Astrofotografie Anfängerfragen

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prikkelpitt

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Hallo zusammen,
bin neu hier, lese aber schon seit ein paar Monaten fleissig mit, und schaue mir mit wachsender Begeisterung eure Bilder an.

Seit einiger Zeit reift bei mir der Wunsch, mich in der Astrofotografie zu versuchen. Ich muss dazu sagen, dass ich, was die Fotografie angeht, mich sicherlich als sehr erfahren bezeichnen würde, aber in Bezug auf Astronomie bin ich absolut unbeleckt.

Ich bin also wie gesagt eigentlich noch in der Findungsphase, und noch nicht mal annähernd in der Phase, wo man sich entschieden hat und nach der für sich passenden Ausrüstung suchen sollte.

So, nur kommt mir jetzt etwas dazwischen, was erst, in sagen wir mal 6-8 Monaten anstehen sollte, nämlich , mir wird ein gebrauchtes Teleskop angeboten, wohl zu einem unschlagbaren Preis. Eigentlich wohl eins, welches ich nie auf die Idee gekommen wäre, mir als Anfänger zu kaufen, und zu Recht würde man mir hier wahrscheinlich sagen: "Kollege, lass mal langsam angehen, als Anfänger ist das ein bisschen überdimensioniert...", ich kenne das aus diversen Fotoforen in denen ich aktiv bin, da gibt es auch immer wieder Anfänger, die direkt mit einer D3 oder so anfanegn wollen,
aber was soll ich machen, ich denke das Angebot kann ich einfach nicht ablehnen, aber da ich, wie gesagt, noch keine Ahnung habe, frage ich hier mal nach. Ich denke, ihr werdet es verstehen, wenn ich euch kurz erläutere, worum es geht.

Ich kann also dieses Teleskop hier:
http://cgi.ebay.de/Meade-LX-90-ACF-...99029791?pt=Optik_Zubehör&hash=item5d27c2b31f
vom Schwiegervater eines Arbeitkollegen bekommen. In der selben Ausstattung, wie es in dem Ebay-Angebot beschrieben ist, nicht mal ganz 1 Jahr alt, und jatzt haltet euch fest, für nicht mal ein Viertel, des bei Ebay angegebenen Preises.

So, da wollte ich euch mal ein paar Fragen dazu stellen. Und wie gesagt, ich weiss, dass das eigentlich viel zu früh kommt, aber bei dem Angebot, was soll ich machen, oder?

1. Na ja, wie soll ich sagen, ist das Meade gut? Kann man da Fotografietechnisch was mit anfangen?
2. Ich würde mich wohl, natürlich entsprechende Erfahrung vorausgesetzt, eher für Deep Sky interessieren. Ist das auch dafür ein geeignetes Teleskop, oder eher nicht. Denn dann sind auch 500 Euro ne Menge Geld, wenn man dann nicht dass, was man eigentlich möchte, mit machen kann.

3. Ich weiss, hört sich bescheuert an, aber könnt ihr mir ein paar Beispiele geben, welche Qualität an Bildern man irgendwann, wenn die Erfahrung da ist, erreichen kann?
Also z.B. das hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/768983
Ich kann eigentlich schon kaum glauben, dass man so etwas mit Amateurausrüstung hinbekommen kann, aber wäre das mit dem Meade auch annähernd möglich?

4. Da ich wie gesagt schon länger mitlese, habe ich natürlich doch auch wenigstens ein bisschen was mitbekommen, u.a. das man für einigermassen vernünftige Astrofotografie neben dem Teleskop vor allem eine vernünftige Montierung benötigt, ist doch richtig oder?
Was wäre denn für das Meade eine passende (Anfänger)- Montierung, mir der man dann aber auch ähnlich Bilder wie das oben machen kann. Oder muss amn da in Preisregionen oberhalb von 1000€ sich orientieren?

Ich weiss, ne Menge Fragen, aber vielleicht erbarmt sich ja jemand?

MfG
prikkelpitt
 
Hallo prikkelpitt,

du Armer hast natürlich eine Frage gestellt, mit denen sich ganze Buchabteilungen beschäftigen.

Hier erstmal ein guter Link mit dem Du dich ausgiebig beschäftigen kannst : http://www.ccdastro.de/technik/astro_dslr.pdf

Das Problem siehst Du schon daran, das der Kollege aus Leipzig ein Teleskop benutzt das nur rund 400.- Euro kostet. Seine Kamera allerdings könnte so um 2000.- liegen ! Also die Frage könnte man vielleicht so angehen :
eine DSLR (entweder vorhanden oder ca. 600.-)
einen ED-Apo für 500.-
eine parallaktische Monierung mit Steuerung für rund 500-800 Euro
 
Hallo prikkelpitt,

ich habe mir das Angebot mal angesehen.
Der reine Preis von ca. 500.- für das Ding ist super.
....Aber für Deep Sky Fotos nicht so gut geeignet.
Sehr schwer in der Nachführungskontrolle (ohne Guiding läuft da nichts) wegen der langen Brennweite.
Laaange Belichtungszeiten ....... Für einen Anfänger sicher zu schwer (das Ding verzeit keinen Fehler, weder in der Nachführung, noch in der Einordnung)
 
Hallo Tommy und Danke für den Link.
Aber rein fototechnisch bin ich, glaube ich, ganz gut ausgerüstet. Wie gesagt, ich bin in der Fotografie kein Anfänger, nur halt in der Astronomie. Ich hätte als Kameras zur Verfügung eine Nikon D700 und eine D90, Objektivpark von 50/1.8 über 85/1.4 bis zum 70-300VR.
Viel wichtiger war mir die Frage nach dem von mir genannten Teleskop. Da ich es, wie gesagt, statt für 2200€ für nur ca. 500€ bekommen kann, müsste ich da ja eigentlich zuschlagen.
Ich möchte nur einfach wissen, ob das Teil für Astrofotografie überhaupt geeignet ist, denn wenn nicht, dann wären selbst 500€ dafür zu viel, für mich jedenfalls.

Das ich nicht so einfach davon ausgehen kann, dass ich dann plötzlich als Anfänger auch nur annähernd schöne Bilder hinbekomme, dass ich mir vollkommen klar. Nur, dieses Schnäppchen kann ich halt nur jetzt machen, versteht ihr?

MfG
 
Zitat von Tommy_Lookville:
Hallo prikkelpitt,

ich habe mir das Angebot mal angesehen.
Der reine Preis von ca. 500.- für das Ding ist super.
....Aber für Deep Sky Fotos nicht so gut geeignet.
Sehr schwer in der Nachführungskontrolle (ohne Guiding läuft da nichts) wegen der langen Brennweite.
Laaange Belichtungszeiten ....... Für einen Anfänger sicher zu schwer (das Ding verzeit keinen Fehler, weder in der Nachführung, noch in der Einordnung)

D.h. für Deepsky ist eher eine etwas kürzere Brennweite 1 Wahl, verstehe ich das richtig?

Und noch eine Frage. Durch die Sucherei jetzt bin ich mal auf folgendes gestossen.
http://www.teleskop-express.de/shop...on-150mm-Oeffnung-f-5-mit-Koma-Korrektur.html

Da ist ganz unten ein Bild, welches angeblich mit diesem Teleskop gemacht wurde. Ob ihr es glaubt, oder nicht, genau dieses Bild habe ich als Desktophintergrund auf meinem iMac.:))
Kann das wirklich sein, dass so ein Bild mit einem 400 Euro Teleskop gemnacht wurde??
Ich kann das gar nicht glauben...

Und dann mal ein bisschen weiter geschaut und das hier gefunden.
http://www.teleskop-express.de/shop...-Parabol-Newton-auf-EQ6-SkyScan-Pro-GOTO.html
Gleiches Teleskop wie ober, nur als 100" mit einer Skywatch EQ6 Montierung mit aut. Nachführung und dass ebenfalls alles in einem preislichen Rahmen wo ich mit leben kann.
Wäre das etwas für einen Anfänger, was meint ihr?

MfG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
so wie das ACF dort steht, ist es nicht für die Astrofotgrafie geeignet.
Um das zu ändern müsste man entweder eine Polhöhenwiege zw. Gabelmontierung und Stativ setzen (ca. 700-800 EUR oder selber bauen), oder den Tubus aus der Gabel ausbauen und auf eine parallaktische Montierung setzen (ca. 1000-4000 EUR je nach Leidensfähigkeit).
Dazu kommt Guiding-Technik (jede Nachführung macht Fehler, die laufend korrigiert werden müssen), die bei 2m Brennweite zwingend notwendig ist.
Mit f/10 ist das Teil sehr langsam, was für Deepsky lange Belichtungszeiten bedeutet. Da wird der vorige Punkt besonders prekär, denn sonst sind Eier oder Striche angesagt, aber keine Sterne auf dem Bild.
Wenn Du sowas noch nie gemacht hast, dürfte dieses Paket garantiert für Frust sorgen.

Damit das Teleskop seine Leistung bringt, muss es regelmäßig justiert werden - traust Du Dir das zu?

Kennst Du Dich am Himmel aus, findest Du Objekte, die Du fotografieren möchtest?

Bist Du gewillt, den ganzen Krempel nachts im dunklen/kalten irgendwo auf dem Acker aufzubauen und nach der Session auch wieder abzubauen? Mobile Stromversorgung kommt dazu...

Tu Dir den Gefallen und mach die ersten Gehversuche am Himmel mit einer guten Festbrennweite um 100 - 300mm auf einer kleinen parallaktischen Montierung. Das ist mit überschaubarem Aufwand realisierbar.
Damit kann man wahnsinnig viel zeigen. Wenn Du das beherrscht inkl. Bildbearbeitung, wirst Du selber wissen wohin die Reise gehen soll.

Schnäppchen kommen immer wieder...
 
Hallo prikkelpitt,

in meiner 2ten Antwort hatte ich es kurz ausgedrückt.
Problem F/10 (Belichtungszeit)
2000 mm Brennweite (null Toleranz bei kleinen Fehlern)

.. ausserdem brauchst Du noch eine Polhöhenwiege.
Dann noch Equipment für das Guiding ....

Ich würde es nicht kaufen
 
Hi!

Das ist ein schönes Gerät für *visuelle* Deep-Sky-Beobachtungen; dank der azimutalen Montierung geht fotografisch aber nicht mehr als Schnappschüsse vom Mond sowie Planetenfotografie mit der Webcam. Längere Belichtungszeiten - wie für Deep Sky nötig - gehen wegen der Bildfelddrehung nicht. Da hilft auch Guiding nichts, da brauchst du was parallaktisch montiertes. Von daher klares No-Go für die Montierung. Es gibt zwar Polhöhenwiegen, aber die machen eher noch mehr Probleme.

Und mit 2m Brennweite und f/10 ist ein Schmidt-Cassegrain auch eher anspruchsvoll, wenn's um Fotografie geht. Prinzipiell kann man durch das Teleskop zwar fotografieren, aber ein Gerät mit kürzerem Öffnungsverhältnis (entspricht der Blende in der Fotografie) wäre wünschenswert, um Frust zu vermeiden.

Also: Weitersuchen ;)

Mit deinem Objektivpark, evtl. einem Cokin 830 Weichzeichnerfilter und einer soliden Montierung *ohne Teleskop* sollte schon einiges gehen, auch eine vergleichbare Aufnahme des Andromedanebels, wie von dir verlinkt. Aber Astrofotografie hat eine recht flache Lernkurve, irgendwas macht einem fast immer einen Strich durch die Rechnung.

Gruß,
Alex
 
Zitat von Kerste:
Hi!



Mit deinem Objektivpark, evtl. einem Cokin 830 Weichzeichnerfilter und einer soliden Montierung *ohne Teleskop* sollte schon einiges gehen, auch eine vergleichbare Aufnahme des Andromedanebels, wie von dir verlinkt.
Gruß,
Alex

Da muss ich jetzt aber einfach mal nachhaken. Du meinst, man kann nur mit einem 300er Objektiv, also ohne Teleskop, auf einer entsprechenden nachgeführten Montierung, auch nur annähernd solche Bilder machen, wie das was ich oben angesprochen habe. :o :o
Nee, ne, oder?
Und, könnt ihr mir Beispielfotos nennen, die nur mit einem Objektiv, also ohne Teleskop gemacht worden sind, nur damit ich mal ne Vorstellung habe, was da so möglich ist.


Und was haltet ihr denn von dem anderen Teil, was ich oben geschriebne habe, diesem 10" Newton. Ist das Anfängertauglich?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da muss ich Dir recht geben, aber auch das stimmt nicht, dann das Foto ist mit einem 150/900 entstanden, der Artikel ist aber ein 150/750 - nur der Richtigkeit halber.

Das mit dem 300er Tele stimmt schon, mach doch mal auf dem normalen Fotostativ ein paar Strichspuraufnahmen...
Wobei, dafür würde ich wesentlich weniger Brennweite nehmen.
 
Zitat von prikkelpitt:
Zitat von Tommy_Lookville:
Hallo prikkelpitt,

als Aufnahmedaten unter der M31 steht als Optik ein ED 70/420. Schau mal hier rein
http://www.fernrohrland-online.de/i...T-CRAYFORD-Untersetzung-11:1&&listtype=vendor

Wo steht denn das?
Da steht doch, dass die M31 mit dem genannten Teleskop gemacht wurde, versteh ich jetzt nicht...

das steht unter dem Foto deines (!!!!!) Links aus deiner Eingangsfrage !!!! http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/768983
 
Zitat von wurzelwaerk:
Da muss ich Dir recht geben, aber auch das stimmt nicht, dann das Foto ist mit einem 150/900 entstanden, der Artikel ist aber ein 150/750 - nur der Richtigkeit halber.

Das mit dem 300er Tele stimmt schon, mach doch mal auf dem normalen Fotostativ ein paar Strichspuraufnahmen...
Wobei, dafür würde ich wesentlich weniger Brennweite nehmen.

Leute, jetzt verwirrt ihr mich etwas.

1. Woher wisst ihr denn jetzt, dass das Foto mit einem 150/900 entstanden ist? Ich galubs euch ja, ich will nur wissen, wie ihr darauf kommt.
2. Ich möchte nur verstehen, was ihr meint, wenn ihr sagt, dass ich nur mit einem 300er Objektiv auf einer parallaktischen Montierung ähnliche Bilder wie dass des M31 hinbekommen soll. Strichspuraufnahmen sind doch wohl was anderes wie nahezu bildfüllende Aufnahmen eines Nebels, oder bringe ich da was durcheinander? Wäre seeehr dankbar für ein Beispielbild, und wenn´s auch nur eins ist...

mfG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Tommy_Lookville:
Hallo prikkelpitt,

nochmal : unter dem Foto aus deiner Eigangsfrage stehen Aufnahmedaten ( http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/768983)

Nämlich : M31 5 x 15min mit Sbig ST 8300C / ED 70/420 / IDAS-Filter


Also Objekt M31
Belichtungszeit 5 x 15 min
Kamera Sbig ST 8300c
Optik ein ED 70/420 = 70 Öffnung Brennweite 420
und ein Filter

Ist es jetzt etwas klarer ?

Ah, jetzt, ja...
Ich dachte, ihr meint das hier (ganz runterscrollen)
http://www.teleskop-express.de/shop...on-150mm-Oeffnung-f-5-mit-Koma-Korrektur.html

Aber nochmal 2 Fragen, dann nerve ich auch nicht mehr..
Was haltet ihr denn jetzt hiervon:
http://www.teleskop-express.de/shop...-Parabol-Newton-auf-EQ6-SkyScan-Pro-GOTO.html

Für ne kurze Einschätzung wär ich echt dankbar...

Und 2. nochmal die Frage zu den Fotos, die nur mit einem Objektiv, also ohne Teleskop gemacht wurden. Könnt ihr mir da Beispiele geben, hab mal gesucht, finde aber irgendwie nichts.
Ich kann einfach nicht glaugben, dass ich ohne Teleskop den M31 vergleichbar aufs Bild bannen kann, wie ihr schreibt..

MfG
 
Hallo Prikkelpitt(verräts du uns deinen Namen?),

ich hänge hier mal zwei Bilder an, die mit einem Megrez72 gemacht wurden, deren Eckdaten ganz ähnlich sind, wie der bereits erwähnte ED 70/420. Der Megrez72 ist ein 72/432, die Öffnung und Brennweite ist also vergleichbar.

Ich kann dem, was hier über den Meade bereits gesagt wurde nur zustimmen. 2000mm Brennweite zu guiden ist eine herausforderung, die ich mich mir persönlich nicht zumuten möchte. Du kannst auch mit 50mm oder 85mm fotografieren, das ergeben wunderschöne Weitfeldfotos, vorraus gesetzt, die Kamera samt Objektiv sitzt auf einer parallaktischen Montierung und das Guiding funktioniert.

Übrigens: Ich habe meinen 150/750-Newton derzeit auf Eis gelegt, weil auch dieser gut montiert und geguidet werden will, was mir aber inzwischen etwas zu stressig ist.

Grüsse,
Matthias
 

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Hallöchen prikkelpitt,

der Preis ist wirklich verlockend, aber für einen Anfänger, der gleich in die Deepsky-Astrofotografie einsteigen möchte, ist es definitiv nix!

Weil:
- Du solltest mit den hellsten Deepsky-Objekten anfangen, damit du ohne Guiding (kostet nochmal kräftig extra) überhaupt ein Bild zustande bringst.
- helle Deepsky-Objekte, die mit kurzen (2-3 Minuten) Belichtungszeiten und einer DSLR gemacht werden, brauchen kurze Brennweiten (200 - 500 mm)

- das angebotene Teleskop hat eine Brennweite von 2000 mm, ist also mindestens 4-10 mal "zu lang" :mauer:

Du schreibst, Du kennst Dich mit Fotografie aus. Übertragen auf Deine bisherige Fotoerfahrung: Du würdest mit diesem Teleskop versuchen, ein Gebäude in 5-10 Meter Entfernung vor Deiner Nase statt mit einem 16 mm Weitwinkelobjektiv an der Kamera mit einem 500 mm Teleobjektiv freihand bei 1/30 Sekunde Belichtungszeit zu fotografieren. :mauer:

Wenn Du mit dem Teleskop auf die Andromedagalaxie draufhältst, dann kannst einen einzelnen Kugelsternhaufen oder ein kleines Stück eines Spiralarms fotografieren. Aber die ganze Galaxie geht auf keinen Fall drauf. :totlach:

Der nächste Punkt ist die Bildbearbeitung. Bei der herkömmlichen Fotografie hast Belichtungszeiten zwischen 1/1000 und 1/60 Sekunden. Du machst 3, 4 oder 5 Aufnahmen von dem Gebäude und nimmst dann das, was Dir am besten gefällt. Eventuell hellst es noch ein bissy auf, machst rote Augen bei Personen weg, retuschierst irgendwas oder benutzt nen Weichzeichner...

In der Astronomie machst 10, 20 oder 30 Aufnahmen von einem Deepsky-Objekt bei mittlerer oder auch höherer ASA Zahl und richtig langen Belichtungszeiten. Sagen wir mal 5, 10 oder 15 Minuten pro Bild. Da rauscht jede DSLR Kamera heftig und produziert auch noch viele bunte Pixel, die nicht in das Bild hinein gehören. Sie sind aber da und müssen per Bildbearbeitung entfernt werden.

Das macht man, indem man den Deckel auf das Objektiv draufmacht und "Darks" aufnimmt. Also nochmal 10, 20 oder 30 Bilder mit der selben langen Belichtungszeit machen. Diese "Darks" zum Summendark mitteln, dann das Summendark von jedem einzelnen aufgenommenen Deepsky-Bild abziehen. Jetzt hast "saubere", hotpixelfreie Rohbilder, die aber immernoch verrauscht sind. Daher werden die im Rechner alle übereinander gelegt, damit das Rauschen weggeht, der Dynamikumfang steigt und erst danach wird das Summenbild kräftig durch die Mangel gedreht, bis mit vielen Kniffen alle vorher vorhandenen, aber für das menschliche Auge nicht sichtbaren Nebelstrukturen rausgekitzelt wurden.

Du machst in 1 oder 2 Nächten die Einzelbilder und die Darks, dann sitzt Du 1 Woche über der Bildbearbeitung am kalibrierten Bildschirm, ehe ein "Astrofoto" fertig ist.

Das von Dir verlinkte Foto entstand aber nicht mit einer popeligen DSLR, sondern mit einer gekühlten Astro-CCD-Kamera (koscht so um die 2000 US $)...

Das verrät die Info unter dem Bild:
M31 5 x 15min mit Sbig ST 8300C / ED 70/420 / IDAS-Filter

M31 ist die Bezeichnung der Andromedagalaxie
5 x 15 min ist die Belichtungszeit
Sbig ST 8300C ist die gekühlte CCD-Kamera
ED 70/420 ist das Teleskop (70 mm Öffnung, 420 mm Brennweite)
IDAS Filter ist der Filter, der einen Teil des störenden Stadtlichtes wegnimmt, koscht auch noch mal extra...

Wenn Du die Andromedagalaxie fotografieren möchtest, ist ein 200 oder 300 mm Teleobjektiv für den Anfang genau richtig...

Normalerweise fängt man erstmal an, mit lichtstarken Fotoobjektiven zu arbeiten, die man ohne Teleskop auf die Montierung draufschnallt. Wenn die Montierung gut eingenordet ist, kann man damit 2-3 Minuten am Stück fotografieren, ehe die Sterne zu kleinen Eiern oder Strichen werden.

Damit kannst ne Weile die wirklich hellen Objekte ablichten.

Hast Blut geleckt, beschaffst Dir irgendwann ne Kamera fürs Autoguiding, einen Off-Axis Guider oder ein Leitrohr, damit übst dann ne Weile, bis Du die Autoguidingtechnik beherrscht.

In dem Übungsstadium befinde ich mich grad. :)

Das Mead hat von Haus aus ne Azimutale Montierung, wird also gleichzeitig wagrecht und senkrecht rotiert. Dem Auge mit seinen 1/25 Sekunden "Belichtungszeit" macht das nix. Eine angeschlossene Kamera merkt aber schon innerhalb von wenigen Sekunden, daß alle Sterne einen Kreisbogen beschreiben. Das nennt man Bildfeldrotation.

Also muß zusätzlich Technik eingesetzt werden, um die wegzukriegen. Entweder eine Polhöhenwiege oder ein Derotator.

Ich empfinde es als sehr frickelig und fast unmöglich, mit der Polhöhenwiege sauber einzunorden. Eventuell haben andere Beobachter da bessere Erfahrungen. Ich rate davon ab.

Die "Derotatoren" werden an den Okularauszug angeschlossen und sollen die Bildfelddrehung elektrisch ausgleichen. Ich kenn keinen, der das wirklich zu 100% macht. Möglich, daß mein Bekannter eine Gurke erwischt hat. Aber die Derotatoren haben wirklich nicht den besten Ruf und kosten sehr viel Geld. Mein letzter Kenntnisstand ist, die Dinger sind derzeit von Meade nicht lieferbar...

Um mit dem Meade und seiner Montierung zu fotografieren, müßtest Du sehr sehr viel Geld in technische Erweiterungen stecken. Davon rate ich ab.

Oute Deinen Standort und frag im Astrofotografie-Board nach Fotografen in Deiner Nähe. Besuch die und schau Dir in Ruhe deren Geraffel an, laß Dir mal zeigen, wie die prinzipiell arbeiten und frag, wie viel Zeit sie aufwenden...

Dann überleg sorgfältig, ob Du wirklich da drauf Bock hast. :D

Es wird teuer, wenn Du ne Guidingkamera, den Off-Axis-Guider oder ein Leitrohr und eine fototaugliche Montierung samt Steuerung mit Guiding-Eingang (ST4) kaufen willst. Wir reden hier über 3-4.000 Euro aufwärts.

Wenn Du Dir Zeit beim Suchen nach den einzelnen Teilen läßt, kannst etwa 1/3 - die Hälfte an Geld einsparen, sofern Du nur gebrauchte Teile kaufst. :Trost:

Dazu brauchst aber Erfahrung, damit die Sachen auch zusammenpassen...

Eine Alternative zur privaten Anschaffung all dieser teuren Teile ist die Mitgliedschaft in einem Verein. Schau mal ins GAD, da sind so gut wie alle Sternwarten/Vereine nach Postleitzahlen geordnet drinn :D ...

CS
Fee



 
Zitat von Refek:
Hallo Prikkelpitt(verräts du uns deinen Namen?),

ich hänge hier mal zwei Bilder an, die mit einem Megrez72 gemacht wurden, deren Eckdaten ganz ähnlich sind, wie der bereits erwähnte ED 70/420. Der Megrez72 ist ein 72/432, die Öffnung und Brennweite ist also vergleichbar.

Ich kann dem, was hier über den Meade bereits gesagt wurde nur zustimmen. 2000mm Brennweite zu guiden ist eine herausforderung, die ich mich mir persönlich nicht zumuten möchte. Du kannst auch mit 50mm oder 85mm fotografieren, das ergeben wunderschöne Weitfeldfotos, vorraus gesetzt, die Kamera samt Objektiv sitzt auf einer parallaktischen Montierung und das Guiding funktioniert.

Übrigens: Ich habe meinen 150/750-Newton derzeit auf Eis gelegt, weil auch dieser gut montiert und geguidet werden will, was mir aber inzwischen etwas zu stressig ist.

Grüsse,
Matthias

OK, ich seh schon, ich muss noch viel lernen, aber bin ja willig...
Ich dachte, wenn man ne gute Montierung hat, mit automatischer Nachführung, dann "guided" sich das ganze von alleine...lol
Bis auf den Nachführungsfehler, den man dann mit einem Off Axis Guider ausgleichen kann, also wieder automatisch, wohl ein Denkfehler was?

MfG
heinz
 
Hi!

Eine gute bis sehr gute Montierung kommt ohne Nachführkontrolle bei sehr guter Einnordung bis vielleicht 300 bis 800 mm zurecht, zumindest ein bis fünf Minuten - your mileage may vary, wie's so schön heißt.

Mein Favorit ist immer noch der AstroTrac mit einem Objektiv zwischen 18 und 200mm Brennweite - das Set ist hochtransportabel und kann gute Ergebnisse liefern. Einige Spezis schaffen damit sogar um die 500mm Brennweite. Eine normale parallaktische Montierung mit Polsucher und Nachführung ist sperriger und für ähnliche Brennweiten gut, aber günstiger. (Ernstzunehmende Fotomontierungen fangen für mich mit der Vixen GP-DX an, mit Leitrohr und Kamera wird's z.B. mit einem 8" f/4 aber auch schon eng.

Bevor ich mir hier die Finger wund schreib, gebe ich mal einen Buchtipp: Seip: Himmelsfotografie mit der DSLR beantwortet die meisten Einstiegsfragen in die Himmelsfotografie ganz gut - die hat mit der normalen Fotografie leider nur wenig gemein.

Gruß,
Alex
 
Montierungen führen nach - das reicht fürs visuelle oder für kürze Aufnahmen bei kurzen Brennweiten.
Das Guiding kümmert sich dann um den Nachführfehler.
Ein OAG ist nur ein kleines Umlenkprisma, da dran (oder an ein Leitrohr) kommt der Stand-Alone-Guider oder die Guiding-Camera + Notebook.

Was ich Dir zum lernen als Lesestoff empfehlen kann ist das hier: http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/einsteigen.php
und auch durchaus dem u.a. Link zum Rolf folgen...
 
Hallo,
ich nochmal.
Ich habe noch mal nach gedacht. Ich möchte mir jetzt erst mal ne vernünftige Montierung (im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten) zulegen, und erst mal nur mit meiner Kamera und einem 300er Tele ein bisschen probieren.
Wenn ich dann Gefallen an der Astrofotografie finde (und, da bin ich sicher) möchte ich natürlich irgendwann aufrüsten und es soll dann ein Teleskop dazukommen.
Nun wollte ich einfach nochmal um sicher zu gehen, dass ich kein Sch... kauf bei euch nachfragen.
Als Montierung hatte ich mir erst mal folgendes ausgesucht:

1. http://www.teleskop-express.de/shop...n-GoTo-Montierung-mit-Polsucher-bis-10kg.html

oder alternativ

2. http://www.teleskop-express.de/shop...sche-GoTo-Montierung-Advanced-GoTo---CAM.html

Was meint ihr, kann man da als Anfänger mit zurecht kommen?

Und habe ich das richtig verstanden, ich muss, um einigermassen vernünftig fotografieren zu können mit langen Belichtungszeiten, auch ein Guidingsystem noch zusätzlich an die Montierung bauen, habe ich das so richtig verstanden? Die GoTo Steuerung reicht dafür nicht aus, richtig?

Wenn ja, woraus würde den so ein Guidingsystem komplett bestehen, nur damit ich das preislich richtig einschätzen kann?

Danke schon mal

Heinz
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heinz,
klingt vernünftig. Ich würde von den beiden eher die CAM wählen, trägt mehr (ev. auch mal auf dem Gebrauchtmarkt hier schauen).

Ja, bei Langzeitbelichtung musst Du guiden.
Dazu braucht die Steuerung einen Guidereingang und Korrekturgeschwindigkeiten <1x bietet. Du brauchst eine Doppelbefestigung und dazu ein Leitrohr (kleiner Refraktor).
Im einfachsten Fall daran dann eine Phillips-Webcam und ein Notebook mit kostenloser Guider-SW oder alternativ könntest Du auch einen Standalone-Guiter wie z.B. den Lacerta MGEN einsetzen.

Wenn Du Ausdauer hast, kannst Du auch visuell guiden mit einem Fadenkreuz-Okular am Leitrohr.
 
So, werde mir jetzt wohl erst mal hier aus dem Forumsmarkt eine gebrauchte HEQ-5 zulegen.
Diese hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...rue/Verkaufe_neuwertige_Montierung#Post771291

Was haltet ihr davon? Ich hoffe, da kann ich als Anfänger was mit anfangen und sie ist auch für die nächsten 2-3 Jahre noch gut für mich.
Was müsste ich denn für den Anfang noch so unbedingt haben, oder kann ich mit der Montierung, meiner DSLR und den Objektiven auch erst mal anfangen?
Wie bekomme ich die Kamera auf die Montierung und, brauch ich auch schon für den Anfang ein Leitrohr?

Zur Übersicht noch mal meine Ausrüstung:

HEQ-5 (ausgerüstet siehe Link)
Nikon D90, D700
Nikkor 50mm 1.8, 85mm 1,4, 18-105mm 3,5-5,6, 200mm 2,8, 300mm 4
Laptop
aperture 3 und Lightroom 3

MfG
Heinz
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heinz,

So, werde mir jetzt wohl erst mal hier aus dem Forumsmarkt eine gebrauchte HEQ-5 zulegen.
Diese hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/771291/Searchpage/1/Main/133093/Words/nordkap/Search/true/Verkaufe_neuwertige_Montierung#Post771291

Was haltet ihr davon?

JA, das ist was ordentliches :)

Ich hoffe, da kann ich als Anfänger was mit anfangen und sie ist auch für die nächsten 2-3 Jahre noch gut für mich.

Auf diese Montierung kannst einen 6" Newton f=5 draufsetzen, ohne daß sie die Grätsche macht. Damit kannst visuell schon ne ganze Menge anfangen. M31, M42, M45, H&Chi und diverse Sternhaufen im Fuhrmann bieten sich jetzt an.

Planeten mit einem guten Okular machen ebenfalls Sinn mit dem von mir vorgeschlagenen Newton.


Was müsste ich denn für den Anfang noch so unbedingt haben, oder kann ich mit der Montierung, meiner DSLR und den Objektiven auch erst mal anfangen?

Kauf Dir ne 20 cm lange Prismenschine, da drauf befestigst Deine Kamera mit einer Fotoschraube. Mit der Schine wird dann Dein Foto wie ein Teleskop in die Prismenklemmung der Montierung gespannt und Du kannst loslegen, sobald Du ordentlich eingenordet hast.

Fang am besten mit dem 50 er Objektiv an. Blende um 2 Stufen ab und fotografiere mal den kompletten Orion. Der geht als ganzes drauf und hat recht helle Sterne. So hast schnell mal ein Erfolgserlebnis, das ist wichtig.

Mit dieser Kombination müßtest Du ca. 3 Minuten ungeguidet fotografieren können, ehe so langsam aus den runden Sternen "Eier" werden. Bei der Belichtungszeit sollte sich der Orionnebel und auch der Flammennebel schon abzeichnen. Mach mindestens 12 Aufnahmen.

Ein weiteres Motiv bei der Brennweite ist der Perseus mit H & Chi, oder der Stier samt Plejaden. Auch von der Andromedagalaxie ist dann schon was zu erkennen...

Als nächstes kannst dann mit dem 85 er fotografieren. Auch das um mindestens 2 Stufen abblenden. Da solltest Du die gleichen Objekte mal probieren. Die kommen dann größer raus. Mach einfach mal ne Serie mit 1, 2 und 3 Minuten Belichtungszeit. Du wirst überrascht sein, wie viel da bereits zu sehen ist. :)

Neben der eigentlichen Fotografiererei muß dann noch lernen, wie die Bildbearbeitung gemacht wird. Denn die einzelnen Rohbilder sind nur die halbe Miete. ;)

Das Zoomobjektiv würde ich nicht verwenden, ich hab mit denen schlechte Erfahrungen gemacht.

Das Wichtigste bei der Fotografiererei sind 2 Dinge:

- sehr sauber einnorden
- sehr sorgfältig scharfstellen

Bis Du hier angekommen bist, ist mindestens 1 Jahr vergangen.

Wenn Du damit dann die nötige Erfahrung gesammelt hast, kannst dann auch mit dem 200 und 300 mm Objektiv auf die Pirsch gehen. Allerdings solltest Du dann Autoguiding machen. Bis dahin hast ja Zeit, das notwendige Geld für die Ausrüstung zusammenzusparen ;)

Für´s Autoguiding brauchst Du dann:
- ne Guidingkamera (empfindliche Webcam, oder was besseres)
- ein kleines Leitrohr (umgebautes Fotoobjektiv, ein Sucher mit ca. 200 mm Brennweite, oder ein kurzer Refraktor)
- eine Doppelbefestigung
- ein externes Käschtle, das aus den Bildern der Guidingkamera die Korrekturimpulse für den Autoguiding-Port der Steuerung macht
- ein Freewareproggy (Guidemaster, PHD...)

Oder Du nimmst gleich ne Kamera, die diese Impulse generiert (ist aber teurer als die obige Lösung)

Kamera und Leitrohr werden parallel auf eine Prismenschine gesetzt (entweder die Doppelbefestigung mit 2 Prismenklemmen) oder Du bohrst selber Löcher in eine einfachere Schine und scharaubst die beiden Teile fest drauf.

Die Doppelbefestigung wird dann wie das Teleskop mit der Prismenklemme auf der Montierung befestigt.

CS
Fee
 
Super, Danke für die ausführliche Antwort.

Aber mal ne ganz doofe Frage.
Du schreibst u.a. "...sehr sorgfältig scharfstellen"
Ich würde ja jetzt in meinem jugendlichen Leichtsinn sagen, die Objektive werden einfach auf unendlichen Focus gestellt, aber so einfach ist das dann wohl nicht, oder?

MfG
 
Hallo Heinz,

Du schreibst u.a. "...sehr sorgfältig scharfstellen"
Ich würde ja jetzt in meinem jugendlichen Leichtsinn sagen, die Objektive werden einfach auf unendlichen Focus gestellt, aber so einfach ist das dann wohl nicht, oder?

:totlach:

nööö, ganz so einfach ist es net. Wenn Du nach der Methode vorgehst, kommt sowas dabei raus:

Link zur Grafik: http://silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/50-mm-m42/m31.jpg

Du mußt Deine Kamera mit dem Laptop verkabeln (bei meiner EOS war ein USB-Kabel dabei und ein Programm, mit dem ich die Kamera bedienen und bis zu 30 Sekunden automatisch belichten kann). Für längere Belichtungszeiten brauchst noch nen Drahtauslöser, der an die Kamera rangestöpselt wird.

Du stellst auf Unendlich, machst ne 5 Sekunden Belichtung. Guckst das Bild an und hast fette Sterne. Jetzt gaaaanz sachte an der Schärfe drehen. Auslösen. Angucken. Die Sterne werden kleiner. Also noch ein Tick mehr, auslösen, angucken... Das Spiel solange machen, bis die Schärfe paßt :)

Jetzt auf 30 Sekunden am Computer einstellen. Auslösen, angucken und staunen, was auf einmal alles zu sehen ist.

Sodele, jetzt auf "Bulb" an der Kamera stellen, nur noch den Drahtauslöser verwenden.

Mit Stoppuhr 1 Minute einstellen, 2 Minuten, 3 Minuten. Je länger Du belichtest, desto mehr schwächere Sterne kommen auf dem Bild zum Vorschein. Und irgendwann auch die Galaxie... Wenn Die Sterne zu Strichen werden, hast entweder net gut genug eingenordet oder aber die Nachführgenauigkeit der Montierung erreicht.

CS
Fee
 
Hallo Fee,

mit den Canon EOS Utilities kannst Du auch vom PC aus Belichtungsreihen (Du kannst ihm sagen, wieviele Bilder er in welcher Zeit aufnehmen soll) vornehmen, die länger als 30s dauern. Es ist leider immer nur 1s Pause zwischen den Aufnahmen.

Gruß
Konstantin
 
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