1) Hat eine azimutale Monti noch einen weiteren Nachteil ausser das man ähnlich einem Dobson nachführt? Erreiche ich z. B. auch sehr hoch stehende Objekte? 2) Würde eine AZ3 einen 150/750 noch einigermassen halten oder wäre sie hoffnungslos überfordert? Die Gewichtsangaben der Tuben sind ja sehr wage, mal steht einfach ein Gewicht da, mal steht da mit Schellen und Sucher, mal nur Tubus. Eine EQ3-2 soll ja noch ausreichend sein: http://www.muba.de/Astroseiten/TabellenMontis/Montierungen_Visuell_select.php3) Auf was muss ich bei achten beim Kauf eines 130/650 oder 150/750 Tubus? Lohnt sich der 2" Auszug, bedingt er teure 2" Okulare. Vielen Dank für Eure unendliche Geduld und mit besten Grüßen, Marcus
Bearbeitet von tonabnehmer (03/09/2009 12:05)
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#640285 - 03/09/2009 12:29
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus, eine azimutale Montierung hätte .U. bei hoher Vergrößerung und einer automatischen Nachführung einen Nachteil. Beides tritt selten auf und bei einer Nachführung käme durch Motoren und Akkus ja nochmals Gewicht hinzu. Tragfähig sollte sie sein, denn mit einem 6" gehst du auch mal in den hohen Vergrößerungsbereich. Solche tragfähige Az.-Montierungen sind teuer. Die AZ3 halte ich für nicht besonders geeignet im Verbund mit einem 150/750 - ich kenne sie aber nicht genau. Ein f/5-Gerät kommt, wenn es ein großen Feld sein soll, recht schnell auf eine hohe AP. Bei 32mm sind das gleich 6,4mm - da kann der Himmel schonmal zu hell sein und dann sieht's nimmer so schön aus. Ein kurzbrennweitiges 2" kann da entgegenkommen - großes Feld, dunklerer Himmel - schaut gut aus und wirkt nicht so tunnelig, wie ein langbrennweitiges 1.25" mit 52° GF. Doch ein 2" für f/5 ist nicht billig, wenn du das große Feld auch scharf haben willst - ich bin mir nicht sicher, ob du diese Option nutzen würdest. Ein gescheiter OAZ (kein shifting, kein Wackeln), durchdachte Justagemöglichkeiten und ein stabiler Tubus sind wichtiger. Es ist eher so, dass stabilere OAZ beim 150/750er schon sehr häufig den 2"-Anschluss mitbringen. Betrachte es als goodie - vielleicht wirst du es einmal nutzen. CS, Stefan
Bearbeitet von stefand (03/09/2009 12:31)
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#640289 - 03/09/2009 12:53
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hi, für einen 150/750 brauchts ne eq5/gp/adm - sonst werden hohe Vergrößerungen sehr wackelig. Die az3 kenne ich nicht, ich bezweifle aber, dass die das schafft. natürlich kann man mit ner azimuthalen Montierung auch in den Zenit gehen. Die Konstruktion muß es halt zulassen, dazu den Händler mal fragen. Was die Okulare angeht, kommt drauf an. Der 6" F5 hat ja "nur" 750mm Brennweite. Damit bekommt man mit nem 32er Plössl schon fast 2° Feld - das ist schon ganz ordentlich. Mit 2" geht halt noch mehr Feld - je nachdem was man haben will. 2"-Okulare an sich bieten übrigens nicht immer Vorteile. Bei kurzbrennweitigen Okularen tuns 1.25" genauso, 26mm sind da glaube ich die Grenze. Bei 2" und F5 wird Randschärfe evtl. ein Thema. Wenn Du da Ansprüche hast ist die Diskussion um nen 50er mehr für den Tubus bereits nebensächlich. Wenn Du einen 2"-Auzug hast mußt Du nicht zwangsweise 2"-Okulare verwenden. In der Regel ist immer ein Reduzierung auf 1.25" dabei. Wichtig beim Kauf ist, dass der Spiegel wirklich ein Parabolspiegel ist, kein Kugelspiegel. Hast Du denn schonmal probiert mit nem vollen Rucksack und 6kg längere Zeit durch die Gegend zu tuckern? Würde ich mal ausprobieren, ob Dir das auf Dauer Spass macht. Wenns denn wirklich transportabel sein soll und das Budget bereits in die 300EUR alleine für den Tubus geht, würde ich mal nach gebrauchten C5/C6 kucken. CS Klaus
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#640297 - 03/09/2009 13:30
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo Stefan und Klaus,
das sieht dann wohl eher nach nem 130/650er aus. Das passt besser ins Budget und in meine Transportmöglichkeiten. Hier sollte dann aber eine AZ3 reichen oder lieber eine EQ3? Das beim Tubus und der Monti gesparte Geld würde ich dann lieber in halbwegs gescheite 1,25" Okulare und Filter stecken.
Danke und Grüße, Marcus
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#640298 - 03/09/2009 13:33
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo Klaus, Was die Okulare angeht, kommt drauf an. Der 6" F5 hat ja "nur" 750mm Brennweite. Damit bekommt man mit nem 32er Plössl schon fast 2° Feld - das ist schon ganz ordentlich. Mit 2" geht halt noch mehr Feld - je nachdem was man haben will.
Ich weiß nicht, was für einen Himmel der Marcus an seinem Beobachtungsplat haben wird, aber 32mm bei f/5 sind die von mir bereits angesprochenen 6,4mm austrittpupille. Mein 5 - 5.5m - Himmel reagiert darauf mit aufhelltem Himmelshintergrund, was kleine, nebelförmige Objekte optisch 'ersäuft'. Gleiches Feld mit weniger AP wäre zielführender, doch ... ...das ist bei 300€ Anfangsbudget kein Thema, denn ein 2 Zoll - 27mm Panoptic, welches vielleicht die Randschärfe bei f/5 hinbekommt, kostet nochmals 300€ ... Daher glaube ich, dass 2" von marcus erstmal ungenutzt bleiben wird und in die jetzige Betrachtung nicht hoch priorisiert mit einfließen sollten. Mechanisch stabil sollte der OAZ sein. Die größte Aufgabe beim 6" Newton sehe ich aber in der Montierung . Etwas wirklich nutzbares bei 300€ Anfangsbudget sehe ich nur im Bundle - das wird dann aber wohl eine EQ3. Wenn's die NEQ3 wäre, könnte man drüber reden. CS, Stefan
Bearbeitet von stefand (03/09/2009 13:36) Bearbeitungsgrund: Man tippt sich da manchmal einen Stuss zusammen ...
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#640299 - 03/09/2009 13:34
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: tonabnehmer]
Hallo Marcus,
was für Vorteile siehst Du denn in er az3?
Grüße
Klaus
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#640318 - 03/09/2009 14:42
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo Klaus, was für Vorteile siehst Du denn in er az3? ganz einfach Gewicht und Sperrigkeit. Eine EQ3 wiegt Originalstativ + Achsenkreutz schon über 6 kg lass da mal noch ein 2 kg Gegengewicht dazukommen dann bist Du mit 8 kg beim doppelten einer AZ3. Im Kofferraum sicher nicht so wichtig aber auf dem Fahrrad zählt jedes kg. Die Tragfähigkeit ist laut Händlerangaben für beide Montierungen mit 5 kg identisch. Grüße Gerd
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#640325 - 03/09/2009 15:12
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: KlausTietzel]
Hallo Markus, die AZ3 ist in meinen Augen nicht wirklich für den Newton geeignet. Ich hab sie unter einem FH 102/500 Refraktor, dort tut sie noch so leidlich. Aber für ein transportables Gerät würde ich auf ein Dreibein Stativ verzichten, und konsequent zum Dobson greifen: spart viel Gewicht und Transportvolumen. Ich bin gerade dabei meinen 200/1000 Newton auf eine Rockerbox zu stellen, er war bisher auf einer ADM Montierung . Ist zwar manchmal angenehm, vor allem die Nachführung beim Fotografieren, aber eigentlich zum Schnellspechteln zu aufwendig und zu schwer. Ausserden von der Stabilität her auch visuell grenzwertig. Mit etwa 35 kg Gesamtgewicht kann ich die ganze Kombination noch ohne Zerlegen durch den Garten tragen, aber mit einer einfachen Rockerbox komme ich auf etwa 16kg runter, und das noch deutlich stabiler. Leider läuft da ohne selber basteln fast nicht, der Bereich unter 200mm ist bei den Dobsons komerziell sehr schwach besetzt. Entweder wird ein kleiner Einarm Dobson (Skywatcher 130/650 oder Orion 150/750) angeboten mit entsprechend niedrigem Einblick und eher wackeliger Rockerbox, aber inclusive Campinghocker noch gut transportabel. Oder ein Newton auf parallaktischer Montierung , der schwer (Gegengewicht=OTA!) und wackelig ist, und für den Fahrradtransport zu unhandlich. Eventuell könnte da die Rockerbox für den GSO 150/900 interessant sein, die TS & Martini auf den Markt bringen wollen. Herzliche Grüße Arnold
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#640344 - 03/09/2009 16:06
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Arnold3]
Leider läuft da ohne selber basteln fast nicht, der Bereich unter 200mm ist bei den Dobsons komerziell sehr schwach besetzt. Hallo Arnold, immerhin den 150/1200 von Skywatcher gibt's als Dobson von der Stange bei einem der Forums-Sponsoren für 236 EUR. Zu dem Preis den GSO 150/900-Dobs wäre ein Traum... Ciao Martin Edit: Hilft dem Marcus mit dem schönen Nick nicht, da auch nix fürs Fahrrad...
Bearbeitet von Zonk (03/09/2009 16:08)
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#640371 - 03/09/2009 17:50
Re: klein, leicht, transportabel für den Einstieg
[Re: Zonk]
Hallo Martin,
der 150/1200 ist mir bekannt, aber den würde ich mir am Fahrrad nicht mehr auf den Rücken schnallen. Ist einfach zu lang und die Rockerbox ist sehr schwer.
Ich bin auch von Zeit zu Zeit auf dem Fahrrad mit Teleskop in den Seitentaschen unterwegs. Bisher bis zu FH 102/500 + AZ3 + Feldstecher in den Seitentaschen und am Gepäcksträger. Einen 150/750 mit einer leichten Multiplex Rockerbox würde ich da als Grenze ansehen, er sollte ja wegen der Erschütterungen eher auf den Rücken. Noch eher würde ich zum Skywatcher 135/650 greifen, der passt zusammengeschoben mit Camping Hocker und Okularen in den Rucksack.
CS Arnold
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