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Diskussionsforen Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" | Mond und Planeten
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Jan_Fremerey Offline
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#742859 - 02/09/2010 14:31 Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel"


Heute früh zwischen 2 und 4 Uhr MESZ herrschte bei uns - in Richtung Jupiter (!) - ein Seeing, wie ich es zuvor noch nicht erlebt hatte. Das Video-Livebild stand in völliger Ruhe und Gelassenheit - nur gelegentlich leicht hin- und herwiegend - auf dem Schirm und deutete bereits mit fein aufgelösten Wolkenstreifen auf sehr gute Entwicklungsmöglichkeit im Rahmen der Bildbearbeitung hin.

Sobald ich die nötige Zeit dafür finde, werde ich meine Website aktualisieren und dann dort - wie üblich - einen Ausschnitt vom Video zeigen. Hier nun das Ergebnis, leider noch nicht in Farbe, das kommt aber hoffentlich bald ...





Als Aufnahmeoptik diente wieder mein gestern erstmals in Betrieb genommenes, offenes "Schüssel"-Teleskop mit 10" f/5 Parabolspiegel von Bob Royce. Durch optische Nachvergrößerung mittels einer 2,2x Klee-Barlow wird das Öffnungverhältnis der Optik auf f/11 "abgeblendet", bzw. die Aufnahmebrennweite auf 2,8 m verlängert. Am Eingang des Kamerahalters hatte ich ein Baader Ha-Filter mit 35 nm Durchlassbreite eingesetzt.

Aus dem Protokoll der FireCapture Aufnahme-Software von Torsten Edelmann entnehme ich u.a. die folgenden Daten:

Start=02:35:51
Duration=40s
Frames captured=933
Camera=Chameleon CMLN-13S2M
ROI=640x480
FPS=24
Shutter=32.78ms
Gain=1070
Gamma=1500
Histogramm(min)=0
Histogramm(max)=235
Histogramm=92%

Zur Bildbearbeitung wurden AviStack mit 50% Verwendungsrate und Fitswork mit einer Nachvergrößerung (dSinc) auf 140% eingesetzt. Io musste getrennt von der Planetenscheibe bearbeitet werden, nachdem seine andeutungsweise wahrnehmbaren Oberflächenmerkmale zuvor beim Versuch der gemeinsamen Bearbeitung "ausgebrannt" waren.

Im Anschluss an diese Aufnahme habe ich in 5-min-Abständen noch 90 min weitergedreht, um dann - bei Gelegenheit - eine gemorphte Animation nachzuliefern ...

Gruß, Jan

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metal87 Offline
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#742865 - 02/09/2010 14:52 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hey Jan,

Einfach der Wahnsinn dieses Bild super
Der Detailreichtung auf Jupiter ist absolut überragend...selten so eine scharfe Aufnahme von Jupiter gesehen.

Mit dem sehr gutem Seeing gestern Nacht kann ich dir nur zustimmen, für mich die beste Nacht 2010!

Auf die Farbaufnahme sowie die Animation bin ich sehr gespannt.

Weiter so!!!

Gruß
Alex
_________________________



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newtonsebi Offline
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#742869 - 02/09/2010 14:55 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: metal87]


Hi Jan,
super Bild applaus respekt2 hochachtung respekt
Liebe Grüße
Sebi
_________________________
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Attalar Offline
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#742878 - 02/09/2010 15:46 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: newtonsebi]


Hallo Jan,

Du bist ein Glückspilz!

respekt2 und hochachtung für die feine Bearbeitung.

Ein wirklich hervorragendes Bild. Da bin ich ja mal auf die Farbkomposite gespannt.

Gruß,

Michael

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lunaman Offline
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#742910 - 02/09/2010 18:13 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Attalar]


Wow Jan!!
Ich bewundere euch Jungs jedesmal wenn wieder einer so ein Ergebniss zeigt! Hammer Bild und super bearbeitet, respekt!
Auch ich war um diese Zeit am Bino, diesmal mit dem MN86..ich hatte auch ein gutes Seeing....hat sich gelohnt aufzustehen:-)

Cs Marco

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W_Manfred Offline
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#742916 - 02/09/2010 18:23 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: lunaman]


Hallo Jan,
das ist wirklich ein toller Jupiter geworden, gratuliere!!
Was mich etwas wundert, ist die Verwendung eines H-Alpha-Filters.
Ist der trotz 35nm nicht recht dicht??
Ich hab da keine Erfahrung mit, aber der müßte doch dichter als ein IR-Pass-Filter sein, oder?

Gruß Wolf Manfred

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Jan_Fremerey Offline
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#742933 - 02/09/2010 19:22 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: metal87]


Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Zustimmung! Natürlich hatte ich großes Glück, dass die Sichtbedingungen gleich nach Fertigstellung des Instruments so außergewöhnlich gut waren. Ich hätte eher befürchtet, dass man da länger warten muss, bis die Bedingungen für 10" gut genug werden. Andererseits ist es vielleicht günstig, dass Jupiter früh morgens hochsteht, weil dann die Atmosphäre i.a. ruhiger ist als abends.

Alex & Michael: Zur Gewinnung von Farbaufnahmen arbeite ich gerade an einer magnetischen Schnellwechselvorrichtung für die Filter. Von der jetzigen Aufnahme wird es also keine Farbversion mehr geben.

Marco: Ich bin selbst gar kein visueller Beobachter also diesbezüglich auch völlig ungeübt. Kann mir gar nicht vorstellen, dass man am Okular - mal abgesehen vom atmosphärischen "Flackern" - auch nur annähernd soviele Details sehen kann, wie auf einem mittels Software nachbearbeiteten Foto. Am Bino geht ja vielleicht schon einiges mehr als am "Mono".

Manfred: Mit "dicht" meinst Du wohl, dass es stark abdunkelt? Visuell mag man ja den Eindruck haben, aber die Belichtungszeiten sind bei f/11 (!) durchaus noch erträglich (siehe Tabelle), vielleicht ähnlich wie beim Blaufilter. Dafür liegt aber der Durchlassbereich weiter im Roten als bei einem Rotfilter aus dem RGB-Satz, und auf der anderen Seite wird IR abgschnitten. Beides, so erwarte ich, sollte sich günstig im Hinblick auf die Luftunruhe auswirken. Ein IR-Passfilter sollte m.E. zumindest visuell sehr viel dichter erscheinen. Die Durchlasskante liegt da doch viel tiefer im Roten.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (02/09/2010 20:11)

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prokyon Offline
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#742978 - 02/09/2010 21:28 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

gratuliere zu dieser hochaufgelösten Aufnahme. Beeindruckend, wie viele Einzelheiten zu erkennen sind. Du hast die Gunst der Stunde hervorragend genutzt.

Das Nachvergrößern hat auch hervorragnde funktioniert.

cs

Werner
_________________________
http://www.starrymetalnights.at

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Lordfelice Offline
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#742992 - 02/09/2010 22:31 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: prokyon]


Hallo,
der beste Jupiter den ich hier je gesehn habe!
Gruß
Lordfelice
_________________________
"Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist."
10" Dobson

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TorstenEdelmann Offline
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#742993 - 02/09/2010 22:31 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

Was für ein 1st-Light ! Absolut traumhafte Aufnahme mit wirklich sehr schöner Detailzeichnung.
Dein innovatives Design-Konzept hat sich gelohnt. Ich freu mich schon auf weitere Kracher wie diesen.

Beste Grüße,
Torsten

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Jan_Fremerey Offline
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#743007 - 02/09/2010 23:36 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: prokyon]


Hallo Werner, Felix und Torsten,

über Eure z.T. enthusiastischen Bewertungen freue ich mich sehr.

Ich fühle mich durch Euch u.a. darin bestätigt, dass ein Bild auch dann wirkt, vielleicht sogar noch intensiver, wenn man den Wiedergabemaßstab nicht allzusehr strapaziert. Ein zu Gunsten des Schärfeeindrucks "zurückhaltend" dimensionierter Abbildungsmaßstab lässt dem Auge immer noch ein wenig die Illusion, dass man im Grunde nur näher herangehen muss, um beliebig feine Details zu entdecken ...

Außerdem freue ich mich an diesem Beispiel zeigen zu können, dass man auch mit f/11 eine vernünftige Detailzeichnung hinbekommen kann und nicht - wie weitgehend akzeptiert - mit optischen Mitteln auf überlange Brennweiten (< f/20) gehen muss. Die von mir vorgenommene datentechnische Nachvergrößerung auf 140% erscheint mir an dieser Stelle angemessen und hat - anders als vielfach befürchtet - offensichtlich keine erkennbare Ausbildung von Artefakten zur Folge.

Dank und Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (02/09/2010 23:59)

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Jan_Fremerey Offline
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#743075 - 03/09/2010 10:52 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Bildkorrektur

Habe gestern Abend noch einen hellen Schleier um den Mond Io herum entdeckt, der offenbar beim nachträglichen Einsatz des getrennt bearbeiteten Mondes - s.o. - entstanden ist. An dieser Stelle habe ich das Bild jetzt korrigiert.

Gruß, Jan

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Jan_Fremerey Offline
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#743271 - 04/09/2010 09:26 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Erst gestern - bei den Vorbereitungen zur Anfertigung der angekündigten Rotations-Animation - fiel mir auf, dass ich das eingangs gezeigte Bild versehentlich mit einer "Überbreite" von 853 Pixeln gepostet hatte. Dadurch unterlag es der automatischen Schrumpfung durch die Forums-Software auf die vorgeschriebene Maximalbreite von 720 Pixeln und konnte erst im Antwort-Modus bzw. mittels "View Image" in voller Größe gesehen werden.

Da die automatische Schrumpfung doch eine erkennbare Einschränkung der Detailwahrnehmung mit sich bringt, und der unvoreingenommene Betrachter nicht wissen kann, dass die Darstellung verkleinert ist, habe ich nun einfach den Bildrahmen auf eine Breite von 720 Pixeln beschnitten. Ansonsten ist alles unverändert geblieben.

Gruß, Jan

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Jan_Fremerey Offline
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#743808 - 06/09/2010 00:15 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hier ist zunächst mal eine ungemorphte Animation auf der Basis von jeweils im Abstand von 10 min aufgenommenen Videos. Die Verweildauer der Bilder habe ich mit 2 s relativ hoch angesetzt, um dem Betrachter die Möglichkeit zu geben, einzelne Oberflächenmerkmale mit erhöhter Aufmerksamkeit zu verfolgen.



Auffällig erscheint mir, wie stark die Durchzeichnung von der Mitte der Planetenscheibe zum Rand hin abfällt. Ist Jupiter etwa von einer "nebelartigen" Wolke eingehüllt, und hängt diese Erscheinung möglicherweise mit den in letzter Zeit zu beobachtenden größeren Veränderungen der Wolkenformationen auf Jupiter zusammen? Kennt sich da jemand aus?

Alle Einzelbilder wurden übrigens unter gleichen Bedingungen "entwickelt", d.h., ich habe keinerlei Helligkeits- und/oder Kontrastanpassungen vorgenommen, um etwa das Erscheinungsbild der Animation zu homogenisieren.

Gerne hätte ich die Aufnahmeserie noch fortgesetzt, aber, wie besonders das letzte Bild zeigt, wurde das Seeing am Ende deutlich schlechter. Nach dem Abbruch der Jupiteraufnahmen habe ich es noch am Mond versucht. Leider war dort - im Osten - das Seeing auch schon zusammengebrochen, und es gab reichlich Doppelbrechungen.

Insgesamt habe ich aber sehr großes Glück mit dem Wetter gehabt und konnte auf diese Weise meine "Schüssel" gleich am zweiten Abend nach Inbetriebnahme voll ausreizen. Wie bereits zuvor angedeutet bin ich auch froh darüber, dass man offensichtlich selbst unter optimalen Sichtbedingungen keinen Fernrohrtubus und keine überlangen Aufnahmebrennweiten braucht, um ein der Teleskopöffnung und dem Seeing angemessenes Ergebnis zu erzielen ...

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (06/09/2010 00:20)

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TorstenEdelmann Offline
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#743835 - 06/09/2010 07:09 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

Ganz großes Kino - Glückwunsch zu diesen außergewöhnlich guten Ergebnissen.

Was mich noch interessiert: hast Du vor auch RGB-Aufnahmen zu machen und wie wirst Du das bei Deinem Design bzgl. Filterwechsel lösen ?

Gruß,
Torsten

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Jan_Fremerey Offline
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#743867 - 06/09/2010 10:01 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: TorstenEdelmann]


Hallo Torsten,

danke für die Blumen, von denen ich sehr gerne auch einige besonders schöne an Bob Royce weitergeben möchte. Der Mann versteht sein Handwerk offensichtlich ganz hervorragend. Dabei kommen seine Spiegel ohne (!) Zertifikat. Gegenbeispiele sind ja bekannt ...

Sobald ich Zeit habe, werde ich mich noch an eine gemorphte Animation wagen in der Hoffnung, dass dabei nicht zuviel an Feinzeichnung verlorengeht.

Farbe? Ja, dazu will ich am spiegelseitigen Eingang des Kameraträgers eine flache Fassung - eigentlich nur eine Zentrierkante - anbringen, in welche ich die in flache Stahlscheiben eingeschraubten Filter einsetze. Die Stahlscheiben werden mittels kleiner Haftmagnete gehalten. Der Wechselvorgang sollte dann nicht viel länger dauern als mit einem mechanischen Filterrad.

Am unteren Ende des Kameraträgers ist eine Ringschwalbe zur Aufnahme beliebigen Zubehörs angebracht. Das Foto zeigt z.B. die Aufnahme mit dem z.Z. eingesetzten Rotfilter (Ha35).

Gruß, Jan


P.S. - Die Frage fiel mir gerade noch ein: Steckt Dein Royce-Spiegel im Nasmyth und ist das auch ein konischer?


Bearbeitet von Jan_Fremerey (06/09/2010 10:30)

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TorstenEdelmann Offline
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#743932 - 06/09/2010 12:55 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

Zu Deiner "Nebel"-Frage kann ich nichts sinnvolles beitragen. Ich denke aber es liegt an der Natur der Sache, daß die Detailschärfe zum Rand hin abfällt.

Antwort auf:
Steckt Dein Royce-Spiegel im Nasmyth und ist das auch ein konischer?

Ja und Ja smile

Gruß,
Torsten

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Jan_Fremerey Offline
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#744161 - 07/09/2010 00:30 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Original geschrieben von: Jan_Fremerey
Sobald ich Zeit habe, werde ich mich noch an eine gemorphte Animation wagen in der Hoffnung, dass dabei nicht zuviel an Feinzeichnung verlorengeht.

Die ersten Versuche mit der fließenden Animation zeigen, dass die Oberflächenmerkmale der Planetenscheibe selbst bei sehr langsamer Bewegung merklich an Kontrast verlieren. Ausserdem habe ich noch keine zufriedenstellende Positionierung für die Markierungspunkte herausgefunden, die eine gegenseitige Verschiebung von Oberflächenmerkmalen am Planetenrand vermeiden oder zumindest auf ein erträgliches Maß reduzieren. Und schließlich würde eine mir hinreichend langsam und gleichmäßig erscheinende Animation im vorliegenden Maßstab ein für das Forum doch schon recht grenzwertigen Datenumfang beinhalten.

Aus diesen Gründen bin ich momentan noch unsicher, ob ich mir die Mühe überhaupt machen soll.

Was mir aber interessant im Hinblick auf die Herstellung von Farbaufnahmen mit RGB-Filtern erscheint, ist das Ausmaß der rotationsbedingten Bewegung von Oberflächenmerkmalen im Zentrum der Planetenscheibe und auch der Monde, in diesem Falle Io. Die folgende Animation zeigt die Bewegung in Schritten von nur einer Minute. Der Versatz erscheint mir bei dem hier vorliegenden Abbildungsmaßstab bereits jenseits des mit einer hochauflösenden Darstellung verträglichen Ausmaßes zu liegen. Das heißt aber, man müsste die gesamte RGB-Aufnahmeprozedur innerhalb von deutlich weniger als einer Minute abwickeln!



Bislang ist mir - zumindest hier im Forum - noch keine Jupiteraufnahme aufgefallen, bei der diese Bedingungen eingehalten wurden. Kleinere und weniger hoch aufgelöste Bilder erlauben natürlich entsprechend längere Aufnahmezeiten.

Eine zweifelsfreie Alternative zur Filterwechsel-Methode besteht offensichtlich im Einsatz einer geeigneten Farbkamera. Davon habe ich aber auch noch nichts überzeugendes, zumindest nicht in der hier gezeigten Auflösung gesehen. Für anderslautende Hinweise wäre ich dankbar.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (07/09/2010 00:34)

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Jan_Fremerey Offline
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#744197 - 07/09/2010 09:14 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Ergänzung

Wie die zuletzt gepostete Animation zeigt, lassen sich durch Morphen interpolierte Zwischenbilder erzeugen, die in ihrer Qualität den vorgegebenen Eckbildern kaum nachstehen.

Auf der Basis dieser Erkenntnis kann ich mir vorstellen, eine Art "synchronisierter" Farbbilder herzustellen. Man würde demnach unter Verwendung einer RGB-Filterwechselvorrichtung beispielsweise in der folgenden zeitlichen Reihenfolge videografieren: B-R-G-R-B. Nach Fertigstellung der nun insgesamt fünf Summenbilder könnte man aus den jeweils zwei Blau- und Rotauszügen durch Morphen je ein auf den Zeitpunkt der Grünaufnahme synchronisiertes Zwischenbild erzeugen und mit dem Original-Grünauszug zum endgültigen RGB-Bild verarbeiten.

Vielleicht ist diese Idee ja gar nicht neu. Jedenfalls werde ich die Methode nach Fertigstellung meiner Wechselvorrichtung bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit ausprobieren ...

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (07/09/2010 09:18)

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Attalar Offline
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#744216 - 07/09/2010 09:51 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

da wäre ich vorsichtiger. Beim Morphen verfälscht man ja die Originale, es sei denn, man erwischt alle, wirklich alle sichtbaren Details. Das wäre mir zu künstlich. Ist aber vielleicht Geschmackssache. Auf jeden Fall wäre das Wasser auf die Mühlen der Leute, die sowieso kritisch in Bezug auf die EBV sind.

Gruß,

Michael

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Jan_Fremerey Offline
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#744247 - 07/09/2010 11:27 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Attalar]


Hallo Michael,

die von Dir genannten Mühlen sind für mich gewiss von geringerer Bedeutung als die Förderung neuer Erkenntnisse und Ergebnisse, insbesondere, wenn ich an die Widerstände denke, denen das tubusfreie Fernrohr sowie die Gewinnung von hochaufgelösten Bildern bei ~ f/10 bisher hervorgerufen haben.

Bei der oben beschriebenen Idee soll ja das ungemorphte Bild - im Beispielfall also Grün - oder aber ein anderes Referenzbild, insbesondere jedes als Luminanzbild ausgewählte Bild, ungemorpht bleiben. Zum "Kolorieren" würden dann ja anerkanntermaßen auch weniger scharf durchgezeichnete Farbauszüge genügen, und die gibt das Morphen bei einigermaßen sorgfältiger Vorgehensweise allemal her. Die RGB-Passung würde mit den gemorphten Zumischungen nach meiner Erwartung jedenfalls besser hinhauen als die Verarbeitung von zu lange und in zu großem zeitlichen Abstand belichteten Farbkomponenten.

Vielleicht zeige ich hier noch einen unmittelbaren Vergleich - ggf. durch Blinken - zwischen einem Primärbild und einem aus zwei zeitlich benachbarten Bildern durch Morphen auf den Zeitpunkt des Primärbilds synchronisierten Zwischenbilds.

Dank Dir jedenfalls für Deinen kritischen Kommentar zur Sache!

Gruß, Jan

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Attalar Offline
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#744254 - 07/09/2010 12:09 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

so gesehen hast Du eigentlich recht. Nur dass wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin schon der Meinung, dass man auch unter Hobby-wissenschaftlichen Gesichtspunkten die EBV so einsetzen sollte, dass ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Also: Weiter so!

gruß,

Michael

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siegfried_M31 Offline
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#744263 - 07/09/2010 12:27 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Attalar]


Hallo Jan
Du hast die Bedingungen gut ausgenutzt für deine Serien. Angenehme Kontraste (contrastes en douceur) ohne das die Bearbeitung unnatürlch wirkt und sehr gute Auflösung.

Deine Video in 1Min schritten gibt mir zu denken. Ich fragte mich schon ob ich bei den 90s Vidéos nicht schon Rotation einstreiche und dadurch Auflösung verliere. Dein Bild bestättigt das, und ich werde meine nâchsten Videozeiten ändern. Ich mache nur Ausnahmsweise Planetenaufnahmen, aber wenn, dann schon am besten das meiste rauskriegen.

Wenn du einverstanden bist schicke ich dein Photo in französische Foren mit link zu deinen Artikel und einer kurzen Übersetzung der technischen Daten.
_________________________
Bon ciel
Siegfried
http://urania.forumactif.fr/forum

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Jan_Fremerey Offline
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#744276 - 07/09/2010 12:52 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Attalar]


Original geschrieben von: Attalar
Ich bin schon der Meinung, dass man auch unter Hobby-wissenschaftlichen Gesichtspunkten die EBV so einsetzen sollte, dass ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Hallo Michael,

da bin ich völlig Deiner Meinung!

Dank und Gruß, Jan

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Jan_Fremerey Offline
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#744285 - 07/09/2010 13:11 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: siegfried_M31]


Hallo Siegfried,

Dank Dir für Deinen Kommentar! Ich hatte übrigens nur das erste Bild aus der Serie 40 s lang belichtet und alle anderen nur 30 s, weil ich merkte, dass das Seeing sehr gut und eine hohe Bildauflösung zu erwarten war.

Original geschrieben von: siegfried_M31
Wenn du einverstanden bist schicke ich dein Photo in französische Foren mit link zu deinen Artikel und einer kurzen Übersetzung der technischen Daten.

Kannst Du gerne machen - vielen Dank! Als ich den Artikel schrieb, hatte ich nur das erste Bild. Im Verlauf der erst später entwickelten Serie gab es dann einige mit noch besserem Kontrast. Vielleicht werde ich am Schluss die komplette Serie mit insgesamt 18 Bildern in einer Animation zusammenstellen. So etwas könnte einen gewissen Eindruck vom zeitlichen Verlauf der Sichtbedingungen innerhalb dieser sehr glücklichen 90-minütigen Beobachtungsperiode vermitteln.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (07/09/2010 13:56)

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tommy_nawratil Offline
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#744354 - 07/09/2010 16:41 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


hallo Jan,

du hast die Gunst der Stunde genutzt, die Bilder sind absolute Spitze - herzliche Gratulation!

Dass die rasche Rotation des Jupiter der Aufnahme in einzelnen Farbkanälen zuwiderläuft, ist natürlich ein Argument gegen RGB. Avistack nimmt nun aber parzellenweise die besten Abschnitte aus dem Rohvideo, das bedeutet aber dass leicht verschobene Details unter Umständen "zurechtgerückt" werden könnten. Bei einer Software die so weit geht wie Avistack, würde ich ihr das zutrauen, oder es wäre relativ einfach zu implentieren - Z.B. über einen eigenen Suchalgorithmus innerhalb der Parzellen. Vielleicht geschieht das ja sogar schon, und die Auflösung am Rand würde dann logischerweise sinken, weil Details perspektivisch rascher ihre Gestalt ändern.

Unabhängig habe ich bei ruhigem Seeing mit einem NexImage Klon auch ein recht gut aufgelöstes Ergebnis erzielt, also wäre eine entsprechend empfindliche Farbkamera gar nicht so schlechz, wenn die Farb-Interpolation gut klappt:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...SC_2#Post738898

lg Tommy
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Jan_Fremerey Offline
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#744447 - 07/09/2010 19:18 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: tommy_nawratil]


Hallo Tommy,

Dank für Deinen freundlichen Kommentar!

Original geschrieben von: tommy_nawratil
Avistack nimmt nun aber parzellenweise die besten Abschnitte aus dem Rohvideo, das bedeutet aber dass leicht verschobene Details unter Umständen "zurechtgerückt" werden könnten.

Das ist ja völlig zutreffend, gilt allerdings nur für jeweils EIN zusammenhängendes Video. Die Einzelmerkmale werden dabei bestmöglich aufeinander gepasst - aber natürlich auch der Planetenrand! Deshalb kann es bei längerer Rotation prinzipiell nicht ohne Verschmierung von Bilddetails in Rotationsrichtung abgehen, auch nicht in AviStack.

Wenn dann aber am Ende drei - oder gar vier bei LRGB - Summenbilder von nacheinander aufgenommenen Videos zu überlagern sind, kann es gar keinen Ausgleich über das Stackprogramm mehr geben. Auf diesen Sachverhalt bezogen sich meine Überlegungen in erster Linie.

Deine Jupiteraufnahme ist ein sehr gut gelungenes Beispiel für Aufnahmen mit Farbchip bei begrenzter Belichtungsdauer. Die Aufnahme war mir bereits wegen ihrer guten Auflösung aufgefallen, und ich habe sie auf meine Festplatte geladen, um den rostroten Farbstich zu korrigieren. Damit wurde die Aufnahme für mich noch erheblich attraktiver.

Bei einer GESAMTEN Belichtungsdauer von 1 min liegst Du mit der von Dir gewählten Abbildungsgröße und dem von Dir angetroffenen Seeing nach meinen Überlegungen völlig richtig! Bei 3x 1 min plus Filterwechselzeiten hätte man mit einer Monochrom-Kamera gewiss schon erkennbare Einbußen an Detailschärfe hinnehmen müssen.

Mir war gar nicht so bewußt, dass Du mit Farbchip aufgenommen hast, und dass Deine gute Bildqualität nicht zuletzt auch damit zu erklären ist. Dank Dir jedenfalls für das gut passende Bildbeispiel an dieser Stelle der Diskussion!

Gruß, Jan

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tommy_nawratil Offline
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#744558 - 08/09/2010 00:42 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


hallo Jan,

die Idee ist, anders ausgedrückt, dass die Referenzpunkte mitrotieren könnten, und dann auf ein gemitteltes Bild gestackt wird. Die langsam wandernden Details werden dann auf einen festen Bezugspunkt gestackt. Keine Ahnung ob Michael Theusner sowas implementieren kann, aber bevor ich Avistack kennengelernt habe hielt ich schon das was es jetzt tut für komplett unmöglich.

Am Planetenrand wird das schlecht funktionieren, wegen der sehr unterschiedlichen Perspektive, aber in der Mitte könnte das was bringen.

Andere Idee: Es gibt schon jetzt zumindest ein PS-Plugin das Bewegungsunschärfe rausrechnet. Aus einem Strich wird ein Punkt. Heisst Focus Magic Fix Motion Blur. Je kürzer die Striche sind desto weniger Artefakte macht es.

Danke für den Tipp über den rostroten Farbstich, das werde ich gelegentlich mal abgleichen ;-)

lg Tommy
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Jan_Fremerey Offline
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#744605 - 08/09/2010 09:36 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Im Hinblick auf die Erzeugung und Qualitätsbeurteilung von gemorphten Zwischenbildern, die ggf. für die Anfertigung von "synchronisierten" RGB- bzw. LRGB-Komposits in Frage kommen (s.o.), habe ich zunächst einmal auch die restlichen Jupitervideos aus der Aufnahmeserie verarbeitet und sämtliche Ergebnisse in dieser Animation zusammengefasst:



Die zugrundeliegenden Videos wurden im Abstand von jeweils fünf Minuten aufgenommen. Alle in dieser Animation verarbeiteten Bilder sind "Originale" bis auf eins - das habe ich durch Morphen erzeugt! Könnt Ihr erkennen, welches Bild gemorpht wurde?

Nach meiner Einschätzung sind alle Bilder - bis auf die letzten - in Verbindung mit einem optimalen "Masterbild" für die synchronisierte Farbzumischung geeignet. Eine weitergehende Demonstration halte ich deshalb für entbehrlich.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (08/09/2010 09:39)

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FrankSpecht Offline
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#744628 - 08/09/2010 10:44 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Moin Jan,
wirklich schöne Aufnahmen durch eine tolle Schüssel!

Original geschrieben von: Jan_Fremerey
Könnt Ihr erkennen, welches Bild gemorpht wurde?

gutefrage
Das 2. Bild, sag' ich.
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CS,
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tommy_nawratil Offline
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#744686 - 08/09/2010 13:27 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: FrankSpecht]


hallo Jan,

beeindruckende Serie! Ich tppe ausf 9. Bild

lg Tommy
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Attalar Offline
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#744716 - 08/09/2010 15:03 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: tommy_nawratil]


Hallo Jan,

es ist schwieriger als ich dachte.

Also gut: Ratespiel: Nr.5

Dein Punkt ist aber angekommen zwinker

... überzeugend sogar.

Wobei der Nachweis mit einem dann zu erzeugenden RGB noch zu erbringen ist. Aber wie ich Dich kenne, wird es nicht mehr lange dauern. zwinker

Gruß,

Michael


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Jan_Fremerey Offline
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#744742 - 08/09/2010 16:05 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: FrankSpecht]


Hallo Frank, Tommy und Michael,

danke, dass Ihr Euch an dem kleinen Ratespiel beteiligt habt - Frank hatte Recht!

Das Morphen bewirkt offensichtlich eine gewisse Weichzeichnung, und die ist bei genauem Hinsehen im zweiten Bild erkennbar. In den "glatten" Partien fehlt dort die in allen anderen Bildern wahrnehmbare, schärfungsbedingte "Rauhigkeit". Es bedarf aber nur einer sehr geringfügigen Nachschärfung, z.B. Fitswork, Gaußfilter, Stärke 100, um die Rauhigkeit wiederherzustellen, und mit dem dabei gleichzeitig angehobenen Kontrast fällt das gemorphte Bild tatsächlich nicht mehr auf.

Wie Michael schon bemerkte, erscheint die vorgeschlagene Methode weitgehend klar und harrt nun ihrer Verifizierung. Ich werde mich drum kümmern ...

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (08/09/2010 16:59)

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Attalar Offline
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#744772 - 08/09/2010 16:57 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Viel Erfolg,

das könnte bei gutem Seeing sehr hilfreich sein.

je länger ich darüber nachdenke, dest geringer sind meine anfangs geäußerten Bedenken.

Gruß,

Michael

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PitWi Offline
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#745324 - 10/09/2010 09:07 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Wow, grandios! respekt2

Ich würde die Einzelbilder vor dem Stacken noch auf das doppelte vergrößern, diese Auflösung verträgt das auf jeden Fall und es werden sicher die Details noch deutlicher sichtbar.
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Peter Wienerroither
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Jan_Fremerey Offline
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#745387 - 10/09/2010 12:38 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: PitWi]


Original geschrieben von: PitWi
Ich würde die Einzelbilder vor dem Stacken noch auf das doppelte vergrößern, diese Auflösung verträgt das auf jeden Fall und es werden sicher die Details noch deutlicher sichtbar.

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine freundliche Reaktion.

Was die weitere Vergrößerung angeht, bin ich jedoch anderer Auffassung. Ich habe das gerade nochmal mit dem nach meiner Einschätzung Seeing-bedingt besten Bild aus der Serie ausprobiert, dem vierten aus der zuletzt geposteten Animationsreihe. Leider kommen bei einer weiteren Vergrößerung, und selbst schon bei 1,2x, für meinen Geschmack unerträgliche Artefakte zum Vorschein, insbesondere dieses "Granulat", welches mich gelegentlich auch bei anderen hier veröffentlichten Bildern stört. Ich möchte deshalb - zumindest an dieser Stelle - meiner Linie treu bleiben und nicht weiter vergrößern.

Im übrigen muss man auch daran denken, dass jedes Teleskop sein Beugungslimit hat, und dass wir hier mit 10" Öffnung schon aus physikalischen Gründen nicht viel mehr erwarten können.

Das o.g. vierte Bild aus der Serie zeigt einen noch erkennbar höheren Kontrast als das am Anfang der Diskussion gepostete und verträgt sogar eine geringfügige "Nachbearbeitung". In dieser Form sieht das dann so aus:



Wer möchte, kann ja das Bild an seinem PC noch sebst nachvergrößern ...

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (10/09/2010 12:48)

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PitWi Offline
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#745396 - 10/09/2010 12:49 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Original geschrieben von: Jan_Fremerey
Hallo Peter,

vielen Dank für Deine freundliche Reaktion.

Was die weitere Vergrößerung angeht, bin ich jedoch anderer Auffassung. Ich habe das gerade nochmal mit dem nach meiner Einschätzung Seeing-bedingt besten Bild aus der Serie ausprobiert, dem vierten aus der zuletzt geposteten Animationsreihe. Leider kommen bei einer weiteren Vergrößerung, und selbst schon bei 1,2x, für meinen Geschmack unerträgliche Artefakte zum Vorschein, insbesondere dieses "Granulat", welches mich gelegentlich auch bei anderen hier veröffentlichten Bildern stört. Ich möchte deshalb - zumindest an dieser Stelle - meiner Linie treu bleiben und nicht weiter vergrößern.

Im übrigen muss man auch daran denken, dass jedes Teleskop sein Beugungslimit hat, und dass wir hier mit 10" Öffnung schon aus physikalischen Gründen nicht viel mehr erwarten können.


Ich glaube du hast mich falsch verstanden: Die Vergrößerung muss VOR dem Stacken erfolgen. Klar führt die Vergrößerung von Einzelbildern zu unansehnlichen Ergebnissen aber zuerst vergrößern und dann mitteln mittelt auch die Fehler und erhöht die Auflösung.
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Peter Wienerroither
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Jan_Fremerey Offline
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#745435 - 10/09/2010 14:06 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: PitWi]


Original geschrieben von: PitWi
Die Vergrößerung muss VOR dem Stacken erfolgen.
Ja - entschuldige bitte - das war bei mir nicht so angekommen: Du meinst also im Prizip, man sollte auf halbe Pixelbreite genau Stacken. So etwas wird ja beispielsweise innerhalb von Registax direkt angeboten, und ich habe dieses Tool früher auch vielfach bei Planeten-Aufnahmen benutzt. Damit habe ich aber am Ende keine besseren Ergebnisse erzielen können als mit den gegenwärtig von mir eingesetzten Mitteln, d.h. insbesondere Stacken mit einfacher Pixelgenauigkeit und angemessene (!) Nachvergrößerung.

Wir haben ja an anderer Stelle schon hinlänglich diskutiert, und meine Bilderserie scheint dies zu bestätigen, dass man die physikalischen Möglichkeiten eines Teleskops praktisch vollständig ausschöpft, wenn man die dort diskutierte Faustformel von Peter Müller einhält. Mit meinem derzeitigen Setup - d.h. 3,75 µm Pixelweite bei f/11 - sind diese Bedingungen genau erfüllt. Eine feinere Pixelunterteilung - ob nun bereits während der Aufnahme mittels optischer Nachvergrößerung (Barlow) oder am fertigen Video - würde demnach keine zusätzlichen Bildinhalte erzeugen können.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (10/09/2010 14:16)

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PitWi Offline
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#745648 - 11/09/2010 09:43 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


[quote=Jan_Fremerey...
Wir haben ja an anderer Stelle schon hinlänglich diskutiert, und meine Bilderserie scheint dies zu bestätigen, dass man die physikalischen Möglichkeiten eines Teleskops praktisch vollständig ausschöpft, wenn man die dort diskutierte Faustformel von Peter Müller einhält. Mit meinem derzeitigen Setup - d.h. 3,75 µm Pixelweite bei f/11 - sind diese Bedingungen genau erfüllt. Eine feinere Pixelunterteilung - ob nun bereits während der Aufnahme mittels optischer Nachvergrößerung (Barlow) oder am fertigen Video - würde demnach keine zusätzlichen Bildinhalte erzeugen können.

Gruß, Jan [/quote]

Dass die optischen Grenzen nicht zu sprengen sind ist mir klar aber ich meine die Montierung : Nehmen wir an ein Planetendetail ist 2 Pixel breit. Durch den ungleichmäßigen Lauf der Montierung verteilt es sich also mal auf 2 und mal auf 3 Pixel (1/2 + 1 + 1/2) und entspr. Zwischenstufen. Wenn du also die Einzelbilder VOR dem Stacken 2x vergrößerst, hast du mit Sicherheit einen Informationsgewinn. Ich mach das tw. auch mit DeepSky Bildern (Stichwort "drizzle") um die Auflösung zu erhöhen und das Rauschen weiter zu reduzieren. Je nach Bildqualität bleibt das fertige Bild auf 2x oder wird wieder verkleinert.
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Jan_Fremerey Offline
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#745657 - 11/09/2010 10:12 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: PitWi]


Original geschrieben von: PitWi
Durch den ungleichmäßigen Lauf der Montierung verteilt es sich also mal auf 2 und mal auf 3 Pixel (1/2 + 1 + 1/2) und entspr. Zwischenstufen.

Hallo Peter,

so habe ich anfangs auch gedacht. Diese Überlegung gilt aber nur für unbewegte Bilder. "Glücklicherweise" zittern aber die Bilder aufgrund der Luftunruhe mit einer Amplitude von mehreren Pixeln, und wir bekommen auf diese Weise ein perfektes "Drizzling".

Gruß, Jan

P.S. - In Deinem Source Code fehlt am Anfang eine eckige Klammer, deswegen kommt die Zitatbox nicht.

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Jan_Fremerey Offline
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#746813 - 15/09/2010 01:09 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Original geschrieben von: Jan_Fremerey
Die ersten Versuche mit der fließenden Animation zeigen, dass die Oberflächenmerkmale der Planetenscheibe selbst bei sehr langsamer Bewegung merklich an Kontrast verlieren. Ausserdem habe ich noch keine zufriedenstellende Positionierung für die Markierungspunkte herausgefunden, die eine gegenseitige Verschiebung von Oberflächenmerkmalen am Planetenrand vermeiden oder zumindest auf ein erträgliches Maß reduzieren. Und schließlich würde eine mir hinreichend langsam und gleichmäßig erscheinende Animation im vorliegenden Maßstab ein für das Forum doch schon recht grenzwertigen Datenumfang beinhalten.

Aus diesen Gründen bin ich momentan noch unsicher, ob ich mir die Mühe überhaupt machen soll.

(1) Nachdem ich inzwischen gelernt habe, dass sich die mit dem Morphen einhergehende Weichzeichnung der Zwischenbilder durch eine leichte Nachschärfung ausgleichen lässt, ist das Unschärfeproblem offenbar gelöst. (2) Die Positionierung der Passmarken in den Primärbildern ist durchaus nicht trivial und von mir auch noch nicht zufriedenstellend gelöst. (3) Die Frage des für dieses Forum möglicherweise unzulässig großen Datenumfangs der Animationsdatei meine ich dadurch lösen zu können, dass ich die Datei hier nicht unmittelbar hineinstelle und sie statt dessen nur über diesen Link mit MB-Angabe zugänglich mache:

Animationsdatei - 10,9 MB !

Die Zusammenstellung der Datei, insbesondere die Nachbehandlung der aus nur 18 Primärdateien durch Morphen erzeugten 253 Zwischenbilder, war etwas arbeitsintensiv, hat sich aber - wie ich finde - am Ende doch gelohnt. Denn anders als in den zuvor gezeigten ruckelnden Animationen kann sich das Auge hier über längere Strecken an ein bestimmtes Bilddetail heften und dabei insbesondere ein Gefühl dafür vermitteln, ob das betreffende Detail als "echt" oder doch eher als Artefakt zu verstehen ist.

In der "gleitenden" Animation glaube ich auch an bestimmten Stellen Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Wolkensystemen wahrnehmen zu können. Vielleicht lohnt sich ja eine Neuauflage der Animation mit einer etwas sorgfältigeren Positionierung der für das Morphen vorzugebenden Passmarken unter Berücksichtigung der ja tatsächlich stattfindenden Wolkenverschiebungen.

Über weitere kritische Anmerkungen und ggf. Erfahrungsbeiträge von anderen "Morphern" würde ich mich freuen.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (15/09/2010 01:27)

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lunaman Offline
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#746825 - 15/09/2010 06:38 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan!
Leider kann ich keine Erfahrung teilen, da ich "nur" visueller Planeten-Beobachter bin aber trotzdem finde ich die Animation fast schon fantastisch! Respekt!

Lieben Gruss

Marco

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Jan_Fremerey Offline
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#746831 - 15/09/2010 07:50 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: lunaman]


Hallo Marco,

Dank für Deine Meldung! Leider bin ich zum Beobachten offenbar völlig unbegabt. Ich kann Beobachter nur bewundern, die mir versichern, am Okular eine mit Fotos vergleichbare Vielfalt von Einzelheiten auf der Jupiteroberfläche wahrnehmen zu können ...

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch ein paar Dinge nachtragen:

(1) Die Rotationsbewegung erscheint in der Animation 400 mal schneller als in Wirklichkeit.

(2) Der zeitliche Abstand der beim Morphen eingesetzten Ausgangsbilder beträgt 10 min, nur das vorletzte Ausgangsbild wurde eingeschoben mit jeweils 5 min Abstand zu den benachbarten Bildern.

(3) Die letzte Phase der Animation mit vergleichsweise schlechter Bildqualität habe ich absichtlich einbezogen, um die innerhalb kurzer Zeit hereingebrochene Störung des Seeings zu demonstrieren.

(4) Die Animation kann - jedenfalls an meinem Browser - zu jedem Zeitpunkt mittels der Escape-Taste angehalten und über "Reload" fortgesetzt werden. Diese Möglichkeit war mir eben erst aufgefallen.

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (15/09/2010 07:56)

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Attalar Offline
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#746838 - 15/09/2010 08:20 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

sehr schön, Deine Animation. Handwerklich ziemlich gut gemacht. Ich denke, dass Du Unmengen an Details markiert hast, richtig?

Jedenfalls ist das von der Detailfülle her die mit Abstand beste Animation, die ich bisher gesehen habe.

Das mit der Wolkengeschwindigkeit habe ich bei meinen Animationen auch, allerdings bin ich nicht sicher, ob es nicht evtl. doch Ungenauigkeiten beim Morphen sein könnten.

Zum Vergleich: Hier findest Du meine Versuche:
http://www.sky-photos.de/animationen/

Gruß,

Michael

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Jan_Fremerey Offline
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#746844 - 15/09/2010 08:49 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Attalar]


Original geschrieben von: Attalar
Ich denke, dass Du Unmengen an Details markiert hast, richtig?

Gar nicht mal so viele - schau mal das Beispiel hier.

Original geschrieben von: Attalar
Das mit der Wolkengeschwindigkeit habe ich bei meinen Animationen auch, allerdings bin ich nicht sicher, ob es nicht evtl. doch Ungenauigkeiten beim Morphen sein könnten.

Deine gemorphten Animationen laufen sehr schön fließend. Die Wolkenverschiebungen sind gut zu erkennen, und ich glaube nicht, dass es Morph-Artefakte sind. Denn zumindest bei den vorgegebenen Ausgangsbildern stimmen doch die Verhältnisse. Man könnte aber vielleicht die Markierungspunkte an den Grenzen der mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten umlaufenden Wolkenzonen etwas dichter legen, um ggf. durch das Morphen hineingebrachten "Verschmierungen" vorzubeugen.

Dank und Gruß, Jan

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Attalar Offline
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#746855 - 15/09/2010 09:30 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

erstaunlich!!!

Ich versuche eigentlich so ziemlich jedes in beiden Bildern sicher erkennbare Detail zu marieren.

Bei Deinen Bildern würde ich wahnsinnig werden laugh
Das sind dann die Nachteile des guten Seeings zwinker

Gruß,

Michael

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Jan_Fremerey Offline
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#747194 - 16/09/2010 09:45 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: TorstenEdelmann]


Original geschrieben von: TorstenEdelmann
Was mich noch interessiert: hast Du vor auch RGB-Aufnahmen zu machen und wie wirst Du das bei Deinem Design bzgl. Filterwechsel lösen ?

Hallo Torsten,

inzwischen habe ich eine viel naheliegendere Befestigungsmöglichkeit für die Filter gefunden als die geplante magnetische: An der spiegelseitigen Öffnung des Okulartubus wird mittels der Ringschwalbe und T2-Anschluss eine einfache Okularklemme angebracht. Die Filter habe ich auf kurze Okular-Verlängerungshülsen geschraubt, so dass sie griffig sind und im Handumdrehen ausgewechselt werden können. Im übrigen habe ich ja mit der vorgeschlagenen "synchronisierten" RGB-Technik - s.o. - reichlich Zeit zwischen den Farbaufnahmen.

Im Teleskop-Forum haben wir gerade eine Diskussion über technische Aspekte des Teleskops, u.a. mit einem sehr aufschlussreichen Kommentar von Bob Royce, dem Spiegelhersteller, zum thermischen Verhalten seiner konischen Spiegel.

Von mir aus kann das gute Wetter nun jederzeit zurückkehren ...

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (16/09/2010 09:51)

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TorstenEdelmann Offline
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#747292 - 16/09/2010 15:37 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: Jan_Fremerey]


Hallo Jan,

Danke für die Info. Da hast Du eine sehr clevere Lösung gefunden. Bin schon gespannt auf die nächsten Ergebnisse von Dir !

Gruß,
Torsten

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TorstenHansen Offline
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#748036 - 19/09/2010 11:08 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: TorstenEdelmann]


Hallo Jan,

Glückwunsch zu dieer äußerst beeindruckenden Animation!


Grüße,
Torsten

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Jan_Fremerey Offline
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#748082 - 19/09/2010 13:17 Re: Jupiter bei Top-Seeing mit f/11 aus der "Schüssel" [Re: TorstenHansen]


Hallo Torsten,

vielen Dank für Deinen Glückwunsch, über den ich mich besonders freue. Eigentlich fühle ich mich in diesem Falle gewissermaßen "halb unschuldig", denn das Seeing war - wie eingangs erwähnt - geradezu unverschämt gut, und das ausgerechnet punktgenau zur Einweihung meines neuen Teleskops !

Natürlich freue ich mich auch darüber, dass ich dieses gute Ergebnis bei f/11 - freilich mit einer Pixelweite von nur 3,75 µm - erzielen konnte. So musste ich trotz des Rotfilters mit nur 35 nm Durchlass-Bandbreite nicht länger als 1/30 s belichten. Auch am Mond scheint dieses Baader "Ha"-Filter gut zu funktionieren, und ich weiß gar nicht, welcher Anteil an den guten Ergebnissen dem schmalen Durchlassbereich dieses Filters zuzuschreiben ist. Demnächst will ich versuchen, zeitlich parallel Vergleichsaufnahmen auch mit breiteren Farbfiltern herzustellen, hier insbesondere mit dem Astronomik Rotfilter aus meinem RGB-Satz.

Im übrigen glaube ich mich daran gewöhnen zu müssen, dass den Möglichkeiten des Teleskops "angemessene" Sichtbedingungen bei 10" noch viel seltener sein werden als zuvor schon mit 6" Öffnung. Das erlebst Du ja inzwischen vermutlich auch mit Deiner "Aufrüstung".

Gruß, Jan


Bearbeitet von Jan_Fremerey (19/09/2010 13:30)

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