Komet C/2009 P1 (Garradd)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Burkard
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Hallo Kometenfreunde,

Dr Schweifstern ist insgesamt lohnend. Er ist neben dem ICQ m.W. die einzige Zeitschrift, welche über alle (wirklich alle!) Kometen berichtet. Ältere Ausgaben sind auf unserer Webseite, die jeweils aktuelle aber nicht.

ja, der Schweifstern ist ein sehr informatives Heft, das ich jedem Kometeninteressierten sehr empfehlen kann. Es gibt einen visuellen Teil, in dem über Beobachtungsergebnisse der Kometenbeobachter berichtet wird. Zudem gibt es Auswertungen wie sich die einzelnen Kometen entwickelt haben, und Ausblicke über die kommenden Kometen. Weiter gibt es einen Bilderteil den ich betreue, in dem die interessantesten Bilder vorgestellt werden. Auch hier gibt es Auswertungen der CCD-Beobachter.

Wer mal reinschauen möchte: Schweifstern

So, genug der Theorie, jetzt wieder zur Praxis! :)

In der Nacht von Montag auf Dienstag (4./5. Juli 2011), habe ich den Kometen nochmals ausgiebig beobachtet. Diesmal hatte ich wieder meinen 6-Zoll-Refraktor dabei.

Um 01:55 MESZ begann ich die Beobachtung, und sah bei 83-facher Vergrößerung eine Runde, gut sichtbare 1.5' große Koma. Im Zentrum erkannte ich eine helle Verdichtung (ungefähr halber Komadurchmesser), der Rest lief diffus aus (DC 4-5). Die Helligkeit ermittelte ich überraschenderweise auf 9.2 mag (0.6-0.8 mag mehr als vor einer Woche). ?)

In Richtung PW 197° knapp südsüdwest, erkannte ich einen weit aufgefächerten, 5' langen, äußerst lichtschwachen Schweif, eben gerade so an der Wahrnehmungsgrenze. Bei Reduzierung auf 69-fach, kam er sogar etwas besser hervor. Ich fand den Anblick so schön, dass ich das auf einer Zeichnung festgehalten habe:

Link zur Grafik: http://dieter-schubert.astro-homepage.com/Zeichnungen/P1Garradd2009-04072011UT2355ZeichnungWeb.jpg

Vor der visuellen Beobachtung, habe ich C/2009 P1 (Garradd) mit der DSLR abgelichtet:

Link zur Grafik: http://dieter-schubert.astro-homepage.com/Kometen/P1Garradd2009-04072011UT2330Web.jpg

Dieter
 
Ich habe mit allen jetzt verfügbaren Daten die Helligkeitsanalyse selbst einmal ausgeführt. Leider sind die ICQ-Daten seit Mai nicht mehr aktualisiert worden, bei Dan ist wohl der Blues drin. Ich habe deshalb die Eisnendungen der yahoo-Beobachtungsliste benutzt, angereichert durch Fachgruppenbeobachtungen.
Es ergibt sich m0=4m3 und n=2,83. Das ist wenigstens überhaupt eine wahrnehmbare Aktivität, wenn auch eine geringe. Ein durchschnittlicher Wert liegt bei n~4. Aber vielleicht "macht" sich der Komet noch und beschert uns eine günstigere Entwicklung als jetzt prognostiziert.
Die Helligkeitsangaben entsprechen für dieses jahr den Angaben von Andreas, ein breites 7m5-Maximum im Spätsommer. Für den Winter sieht es etwas besser aus, prognostizierte 6m6.
Link zur Grafik: http://kometen.fg-vds.de/I/110707_2009P1.png
 
Hallo Uwe,

danke für deine Erläuterung und die Analyse! :super:

Das bedeutet, nach seiner Analyse hätte der Komet überhaupt keine Aktivität, n=2 gilt für Asteroiden.
Eben über diese n=2 habe ich mich etwas gewundert. Dürfte eventuell auf ältere Beobachtungen zurückzuführen sein. Wenn ich mir das so anschaue, sieht es mir nicht nach geringer oder keiner Aktivität aus (Foto: M. Jäger). :totlach2:

Die meisten Experten geben n zwischen 3.2 und 4.7 an:

S. Yoshida: m1 = 2.5 + 5 log d + 11.0 log r
A. Novichonok: m1 = 1.6 + 5 log d + 11.8 log r
J. Shanklin: m1 = 3.2 + 5.0 Log d + 8.1 log r


 
Hallo Leute.

@ Dieter:
Deine Zeichnung gefaellt mir ausgesprochen gut.
Wenn die Naechte in den naechsten Wochen laenger werden, werde ich mich auch ans Zeichnen ranmachen.

@ Uwe & Burkhard:
Habe das Foto von M. Jaeger auch schon bewundern koennen - von Wegen keine Aktivitaet. ?)
Sollte sich die Prognose von ca. 6-7 mag max. bestaetigen, wird fuer mich Garradd trotzdem ein interessanter Komet.
Die Schweifbildung ist schon jetzt ziemlich ausgepraegt, trotz der relativ geringen Helligkeit...


Gruesse
m.m.
 
Zitat von maciej_mysik:
Hallo Leute.


Habe das Foto von M. Jaeger auch schon bewundern koennen - von Wegen keine Aktivitaet. ?)

"Keine Aktivität" im Sinne von n=2 bedeutet, dass die Gasentwicklung bei Annäherung an die Sonne nicht zunimmt, sondern so bleibt, wie sie jetzt ist. Das bedeutet also nicht, das der Komet gar nicht aktiv ist, sondern dassdie Helligkeitszunahme nur dadurch steigt, weil die Beleuchtungsquelle (Sonne) näher ist - eben wie bei Asteroiden.
Aber auch dies konstante Gasentwicklung ist ein sehr unwahrscheinliches Szenario, vorsichtig formuliert.
 
Moin zusammen!

Hier eine Sichtung von heute Nacht (9.7. - 01:45 MESZ). Klarer Himmel, aber sehr feuchte Luft. Genauso wie Waschküche sieht auch das Garradd-Zielgebiet im Pegeasus aus. Die Sterne sind klar zu erkennen, der Hintergrund eher grau denn schwarz. Leider schaue ich Richtung SO auch genau über die Stadt.
Der Komet stand 28,5° überm Horizont - so langsam wird das was. Bei diesen Bedingungen ist die Beobachtung trotzdem auch im 120er Refraktor schwierig. Der Kometenkern zeichnet sich besser als bei den ersten Sichtungen ab, aber aus dem diffusen Nebelfleck drumherum einen Schweifansatz oder gar eine Orientierung erkennen zu wollen, ist hier und heute unmöglich. Einzig ist zu sehen, daß die Koma unregelmäßig ist. Kometenhelligkeit im hellsten Bereich geschätzte +9m0, Durchmesser 4'. (Vergr. 50x)
 
Hallo,

heute Nacht konnte ich den C/2009 P1 nun erstmals auch visuell beobachten. :)
Die Bedingungen waren einwandfrei, keine Wolke am Himmel, Temperatur fast ein wenig zu hoch...

Ab etwa 1:00 Uhr kam der Komet hier über einem Baum in Sichtweite, der Mond war inzwischen untergegangen. Zum Einsatz kam der ED100, Garradd war ein einfaches Objekt sowohl bei 60x als auch bei 20x. Die Helligkeit habe ich auf etwa 8m,8 geschätzt, Koma ca. 5'. Schweif visuell nicht erkennbar. Bis 3:00 Uhr verfolgte ich ihn - ein echter Genuß!

Hier noch ein Quick+Dirty Foto mit der Russentonne:
Link zur Grafik: http://www.kometarium.com/images/2009p1_1007_500mm.jpg


 
Moin Burkhard!

Der Kernbereich von P1 prägt sich immer mehr aus, was? Letzte Nacht (neben meiner NLC-Knipserei über Stunden hinweg) habe ich mit dem 120er Kometensucher (40x, 50x, 60x) gegen 01:30 nochmal einen Blick auf Garradd geworfen. Der Himmel war deutlich besser als die Nacht zuvor, aber daß mir P1 sofort ins Auge sprang, das kann ich nicht sagen. Es liegt wahrscheinlich doch daran, daß ich über die Stadt gucken muß. Mit der Helligkeit kommen wir gut hin: +9m0 oder leicht heller. Dagegen habe ich die Koma-Ausdehnung diesmal mit 6' bestimmt, was mich selbst überrascht hat.
 
Hallo Micha,

ich habe diesmal unter dunklem Landhimmel beobachtet und der Komet steht hier im Süden auch ein wenig höher :)
Zu Beginn der astronom. Morgendämmerung steht er nun jedenfalls schon in angenehmer Höhe im Zenit.
Jedenfalls braucht es wie immer beim Kometen beobachten gute Bedingungen, dann sollte er jetzt auch schon im größeren Fernglas machbar sein.
 
Moin Burkhard!

> Zu Beginn der astronom. Morgendämmerung

Ja, siehste - bei uns hier oben ist es erst ab 3. Aug. das erste Mal wieder "Nacht" - wenn auch nur für 16 Minuten. :augenrubbel:
 
Heute Nacht war die letzte Chance, den Kometen in dieser Lunation vernünftig zu beobachten. Wenn's in reichlich 2 Wochen vom Mond her wieder besser wird, bin ich im Urlaub -- hoch im Norden. Deshalb hatte ich gestern Abend das Auto gepackt und bin zu Monduntergang kurz nach 2 an meinem ländlichen Beobachtungsplatz eingetroffen.

Die atmosphärischen Bedingungen waren nicht berauschend, die Luft sehr feucht. Die Scheinwerfer gelegentlich über den Himmel ziehender Flugzeuge reichten weit. So war die Grenzgröße im Zielgebiet (knapp 40° Höhe) auch nur 5m0, insgesamt Bortle 5. Dennoch hat es sich sehr gelohnt, dass ich meinen 12-Zoll-Dobson im Auto hatte.

Die Gesamthelligkeit betrug 8m8 bei 3‘ Komadurchmesser, ziemlich stark kondensiert (DC=6). Die zentrale Kondensation war flächig, unrund und exzentrisch gelegen. Ich sah beide Schweife: Den schmalen Gasschweif zu 8‘ Länge auf 172° und den breiten Staubschweif zu 4‘ Länge zu 230°. Der Komet reagiert gut auf den Kometenfilter. Die Schweife konnte ich durch diesen Filter zwar nicht mehr sehen, aber er blieb hell, prominent und sofort auffällig. Damit ist er ziemlich gasreich. Die Vergrößerung betrug 96x, zur Studium der schwachen Schweife etwas mehr (110x), die Zentralregion musterte ich mit 180x.

Der Gasschweif war „hart“ gegen den Himmel abgesetzt, deshalb konnte ich ihn so weit verfolgen. Die Fotos auf unseren Kometenseiten zeigen auch nichts Längeres. Der Staubschweif ging naturgemäß allmählich in das allgemeine Himmelsleuchten über, so dass ich ihn nur etwa halb so weit verfolgen konnte wie die Fotografen.

In diesem großen Instrument waren Strukturen der Koma zu entdecken: Der innere Teil, etwa 1,5‘ groß ist sehr hell mit kräftiger Helligkeitszunahme und dem schon besprochenen Pseudonukleus. Darum herum ist ein matter Komateil, nicht weit von der Wahrnehmungsgrenze, den ich von der Helligkeit nicht differenzieren konnte. Es ist interessant, dass diese beiden Teile im kleineren Instrument zu einer ebenso große Koma verschmelzen (meine Beobachtung von vor 2 Wochen) - und das bei schlechteren Bedingungen. Offenbar „gewinnt“ man im größeren Instrument Details und erleidet im Gegenzug eine kleine „Einbuße“ an Gesamtgröße. Ich werde das weiter verfolgen.
Insgesamt heißt es ja, man solle einen Kometen mit dem Instrument schätzen, welches ihn gerade eben sicher zeigt. Das wäre inzwischen ein Fernglas.

Zeichnung folgt.
 
Toller Beobachtungsbericht Uwe :super:
12-Zoll - muß ein toller Anblick sein!

Ich war gestern auch noch mal aktiv - leider mit Mondlicht und einigen Wolken. Wie du schon erwähnt hast, ist jetzt dann wohl mondbedingt Pause...

Habe rund um Mitternacht mit dem kleinen Equinox draufgehalten, die Bedingungen waren schlecht, daher auch keine viuelle Beobachtung.
Mit der Kamera ging es aber (trotz dünner Wolken und Mond):

Link zur Grafik: http://www.kometarium.com/images/2009p1_1107_400mm.jpg
 
Moin zusammen!

@Uwe: Danke für diesen detailierten BB - da juckt es einem, diesen Kometen wirklich mit der großen Kanone anzuschauen. Leider sind hier oben im Norden die nächtlichen Bedingungen noch nicht soweit. Ab Anfang August wird sich das ändern - da ist es gut, wenn jetzt der Mond stört und sich verzieht, wenn's spannend wird.
Letzte Nacht war hier mit Kometen gar nichts zu machen: Zuviel Dunst in der Luft. Der Kontrollblick mit meinem 90er FH gegen Mitternacht auf M51 zeigte nur ein indirekt sichtbares Etwas. Da habe ich mir den Kometen gleich ganz gespart. Allerdings waren hier wieder ausgedehnte NLCs zu sehen - die wahre Pracht! :super:
 
Hi Uwe,

ja Gestern habe ich den Kometen auch zum ersten Mal gesehen. Der Staubschweif war auch sichtbar. Koma wie du schreibt ca. 2-3' groß rundlich und hell. War recht auffällig obwohl der Mond noch hell am Himmel war (gegen 1 Uhr). Die Helligkeit schätze ich auf 8m5-9m

Gruß
Lots
 
Hallo Uwe,

klasse detailierter Beobachtungsbericht und eine erstklassige Zeichnung!!

Habe zu den Schweifen eine Frage: Wie unterscheidest du den Gas -und Staubschweif? Der Gasschweif müsste ja in der Regel grünlich/bläulich leuchten. Wenn ich mir die Aufnahme hier von David Bender anschaue, dann sehe ich - von der Farbe her, zwei identische Schweife. Ich würde jetzt annehmen, dass dies zwei Staubschweife sind, bzw. ein aufgegabelter Staubschweif ist - rein von der Erfahrung her.

Übrigens, erinnert mich der Komet sehr an C/2002 F1 (Utsunomiya), der fast genauso aussah.

Gruß,
Dieter
 
Hallo Burkard,

Zu Beginn der astronom. Morgendämmerung steht er nun jedenfalls schon in angenehmer Höhe im Zenit.

Der Komet steht zu Beginn der astr. Dämmerung in Graz gerade mal 45° hoch. Bis zum Zenit fehlen da nochmals 45°! ;)

Wo hast du denn beobachtet?

Dieter
 
Zitat von Dieter2:
Wie unterscheidest du den Gas -und Staubschweif? Der Gasschweif müsste ja in der Regel grünlich/bläulich leuchten. ... von der Farbe her, zwei identische Schweife.

Lieber Dieter,

die Farben sehe ich nicht, das ist etwas für Fotos.

Die Schweife erkennt man visuell an der Form. Zum Gasschweif: Das Gas wird durch die Sonnenstrahlung ionisiert und ist damit von elektromagnetischen Feldern beeinflussbar. Der Sonnenwind führt das solare Magnetfeld mit sich. Dieses Magnetfeld transportiert die geladenen Gase: Dieser Schweif ist praktisch ein Abbild des solaren Magnetfeldes. Deshalb haben Gastschweife größerer Kometen Binnenstrukturen bis hin zum regelrechten Schweifabriss. Auf jeden Fall ist der Gasschweif relativ schmal und gerade. In meinem Fall gut erkennbar durch die kontrastreiche Ostkante.

Der Staubschweif reagiert ganz anders: Wenn die Teilchen vom Kometenkern frei sind, dann folgt jedes seiner eigenen Bahn um die Sonne. Zunächst haben sie eine Anfangsgeschwindigkeit (ein Geschwindigkeitsspektrum), werden dann aber von der Sonnengravitation und vom Strahlungsdruck der Sonne beeinflusst. Typische Staubschweife sind breit-fächerförmig und gekrümmt.

Auch auf Davids Aufnahme ist die kontrastreiche Ostkante des Gasschweifs zu sehen. Außerdem ist sichtbar, dass der Gasschweif schmaler ist. Michas Aufnahme von Utsunomiya ist weniger eindeutig. Dennoch bin ich ziemlich sicher, dass der Gasschweif der linke ist: Er hat einen ausgeprägten Schweifstrahl. So etwas schafft nur das Magnetfeld, nicht die Gravitation.

Die Farben in Bildern sind immer das Ergebnis der nachträglichen Bearbeitung und sollten nur in Relation zueinander bewertet werden. Eine "wirkliche" Farbe lässt sich schwer festmachen, da wir die Farben nicht oder kaum sehen können. Die grüne Farbe ist ein Emissionsspektrum. Wenn der Schweif hell genug ist, lässt sich dies mit einem Kometenfilter belegen. Der Staubschweif reflektiert Sonennlicht und ist gelblich. Er wird durch das Kometenfilter ausgelöscht oder stark gedämpft.
 
Hi Dieter,

Antwort auf:
Zu Beginn der astronom. Morgendämmerung steht er nun jedenfalls schon in angenehmer Höhe im Zenit.


Der Komet steht zu Beginn der astr. Dämmerung in Graz gerade mal 45° hoch. Bis zum Zenit fehlen da nochmals 45°!

Burkhard meint ja die astr. Morgendämmerung , während du die astr. Abenddämmerung meinst. :)

Allerdings im Zenith dürfte er wohl kaum stehen. Vllt meint Burkhard Meridian!

Gruß
Lothar
 
Sorry, Zenit stimmt natürlich nicht :blush:
Ich meinte den Meridian (Kulmination), wobei auch dass war nicht ganz exakt. Dort steht er erst um ca. 4 Uhr...

Zu den Schweifen: Bin mir nicht sicher, ob das wirklich ein Gasschweif ist. Bei einem Sonnenabstand von 2,6 AE wäre ein so ausgeprägter Gasschweif schon ziemlich ungewöhnlich. Möglicherweise ist es ein in zwei Teile aufgefächerter Staubschweif?
 
Zitat von Burkard:
äre ein so ausgeprägter Gasschweif schon ziemlich ungewöhnlich. Möglicherweise ist es ein in zwei Teile aufgefächerter Staubschweif?

Dafür kenne ich keine physikalische Erklärung. Hast du eine Idee?

Gasschweife entstehen "von Anfang an", sie sind meist jedoch schwächer und werden später wahrnehmbar.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Dieter!

> Wenn ich mir die Aufnahme hier von David Bender anschaue, dann sehe ich - von der Farbe her, zwei identische Schweife.

Sorry, aber dam muß ich Uwe zustimmen. Auch für mich ist es eindeutig, daß auf dem Foto der linke der Gasschweif ist. Der unscharfe Staubschweif verdeckt ihn ein bißchen, aber wenn man sich das mit entspanntem Auge ansieht, sieht man den Farbunterschied m. M. nach sofort. (Okay, das Foto ist natürlich bearbeitet.)

Komisch - von der Theorie des "gegabelten Staubschweifs" lese ich in diesen Tagen das zweite Mal.
Wie kommt man auf sowas? (Ja, wie soll sowas funktionieren?)
 
Hallo,

ein aufgefächerter Staubschweif ist eigentlich nichts ungewöhnliches, und kann auch in einem recht großen Winkel auftreten. Weiß nicht was da jetzt so unglaublich sein soll ?)
Hale-Bopp, 1P/Halley
War nur so ein Gedanke, kann natürlich auch der Gasschweif sein. Bald werden wir es genau wissen... :/

P.S.: Wenn, dann wäre für mich der rechte Schweif auf dem Foto von D. Bender der Kandidat für den Gasschweif.
 
Moment Burkhard,

> ein aufgefächerter Staubschweif

Davon war nicht die Rede - es ging um einen gegabelten (!) bzw. doppekten Staubschweif, der m. E. physikalisch nicht möglich ist. Breite Staubschweife hat man zur Genüge auf Bildern, das ist wahr. Das ist dann auch nur ein perspektivischer Effekt, also nichts besonderes.
 
Nun, warten wir mal die neuesten Aufnahmen ab.

Lothar: Ne ne, ich meinte schon die Morgendämmerung! Nach Einbruch der Nacht steht er nicht allzu hoch übern Horizont.

Uwe: Danke für die Erläuterung.

Micha: Nun, solange ich nicht sicher bin ob bzw. welcher der Gasschweif ist, musste ich das Wort aufgegabelter Schweif verwenden. Genausogut hätte ich auch aufgefächerter Schweif schreiben können.

Dieter
 
Hallo Uwe,


Deine Zeichnung ist klasse, ohne Frage! :super:
Aber tatsächlich beeindruckt mich Dein vorheriger BB noch mehr, toll detailiert beschrieben.
Das macht doch Appetit aufs selber schauen...!

Vielen Dank dafür.

Grüße, Michael
 
Hallo Uwe,

grandiose Zeichnung!
Habe diese vorhin glatt uebersehen. :augenrubbel:
Da sieht man sehr schoen was 16" visuell ausmachen koennen...

PS: Freue mich schon, wenn der Mond verschwindet.

Gruesse
m.m.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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