anddill
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Ich bin nun seit gut einem Jahr dabei, den Umgang mit meinen Teleskopen, den Okularen und meinen Augen zu lernen und zu verstehen. Dabei ist mir eine Sache immer wieder aufgefallen.
Erst mal kurz zu meiner Ausrüstung:
Ein Newton 203/1000 von Seben, schon heftig umgebaut (geschwärzt, OAZ, Montierung) und ein Refraktor TS 102/1000. Den Refraktor hatte ich mir nach den ersten ernüchternden Ergebnissen an Planeten mit dem Newton hier im Board gebraucht gekauft, da die ja am Planeten angeblich deutlich besser sein sollten.
Nun zu meinem Problem:
Eins der ersten besseren Okulare, das ich mir zugelegt hatte, war ein gebrauchtes TMB/Burgess Planetary 6mm. Dazu kamen dann noch ein TS Zoom, ein TS-WA32mm und ein Meade QX4000 15mm. Außerdem besitze ich noch die Fensterglas-Plössl, die Seben mit dazu packt: 30mm, 10mm und 4mm.
Später kam noch ein TS-Planetary 3,2mm dazu, weil ich mal das Maximum meines Newton austesten wollte, ob man da noch was rausquetschen kann.
Mit den langen Okularen hatte ich nichts zu meckern. Gut, das TS-WA ist am Rand nicht besonders scharf, aber das stört mich eigentlich nicht. Ist ja "nur" das Übersichtsokular. Das 15mm ist nochmal deutlich besser. Aber beim Schritt zum 6mm Planetary war immer die Enttäuschung groß. Erst hab ich es auf den billigen Seben geschoben, nachdem der Refraktor da war dann aufs Seeing, denn 6mm Okular bedeutet ja 167x, was schon recht gute Bedingungen erfordert.
Meistens bin ich dann bei der 10mm Seben-Scherbe gelandet. Da war der Kontrast meist deutlich besser als im Planetary, und ich konnte problemlos scharfstellen. Beim Planetary hatte ich auch immer den Eindruck, von Extrafokal nahtlos auf Intrafokal zu kommen, nur den scharfen Punkt fand ich nie, trotz minutenlangem Rumfummeln am Feintrieb.
So toll ist das Seben Okular aber auch nicht. Helle Objekte kann man damit nur außerhalb der Achse beobachten, da sonst die Lichtreflektionen einen Halo um das Objekt erzeugen.
Nun hab ich mir auch wieder hier im Board über den Gebrauchtmarkt ein Astro Professional Zoom und ein Ed 9,5mm zugelegt. Beide Okulare sind im Bereich um 10mm dem Seben deutlich überlegen (Deep Sky hab ich aber noch nicht getestet - Mond) - logisch, und traurig wenns anders wär. Was mich aber am meisten überrascht hat ist, daß ich den Zoom problemlos auf Anschlag (7,5mm) drehen konnte, und das Bild war auf Anhieb scharf. Die Erkennbarkeit von Details im Zoom ist extrem besser als im Planetary, obwohl das noch eine sichtbar stärkere Vergrößerung bringt. Im Planetary sieht Jupiter immmer aus wie aus Zuckerwatte.
Nun waren die Bedingungen in den letzten Nächten wirklich gut. Ein kühler Tag und dann ruhige, eisige Nachtluft. Auch das Planetary, dann nochmal als Vergleich eingesteckt, profitierte davon. Mit viel Gefummel bekam ich es scharf. Aber währen im Zoom Jupiter meist scharf war und nur kurzzeitig verschwamm, war es mit dem Planetary andersrum. Unscharf schwimmend mit kurzen halbwegs scharfen Momenten.
Nun meine Frage:
Kann es sein, daß das Planetary extrem Fokus-Kritisch ist? Das Seeing ist ja eigentlich eine ständige minimale Fluktuation des Fokus (resultierend aus der konstanten Brechung der Optik und der variablen der Luft). Das Okular ist je selbst ein komplettes optisches System mit einem gewissen Schärfentiefenbereich. Und die Schärfentiefe meines (der?) Planetary erscheint mir sehr gering. Das 3,2er bekomme ich auch nicht wirklich scharf gestellt, aber das will ich jetzt mal nicht überbewerten, da bin ich endgültig an der optischen Grenze. Ins Bild passts aber trotzdem. Außerdem neigt es am Refraktor (kann ja sein) und am Newton (!) zu Farbsäumen.
Hab ich da ein Montagsexemplar erwischt, das der Vorbesitzer verständlicherweise deshalb loswerden wollte, oder haben andere ähnliche Beobachtungen bei Ihren Planetarys gemacht? Ich les immer wieder Hinweise wie "Die Planetarys sind nicht so toll", nur leider ohne konkrete Begründung. Woher kommt das?
Und die nächste Frage: Was leg ich mir jetzt zu? Eine Barlow? Oder noch ein Okular so um die 5mm? Vielleicht ein ED 5,2mm ? Bis 7,5 geht ja schon mein Zoom.
Erst mal kurz zu meiner Ausrüstung:
Ein Newton 203/1000 von Seben, schon heftig umgebaut (geschwärzt, OAZ, Montierung) und ein Refraktor TS 102/1000. Den Refraktor hatte ich mir nach den ersten ernüchternden Ergebnissen an Planeten mit dem Newton hier im Board gebraucht gekauft, da die ja am Planeten angeblich deutlich besser sein sollten.
Nun zu meinem Problem:
Eins der ersten besseren Okulare, das ich mir zugelegt hatte, war ein gebrauchtes TMB/Burgess Planetary 6mm. Dazu kamen dann noch ein TS Zoom, ein TS-WA32mm und ein Meade QX4000 15mm. Außerdem besitze ich noch die Fensterglas-Plössl, die Seben mit dazu packt: 30mm, 10mm und 4mm.
Später kam noch ein TS-Planetary 3,2mm dazu, weil ich mal das Maximum meines Newton austesten wollte, ob man da noch was rausquetschen kann.
Mit den langen Okularen hatte ich nichts zu meckern. Gut, das TS-WA ist am Rand nicht besonders scharf, aber das stört mich eigentlich nicht. Ist ja "nur" das Übersichtsokular. Das 15mm ist nochmal deutlich besser. Aber beim Schritt zum 6mm Planetary war immer die Enttäuschung groß. Erst hab ich es auf den billigen Seben geschoben, nachdem der Refraktor da war dann aufs Seeing, denn 6mm Okular bedeutet ja 167x, was schon recht gute Bedingungen erfordert.
Meistens bin ich dann bei der 10mm Seben-Scherbe gelandet. Da war der Kontrast meist deutlich besser als im Planetary, und ich konnte problemlos scharfstellen. Beim Planetary hatte ich auch immer den Eindruck, von Extrafokal nahtlos auf Intrafokal zu kommen, nur den scharfen Punkt fand ich nie, trotz minutenlangem Rumfummeln am Feintrieb.
So toll ist das Seben Okular aber auch nicht. Helle Objekte kann man damit nur außerhalb der Achse beobachten, da sonst die Lichtreflektionen einen Halo um das Objekt erzeugen.
Nun hab ich mir auch wieder hier im Board über den Gebrauchtmarkt ein Astro Professional Zoom und ein Ed 9,5mm zugelegt. Beide Okulare sind im Bereich um 10mm dem Seben deutlich überlegen (Deep Sky hab ich aber noch nicht getestet - Mond) - logisch, und traurig wenns anders wär. Was mich aber am meisten überrascht hat ist, daß ich den Zoom problemlos auf Anschlag (7,5mm) drehen konnte, und das Bild war auf Anhieb scharf. Die Erkennbarkeit von Details im Zoom ist extrem besser als im Planetary, obwohl das noch eine sichtbar stärkere Vergrößerung bringt. Im Planetary sieht Jupiter immmer aus wie aus Zuckerwatte.
Nun waren die Bedingungen in den letzten Nächten wirklich gut. Ein kühler Tag und dann ruhige, eisige Nachtluft. Auch das Planetary, dann nochmal als Vergleich eingesteckt, profitierte davon. Mit viel Gefummel bekam ich es scharf. Aber währen im Zoom Jupiter meist scharf war und nur kurzzeitig verschwamm, war es mit dem Planetary andersrum. Unscharf schwimmend mit kurzen halbwegs scharfen Momenten.
Nun meine Frage:
Kann es sein, daß das Planetary extrem Fokus-Kritisch ist? Das Seeing ist ja eigentlich eine ständige minimale Fluktuation des Fokus (resultierend aus der konstanten Brechung der Optik und der variablen der Luft). Das Okular ist je selbst ein komplettes optisches System mit einem gewissen Schärfentiefenbereich. Und die Schärfentiefe meines (der?) Planetary erscheint mir sehr gering. Das 3,2er bekomme ich auch nicht wirklich scharf gestellt, aber das will ich jetzt mal nicht überbewerten, da bin ich endgültig an der optischen Grenze. Ins Bild passts aber trotzdem. Außerdem neigt es am Refraktor (kann ja sein) und am Newton (!) zu Farbsäumen.
Hab ich da ein Montagsexemplar erwischt, das der Vorbesitzer verständlicherweise deshalb loswerden wollte, oder haben andere ähnliche Beobachtungen bei Ihren Planetarys gemacht? Ich les immer wieder Hinweise wie "Die Planetarys sind nicht so toll", nur leider ohne konkrete Begründung. Woher kommt das?
Und die nächste Frage: Was leg ich mir jetzt zu? Eine Barlow? Oder noch ein Okular so um die 5mm? Vielleicht ein ED 5,2mm ? Bis 7,5 geht ja schon mein Zoom.
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