Welcher 12" Doson für Einsteiger

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Hallo Miteinander,

ich bin Einsteiger auf dem Gebiet der Astronomie und möchte mir zu Beginn einen Dobson zulegen. Nach dem Lesen vieler Beiträge im Internet und auch hier im Forum soll es auch direkt ein 12" Dobson werden.

Ich bin mir nur nicht sicher welcher.
- Volltubus oder Gitter
- Material des Spiegels
- Okulare

Ich möchte damit Mond, Planeten und natürlich DS-Objekte ins Visier nehmen, aber nach Möglichkeit auch mal Weitfeldbetrachtungen. Den Kostenrahmen würde ich gerne so bei 1300€ deckeln.

Was ist z.B. von den Geräten von Skywatcher, GSO, Galaxy zu halten. Das scheinen mir die weitverbreitesten (auch in den Shops) zu sein.

Ich komme aus dem Bereich Würzburg für einen guten Händler in der Nähe wäre ich auch dankbar.

Gruß Jörg
 
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Hallo Jörg.

Vielleicht schaust du mal im Netz, ob bei Dir in der Nähe
Ein Teleskop-Treffen stattfindet.

Da kannst Du dann durch viele Teleskope durchschauen.
Das Nachführen ist für Anfänger nicht ganz einfach. (Dob)

Alle Systeme haben ihre Vor-und Nachteile.
12" is schon ganz schön gross.

Tipps: Fachliteratur aus der Leihbücherei.
Himmelsatlas Karkoschka.
Feldstecher: Bis 10-fach (Habe selbst nur ein 7 X 50)
10" Dob. Volltubus (muss nicht nach jedem Aufbau
justiert werden um ein "sauberes" Bild zu liefern.

Zur Zeit wird es garnicht richtig dunkel genug
um Sternhaufen, Nebel usw. zu beobachten.

Kernzeit: 0030-0200h

Das wird aber ab Mitte August wieder besser.

Grüsse von Günter aus Lünen (Nähe Dortmund)
 
Hallo Jörg,

Teleskophändler und Amateurastronomen gibt es in Deiner Gegend so einige. Ein Ansprechpartner für Dich könnte die Volkssternwarte Würzburg eV oder die Firmen Astro-Mechanik (Vokach) oder Astro-Theke (Lindelbach) sein.

Viel wichtiger als die oben genannten Kontakte ist aber, so ein Gerät in dieser Größenordnung selbst mal gesehen und auch bedient zu haben. Um zu merken ob einem das gewünschte Teleskop auch liegt, sollte man sich gerade als Einsteiger ein paar Beobachtungsabende Zeit nehmen und bei anderen mitspechteln. Man möchte schließlich das Geld nicht in den Sand setzen und das Gerät nach einem Jahr wieder mit Verlusten verkaufen. Danach kann man sich über Hersteller, Spiegelträger usw. unterhalten. Ab Ende August werden wir in unseren Breiten auch wieder verstärkt gemeinsame Beobachtungsabende abhalten. Da wir in unseren Reihen die verschiedensten Geräte haben (u. a. auch Dobsons verschiedener Hersteller, sowohl in Volltubus bis 14 Zoll und Gitterrohr bis 16 Zoll). Du bist natürlich herzlich eingeladen zu kommen. Alle Termine zu Beobachtungsabenden, Stammtischen etc. unter www.forum-stellarum.de
 
Hallo,

Danke erstmal für die Antworten und Tipps. Ich war gestern bei einer Führung des Sternwarte Würzburg e.V. und wir haben uns den Mond und Saturn angesehen. Hatten das Glück, dass es doch einiger maßen klar war.

Ich weiß, dass ein 12" Dobson schon ein ordentliches Kalieber ist und der 10" vielleicht von Größe Gewicht und Handling doch besser geeignet wäre.

Warum eigentlich ein Dobson? Eigentlich möchte ich später mehr in Richtung Fotografie und da ich Anfänger bin wollte ich mir aber erstmal die Grundlagen und das Gefühl für die Stern bekommen und da erschien mir ein Dobson vom Preisleistung Verhältnis am Besten. Jetzt direct einen 8" RC mit Paralaktischer Montierung ohne die nötigen Kenntnisse macht wahrscheinlich mehr Frust als Lust und auch den Geldbeutel direkt einwenig mehr kleiner. :-)

Ein 10-50 Fernglas hatte ich mir schon zugelegt und ich meine Gestern sogar den Ring des Saturn damit erahnen zu können.
Mond geht auf jeden Fall schon mal gut. Das Fernglas ist noch handlich und Freihand zu gebrauchen.
Eine Sternenkarte für Einsteiger hatte ich auch schon geordert und den Sternenatlas von Karkoschka auch schon auf die Liste gesetzt.

Die Beiden Links zu den Firmen werde ich mir jetzt mal genauer ansehen. Der eine gehört soweit ich weiß auch zu einem Mitglied aus dem Würzburger e.V.

Danke und Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg

erst einmal Willkommen, denn die beiden Beiträge hier scheinen ja deine ersten zu sein :)
Es ist schön, dass wieder jemand mehr seinen Weg zur Astronomie gefunden hat, aber dieser beginnt für die meisten ( auch bei mir wars so ) recht schwer und da hilft einem auch kein für den Einsteiger überdimensioniertes Equipment etwas.
Jeder muss natürlich selber wissen, was er sich kauft und womit er anfängt aber bei deinen Anfragen erscheint mir 12" ein bisschen zu heftig.
Ich selbst hab mit dem bekannten Lidl 70/700 Refraktor angefangen und was soll ich sagen... das Ding stand nach 5 mal gucken für ca. 4-5 Jahre in der Ecke rum.
Danach kam das Thema irgendwann wieder hoch und ich habe einen 8" Newton auf EQ-5 gekauft mit riesigen Erwartungen, die gleich in den ersten beiden Nächten stark getrübt wurden, da ich nichts gefunden habe außer Saturn. Bald stellte sich das Gefühl ein die hunderte von Euros umsonst ausgegeben zu haben, bis ich mich dazu überwunden habe, mich mit der Astronomie allgemein erstmal richtig zu befassen und die Sache mit dem Beobachten langsam anzugehen. Und siehe da... es werde Licht im Okular :D
Die Tatsache, dass du dich sowieso gerne mit der Fotografie beschäftigen möchtest, ist ein klarer Grund mehr, erstmal eine kleineren Dobson zu nehmen (wobei 8" erstmal satt und genug ist). 1300 Euro für ein Teleskop auszugeben, mit dem du "nur" ein bisschen den Himmel kennen lernen möchtest ist schon ordentlich "großzügig" wenn nicht sogar gefährlich, um nicht das Interesse zu verlieren. 12" besitzt bereits einiges an Kilos, die einen Anfänger leicht abschrecken können, das ganze oft nach draußen zu tragen, aufzubauen, zu justieren etc. nur um vielleicht mal kurz zu spechteln.
In der Hinsicht kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen und will dir nur die Entäuschungen ersparen, die ich selbst durchmachen musste.
Wenn du unbedingt einen 12" haben willst, bitte... jeder will ein möglichst großes Teleskop haben und das kann ich auch gut nachvollziehen nur sollte man bedenken, dass je größer nicht gleich desto mehr Spaß bedeutet.

Aber um auf deine eigentlich Frage noch schnell zu kommen:
1. Volltubus oder Gitter -> Das hängt im Grunde nur davon ab, ob du das Teleskop zerlegen musst/willst und ob du oft damit nach draußen fährst. ( Und natürlich was dir optisch mehr zusagt :P ) Meiner Meinung nach kann man mit Gitter nichts falsch machen.

2. Material des Spiegels -> Ich kenne da jetzt selbst auch nur BK-7 und Pyrex und da ist es glaub ich ziemlich wurscht.
Ich hatte mittlerweile Beides und weder als Anfänger noch als Fortgeschrittener wird man da Unterschiede ausmachen können. Die einen wollen ganz genau wissen wie und wie lange nun ihr Spiegel braucht bis er sich abgekühlt hat, wie das Interferenzbild aussieht etc. und die anderen ( so wie ich ) sind einfach nur damit glücklich, wenn das Teleskop eine wunderschöne Abbildung ohne Fehler besitzt.

3. Okulare -> Dazu kann man eigentlich noch nicht viel sagen außer: Teuer! Da gibts nämlich gewaltige Unterschiede sowohl im Preis, als auch bei der Qualität. Vorallem bei 12" braucht man auch entsprechend gute Okulare sonst ist das ganze für die Katz. Und für 300 Euro da noch ein gutes Set zusammen zu stellen... na ich weiß nicht.

Am Ende sei noch gesagt, dass ich selbst eine 12" Meade Lightbridge besitze und damit sehr sehr sehr zufrieden bin!
Aber ich denke auch, dass ich mit dem Teleskop nicht zurecht kommen würde, wenn ich nicht vorher mit kleineren geübt hätte!

Bis dann und CS :)

Markus
 
Hi Jörg,

OK, sammle lieber noch etwas Erfahrung, den mit 10x50 sind definitiv keine Saturnringe sichtbar, du müsstes nur einen hellen Punkt sehen. Wahrscheinlich hat dein FG starker Astigmatismus weshlab das dann so aussah wie "Ringe"

Gut 10x50 FG hast du, dann noch drehbare Sternkare + Karkoschka Himmelsatlas und eine dunkle Stelle und schon kann es losgehen.

So ein 12er ist schon ein drumm, da würde ich nur Gitterrohr empfehlen, sonnst schleppste dich tot. Okulartipps gibt es im Okularboard zuhauf.

Aber ich würde an deiner Stelle erst mal im Sommer mit dem FG losziehen.

Gruß
Lots
 
Moin Jörg!

Von mir auch nochmal der Rat: Schau Dir die 12"-Dobson-Modelle zunächst erstmal in natura an und heb die Teile mal an. Dann überlege Dir, ob Du die Sachen auch noch spät in der Nacht durch die Gegend schleppen willst, einmal zum Aufbau, einmal zum Abbau... - Der Enthusiasmus kann da schnell aufhören, dann steht das Teleskop nur noch als Deko rum und das war's dann mit dem neuen Hobby. Ich will nicht rumunken, aber die Gefahr, daß sowas mit 12" eher passiert als mit einem kleineren Instrument, ist schon da. Überlege es Dir genau, bevor Du viel Geld für so ein großes Gerät ausgibst.

> - Volltubus oder Gitter

Das hängt von Deinen Gegebenheiten ab. Wird das Teleskop stationär genutzt (bspw. im eigenen Garten), kann es auch der Volltubus sein. Gitterrohr ist natürlich zum Transport besser. Von diesen zusammenschiebbaren Dobsons ("Flextube" oder wie die heißen) halte ich persönlich gar nichts. Wie will man da einen Streulichtschutz anbringen?

> - Material des Spiegels

Ich meine, für das erste Teleskop, das nicht gleich Unsummen verschlingen soll, reichen die üblichen bei den günstigen Modellen verwendeten Spiegelsorten. Ein 12"-Spiegel braucht natürlich sehr lange, bis er sich auf Nachttemperaturen angepaßt hat, deshalb sollte man sowas nicht gerade neben der Heizung im Wohnzimmer lagern, wenn man im Winter noch beobachten will. Die Spiegelsorten über dem Standard sind natürlich besser, was die Temperaturverträglichkeit angeht, aber die kosten bei 12" auch dementsprechend. Da wirst Du Deinen Kostenrahmen schon mit sprengen.

Ich besitze seit letztem Winter den 12" Meade Lightbridge Gitter-Dobson, mit dem ich sehr zufrieden bin. Das Gerät ist zwar nicht das Leichteste und ein, zwei kleine Sachen müssen noch verbessert werden, aber rundherum ist das Teil schon in Ordnung und gut zu bedienen. Ich mußte mich aber auch erst nach dem "Aufstieg" von 8" auf 12" an die neuen Dimensionen gewöhnen. Das ist schon ein Unterschied, wirklich.
 
Ich seh schon ich sollte mich selber bremsen. Gehe das ganze vielleicht zu ungeduldig an. :-)

Aber es reizt halt ungemein direkt ein Teleskop zu haben. Vielleicht doch noch mal bei den 8" Dobson gucken. Hatte auch schon gelesen, das die etwas gutmütiger bei der Okularwahl sind, wobei ich lieber direkt was vernünftiges kaufen würde bevor ich 2x investiere.

Ich werde noch mal einwenig durch das Forum querlesen und mich gezielt auf die Suche nach Astronomen in meiner Ecke machen um vielleicht dort erstmal in einem Verein oder so mitspechteln zu können um auch eine breitere Basis für einen eventuellen Kauf zu bekommen.

Danke für die Antworten bis hierher

Jörg
 
Hallo noch einmal,

vielen Dank übrigens für die nette Aufnahme hier im Forum und die bisherigen Tipps und Ratschläge.

Gruß Jörg
 
Hi Jörg

genau, so wärs wohl das Beste, erst einmal überall mitzuschauen :) und kein Problem ;)

Viele Grüße und einen wunderbaren Einstieg in die Astronomie!

Markus

P.S.: Einige scheinen hier irgendwie nicht die Beiträge anderer User zuerst lesen, bevor sie ihre Beiträge absenden... naja was solls ?)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jörg,

ich habe auch vor einigen Jahren mit einem 12"er GSO Volltubus angefangen. Der 8"er war mir zu klein und das Argument, dass man den 8" Dobson später auch parallaktisch montieren könne, hat mich nicht überzeugt, weil es kaum jemand macht.
Den Transport des 12ers habe ich mir durch eine Sackkarre erleichtert. Je nach Gegebenheit können auch feststellbare Rollen unter der Rockerbox hilfreich sein.

Ich rate Dir zur größtmöglichen Öffnung, die finanziell und transporttechnisch für Dich vertretbar ist. Bei einem kleineren Gerät würdest Du dich evtl. immer fragen, ob das größere nicht doch besser gewesen wäre :/

Viele Grüße
Chris
 
Hallo Jörg,

12" sind schon eine beachtliche Öffnung, die aber beim Beobachten auch richtig Spaß macht. Ich habe meinen 12" Dobson bewußt als Gitterrohrvariante gewählt (Lightbridge), weil er dann im Auto (und auch per Hand) einfach besser zu transportieren ist. Der Aufbau und die Feinjustage dauern keine 5 Minuten. Als Volltubus war mir mir das Ganze einfach zu unhandlich.

Wenn du günstig an einen rankommst, solltest du aber auch nach einem "richtigen" Gitterrohrdobson ausschau halten ( z.B. von Dieter Martini ) oder einem ähnlichen Selbstbau, da diese dann nochmal ne ganze Ecke leichter sind als der doch recht schwere Lightbridge.

Auf jeden Fall solltest du dir nicht einreden lassen, dass 12" für den Einstieg zu viel sind. Wenn du ernsthaft den Einstieg wagen willst und du es dir leisten kannst, solltest du es dir gönnen. Auch der Gebrauchtmarkt, z.B. hier im Forum, ist eine gute Quelle um einen Einstieg mit moderatem Geldaufwand durchzuführen.

Viele Grüße

Carsten
 
Jörg,

12 Zoll istsicher total fein, ich bin mit 10 eingestiegen und dabei geblieben, lass Dir aber Budget fürfeine Okulare - mit den Hyperions bin ich recht zufrieden, Pentax oder Ethos musste für mich nicht sein. Für mich sehr wichtig war ein guter Crayford mit Untersetzung. Empfehlen kann ich auch noch Vario Finder von Bader oder ähnlichen 60er-Sucher und Telrad. Gitterrohr würde ich jedenfalls sagen, in Volltubus ist auch der 10er schon recht schwer...

Lg
Jocrys
 
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