Skywatcher Mak 127/1500 - Zubehörempfehlungen

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Hi Volker,

zur EQ3 und allen anderen parallaktisch aufgestellten Montierungen:

die "Höhe", die Du einmal pro Beobachtungsplatz einstellst, ist die sogenannte "Polhöhe". Also der Winkel, unter dem vom Beobachtungsplatz (Berlin, München, Mittelmehr, Sahara...) der Polarstern zu sehen ist.

Je weiter Du südlich gehst, desto tifer am Himmel steht Polaris, desto kleiner wird also der Winkel... ;)

Um dann mit eingestellter "Polhöhe" die Objekte zu finden, mußt Du am Drehknopf für Rektaszension (RA) und Deklination (DE) drehen...

 
Hallo Fee,

danke, Deklination ist genau das, was ich meinte - es sah so aus, als gäbe es nur einen Drehknopf für die Rektaszension. So ist mir die "Navigation" dann natürlich klar... Das Einstellen auf den Pol ist mir soweit klar :)

Würdest Du auch sagen, dass eine parallaktische Montierung bei einem Teleskop mit so hohem "Vergrößerungspotenzial" am meisten Sinn machen würde?

Danke und Gruß
Volker
 
Hi Volker,

ja, ich persönlich finde es um einiges entspannter, ein Objekt parallaktisch nachzuführen, als es auf einem Fotostativ mit Videoneiger gleichzeitig in 2 Achsen nachführen zu müssen. :)

Luxus pur ist dann später einmal eine motorische Nachführung, die an die EQ3 angebaut werden kann, sobald es der Geldbeutel erlaubt.

Aber auch von Hand an dem RA-Knopf oder biegsamer Welle ist das deutlich einfacher als in 2 Achsen gleichzeitig...

Der MAK auf EQ3 macht Sinn :)

 
Hallo Volker,

Zitat von mavo0013:
Stimmt, meine Aussage zu Erfle war falsch: Ich habe keine 32mm-Erfle-Okulare in 1,25" gefunden (das wäre die richtige Aussage).
ein 1,25" Erfle-Okular mit 32mm gibt's nicht. Das wäre dann kein Weitwinkelokular mehr, ein wesentliches Merkmal eines Erfle-Okulars. Bei 1,25" und 32mm wird es dann ein Super-Plössl mit 52° tun müssen.

Viele Grüße
Markus
 
Ok, entschieden. EQ3 ist gesetzt, ebenso wie die erwähnten Okulare.

Darf ich Euch noch 2 andere Fragen stellen, interessehalber:

1) Wird die EQ3 auch geeignet sein, später mal andere Teleskop zu tragen in der Klasse des Newton 150/750 oder eines 120/600 Refraktors?

2) Was ist denn eine typische Vergrößerung, um das recht oft erwähnte "Wandern" durch die Milchstraße zu machen? (Also das, wofür der MaC nicht so gut sein soll)

Danke und Gruß
Volker
 
Hallo Volker,

das Wandern durch die Milchstraße - dafür ist z.B. 20fach sehr schön, aber es geht dabei mehr um das Gesichtsfeld. Persönlich finde ich, dass es ab 3° schön wird. Aber mit 4° macht es dann richtig Spaß.

Ich sag's mal so: Beim 120/600 sind Weitwinkelokulare eine teure Sache, wenn das große Gesichtsfeld auch noch scharf sein soll.
Wenn dann die Austrittspulpille berechnet wird, dann bedeutet viel Gesichtsfeld beim 120er auch immer eine große AP. Das geht nur so richtig schön, wenn ein Landhimmel erreichbar ist. Zumindestens, wenn du 4° Gesichtsfeld haben möchtest.

Bei meinem Vorstadthimmel (4,5 - 5mag) ginge das nicht.

Aber beim Thema Randschärfe zählt der persönlich Geschmack und die Prioritäten, aber meine persönliche Einstellung ist: Wenn Weitfeld, dann bitte in Gänze scharf.

CS,
Stefan

P.S.: Das 21mm Ethos habe ich nicht eingerechnet, es benötigt wniger AP, fällt aber eindeutig in die Rubrik teuer.
 
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Ok, danke - ich vermute mal, das ginge auch problemlos mit einem Fotostativ, oder? Da ich mit dem potentiell interessanten 80/400 nicht hoch vergrößern muss (wie gesagt vielleicht 20x), sollte Wackeln und nachführen nicht so kritisch sein, oder?

Gabt Ihr ein Tipp für so ein günstiges Stativ, das möglichst weit zusammenschiebbar ist? Bin leider kein Hobbyfotograf...
 
Hallo Volker,

das "richtige" Fotostativ zu finden, kann u. U. auch schon eine Wissenschaft für sich sein. Auch dabei kommt es auf ausreichende Stabilität an. "möglichst weit zusammenschiebbar" heißt, das es bei einer Höhe, wie sie für Refraktoren üblich ist, entweder sehr instabil oder teuer wird. Ein guter Kompromiss für Deine Zwecke wären max. 3 Beinelemente, die man zusammenschieben kann und ein Beobachtungshocker. Die Tragkraft wird von den Herstellern meist sehr optimistisch angegeben. Wenn man diese durch Zwei teilt, hat man einen Wert, bei dem das Stativ ausreichend stabil für die meisten Anwendungen ist. Außerdem muss das Stativ ja noch den Stativkopf tragen (noch son Kapitel für sich). Von den Kosten her kann man für beides mit ausreichender Tragkraft schon mit etwa 200 bis 250 Euro rechnen.
Wenn Dein 80/400er einen Fotostativanschluss hat, kannst Du Dir den Stativkopf u. U. auch sparen. Bei meinem Stativ kann ich den Anschluss für den Stativkopf bis zu 90° neigen und so direkt eine azimutale Montierung daraus machen. Ist zwar nicht so kompfortabel wie eine AZ4 oder eine Giro, aber funktioniert auch. Somit kämst Du für das Stativ allein auf etwa 150 bis 180 Euro Kosten. Das wäre vergleichbar zu einer EQ 3. Ob Du Dir das Stativ zusätzlich noch zulegst, käme dann wohl nur auf die Ansprüche an die Transportabilität für Reisen an.

Gruß André
 
@fquadrat: Guter Link, hab ich schonmal gesehen und wieder vergessen...

@André: Ok, das wäre natürlich witzlos, 150 Euro für ein Fotostativ zu zahlen, wo der kleine Richfielder nur 50 Euro kostet. Dann doch lieber ne EQ1. Ist ein Fotostativ für z.B. 50 Euro wirklich so viel instabiler als die EQ1?

Und noch eine generelle Verständnisfrage (vermutlich wieder optisch/physikalisch totaler Nonsens): Wenn ich mir ein Erfle-70°-Okular und einen 0,5-Reducer dazu kaufen würde - wieviel Gesichtsfeld bliebe denn ncoh übrig von dem Erfle? Vermutlich keine 70, sonst hätte ich einen Trick gefunden, das Gesichtsfeld zu vergrößern und das bei einem (effektiv) 40 mm Okular...
 
Hallo Volker,

ums kurz zu machen: Mit der EQ 1 dürftest Du wesentlich besser bedient sein als mit einem Fotostativ für 50 Euro. Nicht nur wegen der Stabilität, sondern auch wegen der Handhabung.

In Sachen Reducer überlass ich das Feld mal denen, die davon richtig Ahnung haben.


Gruß André
 
Ja, dachte ich mir mit der EQ1, sie ist halt nur auch sehr sperrig im Vergleich zum Fotostativ. Ansonsten dachte ich, dass die Handhabung bei so geringer Vergrößerung unkritisch ist, oder? Also Nachführung ist nicht unbedingt Pflicht, denke ich?
 
Sorry, missverständlich ausgedrückt - ich meinte die Möglichkeit der EQ1, manuell nachzuführen (da parallaktisch).

Danke aber für das Bild - sehr interessant...

Das Reducer-Thema muss ich wohl einfach mal testen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich melde Vollzug! Teleskop ist bestellt - wie geplant das Skymax 127 mit NEQ3 und Leuchtpunktsucher, ein gebrauchtes 32 mm Okular, eine gebrauchte Barlow, ein 7-21 mm Zoom-Okular, kleine Rotlichtlampe und Taukappe.

Jetzt muss es nur noch ankommen, dann noch ein Stromausfall, dann kanns losgehen ;-) (Ok, ich werds auch ohne Stromausfall probieren...).

Melde mich wieder mit ersten Erfahrungen, sobald vorhanden!
 
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