Meade oder Celestron?

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northi

Mitglied
Liebe alle,

Ich hätte eine kurze Frage, wie Ihr basierend auf Eurer Erfahrung die Qualität der folgenden beiden Teleskope sehen würdet (grundsätzlich ganz allgemein; letztlich auch im Lichte einer möglichen zukünftigen Astrofotografie, wofür schon mal die Celestron mit ihrer parallaktischen Montierung spricht).

Celestron Teleskop EdgeHD-SC 279/2800 CGEM 1100 GoTo

bzw.

Meade Teleskop ACF-SC 254/2500 10" UHTC LX200 GoTo

Viele Grüße rundum

Michael
 
Mein Tipp: hör nicht auf das was Du hier als Antwort bekommen wirst!
Am besten Du suchst Dir Leute in Deiner Gegend um Beide
Geräte selber zu "ersehen" und auch zu bedienen.
oder zumindest einen Teleskopshop zum "anschauen"....

Und jetzt - ducken!!!!!!!!

PS: Beide Geräte sind toll! Wenn man noch kein Scope hat! oder auch als Ergänzung zu dem was man schon hat!
 
Hallo Michael,

hast du bisher schon Erfahrung mit Astrofotografie?
(laut deinen Beiträgen wohl eher gar nicht, oder?)

Die 2 Teleskope mögen ja sehr gut sein, jedoch erfordern beide auch noch eine teure Montierung und Zubehör wie OA-Guider oder extra Guiding-Teleskop usw....

...Für den Einstieg also recht heftig!

Ich würde so nicht anfangen!!!

Frage Nr.2:
Welche Kamera hast du bis jetzt und was willst du dir zulegen?

Gruß Norbert
 
Liebe beide,

Thanks für Eure Tipps. Ich würde gerne das Thema Astrofotografie gerne hier ausblenden. Ich habe nur gemeint, dass dies ein wenig im Hinterkopf Berücksichtigung finden sollte, sofern möglich. Astrofotografie ist wohl ein komplett eigenes Thema, dem man sich nicht direkt von 0 auf 100 annähern wird können, sondern eher step-by-step angehen sollte. Man muss ja nicht gleich alles haben.

Mit geht es primär um die beiden Teleskope. Ich habe jetzt einmal das Meade testen können. Ich bin schon ziemlich begeistert, vor allem von der Stabilität und der Bedienung. Ein Freund hat mir jetzt geraten auch ein Teleskop auf einer parallaktischen Montierung zu testen, und mir dieses einmal empfohlen, auch um einen Vergleich zu ziehen. Insofern habe ich jetzt beide testen können.

Die Entscheidung fällt etwas schwierig, weil ich rein optisch/visuell beide Teleskope als gleichwertig einstufen würde. Meade hat mE technische Vorteile, vor allem bei der Steuerung. Die azimutale Montierung ist sehr standfest, und auch "platzsparend". Andererseits im Hinterkopf: bei einem einfachen (!) Astrofotografie-Start wird es schwierig.

Hier kommt jetzt die Celestron ins Spiel. Auch dieses finde ich super. Rein technisch finde ich aber die Meade etwas vorteilhafter (goto-technik). Dagegen hat es aber eine parallaktische Montierung.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich von der Beratung in den Fachgeschäften etwas enttäuscht war. So wurde die Meade als Top-Astrofotografie Teleskop dargestellt. Nach einer Diskussion wurde das dann etwas relativiert, nämlich erst wenn man ein paar teusender noch investiert....

Daher eher meine Frage, was spricht Eurer Ansicht nach für das eine bzw. für das andere Teleskop. Für eines von beiden habe ich mich bereits festlegen.

Ich bin 51:49 eher für das Meade, weil es mir besser entsprochen hat, auch wenn eher knapp. Hier habe ich nur Angst wegen der azimutalen Montierung. Die ist jetzt eigentlich hervorragend.

ABER: Ich kann die Teleskope nicht 1 Jahr lang testen. Ich kann daher nur einen Test für mich persönlich auf jetziger Basis machen. Doch wie schauts in der Zukunft aus mit beiden Teleskopen?

Daher meine Fragen:

- Was spricht Eurer Ansicht nach für das Meade und was eher für das Celestron? Gibt es einen klaren Unterschied, der für eines dieser Teleskope spricht?

- Kann man einen Vorteil für eines dieser Teleskope in der Zukunft erblicken?

- Sollte die Montierung (azimutal bzw. parallaktisch) jetzt eine Rolle bei der Entscheidung spielen?

VG rundum

Michael
 
Hallo Michael,

ehe Du Dich für eines der beiden Teleskope entscheidest, solltest Du noch über ein paar andere Dinge nachdenken.

- wie kräftig bist Du? (beide Teleskope sind alleine kaum auf die Montierung zu wuchten)

- von wo aus wirst Du zukünftig beobachten (eigene Sternwarte mit fest aufgestelltem Gerät, Garten, Terasse, Balkon, oder Krempel zusammenpacken, ins Auto tragen und irgendwo aufm Acker (im Dunkeln!) aufbauen und später auch wieder abbauen)?

- was möchtest Du in der Hauptsache beobachten (Planeten, Planetarische Nebel, Sternhaufen, großflächige Nebelobjekte, Galaxien...)?

- wie lange wirst Du durchschnittlich beobachten? (wegen Stromverbrauch der Nachführung, also großer Akkupack oder 220 V Stromversorgung...)

Wenn das geklärt ist, kannst an die Auswahl des Teleskopes und der dazugehörigen Montierung gehen.

Ich würde gerne das Thema Astrofotografie gerne hier ausblenden. Ich habe nur gemeint, dass dies ein wenig im Hinterkopf Berücksichtigung finden sollte, sofern möglich.

das geht nicht. Wenn Du irgendwann mit diesem Equippment fotografieren möchtest, dann muß das mit in die Kaufentscheidung einfließen.

Bei einer azimutalen Nachführung ist ein funktionierender Derotator oder eine Polhöhenwiege zwingend erforderlich. Sonst hast Bildfelddrehung. Ein weiterer Nachteil der der azimutalen Nachführung ist, daß Du nicht ohne weiteres das Teleskop runtermachen und statt dessen einfach einen Fotoapperat + Teleobjektiv auf die Montierung setzen kannst.

Natürlich besteht die Möglichkeit, einen Foto Huckepack auf die Optik zu setzen, aber dann muß das Gewicht vom Teleskop mitbewegt werden...

Die Originalbrennweite der beiden Teleskope ist so hoch, daß etliche schöne, helle Objekte damit nicht ohne weiteres (Technikeinsatz mit viel Kosten verbunden) zu fotografieren sind. Du brauchst also für die Fotografie noch was anderes (kurzbrennweitiges), was idealerweise auf die selbe Montierung paßt.

Wenn Du wirklich später fotografieren möchtest, mußt Du bei der Entscheidung zur Montierung darauf achten, daß deren Steuerung einen Autoguiderport besitzt. Ohne Autoguiding kannst Langzeitbelichtungen mit 2,5 bzw. 2,8 Meter Brennweite definitiv knicken...

CS
Fee
 
Hi Fee,

Danke für die Antwort. Vielleicht dazu kurz:

1. Beim Aufstellen könnte mir schon jederzeit meine Frau helfen. Beide Teleskope mit Montierung sollten wohl nicht mehr als 45kg wiegen.

2. Beobachtung erfolgt in 90% der Fälle von der Dachterasse (mit 360 Grad Rundumblick), aber in der Stadt (wenn auch nicht direkt im Zentrum). Ob ich das Teleskop dort fest aufstellten würde (zB Standfuss), weiss ich noch nicht. Wahrscheinlich nicht in einem ersten Schritt, aber uU später. Um natürlich ein Schleppen zu verhindern, kann ich auf der Terasse Vorsorge treffen, zB Equipment wasserdicht absperren (mit einer dauerhaften "Sternwarte" a 2,5*2,5 Meter würde meine Frau aber nicht mitspielen und wäre auch schwer aus Gründen des Gesamtgewichts umzusetzen; eher eine 1*1 Meter Ablage). In der frostigen Winterzeit 1.12 bis 31.1 würde ich es aber lieber abmontieren und auf der Galerie zur Terasse aufbewahren.

3. Nur Planeten beobachten, wäre mit der Zeit weniger spannend, bzw. hätte ich dann auch ein anderes Teleskop ausgewählt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man - mit entsprechenden Filtern - auch in der Stadt wirklich gut Nebel beobachten kann. Galaxien wäre natürlich genial. Ist mE auch ein Okularthema?

4. Wenn parallaktische Montierung, dann ist wohl Meade kein Thema mehr. Von Foto Huckepack hatmir bisher jeder abgeraten.

5. Die Celestron besitzt jedenfalls eine AutoGuider-Schnittstelle.

Technisch hat mir die Meade - ehrlich gesagt - mehr zugesagt, aber ein guter Freund von mir, hat mir da schon eher die Celestron ans Herz gelegt (wenn schon eine von beiden).

VG Michael
 
ich würd das Celestron nehmen:

1. parallaktisch
2. Wiederverkaufswert (ist denke ich bei C höher als bei M)
3. größere Öffnung
 
Hi Michael

Hast Du nicht schon ein 10" ACF?
Falls ja sehe ich da visuell keine nennenswerte Verbesserung.
Fotografisch wäre theoretisch das Celestron interessanter, aber erst recht am Anfang wohl nur mit Fastar/Hyperstar.
Wenns eh nur Visuell sein soll würd ich einfach beim AcF bleiben, wenn Fotografie mal interessant sein könnte kommts drauf an, ob das ACF ersetzt oder ergänzt werden soll.

cs
Jürgen
 
Hallo Michael,

es klingt zwar trivial, aber man kann natürlich auch den Meade ACF-OTA auf die Celestron CGEM setzen, dann hast du dein 51%-Meade auf parallaktischer Montierung ;)

CS
MaRKus

 
...das funktioniert sehr gut - das macht ein Kumpel von mir sehr erfolgreich (mit Planetenkamera)! Scheint eine super Kombi zu sein, was ich vor allem für die CGEM bestätigen kann!

Gruß
Ernie
 
Hallo Northi,

vor vielen Jahren (anno 1999) stand ich vor einer sehr ähnlichen Entscheidung. Ich wollte ein computergesteuerters Teleskop haben und die G11 (mit C11) war mir etwas unheimlich ;)
Ob ich damit mal fotogrfieren will, war mich nicht bewusst und wie sehr die Bildfeldrotation eine Aufnahme zunichte macht war mir auch nicht klar...
Zum visuellen Beobachten war das LX200 10" dank der Computersteuerung ein Traum, mit der analogen(!!) Langzeitfotografie bin ich aber nie zurecht gekommen :mauer:
Den Kauf habe ich allerdings nie bereut und den Nachfolger (LX-200GPS 10") habe ich heute noch.
Zum Fotografieren benutze ich aber heute meist die G11/Gemini in Kombination mit einer Vielzahl von Tuben - vom Weitwinkelobjektiv bis zum 12" f/4 Newton und 10" RC mit 2000mm BW...
Das geht mit der Gabel eben nicht ;)

Wie gesagt, es kommt sehr darauf an, wie du dich astronomisch entwickeln willst...

CS
Wolfgang
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael

Für das C11 würde auch sprechen, daß es eher vernünftige Fotokorrektoren gibt.
Ausserdem ist die Ersatzteilbeschaffung bei Celestron besser, wenn mal was defekt ist. Bei Meade gab es bei den Gabelmontierungen sehr schnell keine Antriebsmotoren mehr.
Ausserdem sind die Motoren bei Meade meines Wissens immer noch verhältnissmaßig laut.
Dann kommt noch hinzu, daß die Öffnung für den Okularstutzen auch enger ist, als beim C11.

Gruß Daniel
 
Hallo Daniel,

sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Für große Chips gibt es einen Bildfeldebner. Darüber hinaus brauchen beide Geräte keine Korrektoren.
Die Ersatzteilbeschaffung solltest Du mal ganz vorsichtig beurteilen. Versuche doch mal ein Ersatzteil für ein Celestron c8 Compustar zu kriegen. Ist genauso alt wie die LX200 Classic, wo die Ersatzteile nicht mehr zu bekommen sind (und wo wir an einer Lösung arbeiten).
Das 10" ACF hat auch das große Gewinde hinten. Du bist SEHR gerne eingeladen, die Vignettierung beim Meade mit anderen Marken zu vergleichen. Dann merkst Du nämlich sehr schnell, warum wir einen vergrößerten Hauptspiegel einbauen.

Clear skies

Tassilo
 
Liebe alle,

aber ist wohl unbestritten, dass die parallaktische Montierung für dei Celestron spricht. Eine Polhöhenwiege könnte das wohl nicht zu 100% ausgleichen?

VG Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael,

die Frage macht nicht wirklich Sinn, die Meade-Optik kannst du doch genau so auf der CGEM betreiben wenn du den Aufwand mit der Polhöhenwiege nicht haben willst. Du solltest eher die Vor- und Nachteile der beiden Optiken betrachten da die Systeme zur Korrektur des Bildfeldes unterschiedlich funktionieren.

CS
MaRKus
 
Hi MaRKus,

Absolut, sorry die unnötige Frage. Ich werde es mal alles in Ruhe testen, und mich dann entscheiden. Bei der Montierun würde ich mich aber jedenfalls für die CGEM entscheiden.

Was die Optik betrifft, entscheide ich einfach, was mir eher enspricht.

Merci für Eure Geduld.

Michael
 
Zitat von northi:
Ich hätte eine kurze Frage, wie Ihr basierend auf Eurer Erfahrung die Qualität der folgenden beiden Teleskope sehen würdet (grundsätzlich ganz allgemein; letztlich auch im Lichte einer möglichen zukünftigen Astrofotografie, wofür schon mal die Celestron mit ihrer parallaktischen Montierung spricht).

Celestron Teleskop EdgeHD-SC 279/2800 CGEM 1100 GoTo
bzw.
Meade Teleskop ACF-SC 254/2500 10" UHTC LX200 GoTo

Hallo Michael,

das sind beides schon sehr wuchtige Instrumente, mit denen Du Familie und Freunde beeindrucken wirst. Was Deine vorgeblich nur aufgeschobenen photographischen Pläne damit betrifft, unterliegst Du jedoch einer von der Werbung suggerierten Illusion.

Da wird Dir nämlich vorgegaukelt, was für tolle komabereinigte photographische Felder Dir mit diesen "Edge-HD" bzw. "ACF" Optiken zu Diensten stehen. Was Dir dabei aber bewusst verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die Beherrschung derartig langer Brennweiten bei Langzeitaufnahmen von Deep-Sky Objekten, selbst bei Verwendung von Reducern, alles andere als einfach ist.

Bevor Du Dich in diese Illusion noch weiter versteigst, würde ich Dir den dringenden Rat geben, mal auf die Seiten vom Astrophoto Board hier zu schauen und dabei insbesondere auf die dort verwendete optische Ausrüstung zu achten. Du wirst dann ziemlich schnell zu der Einsicht und Ernüchterung kommen, dass die von Dir favorisierten Instrumente, so sehr sie auch von der Werbung angepriesen werden, für photographische Deep-Sky Anwendungen alles andere als prominent und populär sind, um es mal vorsichtig zu fomulieren. Das alleine sollte Dir jedenfalls zu denken geben.

Was Du sicherlich reichlich finden wirst, sind Webcam Anwendungen dieser langbrennweitigen Optiken an Planeten, Mond und Sonne, und dafür sind sie auch vorzüglich geeignet. Das ist aber phototechnisch gesehen eine völlig andere Disziplin und dafür genügt dann auch eine azimutale Montierung.

Ich will Dir diese Optiken ganz und gar nicht madig machen. Ich habe selber seit langer Zeit ein C14 (als Meade noch kein Konkurrent war) und ich schätze es vor allem wegen seiner Kompaktheit. Ich würde Dir aber abraten, beim Schmieden Deiner Pläne einen Zusammenhang mit einer sehr wahrscheinlich unrealistischen Illusion bzgl. Deep-Sky Photographie bei so langen Brennweiten zu konstruieren. Das solltest Du völlig von Deinen übrigen Kriterien trennen.

Deep-Sky Photo ist eine anspruchsvolle Disziplin, in die man sich mit viel Ausdauer und häufig auch Frust und Lehrgeld einarbeiten muss. Und vor allem fängt man da erst mal mit kurzen Brennweiten an. Insofern halte ich diesen Ratschlag

Zitat von northi:
Von Foto Huckepack hatmir bisher jeder abgeraten
für völligen Blödsinn.

Du kannst natürlich den umgekehrten Weg versuchen, Du wirst es dann aber bald merken ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter




 
Zitat von P_E_T_E_R:
Was Deine vorgeblich nur aufgeschobenen photographischen Pläne damit betrifft, unterliegst Du jedoch einer von der Werbung suggerierten Illusion.

Da wird Dir nämlich vorgegaukelt, was für tolle komabereinigte photographische Felder Dir mit diesen "Edge-HD" bzw. "ACF" Optiken zu Diensten stehen. Was Dir dabei aber bewusst verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die Beherrschung derartig langer Brennweiten bei Langzeitaufnahmen von Deep-Sky Objekten, selbst bei Verwendung von Reducern, alles andere als einfach ist.

Genau damit hast du es mE voll getroffen. Ich hab es eine ziemliche Frechheit gefunden, was im Teleskopshop für eine Beratung erfolgt. Ich kann nur jedem raten, ein Teleskop mit einem "Teleskopfreund" zu kaufen, was ist letzen Endes gemacht habe. Im Shop hat man mir glaubhaft machen wollen, dass die Meade das perfekte Gerät für Astrofotografie ist, weil es ja eine elektrische Nachführung gibt. Diese sei ausreichend.

Ich hab das dann mal einem Freund erzählt, der zwar gerne in den Himmel guckt, aber keine Astrofotografie betreibt. Seine erste Reaktion war, von welcher Montierung ich rede. Ich meinte azimutal, er meinte, er geht beim nächsten Mal mit.

Das war dann auch so. Plötzlich hieß es schon etwas anders: Ein Topgerät für Asrofotografie, aber man muss noch etwas "reinstecken". Auf Nachfrage: wohl noch ein paar Tausender. Dann kamen wir auf Polhöhenwiegen und deren Brauchbarkeit zu sprechen, Reducre, Autoguider, etc. Plötzlich war PEC alleine nicht mehr ausreichen. Daraufhin meinte ich, das klang damals anders.

Dann bin ich in einen anderen Shop gegangen, und zwar gleich mit dem selben Freund. Die haben dann eher, deine Argumentation bestätigt, das Teleskop an sich aber für sehr gut befunden (Austrofot mal ausgeklammert).

Bisher wurde mir aber vor allem die Montierung allseits als sehr gut befunden und jedenfalls auch zukunftstauglich.

Würde man wirklich nicht mit einem Reducer weiterkommen? Könnte ich denn nicht später auch ein einfacheres Teleskop mit geringerer Brennweite für Astrofotografie auf die CGEM montieren?

VG Michael
 
Hallo Michael nochmal,

die Beratung, die Du da im Shop bekommen hast, war sicher suboptimal, aber man sollte das nicht verallgemeinern. Häufig ist auch das Problem, das manch einer denkt, er könne nun Hubble-ähnliche Resultate produzieren, wenn er nur ein paar tausend Kröten springen lässt. Manch eine Werbung suggeriert ja geradezu solche Erwartungen,

Meine Kritik reduziert sich im wesentlichen auf eine ganz simple Botschaft. Die Schwierigkeiten und die Ansprüche an die Technik und Dein Know-how wachsen sehr schnell mit zunehmender Brennweite. Wohlgemerkt ich spreche hier nur von Deep-Sky Photo mit langen Belichtungszeiten. Schau mal im Astrophoto Board, mit was für Brennweiten Anfänger und Fortgeschrittene da typischerweise arbeiten. Wenn Du Dir als Anfänger dafür eine Brennweite von bald 3 m zumuten willst, dann führt das ziemlich sicher nur zu Misserfolg und Frust. Selbst mit einem Reducer ist das für den Anfang noch viel zu viel. Du versuchst da anzusetzen, wo Du bestenfalls nach entsprechender Erfahrung hinkommen könntest.

Zitat von northi:
Würde man wirklich nicht mit einem Reducer weiterkommen? Könnte ich denn nicht später auch ein einfacheres Teleskop mit geringerer Brennweite für Astrofotografie auf die CGEM montieren?

Fang den Photoaspekt erst mal mit kurzen Brennweiten unterhalb von 500 mm an. Damit kannst Du schon sehr schöne Großfeldpanoramen erstellen und der Erfolg ist nahezu garantiert. Dafür brauchst Du auch keine CGEM, aber schaden tut es sicher auch nicht. Du wirst nach kurzer Zeit merken, dass der ganze Photosektor so viel Eigendynamik und Resourcen erfordert, dass der ursprüngliche Plan, alles mit einem einzigen Instrument abzudecken, sich als blauäugig und unrealistisch entpuppt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Northi,

hast du ein Planetariumsprogramm bei dem du Gesichtsfelder definieren kannst?
Damit kannst du schnell eine Vorstellung bekommen, mit welcher Brennweite und Imager du welche Objekte vernünftig aufnehmen kannst :super:

Du wirst sehen, dass mit 2m BW nur kleine Galaxien, Kugelhaufen, Planetarische Nebel und dgl. in Frage kommen...

CS
Wolfgang
 
Hi Michael
Zitat von northi:
Würde man wirklich nicht mit einem Reducer weiterkommen?
Mit den gängigen Reducern hättest Du immernoch eine Brennweite von rund 1,5m. Das ist schon recht gewaltig.Noch kürzere Brennweiten, bis etwa zu einem Drittel, wärean auch möglich - dann aber nur mit Kameras mit sehr kleinem Chip.
In gut machbare Brennweitenbereiche kämst Du nur durch den Umbau in eine Schmidtkamera - was aber rund 2000€ kostet.

Zitat von northi:
Könnte ich denn nicht später auch ein einfacheres Teleskop mit geringerer Brennweite für Astrofotografie auf die CGEM montieren?
Machs doch gleich so, dass Du dir ein kurzes Teleskop zur CGEM holst. Wenns mit 500-800mm mal gut klappt spricht ja auch nichts dagegen, später mal mit höheren Brennweiten auf PN, Gx etc. zu gehn. Dann hättest Du zudem auch noch ein nettes Gerät für Großfeldbeobachtung oder auch ein 'Schnellspechtler', wenn noch eine leichte Montierung hinzukommt.
Aber schau dir wie schon geschrieben mal die entsprechenden Felder an - Stellarium und Cartes du Ciel können ds recht gut.

cs
Jürgen
 
Zitat von P_E_T_E_R:
Wenn Du Dir als Anfänger dafür eine Brennweite von bald 3 m zumuten willst, ... Fang den Photoaspekt erst mal mit kurzen Brennweiten unterhalb von 500 mm an.
Hallo Peter,

da bin ich völlig Deiner Meinung! Dazu eine kleine Rechnung: Bei Deep Sky mit längeren Belichtungszeiten braucht man im Hinblick auf die Luftunruhe eine Kameraauflösung von ca. 1 Pixel pro Bogensekunde. Die gängigen Kameras sind mit Pixelweiten von der Größenordnung 5 µm ausgestattet. Bei 1 m Brennweite ist demnach die o.g. Bedingung bereits erfüllt. Längere Brennweiten machen mit 5 µm Pixelweite demnach bei Deep Sky gar keinen Sinn.

Gruß, Jan
 
Liebe Leute,

Besten Dank für Eure Tipps. Ih habt Euch so ziemlich auf Astrofotografie eingeschossen, was ich gar nicht so in dem Ausmaß beabsichtigt habe.

Spricht aber rein aus Beobachtungsgesichtspunkten etwas gegen eine der beiden Optiken?

Spricht was dagegen sich die Celestron mit der CGEM zu holen und später sich zusätzlich für Zwecke der Astrofotografie ein eher Teleskop mit kurzer Brennweite zu besorgen, dass auf die CGEM passt?

Könnte man eigentlich das kurze auf die Celestron noch "draufgeben"?

BG rundum

Michael
 
Zitat von northi:
Ih habt Euch so ziemlich auf Astrofotografie eingeschossen, was ich gar nicht so in dem Ausmaß beabsichtigt habe.
Hi Michael

Naja - Du hast ja schon ein 10" ACF in ner Gabel - wenn nicht noch deutlich mehr Öffnug oder größere Felder oder aber etwas ultraportables gewünscht ist bleibt da nicht sooo viel, auf das man sich einschießen könnte;)

cs
Jürgen
 
Zitat von Nasus:
Hi Michael

Naja - Du hast ja schon ein 10" ACF in ner Gabel
Hallo Michael,

mein Tipp,
beobachte erst mal mit deinem 10Zoll ACF!
Wie viele Nächte hast du mit dem überhaupt schon beobachtet und welche Objekte?

Ich habe z.B. einen 10Zoll Newton und ich behaupte, dass ich erst 10% damit am Himmel beobachtet habe, was tatsächlich möglich wäre....
Meine Ambitionen nach ner größeren Optik befriedige ich dadurch, dass ich Mitglied im örtlichen Volkssternwartenverein bin, und somit Zugriff auf einen 20Zoll F/8 RC habe.

Gruß Norbert
 
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