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So heute abend war es dann wirklich soweit - hab noch einmal mit der ATIK und einem 200mm Tele draufgehalten. Das Zielgebiet ist von meinem Standort derzeit noch bis kurz nach 22:30 erreichbar. Leider mußte ich feststellen, dass der Komet heute in unmittelbarer Nähe zu einem 7mag Stern stand. Ansonsten wäre er wohl kein Problem gewesen, Sterne bis 13mag sind auf dem Foto ohne weiteres erkennbar. Ein weiterer Versuch sollte folgen, auch wenn der Mond an den kommenden Abenden stören wird.
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#833775 - 05/07/2011 18:16
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin)
[Re: Burkard]
Hallo Burkhard. Respekt an deine Leistung, die du aufbringst, damit dieser Thread noch aktiv bleibt. X1 ist tatsaechlich momentan ein schwieriges Objekt, vor Allem fotografisch.  Gruesse m.m.
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Hallo Maciej, es geht mir nicht darum den Thread am Leben zu erhalten  Genaugenommen ist da visuell ohnehin Pause bis Ende September... Aber ich finde es spannend, Elenin möglichst lange am Abendhimmel zu verfolgen - fotografisch ist das eigentlich leichter. Interessanterweise gibt die neueste Ephemeride vom MPC (Link) keine Helligkeitsangaben mehr... 
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#852841 - 20/09/2011 19:42
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin)
[Re: stefan1978]
Moin Stefan! Auch für die, die es noch nicht mitgekriegt haben: Komet Elenin fing an, sich ab dem letzten Augustdrittel und kurz vor dem Perihel aufzulösen, der Kern ist also fragmentiert. Die letzte Helligkeit, die von den STEREO-Sonden ermittelt wurde, lag bei nur noch 12. bis 13. Mag. - Eine Sichtbarkeit hier in Mitteleuropa ist ab Anfang Oktober also nicht mehr möglich. Das ganze Elend wurde von einem australischen Amateur dokumentiert - ein bißchen runterscrollen... --> http://members.westnet.com.au/mmatti/sc.htm> wie und wo ich mich am besten über "Kometenfotografie" schlau mache? Frag doch mal im Board "Astrofotografie" - hier sitzen im Wesentlichen die Visuellen, siehe Topic.
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#864494 - 29/10/2011 09:56
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: stefan1978]
Liebe Beobachter, auf der englischsprachigen comet mailing list gab es in den letzten Tagen heftige Diskussionen, ob der Überrest des Kometen visuell erkennbar ist. Ohne Zweifel sind die CCD-Aufnahmen, die teilweise mit heftigen Tricks gewonnen wurden. Ich habe mich heute morgen ins Dunle gemacht. Da der Schweif-Rest sehr groß ist, entschied ich mich für meinen 12-cm-Kometensucher, und nicht für den 12-Zol--Dobson: Kontrastschwache Objekte sieht man am besten, wenn sie ca. 1° groß sind (scheinbar). Die Breite des Rests ist auf CCD-Bildern ca. 6'. Mit einer 15-fachen Vergrößerung lag ich also gut im Rennen. Ich habe einen Zenitspiegel mit 99%iger Verspiegelung, das Okular war ein Erfle (nicht allzuviel Glas). Auf solche Details kann es u.U. ankommen, bei solchen Versuchen. Um 3°° bin ich rausgefahren, obwohl die Kulmination des Grenzgebietes Fuhrmann-Zwillinge erst nach 5°° ist. Das war eine gute Idee. Schon um drei lag in en Senken Nebel. Als ich kurz vor 4 einpackte, zogen die ersten Nebelschwaden auch auf meinem Moränenhügel umher. Der Überrest ist gar nicht sooo schwer zu sehen, wenn der Himmel einigermaßen dunkel ist. Ich bestimmte fst zu 6m5. er ist eben serh groß und wird deshalb in großen Instrumenten leicht übersehen. Ich habe mehrmals die Himmelshelligkeit des von mir vermuteten/gesehenen Schweifgebietes mit der der Nachbargebiete verglichen, an unterschiedlichen Stellen im Okulargesichtsfeld (um Okularefekte auszuschließen). Außerdem habe ich drei mal hingesehen, um nicht von schwachen Sternen in die Irre geführt zu werden. Insbesondere die Gruppe um SAO 58784 war tückisch. Insgesamt erinnert die Sichtung an Beobachtungen des Gegenscheins mit dem freien Auge. Man sieht weniger ein "Objekt", sondern eher eine Variation der Hintergrundhelligkeit. Diese ist nicht allzuschwer zu sehen, aber ein Objekt - sozusagen auf einen Blick - sit schwer wahrnehmbar. Ich ermutige euch, es selbst zu probieren. Wer weiß, ob wir in diesem Leben noch mal die Chance haben, einen zerfallenden Kometen zu beobachten. Eine Skizze (seitenverkehrt): Dort ist nicht jeder feine Stern eingetragen, der im Okular sichtbar war, sondern diejenigen, welche ich zur Orientierung benutzte.
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Bleibt dran, am Okular. -- Uwe Pilz.
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#864554 - 29/10/2011 13:17
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: UwePilz]
Moin Uwe! Herzlichen Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Sichtung!  Das ist wirklich erstaulich - besonders verwundert mich, daß die Kometenwolke auf ihrer Bahn der Berechnung 12 Stunden voraus ist. Vielleicht sollte man sich da auch mit einem Großfernglas ranmachen, denn die Wolke hat sicher einige Ausdehnung (30-60'?). Leider wird's hier nix mit der Beobachtung: Seit Tagen zäher Hochnebel, kein Wind, außerdem steht das Gebiet bei mir am Morgen direkt über der Stadt. Wenigstens steht das Aufsuchgebiet morgens über 60° hoch am Himmel. Ich mach' nachher nochmal Aufsuchkarten fertig. Bis zum Abend sind die online.
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#864557 - 29/10/2011 13:33
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: UwePilz]
Hallo Uwe. Wow!!! Dein Bericht ermutigt einen sehr es auch mal zu versuchen. Visuell gabs bisher weltweit nur sehr wenige Beobachtungen, die publiziert wurden. Die Diskussion auf der CML habe ich auch mitbekommen. Ich sollte demnaechst keine Zweifel mehr an der Beobachtung von JJ Gonzalez haben. Der JJ ist ein ausgesprochen guter visueller Beobachter, das muss ich gestehen. Kurz noch zu deiner Beobachtung: Wie "schwer" ist der Komet tatsaechlich? Ist der Ueberrest einigermassen gut vom Himmelshintergrund zu trennen? War "indirektes Sehen" vom grossen Vorteil? Gabs fuer dich schon in der Vergangenheit schwierigere Kometen, die du beobachtet hast, als gestern Elenin? Du hast schon erwaehnt, dass eine kleinere Oeffnung vom Vorteil ist. Ich wuerde mich gerne mit 8" (F5) und einer kleinen Vergroesserung (25x) drauf stuerzen. Ist das noch sinnvoll? Tschuldigung vorab fuer die vielen Fragen. Das Thema um Elenin interessiert mich wirklich sehr. Glueckwunsch und viele Gruesse m.m.
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#864566 - 29/10/2011 14:05
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: maciej_mysik]
Wie "schwer" ist der Komet tatsaechlich? Ist der Ueberrest einigermassen gut vom Himmelshintergrund zu trennen?
Wie ich schon schrieb, vergleichbr mit dem Gegenschein z.B. auf dem HTT. "Trennen" ist hier ein schwieriges Word. Es ist ja alles sehr groß - 7 Bogenminuten kleine Achse sind ja bei 15x fast 2 Grad scheinbares Ausmaß. Ich habe nach Schwankungen der Hintergrundhelligkeit geschaut. Drüber und drunter war es wieder dunkler. War "indirektes Sehen" vom grossen Vorteil?
Das mache ich inzwioschen automatisch. Der Gewinn ist hier nicht die Helligkeit (hell ist der Himmel überall), sondern die bessere Kontrasttrennung beim indirketen Sehen. Das kannst du an gedruckten Kometenfotos bei hellem tageslicht erproben - indirektes Sehen erhöht die Kontrastwahrnehmung. Gabs fuer dich schon in der Vergangenheit schwierigere Kometen, die du beobachtet hast, als gestern Elenin?
Ja, durchaus. 213P war vor eine Woche deutlich schwieriger im 12-Zöller.
Du hast schon erwaehnt, dass eine kleinere Oeffnung vom Vorteil ist. Ich wuerde mich gerne mit 8" (F5) und einer kleinen Vergroesserung (25x) drauf stuerzen. Ist das noch sinnvoll?
Ja, sicher. Das Bild sollte nicht zu groß werden. Die beste Kontrastwahrnehmung hat man bei ca. 1° scheinbarer Größe, wenn die Helligkeit zum Rand hin abnimmt, wie bei Kometen (untersucht an sinusförmiger Helligkeitsverteilung). Harte Kanten wirken für sich selbst, da spielt dann die Objektgröße eine geringere Roll, zumindest darf es dann größer sein. Oder anders ausgedrückt: Das Zodiakallicht sieht man im 40-Zöller nicht. daß die Kometenwolke auf ihrer Bahn 12 Stunden der Berechnung voraus ist.
"Voraus" würde ich nicht sagen. Das ist der Schweif. Dort wo die Koma war, ist nichts übriggeblieben. Der Abstand könnte auch geringer sein. Ich kam bei diesem kontrastschwachen Objekt nicht über die helleren Sterne "hinaus". Vielleicht reicht sie bis jenseits SAO 58856, das kann ich nicht sagen. Wo ein Stern ist, dort "zieht es" ein nebliges Objekt hin. Das habe ich versucht, auszukoppeln. Weit jenseits von diesem Stern habe ich jedoch nichts gesehen. Vielleicht sollte man sich da auch mit einem Großfernglas ranmachen, denn die Wolke hat sicher einige Ausdehnung (30-60'?).
Wahrscheinlich ist ein Fernglas mit 10-12 cm Öffnung das beste Instrument. Ich habe nur ein 20x80, 4 mm AP. Das wollte ich nicht versuchen. Außerdem steht das Ganze fast im Zenit, was ja an sich günstig ist. Aber mit einem Fernglas bricht's dir da das Genick.
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#864597 - 29/10/2011 15:38
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: Heidescoper]
Lieber Christian, > aber warum liegt der gesichtete Kometenrest > vor der berechneten Position ? Das ist der Schweif, der nach dem Perihel ja am ehesten in Richtung Bahn zeigt. Wneigsten so ungefähr. Die Koma ist aufgelöst, nix davon übrig. > Gibt es Bestätigungen ? Es gibt dre Sichtungen von zwei Beobachtern, zwei davon von José Gonzales, die in der comets mailing list v.a. von den CCDlern agezweifelt wurden, aber auch von Alan Hale (er hat nichts gesehen). Du kannst das alles naclesen, aber es ist viel: http://tech.groups.yahoo.com/group/comets-mlIch weiß aber nicht, wo die Sichtung im Vergleich zur berechneten Position liegen. Das kann man ja nachprüfen. Irgendwer hat mal westnordwestlich gesagt, das stimmt so ~ mit meiner Sichtung überein. Ein Bild gibts hier (von Michael Jäger) http://kometen.fg-vds.de/pix/2010X1.htmund eines hier http://www.westerwald-astro.de/jjm/kometen/elenin-remnant.php?BackPath=kometen(Josef Müller).
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#866637 - 04/11/2011 15:54
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: maciej_mysik]
Hallo, die Beobachtung des "Kometenrestes" scheint keine einfache zu sein. Da muß wohl wirklich alles passen. Gratulation hier nochmal an Uwe! Daneben gab es meines Wissens nur noch drei erfolgreiche Beobachter: J.J. Gonzales (mehrmals - und zunächst heftig umstritten), J. Cerny und L. Paradowski. Negative Meldungen kamen von A. Hale und S. Yoshida. Nach dem Vollmond wird es wohl ziemlich vorbei sein mit Beobachtungschancen, fotografisch kann man vielleicht noch etwas erhaschen (erinnert mich an die letzten Fotos von 17P/Holmes 2008)...
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#866688 - 04/11/2011 18:23
Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
[Re: Burkard]
Alan Hale hat auch etwas beobachtet, ein bewegliches nebelhafte Objekt. Er hat seine Sichtung mit einer Aufnahme von Josef Müller aus unserer FG verglichen und schrieb ihm
Dear Josef,
Thank you! -- that does help quite a bit. Your image was taken a few hours before my observation, but the displacement of the brightest portion of the tail with respect to the comet's ephemeris position, as well as the location of the tail's northern "edge," is consistent with what I was seeing.
Sincerely,
Alan
Allerdings hat er sich mit der Sichtungsmeldung etwas zurückgehalten, da er vorher Josés Beobachtung in Frage gestellt hat. ~ Ich bin immer noch der Meinung, dass viele Beobachter zu große Instrumente benutzt haben.
Bearbeitet von UwePilz (04/11/2011 18:25)
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