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watchgear Offline
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#682349 - 20/01/2010 11:41 Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau


Moin,

ich habe schon öfter über einen Umbau von Schmidt-Cassegrains gelesen, bei dem die Schmidt-Platte vom Fangspiegel gelöst und weiter nach vorne versetzt wird, während der Fangspiegel mit einer Spinne an der ursprünglichen Position verbleibt. Dadurch soll die Komakorrektur verbessert werden.

Ich denke darüber nach, mein 10" Meade-SC entsprechend umzubauen und suche nach entsprechenden Informationen. Eine Seite von Michael König habe ich bereits zu dem Thema gefunden. Aber entweder bin ich zu dämlich, oder die Angaben dort sind unvollständig. Von einem Teil der in den Formeln verwendeten Parameter finde ich nämlich keine Erklärung.

Eine andere Quelle konnte ich bisher nicht finden. Mit geht es vor allem darum, wie weit die Schmidt-Platte versetzt werden muss, um welche Reduktion des Koma zu erreichen.

Ich würde mich - trotz völliger Ahnungslosigkeit - auch an einem Optikdesign-Programm wie z.B. Oslo versuchen. Aber mit den, in der freien Version unterstützen, 3 optischen Flächen werde ich wohl beim SC nicht weit kommen. Das ganze hätte natürlich auch nur Sinn, wenn ich ein fertiges SC-Template hätte, bei dem man nur die Abstände variieren muss.

Es würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand auf die Sprünge helfen könnte...

Gruß
Klaus

P.S.

Ach so ja - die Seite von Michael König: http://astro.schmid-koenig.de/instruments/instruments_sctmod.html

Dort fehlen mir Informationen zu Alpha, Beta, und f1...


Bearbeitet von watchgear (20/01/2010 11:45)
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P_E_T_E_R Offline
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#682386 - 20/01/2010 13:32 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Antwort auf:
Dort fehlen mir Informationen zu Alpha, Beta, und f1...


Hallo Klaus,

diese Größen sind doch alle auf der Seite von Michael König definiert:

f und f1 sind die Brennweiten vom Fang- und Hauptspiegel

d und d_c sind die Abstände von Fangspiegel und Korrektor vom HS.

b ist der Backfokus

Damit sind dann auch alle abgeleiteten Größen, also insbesondere die dimensionslosen Parameter M = f/f1, R = d/f1, D = d_c / f1, ebenso wie alpha und beta definiert.

Oder verstehe ich Dein Problem nicht richtig?

Dass ein konventionelles (also kompaktes) SCT nicht komafrei sein kann, folgt ja schon aus dem wohlbekannten Umstand, dass die klassische von Berhard Schmidt erfundene komafreie Konfiguration der Schmidt Kamera die Korrektorplatte im Krümmungsmittelpunkt des Kugelspiegels hat, also bei d_c = 2*f1 bzw. D = 2. Nun, so eine Kamera arbeitet im Primärfokus, also ohne Cassegrain Fangspiegel, so dass der Vergleich nicht in jeder Hinsicht stimmt. Jedenfalls kann ein einfacher sphärischer Fangspiegel eine im Primärfokus schon vorhandene Koma auch im Cassegrain Fokus nicht mehr eliminieren.

So eine "echte" Schmidt Konfiguration ist dann natürlich ganz erheblich länger, unhandlicher, und auch schwieriger zu montieren. Der eigentliche Vorteil einer ultrakompakten Bauweise beim SCT geht dabei völlig verloren. Da ich sowohl ein C14 als auch eine echte Schmidt Kamera in diesem Format besitze, weiss ich auch, wovon ich rede ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter


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watchgear Offline
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#682433 - 20/01/2010 15:07 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: P_E_T_E_R]


Hallo Peter,

Antwort auf:
f und f1 sind die Brennweiten vom Fang- und Hauptspiegel


Jo - die kenne ich aber nicht...

Antwort auf:
d und d_c sind die Abstände von Fangspiegel und Korrektor vom HS


Das müsste man ja theoretisch nachmessen können. Da die Kiste aber über den Hauptspiegel fokussiert wird, stehen sie nicht fest, sondern sind variabel.

Antwort auf:
b ist der Backfokus


Ich bin mir nicht sicher - aber den könnte man vermutlich anhand der Sonne und eines Projektionsschirms messen? Da der ebenfalls von der HS-Fokussierung abhängen dürfte, sind damit vermutlich auch d und d_c definiert. Sicher bin ich mir da aber auch nicht...

Antwort auf:
ebenso wie alpha und beta definiert.


Zugegeben - die Formeln für Alpha und Beta habe ich gerade erst entdeckt. Ab und zu hilft es auch, mal richtig hinzuschauen...


Nichtsdestotrotz wäre ich froh, mir die benötigten Werte (f, f1, d, d_c) für das 10" SC von Meade durch eine blöde Frage erschleichen zu können. Soweit ich gehört habe, lassen sich die Meade-SCs nicht zerstörungsfrei demontieren. Mir geht es erstmal um die Information, wie lang der Tubus durch den Umbau werden müsste - um zu entscheiden, ob sich das für mich lohnt. Es wäre dumm, wenn ich die Büchse nur für diese Information schon komplett zerlegen müsste, um die entsprechenden Werte zu messen...

Andererseits - Michael König schreibt, dass die ideale Abstandsvergrößerung bei seinem C11 353mm betragen würde, er mit einer Verlängerung in Höhe der Teleskopöffnung (beim C11 = 279mm) immerhin das Koma um 80% reduziert.

Wenn man das einfach maßstäblich auf das 1" kleinere Meade-SC übertragen kann, würde das auf ideale 320mm, bzw. 254mm für 20% Koma hinauslaufen. Kann man das so sehen?

Gruß
Klaus


Bearbeitet von watchgear (20/01/2010 15:13)
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watchgear Offline
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#682448 - 20/01/2010 15:46 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Sorry - natürlich gibt es auch Formeln, aus denen man z.B. ausgehend von f und M einen Näherungswert für f1 bekommt. Usw...

In der eigentlich interessanten Formel:

D_ideal=2/g*M^2+a*b*(1-R)/R

...kommen dann aber auf einmal a und b vor. Da die Formel im Text steht und nicht wie die anderen in einem Grafikfenster, könnte es sein, dass Alpha und Beta gemeint sind. Damit käme ich aber auf völlig andere Werte. Gut - b kann auch der oben erwähnte Backfokus sein. Aber was ist dann a?

Gruß
Klaus
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Echo Offline
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#682453 - 20/01/2010 16:06 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus

zumindest die Brennweite für ein Meade 10" SC findest du hier.

http://starizona.com/acb/hyperstar/specs.aspx


Grüße

Thomas

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Andreas_Roerig Offline
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#682463 - 20/01/2010 16:43 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

an solch einen Umbau habe ich auch schon mal gedacht. Allerdings ist das ganze recht aufwändig. Mittlerweile gibt es ja einen von P. Keller gerechneten Korrektor für SCTs. Evtl. wäre das die einfachere Lösung des Problems.

Gruß
Andreas
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watchgear Offline
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#682466 - 20/01/2010 16:57 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: Andreas_Roerig]


Hallo Andreas,

ja - darüber habe ich auch schon nachgedacht. Ich halte 350,- EUR allerdings ebenfalls für aufwändig zwinker

Ich sehen den Vorteil des umgebauten SCs eher darin, dass ich es (hoffentlich) bei unterschiedlichen Brennweiten einsetzen kann. D.h. bei 2500mm, 1500mm (f/5,9 mit Alan Gee) und evtl. 838mm (f/3,3 mit Meade-Reducer). Wobei ich an letzters nicht wirklich glaube. Die entsprechenden Reducer habe ich jedenfalls schon - die Ergebnisse mit dem unmodifizierten SC sind allerdings dürftig. Mit dem Keller-Korrektor wäre es wieder nur eine nutzbare Brennweite.

Gruß
klaus
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P_E_T_E_R Offline
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#682525 - 20/01/2010 20:16 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]



Hallo Klaus,

ich fürchte, Du machst Dir völlig falsche Vorstellungen über den erforderlichen Aufwand und den möglichen Nutzen einer solchen Aktion. Wobei ich davon ausgehe, dass Du nach einem solchen Umbau formatfüllend photographieren möchtest, sonst macht das eh keinen Sinn.

Wie stellst Du Dir denn die Montierung von einem derartigen Monstrum vor? Die vorhandene Montierung würde das völlig überfordern und eine, die das schafft, kostet viele, viele tausend Euro.

Wer weiss denn Konkretes über den auch hier wieder genannten Korrektor für Schmidt-Cassegrains von Philipp Keller?

Vor bald zwei Jahren hatten wir Hoffnung darauf, aber dann hat sich das alles wieder verflüchtigt:

Keller Korrektor für SCTs

Oder habe ich da etwas verpasst?

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

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watchgear Offline
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#682553 - 20/01/2010 22:26 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: P_E_T_E_R]


Hallo Peter,

ich denke wirklich, der Aufwand hält sich in vertretbaren Grenzen. Vorder- und Hinterteil des SC werden vom alten Tubus getrennt und dieser durch einen neuen, längeren Hartpapiertubus ersetzt. Der Fangspiegel wird an der ursprünglichen Position mit einer ganz normalen Fangspiegelspinne befestigt. Die Justageschrauben für die Kollimation werden durch lange Gewindestangen ersetzt und kommen vorne im Loch der Schmidtplatte wieder heraus.

Natürlich - gemacht habe ich das noch nicht. Ich wüßte aber ehrlich nicht, woran man da scheitern sollte.


Natürlich will ich formatfüllend fotografieren - die Frage ist nur, mit welchem (Chip-) Format das dann geht. Ich hoffe, für den verhältnismäßig kleinen Chip einer Atik 16HR wird sowohl die Ausleuchtung, als auch das korrigierte Feld reichen.


Zum Thema Montierung : Das 10" SC wiegt momentan 11kg. Lass es ruhig mal 5kg schwerer werden - oder von mir aus auch 10kg...
Welches Problem sollte die G11 damit haben?


Den Keller-Korrektor gibt's hier: http://www.teleskop-express.de/shop/prod...assegrains.html

Ob er etwas taugt, kann ich allerdings nicht beurteilen.

...und ja - Du hast da etwas verpasst ironisch

Gruß
Klaus
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P_E_T_E_R Offline
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#682573 - 21/01/2010 01:32 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]



Antwort auf:
Zum Thema Montierung : Das 10" SC wiegt momentan 11kg. Lass es ruhig mal 5kg schwerer werden - oder von mir aus auch 10kg...
Welches Problem sollte die G11 damit haben?


Hallo Klaus,

Es ist ja nicht nur das größere Gewicht, sondern vor allem auch die doppelte Länge.

Na, dann mal viel Spaß mit diesem Projekt. Für mich wär das jedoch nichts ...

Aber besten Dank für den Link - also der Wolfi macht das jetzt! Ist ja irre, das muss ich mir besorgen ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

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Andreas_Roerig Offline
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#682689 - 21/01/2010 17:27 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: P_E_T_E_R]


Hallo Peter,

Antwort auf:
Aber besten Dank für den Link - also der Wolfi macht das jetzt! Ist ja irre, das muss ich mir besorgen ...


Dann laß uns bitte wissen, wie es funktioniert.

Gruß
Andreas
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KaStern Offline
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#682707 - 21/01/2010 19:04 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Antwort auf:
ich habe schon öfter über einen Umbau von Schmidt-Cassegrains gelesen, bei dem die Schmidt-Platte vom Fangspiegel gelöst und weiter nach vorne versetzt wird, während der Fangspiegel mit einer Spinne an der ursprünglichen Position verbleibt. Dadurch soll die Komakorrektur verbessert werden.


das funktioniert tatsächlich. Falls du das Buch Telescope Optics
der Autoren Rutten/van Venrooij noch nicht haben solltest:
Im Kapitel 9.3 "Visual" Schmidt-Cassegrain beschreiben die Autoren
die off-axis Koma des SCT und mit welchen Maßnahmen die off-axis Coma
beseitigt werden kann:

a) ashärisieren des Primärspiegels
b) asphärisieren des Sekundärspiegels
c) sowohl a als auch b
d) Veränderung der Position der Schmidt-Platte

Die Autoren erwähnen zur Methode d)
Es kann beim 8"f/10 SCT mit 2 sphärischen Spiegeln off-axis Koma
beseitigt werden wenn der Korrektor in 550mm Abhstand zum Hauptspiegel
platziert wird. Der Korrektor braucht dann aber die richtige "Power"
(Rutten/van Venrooij geben 72,5% an). Was das für die bei deinem Teleskop
vorgefundene Schidtplatte bedeutet kann ich dir leider nicht sagen.
Ich vermute daß die ideale Position der Platte abweichen
wird von dem was man beim idealisierten Design erwarten würde.
Für deinen 10" wirst du den idealen Abstand sowiso austesten müssen,
es sei denn es berechnet ihn dir jemand der ein leistungsfähiges
Optikdesignprogramm einsetzen kann.

Bei vergrößertem Abstand Korrektor - Huptspiegel wirst du
bei den off-axis Lichtbündeln etwas Vignettierung bekommen.
Der Hauptspiegel müßte größer sein, oder aber du müßtest
die Öffnung leicht abblenden.

CS,Karsten

Edit:
Antwort auf:
Die Justageschrauben für die Kollimation werden durch lange Gewindestangen ersetzt und kommen vorne im Loch der Schmidtplatte wieder heraus.


Das würde ich lieber lassen. Mach doch statt dessen eine kleine
Serviceöffnung (Klappe, etc) in Höhe des Fangspiegelhalters
in den HP Tubus.


Bearbeitet von KaStern (21/01/2010 19:28)
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watchgear Offline
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#682808 - 22/01/2010 08:59 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: KaStern]


Hi Karsten,

das habe ich im Rutten auch gelesen - aber ein fertiges Rezept wird dort leider nicht angeboten.

Ich würde vermutlich auch jemanden mit einem Optikdesign-Programm auftreiben. Damit habe ich aber noch keine Informationen, wie z.B. die Schmidt-Platte konkret geformt ist.

In sofern ist die Seite von Michael König schon das Beste, was man zu dem Thema bekommen kann. Ich finde nur, die Formeln (vor allem die für D_ideal) sind nicht ganz klar.

Ich habe ihn mittlerweile angemailt und er hat mir bestätigt, dass ich vermutlich die Werte vom C11 auf den 10"er übertragen kann. Es muss ja auch nicht auf den mm stimmen...

Antwort auf:
Für deinen 10" wirst du den idealen Abstand sowiso austesten müssen


Coole Idee - ich frag gleich mal bei Wolfi an, was ein 10"-Crayford kostet laugh

Gruß
Klaus
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mkoenig66 Offline
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#682830 - 22/01/2010 10:00 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus et al.

ich hatte Dir ja schon geantwortet - und ich finde es klasse, wenn hier über diese Umbauvariante diskutiert wird.

Sicherlich ist es ein Aufwand, und die Zwischenring Fertigung, wie ich es beim C11 Umbau gmeacht habe, ist ein "umfänglicher" Ansatz, der mich v.a. wegen der Fertigungstechnik sehr interessiert hat. Und die Vorbereitungen mit der Autocad-Detaillierung sind nicht mal eben zu machen.

Ein wichtiger Punkt war die Ermittlung der optischen Parameter, da ja keine offiziellen Daten vorliegen. Zum einen habe ich beim zerlegten C11 die sphärichen optischen Komponeten vermessen und dann mit Optikprogrammen ein SCT Design zusammengebaut. In Bezug auf die Schmidtplatte habe ich dann mit den mathematischen Vorgaben die Koeffizienten iterativ bestimmt. Das Ganz hat auch einige Zeit gedauert und ich habe dabei auch die Formen der außeraxialen Spots benutzt, die man durch Koeffizientenvariation zu modellieren versucht.

Mit dem ermittelten SCT-Optikdesign konnte ich nun die Wirkung einer Vorversetzuung der Schmidtplatte schrittweise durchspielen. und verfolgen, wie sich die Bildfehler verändern. Die Theorie der Koma-Reduktion kann man so sehr gut belegen und eine Planung für den Umbau konkretisieren.

Den einfachsten Weg geht man mit der Nutzung eines Hartpapiertubus, der vorne die Originalring mit der Schmidtplatte aufnimmt und der eine FS-Spinne nutzt, wie man sie beim Cassegrainbau einsetzt. Der Tubus bekommt, wie beschrieben, einen Eingriff um den FS zu justieren. Die Materialkosten würde ich auf 150 Euro schätzen. An den Originalteilen wird nichts zerstört, so dass man auch alles zurückbauen kann.

Der Keller Korrektor gab es damals noch nicht als ich meinen Ansatz verfolgte, aber er ist sicherlich der am wenigsten aufwändige Ansatz die SCT Bildfehler zu reduzieren.

Michael


Bearbeitet von mkoenig66 (22/01/2010 10:01)
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#682844 - 22/01/2010 11:16 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: mkoenig66]


Hallo Michael,

Antwort auf:
Der Keller Korrektor gab es damals noch nicht als ich meinen Ansatz verfolgte, aber er ist sicherlich der am wenigsten aufwändige Ansatz die SCT Bildfehler zu reduzieren.


Zumindest ist das anzunehmen...

Bedenkt man den Ruf von Philip Keller, ist wohl anzunehmen, dass er keinen Schrott produziert. Allerdings hatte ich auch schon das eine oder andere Teil, auf dem "TMB" stand krank

Die diversen anderen Reducer/Flattener, die man für SCs bekommt, taugen ja auch nur bedingt.

Dazu hätte ich übrigens noch eine Frage, die sich auch darauf bezieht, warum ich den Umbau für die bessere Variante halte:

Nach dem Umbau habe ich ja (hoffentlich) ein gut korrigiertes SC mit 2,5m Brennweite. Das ist auch durchaus eine Brennweite, in der ich es ab und zu nutzen möchte. Im Allgemeinen ist mir das aber viel zu viel - und vor allem viel zu langsam.
Ich habe hier einen Alan Gee Mark II (f/5,9) und einen Meade-Reducer (f/3,3). Die haben ja neben der Brennweitenreduzierung auch noch eine Korrektor-Wirkung. Wenn ich die nun an dem bereits korrigierten System einsetze - bekomme ich dann eine Art Überkorrektur?

Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Soweit ich es verstanden habe, sind diese Reducer ja einfach nur achromatische Sammellinsen, die von Natur aus auch einen korrigierenden Einfluss haben.


Falls also diese Reducer mit dem korrigierten System noch einsetzbar sind, halte ich den Umbau für sinnvoller, als den Keller-Korrektor. Einfach, weil das System universeller einsetzbar ist. Das Stückchen Tubusverlängerung - sei's drum!

Gruß
Klaus
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mkoenig66 Offline
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#682876 - 22/01/2010 13:22 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Reducer kann man weiterhin einsetzen, meist sind es ja "normale" Achromate, die hier genuzt werden, und bei großen Chips die bekannten Probleme machen bzgl. Randabbildung und Vignettierung. Ich hatte dazu auch mal ein paar Beispiel Spots gerechnet - und die realen Daten sahen auch genau so aus.

Der Ansatz des Korrektors von Philip ist ja ein komplexerer Aufbau, der auch die Brennebenen-Krümmung positiv beeinflusst.

Was man anmerken könnte ist die Positionierung des Korrektors im "optical path", d.h. er sitzt ja baubedingt weit hinten und verlängert die Backfokus-Aufbauten. Ich denke, das hat einen Einfluss auf die Vignettierung, aber ich habe noch kein Beispielbild gesehen, bin mir also diesbzgl. nicht sicher.

Michael
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#682917 - 22/01/2010 15:14 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: mkoenig66]


Ja - dann werde ich ich das jetzt mal so in Angriff nehmen. Da ich meistens einen verhältnismäßig kleinen Chip (10,2x8,3mm) verwende, sollte es mit der Vignettierung bei f/6 noch gut gehen.
Dass f/3,3 eher in Richtung Wunschdenken geht, ist mir klar...

Gruß
Klaus
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P_E_T_E_R Offline
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#682922 - 22/01/2010 15:50 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Antwort auf:
Ich habe hier einen Alan Gee Mark II (f/5,9) und einen Meade-Reducer (f/3,3). Die haben ja neben der Brennweitenreduzierung auch noch eine Korrektor-Wirkung. Wenn ich die nun an dem bereits korrigierten System einsetze - bekomme ich dann eine Art Überkorrektur?


Hallo Klaus,

grundsätzlich wäre das schon möglich, denn ein gut konstruiertes optisches Element, sei es nun ein Reducer/Flattener oder ein Extender/Barlow, sollte sämtliche Abbildungsfehler minimieren, also auch (aber nicht nur) Koma, soweit das mit einer bestimmten Zahl von Linsen möglich ist.

Inwieweit ein solches Korrekturelement dann aber praxistauglich ist, hängt nicht nur vom Design des Elements selbst ab, sondern auch davon, inwieweit die zugrundegelegten theoretischen Parameter der Teleskopoptik erfüllt sind.

Da die genauen Details kommerzieller Korrekturelemente von den Herstellern gewöhnlich nicht preisgegeben werden, hilft hier auch OSLO oder ZEMAX nicht viel, man muss die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines bestimmten Korrektors an einem bestimmten Teleskop im praktischen Einsatz testen.

Antwort auf:
Nach dem Umbau habe ich ja (hoffentlich) ein gut korrigiertes SC mit 2,5m Brennweite. Das ist auch durchaus eine Brennweite, in der ich es ab und zu nutzen möchte. Im Allgemeinen ist mir das aber viel zu viel - und vor allem viel zu langsam.


Neben den üblichen Reducern vor dem Cassegrain Fokus gibt es ja noch die Möglichkeit, im Primärfokus zu arbeiten, indem man den Fangspiegel im Schmidt-Korrektor ausbaut und dort stattdessen eine Korrekturoptik einsetzt. Damit wird das optische System dann von f/10 auf f/2 beschleunigt!

Sowas wurde vor Jahren mal von Celestron als "Fastar" Variante angeboten. Inzwischen wird das Konzept unter dem Produktnamen "Hyperstar" von der Firma Starizona in Tuscon, AZ, vermarktet.

In der gerade erschienenen Februarausgabe von S&T gibt es einen ausführlichen Bericht von Dennis di Cicco dazu auf S.34-37. Damit können dann insbesondere Fastar kompatible Celestrons, mit entsprechenden Umbaukits aber auch viele gewöhnliche SCs von Celestron und Meade, zu sehr schnellen Photomaschinen aufgerüstet werden, wobei der Wechsel zwischen f/10 und f/2 nach Einbau entsprechender Adapter in der Korrektorplatte in beiden Richtungen innerhalb kurzer Zeit möglich sein soll.

Hier sind ein paar Links dazu:

HyperStar 3 Lens - for C11

C11 Conversion Kit

Entsprechende Optiken und Kits sind auch für C6, C8, C14 und sogar für bestimmte Meade Geräte verfügbar.

Meade 10" SCT Conversion Kit

Mit einem f/2 System reichen dann extrem kurze Belichtungszeiten. Je nach Himmelsqualität dürften 1 bis 5 Minuten typisch sein. Dabei sollte man nicht nur das Öffnungsverhältnis, sondern auch die im Vergleich zu Refraktoroptiken erheblich größere absolute Öffnung im Auge behalten. Damit lassen sich also auch wesentlich schwächere Punktlichtquellen (Sterne!) abbilden.

Da ich sowohl ein C14 als auch eine echte Schmidt Kamera in diesem Format habe, zwischen denen ich je nach Bedarf wechsele, habe ich selber keinen Bedarf dafür und auch keine Erfahrung damit, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen SCT Besitzer hier.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter


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watchgear Offline
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#683024 - 22/01/2010 22:45 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: P_E_T_E_R]


Hallo Peter,

Antwort auf:
denn ein gut konstruiertes optisches Element


Nun - ich gehe eigentlich davon aus, dass es sich bei den genannten Reducern nicht um solche handelt. Ich vermute eher, dass man für die Reducer-Wirkung ein entsprechendes (Sammel-) Linsensystem gebaut hat, welches naturbedingt auch eine korrigierende Wirkung hat. Deshalb bewirbt man es natürlich gleich auch als Korrektor bzw. Flattener.
Zugegeben - ich habe keine Ahnung von Optik, aber ein wenig vom Vertrieb biggrin
Wären die genannten Reducer extra gerechnet, um die Bildfehler eine f/10 SC zu korrigieren, würden sie das ja auch - zumindest halbwegs - tun. Davon kann aber nur bedingt die Rede sein.

Antwort auf:
Neben den üblichen Reducern vor dem Cassegrain Fokus gibt es ja noch die Möglichkeit, im Primärfokus zu arbeiten


Ja klar - über den HyperStar habe ich auch schon nachgedacht. Es gibt jedoch 3 Faktoren, die mich davor zurückschrecken lassen:

- mit dem HyperStar gibt es keine Chance mehr, mit einem hinten angebrachten Crayford zu fokussieren. Die meisten SC-Besitzer gönnen sich einen solchen Auszug ja selbst bei f/10. Und ich soll f/2 mit dem Wackelhauptspiegel fokussieren? Nee - lieber nicht.

- HyperStar taugt vor allem für Kameras mit kleiner Fläche - z.B. StarlightXPress. Bei großen SCs, wie deinem C14 mag die Kamera auch schonmal etwas größer sein, da die verbleibende Fläche der Optik groß genug ist. Eine Canon oder Atik mit HyperStar vor ein 10" SC? Da bleiben von f/2 nur noch die Nachteile (z.B. Fokussierung) - besonders lichtstark ist die Konstruktion dann wohl nicht mehr.

- ganz einfach: der Preis...


Ich muss zugeben - mir geht es bei der SC-Geschichte vor allem um eine universelle Low-Cost-Lösung. Bis auf die volle Brennweite von 2,5m habe ich eigentlich diverse gute Fotooptiken und brauche die SC-Lösungen mit Reducer eigentlich nicht. Wenn es aber funktionieren sollte, bin ich trotzdem froh. Dann muss ich auf unserer nächsten Tour nach Südspanien nämlich nicht 6 verschiedene Optiken mitschleppenn, sondern evtl. nur 3...
Das SC habe ich gebraucht für 400,- EUR erstanden und zwar zu dem Zweck, exakt diesen Umbau damit durchzuführen. Wenn es dann doch nicht taugt, bekomme ich es bestimmt wieder los. Aber Dinge wie HyperStar oder Keller-Korrektor passen da einfach nicht ins Konzept.

Gruß
Klaus
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P_E_T_E_R Offline
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#683142 - 23/01/2010 13:55 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]



Hallo allerseits,

zu den von Philipp Keller gerechneten Korrektoren für Schmidt-Cassegrains möchte ich noch auf folgendes Update hinweisen:

ASA Pläne zur weiteren Vermarktung von SC-Korrektoren

Anscheinend gibt es da bald etwas Bewegung ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

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Telescopia Offline
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#683236 - 23/01/2010 20:53 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Antwort auf:
das habe ich im Rutten auch gelesen - aber ein fertiges Rezept wird dort leider nicht angeboten.

Ich würde vermutlich auch jemanden mit einem Optikdesign-Programm auftreiben. Damit habe ich aber noch keine Informationen, wie z.B. die Schmidt-Platte konkret geformt ist.


Ein Konzept wurde nicht gegeben weil die Lage der neutralen Zone eine Rolle spielt. Sie bestimmt bei der Optimierung was sich am Krümmungsradius des Sekundarspiegels ändert. Leider ist die Lage der neutralen Zone nicht bekann, oder man sollte die vermessen auf einen großen Planspiegel.
Wenn dann die Krümmungsradien der beiden Spiegel bekannt sind kann man exact berechnen (wenn du die Daten hast will ich das sogar für dich tun) wo die Platte palziert werden sollte um minimale Koma zu bekommen.

Man hat aber in Figur 21.4 schon einen Eindruck in welcher Gegend man sein wird.

Gruß, Harrie
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Fortgeschrittene Astroamateure sehen durch Teleskope anderer meistens Abbildungsfehler statt Sterne
(Dr. WvE 26/2-82, "Telescope Optics", Kap.4)

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watchgear Offline
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#683261 - 24/01/2010 00:42 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: Telescopia]


Hi Harrie,

ich habe mittlerweile viel mit Michael König kommuniziert. Dabei ist unterm Strich herausgekommen, dass sich der perfekte Wert für den Versatz der Schmidtplatte eigentlich berechnen läßt. Vor allem, weil der Hauptspiegel beweglich ist und alles vom Abstand der Schmidtplatte, bzw. des Fangspiegels zum Hauptspiegel abhängt.

Ich habe mir jetzt einen gutem Mittelwert ausgeknobelt und werde es damit einfach mal probieren. Sonst bräuchte ich nämlich doch noch einen 10"-Crayford biggrin

Ich bin mir sicher, dass das Ergebniss zumindest um einiges besser als der Originalzustand wird...

Gruß
Klaus
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Telescopia Offline
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#683296 - 24/01/2010 10:17 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Antwort auf:
Vor allem, weil der Hauptspiegel beweglich ist und alles vom Abstand der Schmidtplatte, bzw. des Fangspiegels zum Hauptspiegel abhängt.


Ist war, aber hat hier keine Bedeutung. Deine Kamera hat eine feste Position zum System wenn du fotografierst. Also auch eine feste Position des Primairspiegels. Wenn dieser Abstand abweicht von der von Designer erdachte Position wird das System etwas unter- oder überkorrigiert sein. Die Toleranz ist da nicht sehr groß wenn man hohe Ansprüche hat. In dieser Position ändert sich alle Werte in dem erste Formelnblock auf Michaels Seite (die Formeln sind ja aus meinem Buch). Deshalb hat Michael ja auch recht das es davon abhängig ist. Aber wenn man die Position hat wobei man fotografiert und rechnet alles um und fokussiert mit einer Crayford, dann ist alles konstant und kann man den Wert genau bestimmen.

Die Toleranz auf den errechneten Wert ist aber groß (viele millimeter).

Gruß,
Harrie
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watchgear Offline
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#698300 - 16/03/2010 15:08 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: Telescopia]


Mahlzeit,

ich wollte nicht versäumen, von dem mittlerweile durchgeführten Umbau zu berichten.

Zwei sehr nette Menschen haben mich derart unterstützt, dass der Aufwand für mich praktisch gleich null war. Zunächst bekam ich einen passenden Hartpapiertubus geschenkt - und dann hat man mir noch eine passende Fangspiegelspinne gebaut, die ich nur noch zusammenlöten musste. Das hätte ich dann beinahe noch versemmelt - im zweiten Anlauf, mit dem richtigen Abstand der Brennerflamme ging es aber sehr gut.

Tja - nur das Ergebnis der Bastelei hat mich etwas enttäuscht. Leider hatte ich bisher nur kurz Zeit für einen oberflächlichen Test, weshalb ich noch keine Beweisfotos vorlegen kann. Es scheint mir aber so zu sein, dass das nicht kompakte SC nun bei voller Brennweite durchaus eine sehr gute Abbildung hat. Mit den Reducern (Alan Gee & Meade 3,3) kommt es jetzt aber überhaupt nicht mehr klar. Die Vignettierung ist um einiges stärker geworden und die Abbildung in den Ecken um einiges grausliger.

Wie gesagt - das ist nur ein erster Eindruck, den ich noch nicht wirklich belegen kann. Bei nächster Gelegenheit werde ich Beweismaterial beibringen...

Gruß
Klaus


Bearbeitet von watchgear (16/03/2010 15:09)
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KaStern Offline
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#698325 - 16/03/2010 16:48 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Antwort auf:
Es scheint mir aber so zu sein, dass das nicht kompakte SC nun bei voller Brennweite durchaus eine sehr gute Abbildung hat. Mit den Reducern (Alan Gee & Meade 3,3) kommt es jetzt aber überhaupt nicht mehr klar. Die Vignettierung ist um einiges stärker geworden und die Abbildung in den Ecken um einiges grausliger.


die nun mit Alan Gee Reducer grauselige off-axis Abbildung hätte
dir jeder Optikdesigner vorher sagen können.
Denn dieser "Reducer" nahm sich auch der off-axis Koma des SC an
und war an die Bildfeldwölbung des SC angepaß.

Diese Parameter haben sich aber durch den Umbau geändert
und deshalb funktioniert der Alan Gee nicht mehr gut. Leider.

CS,Karsten
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#698408 - 16/03/2010 20:19 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: KaStern]


Hi Karsten,

ich hatte die mir (und anderen) die Frage vor dem Umbau ja auch gestellt. Die Einschätzungen waren unterschiedlich (siehe oben). Jetzt wissen wir's...

Gruß
Klaus
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Telescopia Offline
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#698682 - 17/03/2010 18:29 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Antwort auf:
Die Vignettierung ist um einiges stärker geworden und die Abbildung in den Ecken um einiges grausliger.


Das kann nicht sein. Der Einfluß der anderen Position der Schmidtplatte auf dem Strahlengang ist so gering hinsichtlich der Beleuchtung der Bildebene dass dieses nicht die Ursache sein kann der "um einiges stärker gewordenen Vigenttierung".

Bist Du sicher das der Sekundarspiegel an der selben Stelle steht wie vorher? Da es ein SCT ist mit einer Spiegelfokssierung nehme ich an das die Lage der Bildebene zur Mechanik des Tubus gleich geblieben ist.

Noch eine Frage: ist die Schmidtplatte und der Sekundärspiegel (ich nehme an der Primärspiegel ist nicht ausgebaut worden, wenn ja, der auch) in Rotationrichtung in der selben Position wie vorher? Dabei die Schmidtplatte auch ob die himmelseitige Fläche noch immer Himmelseitig ist.

Gruß,
Harrie

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#698753 - 17/03/2010 21:43 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: Telescopia]


Hi Harrie,

Antwort auf:
Bist Du sicher das der Sekundarspiegel an der selben Stelle steht wie vorher?


Nein - leider nicht. Ich hatte alles (meinte ich) genau ausgemessen und den FS an die gleiche Stelle gesetzt. Danach kam ich aber überhaupt nicht mehr in den Fokus, bzw. musste mit dem Okular ca. 1m hinter den OAZ. Daraufhin habe ich den FS ca. 15mm weiter nach vorne gesetzt und komme jetzt wieder vernünftig in den Fokus. Ich glaube also, dass ich eine gute Position für den FS habe, bin mir aber nicht sicher, dass er an der Originalposition sitzt.
Da der Versatz um 15mm den Backfocus um gute 90cm verringert hat, kann ich aber nicht allzuweit vorne sitzen, sonst hätte ich wohl überhaupt keinen Backfocus mehr...

Antwort auf:
ist die Schmidtplatte und der Sekundärspiegel (ich nehme an der Primärspiegel ist nicht ausgebaut worden, wenn ja, der auch) in Rotationrichtung in der selben Position wie vorher?


Ja - definitiv. Das hatte ich mir beim Auseinanderbau alles mit Edding markiert.

Gruß
Klaus
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#704531 - 07/04/2010 21:08 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Mahlzeit,

so - der Umbau meines SC ist erstmal fertig und gestern hatte es ein Firstlight. Ich habe einen einfacheren Weg als Michael König gewählt und den FS einfach nach Newton-Art in Fangspiegelstreben mitten in einen entsprechend längeren Hartpapiertubus gehängt. Hier ein paar Fotos:











Das erste Testbild mit der Atik 16HR von gestern Abend ist nicht so der Kracher, zeigt aber eine ganz ordentliche Sternabbildung. Insgesamt ist das Bild aber sehr flau und Kontrastarm. Das kann natürlich an vielen Faktoren liegen.

- es war gestern sehr windig und da machte das Guiding mit 2,5m Brennweite nicht wirklich Spaß
- Transparenz und Seeing waren nicht wirklich gut
- vielleicht stimmt die Justage auch noch nicht ganz.



Jedenfalls war der Umbau kein Totalverlust und ich habe weiterhin Hoffnung Trost

Gruß
Klaus
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Telescopia Offline
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#704770 - 08/04/2010 21:42 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

Die Sterne sind kreisrund, das sieht ja gut aus. Hast Du eine vergleichsaufnahme als der Korrektor noch an der ursprünglichen Stelle war?

Gruß,
Harrie
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#704785 - 08/04/2010 22:26 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: Telescopia]


Hi Harrie,

nein - leider nicht. Darüber habe ich mich gestern auch geärgert...

Zwischen Erwerb und Umbau des SC lag die längste Schlechtwetter-Periode, die ich bisher erlebt habe. Die einzigen Testfotos, die ich vor dem Umbau gemacht habe, waren mit einem F/3,3 Reducer.

Gruß
Klaus
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watchgear Offline
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#727032 - 06/07/2010 12:49 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Mahlzeit,

ich habe das Projekt mit dem SC-Umbau jetzt eine Weile liegenlassen, weil anderes Vorrang hatte. Vorletzte Nacht konnte ich aber mal wieder eine Aufnahme damit machen:


Volle Auflösung (Atik383 2x2 Binning): http://www.watchgear.de/images/fullsize/M57_2010-07-04.jpg

Bei den fetten Sternen sieht man zwar, dass sie nicht wirklich rund sind (Astigmatismus?) - aber alles in allem finde ich die Abbildung für ein SC auf einem verhältnismäßig großen Chip (KAF8300) sehr gut...

Gruß
Klaus


Bearbeitet von watchgear (06/07/2010 12:50)
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mkoenig66 Offline
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#880264 - 25/12/2011 16:34 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: watchgear]


Hallo Klaus,

ich habe eben beim Stöbern die Aufnahmen gefunden, die du mit dem mod.SC gemacht hast. Die Abbildung ist recht gut, jedoch ist auffällig, dass die Sterne über das gesamte Feld nich twirklich kreisförmig sind. Das hast du ja auch erwähnt.

Ich vermute, dass dies mit der FA-Befestigung zusammenhängt. Vielleicht hast du ´die 3 Stellschrauben zur FS Justage zu fest angezogen, diese könnten eine VErformung des FS zu Folge haben.

Dies könntest du ja leicht ausprobieren - ggf. hast du das ja schon getan, der Thread ist ja schon älter.

Michael
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#881445 - 30/12/2011 11:09 Re: Suche Info zu Schmidt-Cassegrain Umbau [Re: mkoenig66]


... noch ein Nachtrag:

Die Asymmetrie der Sternabbildungen über das gesamt Feld könnte auch durch eine Verspannung bei der Befestigung der Schmidtplatte verursacht werden.

Diese Befestigung musstest du ja neu gestalten, vielleicht sitzt hier etwas zu fest.

Michael
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