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#818903 - 10/05/2011 04:05
Götterdämmerung bei Celestron?
Wie wohl viele hier im Forum, bin ich schon seit langem ein regelmäßiger Abbonent von Sky & Telescope. Und zu den seit langem gepflegten Selbstverständlichkeiten bei S&T gehörte es, dass auf der prominenten Rückseite des Magazins eine Werbung für Celestron prangte.
Das fing an mit dem Januar Heft in 1972, und dieses Privileg dauerte bislang ohne Unterbrechung bis zum März 2011.
Aber dann, ab April 2011, was sehen meine ungläubigen Augen, ich habe es eben erst bemerkt: jetzt hat Meade den alten Platzhirsch von seinem Stammplatz vertrieben. Es gibt ihn zwar noch, aber nunmehr nur noch im weniger augenfälligen Innenteil des Magazins.
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass mir die wechselhafte Geschichte von Celestron und seinen Produkten immer nur eitle Freude bereitet hätte. Ich habe zwar während der Siebziger Jahre, also noch bevor Meade sein erstes SC herausbrachte, so gut wie alle größeren Instrumente von Celestron gekauft und besitze sie auch heute noch. Auf die anfängliche Begeisterung folgte dann jedoch eine zunehmende Ernüchterung, ja sogar Entgeisterung, als die ursprünglich solide Produktpalette sich immer weiter verschlechterte und, ähnlich wie in der Automobilindustrie, anstelle echter Innovationen nur noch das Design ständig gewechselt wurde.
Hier nochmal (for good old times sake) für alle Celestron Nostalgiker:
(1) Jan. 1972: die erste Rückseitenwerbung (2) Juni 1973: Tom Johnson mit C14 (3) Juli 1976: C8 mit Zubehör
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#818929 - 10/05/2011 08:44
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: P_E_T_E_R]
Hallo Sternfreund,
bei der alten Werbung geht mir das Herz auf, zwar würden heute die Sternfreunde angesichts der veralteten Montierungen die Nase rümpfen und angesichts der Preise einen auslachen aber in mir erweckt es Erinnerungen.
Aus einer Änderung der Werbeposition Rückschlüsse auf den Firmenzustand zu ziehen oder gar von Götterdämmerung zu sprechen, halte ich für verfehlt. Ich kann sagen, daß es Celestron wirklich bestens geht.
Ein gutes Beispiel sind die EHD Teleskope, für die demnächst auch der Reducer verfügbar sein wird. Das ist eine schöne Entwicklung hin in Richtung Fotografie.
Ich als Händler und Celestron Generalimporteur für Österreich kann sagen, daß ich sicherlich nicht mit allem, was Celestron macht, einverstanden bin aber daß es mir unterm Strick Freude macht, mit Celestron zu arbeiten. Und ich kann bestätigen, daß Celestron sehr fest im Sattel sitzt.
Viele Grüße
Wolfi Teleskop Service
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.... daß es mir unterm Strick Freude macht, mit Celestron zu arbeiten. Freud?  Naja - ich habe zwar keinen derartigen Einblick in den Markt, aber ich denke einfach, dass sich einfach die Werbung ändert. Zum Beispiel gabs 'damals' ja auch die RückseitenWerbung mit Leonard Nimoy fürs C8. Jetzt gabs von ihm ein signiertes C11 - das war dann aber nur irgendwo eine Randnotitz... Oder die Celestron-Girls... findet man auch nicht mehr. Und wie sich der Inhalt und die Art der Werbung ändert, so ändert sich auch das Medium oder zumindest deren Positionierung darin. Die Produkte und Zielgruppen ändern sich ja auch, bzw. die gepflegten Oldtimer wie C5 und C8 sind Jedermannsgeräte geworden. Und selbst so ein C14 ist für Normalmenschen gut in Reichweite - damals wars eher was für die fünf reichsten Könige Europas. Zahlreiche neue Serien und neue Zielgruppen bringen/zwingen einen vielleicht dazu, Werbetraditionen aufzugeben. cs Jürgen
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#818996 - 10/05/2011 12:40
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: P_E_T_E_R]
Es könnte auch sein, dass Anbieter wie Celestron dem Werbeträger "Sky and Telescope" einen anderen Stellenwert zumessen als in früheren Zeiten.
S&T hat sich seit etwa 2007 sehr stark verändert. Es gab Eigentümerwechsel. Das Papier wurde immer billiger, die Anfassqualität und nach meinem Dafürhalten auch die Qualität der Inhalte sanken enorm. Die Zeitschrift wurde "dünner".
Habe ich früher Stunden in der S&T gelesen, blätterte ich zuletzt die Zeitschrift in 20 Minuten durch. Nach vielen Jahren habe ich 2010 mein Abo nicht mehr erneuert.
Ich hätte erwartet, dass sich zunächst Anbieter hochwertiger Produkte aus S&T zurückziehen (wie z.B. Televue).
Andererseits werden sicher die langjährigen, statistisch finanzkräftigeren Leser S&T verbunden bleiben. Das ist bestimmt nicht (mehr) die Zielgruppe von Celestron. Vielleicht ist Celestron auch gezwungen, Webebudgets fokussierter einzusetzen? Das spräche für Deine Hypothese.
Jens
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#819030 - 10/05/2011 14:03
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: Jens_B]
S&T hat sich seit etwa 2007 sehr stark verändert. Es gab Eigentümerwechsel. In der Tat, aber ich würde bezweifeln, dass das der Grund für die Aufgabe dieser prominenten Werbeposition ist. Celestron wurde ja 2005 von Synta geschluckt, und da würde ich wohl auch das Motif für diese strategische Neubewertung suchen. Zum Eigentümerwechsel bei S&T: Press Release: February 13, 2006 Key members of the Sky Publishing senior management are keeping their roles. Susan Lit, president and publisher, and Richard Tresch Fienberg, editor in chief, have both agreed to continue in their positions under the new ownership. Ms. Lit emphasized that Sky had not been considering a sale but saw this as an opportunity to associate with a group that has broader ambition for growth along with a proven track record in publishing ...this seemed like an opportunity to become a central piece of a new and exciting company. As an employee-owned company for 65 years we had to be assured that a new owner would value our independence and history, and at the same time be committed to our growth. New Track Media offered the growth opportunities and shared vision of entrepreneurial spirit." The company will continue to operate out of its offices in Cambridge, with plans to relocate to new offices in the Boston area within the next year. New Track Media In January 2006, BV Investment Partners partnered with Steve Kent to form New Track Media. Since its inception the Company has made several acquisitions in the niche consumer hobbyist sectors including: Sky Publishing, the leading publisher in the astronomy category; Fons & Porter, a leading publisher of quilting magazines and producer of related television programming; American Woodworker, an established woodworking magazine and related book program; Keepsake Quilting, a direct marketer of supplies serving quilting, knitting, and needlework enthusiasts through several branded catalogs; Woodwork magazine; and launched Quilters Club of America, an affinity marketing business as well as a sewing special issue. Most recently New Track purchased CKMedia, which serves the quilting, sewing, and scrapbooking markets through a portfolio of nine magazines as well as online properties and events.Jetzt wisst ihr immerhin, in welchem Umfeld das Hobby Astronomie einsortiert wird: American Woodworker, Quilters Club of America, ... Habe ich früher Stunden in der S&T gelesen, blätterte ich zuletzt die Zeitschrift in 20 Minuten durch. Das geht mir zwar ähnlich so, bislang habe ich den Grund dafür aber eher bei den rapide veränderten Angewohnheiten bei der Informationsbeschaffung über das Internet gesehen. Mit freundlichen Grüßen, Peter
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#819054 - 10/05/2011 16:10
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: Nasus]
Zum Beispiel gabs 'damals' ja auch die RückseitenWerbung mit Leonard Nimoy fürs C8. Oder die Celestron-Girls ... Ja, das waren noch Zeiten: (1) S&T Dec 1982: Leonard Nimoy mit C8 (2) S&T Sep 1982: Celestron Girl mit C8 (3) S&T Jan 1982: Celestron Girl mit C11
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#819063 - 10/05/2011 16:41
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: P_E_T_E_R]
Schön  Vielleicht setzen die ja auch nur eine Ausgabe aus, um mit Nimoy und Star Trek XI das EHD 14 zu bewerben (ohne Lensflares. Wobei: Das letzte Teleskop in Star Trek war von Meade. Allerdings hässlichst verbastelt und etwas unglücklich präsentiert. Also vielleicht wird der Bezug aufgegeben. Aber gegen die Celestron-Girls spricht ja eigentlich nix. cs Jürgen
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#819100 - 10/05/2011 18:32
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: P_E_T_E_R]
> In der Tat, aber ich würde bezweifeln, dass das der Grund > für die Aufgabe dieser prominenten Werbeposition ist. > Celestron wurde ja 2005 von Synta geschluckt, und da würde > ich wohl auch das Motif für diese strategische Neubewertung > suchen.
Das verstehe ich nicht. Worin erkennst Du 6 Jahre nach Kauf von Celestron eine "strategische Neubewertung" bei Aufgabe der 4. Umschlagseite bei S&T?
Nach welchen Kriterien sollte Synta den Kauf von Werbefläche bewerten, wenn nicht nach Reichweite und Preis?
Jens
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#819167 - 10/05/2011 21:44
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: Jens_B]
Einfach wunderbar, herzlichen Dank an Peter! Als Teeny-Boy habe ich natürlich neben Spock und dem C8 auch die Celestron-Girls betrachtet, S&T gehörte damals zur Lektüre meines Großvaters, und der hatte nicht nur Augen für die Sterne ;-) Ich habe das Heft mit Celestron-Werbung mit Nimoy aufgehoben, nur die Mädels nicht - leider.
Alle anderen Kommentare entsprechen auch meiner Meinung, sowohl zu S&T als auch zu Celestron - leider entwickelt sich das alles zu einem beliebigen Mischmach. Nur gut, dass mein C8 noch in Torrance und vor der Übernahme durch Synta produziert wurde. Das C8 und seine Brüder werden mittlerweile auch unter der Marke Skywatcher angeboten.
Viele Grüße & clear skies
Ralf
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#819185 - 10/05/2011 22:36
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: Clusterboy]
Ich habe das Heft mit Celestron-Werbung mit Nimoy aufgehoben, nur die Mädels nicht - leider. Ok, Ralf, hier ist noch was, extra für Dich ... S&T Mar 1983: Comet Catcher
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#819526 - 11/05/2011 22:08
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: P_E_T_E_R]
Herzlichen Dank, Peter, das waren/sind doch schon nette Mädchen (gewesen). Daran werde ich jetzt immer denken, wenn ich durchs C8 blicke ... :-)
cs
Ralf
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#819591 - 12/05/2011 07:24
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: P_E_T_E_R]
Dr.Wernher von Braun ??? echt cool  Celestron hat wohl schon früher richtig grosse Kaliber verkauft: 
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#819607 - 12/05/2011 08:53
Re: Götterdämmerung bei Celestron?
[Re: yukons]
Ja, da kann man schön sehen, wie das angefangen hat. From the Historical Ad Collection of Phil Harrington
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Hallo Tassilo,
"feature 20th wave optics". Wow.
was meinst du mit ";-)" ?
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#819676 - 12/05/2011 12:16
Re: Früher war alles besser
[Re: yukons]
Hallo,
die Geräte waren handwerklich, mechanisch und technisch wirklich sehr gut verarbeitet, da passte jede Schreube und die Optiken waren sauber verarbeitet. Wenn da etwas garantiert wurde, dann hatte es Hand und Fuß.
Heute werden "Apo"-Linsen in Karbontuben gepackt und den Käufern suggeriert, dass sie nun ein höherwertiges und besseres Gerät in Händen halten. Oder Massenware aus Fernost als "handretuchiert".
Ja, in manchen Dingen war es "früher" schon "besser".
Aber nicht verzagen ;-)
Die Artikel und Werbedrucke sind natürlich herrlich und erfreuen mein wehmütiges Herz ungemein.
Eine schöne Kollektion findet sich übrigens auch unter:
http://geogdata.csun.edu/~voltaire/classics/
cs
Ralf
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#819685 - 12/05/2011 12:54
Re: Früher war alles besser
[Re: yukons]
Hallo Jadran,
das ist wie mit dem Schneckenfehler, der früher auch viel niedriger angegeben war. Es konnte keiner der Amateure nachmessen, da verspricht es sich leicht. Ich habe eine ganze Reihe von alten SCs gemessen. Lambda/20 war keines davon, nicht einmal annähernd. Überleg Dir mal: lambda/20, noch nichtmal +-lambda/20 und NICHT rms, das heißt Strehl 0,99999.... Ich habe damals mit dem C8 auf Super Polaris DX (als VEREINSGERÄT!, privat konnte sich das keiner leisten) angefangen, und muß schon sagen: Wer wirklich damals das ganze Zeug benutzt hat, der hat sicherlich keine nostalgischen Gefühle.
Clear skies
Tassilo
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Hallo Tassilo,
ja, ich bin der Meinung, nicht bei allen Produkten, aber bei vielen. Aber egal, lassen wir das. Die Botschaft war ja klar.
cs
Ralf
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#819718 - 12/05/2011 14:23
Re: Früher war alles besser
[Re: yukons]
Hallo Jadran, "feature 20th wave optics". Wow.
was meinst du mit ";-)" ?
na ja was man großzügig weglässt ist das „Surface“ auf die sich die Angabe wohl bezieht denn 1/20 Lambda PV Wellenfront als garantierte Qualität ist vollkommen illusorisch, erst recht für das Gesamtsystem also mit Schmidtplatte und SP 4 Optische Flächen. Grüße Gerd
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Gruß Volker
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#819786 - 12/05/2011 18:19
Re: Früher war alles besser
[Re: orion11]
also einen 350 mm Zeiss Apo zu testen dürfte nicht so einfach sein. Schätze mal, das das Glas erst mal ein paar tage zum 100% durchkühlen braucht, bevor man auf ner optischen Bank ein Urteil abgeben kann. Habe schon schlechtere Interferogramme gesehen bei denen über 90% Strehl dabei stand
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#819791 - 12/05/2011 18:37
Re: Früher war alles besser
[Re: orion11]
Hallo Volker,
einen "Sonnenrefraktor" bei 532 nm zu testen macht aus meiner Sicht wenig Sinn.
Gruß, Peter
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#819804 - 12/05/2011 19:00
Re: Früher war alles besser
[Re: peterlink]
Hallo Peter,
wenn er nur für die schmalbandige Sonnenbeobachtung wäre, warum dann ein Triplet? Ich gehen nicht davon aus, das er nur für Sonnenbeobachtung gedacht war.
Auch der Farblängsfehler spricht Bände.
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Gruß Volker
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#819815 - 12/05/2011 19:09
Re: Früher war alles besser
[Re: orion11]
Habe gerade noch einige Infos zum Zeiss Refraktor und seiner zukünftigen Verwendung gefunden : http://www.observatory.de/Danach macht ein Test bei 532 schon Sinn...
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Gruß Volker
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#819825 - 12/05/2011 19:25
Re: Früher war alles besser
[Re: orion11]
Hallo Volker,
ja, möglich, da kommen wir aber in den Bereich der Spekulation. Da steht "das Objektiv war in Anacapri als Kuppelloser Coude`-Sonnenrefraktor eingezetzt", das nehme ich einfach nur zur Kenntnis und gehe davon aus, dass man nicht das viele Geld für etwas bezahlt hat, was für den visuellen Bereich optimiert ist.
Gruß, Peter
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#821209 - 17/05/2011 02:59
Re: Früher war alles besser
[Re: peterlink]
Das ist richtig. Das Objektiv war fur CaK und H-Alpha optimiert.
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#821303 - 17/05/2011 12:44
Re: Früher war alles besser
[Re: orion11]
Hallo, http://www.fernrohr-optik.de/APO.htmlzu der Zeiss Optik auch mal ein paar Worte von mir. Die sphärische Korrektur ist durchaus in Ordnung, das ist nicht der Grund für den schlechten Strehl. Es liegt also auch nicht daran das die Optik möglicherweise für H-alpha optimiert ist und bei 532nm geprüft wurde. Das Hauptproblem ist ein ausgeprägter Asti. Die Optik leidet also offensichtlich unter Verspannung. Ich denke man kann ausschließen das das so schon ab Werk war. Die Verspannung kann wie Markus schon erwähnt hatte auch nur an unzureichendem Temperaturausgleich gelegen haben. Aber die Optik ist ja auch schon recht alt und hat schon einiges hinter sich siehe Foto. Beim Transport ist man vielleicht auch nicht immer mit größter Sorgfalt rangegangen. Ich bin sicher das Problem ließe sich in jedem Fall recht einfach beheben und die Optik wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzten. Auch noch paar Worte zum angegebenen Farblängsfehler. Die Schärfentiefe bei f/12,7 beträgt……….0,176mm Der Durchschnitt der SWDs F und C Linie beträgt………1,017mm Macht einen RC Wert von 1,017/0,176 = 5,78 Das ist für so eine große Öffnung ja gar nicht mal so schlecht, ein AS Duplet käme bei 350 f712,5 auf RC 10,1 und ein FH käme auf RC 14. Es steht da etwas vom F Objektiv, es sollte also ein Schwerflint Objektiv sein. Freilich mit CaF2 Triplets oder solchen mit modernen ED Gläsern kann diese Optik natürlich bei weitem nicht mithalten, aber der Farbfehler ist in jedem Fall deutlich geringer als bei einem vergleichbarem Zeiss AS Objektiv so das dieses Triplet schon Sinn macht. Grüße Gerd
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#920310 - 20/05/2012 00:54
Re: Früher war alles besser
[Re: roxymusiki]
Hallo Heinz,
so sehe ich das auch. In der heutigen Zeit lohnt sich der Kauf von Fachzeitschriften, die auch nicht gerade preisgünsig sind, micht mehr. Das Internet ist voll mit Infos für fast jeden Astronomen. Es gibt sogar kostenlose Apps's für das Handy - so entgeht mir auch kein aktuelles Himmelsereignis. Wie die Kleinbildfilme und Diafilme werden auch die Fachzeitschriften dem digitalen Zeitalter weichen müssen. Sei es drum....
Gruß Torsten
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#921597 - 24/05/2012 21:45
Re: Früher war alles besser
[Re: Torsten_S]
Hallo,
vielleicht gibt es ja wirklich keine Zeitschriften mehr in Zukunft....
Aber ohne bezahlte Redakteure kann auch das Internet nix mehr umsonst abschreiben.
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CS Thomas
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#921843 - 26/05/2012 02:32
Re: Früher war alles besser
[Re: m57]
Anfang der 90er Jahre wurde in der Werbeszene heiss diskutiert, ob BTX (Bildschirmtext) die Print-Anzeigen ersetzen werden.
Mitte der 90er Jahre wurde im Wahn der Digitalisierung vom "papierlosen" Büro geträumt. Die Basler-Versicherung fing damit an. In der Poststelle wurde alles digitalisiert, per Netzwerk zum Sachbearbeiter geschickt und dort mit dem Laserdrucker wieder ausgedruckt.
Ende der 90er Jahre brach in der Zeitschriften-Branche der Wahnsinn aus, weil alle berichteten, dass man mittelfristig keine Zeitschriften mehr druckt und alles im Internet lesen würde. Die Diskussion hält an.
Ende des letzten Jahrzehnts gab es mehr Fachzeitschriften denn je. Und die Anzahl der Titel steigt noch immer ...
Das Internet ergänzt, es ersetzt zur Zeit weder den gedruckten Special-Interest-Titel, noch das gedruckte Buch. Wer schon mal einen E-Reader in der Hand gehabt hat, weiss, dass die Technik noch etwas braucht.
Wir werden auch in zehn Jahren noch die gedruckte Galaxie bewundern und uns über Fachtexte der Redakteure freuen können.
Grüße, Kai
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